41 Jahre alte Kirchenkassen-Rendant der Nazaretli-Geineindc in
Die Unineriitüt M ü nchen ernannte den Dichter Martin«
(etrugen für alle Bahnen aus dem Personenverkehr
mit Plüsch- oder Tuch-Sofa . .
. M. 241.-
Konsum - Verein Großen - Buseck
Uhr
Tages-Ordnung:
3529
Bl94
Butz
Direktor:
H. Meyer.
am 19., feiert k. tzte Sugenorjt, t? in völliger geü urtstag. Der Zm ihre die von im e stehende Sfc. iahreil zog er fir
1. Rechnuugsablage für 1908,
2. Statutenänderung,
3. Verschiedenes.
^nichbarvereiile sind eingeladen. 3521
mi. Fn ihrer r abtücmbr -lLdtbauinsveite'..' zu schaffen, N Stellung zrnn i.
fertigt und dieser Fehler wäre, wenn auch dem Laien nicht äußerlich erkennbar, einem mit der Untersuchung betrauten Fachmann, der sich nicht mit einer bloß oberflächlichen Besichtigung begnügt hätte, nicht entgangen. Eine solche fachmännische Untersuchung hat die Beklagte während ihrer Besitzzeit nicht vornehmen lassen. Ihrem Pächter, einem früheren Maurermeister und Bauunternehmer, hat sie eine solche Untersuchung nicht ausgetragen. Jeder Eigenbesitzer eines Derartigen Theatersaales muß aber damit rechnen, daß sich der Saal bei Vorstellungen mil Gästen füllen und die (rtaleriebrüftung einen erheblichen Druck durch die sich aus- lehnenden Zuschauer würde aushalten müssen. Tie Rücklicht auf die Sicherheit, der Zuschauer legte der Beklagten die Pflicht aus, Tür einen gefahrlosen Verkehr derselben im Saale zu sorgen. Endlich kann auch der Umstand, daß bisher kein Unfall vorge- kommen i)t, der Beklagten nicht zur Entlastung gereichen. Nicht mit Unrecht bezeichnet das Berufungsgericht dies eben nur als einen glücklichen Zufall."
Gießen, den 18. Juni 1909.
Großh. Direktion der chirurgischen Poppert.
SienenjiWcmrtin Athen vvd Umgegend. Familien-Mog nach der „Schönen Aussicht“ b. Gießen am 20. Juni. — Zusammenkunft nachmittags 3 Uhr.
Recht zahlreiche Beteiligung ist erwünscht: auch die
Lagerhalter:
Karl Siegfried.
mellte Revision beim Reichsgericht ein, jedoch ohne Ersolg. '£■ 6. Zivilsenat des höchsten Gerichtshofes kam zur Zurüa :tejiing der Revision. Er legt hierzu unter anderm dar: „Dem
'! liungsgericht ist darin beizutreten, daß die Beklagte sich nicht n )cr Erwägung habe beruhigen dürfen, die Baupolizei werde
: 61 Prüfung der Galerie-Einrichtung deren etwaige Mängel nicht
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Sonutag den 27. Juni lfd. Js., nachmittags 3
General - Versammlung
bei Gastwirt Brück.
Kelianntmachung.
Wegen Vornahme von Straßenarbeitcn wird der Selters- MDiq zwischen Goethestraße und Kreuzplatz von heute bis auf Mj«?res für jeglichen Fuhr- und Nadfahroerkehr gesperrt.
Gießen, den 18. Juni 1909.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhart.
jangcnc Nack! v ui der BuffW ntlich bc-5 Slfc , himmelblM r er sah man i. Ter 'BareM und der A M
Bekanntmachung.
| Für die chirurgische Univ.-Klinik soll die Lieferung des rSoorss an Weißzeug, Bettzeug und Kleidungsstücken 'cL !>as Etatsjahr 1909 aus dem Wege öffentlicher AuS- Wenbung vergeben werden.
Die besonderen Bedingungen und dec Ministerialerlaß m 16 Juni 1893 sowie die Muster liegen zur Einsicht- Ume nachmittags von 4—6 Uhr auf dem Verwaltungs- bwedit offen.
