Reichs fufti^amts Dr. Lisco und den Vorstand der 6. orbent- lichen Generalsynode in Audienz.
7er Malier hat an den Prinzregenten von Bayern heute sollender- Telegrawn: gcridtiet:
Am brutigrr. Tage gedenke ich Teiner alv erhabenrn CbesS Tr.; j erfi-7i ^«ldartillerie Regiments, dar dar tobe (yi id hat, Dich 70 Jahre lang an seiner 2-u sehen. Ich r-tjr.b an oteiem schonen ermn-rnngSrncben 'Cenitage seltenen A.u.it uns gtatiiherc Dir herzlichst zu dieser seltenen ijnei.
~ tc Antwort des Prinzregenten lautere:
T-g» Serien dank-' ich Ttr für die so überaus warmen Glück roünid’.- <u meinem 70 jährigen 3ubtläum als Inhaber des ersten 7 'rarlillerte Regiments Ich habe zur Ifnnnmnn an diese» < > 07.rk.aa für das Regiment zu m.tner Jubiläumsmedaille vom Jahre 1905 die Krone gestiftet und bitte Dick. dieses Erinnerunqs- zeichcn, mit dessen Uebersendung ich das Kriegsministerium beauftragt habe, freunblicbfl enrgegenzunehmcn
StaatsIclcctär lernburg in am Dienstag, von New- Vork lammend, in London eingctrofsen.
Tic Bundesregierungen sind übereingekommen, für die gegenseitige- Anerkennung der Reijezeug- nijse, die Angehörige des Deutsck'cn Reichs an öffentlichen deutschen Okymnafien, Realgymnasien und Oberrealschulen nach Absdstuß des ganzen Lehrganges erwerben, fortan neue Grundsätze zu befolgen. Tie Bereinbaruna tritt an Stelle der in den Jahren 1874 und 1889 abgeschlossenen. Tic beteiligten Unlernchtsverwaltungeil verpflichten sich, ein genaues und vollständiges Verzeichnis der den drei Arten höherer Schulen in ihrem Bereiche zu komm enden Dcrechti- gungen ansertigen zu lassen und sich degenseüig zugänglich zu machen, aus welchem auch ersichtlich ist, ob Die einzelnen Berechtigungen sich nur aus die Zulassung zum vochschul- studium ober auch auf die Zulassung zu den betrcffenDen Staatsprüfungen in den einzelnen Bundesstaaten beziehen.
Dian schreibt uns aus Marburg: In einer hier ab» gehaltenen Versammlung des k o n s e r o a t i v e n B e r - ein- für den Wahlkreis Marburg Mirchhain-Frankenberg- Döhl wurde der Austritt des ReiäsStagsabgeordneten Tr. Vöhme aus der deutsch-sozialen Partei und der wirtschaft- liehen Bereinigung als ein grober Vertrauensbruch bezeichnet und cs für richtig und envünfcht bezeichnet, wenn Tr. Löhme sein Mandat niederlegt. Für nächsten Freitag hat Böhme nun in Marburg eine JBerfammlung angelünbigt, in welcher er über die politisch Lage sprechen wird. Mit Mclsicht aus den Umstand, baß Tr. Löyme jetzt außer von seinen seitherigen Gegnern auch noch von seinen seitherigen Freunden scharf bekämpft wirb, dürfte diese Versammlung, wenn sie zustande kommt, recht interessant werden.
3» Salle fand am Montag ein konservativer Parteitag für die Provinz Sachsen und bas Grosiherzvg- tum Anhalt statt, auf dein yauptfachlich bie Finanzreform behandelt wuroe. IL a. sprach der Äbg. v. Heydebrand und der Lasa:
„Das cvaugclischc Volk mag beruhigt sc in. (LS wird kein CDangcliidied Gut geopfert werden. In unserer modernen Zeit ist eint Unlerdrücknng evangelisd>er Interefscn von katholifcher Seite einfach unmöglich. Tic Liberalen sträubten sich bei der Finanzrcsorin Dinge initzumachen, die der Volksgunst nicht su träglid) sind. Tie Liberalen haben -u lang in Oppojit ÜanDcn, als da st sie positive Arbeit in der Politik leisten tonnten. Vuiicmlid) lernen bie Liberalen aus den lebten (Lreignifsen, so bau wir Konservativen, was id) gar md>l in Abrede stelle, mit ihnen wieder positive Politik treiben können."
