Ausgabe 
17.2.1909 Erstes Blatt
 
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r ob ^uberi, bre mm T?ohamedon'4irru' übertre von den ae>: ,- irapioHt Nechi^befctzrankl nqen zu befreien «nb. Ti« erste ijra^e wurde vom Senat bejaht, die xroe.te oern-nL

AuSrüstung der Schisse m i * Apparaten f ü t drahtlose lelegrapbi». Tsi von be:n amenkanüche« A*prä'enianterbaufe angenommen* tlorlage. betrcffenh d:e Au> . iftung der L chi^e mit '2lovaraie;tüv brabtlo-r Zetegracuic, be- iammt, da« alle amertfaiuidje Hajen berubrr Den Lacandainv«er inu solchen 2lp para len binnen Jahresfrist cti cöen »ein mühen. ji!d)tbefo(qung der Vorschriften wird nut «^eiän^nii bi6 zu einem . cijte und C8cftf:ra»e bi4 zu «000 TollarS bestra'l.

T i e Gesamtkosten der Danama-^aiial-. Ter hel-Ingenieur (Boethalfl gab per dem Kougreg-Li ;> chuß für Be ipdliflunflen an, dah die Weiamifoften der tanama-Ranal* baue* 1500 Millionen Mark betragen.

21tts Statt mit Cant.

Gießen, 17. Februar 1909.

Gedenket der hungernden Vögel!

Tagerkalender für Mittwoch, 17. yebt. Stadt- t he ater: ,^ohn Gabriel Sorfmann". fflnfang 7 Uhr.

* Auszeichnungen. 6. K. H. der Großherzog haben durch Patent vom 23. Januar 1909 den Staats- fekcetar des *21uflroärhgtn AmtcS Wirklichen Geheimen Rat Wilhelm von Schoen zu Berlin für sich und seine gegen­wärtigen und zukünftigen ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Frecherrnstand des Großherzogtums er­hoben; ferner dem Leh. Kanzleisekretär im Rcichs-Lisenbahu- amte Gust. Echlichtrng die Krone zum Ritterkreuz zweiter Klaffe de» Verdienstordens Philipp« de« Großmütigen ver- liehen.

" Vfarrdien st nachrichten. S. K. H. der Groß- Herzog haben am 13. Februar d. IS. den vom Grafen von Schlitz genannt von Görtz auf die eoang. Pfarrstelle zu Staben präsentierten Pfarrverwaltcr Karl Sattler daselbst für diese Stelle bestätigt.

- Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Wilh Theiß zu Bermersheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Guntersblum.

Erledigt ist die Stelle des K a nzl e i - In spe k t o r S bet Großh. Hauptstaatskaffe.

' Allg. Kirchensteuer. Im Rechnungsjahr 1909 werben für die Gesamtheit der cvang. Kirch 121/, und sür die kath. Kirche 6 Proz. Kirchensteuer zusammen mit der direkten Staatssteuer erhoben. Das bedeutet für die cvang. Steuerzahler eine Erhöhung von 1/, Pro z., wahrend es für die Katholiken beim alten Satz bleibt.

Die Verteilung der Kosten für den Grunderwerb zur Nebenbahn LollarLondarf, nach der Ent- scheldimg deS KreiSauSschuffeü Friedberg, die in der von nnS mügeteiltcn Urteilsbegründung nur nach Verhältniszahlen an­gegeben war, ergibt nach einer von sehr geschätzter Seite unS zur Dersügung gestellten Berechnung für die einzelnen Ge­meinden folgende Summen:

Lollar..... 34 225 M.

Londorf . . . . 12 700 ,

Mainzlar .... 12 776 ,

Allendorf .... 29 225 ,

TreiS a. d. Lumda . 26 800 ,

Daubringen . , . 12 050 ,

Staufenberg ... 3 625 ,

Allertshausen . . . 700 ,

Keffelbach .... 1 225 ,

Herberts Haus en ... 175 ,

Gießen..... 113 975 ,

Climbach .... 2 525

Zusammen 2öo 000 All.

