Ausgabe 
15.5.1909 Zweites Blatt
 
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zutrestende Behauptungen milaeftedt rrcnben. In der ,Freisinn gen .Xitunfl* vom S. Mar <Nr. 1U8-, in einem Bericht über ote Wc:n- steuer in der Fman-kornmifsion, wird eine (rrflänmq der Vertreter i't über die Frage der tiem* steuer wieber^eaeden. Ton heißt t< wörtlich: ,Ter Vertreter der frtifinnigm .iratliouSgenleinichait erklärte, der größte T«,l seiner Freunde stehe nach wie vor auf btm elanbtmnft, bau iroed- &tfl und an sich gerecht fein würde, auch den Wein zu besteuern. ,.cnn man alle anderen laenußmtliel mir hoben Stenern belaße : orau-setztliiq aber iei, da« die Produzenten nicht in erster Linie ekrohen ivurden; der Romumtiti könne zwei'elloS die Steuer tragen, (tr habe gehasst, daß die Lubkommiisiou einen Weg, der ueie Borans'eynng erfülle, srnden werde. Tafl sei leider nicht der Fall aewe'en. Daher würde er mit seinen Freunden, b»S einbesserer tieg gesunden sei, gegen dietiein- steuer stimmen, die bei grundiätzlicher Annahme ja doch nur auf Grundlage de« Regicru 'gÄeutwnrtS zustande fommeii könnte. Ader diese Grundlage sei für die Freisinnigen nicht gangbar/ Bei uer Abstmununa trat der Freisinnige Ahlhorn für die bleuer em. 'vährend die .Freisinnigen vormann und Mommsen dagegen ittminten.

Deutsche» Ueich.

Jum Regierung Präsidenten von Stabe ist der Poli^eipräiib^nt Gras v. Berg-Schönseld-Hannover ernannt loorden.

Ter Seniorenkonvent des Reichstages ist jür heute einberusen, um die geschäftliche Lage zu beraten, und insbesondere Beschluß zu sasien über den Beginn der Ferien. TrmErgcbi.is der Ai:s,peache ro.ro mit Spannung entgegengesehen, da eine Erörterung des Standes uno der Aussicl ten der Rcicl.ssinanzreform sich dabei schnxrlich wird i'mgehen lassen. Wie aus dem Reichstage gemeldet wird, loll am Dienstag der Reichstag bis )um gerbst vertagt ' werden. Gestern nachmit ag I at c xräibent Gra, Stolberg eine Besprechung, in der dem Reichskanzler ein entsprechen- der Vorschlag gemacht wurde. In den Wandelgangen des Hauses verlautet weiter, daß Fürst Bülo.o dem Ski er ent* gegensahren werde, um ihm eingehend Vortrag über die Situation zu halten.

Eine neue Verteuerung der Eisenbahn­sahr t. Ter im Reichsschatzamt ausgearbeitere Entwurs einer neuen Fahrkartenstcucr sieht einen Z'/rvro; ntigen Zu schlag für alle Nla,sen vor, auch für die vierte, jeood) sollen ui' -arten unter einer Mark steuerfrei bleiben.

Preußisches Herrenhaus. Die Morgenblätter melden, tau dos Herrenhaus bei seinem Wtederzusammen* tritt am 21. Mai in der Beam'.enbesoldungsjrage dem Standpunkte des Abgeorcnetenhauies betreten werde.

Bc i der Ersatzwahl zum Reichstage an Stelle des Zentrurneabgeorbneten Dattendors wurde der Herzog von Aren berg mit 13 600 Stimmen gewühlt.

Generaloberst v d. Goltz erklärte auf eine An­träge:Bisher ist mir eine Aufforderung der türkischen Regierung zur Rückkehr in türkische Dienste überhaupt noch nicht zugegangen; daher ist in dieser Frage noch keinerlei Bestimmung getroffen.

Ausland.

In M a r i e n b a d wird ,v önig Eduard mit Tlsmen ceau zusammentreffen Aach Bad Ischl zum Besuche des

I anz Josef tvird Staatssekretär Grey den König begleiten Auch Baron v. Ächrentyal wird dort eintrefsen. Der Konstantinopeler französische Bot­schafter Eonstano bestätigt, das; er seine Rüttberufung t tragt habe und eine -andidatur bei der» nächsten Stamnicrroaljlen annehmen werde.