Zunt Scl-lu>se wuroe eine (Lnlschlicßung angenommen, bie feststellte, da» bie tonservative Partei mit keiner Partei ein bauerndes Lnnbnis schließen Dürfe, sonbern nur Von Fall zu Fall Vereinbarungen treffen müsse.
Tluslan^.
Tic Pforte bat der birlgariichen Gesandtschaft einen (Em Wurf des türkisch-bulgarischen AuSlieserungsvertrag es über geben. Ofcgcnrv.irtig finden zwikdren der Pforte uno Bulgarien Bopredungen über die Errichtung einer neutralen Grenzzone statt.
Im s n n g t ü r ki schen Klub in Saloniki erbrachen Unbekannte den eisernen Uafsenschrank und entwendeten angebhd) gebet ine Schri f tstücte.
Ans Madrid wirb gcmelket: Da der Gesundheitszustand des ztönigS von Portugal zu wünschen übrig Laut, ist sein Besuch bei König AlsonS um einige Tage ausgc- ichoben ivordcn. Tic Abreise bes Uonigs Manuel »st aus den 7. November festgesetzt loorbcn.
Aus To k io nnib gemdbet: Tie Leiche Itos ist am Mi es ,T)okusa" ein gdcohen und von der Familie des Iüifteii tniviangui ivordcn. In Tokio cnvattctc eine Anzahl hervorragender P<'rsm,cn, dar- unter fünf Prinzen, die Leiche auf dem Labnhos und geleiteten sie zur Wohnung ItoS. In den Straßen bildeten Tausende von Menschen Spalier. Das LenheubegangniS findet am 4. 'Jia- vember statt.
An» Statt uitö tianfc.
Gießen, 2. November 1909.
Allerseelen.
Der zweite Novembertag ist dem Andenken der Toten gewidmet.
Es ist ein schöner und sinniger Brauch, an diesem Tage aus den GotteSackcr zu ziehen, um die Gräber der Toten zu schmucken, x’lud) ist cS hier und da üblich, daß eine Prozession zwischen den Gräbern uinherziehl, und baß hernach der Pfarrer von der Äauzel die Namen der verstorbenen Gerneinbemitglieder abliest, wobei die Hinterbliebenen einen kleinen Geldbetrag — im Passeiertal einen Üreuzer — entrichten. Originell ist der noch in schwäbischen und rheinischen Dörsern vorlommende Brauch, auf jedem Grab ein Kreuz von Stroh anfzupstanzen und dieses um Mitternacht anzuzunden. Auf dem Lande ist hier und da noch der Glaube verbreitet, daß in der Nacht vorn ersten auf den zweiten November die armen Seelen bis zum frühen Morgen aus dem Fegefeuer zur Erde entlassen werden. Um ihnen nach den auS- geftaiibciieu Qualen eine (Srqnkfung zu bieten, wird tvährcnd der Naclu ein besonderes Gebäck, je nach der Gegend. „Seelen- drehen", „Seelcnwcckcn", „Soelenzöpse", „Seelstrizel" oder „Scclstückc" genannt, attf den Tisch gestellt, und an einigen Orten sogar der Cjcit yeheizt. Da aber die Seelen da- O^bäd nicht an rühren, so wird es am Allerseelen tag von den Lebenden vertilgt. Tic Auffassung, daß die Seelen nach irdischer Nahrung Verlangen tragen, erinnert an die heidnische, das; die Toten auch im Jenseits der Speisen und Getränke bedürftig feien und man ihnen solche ins Grab ntügeben müsse. Se.w heidnisch mutet in dieser Beziehung das Totenfest in Rusitano an. Es ivird nicht am 2. Novbr, sondern im Sommer begangen. Auf den Gräbern wird eine regelrechte Schmauserei abgehalten — man speist und trinkt für den Verstorbenen und glaubt damit ein frommes **3crf zu tun. Sogar der o) am war, die Teemasi ne, wird auf den .Hircbtoi mitgenommen, um feinen uncii.bcurlia.cn Trant zu spenden. Lazu darf ni.iu je’. Len die jiaiia, eine Art Pudding, gc.odu au? s-mi. .nig oder Zuaer und Milch und belegt mit Rosinen in Mrcu-. tonn. Siienz