** Di e Tätigkeit her Amtegerichte int Jahre 1907 Bei bctr 53 Amtsgerichten Hesse« - und im Getchisl^ lahre 1907 in Ausilsachcu 129 348 bürgerliche Rccstsftreitigkeiten anhängig gemad)t worben Da runttr 63865 Kain na cfr*n (etioa 50 Pwöent/, 39 493 gewöhnlich 'linojcfic mib 12 068 Anträge aus Zirang«wllstreckuiig. Die Zahl der ntimbüdy« Verband-^ 'ungni betrug 53389. Kvnkureoersaluen waren 557 onhmgig. Tic Angelegenheiten der sreiioittigcn Gerichtsbarkeit nahmen die Zätigfcit der Auiwgerich'e gleichfalls sehr in '?ln|vrudj: so wurden 'Scninti 344 437 Gnuidbuctzfackien nach neuem ^Jtcait und 38 692 Sachen nach altem Recht erledigt, ferner waren 26 260 Bormu«dsd>afbstacheii, 6257 Pflegschaften usw anhängig. Aus der Fülle der Strafsachen beben wir hervor. 25 HU Strafbeicble, die in rjvrfb und Feldrügvfackxn ergangen sind. AuhZilgig waren

allzulange Paule von bem vorhergehenden Stüd getrennt war, koniltc leider nicht zur vollen Wirkung kommen, da Cilemen» Roden seine Verse in ftäubiger Gemelltschaft mit dem Souffleur zu sprechen beliebte. Bedauerlicherweise wucd,m dadurtt) auch die Leismngen her beiden Hauptdar­steller sehr tu den Schatten gestellt. Ärnii Röder al5 olombtne und Edgar Pauly als Pierrot hatten den für em lyrisches Spiel erforderlichen Ton recht glüdütb '. troffen und hatten sich auch nicht vergeblich bemüht, den Gehalt der zarten, feinfühligen Tid)hing nach Möglichkeit zu erschöpfen.

Heber heu Inhalt des Gedichtes ist nichts zu sagen, denn eS ill da alles nur Stimmung und Feinfühligkeit, die feder flarrcn Form widerstrebt und tiefen Sinn nicht hem wissenden, sondern nur dem Enrvsindenden offenbaren kann 'Vn Schluß des Abends bildete das Faschings- fvielDie vertauschten Schafer" von Ludwig Levin Schütting, da» trotz seiner Zerfahrenheit unb Untlarbcit eine ireunMidie Lus nähme fand. Ein paar feste, rüttsichtS- lose Strube mären hier nur von Dor teil und auch ziem- lüh leicht durchztisühren. handelt sich in der >>aupt- iachc um einen genebenen rfoinobiantcn, der sich müiamt feiner Truppe den Haschern dadurch entzieht, daß er die eineDeutsche Shrtjdiaft", ein beliebtes Schäfer spiel, auf» rührende Iwrzoglittw Hofgesellschaft als verfolgte Komö­dianten. sich imb »eine buntzufammengewirbelte Truppe aber all) die Hofgesellschaft auogibt. Als deus ex nuuhina rrfcfiemt dann cm Graf, der die Herzogin aus ihrer Be- vrongnis rettet und heiratet Tu- «ufiübniufl selbst umt recht flott. Besonder- erwähnenswert sind Mar üro ne r i als ausgezeichnete .gwmödiant, (Üairc Albrecht als S'FTjpam, 4xiul ftoblmann all ftnmuicrlicrr, Ru­dolf Mall als Graf, Edgar Pauly als vorzüglicher Schulmeister und Torte «aifart h al6 trottellger Schäfer '2Uuh die übrigen Ä-itwirlenden fugten sich gut ein.

