Ausgabe 
17.5.1909 Erstes Blatt
 
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ist tote i n vorigen Jahre. Tie Weideverhältniffc sind recht günstig und ist ein sehr großes, abwechslungsreiches Terrain vorhanden, so daß die Tiere fid) hier großartig entwickeln können. Für die Pserdebesitzer sind diese Weiden ein großer Vorteil, denn der geringe Betrag, der für ein Fohlen bezahlt wird, macht kaum die Futterkosten aus, abgesehen von der guten Pflege und Bewegungs­freiheit, die die Tiere auf diesen Weiden haben. Man siehts den jungen Pferden auf den ersten Blick an, wie wohl sie sich in so großer Gesellschaft fühlen, und diese freie Bewegung in Verbindung mit der forgfamen Wartung wird ihren ^weck nicht verfehlen. Tie vor einigen Tagen begonnenen Abbruchsarbeiten am A r a u h a u s e mußten am Freitag auf Veranlassung des Aussichts- beamteu Grünig der Bauberufsgenossenfchast eingestellt rocrOen. Um Unfälle zu verhüten, muß um das Gebäude ein Gerüst angelegt werden, was bisher unterblieben war. Ferner muß für die Folge ein fachverständiger Leiter während des Abbruches zugegen fein.

Ö Schlitz, 16. Mai. Eine ganze Familie ist hier au h e ffl i ge n Ve r gi ftn n g s er s ch ei n un g e n erkrankt. Tie Hausfrau hatte in Ermangelung von Gartengemüsen wie Spinat aus dem Felde Löwenzahn u. dgl. gesucht und ge­kocht. Als die Familie am zweiten Tage das nochmals gewärmte Gemüse, stellten sich heftiges Erbrechen und Schmerzen ein, so daß ärztliche Hilfe ein greifen mußte.

Bad-Nauheim, 16. Mai. DaS gesellig-musikalische und künstlerische Leben von Bad-Nauheim hat durch das neu er- bcnlte prächtige Konzert haus, das heute eröffnet wurde, zweifellos einen neuen, starken Impuls erhalten. Der im un­mittelbaren Anschluß an das Kurhaus errichtete neue Ätusen- tempel, der auch durch eine Säulenhalle direkt mit dem schönen neuen Konzertpavillon im Kurgarteu verbunden ist, wurde auf Veranlassung des Großh. Ministeriums und nach Genehmigung der Ständekammern mit einem Kostenaufwand von rund einer halben. Million nach Plänen des Bauinspeltors Joost ausgeführt und enthält etwa 1500 bequeme Sitzplätze. Der ganze weite Raum i|t in einem modern künstlerischen, schlichten, weißen Ton gehalten, doch will es uns fraglich erscheinen, ob die gradlinige Anlegung des Orchesters statt der sonst gewohnten Muschelform die gerade hierfür geeignete Form war und namentlich beit An­forderungen der Akustik entspricht. Die Weihe des Hauses er­folgte heute abend in würdiger Weise durch ein auserlesenes K ü n st l e r k o n z e r t. Unter den Anwesenden bemerkten wir auch Staatsminiper Dr. Ewald, Finanzminister Dr. G n a u t h , Minister des Innern Dr. Braun mit Gemahliimen, die Geh. Oberbauräte Hoffmann und Schmick, Geh. Oberbergrat Braun, Geh. Oberforstrat Walther, ferner die Fürstin Isen­burg Büdingen mit Prinzessinnen Anna und Helene, die Kur- direktoren v. Maltzahn und v. Mack aus Homburg, die Vorstände der Gesang und Musikvereine aus Gießen, Butzbach, Friedberg, Bad-Nauheim usw. Die Feier wurde von der Kurkapelle unter der sicheren Leitung Hans Windersteins mit der Drittelt Sinfonie in Es-dur (Eroika) von Beethoven eingelcitct, die eine außerordentlich sorgfältige, feinlünstlerische Wiedergabe erfuhr. Zunt Schluß kam noch die sinfonische Tichtung von LisztLes Pre- luöi'y" iiiacl) Lamartinej zur Ausführung. Beide Werke wurden vom Publikum mit großem Beifall ausgenommen. Einen weiteren, seltenen Kunstgenuß bot Herr Kammersänger Ludwig Heß aus '.9Zünd)cn durch den Vortrag von Schillings vier Glockcu- lieber n , die hier überhaupt zum erstenmal zu Gehör gebracht umrdeu. Ter geschätzte Sänger war vortrefslich bei Stimme und wurde nach jedem der Lieder mit stürmischem Applaus ausge­zeichnet.

