Ptibb« da- Dort TalbotS Anwendung finden können, w tc man cs t n Hamburg gerne sah'
„Unsinn, du siegst, und td) muß untergehn.
Mit der Tummelt streiten Bölter selbst vergeb-m - Freiheit. Wahrheit und Recht! Ties tt>nb auch in Zu hmft unser Schlachtruf sein.
Berlin, Reichstag, den 12. Fedr. 1909.
Köhler-LangSdorf.
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Aus Stadt und fand.
Gießen, 18. Februar 1909.
- Lagerkalendee. Etadttheater. Sonntag abeno 6 Uhr. 'Sallenfteini Lod. .
Roniertoeretn. 1. JubilSumWkonzert «um 90jabnaen Sti’funflririt bei Atadem. ükfangoeretn«. Sonntag abend5'/«Uhr un Slablibemer : Cttbdierabcnb i Erika Dedekind'.
U o a n a. Bund. Sonntag abend b t Uhr Familien» abenb in 6tetn4 (Barten. floruag von ^i'arrer BechtotsHeimer: Lvt (Beaenrelormaiion in bet Pialz.
Kolosseum. SamStag abend 87, Uhr: Karnevalistische Damensitzung. Sonntag und lolgenbe Tage große SotfteUung.
Kinematographen-rheater. Urogramm roedneL Raiferpanorama. Programmwechsel: cd.rrarpvnlt, Konzert im Lase TIetro poL Sonntag abenb 7 Uhr.
* Erledigt ist eine mit einem eoang. Lehrer ;u besetzende Lehrerslelle an der Gemeindeschule zu Ilbeshausen. MU der Stelle ist Organislendienst verbunden.
- Dte Länge der KretSslraßen in Hessen betrug nach dem Stand vom 1. April 1908 4947,90 ftm. — o,64 Km. aus 1 Quadrat-Kilometer; in den Vrooinzei betrug die Lange in Starkenburg 1713,58 Km. ----- 0,57 Km. auf 1 Quadrat-Km., m Oberhesien 2239,10 Km. ----- 0,68 Km. auf 1 Quadrat-Km. und in Rheinheffen 995,22 Km. — 0,72 Kilometer auf 1 Quadrat-Kilometer. Am 1. Januar 1908 waren an sämtlichen KreiSstraßen Hessens 145 237 Obst- bäume vorhanden (Starkenburg 81 413, Oberhessen 51 940, Rheinhessen 11 884) und zwar größtenteils Aepfelbänm 4108 514). Die Erträge aus den Cbübäumcn beliefen sich im Rechnungsjahr 1907 auf 89 953 Mk.
— Konzert-Verein. Der Vorstand ersucht die 93c* suchet der drei IubiläumS-Konzerte, namentlich am Gönn lag, an dem eine Abendvorstellung deS Sladttheateri nach dem Konzert abgehaltcn wird, pünktlich zu erschemen. )ES ist dringend nötig, spätestens 10 Minuten vor dem Anfang an Theater emzutreffen, da die Ablegung der Garderobe, die Entgegennahme deS Programmbuchcß zeitraubend .ist. Empfehlenswert ist eS auch, den Betrag für daS Pro- «zrammbuch, welches ind. aller Texte (für die 8 Konzerte) («0 Pfg. kostet, abgezählt den Logenschließern zu übergeben Der Anfang am Sonntag ist o’/4 Uhr und muß unbedingt eingehalten werden (am TleuStag und Donnerstag <t/4 Uhr). Gleichzeitig sollen wir darauf Hinweisen, bat; 71 och für alle Plätze Karten zu haben sind.