। Angebote, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift ritttlse hen, sind bis zum Samstag den 3. Juli 1909, Mwittags 11 Uhr, auf der Verwaltung abzugeben.
[ Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage.
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- r iefjen haben. Vielmehr trifft den Besitzer eines derartigen cÄersaales eine eigene Verantwortlichkeit dafür, das; der Saal ift- Anforderungen entspricht, die die Sicherheit seiner Besucher «rli.'i'cht. Tie Abnahme eines Neubaues durch die Polizeibehörde im:i zwar eilte gewisse Gewähr dafür, daß die baupolizeilichen ignfijriftcn beobachtet worden sind, bieten, aber sie schließt die ?Ähnlichkeit einer fehlerhaften Einrichtung des Baues nicht aus mir ist nicht geeignet, den Besitzer unter allen Umständen von
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l Verantwortlichkeit zu entlasten. Tas Geländer war nach k <»949 665 Mk. (Plus 9 250 893 Mk.), aus dem Güterverkehr ÜDi Gutachten des Sachverständigen durchaus ungenügend bc e 127 315 994 Mk. (Minus 192 518 Mk.), die Bahnen mit dem
Vermischtes.
*'DieSeeledes Geschäftsmannes. Ehauchard, der verstorbene Begründer des Louvre-Magazins, ist trotz seiner Millionen uno seiner Sammlerleidenschaft im Grunde seiner Seele stets der rastlose Kaufmann geblieben, der auch in den Fahren, da er längst als reicher Privatmann in seiner prachtvollen Villa wohnte, wie in früherer Zeit um den Gang der Geschäfte im Louvre sich sorgte. Int Temps erzählt Claretie eine bezeichnende Anekdote, die der verstorbene Mater Henner ihm berichtet hat. In seinem prachtvollen Landauer, dessen Gespann, zwei, herrliche Pferde, Ehauchards Stolz war, fuhr der Multimillionär eines TageS über den Pont Royal. Auf dem Bürgersteig sieht er zwei bescheiden gekleidete kleine Bürgersfrauen dahereilen, die Pakete tragen. Sie kommen vom Louvre: das verrät der kleine Luftballon, den die eine der Frauen am Bande hält und auf dem der Nam« des berühmten Warenhauses leuchtet. „Aber weshalb", so überlegt sich im Stillen Ehauchard, ..hat die eine der Kundinnen einen Ballon und die andere keinen?" Er läßt sofort den Wagen halten und mit dem Hut in der Hand nähert er sich mit einer höflichen Verbeugung den beiden erstaunten und ein wenig verschüchterten Frauen: „Sie kommen vom Louvre?" Tie beiden Käuferinnen sind erstaunt und mißtrauisch mustern sie den eleganten Herrn; hält er sie vielleicht für Laden-, diebinnen? Aber Ehauchard fährt fort: „Warum hat die eine Tarne nicht auch einen Ballon?" „Man hat mir keinen gegeben, ich weiß es nicht..." „Sehr gut, sehr schön, erweisen Sie mir die Ehre, in meinen Wagen ein- zusteigen; ich werde dafür sorgen, daß Sie erhalten, was Ihnen zukommt." In Ehauchards Wagen fahren die beiden Bürgersfrauen zum Louvre, wo die Beamten beim Eintritt' Ehauchards bereits dienstfertig herbeieilen. Man be- eifert sich, einen Ballon für die Frau herbeizuholen, aber Ehauchard hält den Verkäufer an: „Ich selbst muß den Fehler wieder gut machen, der in meinem .Hause begangen wurde." Und mit einer höflichen Verbeugung reicht er der Frau den Ballon und fährt die beiden Käuferinnen, Die er ja in ihrem Wege auf gehalten hat, mit seinem Wagen bis an die Tür ihrer Wohnung.
Kleine Tageschronik.
Bei der Prinz Heinrichfahrt errang Kommerzienrat Wilhelm Opel ben Prinz Heinrich -Wanderpreis und den ersten Preis für die Schnelligkeitsprüsung in Guben und Forstenried. Gestern abend sand im Hotel zu den Vier Jahreszeiten ein Festessen statt, das den Abschluß der diesjährigen Prinz Heinrichfahrt darstellt.
Nach Unterichlagung von 13 000 Mk. Kirchengeldern ist der
Rcichsgerichtsbrief.
