öftrer, 10 Stellen für 3ritbertkbrer und 79 Stelle« jur seminaristisch qcbübfte £ebtcr, zusammen Stellen An orn bohren Bürgerschulen tvaren am I tue vo hondr.i 13 Stellen für fest anqcfldltr und 33 otelkr. ' ptomiorifd>e Dberlek-rer icin'chl. der Leiter, 3 < steilen für fest an gestellte und 11 Stell rn für provisorische jeminar orbdcric Lehrer, 30 Stellen für fest angestelltc und 10 Zeilen für provisorische Lehrerinnen, zusammen 16d Stellen 7ac Schulerzahi bfintg an den 1! < . mnaiien 273. (27j?> 3d)ulcr unb 37 Schülerinnen , an den - * roqnmraiun 1
uno 6 , an den 3 iiealgr mnaiien 1606 1438 und <»> , an Der 7 Lberrealschulen 1407 (4361 uno 46 , an den " -7. .'al schulen 1671 <! :>*7 und an der ^anDtoirti-t.crtv' schule w < ,roß-Umstadt 34, an den 33 höheren Burger- Idyulen 2 77, 1446 und 1213, an den 5 höheren Mädchenschulen 3275 einschl. Vorschulerinnen und an den zwei hrcnnnenseminaren 1B2. Außerdem nxrren in den '-oor- inHen Der ^nnrnafier und Realanstolten 14% Schuler rarunter 4 Maochen und an denen der höheren Bürgerschulen 329 1107 Schuler uno 222 Schülerinnen!. Unter een Vorschulen befanden sich folgende Zrvoigschulen höhere Bürgerschule £U Groß-Umstadt eine i! Sch'ilerm, höhere 5ürgcr rhulc zu Heppen her m 4 Stl-ulermnen, höhere Bürgerschule 7 ungstadl 1 Schüler und eine Schülerin, höhere Bürger,cs.ule Vilbel Ähuler und eine Schülerin, Real- irtpik ch. oß-Umnadt 7 Schiller und eine ^dpHcrin. Bon den GdrHcm der Gymnasien, Realanstalten und höheren Bürgerschulen marcn 69,5 Prozent evangelisch, 21,x Pro- \cnl tacholisch, 7,8 Prozent israelitisch und 0,9 Prozent sonstiger Konfession: 62,5 Prozent waren im normalen 2eben alter und 37,5 Prozent älter Rach dem Wolptfttz der eitern waren 63,2 Prozent aus dem Orte der Anstalt,
Prozent aus anderen hessischen Lrten, 6,4 Prozent aus anderen deutschen Orten und 0,3 Prozent aus dem Ausland.
* Der diesjährige Ritt der Kavallerie- Offiziere bei 1« Armeekorps (Mainzer Dragoner, •Vcntmicr Ulanen, Darmstädter 23er und 24er Dragoner um nen vom Steifer gestifteten Ehrenpreis fand in der Rächt vom 14. zum 15. d. M statt. Ter Abritt erfolgte vom Barackenlager bei Darmstadt. Von dort aus mussten hie Teilnehmer die Richtung über Arheilgen—Langenbieber einschlagen und eine bei Offenbach von Truppen der Hanauer und Offenbacher Garnison genommene Aus- Heilung erkunden. Das Resultat der Erkundigung mußte schnellstens nach Darmstadt gebracht werden. Aus dem Mtck- ritt muhte die Richtung über Rüsselsheim eingeschlagen werden. Die Leitung des Rittes hatte der Kommandeur her 21. Kavalleriebrigade, Prinz Albert von Schleswig- Holstein-tUiuksburg.