gläubige Leute verfehlen nicht, den seltsamen Brauch mirzu- macf cn. Innerhalb der umfriedig en Grabstätten der Bor- ncl men iitzt man an gedeckten Tischchen, den verschiedenen Leckerbissen -m'precheno, während bei den Oträbern der gewöhnlichen Men scheu klassen die Angehörigen auf der Erde lagern, vor sich ein ausgebreitetes Wischtuch mit dem Tjchai und der Hutja. Immen,in ist der Grundzug des Festes, wie materiell auch der dabei geübte Brauch jein mag, cben'o schön wie der von Allerseelen: der Toten in Liebe und Verehrung zu gedenken.
•• Tageskalender ’ür Tienstag, ?. November: Stadt» iheater: ,Tie Liede wacht*. Älniang 8 Uhr.
— Ordensverleihung. Se. stönigl. Hoh. dec Aroßherzog hat dem Major z. D. v. Neusville, seither Rittmeister z. D. und PfcrdevorniustenmgSkommisiar in Tarrn» l'tabt, die Krone zum Silbernen llreuz deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
•• Veterinärwefen. Ter Grosherzog hat den Cberoeterinär Dr. Hch. (rniil Küthe anS Ober-Ingelheun zum zweiten Veterinärarzt bei dem llrei-oetcrinäronite Main; mit dem laufenden Rang eines KreiSvetennärarzteS ernannt.
* LehramtSperfonalien. Se. Sldnigl. Hoh. der Grostherzog hat den Oberlehrer an der Realschule 311 Gernsheim Prof. Tr. Edm. Lücken zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Darmstadt, den LehramtSasiesior Alexander vi nzel zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz, den LehramtSasiesior Gust. Drescher zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu WormS, den LehramtSasiesior Rad Heyl ;um Oberlehrer und Rektor an bet höh. Bürgerschule zu Reichelsheim, den LehramtSasiesior Herm. Müller zum Oberlehrer und Rektor an der höh. Bürgerschule zu Beerfelden ernannt.
•• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem SchulamtSaspiranten Gg. Phil. Raifcr auS Darmstadt eine Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Uffhofen. — Erledigt sind: Eine mit einem ku.h. Lehrer 311 besehende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Osthofen. Mit der Stelle ist Crganil'tenbienft verbunden. Die mit einem euang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Geineindeschule zu Hart- inannShain. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wetterfeld.
** Hessens Soldaten. Die von dem preußischen Statistischen Landesamt ausgearbeitete Statistik über den Anteil der einzelnen Bundesstaaten an der Retrutengestel- lung hat für .messen gegenüber anderen Staaten ein recht befriedigendes Resultat ergeben, trotzdem cs statt 100 Soldaten, die es stellen soll, nur 90 stellt. Von allen süddeutschen Staaten stellt Hessen die größten Mannsa>aften und die höchste Zahl von Unteroffizieren. Die Durchschnittshöhe der hessischen Soldaten beträgt 167,3o Zentimeter gegenüber 169,78 Zentimeter Körpergröße des oldenburgifchen Mriegerö, des durchschnittlich größten deutschen Marsjüngers. An Unteroffizieren stellt Hessen 74 Prozent der Anzahl, die es eigentlich stellen soll. An Einjährigen weisen Die Städte Offenbach, Mainz, Darmstadt und Gießen statt 100 deren 200, Pingen und Pfungstabt 149 auf. Rad) den statistischen Ergebnissen sd-neidet Hessen von allen süddeutschen Staaten bezüglich der Qualität seines Soldatenmaterials am besten ab.