Nachdruck verboten. I. S. Leipzig, Juni 1909.
Habe User satzpflicht bes Saalinhabers bei mangelhafter Befestigung einer Galerie- b r ü ft u n g.
Das Reschsgericht bringt anläßlich dieser Entscheidung zum luäbrutf, daß die baupolizeiliche Abnahme einer Einrichtung nicht ia'ijjnet ist, den Besitzer unter allen Umständen für Mängel der- ■bett zu entlasten.
Es handelt sich um ben der Herforder Brauerei gehörigen Msthos „zur Krone" in Detmold, der von dem Gastwirt W. tl? Pächter bewirtschaftet wurde. In einem Anbau zu diesem Hsthof befindet sich ein mit Galerie und einer Bühne ausgestatteter Bial. Tie Galerie des Saales war durch eine Brüstung ab- Wrmzt, die mit der Diele und den sie unterbrechenden Säulen tr durch Annageln befestigt war, und deshalb auch nur wenig Siierftaub bieten konnte. Als am 24. Februar 1904 in diesem ■nie eine für Militärpersonen bestimmte Vorstellung eines Ainderzirlus ftattfanb, brach ein Teil der Galeriebrüstung her- ’frler, so baß eine große Anzahl Soldaten in den Saal stürzte. Bei brient Malheur erlitt der jetzt gegen die Herforder Brauerei kliwnde Bnreaiigehilfc Sch. in Bielefeld erhebliche Verletzungen, bi1 feine Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen. Nach dem Unfall vom U Februar 1904 war er als dienstunfähig vom Militär ent Io i n worben.
Seine Schadenersatzansprüche wurden in erster Instanz vom 1! dgericht Bielefeld abgewiesen. Auf die Berufung des Klägers «liiruitc bas Oberlcmbesgericht Hamm helfen Ansprüche als dem Bninbc nach für gerechtfertigt an. Das Oberlandesgericht nahm ■itr Cijegensatz zmw Landgericht an, daß die Beklagte die im Verkehr «r rderliche Sorgfalt außer Acht gelassen habe. Es hält die Klage ben §§ 836, 823 A'bs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs für Ibtiifinbct. Wie das Gutachten des Zimmermeisters S. ergebe, ifl die Befestigung des Geländers durchaus ungenügend gewesen. St- Schwelle des Geländers sei auf den Fußboden aufgenagelt und fri ebere Teil des Geländers sei durch aufgenagelte Bretter mit L Säulen in Verbindung gebracht. Tie ganze, den einfachsten Ijhqpln der Baukunst zuwiderlausende Befestigungsweise habe nur
[ Direktor M Zahrc erholten lerlroges in M , die StabtofteiU uin umlflufcnbe j dcs Direttors 1 die StodtveM des Theoiervcck-if en, ob sich ein ^ n Beleuchtung GebcschuZ ««J i einem :ien, «m W 5 fei noch nG° in, bau » dem Direktory neuen
lichten, |o ich sich
v’> reif zu feinem 70. Geburtstage zum Ehrendoktor.
Ter durch das Erdbeben in Südsrankreich angerichtete Schaben wird auf 16 Millionen Fr es. geschätzt. In dein Stäbt- hen Lambeß wird der Kirchturm gesprengt werden, weil die Ge- abr des Einsturzes besteht. Das Dorf Venelles ist von seinen Bewohnern vollständig verlassen. Die Aufräumungsarbeiten gehen rasch voran.
handel nn- Verkehr, Volkswirtdchast.
— Einnahmen deutscher Eisen bahnen Die Verkehrseinnahmen deutscher Eisenbahnen im Monat Mai
Fr a n f f u r t a. M., 18. Juni. Das Schwurgericht vcr- «NL'ilte nach zweilägrgeo Verhandlung den 19iährigen italienischen taktier Mareo Przzato, der nm 28. Februar ans grundloser iD>i'!ersucht auf seine (beliebte Cacilia Pesavento geschossen sie II beer nur erheblich verwundet hatte, wegen versuchten Totschlags ll'iLicr Annahme mildernder Umstände zu 1 Jahr 9 Monaten Geil ignis.