•• Die 4 5. Jahresversammlung dcS Hessischen LandeSvereinS für Innere Mission findet nächsten Dienstag Den 19. und Mittwoch, 20. d. MtS. in Darmstadt statt und wird sich im großen und ganzen mit dem Kamps gegen den Schmutz in Wort und Bild, besonders mit brr Frage der VolkSschristenverbreltung auf dem Lande bc- ichäftigen. Am ersten Tage, abends 8 Uhr, wird im Gerncindo- jaal der PauluSkirche ein Famtlienabcnd abgehalten, bei dem Pastor SwierczewSki-St. Ulrich über: »Unsere Zeitungen als gute Freunde und getreue Nachbarn*, Pfarrer Erwin GroS- Esch im TaimuS über .Freude im Dorf und Pfarrer Schlosser-Darmstadt über .Darmstädter Jugend zwischen Schulbank und Kaserne* sprechen werden. In der geschlossenen Mitgliederversammlung am 20., vormittags 11 Uhr, zu der (Säfte angeführt werden können, referiert Pastor Swierczewski über .der evangelische Pfarrer und die Tagespresse*, und in der mn 3 Uhr nachmittags im Landessynodalgebäude statt- fiiibenbcn öffentlichen Hauptversammlung Pfarrer Groß über .Äolköjchriftenverbreitung auf dem Lande . An sämtliche Vorträge des zweiten Tage« wird sich eine Aussprache an- schließen.
r. Treis a. d. Lda., 16. Oft. Hier wurde ein etwa fünfjähriger Knabe von einem unbekannten Radfahrer, dem er beim Spielen ins Rad gesprungen war, zu Boden geworfen und brach ein Bein. Ein Wunder ist'S, daß bei dem üblichen schnellen Fahren mit Rädern und AutoS aller Art durch die Hauptstraße unseres Dorfes nicht mehr UnglückS- fdUe Vorkommen. — Im benachbarten All endorf wurde >m Knabe von einem dortigen Einwohner, dem er von bei Straße aus beim Spatzenschicgen mitzusah und ihn dadurch störte, so verhauen (!), daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.
>' Klei n - E i dien, 16 Ch Heute nachmittag wurde unter Itirfdxii von enter Feuersbrunst beimncfudH. Es brannte m. ber iöofrrite des Landwirt Marl Rad», dessen gestillte Scheuer trotz sofortiger Hilfk cm :Haub der Flammen wuibc. Auf tclo tibomidjcii Anruf waren die Feuenoehren brr umliegenden Drte herb igeeilt Als erste auf dem Braickplatze erschienen nächst .'Lkin-Vutrn, Vorbeiibad) und Stockhausen. Unter fräs - ;,Trr Mit kille der Ortsbewohner non Ml ein Crulxm und Larven badi gelang im har vereinten JvfueriDebrrn, die Nebengel"iubc bi» aus das bi rett mit bvr zuerst brennenden Scheune verbiinbene Wobndaus, *u iduh*-n Letzteres war schon gleich stark angrdrannt und wurde bei emstiienbem Wmde und eingetretener Dunkelheit noch gan; ein Raub brr flammen. Ucbn die Entstehung des Ferters schwebt noch Dunkel
Q Overcisenhausen, 16. Oft Henle gegen 1 Uhr nachmittags brach in der Scheune dcS Butterhändlers Jakob Lenz Feuer aus und legte die ganze Hofrcite in Asche. Auch der benachbarte Kirchturm fing schon an zu brennen, konnte aber gerettet werben, sonst hätte' cs unabsehbare Folgen für unser Dorf haben können.
- Herborn, 17. Ott. Die Bürgerschaft ist aufge- nradit über die Handhabung d es 8r ü cf e n b a ue » über bic Dill. Seil Juni ist man damit beschäftigt, an Stelle des eisernen Stegs in der neuen Bahnhofstraße eine Brücke Alt erlnruen. Denn auch die Dill im Sommer fetrr wenig Seiffer |ubrt, so nmr es doch Spielerei, wie man die Land Pfeiler aufsichren wollte. ES wurden schwache Bohlen neben- cutanbcr in bas TÜlbetl geschlagen, mit jfie> hinterfüllt intb jo das flaitAc Flußbett gestaut. Mittelst einer später