( •• Stadttheater. ES fei besonders darauf hin-
gewiesen, daß die Sonntagabend.Vorstellung wegen des am .Nachmittag stattsindenden Konzertes erst um 8 Uhr beginnt. ;^d. Erna Güldener von Hannover, der als Schaiispielerin km guter Rus vorangeht, bringt für daS Fach der Salon- Hamen eine schöne Bühnenerschemung und sympathisch? Mittel mit
— In der llterarischer. Gesell schäft sprach gestern «abend Herr Jak. Schmidt auS Mainz über Frank Webe kind als dichterische Persönlichkeit und Künstler. Ohne du- Schwächen deS einzigartigen Dichters zu übersehen, gab Heir Schmidt einen auf eingehender Kenntnis der Wedetindschen Werke beruhenden Ueberblirf über bie Welt- und LebenL- sanschauung deS ,großen Zynikers", der mit unnachsichtiger ^Schärfe und unbedingter Konsequenz die schwierigsten Pro* Herne auf die Bretter brachte. Das hat ihn mitten in unsere ’3eit gestellt, und wie um seine Probleme so tobt auch um sihn selbst etn erbitterter Kampf, der ein Beweis dafür ist, Laß Wedekind eine Persönlichkeit i|t, an der der literarisch KSebilbete nicht ohne weiteres vorbeikommt. Reicher Beifall lohnte die interessanten Ausführungen.
— Der Fackel zu g am Freitag ben 19. Febr. nimmt abends 8 Uhr seinen Anfang und zwar m der Frankfurter Straße. Von hier beivegt sich der Zug durch West-Anlage, 'Bahnhofstraße, Marktstraße, Marktplatz, SelterSweg, öüb- Lnlage, Goelhestraße, Ludwigstraße, Kaiser-Allee, nach der LiebigShöhe. Vor dem Hause deS GeheimeratS Dr. Heß .wirb eine Ansprache gehalten werden. 9ln den Fackclzug schließt sich bann ein Kommers auf bet LiebigShöhe an.
— Für ben neuen Postscheck- und lieber» weisungSverkehr wurde für (cffen und Hessen-Rasiau eine Postscheck-Zentrale in Frankfurt geschaffen. Dion glaubte, ben Verkehr vorerst mit zehn Beamten bewältigen .zu können. Die sehr man sich aber über dessen Umfang ge- täuscht hat, geht au5 der Tatsache hervor, daß bennalen 38 Beamte an bet Zentrale beschäftigt sind und daß eine Vermehrung auf 75 in nicht ferner Zeit deoorsteht.
• • DaS Verzeichnis der Fernsprechstellen in Gießen, daS die Firma Ernst Balser seit Jahren hetauSgibt, ist in der bekannten übersichtlichen und praktischen Anordnung erschienen. ES enthält alle Anschlüffe, die bi6 zum 1. April dS. I. erfolgt sind, und bildet em fast unentbehrliches Hilfs- mittel zur raschen Auffindung der einzelnen Anschlüffe.
• • Unbestellbare Postsendungen. Bei dcrLber-Posi- bitettwn in Darmstadt lagern folgende Sendungen, Deren Absender melleidn zu unseren är'mt -Ästen, ali unbeffellbar: Bost- anwei'ungen über 6,41 ML vom 5. 8. 07 aus Bad-Nauheim an bie girbaftwn Journal Ruß in St. Petersburg, über 16.65 Mk. nom 26. L. 08 aus Heuchelheim ^lbr. Gießen» Empfänger unbekannt und über 4,07 Mk vom 5. 8. 07 au- Bad-d!aubeun nad) Reapcl, Umptänger unbeftinnt. Nachn.-Pvstamv. über 3,05 Ak. win 4. 1. 08 aus« Büdingen tDberb nodi Birstem. ü'anpf tilget m,bekannt Einschreibbrief 3nba.lt 10 Mk. rom 31. 5. 08 aiK Bad-Raulx^itn an A Z icker in Berlin. Emschrcibpostkarte vom 16. 7. Ob wn Bab Aouf un an Gladv^ Satan.: in Varti> Ein- txtevibbncf wm 24 8. 08 aiu« Bad-^uheun an H. Wolkvst tn Bad Sacstia. i^ewüdnt. Brief, Inhalt 20 Ak rom 11. 3 08 m« cm Ti d <1 .W Hauutvostl. München Tie
zur Enu.'an.iiiabrm der <*genntat Bcrrchr^un müssen sich binnen 4 Sctf rn bei Ux Ober ixnlnrrfiten mvlben. widrigcnrallr' bir *Mhinir*.'imng4i'<trdgx und Du m ben Sendungen lUhalrrn n nbei- tmrd, Berstzeigcrung dt>> Inhasi .-rsi.'l n Idueiniye der Bvstunterstutzung"-f.ifsi ül<rwiesen, bi Brie' ccr vernicht! inabeit.