D i e Lage in dem französischen Postbeam t c n - A u s st a n d e hat sich w.itcr gebessert Gestern früh nahmen zahlreick)e Ausständige die Arbeit wieder auf. Im Haupttelegraphenamt ist der Dienst ein fast normaler In Lyon und Marseille sind alle Beamten zum Dienst er­schienen.

Jur Lage in Persien. DieKöln Zig." meldet aus Teheran: Das Standrecht ist verkündet. Ein neuer Anschlag hroiit strenge Strafen i la-

ments und feiner Anhänger an Tie Nationalisten, ausge nommen die Harchtsührer, verließen die türkisch SStotf Die Rschter Nationalisten gingen von Kewendasch nach KaSwin zurück.

Aus Tanger wird gemeldet, Mulay S?afib habe er­klärt, er wünsche in gutem Einvernehmen mit Spanien zu leben, aber die von dem spanischen Gesandten Merry del Val erhobenen Ford rungen erscheinen chm unzulässig So habe Mcrry bei Val die Abtretung des 2 je bei Mussa gegen- über Gibraltar verlangt, zweitens, die Ermächtigung zur Errichtung von Fischereien an her ganzen in der spanischen Einflußsphäre gelegenen Küste und drittens, daß die öjfent* liefen Arbeiten im Rifsgebiet aus freier Hand vergeben werden sollen, was in direktem 'Widerspruch mit der Alge eiras-Alte stünde Es heißt, daß die marokkanische Mission sich auf der Reise nach Paris in Madrid aiijhalten wird und daselbst über die schwebenden Fragen verhandeln soll

Der INor» auf der Canöftrafje.

(Fortsetzung.)

F. C. Wiesbaden, 14. Mai.

Zunächst mürbe beute die Aussage des Gerichtsaisessor Tr. GanS-Königstein, letzt in Afrika, der die ersten Vernehmungen

Mngcrugien vorgenommen hat, verl fen Daraus ging hervor, daß die AngcNaglcn leugneten, die Tbamer getötet zu haben. Der Sohn gab, nachdem die Mutter ihn ermähnt hatte, die Wahr den zu lagen, endlich zu, dem Vater den Revolver verschafft zu haben Ter Untersuchungsrichter Sehenbeder gab über den <^anq der Untersuchung nähere Auskunft. Der Vater Burkhard sei zu einem Geständnis nicht zu bewegen gewesen. Phil. Burkhard iei bei seinen Angaben stehen geblieben. Auf die Auslage der Tran Burkhard gab Der Zeuge von dem Moment an weniger, all) Zeugen, die den Vater B. am Vormittage des Mordtagev S Uhr trüb gesehen hatten. Ein merkwürdiger Zufall fei es. daß eine Anzahl Leute es war an dem Mordtage Hol-verstelgerung :n ralkenstein den Angeklagten out der Chaussee LronbergKönig­stein, also auf dem tiege ;ur Mordstelle, nicht gesehen hätten. Der Angeklagte Philipp habe dem Zeugen einen nuten, der Vater inen ängstlichen, scheuen EiNbrua gemacht. Der .Ingettagte Burkhard icn. erklärte:Ich stehe mit dem Mord in teiner Beziehung, auch nicht mit dem Revolver: wenn Phistov den Revolver bei Hartmann weggenommen habe, dann hat er ipn selbst benutzt. Sodann wurde an Hand einer Marte der Weg gezeigt, den der Angeklagte am Vormittage des 13. Januar laut Angaben ewiger Zeugen gegangen fein muß. GkfängniJ-Cber- inspektor 2 reue» Wiesbaden bezeugte, daß der ältere Bun hard fri der Eiiilreserung in das Geiangnis äußerst erreat und unruhig war. laut klagen ausstieß und nei;D as in der st not en. das ist der Mnoien. ' Der jüngere Angeklagte war ruhig Vor terzehn Tagen, nachdem Burkhard ien gebeichtet hat, versuchte er dem Zkaplan^einen Briei an feine Q-rau zuzustecken. der der- inglid) war. Ter Angeklagte sagte, es iei ein Brref vom Februar d. I. gewesen, den der Geistliche mtr leien, aber nicht an die Frau gelangen lasten sollte. Vc:fcki».vne anonvme Briese aus Preun - heim. Frank"iit a^.V , 'rpnb rg ;ar m denen stand. Burkhard k-iu Kl nicht . er - tei. X t '

ipondenz zwischen dem Angetiagteu B. sen. und der I-.-.ncc,

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Gro»«h. Pollzelamt. Reinhart

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Elcktriz. Labmeyer . . . Elektrix. Scbuekert . . . Eschweilcr Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg AmerU Pak eil Harpener Bergwerk. . . ................. Nordd Lloyd.....