♦* Das Geschenk deS Kaisers, das. wie wir gestern berichteten, der Lcibkompagnie unseres Infanterie- Regiments für ihre vorjäyrige gute Schießleistung zuteil wurde, ruft die Erinnerung an eine der ruhmreichsten Waffentaten der hessisd)en Division nad), nämlich an den TagvonGravelotte, den 18. A u tz u st 18 7 0. E h a m penois-Ferme war ein aus Stern gebautes Gehöft, das von Mauern umgeben war, und war von den Franzosen besetzt. Das 1. Bataillon unseres Regiments, das von Beginn der Sd-lacht an schon erhebliche Verluste erlitten hatte, ging auf eine Aufforderung des Generals v. Puttlamer, der Die Artillerie befehligte. Der das Bataillon als Deckrmg diente, um 4 Uhr nad) mit tage- vor, um sich des Gehöftes zu bemächtigen. Sd)on beim Vormarsch wurden einige Leute durch Granaten getötet und verwundet, darunter von der jnie bei Leutnant bei Reserve vohmaun, bei schwer verwundet wurde. Auch der Bataillonskommandeur, Major Gräff, wurde tödlich getroffen, woraus der Führer Der Leibtompagnie, Hauptmann Ramstädter, die Führung des Bataillons übernahm. Während die 3. und 4. Jlom- pagnie sich gegen ein brennendes Rachbargehöfte wandte, das von zwei siompagnicn des 36. Regiments erstürmt und bis dal)in aud> mit ,'^ühe gehalten norden war, schwenkte die Leib- und die 2. Kompagnie gegen die inzwischen von der Artillerie in Braud geschossene ^Ham^enois-Ferme ltnks ein. S.xniptmann RamstaDter ließ die Stützen vornehmen und führte fic nut Hurrah gegen Das Gehöft, Das beim ersten Anlauf genommen wurde. Dicht hinter den flüchtenden Franzosen Drangen bie uompagnien, von 2 Zügen 36ern unterstützt, ein und verfolgten von Der Umfassungsmauer DeS Gartens aus Den zurüdgehenden Feind mit Feuer. Das Gehö't wurde alsbald zur Verteidigung eingeridnet und bis zum späten s2£benb behauptet. GS wurde erst wieder verlassen, als ein Versuch zur Wiedereroberung durch Die Franzosen nicht mehr zu beiurd>ten ivar.
•• Tas Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung bcs Großherzogs Gerhard Llippel, Ballh. Ru dn und Hch. Streu der, sämtlich zu Lollar.
•• Stadttheater. Tie Aufführung von Rudolf RittnerS „Narrenglanz" am Müiiooch ist die lepte des bodnnfer- eüanien Werkes, das bei Publikum wie Presse auch infolge der ausgezeidmeten Darstellung größten Beifall gefunden hat. Tag das A?ert und die hienge Ausführung auch in weiteren Lienen interessieren, geht daraus hervor, daß mehrere Leiter erster Buhnen für Die morgite Vorstellung ihren Besuch ungesagt haben.