Karl Neuro in.

reitet 3289 «Brwatflayfafctn. 4277 «ntriu ruf Srloß von Strasbeiehien 'bi: - unb ^elbrüfleiadvn mij»aen*>nrr7*en . «816

Anklagesachen wegen D riehen unb 2440 Ankiag machen wegen tlebertre 1 ungtu. Tie .Hat! der 5?avPincrhcncilunq-*u vor ben - x:ma l! !*-'' - -

Infllm, imb 10 736 Perioncn gleich etwa 0^ Prozent ter Be- lulfcnirtfl, penn: (L -u cren nmrben -"904

2 ic Fleischbc.chau m He "'en. Im letzten Vierteliobr 1908 stellte sich d.c Zahl der Schsilchtticre, bte :m Großherzogtum Hesien der Schlachtvieh- unb Flei'chbe'chau unterroonen wurden, wie folgt: Pferde und andere G:n- hufer 689 (gegen 203 im dritten Vierteljahr), Lchsen 5045 (4702), Bullen 485 (842), Kühe 10 760 (8898), junge R'.nbec 10 938 (11 491), Kälber 19 316 (21 174), Schweine 96 790 «91 651), Schafe 6393 (2758). Ziegen 6507 (2175). Während im Königreich Sachfen an 1412 (528) Hunden bie Fleischbeschau vorgenommen wurde, ist in Hessen in der Statnilk kein einziger Fall verzeichnet.

** Hilfsaktion für Süd-Italien. Ter gc'chüsis- übrenbt .'Ausschuß des Hessischen Lande-komilees zur J)ihelciihing für Sud-Italien bat gestern beschloisen. Die Sammlungen zu schließen. Tic Santmelfttden werden habet cebften. die tm- gedangenen ©elbipenbcn, 'oivril dies noch mdrt aefchehen ist, alsbald und tunlichst vor txm 25. ds. Mts. an d«e vauptsaminel- stelle, die Bank für Handel uno Industrie m Tarmstadt, abzu- führen. lieber den Eingang unö die Verwendung der Gelder wird demnächst ein Ausweis veröffeMliäü werden.

ee Gießener Freie Studentenschaft. Morgen abend findet im Hotel Schütz die Generalversammlung der Gießener Freien Studentenschaft statt, in der u. a. auch das Präsidium für das kommende Semester gewählt werden soll. Dieses Präsidium will die Interessen sämilicher Nicht- inkorporierten vertreten. Es ist deshalb unbedingt notwendig, daß sich möglichst alle Nlchtinkotporierten an der Wahl beteiligen.

** Der beste Kartoffelsalat. Nachdem in dem gelingen Jhmjert das nninberbarc ürctw verklungen war, orfen- barie eine Dame ihrer Nachbarin, den tiefgehenden Gindrutt, den die Musik auf sic gemacht barte, mit den ti^getüblten "Porten: B c i sName ißt man immer f o guten Kartoffelsalat! Vielleicht ist die Tarnt so liebenswürdig, uns ;u 9tub und Fvcnnmen unserer Leser das :)ic^:pt des guten Kartoffelsalates mitznteilen.

Zchlutz der Anzefgen-Annuhme:

für Geschäfts-Anzeigen bis abends 7 Uhr am Tage vor der Aufnahme,

für Kleine Anzeigen bis morgens 9 Uhr am Tage der Aufnahme.

r. Großen-Linben, lt>. Febr. In bet Sandkaute an der Straße Gießen-Großen-Linden förderten heute vor- uiittag mehrere Arbeiter einen wichtigen Altertums- f un d zu Tage. Bei Ausiäumungsarbeiten fließen sie in geringer Tiefe auf ein großes Gefäß. Anscheinend handelt c5 sich wieder um einen Fund aus der HaUstattzeit. Du Sandgrube ist feit Jahren eine wichtige und ergiebige Fund­stelle. Die Urne wird ins Gießener Aluseum kommen.

---- NeiSlirchen, 15. Iebc. Eine Nachfeier ver­anstaltete der Kriegerverein den Ntit wirke «den bei der KaisergcburtStagSfeier. Ter Verein hatte nämlich unter Leitung deS Lehrers Grün an Kaisers Geburtstag eine Neihe lebender Bilder au6 der Zeit von 187071 dar- gestellt. ES wurde nun den Mitwirkenden gestern abend bei einem Glase Bier eine kleine Entschädigung für die pinge Welt m Gestalt eines TauzchcnS geboten. Nächsten Sonn­tag halt der Kegelklub Abendunterhaltung mit Ball.

x Albach, 15. fycbr Am Sonntag hielt brr btrfigr Bauernverein seine Generalversammlung im Lokale des Lagerhalters, Gaslloirt Daniel .Lchmiu, ob Trotzdem bet Verein ein Manko von ca. 250 Mk. hatte, wurde den Mitgliedern eine Dividende von 2 Prozent gewährt.

s- Lich, 17. Febr. Am Sonntag veranstaltete der Turnverein unter Mitwirkung der Musikgesellschafl in der Turnhalle eine gutbefuchle theatralische Kappensitzung. Es gelangten sehr schöne Theaterstücke zu Aufführung, welche reichen Beifall fanden. Nächsten Sonntag veranstaltet der Turnverein einen Maskenball.