Oberachlea. Eisen-Industri« Berliner Handelet«*. . . Darmstidtcr Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto - Kommandil . . Dresdner Rank . . Krcditaküeu . . . . . Baltimore- und Ohl*-

Eisenbahn . . . . Gotthard bahn.....

Lombard Eisenbahn. . . Oeaterr. Staatabahn . . . Prine« Henri Eisenbahn .

l>r. Kipper, Wühelmstr 2. I>r. Richter, I r-ukfurter Sir 4.

Dr. Stuhl. Sellersweg 79.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Tdrkenlosc . ...

**,, Griech. Monopol-Anl. 4e/, lassere Argentinier 3* Mexikaner . . . 4l/,e/e Chinesen . . .

Aktien: Bochum Guss .... Bnderus E. W. . . . Tendenz: schwacher.

Berliner I Canada E B ... DarmsUdter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. .

Bank . .

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Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank flr und Industrie, Gleesen.

Frankfurter Börne, 15. Mai, 1.15 Uhr

r. . iBrühlldie Unjverlltät5-Vrucksröi - Lietzen

V..6U 86.75 95.60 66.7.i 94.50

Vörscn-B-ochcnbcricht.

« Frankfurt a. SR., 14. Mai.

Angesichts dcr Warnungen von einslußreicher Seite, dem LplimisrnuL nicht zu sehr die Zügel schießen zu lassen, bewegte sich das Geschah an dcr Börse auch in der ahgelauicnen Docke in ruhigen Bahnen, die r u n b st immung blieb aber fest , da daS Vertrauen zur Besserung der stoniunkrur sich stärker er weist, als die Bedenken. Denn man trotzdein größere Zurück bültung beobachtete, und es auch an sth'ioinnsicherunqeu und Reali iatu-unt nicht fehlte, io kam neben der nüchterneren Beurteilung der Verhältnisic zunächst der Umstand m Betracht, daß sich bic Geldverhältnisse im Zusammenhang mit der Einzahlung auf die neuen Anleihen des Reiclis und Preußens stärker versteiften, als man erwartet hatte. Der Vorgang scheint sich damit zu er* klären, daß viele Zeichner es vorgezogen haben, angesichts der besseren Verzinsung, bie der Bezug der Anleihen, namentlich der 4 rrowntigen, gegenüber her Anlage im Diskont und offenen Markte verivrichr, mit den Einzahlungen über das vorgefchriebenr Maß hitiauSzugeHen und in vielen Fallen Vollzablung zu leisten. Die Nachfrage nach Weib war infolgebeffen recht groß unb btt Vriratd skonto erfuhr eine Erhöhung aui 2 , Prozent. Gleich zeitig waren bie neuen Ist. prozentigen Anleihen im freien Verkehr zum Emlsiwnokurfe unb barunter angeboten und auch bic älteren Anleihen lernen an den Markt, was ungünstigen Eindruck machte und ju Erörterungen über einen Mißerfolg der Emünon 3'oroz. Anleihen Vcranlasfung gab Glaubt man auch, die Vklbferitafung als eine vorübergehende Erfckeinung betrachten zu können, fo ist dock die Hoffnung auf eine Diskonttr Mäßigung bei Reichs bank Öeiummt werden, nachdem der Llatus der Reichsbank eine me des Goldbestandes und ein treueres Anwachsen der Enektenbestande erkennen steß. Die Xaticdx. daß noch eine be­trächtliche Verschuldung des 'Jwid?t au die Bank beuchen bleibt, ,cldst wenn da» Reick den ganzen Erlös der neuen Anleihen zur Rückzahlung Dermnibat würde, hat um jo stärker verüunmt. als bic ReickOfinanzrejorm noch immer .uir große Schwierig­keiten stößt. Die UngarnuIk-u unterdrückte bie l^uernebmungslu», zumal bic Hinweise auf b;c Bedeutung der Finanzreform lur ba; E.ietschaitsleben ihren Eindruck nickt tnrieblt haben. Eine wtftnt- [ime Stuvt nir bic Börse bildete die Haltung bcs Re w York er Marktes, wo bei Arckauf zur B irbung der Indu' .it, rote er langt, seine günstige Rückwirkung nicht rerfehltt Drnnglcich man den von drüben konrmcnben Rackrickten -rick großer Jurüd- halmng begegnet. Hal: man doch an ba ihi.artuni fest, daß da wirrsck. Au'ichioung äba dem Cjcar. auch dem tiitudiaüeleben

