2 fc of(nt Unternehmungen tnU) HtbdtAxigebunqrn nach - trf>!tü die am Cr: Ort Unternrbnur5 ' -a - am °*- fd.ciks teure bcrüdiidituKn > nd, falls ausiv^ri a- Unter; r-tr1 r ;uqfw«im rorrixn, biet« n uc ‘Bihdx mady n. ; os irr )aiid)it -n< am Cn- des Unter nehmens aniäjngen \11bei!-r bfidwirtrnrn._________________________
Der Kumpf um öas englische Vvdgel.
London, 13. Cft. T,e Zeitungen besprechen sehr lebhaft öie gestrige Unterredung des Königs mit Balfour. Lord LandSdowne und dem Prem,cnn:n:'ler Aöaui th und geben ihrer Ansicht AuSbruck, dog Prc»mer- mimfler ASauith bte Initiatioe dazu ergriffen Hobe. Tie konservativen Blätter greifen den Premierinini'ler wegen dieses Vorgehens an und bezeichnen es als einen noch nicht bo» gewesenen Versuch, die Vorrechte der Krone dazu zu benutzen, bic Absichten ber Wegner zu erfahren; denn ASgutth fürchte die Wahlen. Xie Audienzen würden übrigen» feine Aenberung der Lage bringen, sofern nicht die Regierung selbst nachgebe. Tie liberalen Blätter schreiben, e« sei nur natürlich, bah der König seinen Einfluß in der Richtung der Ver> söhnung beider Seiten geltend mache. .Daily Jteros' meint, auf liberaler Seite habe man em Kompromiß befurchtet, aber ASauith sei feinen Zoll weit zurückgewichen und habe die Krise zermalmt.
London, 18. Ott. Der UnterstaatSsefrelär im Mi. nistenum befl Innern, 3Ha fier man, hielt in Kensington eine Rede, in ber er unter anderem auSsührte: Wenn die gesetzliche Vermittlung der hohen Autorität sich m der Richtung bewegte, die LorbS zu warnen, n:cht bie Verfasiung zu erschüttern, bann ist eS nicht tinsere Sache, zu kritisieren oder uns mS Mittel zu legen. DaS Budget wird durchgehen, ob es nun die Lords annehmen oder verwerfen. — DaS sozia- lislijche Mitglied des Unterhauses Snowden sagte in feinem Wahlbezirf Blackburn, ber König sei populär, ober ein populärer König könne für die Demokratie eine größere Gefahr em als cm Despot. ES sei Pflicht deS Königs, den Rat einer Minister anzunehmen.
Deutsches Ueicb.
In einem Telegramm der „jtölnifdjcn Zätung" aus Berlin heißt es- Der Zwischenfall von Eharbiu ist zur Zufriedenheit ber deutschen und der russischen Re gicrung bcigclegl .Weiter erklärt das Blatt die Aach richt der „Aowo^e 'Wremja" für vom ersten bis zum letzten Worte vollständig erfunden, der zufolge im Frühjahr in Berlin eine Aonferenz in der Ängelegenl-cit des fernen Ostens stattgefunden habe, in der die Richtlinien für die deutsche Politit in der nördlichen Mandschurei euivgcarbeitet und beschloßen luorben sei, überall uno mo möglich dem russisct>en Einflüsse poiuibcn Wwerstand cntgegenzusetzeu, und daß zu dieser üonsereiiz unter aiiDvrcn auch der deutsche Mfimfuldragnil in Waldiwostol, Daitau, berufen worden sei.
Reul sschatzfekietor Wermuth l>at an die Redaltion der „Süddeutschen Tabakzeintng" in Mannheim ein Schreiben Qcrid>lct, tu dem er in Beantwortung au chn ergangener Anfragen erklärt, daß die Art und Weise der Erhebung nnd Verwaltung ber neuen Tabaksteuer, also die Auslegung des besetze- in zweifelhaften Fällen, ver- fassungsnuißig den Regierungen ber Bundes- hauten überlassen ist. Eine cinh^tliche reichsgesetz^ ltd)C Regelung tonne also nicht statt finden Ferner ist dem genannt en Fällst) lau eine Vcrfüglmg des Reichsscha^ amtfl iibcrmiitclt worden, in welcher bestimmt wird, das; nur der Zigarre nfabrikant zur Anmeldung des Wertes zollzuschlagpilittnigcr Tabakblätter und damit auch ö"r Vorlegung her beglaubigten Rechnung verpflrchlct ist 4.iefc Anmeldepflicht kann iedoch bei Tabakhändber in niandh-n fällen dem Fabrikanten abneljmen.
