Ausgabe 
16.10.1909 Zweites Blatt
 
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»erfiejm. r.-5 das v»6« r.-id>e Ml Her: an 'tauber uitb verschwenderischer ^ttr halb >o wert-

voll, y . io I 'n ift 00 5 Tasrirr für Diejenigen, tx\6 c biino uito teilnahmslos corübctflc. en an der Lrctbt der catur. ?.n ihr allein ist wahrer « nutz, »ft IJJ l»r Ule 3: hier rt des Herrens ;u i IN den. fu- richtet die ummeroollen Seelen auf u neuen: 'Hauben, neuem Hoffen uno geröhrt Lern Zufriedenen : ochsres, reinfteS wud.

Zölle und Reichssteuern in Hessen. Die Roh-soll-A nnahme aus Zöllen und RcichSsteuecn m Heffen m Jahre 1908 betrug 25 683 528 Ml., davon erhielt Helsen als Vergütung für Kosten der Verwaltung, bezw. als Anteil an der Wechielslempelsleuer und (LrdichajtS'leuer 940 904 Ml. Tie '.alle erbrachten 14 382 520 Mk.; von den ReichSsteuern erbrachten u. a. die Tabaksteuer 446 274 Mk., die Zucker- teuer 1006 681 Mk., die Calzsteuer 1 151 387 Mk., die Branntwein'leucr 2 307 968 Mk., die Lchaumwemsteuer l 616 971 Mk., die Brau'leuer 2 049 934 Mk., die Reichs- rcmpcladgaben 1 119 592 Mk., die Erbschaftssteuer 865 876 Mk., davon Anteil Hessens 288 625 Mk.

" Anmeldungen zum Besuch der LandeS- 11 n t De r i i! a l im Winterhalojahr. studierende, Die bereits hier tmmatrihilirrl sind und chrc Studien hrcr sortieren wollen, haben sich auf dem Universitats- Sefieianal, Bismarckstrasse 22, anzumelderi, um dre AuS- . eiskarte umzutauschen und ihre Hohrruiig anzugeben. x.te .Anmeldungen »verden vom 18. Oktober bis 13. November, normittags von 912'.., nachmittags von 3o Uhr, ange- nommt-n. Anmeldungen zur Immatrikulation .uerben vom 1K Cftobcr bis 13 November, vormittags von 9 1 >i . Uhr, angenommen. Nach dem 13. November werden .-(nmclonngen nur dann angenommen, wenn die Verspätung ur Immatrikulation sind die um Noschins; des gewählten ^tuciumv gemäss reichsrechtlichen oder hessischen Prüs'ungs- Zeugnisse über die Vorbildung cinzurcul.eii. Jiad) dem Ermessen des Rektors können auch . . i'gelassen werden, die sich ontch andere geugnisse über Unbe'choltenheit und wissenschaftliche Vorbildung ans weisen. In jebem Iall bleiben für die Zulassung zu einer Prüfung oder zur Promotion oie Bestimmungen der de- lressenden Prüfung^- ober Promotionsoronung allein mass gebend Wer schon eine Hochschule besucht Hai, ift verpflichtet, ureichen. Ist seit Ausstellung : Ieit abgelausen, so ist für hen seit ein Leumundszeugnis beizubringen. Nindcrsährige bnbni eine beglaubigte Bescheinigung ihrer gesetzlichen Vertreter darüber beyuhringen, dass sie mit mit deren Emnüllignng die Universität Hießen besuchen.

- Lehrerpersonalien. Dem Lehrer Karl Zimmer- mann zu Bosenhcim wurde eine Lehrerstelle an der coangcL Schule zu Frci-LauberSheim übertragen.

- Ernannt wurde der Gcfangcnaufseher am Lastlokal in Offenbach Wilh. Wacker zum Gesangenwärter am Hast- lokal in Lich unter Belassung des Titels .lSesangcnaufseher".