— Lollar, 12. pebr. Ter T ai nbciein beeil am 10. Fe- bruax anc sehr gm be)u<6te G encralverjanimlung al> mit
bet Taae-ordwma iiti'nn aus dem Gau Vene» unt Cuuntt in ben Xante cbund Lahn-T ün-berg Scd), räier Aussprache würbe iolgenVr Anitas argfiunmrcn: alath 25 iähriger Tätigkeit als Mitgltet im ">ru »en rühien wir uns durch die aeograrhrthc ta>'- uno durch d:- jvwtr ort roeüenhcnue» <"*au 7ahnen uno Feste, die un. leder Jahr bedeutende stoße» verursachen, und aar. - >orb rs c urck to* Fernbleiben der G eßener Innta» irf-art bei un>erm 25 jährigen Sn tnngsieüe 190b. reranlu»?. ans Cent "'au Hessen auMutrcten E» wurde lotann rom Bornand der Jtnirtn n oen X'cbn-T ün^berg-lurnerbunb cnb’oMeM. C: wurde etnftimmtg beschioiien, Enn Turnerbund r-eLjUttetou
(j xia ubad), 12. Febr. Ter drohende Konflikt zwischen der Majorität des GemeindetatS und den die'iqen OrtSdürgern scheint sich friedlich auSzugleichen. Graf Dil- Helm zu EolmS-Laiibach hat daS ermähnte Grundstück, für daS bie Käfere: bestimmt war, für 700 Mark ankaufen taffen. Gllert und Waterseld wollen die Molkerei auf dem rechten Wetteruf er oberhalb der Stadt errichten, für die eine größere Wiese bereits angekuuft sein soll. — Gellern fand un gräflichen Schlosse eine Abendgesellschaft statt, zu der etwa 100 Peisonen Einladungen erhalten halten. Bon 3 Damen und 2 Herren wurde ein Lustspiel von Kadcl- burg gegeben. Ein Tanz reihte sich an.
)( Ulrichstein, 12. Febr. Urgroßmutter, Groß- mutter, Mutter und Kind, in lublem Grabe beisammen sind. Tiefer Tage starb hier die 97 Jahre alte Röschen Froh- ich. Der Zufall hat es gefügt, daß bei der Beerdigung >er alten Dame auf dem israelitischen Friedhöfe 4 Generationen — Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und Sind — dicht nebeneinander gebettet wurden. Tie zuletzt begrabene Urgroßmutter hatte ihre Nachkommen überlebt und befand sich bei deren Beerdigungen un Gefolge der Leidtragenden mit auf dem Friedhof.
0 Sil bei, 12. Febr. Unser BahnhofS-Umbau ist nun soweit gediehen, daß der Bahnkörper der Main-Weser- Bahn an der Stelle des neuen Bahnhofs bereits um 1,50 bis 2 Meter höher gelegt ift ES Hai hierzu großer Erdmassen bedurft, die man von einer Anhöhe bei Gronau an der Linie Bllbel—Heldenbergen holte. Auch die Unterführung der Straße Vilbel—Massenheim unter der Bahnlinie her ist vollendet und dem Betkehr übergeben worden. Stativ ns- gebaute und GuterhaUe sind unter Tach gebracht. Im Frühjahr beginnt der innere Ausbau beider Gebäude und ne Erhöhung, Ausfüllung und Berebnung des BahiihofS- platzes. 3nr Herbst 1909 sott der neue Bahnhof dem Verkehr übergeben werden.