Aus schloß Blankenburg würbe heute — wie bie „Braunsdiweigudw Landeszintung" meldet die Verlobung bei Prinzessin Sophie Renata Reuß j. L. mit dem Prinzen Heinrich dem 34. Reust j. L. Der offentltd)!
Dem E ioßhcr ; og von Oldenburg ist folgendes Antwortt- legramm vom deutschen Kaiser zugeg.ingen: JUniglidjcn Volfcit daIIle ich bereich fm bie Meldung nbcr den ^Uipdlflui des jw-nlen Sll»ul schiff es des Schulichiff- vermu), bii» für nam an weiteres Zeugin.« .ulbel drt uncruuiiX Iidxii ZiNiersf.v Eiv tgl. Üobeu für bic Entivickelimg ber oeutschen Seefahrt. 'Uüvtcii die ainopfvrnDrn Bemübungc» Cm. kgl. Hoheit inib des Vereins halb belohnt ivcrdeu durch ein kräftiges Wieder
markt 3, zu richten. Fcde Einsenbung muß ein Jtinraoort haben, bas auch auf einem, den 'Jiamcn und bic WvhiiungSMmabe bes Berfeckfers cutbalirnbcn, verschlossenen Bneimnsdüag an#ubtuigen ift m'lgnuv Preise gelangt» zur Berte,lung: 1. Snstmig.-oreiie:
Jioic für eine Liebesdichtung, goldene tkild-xn für ein religiöse i «bicht. qolbcnr MonibUiuic rur cm Voterlanbaedicii: uub goldene '.Volke rür cui humoristisches (Yodicht in Kölner Mundart. 2 außerordentliche Preise für eine ?rovelette, für cm Mnrtrri«b. für ein Volkslied Vennes Becher uno für eine ^ubtuu.i aus ber kölmichen Geschichte Berber der Stabt ztöln.
Die Span bauer Madonna .'lls eines Der reizvollsten Tntfmuicr Ort 14. Fahr hunderts, als bas beste erhaltene Stück Siciiwlawk bteier Zen preist Friedlich Wolff m den von Tr Biernunin bertxuofleadxncu Atirnais besten für üüiistwisfcn- »chast bic Figur einer Mana mit bem itutb, bie 1876 aus ber ftircbc *t Rikolai in Spandau in bas Berliner Märkische Museum aekommeii ul Die Sw tue au» rcuitörnujcm Sand,! em von 1,54 Meter vohe, ber an ber ersten Suiiie ihrer JUiiftellunp roemn Wen bei gemessen worden ivar. blieb auch itxitcrbui unz beachtet, bis bei brr ^haiorbnuity bes Museum» bie Schönheit ber Arb. il und bte lx»he kümUeri'chc Bedeutung des Werkes er- fantu mürbe Zn ßun adgen'v^-iicr Haltung steht bte imibcbnv laue Erscheinung da, bereit Gcicht imi ben itnrf hervor treten den Backenkiwck^n mit an an slavüches Modell Dcnfcn läßt orhr fdtön drapiert ist ber rache FaUenzug des Mantels, Der ben unterlorner ut cinvm radien Äcgcmah zu den geraden Umriß' Urnen des Cba torpers erscheinen laßt Ter Wert der reizm'llen ^Uituc imrb erhobt durch d.c Erlialtuiig ber schonen alten Farben, bic sie nx>LI gciaDc ihrer bisherigen gelingen Beachtung Der- dankt »e'? Unlergeivaiib ber Madonna ist goldbraun, nrihrend ber blaujmn. Mantel mit jeiiiai goldenen Kreisen uub Cua- dtaten und bas Fketschrot k*» Futters einen schwereren Grundton ani.t lagen Fmmer uict)t hielt sich bie Färbung nach oben zu cui IN dem lichteren Braun des lAmnDcc und dem Weiß drt Mk’i'ttud LiC Ben umng des sichre ist. non Augen und
lu.biuraurn und teni ic.cbtni l.ivoen- und 2Bui(viir.'t abtiricUn, in ctiiem «ull läunlichen Flerichton nut grünlichen L'iu'irni an gebeutet Tic rigur Hot große Aehnluhkrit mit einer iXar.cn- •^iiluc des iublic.cn -schis's nn L.uerHauS des Magdedurgcr 4am bu ec en,aus der ersten vU'ic c-c» iFadreu... i
rntttdinmi veibv lUijicn aus derf lven Werkstatt her».'., n inn r ic M^igdrhurgee ?Xarra cbei ist die lüngete von ocu n ne Mit an nrcche nnb Iran ex. t'tno.utfr inmer drt n.m> teinri gnonmeu oitiubau-n M . onna zu ad
aurbfüben des 2ea>erfc&r4, bannt ber nem ben rxfmlHhiffcn io vcnrefrsich erzogenen Fugend eine r 71' ,T"t • '■ 'tL
Zlusland.