L. Friedberg, 16. Mai. Kurz nach der .Kreisschau im September werden wir in unseren Mauern noch ein Fest haben, indem in der Telegierten-Versammlung desMitteldeutschen Schützenverbandes" dem 1. Friedberger Schützen-Verein die Ab­haltung des Verband s-Abschießens übertragen wurde. Als Hauptschießtag wurde der 26. September bestimmt. Ta der Verband über 500 Schützen zählt, so darf eine zahlreiche Beteiligung erwartet werden. Tas städtische Schwimm- u. Volks- .bad soll in der Woche nach Pfingsten eröffnet werden: eine Broschüre mit Statuten, Preisen usw. gelangte schon zur Ver­teilung. Tas Lehrerseminar unternimmt am Montag, Dienstag und Mittwoch einen Ausflug nach dem Elsaß und den Vogesen. 185 Seminaristen und 11 Lehrer beteiligen sich daran.

(p Klein - Karbe n , 16. Mai. Unsere Gemeinde will ein größeres Schulgebäude errichten. Da die Schüler- zahl seit einigen Jahren ständig znnimint, so wird bald die Errichtung einer 4. Schul stelle erfolgen.

s. Darmstadt, 16. Mai. Die Postagenten H essens hatten sich heute mittag in Darmstadt zur Grün­dung einer Genossenschaft versammelt. Es wurden die Satzungen ausgestellt und genehmigt und ein Vorstand gemähil. Die Versammlung iuar sehr gut besucht, sowohl von Rhein- nne von Oberhessen und Starkenburg.

[J Marburg, 16. Mai. Unter Anwesenheit von über 100 Vertretern aus allen Teilen Kurhessens tagte heute hier in den Stadtsälen die Mitglieder-Versammlung des Kurhessischen Provinzial-Verbandes des deutschen Flotten­vereins. Der Vorsitzende, Generalleutnant v. Liebermann auS Kassel, teilte mit, daß sich die Zahl der Ortsgruppen vermehrt habe. Nachdem man noch sonstige geschäftliche An­gelegenheiten erledigt hatte, wurde als Ort der nächstjährigen Versammlung Hanau oder Gelnhausen in Aussicht genommen. Es schloß sich dann eine besonders von der Studentenschaft besuchte öffentliche Versammlung au. Begrüßungsansprachen hielten hier Obercealschuldirektoc Dr. Knabe, Oberbürger­meister Troje, Landrat Geh. Reg.-Rat v. Negelein und Geh. Reg. - Nat Professor Dr. Theobald Fischer. Der letztere wünschte im Interesse des Ansehens Deutschlands im Aus­lände, daß die Frage der Finanzreform baldigst geregelt würde, denn der jetzige Zustand sei mit dem zur Zeit des Regensburger Reichstags zu vergleichen. Wenn man den Tabak so besteuere, wie z. B. in Italien, kämen die 500 Mill, schon heraus, 'Alkohol könne auch noch Steuern vertragen. Wer so viel im Auslande gelebt habe,

Bekanntmachung.

Wogen Borna,,nie 20,i ußc'. > g.arbeiten wird bi? Marburger Straße zwischen Walttor- und Stein ft ra. e von Montag dem 17. ds. Mts. an bis auf weiteres für m 1 Fuhr- und Radfcchrvertehr gesperrt.

G ie ß e n , ben 14. Akai 1909.

Wegen Newbefestigung der Fußsteige auf der Wieseck- brücke wird der östliche Bürgersteig der Ä narckstraße von heute an bis auf weiteres fnr jeglichen Verdi' gesperrt.

Gießen, den 15. Mai 1909.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Schisfenberger Weg zwischen Berg- und Gartenstraße von Montag dem 17. ds. Mts. an bis aus weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt.

Gießen, den 15. Mai 1909.

Tie unterm 5. Mai 1909 ungeordnete Sperre der W e tz - steingasse zwischen Wetzstein- und Walltorstraße wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 15. Mai 1909.

Grobherzogliches Polizeiamt Gießen.