** Zur Frage des Lei ch e n s i n g e n s schreibt uns cher: Es scheint nachgeradtz, als ob jede, aber auch jede schöne alte Volkssitte ans dem Lande lotgefchlagen werden soll. Nun kommt das ^Leiche ns Ingen" dran. Und warum?Weil keine andere kirchliche Funktion des Lehrers [o oft, so tief, so störend und so schädigend in aas tägliche 2chutleden eingreift." Ja, ist denn da-,- Schul» leben, unter dem allmählich ein giltst Teil des Volks lebens, des Famüicnlebens und des Kinderlebens zu er­sticken droht, das einzige, was auf dem Lande noch Be- chtignng l)at > Darf daneben keine 2111e bestehen bleiben, ivclchc Dav Leben auf dem Lande i,och mit einem Hauche von Poesie umgibt, den das ö tob Lieben nicht hat? Und ist nicht gerade das schlichte Lingen der itinber am örabc eine solche Sitte, deren Reiz kein Okmeinbcgcfang und lein kunstvoller Ehorgesang ersetzen kann? Bei den Lehrern, die so oft als die berufenen Hüter der Volkssittön auf- gerufen werden, dürfte man eine bessere Einsicht in das, ivas unferni Volke frommt, vorauss^cn, selbst da, wo eine Sitte mitlirchlichen Funktionen" verbunden ist. Und ob das Leichensuigen wirNich so ^oft", sotief", sostörend" instagtichi'" Schulleben emgreift ? Um eine Schädigung des Lckfulbetriebes durch Beerdigungen ,u verhüten, find von den Schulbehörden hinreichende Verfügungen erlassen worden. l^icUeicht käme noch die Schädigung der Ok'funb» beit bei den mindern in Betracht. Aber unsere Landkinder sind glücklicherweise gegen schlechtes Wetter recht n>iber- slandssäl-ig, und die hockiitens eine Stunde dauernde Teil­nahme an einer Beerdigung sckfadet ihnen gewiss nicht mehr, ak« das ftunbailangc Verweilen in feuchten Wiesen und auf nassen Aeckern. Ueberliaupt: hat denn allein bie Schule ein Versügmigsreckst über die Linder l-aben es nicht auch die Eltern und die Mird)cngemeinbc, der die Kinder durch die Taufe angeboren ? Wo der Sinn der Eltern, des Volkes noch an einer guten alten Sitte hängt, und das ist in vielen Wegenben noch der Fall, sollte man nickst fordern, dass den Kindern das Leicheusingen verboten wird. Ein Verbot lontue histtisteiis für die Lehrer erlassen werden, wenii ihre kirckstiche Wtrkiarnkeit sie mit ihren schulgesctz- lichen Verpflichtungen und Sckmlbelwrden in Aon flirt bringt "Mancher Pfarrer würde bann wohl bereit sein, den fang der minder, die ihm von den Eltern zur Verfügung gcficllt werden, selbst zu leiten, und da. wo dies der stirch- fpieisverhältnisse wegen nicht möghd) ist, mürbe sich wohl auch sonst ein Ä^rnn finden lassen, bei den Lehrer in diesem Ialle gern ersetzte. 3dwner wäre es freilich, locitn hier, in niaudKm andern, die Lehrer Hand m Hand mit dem l-farrcr an der Erlüiltung von Sitten unb Bräuchen gr- beiteten, bir unser Landvolk liebt und gegen deren Zer­störung auf kurz ober lang lautet Einspruch erhoben wird. Videaiit consulcs ...!

X Helpershain, 14. Cft. Tic Einweihung unserer neuen Kirche, die nach den Plänen und unter Leitung des Grossh. BouratS Tiehm dczw. seines Vertreter« RegieiungSbaumeifter Beck zu Glessen erbaut worden ift, soll Sonntag, 2 4. d. Mt«., erfolgen. Nach dem reich­haltigen Festprogramm veispricht e« eine schöne Feier zu werden. Im eigentlichen BZeihegotteSdicnst am Vornuttag wird der Superintendent der Provinz Oberhessen, Ober- oniiftonakQt D. Vetrrsen-Tarm'tadt, die Weibe vollziehen und der Crtö.jnill'.cbc Pfarrer Senba-Stuinperlenrod die Fest» predigt halten. 91m Nachmittage soll unter Mitwirkung de« ^ichenge'angveiems zu Evgelrod em Ist,irischer E'osteS- d»cn>t iiatstinden, zu dem Dekan Saiierwem-AlSfeld die Fest- predigt übcmomtikn hat. Too schmucke K.rchlrm wird eine Zierde des ü its und der Gegend werden. Zesonder« da« Inüeie, dessen Ehorräume unb Hmijd von Maler Van,- Frankfurt würdig auflgemalt (mb, hat mit seinem m blau und

weiss gehaltenen Anstrich eine prächtige, echt bäuerliche und doch vornehme Farbenwirkung. Mit dec Emweihnnq der Kirche wird sich em lange gehegter Wunsch umereS -torjeS erfüllen, dass im eigenen Torfe regelmässiger Gottesdienst c:ngcrid)tet w.rd. TaS zu Stumpertenrod gehörige k^ilial- dorf Helpershain wird vorerst provi'onsch oon^ dem Biarrer oon MeicheS pfarramtlich verwaltet. ^er Gedanke, daß daS alte morsche Fachwerkkirchlein so lange als möglich erhalten unb als Heimatmuseum eingerichtet wird, findet hoffentlich seine Verwirklichung.