Ter franiöfifcfcc Arbeitsminister M : llera nd, bem auch bas Postwesen unters: ht. läßt ein $rojett b*r Beförderung von Briefen durch Aeroplanc studieren, welches in den afrikanischen Kolonien angeroenbet wer
ben »oll
Aus Tart« wird gemeldet Bcwon Serbinanb Schick ler. einer ber Führer b :• liberalen Trarnöii'drn ^rotestannsmus unb Präiibent des Berems deS Protestantismus in .vrankrcich, ist b<ute morgen im Alter von 74 Fahren geft erben.
Die Meldung eines Blattes, Rußland beabsichtige, am alle Futterprobu kle, bte nacu Deutschland gehen, einen AUS > fuhr toll ui legen, ist, wie bie Petersburger a.elegraobew Agentur mitieilt, unbegrünbet.
Aus Melilla wird gemeldet Tic Marokkaner überraschten zwölf spanische Soldaten, bic von LbmedcIbach audge- ;ogcn waren, um Wasser zu holen. A ch t Spanier würben g e - tötet. ।
Dritter Deutscher hochschuUchrertag.
S. u. Ä- Leipzig, 13. Lkt.
Der dritte beutsche Dochfchullehrenag setzte heute bic Aussprache über den atabemtidjen Rachwuchs fort, unb zwar zunächst unter dem Gesichtspunkte ber Bedürfnisse deS natur- ivisseni'chaftlichen ünterrichts An Stelle bes verhinderten Pros. Tr. Wettstein tDien, begründete Geheimrat Pro,. Chun iLeip- zig) bie DHefen. Man könne es dem Staate nicht verdenken, ivenn er bei der Fülle der an ihn hcrantrekenden Aufgaben nur langsam an die Verwirklichung auch berechtigter Forderungen auf diesem Gebiete herantrete. Bedauerlich sei, daß, abgesehen von einzelnen Fällen, es
in Deutschland an Maeenen für bic Wissenschaft fehle
ES gebe m Deutschland reiche Leute genug; die Erkenntnis aber, bau Reichtum verpflichte, habe in Deutschland keineswegs in dem wünschenswetten Mähe Eingang gesunden. Die Fahl ber naturwissenschaftlichen Lehrkräfte entspreche gegenwärtig durchaus nicht ben gesteigerten Bedünnissen.