A Ettingshausen, 16. Febr. Der Bahnbau Lich- Grün berg ist soweit fortgeschritten, daß die Er- Öffnung im 2lpril ober Mai erfolgen durfte. Der Eberbaii der Linie ijt von Lich bis Cuccfbcrn vollendet. Material­züge verkehren zwischen Lich, Ettingshausen und Cuedbom. Nur zwischen Cuedbom und Grünberg sind die Arbeiten noch sehr zurüd, da hier größere Gcländeschwierigkesten zu überwinden find, mehrere Einschnitte unb hohe Dämme mußten hergefieüt werden. Die Stationsgebäude zu Cued- born, Ettingshausen und Nieder-Besfingen sind im Nobbau vollendet. Der 10 Meter tiefe Einschnitt bei Münster liefert große Basaltmassen, dir zu den Hochbauten und der Her­stellung de« Oberbaus der Strecke benutzt werden. Die Bahnbaufirma beabsichtigt, cm en größeren Steinbruch weiter zu betreiben. Außer den früher vorgesehenen Stationen er- nält auch die Gemeinde Harbach eine Haltestelle zunächst der Kolbenmühle.

§ Flensungen, 16. Febr. Hier fand eme gut be­suchte Versammlung statt, die Bürgermeister Bräuning leitete. Anschließend an einen Vortrag über .Deutschlands Seeinteressen* wurde von Bürgermeister Bräuning die Grün- düng einer Ortsgruppe deS deutschen Flottenvereinü an- aeregt. In dieser Angelegenheit soll demnächst eine weitere Versammlung abgehalten werden.

L. Friedberg, 16.Febr. Gestern fanden drc Äahlen j um Gewerbegericht statt. ES war nur je eine Liste von Arbeitgebern und Aibeitnchmem au'gestellt. Auf erstere Liste wurden 66 Stimmen abgegeben; von den Arbeitnehmern dagegen 222 Stimmen.

b. Ta1 labt, 16. Febr (An Lvrmnantv du 21. Pioniere aus Kastei traf dem Truppenübung-Platz Tarm-

stadl mit Lern Bau einer 40 Ruu langen vrnie desMsiigr. die zur Unterbringung eines Militär-Luft fchisfc* für das

18 *2(n»eelort~ bestimmt ist. Auch sollen im Früdjabr hort Chiffrenutne nrü Aerrrlanen vorguioinmen werden.

kg. Kirchbain. 18. Febr. Gestern ist hier nach einem Vortrag deS P'arrerS Drttmar auS Schmalkalden eine gemeinnützige Baugenossenfcha»t ,Dahe:m^ ge­gründet iporben. Tie Genossenichaft will den Bau von Ac- bciterroobnnngen fördern. Der Geschäftsanteil beträgt für die Perlon 200 Mk. Der recht rührige 21aturheiloerein bat eine 21U0 Quadratmeter große Wiese erworben und will im Laufe deS Frühjahrs dort eine Licht-. Luft- und Wasser- Badeanstalt errichten. Eme auswärtige Tarne bat zu diesem Zweck den Betrag von 1U00 Mk. gestiftet.

Siegener Strafkammer.

( Gießen, 16. Fede.

Wahlkampfe.