« provisorisch Iwrgestellter Holzrimien gedachte inan ba> x&iiicr über die trocken zu legende Baustelle hinweg abzuleiten Das Nasser ließ cs aber s,ch nicht so ohne weiteres gefallen, icberzeit durch die engen Rinnen gedrängt AU totalen. Bet Regenwetter schwoll die Dill jedesmal rafd) an und da wir einen ziemlich regenreichen Sommer unb >?erbft hatten, so floß die Dill meist ungeachtet der herflefteUteit Rinne wieder ihren alten Weg. wobei fic alles nui fidi ris,. was m und um da Bett sich tu beit hkfl stellte Einem Anlieger wurde dabei fein Bentztuw. um großen ?cü mit tpeggeriffen, so daß biefrrhalb ein brozeß schuwbt L rotzdern inan alle möglichen Maschinen. Pumpen Turbinen zur WasserhaUmtg in da Finnin tt .^ejchaf : um dem Element .3u tropen, muBien an« icütt.ihhu
Erperimerne aufgegeben werden. Die IVaianncn wurden U >'eder aus dem Flußbett herauSgeschafft und die ^rau» Vorrichtungen uno Rinnen entfernt Eine große Memchen- n.er.qe n eilte Dag unb 'xartu bei den Rückiugsarberten. Fem säugt man wieder von vom an unb fuhrt teben tanb- viriler sur nch au:-, indem man bet den rrojeft. Wntnt bovvelte Sp.kudwände einrammt unb dahinter das Safier ab. oh. irin Teil der Bürgerschaft hielt am ,ytcitag Jlbenb nnc Versammlung ab, in der wegen des Magistrats- tiefdiluffe', den Sieg abzubrechen, ohne einen Rotsteg neben ber Baustelle zu errichten, Protest erhoben wurde. Auch füfrt etn Teil der Einwohnerschaft Beschwerde über das flauen des Flußbettes, da inc tiefer gelegenen Heller unter toaffer standen Die übergeordnete Aufsichtsbehörde hat beim auch bic Räumung des Flußbetts ungeordnet, Pt mal die Ofen eichtigung zum Brückenbau überhaupt noch nicht erteilt fein soll 3u einer Rheiubrucke in Worms Hat man sich seinerzeit das Hiesige vorzügliche Steinmat crial kommen lassen. Hier zieht man es dagegen vor, aus cünftiidjem Material eine Brüde zu erbauen unb fängt damit im Spätherbst bei Hochwasser an.
Die hessische wahlrechtsoorlage-
Der vorn Ausschußreferenten 2lbg. v Brentano ver faßte Bericht über die Wahlrechtsvorlage ist soeben im Druck fertig gestellt und den nammermitgliedern übersandt worden. Der Bericht gibt auf 49 großen Seilen im Aktensormat eine umfassende Darstellung über die lang wierigen Ausschußverhandlungen und enthält in einer längeren geschichtlichen Einteilung mich eine eingehende, objektive Schilderung des Verlaufs der früheren Beratungen beider Hammern über die Lahlrechtsvorlagen. Die Regierung Ijattc schon ihren am 5. Januar 1903 dem 52. Landtag norgclcgteii Gesetzentwurf über die Einführung des direkten Laiidtagswahlrechls enge an die erste Vorlage vom Fahre 1901 angelehnt, und darin in verschiedenen wichtigen Bestimmungen den Wünschen der Kammer entsprochen. Die zweite Vorlage aber, in der prinzipielle Fragen zwischen Regierung unb Ausschuß nicht streitig geblieben waren, scheiterte an dem Widerspruch der Ersten Hammer, die in dem bekannten Initiativantrag die Abänderung der Art. 67, 69 und 110 der Bersassung in einer Weise verlangte, welcl-e nach Ansicht des Berichterstatters das Budgetrecht der Zweiten Kammer in Frage gestellt hättd. Nachdem bann in der Thronrede vom 20. Dezember 1905 dem Wunsch der Kammer entsprechend eine neue Mahlrechtsvorlage angekündigt unb dabei die Hoff nung ausgedrückt worden war, daß sich diesmal bei den beiden Hammern die (^ruublage zu einer Verständigung finden lassen werde, erschien am 29. April 1907 der dritte Entwurf, der 1. eine Aeuderung der Art. 67 und 75 ber Verfassung vorsah, 2. das birefte Wahlrecht und 3. die Wahl kreiseinteilung betraf unb die Bestellung eines besonders erweiterten Ausschusses nach Maßgabe des Gesetzes vom 14. Juni 1836 verlangte. In der Begründung mar darauf hingewiesen worden, daß die Frage der Verfassiingsändernng der Boden sei, auf dem eine Verständigung erfolgen müsse, falls überhaupt an eine Reform des Wahlrechts gedacht werden könne. Die Regierung vertrat dabei prinzipiell den Standpuuit - der