Lin Bdciöigungsprojcfi mit politischem Hintergrund.

4 HaberSleben, 15. Lkt.

Em Beleidigunysr :ß oolitischem Gimtblafle ist vor dem Sfftofienflmctt vei. uwell koorben. Unter der Änklage der Beleii- .mg des Reichsragsabgeorbneten mio FübrerS der 1 doartci in Nvckisckstegnni, des Redakteurs Hanmim, hatte i ü Der Redakteur der Zeitung ..LchteswigsiM iwrn^Doir Stradcrjan, zu verantworten, der m feinem Matt vaniien einen ..Landesverräter" genannt hatte. In der Verhandlung erklärte der Beklagte, den Wahrheitsbeweis antreten zu wollen, allerdings rüfx in dem Sinne, dass der als "Nebenkläger lugelanate Reichstagsabgeordnete S?müen ein Landesverräter tm sinne des 5 87 des 2tr.-G.-B. v er fei jedoch moralisch und im lantk- täungen Sinne als Landesverräter anzusehen, weil er durch feine ganze Ägitation den vreussischen 2taal so schädige, baß Denen Stellung im Falle eines. Krieges ungünstig becmfluRl werden könne Tas Gericht beschloss, n eine Beweisaufnahme einzutreten, woraui 3tradman den diebenkläger fragte, ob er nicht bie nrogtammattjdy Forderung ausgefteUt habe, daf; ,,'Aüdiütlmw" wieder an Däne­mark fallen ntüfie vanssen erwidert, dass er sich bet Kiner Tätigkeit stets ans dem Boden der Verfassung gehalten babr Ter Börnsen de stellt an oen Nebenkläger die Frage, ob er rwa) letzt auf dem Standpunkt sirhe, dass Du* dauernde Trennung vZort^ schllesnngs von "Lreussen herbeigefuhrt iperbcn müsse Haussen roeidti einer direkt en '.Introort gus: fein erreichbares Ziel sei bie am» bcrmiq der dänischen Tpracke und Dahrnilg des dämfchen^National- gefülls gewesen. Wenn sich die Pcremigung mit Tänncmark crreidvn lasse auf friedlichem Wege, so wolle er sie. Ter Be. klagte weist darauf hin, dass es »uni mindestens grob fadrlafng sei, wenn der Angeklagte, wie es geschehen, zu Gmiften der dänischen Bestrebungen arbeite. Hierunter falle z. B. die Beteiligung des Nebenlläger^ und seiner Familie an der Tpendung ciucö üranzes b'im Ableben des Königs Christian. Tie Listeife des stranzes habe die Inschrift getragen: ,,Bon den gctreuen toüb- lüten." Ter Kranz sei durch Den Ctatsrak Hennings der Königin von Eikgland ui die vände gespielt rvorden, J>ic ihn. am Sarge nie Der gelegt habe. Späterhin fei für den Sarg ein silbernes Fchilo von hen ..Südinten" gestistet milden, und anlässlich des Todes der Königin von T^innemark habe das Blatt des Ange klagten rühmend den Teutschenhass dieser Fran hervorgehoben. 91 ad) Schliess Der Bewei.aufnahme führte der Anitsanwalt aus. dass man mit Landesverrat nur eine foldje Handlung keunzeidmeu könne, die das Strafgesetzbuch als folibc ausdrücklich benenne. Ein solcher Landesveriist sei in den Handluiigen des Angeklagten nid)t zu erblicken. Es sei aber als fefti'tel'cnD zu er ad; len, dass der Nebenkläger feine Stellung nicht zur Förderung des Staate interrffes baruue, sondern um die Bevölkerung irre zu leiten. Er arbtnte systematisch der Regierung entgegen, wenn Die wissent­liche Täusdmng der Bevölkernng^durch seine illoyalin .Hand­lungen dpi auch nicht mit dem Strafgesetz in Konsl' bringe. Tcr Bellagte haoc aber einen zu lveilgehe.« den 'JlndOnu orau-Dl und müsse Daher beftraft werden. Ter Antrag des Au. i.uvalts lautete auf 500 Mark Geldstrafe nnd Das Gericht erkannte Demgemäss. Es hielt eine formelle BelciDigung für vor­liegend, Dagegen aber and) den.Beweis erbracht, dass der Mben- Häger die e-timnrung für Die Loslrennnngsbestrebungen aufrecht zuerhalten ocriudx und sich uielfad) illoyal benommen habe. Mit feinen Aussagen sei der Nebi-nkläger fei;r vorsichtig gemefen. so dass man in Den Schtüsten wohl toeitcr gehen biiriv, als er gesagt habe.

vermischtes.