•• Kolosseum. Tas neue Programm, das gestern zum a)lntmal iiegeoen wurde, hat eine /nrculidx Abwechselung und MannigsaUigkeit auizuwciseii. Die ihm zwcrielloS uneuigeichrunkten Beisall etntiagen üianc de la Ferrv sand als Vortragssoubrette ebenso reiche '.-inerkennung, wie der aus.ervrdenllich kom.iL« Mstr. Ü l l e s ober der Ix tDünagaiD geschickte Fußukrvbat Arthur, der die unglaublichsten Nunustücke au^.fuhrt. Mit txtoun^rr*. loertem Geschick ba tanz tert er alle nlvglichen Gegenstände mit den nützen LUj Jülich, cm sehr begaotcr vuntorut, musste sich ju mehrcteti rviederHolungen entschließen und auch dann noch liirrde er ost vor die Ramve geruien Richt anbeiS erging es gred ^00 n d e r w i l l, der die verschiedensten Tierüimmen ausgezeichnet nadwbmtr, u. a eine cufiteujenbe und zuruckkehrende Lerche, eine iunimrnbe siltege. wa ihm alles »ehr gut gelang Aber auch die stvl'cdendurch emgeftreuten Aitze, jtunstsiuckchen und Länie nmrden k.lja-t detuoelt Außergetoohnlichen Beilall errang ich Pia a 10 j tnc 'ckröne, bervorrajau« Harsenoirtuoiin, ; te aui-.r einigen ^olovortrigen auch mehrere S'.ucke mit Ct» .1 «•Vtbtjlf.tu.ig vartiug und mm c nieder auis i^eue hetoor- ' ‘*m4t sich die Künstlern m;t vollendet
schonen Bcn-egunge» ihr Instruma»t >11 mnitern, da> durch tal.nt
lose Bänkel^önaer leider arg in Verruf gekommen vT. Pia Cg. ro ; i ater ist eine Künstlerin, ivut man sie nur börfüT ieß^ ’u hören t-ekommt. Ausge,eichn^t und auch I a d n ke u n d M ar^ he: d.-nen die Tarne allerdings mehr pa'iw tätig in Jahnke unzlaublick ' Kraft in seinem Äiekr. Mit Den Zähnen trag: tr einen Stuhl iamr dem Mädchen, kßt sich damit, steht wieder cif läut um bei, ba len; irrt ein Geschütz, und tr.
mit zwei Perwnen besetzte Bank, alles mir den Zähnen. Daß t* > starken Beifall landen, ist selbstverständlich. Erne somo-'e Vortrags »'oubrelle ist »Fränzi Meng dorff, die mit ihren luftigen Tjt. bictungm ebenfalls einen vollen Erfolg errang. 3um Schiuft, zeigten zwei mnge Herren ihre Geschicklichkeit auf dem Rot« und rissen mit ihren von emsigem Fielst fugenden Lersnmm das Publikum ;u stürmischem BeiiaU Ir.n Auster dem wurde»- noch recht bübfdx kinemawgravbische Bilder vorgenchrr Ttr§ stavclle unter Ctto Möllers Leitung tat ebenfalls ihr bestes, j, dast ein sehr erfolgreicher Abend zu verzeichnen ist.
e* -a »ser-Panorama Eine sehr interessante Rei-e vom Rhein in dte Vogesen kann man in Dieser ^cche »m Laiser-Panoramc mitmacden. Am Altrheui bei Breisach bt- ginnend geht die Reise nach Colmar, Ravvoldsweiler, Schlett- ftadt zum Xinzdenner Schloß und dem Laiierschlost Lohkvmgs. bürg. Von Reihenweidcr kommen wir nach dem interessant, KaiterSberg und werter noch dem weißen und schwarrei, S« fum Münstenal cm Fuste der Vogesen bei Hoheneck. Aiematch lallte versäumen, sich diese herrliche Reise anzusehcn.