historisch begründete und verfassungsmäßig gcnxihrleiftetc hervorragende Einfluß der Zweiten Hammer auf die Gestaltung des Budgets und des Finanzgesetzes muß erhalten bleiben. Der Ansschußreferent bc tont, daß Ausschuß unb Zweite Hammer diesen Stand punkt bis jetzt ebenfalls unweigerlich festgehalten haben und es sei als ausgeschlossen zu betrachten, daß hierin eine Aenbernng eintreten wird. ,,Allerdings sind im Ausschuß der 'stvetten Hammer verschiedene Auffassungen zu Tage getreten, ob durch die jetzige Vorlage der Regierung irgend mcldje erhebliche ober gar prinzipielle Rechte ber Zweiten Hammer inbezug aus das Budgetrecht alteriert würden." Der Bericht gebt darnach auf die L^erhandlungen der Ausschüsse beider Ständekmnmern naiver ein. Der Ausschuß der Zweiten Hämmer habe bic durch den Initiativantrag geforderte Gleichstellung beider Kümmern inbezug auf das Budget glatt abgelehnt und einen Vermittlungs- Vorschlag formuliert, loeldirr unter Ablehnung aller fon- ftigen Neuerungen nur die seither schon bestehende Praxis der sog. Rekonnnunikationen der Ersten *i "immer als Rocht zugestehen wollte Dieser Vorschlag wurde aber vom Ausschuß ber Ersten Hammer abgefeimt unb barauf in neue, laiiqbaucrnbe Verhandlungen zwischen beiden Ausschüssen eingetreten, deren Ergebnis der bekannte Antrag Glässing war. Der Ausschußbericht betont ausdrücklich, baß die Re gierung in burchaus loialer Weise ihre Zusage, wenn möglich zu bem direkten Wahlrecht zu kommen, auch für bic Zukunft eingelöst hat. Dann heißt es: Es ist in der Presse die Ansicht vertreten worden, als ob die Wahlrechtsreform auch ohne Zustimmung der Ersten Hammer erledigt worden könne unb zivar nach Art. 7o ber Verfassung, indem die Regierung, falls die 1 Hammer den Entwurf ablehnen würbe, letzteren auf dem nächsten Landtag wieder bringen unb bei einer abermaligen Ablehnung burch bic Erste Hammer von bem Recht (Gebrauch machen könne, bie für unb roiber ab gegebenen Stimmen zu zählen und damit bei einer Majori- tät für den Entwurf diesen zum Eejetz zu erheben Diese Ansicht ist unzutreffend und beruht auf einem Ucberfebeu des Artikel 110 der Verfassung, nach rocld>em A b - äuberungen der Versassungsurkunde nicht anders a l S mit Ei n w.i 11 i g u n g beider Ham morn geschehen können. Die Thronrede und die Regierung halten zudem wiederholt unb deutlich erklärt, daß eine neue Wahlrechtsvorlage nur bann zu erwarten sei, wenn bie Hoffnung auf eine Verständigung beider Hammern gc geben fei Es mußte daher deutlich erkennbar sein, baß die Regierung, selbst wenn sie mit Hilfe des Art. 7 > bie Möglichkeit gehabt hätte, nicht gewillt war, ohne eine Perständiaung beider Häuser eine Ae ir berung in bem seither bestehenden Wahlrecht in die Wege zu leiten.
Nachdem ber Staatsminister sofort beim Zusammentritt ber Zweiten Hammer am 1«. Dezember 1908 nach Annahme beS Antrags, die Regierung zu ersuchen, eine neue Dahlrechtsvorlage auf Grundlage des direkten Wahlrechts baldigst vorzulegen, erklärt und ihm bie lamm i bart« zugesttmmt hatte, tat nach feiner Ansicht bicse V« fiänbigaiig auf bem vorhergehenden Land a zwischen ben Ausschüssen stattgefunden habe, erfolgte am 10 April d Z die Vorlage des vierten Wahlrechts^Sesetzentwurfs dessen Beratung beschloß ber Au.gchuß zunächst, bei der Hammer sowohl für die Vorlage über die V, ria fungs n berung. wie für die Vorlage über die Landstande tu 'weite Beratung unb Abstimmung zu bcanua-^it
Auf einzelne wichtige Punkte der Beratung im Aus schuß. Über die wir schon früher eingehend berichteten werden wir in einem zweiten Artikel noch zuruckkomi»
Dcrtreterotrjammlung des junglieberaltn Reichsverbmides.