Der Prozeß Moltke Harden ist, wie Maximilian ‘Qirbcit in der „Zukunft" mitteilt, zu Ende, indem er die angcmel i .iI Revision gegen feine Vei-urleilung zurückzag. In der Berhand- tlrng am 20. April war Harden zu 600 Mk. ©rfhftrafc ver- Ifi-zeilt worden.
Offenburg, 18. Juni. In einer Straf fannncrüer ||(L-n b I ii n g unter Ausschluß ber Oefsenllichkeit wurde nach der Z-cankf. Ztg." der 56 jährige Kaufmann Franz Goretzli aus li-n^Strelitz, ber nach Abbüßung einer von ber Strafkammer i Straßburg gegen ihn verhängten sechsmonatlichen Gefängnis- Hofe wegen Herstellung und Verbreitung eines Romans (Die Mil puicniDette.) in Kehl wohnte, wegen Vergehens gegen-. § 184 R. Str |p 9 Monaten Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung von 3 Ifiüitaten Untersuchungshaft. Zugleich würben ihm die bürgerlichen |(Ueenrcrf)tc auf 3 Jahre aberkannt und die Einziehung brr Schrift Ke A. K. Krupp- verfügt. Zwei weitere Angeklagte wurden srei- v§i»rochen.
-j Das Schwurgericht Solothurn verurteilte ben früheren ■^ejgcrmeifter Hirsbrunner wegen eines cm einem iünf- dmgen Mädchen begangenen Lustmordes zu lebenslänglick-em iichthaus.
Paris, 18. Juni. Wie gemeldet wird, wirb bie Anklage- namer Frau «Steinbc i ( vor das «Schwurgericht verweisen, ie Verhandlung des Prozesses wird im September ober im ILaber beginnen?
Die Ausführung der Erd- nnd.Maurerarbeiten zur Her- r ilciurg der Trockenlegung des Rodberg-Eimchnittes Kilom. 131,0 bis SBl? Der Strecke Lollar-Gießen ioll önentltd) vergeben werden.
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.jungen Halt geboten und das Unglück verursacht. -
Tie Herforder Brauerei legte gegen das Urteil des Oberlandes' b c ^i n , RechnungsrM Karl Boß, fluchtig geworden.
W I Mark (befteügelbfrctc Postanweisung» bezogen werden, xic HAiie dote werden am Montag dem 28. Ium, uormittagv 11 Uhr, vtziLinsein der etwa erschienenen Unternehmer, nn Jnwcktionsge- A lte geöffnet. , . . B ■'«
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Darmstadt, 19. Juni. Heute mittag fand anläßlich des Militär-Jubiläums des Grobherzogs die Parade Leibgarde-Regiments statt, die kürzlich wegen des schlechten Wetters verschoben worden war. Ter Groß-
Unentgeltliche Arbeitsvermittelung. Aiidtisiher MeitMlhVkis Gießen.
Gartcustraßc 2, Zimmer 2.
Es können eingestellt werden:
a. bei hiesigen Arbeitgebern:
1 Wärter, 1 Banschreincr, 2 Zimmerleute, 1 Fahrbursche, ein Schuhinackier, 4 Dienstmädchen, 1 Maschinenschreiberin, 1 Lauf srau, 1 Kindermädchen, 1 Köchin.
Lehrlinge: 1 Schreiner, 1 Schlosser, 1 Glaser, 1 Schmied 1 Kellner, 1 Schneider, 1 Friseur.
b. bei auswärtigen Arbeitgebern:
2 Zimmerleute, 3 Arbeiter, 1 Sattler und Polsterer, 1 jung. Metzger, 1 Schmied, 3 Wagner, 1 Schuhmacher, 2 Former für Maschinengußteile, 2 Bauschreiner, 3 Möbelschreiner, 1 landw. Knecht, 1 landw. Dienstmädchen, 2 Haus- und Küchenmädchen, 1 Stütze.
Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Sattler und Tapezierer.