CD Lützellinden, 12. Febr. Zwei wichtige Prozekte beschäftigen gegenwärtig die Gemeindevertretung, nämlich die Wasserleitung und das neue Bahnprojekt durch das Kleebachtal. Tie Gemeindevertretung tritt für beide Neuerungen lebhaft ein, und auch die Einwohnerschaft ist dafür. Die Quellen zur Wasserleitung befinden sich am Abhang des Stoppelbergs in der Nähe von Münchholzhausen. Die Leitung soll mit natürlichem Gefall angelegt werden.
[] Marburg, 12. Febr. Ein auf der Reise von Paris nach Hamburg bcsindlicheS Automobil fuhr gestern bei Welter infolge der Glätte in einen Straßengraben. Von den Insaffen wurde nur der Besitzer, der durch die Glaswand flog, verletzt und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Tie Reisenden fuhren bann mit der Eisenbahn weiter.
(ßcricbtsfaaL
Thorn, 12. Febr. Bor dem Kriegsgericht hatten sich bie Musketiere Kuehn, älemz uno Sei,nc» vom 140. Infanterieregiment in Vodensatza zu verantworten, bie am Abend des 3. Dezember iui Städtchen Podgorz im Rausch einen großen Krawall verübt und mehrere Straßenpassanten mit dem Seitengewehr verletzt hatten. Sie haben zuletzt sogar zwei Feldwedel mit dcm Seitengewehr ang.-grissen. Während der Anklagevertreter wegen Meuterei, rbrnperverletzung und Widersetzring unter Annahme mildernder Umstände Gejängnisstraien zwischen 2*A und 3J,4 Fahren beantragte, erad:4ete der Gerichtshof militärischen Aufruhr alS vorliegend und erkannte gegen Kuehn aus fünf Jahre drei Monate Zuchthaus, gegen rrlem; und Schuetz aus je fünf Jahre einen Atonal Iuclsthans; alle drei sollen auü dem Heere auSgestoßen werden.
llnivcrfitäU*2lad>riditCiu
L. ö. Darmstadt, 12.^Jebr. Eine vom BiSmarck- d e n k m a l- A u S s ch u ß der Stiidentenschast an der Techmicben >>oc1)lchule ein berufene allgemeine Studenienoersammlung beschlag einmütig die Schaffung eines allgemeinen Ausschusses zur Bertreliing der gemeinsamen Znlereffen der Sludemenschafi und wählte eine Kommission zur Vorberatung der Satzungen und iveneren Vorbeiatungen hierfür. Schon früher hat ein solcher allgemeiner Ausschuß an der hiesigen Hochschule beiianben, doch war er iniotge der vielfachen Differenzen mir den fon«ehioneüen Korporationen aufgelöst worden. Erne vaupiaufgabe deS neu zu bildenden Ausschusses wird e4 sein muffen, auch für die Beschaffung der nicht unerheblichen Reslsumme der Kosten für die auf dem TonnerS- bern errichtete BiSmarctsäule, deren Emweihung im vorigen perb't erfolgte, Sorge zu tragen.
Für Messina Reggio sind weiter eingegaugen:
Bet dem KreiSamt Gießen: RegrerungSrat Bahr Mk. 3.—, Rud. Krausie 2.—, Direktor Doering 2.—, Reallehrer 3ann 3.—, Frl. M. L'enbarb 1.—, A. S —, 2i. 6.—, Frau 3. Katzen- ftem 10.—, l’L R. 2.—, Siegmund Stamm 5.—, SJL 'JL 5.—, Gemeinde Hattenrod 23.55, 2’1. H. 2.—. Zusammen ,etzt IRL 435.57.
vermischte».