Jena, 16. Ott.
Unter whlrricber Beteiligung von Tdegierten aus Aacke^ Berlin. Bxb -, Lasse!« Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Elbe», selb, (Erfurt, üsltngen, TyranPurt a. M. Görlitz. Hamburg, Hü- tx^bc.m, jene. Kaiserslautern, Köln, Shrtfclb, Langendreer. Man», h, im, L .mia. München, NeuNadl c. H.. 5tutm:rt, Ruhrott unb Worms irat beute morgen biet im Dolkskauie ber Reichs» rerbanb der Vereine der national liberalen Fugend zu feinet dieSiährigen Vertteterversommlung zusammen, »u deren Beratungen zwei Tage in Aussicht genommen sind, unb auf der als ?auDttbema die „staatsbürgerliche Erziehung des deutschen Volkes" öchandelt werden soll Ter Vorsitzende deS ReichsperbandeS
Rechtsanwalt Fischer Erkelenz- eröffnete die Tagung mit Dottcn der Begrüßung und erstattete den GeschästSbericht für das verstossene Fahr. In der Aussprache übet den Geschäft-- beridn wurde bcrvorgehoben, daß die nnrionaHiberale Bewegung jetzt auch im Osten Fottschritte macke unh noch bessere machen werde, wenn man mehr agitiere. Jetzt habe dort aus liberaler Seite der Freisinn die Führung: warum sollte* Nickt auck die Nationalliberalen ihren Einfluß dort tu ver» stärken suchen'?
Zn der öffentlichen Sitzung erstattete bann Rechtsanwall Fischer den Bericht über ine politische Lage. Der Redner geht auf bie Vorschläge beä
Vierer-Ausschuss eSderlinksliberalenParteie« unb auf bat letzten Parteitag ber Deutschen VollSvartei in .Herdeiberg ein. Es sei verständlich, daß die Linkslideralen zunächst cn eine Einigung unter sich selbst denken. Aber mau solle sich hüten, in dieser Einigung unter sich selbst eine Ausschaltung der nationallibcrnlen Pattei zu sehen. Freilich se,en in den freisinnigen Kreisen noch manche, bie noch im starren Dottri- narisnrus bas Heil erblickten. Aber diese Kreise würden an Kraft verlieren, sobald sic an die einigen linksliberalen Partei« angegliedert sind oder als Eigenbrödlcr von der politischen Schaubühne verschwinden: besser noch, solche Einspänner zu verlieren als ausgeschaltet zu werden. Nun wird gesagt, wir smd in der Frage des HerdältmÜes zu den freisinnigen Parteien zu ovtimistisch. Zch meine aber, solche Vorgänge im Kahl- kavivfe, wie wir sie in Worms und Hagen lecker letzt gehabt haben, sind nur Rücksälle in frühere Zeit. Schon bei der unausbleiblichen
nächsten Finanzresorm
ist eine Einigung des Liberalismus erforderlich. ES ist die Pstickt unserer Partei, in Preußen bic Einlösung bes Lönigs- mottes wegen der Wahlreform mit allen Krusten zu verlangen.
Es folgt die Beratung ber vorliegenden Anträge Tie Ortsgruppe Köln beantragt:
Ter $ertrctcrtag erwartet von der nationalliberalen Reickstagsfraktion, daß sie auck bei den zukünftigen parlamentarischen Arbeiten Schulter an Schulter mit dem Linlsliberalismus als dein natürlichen Bundesgciwstcn arbeikt.
Die OttSgruppe (Böttingen, unterstützt von Hannover unb Hildesheim, beantragt:
„Angesichts ber burch bic Verhandlungen über bk letzte Reicksftnanzrcform geschaffenen politischen Lage erscheint eine reinliche Scheidung der nationalliberalen Partei von bem Bunbe der Landwirte drmgenh geboten. Es muß namentlich für die Zukunft als ausgeschlossen gelten, daß ein Kandidat ber nationalliberalen Partei sich auf Verhandlungen mit dem Bunde der Landwirte einläßt, die darauf dinzielen, ihn auf das wirtschaftliche Programm des Bundes in irgendeiner Weife sestzulegen
Ter hessische Landesverband fordert ein/ Besprechung des Verhaltens der 91bg. Henl u ns •D r i o 1 a.