*• Ter Turnverein hielt am Sam Stag abend u» Einhomsaal unter Dem Vorsitz Des 1. Sprechers Hetz feine Generalversammlung ab. Die bei ziemlich gutem Besuch einen seyr berrichigenben Verlaus nahm. Ter voi Dem SorfiycnDcn erstattete Jahresbericht berührte zunächst Die Verhältnisse Der Deutschen Tum er schäft, im Mtttclrhem- kreis unD im <^au Hessen, Deren tüchtiges MitglieD zu sei. Der Turnverein Gießen auch im nunmehr vollenDcte, 63. Jahre seines Bestehens sich mit Eijcr unD nicht ol.nc ßrfotg bcmül)t habe. Tic Mitgliederzahl habe trotz Der un- günfttgen wrrtsdmftlidicn Berhältniffe zugenommen und namentlich Die Zahl Der Zöglinge habe eine beträchtliche Steigerung (von 54 auf 87) erfahren. Durch Den Tob verlor Der Verein acht Miyltieder, ,u Deren AnDenken sich Die ür.- ivcfenDen von Den S^en erhoben. Die innerhalb Des Vereins veranstalteten Festlickikeiten halten guten Erfolg. Tat Turnen bat sow ohl hinsichtlich Der Beteiligung w,e auch bin- sichtlich Der Leistungen große Fortschritte gemilcht- Bet De, vom Turnverein besuchten sechs Äetturnen wurDen zahlreiche unD hervvrragenDc Preise erzielt, so beim Fcldbcrgscst u. a Der erste, beim Spidiererdergfest Der zweite, beim Wilhelms- höher Fest Der erste doppelt. Der zweite unD Der vierte, beim VolkSwetturnen Des Gaues auf Dem (ftleiberg Der erste, ztveite unD Dritte Preis usiv. Beim O'-aufcfr wurDen 3 Mustcrriegen- preife errungen. Die Turnhalle erfuhr wesentliche Bcrbeise' rungen Durch Einsül-rung Der zianalisation unD Legung eines neuen Fustbodens. Der Bericht schloß mit Worten des Dankes au alle. Die zu Den Erfolgen Des Vereins Dnrd) ihre Arbeit beigetragen l)aben. Ter vom 1. Turnroart Heit | er erstattete Turnbericht weist nach, Daß an 89 fRtcgennirn- abcnDen »ufammen 3847 Mann turnten ober Durdsidinlltlich 13, ferner an 47 uürabcnDcn 1373 Turner (DurdnchnittLid) 29>. Tie Tamenricgc turnte an 41 AbenDen mit 3.9 Teilnehmerinnen. Vormmersetzungen unD VorturnerslunDen wurDen je ad>t unD Tumgänge zwei abgehaltcn. Ten fleißig sten Besuchern Der Tuniitunoen wurden Anerkennungeit in Sonn von Gaschs Jahrbuch Des Deutschen Turnwesens über- reicht. Es erhielten Diese Anertennung Die Turner xarl Loos, August Loos, Tl-eodvr Wittenbecher, August Pfeiffer, Heinrich Wahl, Georg Walfl und Jiarl Heß, sowie die .peinige (Mtf. Al do Id, Friedr. Bellos, Gg. Bellos, Felix xv.1, Willy Noll und Paul Schich. Tic Fechtricge befta.iD «uh Dem vom 1. Vorfed>tcr Adolf Noll erstatteten Bericht au»
1 :i Sie übte an 1h AbenDc u mit Dm
11 Mann. Die Riege l>attc öfters Gelegenheit, in DietJcfjenp lidjteit 5U treten und es war ihr vergönnt, beim Gautnrnfest eine Muslcrriege zu stellen. Die Die höchste Punltzahl unter Den 3 Fechtricgeii Des Gattes crreidjtc Ter ^assebericht. Der vom 9ied;ncr Erle erstattet wurde, zeigte b*et uocr IMO1 ist Einnahmen unD Ausgaben Den gciiinDcn finanziellen S.anD des Vereins, Der zurzeit ein Vermögen von runD 57 (XI) Pll. besitzt. An Die Berichterstattung sä ioß jid) Die Ergänzung»- wähl für Die nach Den Satzungen attsschcidenDcn 7 VorstandS- iiiitflfieDer. Sie ergab bis auf eine Wahl, bei Der infolge Ablehnung eine Neuwahl erfolgen mußte. Die sozusaae« einstimmige WieDerwahl vor Seitherigen Amlsitthober ter BorstauD besteht für Das lomnicnoc Jahr «us Den Tut ne re: E. Heß, 1. Spred-er, L. Althoff, . Sprecher, Ernst Iun^ FerD. Noll unD Hch. Wahl, Schriftführer, Hari Heuser und narl Erb, Turnwarte, Wily. Erle, Rechner, Gg. Bellos, Gegenschreiber, Wilh. Weidmann, Zeugwart, Wilh. .\Xß, Th Vaudel | unD Will;. Will, tutnäücfte, W. Noll unD H Philippi, Bei-
Rack) einigen Mitteilungen usw. geschäftlicher Art wurde ote Versammlung mit einem ^wch auf das fernere Blühen, Wad-scn unD Geoeiyen Des Turttvercins gcsd-lofsee.