Reinhart.

wie er, wiße ganz genau, daß man stolz sein müsse, ein Deutscher zu sein. Der geschäftsführende Ausschuß de§ Deutschen Flottenvereins, Admiral Weber aus Berlin, sprach dann über die Lage im Flottenverein, die er als befriedigend bezeichnet und Kontreadmiral Rosendahl-Kassel verbreitete sich über die Ziele des Flottenvereins, die darin gipfelten, daß der Bau der bewilligten Schiffe etwas beschleunigt würde. An die Versammlung schloß sich ein gemeinsames Mahl und ein Ausflug nach dem Bismarckturm.

w. Frankfurt a. M., 17. Mai. (Tel.) Gestern vor­mittag 7 Uhr wurde im Stadtwald ein junges Liebespaar erschossen aufgefunden. Der 21 Jahre alte Techniker Karl Bindewald gab zuerst einen Revolverschuß auf seine Geliebte Käthe Kiss er ab und erschoß sich dann selbst. Das Mädchen wurde schwer verletzt, lebt aber noch.

Universitäts-Nachrichten.

s. M ar bur g , 15. Mai. Bei der heutigen endgültigen Jrn- matrihtlation der Studierenden dec medizinischen unb philoso­phischen Fakultät in bet Aula ber Universität, hielt der Rektor, Geh. Rat Prof. Dr. Vogt, eine Ansprache, in welcher er den Stu­dierenden beherzigenswerte Anregungen gab. Er wies darauf hin, daß bei den akademischen Bürgern (emschließlich der Damen­gleiche Rechten und Pflichten beständen. Neben ihrem Studium könnten die Studenten die akademische Freiheit und Fröhlichkeit pflegen, aber nicht auf Kosten ber Nachtruhe ber Bürger. Er­wünschte junt Schluß, baß sie dereinst tüchtige Vertreter ihres Berufes werden möchten.

Heidelberg, 15. Mai. Mit dem heutigen vierten unb letzten Jmmatrikulationstage wurden bei der hiesigen Universität insgesamt 887 Studier ende, darunter 54 Tarnen, ein­geschrieben. Von den neu Eingeschriebenen gehören 44 ber theo­logischen, 299 ber juristischen, 230 ber medizinischen, 208 der philosophisäjen und 106 der naturwissenschaftlichen mathematischen Fakuttäh an. Mit diesem Aufnahmeergebnis dürfte die im vorigen Sommersemester erreichte, bisher höchste Besuchsziffer der Heidel­berger Universität von 2036 Studenten um etwa 150 über­troffen sein.

Landwirtschaft.

s. Wetter (Kr. Marburg), 15. Mai. Die Vorstäiwe ber Vogelsberger unb ber Simmentaler Rinbvieh-Zuchtver- c i n e für den Kreis Marburg hielten heute im Restaurant Alden­hoven hier eine Verfanunlmtg ab, in welcher einstimmig be­schlossen wurde, bau beibe Züchtervereine die im Jahre 1911 in Kassel statt findende Ausstellung der deutschen Landnstrtschafts- gesellschast mit Tieren beschicken. In einer sich anschließenden start' besuchten Wanderversammlung des laudwirischaftlichen Kreis­vereins Marburg wurde bei der Besprechung der Ernteaussichten aus allen Teilen des Kreises über den durch Trockenheit und kalte Witterung bedingten schlechten Stand der'Saaten getlagt Viel­fach müßten die Weizenfelder umgepflügt werden und besonders schlecht lei es mit den Wiesen bestellt.

wandern und Reisen, Räder und Sommerfrischen.

= Der TaunusklubW e 11 e r a u" (Sektion Friedberg und Bad-Nauheim > unternahm gestern unter starker Beteiligung seine zweite diesjährige Prograrnrnwarrderung, die vorn herrlichsten Maiwetter begünstigt Ivar Sie führte ins Herz der Wetterau! hinein, in ber Hauptsache durch große Waldgebiete, die gerade jetzt im jungen Grün und fm Reichtum von Waldmeister und Maiblumen zum Besuch jener gewöhnlich als langweilig bettach- teten Gegend einlaben. Der bald 7 stündige Marsch begann in Echzell und führte von da über das Bingenheimer Forsthaus und den.Dauernheimer Berg, durch den Blofeldcr Wald, an der Wilden Fraw-Gesiühl vorbei, dann durch den Reichelsheimer Wald, über Staden und durch den Stammheimer und Wickstädter Wald nach dem Endziele A s s e n h e i m.

Sport.

Aus Steglitz: Das Goldene Rad bei dem 100 Km Rennen gewann der Belgier B e r b i st.

Gerichts?««*.