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bet welcher Gelegenheit bie Crrientlid)(rit cu4geid)loi|nt würbe Nach Herstcllunq der Ceiientlickkeit würbe ein Briet da Frau Burkhard vom 2. Febr. ItKh) an bat Landgericht valeien. in dem sie eint Edarakteristik ihres Mannes gab, der tvrannisch gegen seine Xinbc. geroei<n sei und das jung ne al» es zwei Jahre all war, einmal wegen etncS geringen Anlasses mörderisch geicblagai Lebe. Den Gehalt brachte bet *?'!ann_ nut bei Thama durch, die 'anthe lebte v?n dem Gelb, das bie Söhne rerbtcnlen. In einem Pi t», den Dbiltpv B cu5 her Unteriuchungsba't an feine Muna zcichr>tben bat, beichuld gte er seinen Bara des Mordes: a schliß: Ick bin erleichtert, feitbem ich alle- qeftanben dabe Da An- gcüaqte Bnrkharb sen. aklärtc nach ber Berleivn':Ick versteht nicht, ro*e mein Sohn aleichten war, da er hock it-nen Lat.i io ungaecht unb schwer belastet." In einem anbcren Bne' cn seine Mutter bezeichnete Bhtlipp seinen Vater alsschlechter Xcn",Alter", betMensch" uiw. In einem flner ba trrau Burkhard an den Ehemenn vom 10. März d. I. schreibt i c:x»n Zukunft kann ich dir mein Herz nicht mehr schenken, ich habe von d'r ja doch nichts mehr zu aben, als Zchmach unb sdie.ibe Die Rtnba wollen auch nichts mehr von bie wissen. Außerbem warst bu am Morbtage nicht zu Hauie."

Ter Angeklagte bemerkte hierauf:Meine Söhne unb meine Frau smb, da sie so falsche Angaben gegen muh machen, am Tode Der Frau Dhamer beteiligt " Caplan Müller-Wiesbaden sagte auS, Burkhard-Vater habe ihm, als er ihm vor 14 Tagen die Kommun'on reichte, einen Br>ei' übageben, den^dcr Zeuge an seine Frau senden sollte. Ter -avlan hat das Schreiben dem Ge- iängn'sb.amten übergeben. Burkhard darüber geitagt, erklärte, der G. Etliche hätte nur von dem Inhalt des Briefes .Kenntnis n bmni. ihn aber nicht an seine Frau senden sollen, es wurde d au tragt, oen Brief zu verlesen Rechtsanwalt Bickel vrote- sti rl, das Gericht beschloß bie Verlesung. Er enthielt bie Angabe, dag Georg ober Vhilivv beit Morb an ber Frau Thamer begangen hatten. Tie Frau Burkhard und ihr Sohn Georg eridiienen gegen 1 Uhr im Schwurgerichkssaal. Nachdem noch einige Flogen an oen älteren Angeklagten gestellt worden waren, wurbe^l'; Uhr die Beweisaufnahme geschlossen. Morgen, samötag, beginnen bic Blaiboyers.

ob es sich nn. um »orübcnfbaibc Cridvmvrgrw i-andclt. ob man tatsächlich icbon auf B<^erung«-Ar c n »cf Ihren l Nicktsdenoroeniga bat sich auch in ba So Bvrli oc für < buftriepapiere abclten. wenn auch dc» Qkidwit In größeren Umiana ermatte. Die führende Stelle Hatten Elekrri, ., i-.rfe. Da bic Srefulation burch d.

Proieve ncuerbings augaegr touxN M on t a v p a v i c r e läge, schwäch«. Banken wenig verändert- S (b i f i aJ3 r 14 a t ti e a befestigt, cHenio em^lne Bahnen H.nm'iche Fonds gabea B eucbinle nach, fremde Rauen anregungsire

Konntac d. 16. hal von nafhontv PollifO HQnnth P Lq

4 l'hr bi» 9 Chr abends nur g- 'fni I ClIKdllcipUlll - Giessen, den UL Mai Jini

machen, iuib |tc io unbcHunmi

3*/,;» Konsole 36/, do.....