Bei der Abstimmung wirb der Antrag Köln in folgender Fassung angenommen:
Die Vorgänge der Reichssinanzrcform hoben bk Net Wendigkeit des taktisch parlamentarischen Zusammeiigchens dcS gesamten deutschen Liberalismus deutlich erwiesen. Der Ber- tretertmi crivartet von der natioihifliberalen Parteileitung, daß sie bic Anregung des Vierer Ansschit'ses der linksliberalen Parteien, eine Berständimmg üb^r ein gemeinsames Vorgehen aller Liberalen herbeizuführen aufnimmt und fördert
Tr. Marwitz: Sckon seit längerer Zeit habe man es schmerzlich empsuicken, daß im Ausschuß der nationallckcrakn Parte ein Vorstandsmitglied deS Bunde- ber Landwirte fitze. Nun sei io Graf -O riola ausgetteten, der sich nach den Direktiven des Bundes der Londwitte und nickt nach denienigcn der nationol« liberalen Pattei gerichtet habe. Der erste Satz des AntrogeD Wöttingen wird unverändert angenommen Der zweite Satz m folgender Fassung: Es muß als ausgescklosien gelten, daß rin nationaler Handckat sich durch vorherige Bindung in Abhängig feit vom Bunde der Landwirte bringt. Der Antrag Köln auf Ausbau ber inneren Verwaltung Preußens wird nach einem Referate von Zunck «Köln angenommen. Den letzten Antrag, den des hessischen Landesverbandes, beantragt bic OrlSgruvve Düsseldorf dahinlautcnd zu fassen, daß ein Mitglied der national- liberalen Partei dem Reichstage nicht angeboren kann, ohne Mit- güeb ber nationalliberalcn RrickstogSfroktion zu fein.
Bangel (Tannstabt): Das eigenartige Verhalten der beiden Herren
Hehl und Driola
dürfe nickt für sich allein betrachtet werben, sondern bilde den Abschluß einer längeren Entwicklung Graf Driola nenne sich nur deshalb nationalliberal, weil es in Helsen keine Konservative* gebe Er bat ber letzten Versammlung des Bundes der Landwirte in Hessen beigewobnt, out ber die Notionolliberalen vo« Tr Ticberid) Hahn so maßlos beschimpft wurden, ist aber et(6t aus seiner Loge berouSgegangen, um sie zu verteidigen Z» Friedberg erscheint ein Ableger ber „Deutsche* 2" ageszeitnn g", in dem maßlos gegen die Nalionalliderale» jorgegangen werde, jetzt stelle sich berau -, daß ba» Blatt va« Graf en Driola unterstützt wirb hört, hort' Der ^bg. Osann habe sich aus alter Pu tät vor biesc Leute gestellt Freiherr Heul wolle bie hessische Verfassung, tue iid) bemibrt habe, rückwartS revibieren Hevbe.randt unb Hevl umeri'ckeiden sich nur dadurch voneinander, saß bet " sage, was er wolle, ber letztere nickt t'ebb. Z üiimmung.)
‘r lind gewiß für Einigkeit, ober mit Leuten, bie den Liberalismus nur als Aushängeschild benutzen, können wir nicht zuiammeu- rbriten Auf Antrag des Herrn v LastauE wird iolambr Eitt- schiießung einstimmig angenommen:
„Ter Vertretertag spricht den hessischen Freunden die Zu- Uimmung zu der «Stellungnahme gegenüber den ehemalige* '»eichstrgSabgeordneten Heyl und Oriola aus."
3n den am Sonntag fortgesetzten Beratungen besäiästi-K b der Vcrtretertag mit bem Thema der staatsbürger- dien Erziehung des deutschen Volkes
?h:s öcr freifmnigen Partei Hesse»;.
c Frankfurt. 17 Ott Heute tagte hier unter zahl*
•y. Beteiligung der La n d e sa u e s chu ß brr Frei-
. innigen Partei für das Großherzogtua