* Tie Gefahren der llcbervölkcrun g. Unter» dem TitelDie Malthusschc Lehre und die Bevölkerungs­bewegung der letzten De-ennien" hat Professor Lujo Bren tano in den ^IbhanDliingcn der Königl. Bayerischen Akademie Der Wissenschaften eine Sckfrift herausgegeben, deren Re­sultat für unsere Sozialpolitik höchst bedeutsam ist. Nach Brentano sind die modernen Kulturvölker auf demselben Äeg des Berfalls, den die antiken gegangen find; das gleuhe Ucbcl droht die Völker zweier weit auseinander liegender Epochen zugrunde zu richten. Es ist dies die Proletarisierung der Staaten. Turch die neuzeitliche Be- völkcrungspolitik hat der Pauperismus fürchterliche Timen- fioneu angcnümmcii. Tas Proletariat ift nun nicht im­stande, die Kinderzahl einzufchränken, ja wird sogar zum Gegenteil ermutigt, wie vor allem in Frankreich Tie be­sitzenden Schichten aber drohen zum Proletariat hinabzu- sinken, da sie ihr Vermögen auf zahlreiche Köpfe verteilen müssen und es daher noa> einigen istenerationen verzettelt haben. (Henau wie die modernen Staaten alle möglichen zum Teil gesetzlichen Maßiiahmen zu dieser Vermehrung der Bevölkerung, die nichts anderes als immer höher po­tenzierte Proletarisierung bedeutet, schusen, babeu die an­tiken (Yroßstaaten eingegrissen. Philipp von Makedonien be­reits hat Massnahmen ergriffen, um den Kinderreichtum seines Landes zu heben; Polyvius klagte nne die Heutigen Sozralpolitiker Frankreichs über die Kinderarmut in Griechenland; in Mlom setzte Cäsar Prämien aus auf reiche drachkommenschast, und Augustus erliess bie ler Julia de maritandis ordinibus und die lex Papra Poppaea, um die Menschen zum Kinderzeugen zu veranlassen. Tiefe besetze sind, wie Brentano sagt, erfolglos genxsen und das war noch ein relatives f'Hüd; im andern Fall wäre die Pro- letarisierung noch mehr und noch schneller beschleunigt wor­den. Tiefe <*cfal>r aber bedroht die modernen Staaten, die alle dieser deinographischen Sozialpolitik einer Schein Weisheit huldigen. Ueberoöllcrung ift durchaus keine Stärkung der Bölter, sondern, da die Verschlechterung des Menscheiimaterials durch Die fortschreitende Prvletarisierung unausbleiblich ist, eine Schnrnchung, ein Rückschritt in Der Äultur, ein Sckfrnt zum Untergang. Der ProletarisierungS- prozeß. Der die antike Welt zugrunde gerichtet hat, bedroht vor allein das übervölkerte Teutschland. Wie rasch er fort- I(breitet, zeigen folgende Ziffern. Es kommen aus 100 Selb­ständige im Jahre 1x^2: 212 Ärbeiter und Angestellte, 1X95 schon 24.» und 1907 gar 348. Nicht von Ent­völkerung sind wir bedroht, sondern von Uebcrvölkerung, die die viesamtmasse mehr und mehr verschlechtert.

Beränderni»gen in Der Strasse von Mes- s i n a. Sckwu gleich naa) dem Lrdbebenunglück vom 28. Tez. r.»08 wurden Nachricksten laut, Die gcivaltige 9iiocüuän» derungeii am Meeresgründe meldeten, sich aber später als ,tart übertrieben herausstellten. Tic von der italienischen Regierung angesteltten forgfähigen Messungen haben nun ergeben, dass die See uu FiutzeiL zir»ei Fuss über den Pl' Wdiiten xiano hinausgeht, und bau diese Nioeau- erhvhu. g in siändiger .sunahmi begriffen ist. T»e Strö­mung. die die Mer ngr durchquert uno bis dahin kaum n al.rnehnivar inar, t reisse«? als der Po und erreicht eine vrclhgleU von lieben Mei stündlich.