3V'e Hessen.....

3* ',*!» Oberbcasen . . .

4®/e Oeslcrr. Goldrente . . 4 *4e/e Oeaten. Süberrcnte. 4°, Ungar. Goldrente . . *, Italien. Rente . . . 8*/e Portogicseo Serie I . 8°/, Porta diesen , III .

4'/,/<» japau. Staatsanleihe */, Conv.Türken von 190»

verinlscbte».

* Das Eisenbahnunglück i in Elsaß. Bei dem Eisenbahnunglück in Herlishcim wurdeauch der Regie- rungsrcserencar Bodo v..tick)er, ein Sohn des sruh.'ren Staatssekretärs Tr. v Bötticher, getötet Die dasBerl. Dagebl." ersährr, wollte Reg er» ngsre erendar o. Bötticher, der bei dem Präsidium in Düsseldorf tätig war, bonjeinem Urlaub urückkel rcn. Ec war feiner Mutter in die Schweiz nachgereist und benutzte den V-Zug, in dein er, im 28. Lebensjahr stehnid, seinen Dod sand. Wie die General- direUion der Reichseiienbahnen in Straßburg mitteilt, sino £c:rf'cnteile, bic von Bodo v. Bötticher herrühren könnten, not." ckt gc'nnden worben Weiteres ist bis jetzt 1% udcnos u ill/i nicht bekannt geworden. Wie be- berichtet wird, beniht die Annahme, daß der Gelötete der Soi n des terstorbenen S aatsse.retärS o. ticher sei, aus der Angabe c nes Mi reisenden, der den Verstorbenen selbst mügi laiiiitc, sondern nur durch Ectundigung dessen Namen ersahren Haden will. Tie Reisenben h.iben sich sofort nach dem Unfall nach allen Richtungen zerstreut, jo daß es noch nicht möglich war, Iahl unb Namen sämtlicher Ver­wundeten fcstzustcllen. Ein Hilfszua mit allem erforder lidjen Material wurde sofort abgciandt; der Zug von Colmar ivar bereits in einer Stunde zur Stelle. Der verletzte Loiontotivfühiec .uiauli vom GitiCrzug »5040 be­findet fich int Haiencainspital in Mülhausen. Tic s2Lrt der Verletzung ist noch unbeianni Bremser Eouaro Lambert- Schiltigheim erlitt einen Bruch von zwei Rippen und eine Verletzung an der Schulter. Er ist im Bürgerspital in Colmar. Weitere Verletzte sind nicht gemeldet woroeu, ver­mutlich, weil die Porletznugen unerheblich sind. Tic An­gehörigen sind benachrichtigt. Nach einer weiteren amt­lichen Meldung sind bei dem Eisenbahnnnsall bei Herlis- Heun ein Reisender, ein Postbeamter und drei Lokomotiv- beamte getötet und etwa 12 Reisende, sowie drei 3ug. beamte verletzt worden Der Chef des Rcichseisenbahn- amte-3 entsandte einen Bornmissar zur Untcrutchnng des Unsalles. Bezüglich des Eisenbahnunglücks dci Herlis» heim teilt uns die Kaiserliche Generaldireltion bei Eisen­bahnen in Elsaß^Lothringen mit: Nach dem Unfall wurde ber Schnellzug Bern-Baiel über Evimar-Freiburg gelcuct Tiefer Zug beförderte bie Reisenden aus den Zugen von Cftenbc'unb .Holland mit. Bon 6 Uhr 30 Min. ab war der Perionciwerkeir in dcschräiiktem Umfange wieder aufge- nommen worden. Von 4 Uhr 15 Min. ab konnte ein- gelei|ig gefahren werben Tie Aufräumnng.'arbeitcn werden mit Au|bietung aller rbräfte fortgesetzt.

61.H) 63/jO fPf.MO 1*5.70

Auszug a. ö. Stanöesamtsregiftern der Stadl «Sieben.

Jlulgcbotc.