— Die erste Zivil-Taufe. ParrS wird ge* schrieben: Tie L>Slösung von allem religiösen ^ult hat in Frankreich einen neuen standesamtlichen Alt entstehen lassen: die Taufe ohne kirchlichen Ritus. In Ivry bet BarG hat der Bürgeaneisder das Beispiel oazn gegeben, und bald werden « ilmr dir anderen nathnin; denn der begeistrrrr Beifall wird die Kollegen de-5 Mairc Eontant aniporncn, etn gleirb-e- zu tun. Die Feierlichkeit im Festsaale des Gemeindeamt) oon Ivrp gestaltete sich ebenso originell wie würdig, ven Eontant legte bie dreifarbige Binde um die Brust, betrat das Podium Tann befragte et mit feierlicher Snuune: „Rehmen Sie bie Berpstuhrung auf sich, Beschützer des >nndc- zu werden, w. an o? Ihre " Schutzes , • an r r nt -tx-nen
Batrn und 'Uatinnai, die ntü einem ,,'Z9tr nehmen die Bflidr au un?!" antworteten. Hieraus na Inn der Mairc da» Sort; seinr innere Bewegung war noä. um ein biß.ion grober geworden, ür bat inne Mitbürger, ihre Jtinbcr ^uib.-Tl'aU) t.-oen Glauben.--, im Kultus der B^rnunit, des geraden Sut.icS, der cbtnibaftigfrü unb ib der Liebe zur Ulrbeü und zur R^vuolik" zu erziehen. Als Herr Eoutant. der übrigen- aucv ein vovu'.äres Mitgl'.ed der 'lanzöstjchn Deputierten kämm er m, vor der JmmrJt iprach, ich'.ug er sich »curifl an d e ctane, und als er „R^ubi.k sagte, dröhnte der Tisch unter sciner Faust. „Gmß an euch," rief er
au-, J6M degrei'en. daß Du sozial: Solidanrar da. ^nvwiduu» veredelt un» Die Rane erheb'.'" Rach dieser patbctiidxm Ix- ivTOd fand aber der Maire seine ^mrutlichkeil mteb-'t : ädbeüib vertej er m £n* Täuflinge Dr traditionellen Tragües. Fede Mun.-r err t uverdie- ein V*ndxnf von 30 Frank:» 45 Centime-. Tw Friert c^keit nabm mit der Ab ingung der „Aarsrillaii>^ un: per .^ln'crnationale" ihren Abschluß.
• Tu *3 i n ie r ia i f o n de Berliner Hose? ist in vollem c'fange nnd die übliche Ansage zum erstm der HosbÄle ist verö ientlichr worden Am Berliner Hofe besteht die Sille, daß den Tonziesten bei Hofe laniprobnt vor an gehen Sie sind wünschenswen, um nichr zu sagen notwendig garorbai, i:uDein dst zu I'SjÜ geladene T'Ugend vor hi: Ausaadr gestellt wirb, auch ankere als b.r geroöbmubcn, in der laniiuinD: erlernten Tänze auSjuführen. Tie Proben iverde.i geroötniuh im Hotel Kalserhof ober tm stHniglichrn Schlosse abgehalten In Diesem Jahre wirb im Marmorsaale des Schioise rrrrbt. Da finden sich denn oll • r'fähigen jungen Herren und Tain.-n ein, um den letzten »Pli" »u erhalten, - die Tarnen ui Straßemvileite mit Hui, bie Herren „rom Zivil" im Grhnxk. die „vom Militär" im Ikbcrrnd. E» herrscht meist fine erdrückende Fülle und Du ,4edmiidr Xletienn" Der troben. Frau ^äbii'ch-LAollcn. tomglidK* Solotänzer in a. T . hat knn leichtes Amr. eil bc» munter kack-enDe unD mauDemtv fungc Bolk zur ..