* Fahnen flüchtige in Frankreich. Sir an­der letzten französischen Statistik hervorgehr, bat die Fabneir« flucht in Frankreich in den letzten Jahren ausserordentlich rugenommen In Den Jahren l"< -1-K>7 betrug die IaHl jährlich zwischen 2000 und 3000. Im Jahre 1908 aber haben sick, nicht weniger als 11782 Mann der Dienst­pflicht entzogen, also zn'ischen dem Topvelten und Dem Fünffachen des früheren Kontingents. Äusser diesen Fabnen- flüchligen kommen noch 10304 Stellunqspflichtige als Vor­bestrafte für das ran.ösische x?eer nicht in Verwendung; von ihnen rour: 1084 in die StrafdataiUone ÄsrikchS erngereiht.

* Der vielseitige Schutzmann Ein junger Mann von 20 Ja! ren, der zu Fuss in ein Berliner Kranken­haus kam, erzählte, er hätte heftige Lelbschmerzen bekom­men. hätte ans der Strasse einen Schutzmann gefragt, ina» wohl mit ihm fei, was er wobl machen könnte. Ter Schutz- mmm sagte: ,.')<un. Sie werden wohl Blinddarmentzündung haben, gehen Sie nur ins Krankenhaus und lassen sich schnell operieren." Eine Stunde später war die em Kranken der schwer entzündete Läurmiorisap, der von cröseitrigem Exsudat umgeben war, entfernt, und der Kranke ist jetzt ge­heilt. Mehr kann man von cütcm Schutzmann wahrlich nicht verlangen.

D ie Nörgler In Amerika nennt man die Leute, irridr? stets alles Ix'mäkeln. ..Kickers", zu Deuiidi .'Querköoie-. Ter Bürgermeister von düiemnati bat nun rinnt wöchentlichen Kicker"-Tag nngesührt, an welchem die dortigen Lokalpairioten, welche an der Verwaltung ihrer Stadt etwas aus-m'eden haben, im Rathaust vom Bürgermeister emviangen werden, um ihnen Oklegenbcit zu geben, ihre Ideen uiib Vorschläge -ur 'JlbihcL* limg Der von ihnen gerügten liebelitänbe Im städtischen Ver- wallungsapparat verzubringen.

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Die nach- A o r 7 0 8ionntaj-, 1 7. Okt.. nur von

itehenden du 1 u l v 12 Ihr mittags bis 1Z Lhr n achte für dringende Fälle sicher aiiratrcl'-n : [DW,e

Dr. Ploch, Asterweg 34. Ur. Klein, Ost-Anlage 37. 1 1 1 . . -- - j

Auszug o. v. Standesamtsrcgiitern der Stadt Sieben.

Aufgebote.

Cftobcr. 9. Wilhelm Stört, FinanmmtSgehille, mit Johanna Wagner, beide in liessen. Karl Rudoli Kröll. Sanier in f-iessen, mit Starolmc Kutscher in Hattenrod. 11. Karl SlUbauS, Weck- iührer in Leihaestern, mit Rosa Wagner in ISicssen. 12. Heinrich Schäler, Taglöhner, mit Friederike Harth, beide in liessen. 12. Friedrich Ernst August Solger, Fabrikant in (liessen, mit (tzertrud Elisabeth Elie Franz m Leipzig. 12. Fnednch Bolbrih, Eisendreher m (liessen, nut d'iargareie Üröll nt b>ontcrotivd)cn. 13. iricorg Flick, Bäcker, mit Helene Vichmann, beide in Stessen. 14. Friedrich Schneider, Posllchaffuei in iviessen, nut Linse Euler in AUcndorf a. d. Lda.

Eheschliehungen.

Cftober. 9. Louis Scharmann, Kaufmann, mit Marie Soiess, beide in (öiesstvi. 9. Jakob Frievleden, Kauimann in l^tessen, nut Nietn 3teuicv m Frantturl a. TL 9. Karl Cucdbome^ Sergeant in Hiessen, nut Mathilde Wagner in Stangenrod. 9. Georg Weis, Bizcieldwebel, nut Else Schrödel, beide m löiessen.

Seboreve.