Mai. 10. Karl Vcndcr, cctineiber, mit Anna liüfltr, beide tn Gießen. 10. Dr. toed. Justus Hermann Hohlweg, Vrivatdaz«u in Gießen, mit Lwse Enaz in Bicbenkopi. 10. eöcorg vJcmd. Bahuaibeiter in Sprendlingen, nut Katharine tiilbtlmuie fÄiot-d in Gießen. 10. Emil Bürck, Dteinbrncker in Bwizheini, mit Martha Zufall in "ließen. 11 Heinrich Deeg, Installateur, nut A,.na tut* veiDe in Gießen. II. Gustav Schmidt, Gefangenauffeher ui Buh- Vach, nut Anna Terfmaun m Gießen. 12. Cito Emil Cifax Echeick, Cberfcllncr m Gieße», nut Frieda Gertrud Klara ^a,igba»k, tu Frankfurt a. M. 13. Lubwig Lenz XIL Fabrikarbeiter m Hltut- Vinöcn, mit Kalhailne Grünewald m Cbtc-Sora. 13. Wilhelm Müller, Kau'maun in Bad Ranheun. mit Tlaric Braun in G,e»>en

Lheschstetzungen.

Mai. 8. (rinn Engel, Maiiuiiamt in Wetzlar, mit Emilie i'etri in Gicßen. 8. August Kehl, Fuhrmann, mit Margareic Becker, beide in Gießen. 12. Franz '^Ules Schweden, Monteur, mit Mar­garete llfingcr, beide in Grün berg.

tborfwt.

Mai. 3. Tem Eisenbalmgetnl'en Ferdinand Evcn ein Sohn, Ferdinand iaul van«. 3. Tein Friseur Hermann Schenk eme Dockter, Marie Elüabetb«. *. Dem Glaser Richard tiadipu; eine Tochter, Angliste Minna Marie Johanna. 4. Tein Zug'üt'm Wilhelm Schneider ein Sohn, Heinrich. 5. Dem L'arficicr Adolf tfroßei eine Tochter, Luise 'Marie. 6. Dem Lokomotivheizer Clio Krule eine Tochter. 6. Dem Studenten ber Mcdizm Knnizo Pimuio cm Soh», Itlno 6 Dem Rdhter Friedrich Taub em Dohg. Johann Instiis Friedrich. 7. Tem Scrgcanloi «ml Müller «* Tochter, Minna Agnes Marie. H. Dem k'otomotiviührer Wilhestn Bohl ein Sohn, Karl Franz Ludwig. 8. Tem Kaufmann ve,mich Schott ein Sohn, Martin Karl Heinz. 10. Dem Kellner Fiiebuch Grund em Sohn, Ernst. 18. Tem Taglötzner Friedrich BernhaM ein Sohn, Wilhelm.

Sestorbene.

Mai. 9. Ludwig Fenster, Weißbinder, 46 Jahre alt Neu­stadt 81. 9. Georg Heinrich Christian '11 öl! er. 2 Jahre ah, Bud de­ll raße 3. 10. Andreas Keller, Rentner, 67 Jahre alt, Ost-Anlage». 13. Willy Silberaagel, 2 Jahre alt, Sonnenslraße 11. 18. 3N Rullmaim, 42 Jahre alt, Bleichstrabe 24.

Höchste Temperatur am 18. bis 14. Mai + 12.3 * G

Riediigste . . 13. , 14. , - - 2,1'U.

Verantwortlich für Feuilleton unb Vermischtes:

I. V.: Emst Anberjon.

Tendenz: uuänheitiick.

*-r: ,i 2cu mehr alo 4u labrrn ih In Hundertiaufenden von äür« die oorznastcke Bcrbaustchkei! nnd AahiivirkunO bei ^icUc «< Mmbcrmcblr». dao d:c Kinder fo nern nrbinni. gnindlnt cirrw: worden, stnmer alcichmaßia unb nebreudvr. tut nrt» betövn,^ M nie fauernd i-Drr stch .er'cvcnb. dring, bao Rkstte-Mcbl den 24»| im« bmd) die ichwterigc tkrote ec? xohuuct. gil ckstck bm&nr

Wenn Sie Ihr St mb

acstmd- munter unb geistig in ich Kck cnilvukr^ -chci mallen, io neben Die ihm Ir. A'oaiefl * Oauiaioncn. Patten Sic üdj icöodi keine der vielen Rachadmungcn onircbcn' il/ r