Es suchen 'Arbeit: ß19/»
2 Schreiber, 1 Optiker, 1 Schmied, 3 Weißbinder, 1 Spengler und Installateur, 1 Heizer, 2 Schreiner, 4 Bauschlosser, 1 Maschinenschlosser, 1 Kupferschmied, 2 Glaser, 4 Hausburscheu, zwei Sattler u. Tapezierer, 1 Polsterer u. Tapezierer, 5 Lausfrauen, 2 Louimädchen, 3 Waschfrauen, 1 Kindermädchen, 1 Arbeiterin, 2 Lckihrknechte, 1 Buchbinder, 2 Ausläufer, 18 Arbeiter, 2 Flickfrauen.
Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Lackierer.
Herzog und die G r o ß h e r z o g i n mit dem C r b g r v tz- ff erzog wohnten der Parade bei, nach deren Schluß der Großherzog an der Spitze des Regiments einrückte.
Darmstadt, 19. Juni. Die Jubiläumsausstellung für das Hotel- und Gastwirtgewerbe in Darmstadt ist heute mittag eröffnet worden.
Berlin, 19. Juni. Den Morgenblättern zufolge bestreitet der Schatzsekretär S Y d o w, der Urheber der in der Finanzkommisfion beantragten P a r f ii m e r i e st e u e r zu fein. Niemals habe er sein Augenmerk aus diese «Sache gerichtet.
Wien, 19. Juni. Tic gesamte hiesige Presse drückt ihre volle Genugtuung über den warmen und herzlichen Ton der Trinksprüche in den finnischen Schären aus. Alle Blätter sind darin einig, daß zwar die englische Tiplomatie etwas enttäuscht sein loerdc, aber im großen und ganzen könne die Entrevue mit ihren Trinksprnchen als ein Ereignis bezeichnet werden, das geeignet sei, die Friedensgarantien zu verstärken.
London, 19. Juni. Die englischen Blätter besprechen ohne Leidenschaft den Zwischenfall des Dampfers Woodburn und bezeichnen ihn als einen Irrtum. Wie die Times aus Petersburg erfährt, ffat der englische Botschafter bei der rufsischen Regierung in aller Form Einspruch gegen die Beschießung des Dampfers erhoben. Tie russische Regierung wird sich wegen des Zwischenfalles entschuldigen.
Petersburg, 19. Juni. Wie es heißt, wird der Ober Prokurator des heiligen Synods, Luk- lanow, demnächst zurücktreten und durch seinen Gehilfen Rogowitsch ersetzt werden. Die Gründe hierfür sollen in der angeblich zu großen Toleranz Luklanows zu suchen sein.
Konstantinopel, 19. Juni. Blättermcldungen zufolge haben nunmehr sämtliche Mächte der A u s h e b u n g der mazedonischen Finanzkommission zuge^ stimmt.
Rechnungsjahre Januar-Dezember nahnien in der Zeit vom 1. Januar bis Ende Mai 1909 ein 33 866 865 Mk. (Plus 2 551967 Mk.) und 68 819 056 Mk. (Minus 656 595 Mk.).
Märkte.
ko. Wiesbaden, 17. Juni. ViehMarkt. Zum Vertäut [tauben: 2d Ochsen, 64 Kühe, 242 Schweine, 136 Kälber (Darunter 00 Mankälber, 136 Lanbkälber), 56 Hammel und Schafe. Bezahlt lunrbc für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 75,00-77,00 Mk., 2. Qual. 72,00-74,00'Mk., Kühe 1. Qualität 64,00—66,00 Mk., 2. Qual. 00,00—00,00 9)lf. Bezahlt wurde für 1 Ktlogr. Schlachtgeivicht: Schweine, vollfleischige, 1,36—1,38 Mk., Tauen 0,00-0,00 Alk., Eber 0,00-0,00 Mk.: Kälber: Piastkälber a,00—0,00 'ML, Landkälber 1.48—lw8 Mk.: Hämmel und Schafe 1,44 bis 1,50 Mk. — Rinder notierten: 00—00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mk. Geschäft in Horn- und Kleinvieh gedrückt, kein Ueberstand. Tie Zufuhren in Hornvieh stammten aus der Provinz Schlesien, in Kleuwieh aus dem Unterlahnkreis (24 Kalber), Untertaunuskreis, Wiesbaden-Land und Kreis Bingen (18 Kälber).
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag dem 20. Juni: Wolkig, trocken, wenig wärmer. Nördliche Winde.
Orrginal-Drahtmel-ungen.
WSW
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