ÄtDeit" aniuhalten, sich Gehör unb Auwrtttt zu verichasiev Dre Änücrin uuereiiien <td) 'ehr für da» Xanten bei Hofe und hot eüt kritische- Auge für jeden Tänzer und \<be Tänzerin. daS wissen alle, weih am meisten Frau Selben, unb fu läßt e- Denn auch an reichlichen und eindringlichen iecmahnungm nichr fehlen: „Ader Üvmreß. mehr Anmut. n»hr Schick' Ba- toll Ihre Maiestät Denn denken, wenn ou Ihr Kleid fc ballen?"' Cber: „Rcin, Fräulein von Soundso, u>tc Si tanzen!! Taut io ein ganz ungebildeter Fuß! Und freundlich llcheln müssen Sie in der Gavotte, kein Gesickk machen, al- sollten Sie gleich hingerichtet werden"' Und zu den Herren: ,.Hie tanzen ,<r gerade, wie nxnn Sic einen Stock verschluckt hätten. Hhre Majestät hat sich erst beim lehren Hofballc bitter über die Steifheit der Herren Leutnant- bellagt!" Manchmal illustriert Frau Aolden ihre Lehren auch durch Di: recht gelungene und wenig schmeichelhafte Nachahmung eine» ungüiefieligtn Opfert, und Dann helfet c4: wer den Schaden hat . . Getanzt werden am Berliner Hofe hauptsächlich tz'-ehtän^c: Frantaiie unb QuadtiÜ' ä la Eour, Mcnueu und Govvlle 5 la Reine In den letzten Jahren sind noch eine ältere An bet Francaisc und die Prinieu-Gavotte hinzuLekovunen. Außer Menuett-Tal »er wird von ÄurtDtänvn nur Galopp getanzt, und »war <wd> nach Balzer- und Polka- Melodien. Einen richttg'n Wiener '3a(vr gibt e- nicht, »ogai die „Schöne blaue Donau" wird rn Galopp Ternvo erledigt! Noch strenger veroönt ist alle» ..üinkShemm'^Tanzen. Bersehen. Vergeßlichkeiten Kommen natürlich» vor, aber wer «ich etwa durch lockende Straußsche Stange verleiten laßt, vom schnellen (Kolopp in den wiegenden DalzcrUtkr su fallen, dem hopft alsbald wvbl- wollend ein .SercnujnunmtiiLc uD c Kaunnerl-err vom Dienste auf die Scknllter, um ihn aus holten Träumen in die ernste Wirklichkeit zurückzurusen
• Hnmor des Auslandes. „Ich denke," sagte der Zimmerherr am Ende feiner Keinen Auseinandersetzung mit feuvr Wirtin, „Sie werden mit gestatten, meine Sachen mit mit zu nehmen." — „Tut mir leid, war die Antman, „aber Ihr anderer tragen ist noch nicht wieder Da von der Wäscherin."
* Die Liebe Macht. Freundin. „Ich bin fest überzeugt, daß tn deinen Bräutigam weniger lieben ivürdeft, wenn et arm märe!" — „Durchaus nicht! Ich würde ihn bloß nicht heiraten!"
* Eine schlechte Fiaut. A. „Ich kann meine Anzsige und Stu-Tel fertig kaufen, oll. > paßt mir." B.. „Eie GMu4- lidjer, ich wollte, da- konnte ich auch, aber da-» cinnge, wa- ich fertig kaufen kann, ist mein Regenschirm."
Stieme TagcedirontL
In Ehrenlr»ederodori m Sachsen wurden schwatze Pocken feiiqcfiellt. 15 Personen sind erkrankt.
Ter katholische Stadtpsarr.. Bauer in Schramberg in Württemberg wurde wegen jütlicher Verfehlungen verhaftet.
Ter gioBe Bahnhof in Gent i" gefiem vollftänbig ntebergebtannl.
In (Siebenbürgen bedrohen infolge der strengen Kaste Wölfe skt-arenweijc die Dörfer und bringen selbst in die Skädie cm. Aus zahlreichen Cilcn kommen Nachrichten übet gefährlich« Begegnungen mit Wösten.