Freiberg i. S., 16. Mai. Das Schwurgericht verurteilte in später Nachtstunde den Fabrikbesitzer und Ingenieur "Albert Otto Koehler und den Buchhalter Paul Hermann Koch, bei Groß­schirma, wegen g e m e i n s ch a f t l i ch e r B r a n d si 1 i t u n g und B e r j i ch e r u n g s b e t r u g zu sechs Jahren, bezw. fünf Jahren drei Monaten Zßchthaus. Der Werkführer Hoeserer wurde frei­gesprochen.

Vermischtes.

* E i n neuer fRemb ranbt, den der Londoner Kunst­händler Richardson kürzlich entdeckte und für nur 189 Mark kaufte, hat dem glücklichen Entdecker einen ansehnlichen Gewinn eingetra­gen. Tas Werk, das der Frühzeit des Meisters entstammen foll und den Sieg Davids über Goliath darstellt, ist für 20000 Mark von Heinemann in München gekauft worden und gehl jetzt nach Deutschland ab. Bei Christie erzielte ein Frauenportrat von Laivrence bei der Auktion 27 300 Ml. Für Romneys Bildnis des Georg Hawkins wurden 21000 "Mark und für RaeburnsLady Broughton" 24160 Mk. bezahlt.

* D i e Verständigung mit ben Marsbe- wotznern. In Amerika ist man weiter eifrig bemüht, Mittel nno Wege zu sinben, um sich mit ben BewolMern unseres Raclcharplaneten in Verbinbung zu setzen. So beab­sichtigt Professor Tobb mit einem Luftballon unb ange- hängtem Allumiitiumrohr mit Hilfe von komprimierter Luft bie Höhe zu ermitteln, in ber ein Mensch noch atmen kann. Er hosst aus dieser Hühe Signale zu geben unb jolcljc mittelst brahtlojer Telegraphie aufzusaugen. Tvbb wirb unterstützt burch Professor Pickering von ber Havorb-llniversität.

Bekanntmachung.

Der Plan über die Verlegung von Fernsprechkabeln in Gießen hegt bet dem Katserltchen Telegraphenaml in Gießen von beide ab vier Wochen aus.

Dannstadt, 17. Mai 1909. D17/.

Kaiserliche Ober-Postüirektion.

I. B.: Dingeldey.

Bekanntmachung

. .Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Frtcdbofe vom 16. Mai 1909 bis 15. August 1909 von morgens 6 bts abends 9 Uhr geöffnet sind.

Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Fried- boMlocke angezeigt. Bei Beginn dcS Läutens muß der Friedhof wwrt verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten roer den die ^riedhosstore geschlossen.

Gießen, den 15. Mai 1909. (ßls/5

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Die Lahnbrücke bei Odenhausen ist wegen Reparatur der­selben vom 18. ds. Mts. bis aus Weiteres für jeden Fuhrwerks­verkehr gesperrt.

Krofdorf, den 14. Mai 1909. [u/5]

Der Bürgermeister:

Braun.

Kleine TageZchronik.

Tic große Kunstausstellung in Düsseldorf 11'09, Ausstellung für christliche Kämst, wurde am 15. Mai vom Finanz- Minister v. Rheinbabcn im Auftrage des Kronprinzen, des Pro- tettorö ber Ausstellung unb in Vertretung bcs Kultusministers eröffnet.

"?luf bem städtischen Friedhöfe der Gerichtsstraßc in B c r l i n sand bie Grunbsteinlcgung für bie neue Urnenhalle statt, mit der späterhin eventuell das Krematorium verbunden werden soll.

Tie deutsche Gesanbschaft im Haag wies tue 1 audes - verräterischen Angebote eines in Utrecht garnifonicrcnbcn hollänbischeii Pionier-Unteroffiziers ab.

Turch Wirbelstürme in ben Staaten Kansas, Missomt unb Oklahoma wurden 12 Personen getötet unb gege 1 100 verletzt.