September. 80. Tcm Spengler Philivv Leyerer ein Sohn. Cflobcr. 5. Tein Briefträger Adam Christian Holmann cm Sohn, Karl. 7. Tcm Kusscber Jakob Müller ein Sohn. Jakob veumefk d. Ten» (Ärossh. Geomcler L Klaffe Johannes Luss emo lochtet 9. Tcm Ingenieur Auguil BaScoe ein Sohn, Werner August i^eortz OSkar. 9. Tenr Taglöhner Wilhelm Bruck cm Sohu, Wilhelm fZriedrich. 11. Dem Metzger Hermann jecligmanu ein Soht^ Benno. 13. Dem oanbformcr Ehrisnan Siegmund Becker eine Tochter, Anna.

Gestorbene.

Oktober. 12. Luise von Mrolmmi, geb. Reiss, M Jahre ach Kaiser-Allee .35. 13. Wilhelmine Marlin, g^eb. Philippi, 3a(m alt, Ärabenslrasse 4. 14. 'Anna Becker, I Stunden ach Schlfto- bexger Weg 39. 14. Emil Noll, Raumumn, 53 Jahre all, veuchelheim-Abendstem.

,, ______ . ssa

Meteorologische Beobuchtungeu

der Station (»Liessen. .

Oktober

1909

au) 0e rebuziert

Tempera Nir der Lust

Absolute Feuct ligteit

Relative Leuchtigkeil

Wnidrlck liuifl

1 indslärke _

Weller

16. 2-

760,0

14,0

8,7

74

8

4

Bed. Himmel

16. 9-

748,9

10.1

7,0

86

S

4

KlarerHnnmet

16. | 7"

|

7474

9,4

8,1

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-t- 3,9 G.

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der BanA fUr Handel und IndnstrleZGlessen.

Frankfurter Börse, 16. Oktober, L15 Uhr.

3*/»0.0 Rcichsiinleihe .... 40

3/. do. » 3^0 3,/# Konsole . ...... . .

3". do. 83J»

3*,,*/o Hessen*, 92.80

3'',*1, Oberhessen «« 91440 V 0 Of-sterr. Goldrente . 99-30 47»Oesterr. Silberrente. 9K50 4°, l'ütfar. Goldrente 94J10 1° Italien. Rente . ~~

3, Portngiesen Serie I .' 61*50 3", Portugiesen - , III . 64.00 4",*russ. Staatsanl. 1905 99-06 4*q japan. Staatsanleihe 95.10 4e/, Conr.TQrken von 1903 94^0

Ttirkcnlosc 163^0

47, Griech. Monopol-Anl. . 47^0 4e, Äussere Argentinier .. b9j)0 3®, Mexikaner . . .. 66.95

4lChinesen . . . . 99.20 Aktien: .

Bochum Gum . : r. 254.40

Bnderus E. W

Tendern: abgeschwächL

Elcktriz. Lahmcyer . . . Elektnx. Schurken . . .. Eschweiier Bergwerk . . Gelnenkirohen Bergwerk . Hamborg - Amerik. Pak et f. Hnrpenrr Bergwerk.... . Lanrshilttc ..... . . . \ >rdd. Lloyd .1 . . . . ObersebleF Eisen-Industrie Berliner Handelsges. x . . Darme Ul d ter Bank *. . . L»eutsebe Bank . ' . . . Dcntech- AriaL Bank .

Diskonto - Kommandit . , . [»resdner Bank . . . . Kreditaktien . . ... . Baltimore- and Ohio- *<'

Eisenbahn .« . i t .

Gotthard bahn . . .

Ivorobard. Eisenbahn . < .g. Oesterr. Suatehahn

Prince - Henri - Eisenbahn.

Berliner Börae, 16. Oktober. Anfangskarsa

Canada E. E. .

169.10

H

r>erk

102.40

Laorabntte . .

Lombsricn E. B. Nordd. I l-.yd .

Türke ul v»e . .

Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union 0» Dresdner Bank . .

Tendenz: fest.

114.90 139.00

212.00 216.10 132» tvflXA 196.50 103.00 112.60 182.00 13'.. 30 249.50 150.00 200.60 161 70

208.70

11840

24J0 161180 133JJ0

209,20 19-120 24J0

lo3.SC 164 JO

In keiner Kinderstube,

in keinem Hause sollte jetzt mit Beginn des Winters mein beliebt« Luliuscn'H Jod -Ei»?ii-Lebertran, Harke ..Jodella* teblcii Er verhütet Erkültung und krankheiten. Prej.* Mk. 2UKJ and 4.h*. \ irlau^en i?ie ausdrU<'Lii<'h Barke ..Jodella** und weisen Sic Nachahmungen lurtek. Zu haben m allen Apotheken in Glessen, Krofdorf, Kei< licla- I heim.