Ter fluchtige Kanzlist der deustchen Gesandtschast in Santiago de Ehile, namenö Beckert, der den Gelandtschaft^diener ermordet und 25 000 Biaster unterschlagen hatte, ist m Ehillan verhaftet roecöeiu
Tie Cholera ist m Petersburg wieder stark im Steigen. 89 'Dleueifionfiuigeii unb 11 TodeSiälle sinb zu verzeichnen. In oen Ho'pitälern liegen 383 Erkrankte.
Der 100. Geburtstag Lincoln-, de- ehemaligen ÜräftDenten von 'Jlnterifo, wird im ganzen Land« festlich be ian^en. Tie schönste Feier fand in Hobgen ville (etaat Äentutfn) statt, wo Roosevelt den GiunDstetn zu einem zur Erinnerung an Lincoln zu errichtenden Gebäude legte, oa» zum schütze Uä Blockhauses dienen loU, in dem Lincoln geboten wurde. Roofoeit bielt hierbei eine .Hebe, in der er aus die Bedeutung und Do4 staatSmannische Wirketi hin wies.
EittgcsanSt.
(Für Form und Inhalt all. i uuur tunet Rubrik ü hendco 2lrttkel übernimmt die Redaktion d.ui 'liub.ihim gegenüber keinerlei Beran ttvorttutg.)
Tas Eingesandt dc- Herrn M. K. veranlaßt mich, von meiner Absicht, auf eine Erwiderung von fjüaltemrfratifdrr Selle keinesfalls weiter einzugeben, doch abiukommen unb Darauf noch folgerns zu bemerken. 5fu seinem Ern gesandt erwähnt Herr 5t gor nicht bc* ersten Zatz Dee tr.-tnigcn, in dem ich sagte, daß, wnt ei fo oft aus i'ozialDeuwkrarifcher Seite der Fall lläD durch bte eigene Vrrfse rote ..Borwärto" und .^ieioziget BolkSzenung" zu bewesicn sei, UruvabdKÜai, auf ivzialbemoktatischer Selle .u Gatitcilen, Dai Gegm-M gegenüber aber Wahr hellen zu llnwahr- heilen gestcmveli wüttzeu. — Herr St. wird von Der Richagkeit dicser Angabe überzeugt sein und ich überla'se es ihm, sie nach Beliedeu auch auf ''ein Eingriandt anruwenden
Daß auch ix Betdrehungen tnel geleistet mitb, scheint Herr K ja auch zu wisse». H. LI»gharbt
handel»
— Tie elektrische So 11 bc hn KöknTüsselborf. Tie Allgemeine Eleürizitäts-Geselljcha t unb Die Siemeno-Schucken - Werke haben ein Gesuch em Ausführung einer elektrischen Boll- bahn zwischen Köln unb Tüsseldvrf cingcrrixtt Taü Troidt bat an sich bei Der zuständigen Behörde eine günstige Ausiwhme pfhinDen, vorläun-i läßt es sich ledoch noch tücht abiehen, * nutzt der Staat als llnr rnfhner in Frage lonimt. Tie Erwägungen über Das Broiekt bemibe* sich noch völlig im Anjanas stad uue, so daß von einer Eillschridun^ noch, nicht die Rebe |cin kann, titg.-feben hiervon find auch in nnanzicllcr Beziehung viele Fragen noch ungeklärt. So handelt es sich vor allen Dingen darum, tau aenügendr im anstelle Unter stüming Der in Beacht nicnD^n StaDtc — die (lleleyc bei Bahn sollen juh di.' in die Stadt, hinein etüreden - sicher zu udlcn. Die Bahn an sich l t vollstäillig alo mit zwei Gletsen geDacht, auf der r.ne
größere Schnelligkeit 1*t Züge al* auf ben bi*h<eigen sogenannten ^Löbtebatoirn entwickelt werden ioU.
— Zahlunaeick^wietigteitett der Tamm* wantelitbril t. ’Xtdoleburg, Beilin. Diesei Fall macht in Berlin berechtig:.. Ausiehcn, 2!ach einem vorläufige»