‘•Tertioang. Arbeiterverein feierte am Sonntag fein StiNungsfest. Ten FestgotteSDicuft hielt Pfarrer Schwabe: Der GolteSDienft war fcLr gut besucht unD wurde Durch Die Mitwirkung des Gern. Ehor- oes Vereins versd-önert. '21bcnD4 fand eine gesellige Feier in Der Tiiml/allc statt. Die einen schönen '-tkrla^l nahm. Tie Beteiligung war außcrorDentiid) groß. Der Vorsitzende DeS BeremS, Oberbibliothelar Tr. Heuser, l^ielt Die Festansprache. Er gab einen Riickblick über Die Tätigkeit des Vereins im vergangenen Jahre unD zeigte 1 wie Der Verein feinen Zielen gerca)t zu iveroen sucht, Durch gebotene Vortrage, Durch feine geselligen Zusan. fün te, ourch Bua/,ühruilgskur,e, .ofimlvfe G lcgeuluii zur Rechts- belct/rung jur feine Mitglieder, Durch seinen Gern. Ehor, seine Baugenofsensd-ajt uiw iic Sterbefafje. Zu Den in Aussicht geftcilicu Vorlragen im neuen BercinSjahr wünschie er rege Beteiligung. Tic Tacbictungai U» Gern. Chors uno DcSgl- oic ‘xeuamalion eines Mugliedes Des Vereins, bcjonc-cri Die beiden Theaterstücke janoen reichen Beifall.
? Trais-Horlofs, 1. Noo. Der Junge, her am Lainsiag von einem 70 Zcntner schwer beladenen Wagen über» lauccn wurde, ist am Somuag nacht seinen schweren Ber- lebungen erlegen. Die Rader waren ihm über die ciee Bruilsntc gegangen und halten sie zerdrückl.
□ Langd, 1. Roo. Gestern weilte dec llre-Sfeuerwehf Inspeltor LooS-Gießen hier, um eine Besichtigung der Feuerwehr und Löfchgcräte vorzunehmen. Der Gen-.einde- rat hat die Anlage einer neuzeitlichen Blaff er! eit ung de- ichlossen. Die Leitung wird mit natürlichem Gefall ohne Maichmcnanlage erbaut und soll nn Frühjahr 1910 vollendet werden.
□ Büdingen, 1 Nov Demnächst soll hier rin: Srriß- r .-r jramlung abgehalten werden, zu bet bewnderS Beamte, Pi an«, Aerzle, Büraermristct u. 0. E^memderotstande cingo« laden werden Zweck der Versammlung ist Die Gründua-
ÜteiS verein» für He» m atpslege, Wohlfahrts' / PHtflc, Iugcndiürsorge, Volksö.loung, Nra'lkcnvilege usw.
N i c dcreii e n h0 u i c n, 31. £h. Der Vc rband Ra 1 sa»i» cher l a n 0 w 1 r t f ch a f 11. GenosicnscUastcR Hane aut beule fine Bezirks Versammlung tür | eine 1» Kreve Bieecnkops wohnenden Mitglieder hicrher einberusen. S-» t