Märkte.

ic. Frankfurt a. M., 17. Mai. (Orig.-Telegr. desGieß. Anz.") Amtliche ölotieruiigen der heutigen Fruchiniarktpreise. Weizen Alk. 25.7526.00, Kurhessifcher Ätk. 25.7526.00, La Plata Alk. 00.0000.00, Kansas Alk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Alk. 18.2518.50 Gerste (Wetterauer) Mk. 19.002U.00, Franken- selber Mk. 19.002U.00, Hafer 18.7519.50, Mais Alk. 17.2517.75. Weizenmehl Alk. 34.5000.00, 0000, 2. Qualität Alk. 33.00 bis Alk. 00.04, 3. Qualität Alk. 81.00-00.00, Roggemnehl 0

Alk. 26.6027.00, l.QualitätAlk. 23.5024.00, Weizenkiew Alk. 10.75 bis Alk. 11.00, Roggeiikleie Alk. J 1.7512.00, Malskeune Mk. 00.00 bis Alk. 00.25, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 19.75-20.25. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 17. Mai. (Teiegr. Crig. - Bericht des »Gieß. Anz.".) Anitliche Sicherungen der hemigen DichMarkt­preise. Zum Verkaiife standen: 623 Ochsen, 81 aus Oesterreich, 43 Bullen, 0 aus Oesterreich, 877 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 451 Kälber, 182 Schafe und Hammel, 1653 Schweine, 0 Ziegen, 2 Ziegenlämmer, 26 Schaflänuner. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochfen: 1. Qualität 7578 Alk., 2. Qualität 6972 Alk., 3. Qualität 68-62 Mk.; Bullen: 1. Qual. 6466, 2. Qual. 6869; Kühe 1. Qualität 7072 Mk., 2. Qual. 5860 Alk., 3. Qual. 4648 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qiial. 0000 Alk. bezahlt wurden für das Pfund Schlacht­gewicht: Kalber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 5860 Psg., 2. Qualität 8995 Pfg., Lebendgeivicht 61 56 Pfg., Schlachtgew. 7075 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgeiv. 78 bis 80 Pfg., 2. Qual. 7074 Pfg. Schweine: 1. Qiial. 6869 Pf., Lebendgewicht 53,564,0 Pf., 2. Qual. 6700 Pf., Lebendgewicht 53,000,0 Pfg., 3. Qual. 6266 Pfg., Lebendgewicht 00UO Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend, bc Kleinvieh gut, kein Ueberstand.

Gießener Wetterdienst.

Voranssichttiche Witterung für Hefjcit am Dienstag dem 18. Mcn: Wechselnde Bewölkung, Regenfälle, roarm. Südliche Winde.

GLSgisral-OrctytttieLSuttgen.

Berlin, 17. Mai. In Sachen der Reichsfinanz- r es 0 rin war von einem hannoverschen Blatte berichtet worden, daß zwischen Vertretern der Freisinnigen, Stationallibernlen und Reichspartci Verhandlungen begonneit haben, die eine Einigung dieser drei Parteien über ein Steuer-Programm zum Fiele haben. Wie der Lokat-Airzeiger von autoritativer Seite erfährt, handelt es sich hierbei lediglich um Vorbefpi'echungen unverbindlicher Natur. ~ic Vertreter der genannten drei Parteien haben eine Rücksprache gepflogen, bei der es sich darum handelte, eine Vereinbarung darüber zu treffen, ob und in welcher Form die Erbanfallsteucr vielleicht als selbständiger Gesetzentwurf auf die Tagesordnung der Kommission gesetzt werden könne.

Metz, 17. Mai. .Gestern mittag sand in Gegenwart einer nach vielen Tausenden zählenden Menschenmenge, unter der sich viele Franzosen 11 no auch französische Offiziere besaiiden, in Anwesenheit des Prinzen August Wilhelm als Vertreter des Kaisers die E 11 l h u l l u u g d c S Kaiser Friedri ch-Teulm als stall. An der Feier nahmen u. a. teil: Statthalter Graf Wedel, Staatssekretär Foru von Bulach, sowie der deutsche Botschafter in Paris, Fürst Radolin mit Gemahlin, und die Spitze,l der Militär- und Zivilbehörden.

R vm, 17. Dttri. Der Pap st empsiug gestern eine katholtiche Abordnung deutscher Werke. Monsignore Weri- mann hielt eine Ansprache, in deren Erwiderung dec "Pirpst den deutschen Katholiken großes Lob spendete und ihren Glauben und Opferwilligteit yervorhob.

Paris, 17. Mai. Tie Polizei verhaftete gestern in Versailles einen Einbrecher, der erklärte, auf Rechnung seines Kameraden namens Daroiver gearbeitet zu habeu Dieser sei auch der M ö r d e r des Malers S t e i n h e i l' Dardiver soll den Mrord mit Hilfe zweier Freunde und einer Frauensperson begangen h.rben. Der verhaftete Eiu- brcck)er machte so detaillierte Angaben, daß dec Unter­suchungsrichter beschloß, diese auf ihre Richtigkeit bin zu prüfen.

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