Die Paricileideni^ft in S chwalhe, m hat schon -adlre che Blüten getrieben mu denen sich ;wn Teil die Gerichte beffliint müssen. Nachdem ui bet letzten Sitzung der Tlenfrfnctbt T. sich wegen Sadibcichabüjung, bie er an der tiirnd>aft »einer öegeu- p art et ömVot batte. iKrannncnen mußte, trat er irr der vor­liegenden Berdarwttmg ak* Verletzter imb <ieugc auf. Er cilT ron bem Sohn .n'-* i. 3t gewählten Bürger. ie"ters, bem Laubwirt G H.. nacht» mit einem Stan genrorrtn worben sein. we-Zbalo tu-m em Stratbesihl übrr 1 21. zuging. Ter Jngcyigte erton Diderspruch unb gab am Schöffengericht an. c4 sei nutze richtig. MB er geworfen habe; dagegen gesteht er zu, er habe mu seinem svazierstott dem D.. der in der fraglichen Nactzt btc

Bürgermeister gesteckten Stcgeebdnmr wrtichafit:. nirhriach itbet b*u Rücken geschlagen. Auf Grund dieser Angaben sprach das Stbörrcngcridv »eine Unmstonbigkeit aus und verwic-5 bic oadv ar hie Stratanniier, da .'lörververlctzung mittels gefähr- lick.en Werkzatgs vsrzutiegen schien, zumal T. behauptete, eüid an seinem xopf be;inbiidK Lunde rühre von dem Angeklagten ber. Tic Sir-n'!animer stellte fest, baß D. in bei betreffenden Aachr eine Morpcrvctlebung davongetragen hat, denn er kam blutenh in eine ÄirN'cho't. verweigerte aber auf Befragen bie Auskunft über die Unad)e ber Berletzung. Es konnte aber nicht für erwiesen angenommen werden, daß die Perletzmig von dem Angeklagten her de ig? führt wurde. Inwivcit der Angeklagte ber Körocrocrletzung uenäribig war. nabtn dar 'Gericht an, er tobe in berechtigter Notwehr gehandelt und spraM ihn frei.

Beim Feueralarm au-gedlteben

ist ccl Müller G. B. von Lkarbcn. weshalb ihm ein Stra" befehl über 3 M. juging. Am Schoisengericht begründete er d-m erhobenen Linsbruck) damit, er besitze ein nrzttiche« Attest, wonach er an Gelenkrl-eumatismus l.ibe und deshalb die Bstichten etncv Fenerw rmannes nicht erfüllen könne. TtC'e# Attest batte er gelegentlich einer Hebung im Sommer vorigen Fabres vorgelegt: er bat alter inzwischen wieder schwere Müllet unb^ jcUwubafm der lichtet unb ist öfters auf bcc Jay) gegangen. Tas Schölten- geridit nahm an, er hätte ben Dienst ein.. Zruertvehrmanncs xcajt gut leisten können unb ocrurmltc ihn ;u ber im Strafbefehl ongedrohten Strafe. Ter Angeklagte verfolgte Berufung, indem er au gab, das fraqlirf't Zeugnis ici allgemein gehalten, baue es laute auf Entbindung von den Feuerwehr Übungen, womit nicht nur eine Hebung gemeint sein könne. Auch der Arzt, der als Sachverständiger und Zeuge miftrat, war dieser Auf­fassung unb erklärte, daß dem Angettagken das Herrichten von Arbeiten unb das Ansnben ber Jagd, wenn er vorsichtig zu Werke gehe, nichsi.' schade. Dagegen könne er 'ich beim (Jrerjieten bet ocn Hebungen Schaben zusiest. n Äastgebend war fnr das tö­richt nur die Fieage, ob er für ben in rRtbc svependen Borfall, für eithdntlbigi oder nicht entfrfniloigt anzuseheii icl Wenn ber Bürgermeister eine Reklamation nicht für begründet anerkennt. Ixtt sich btt Gefuchste!ler an ba? Hrcioamt zu wenden und int Ablehnungsfälle frei:t ihm ber Befck weroeweg an da Ministerittnr rffen. 3in vorlügenden Fall war aber keine Marhcit geschaffen; der Bürgermeister glanb'e. der Vfugcllngtc fei fähig jur '.lueubung deS Feuern' indicnstes und das arztlictzc Attest laute nur für beit Sommer Tagegen behauptete der ?>ngeklagte, es laute allgemein und er fei nicht fähig zur Ausübung deL Tienftr». Wahrend her Angellagte die Sckwld auf den Biugermeister schob, weil er sich nicht an Da.« JlreisauU wandte, hielt ber Bürgermeister den *21«- gcflagien für verp'ltckstct, Die^ zu tun. Tao Gericht > rklärte. daß beide Teile gleiche Sdulb treffe; jedenfalls lag ein Miß­verständnis vor. 2cm Angcklagten konnte ober nicht nack>gewigen merben, faß er böswillig gcbandelt bat. roe'itafb Frei'prechung

wiedet mit ber Angeleg''icheit brtoffen.

Ein Hartnäckiger.

Reckt hartnäckig gezeigt bat sich der Lonowirl U v- von »lcin-Eichen Er liat gegen dic Witwe M R. Brivatklage erhaben, weil sie angeblich zur Mutter De4 Dienstmädchens b*J Klägers gesagt bat, wir fic nur ihre ^Tochter bei so einttrl fd (cd t< ii M en scheu lassen könne. Am Schöffengericht lag kein Bcwei , das; bi- ,"vrnu bie Aeusternng ad an ba t. vor, weSbaM Freisprechung erfolgte Ter hlager verfolgte Berufung und fudne durch .sine Äcihe von ?,eugcn nach.^«weisen, daß die '.laifteTung dock gefallen sei, alxr auferr seiner /Vau konnte niemand die An- tiagc bestätigen. Tagegen hielt das Gerichtür festgestellt, Omi der MÜager mehrfach peduebt h< i. Zcugrn zu einen f"unsten -u grrotmu-ji. Unter dreien Umstünden reichten die Au-fag-n ree 3rau nickt au4. um eine Berurtnlung cintretcn zu lassen, wes­halb fcay Urteil bestätigt wurde.

Vie Reichrlagrerjatzwahl in Singen Alzey hat, wie vorauszusehen nxrr. zu einer -St ickiwahl gcfuiirt Es erhielten nach der 'Jniftellung dc L>ihll'ureau4 bcc sreisinnigcu Partei storell sreis. Lolksv. 81, liebel (Ztr.) 6510, Becker natl. u. B. b. Landio.) 5790, 21behmg (Sozdem.) 1539 Stimmen. Eine vorn Wolff scheit Tciegrapdenbureau verbreitete Tevescve, die noch nicht das ganze Resultat gibt, gibt die für Morell abgegebenen Stimmen noch um 100 höbet an, während für liebel und Bettet bedeutend niedrigere Ziffern mitgeteilt werden. Welche Zählung sich auch als die richtigere heraus stellen wird, an dem End­ergebnis bej ersten ÄahlgangLs Stichwahl .Epischen Ä*o- red und liebel, ändert sich nichts mehr.

Im Jahre 1907 erhielten im erstenSafjlgang Keller natlib il B. d 2-' 6586, Schmidt .frei'. Bv C2&3, von Brentano ^tr.) und Sdmtilt (Ztr/i zusammen 6980 unb Reichert iSozdem 1919 Stimmen. In der Stichwahl wurde dann der inzwischen gestorbeneXbg tdeller, der die Zen­trumsstimmen erhielt, mit 11 841 Stimmen gewühlt, wäh­rend aus Schmidt 9031 Stimmen fteleiL Vergleicht man das jetzige Vahlergebnis nrit diesen jif|mt. so ergibt sich zunächst eine starke Zunahme der freiiinrrigen Stimmen. Sie fliegen um ninb 1700 Stimmen, was zunächst auf die seit der letzten Ladl gcsch.iffenc vorzügliche Parteiorgans iahen im Sablfret> znrüttzuführen ist, bann aber auch auf bie Vahl bc5 Kandidaten, der im 29ablkreis sehr be­kannt ist unb selbst eine außerordentlich rege Agitation»- tätigten entfaltete. Seine >?aupterjolge trug jtorell tn Alzen unb Nieder Saulheim davon, wo die freisinnige Stirn» menzadl um ie 120 stieg Daß ber ZcnirumSkandibat trotz verhältnismäßig geringer Wahlagitation feine Slimmen- zahl gegen die Lsirbl vor zwei Jahren noch um etwas über 2Cu Sr inmen vermehrte, war voiauSzusehen E-? ist itiner Lahler sicher und hatte diesmal einen ernsthaften Man-