Prof. Lamprecht Leipzig): Wir müssen vor allem ins Auge fassen bie in vielen Beziehungen dringend notwendig gewordene Reorganisation unserer Hochschulen. Es muß ausge^ sprochen werden daß wir mit Miseren, Hochschulen nicht mehr an der Spitze der Universitäten des Weltalls stehen. Aiidere Länder sind uns zuvorgekommen. Fch erinnere vor allem an Amerika. Wir müssen uns fragen, in welcher Weise wir unsere Universitäten vorwärts bringen können, unb ba find bei den besprochenen Punkten an der .richtigen Stelle. Wir wissen alle, daß bas Verlangen unserer Studenten nach bloßen Vorlesungen zurückgegangen ist, weil ber SIndem bas dringende Bedürfnis hat, selbst gründlich zu arbeiten. Es ist erfreulich, daß dieses Bedürfnis so außerordentlich gestiegen ist. Die Studentenschaft arbeitet, und da ist die Hauptsache die Frage der Reorganisation ber Institute und Seminare. Der Student wirst sich jetzt mit Enthusiasmus ans die Arbeit in ben Seminaren. Da ist es aber unerhört, daß jetzt zuweilen auf einen Professor 200 bis 300 $)örcr kommen. Das muß einmal öffentlich ausgesprochen werden, dann wirb ein Schrei ber Entrüstung
durch das Land geben. Tenn das sind Zustände, die wir dem letzten Dorsschulmeister nicht mehr zumulen. Die Fahl der Hörer muß herab gedrückt und auf die klassische Zahl von 12 bis 20 gebracht werden. Der Redner bespricht dann die Frage des AssisteMcptums. Tie Assistenten. würden pieliach uur außge» nutzt, statt baß sich bie Direktoren sagten: In dein Assistententum liegt das wertvolle Erziehungsmaterial für die Zulunst. ^Lebhafter, anhaltender Beifall.)
Sodann behandelt der Hochschullebrcrtag Thesen von Pros. Krakelm (München) über die Auslese für den akademischen Beim. Da Professor Kracpelin verhindert war, seine Leitsätze selbst zu vertreten, gelangte ein längeres Menwrandum von ihm über das Thema durch Professor v. Amira München) zur Verlesung. Professor Araepelin wendet sich darin vornehmlich gegen die Einwendungen, die in der Lessentlichkeü und besonders in der Ortsgruppe München gegen seine Ausführungen am dem voch- schullehreitagc in Fena erhoben worden sind. Er bleibt habet, daß eine
Abgrenzung ber Zeit des Lehrauftrages notwendig sei. Tic AusgestaUuiig des Prlvatdozententnms sei davon abhängig, daß untüchtige Glieder aus dem Lehrkörper auSgeschaUet werden könnten.
Professor P Oppenheim bemertt, es sei falsch, bas Privat- dozemerrruni etma als Lebensberus auszusassen Die Entziehung der venia legendi bürrc nubt Einwendung ititocn bei Privatbozemen, du' zur Zeit der Einführung dieser Bestimmung bereit» bie oenm legnibi besitzen. (SKiterfciLj — Professor itohlet (Münd»en> spricht sich gegen bic Beschränkung ber venia legenbi auf Zeit aus - ^Brofeffor Kauf f man n Breslau : ES wirb schwer sein, alle Sdwben auszumerzen, bte sich bei einem so freien Berufe Herausstellen. Tic vauptsache ist, baß nnr uns veimißt bleiben, baß wir cm freier Beruf finb.
Ich bitte Sie, etwas von bem Idealismus Webers in Ihre Betrachtungen Hinerninziehen. linier 'Zkrui ist nun mal tut Aus- nalriiicbtrui, unb fo muß man auch seine yärtai mu in ben Kaus nehmen. — Professor Schröbcr ^Darmstadt>: Fn Bonn bestand früher bie Bcftimmung, daß tue venia legenbi zu emer bestimmten Zeit von selbst erlischt. Ein Lrivatdozcnt, der. wie ich später hörte, ein guter Dozcitt war unb gegen ben auch jonft nichts ciniutomben war. ber allerdings einen etwas liederlichen Lebensioandel führte, so daß man ihm die Sachen abpfänbere, darum er aud) einige Bücher ber Uniceriität. erhielt imd) Av- lauf her Zeit von der Fadtttät bic oema legendi nicht erneuert. T-amals ging ein Sturm bet Entrüstung gegen btescs Auftreten durch die Universitäten, unb Fahre lang ivar m Bonn bie ju- ristische Fakultät ohne PnoatdozeM. Ich telbst wollte mich in Bonn habilitieren, sagte mxr aber, das »st gegen meine Würbe, nach xwmt zu geben. Später hat bann bie .fakulun bte Bestimmung daß bic venia leyenbt w einer beitintmten Zeit crlndu, auigc- beben, ein Fatulimsmuglied tagte bamalS zu mir, mau habe bei bem Fall eine gwße Dumuiheit gemacht Enuvcber hätte man beit Mann dulden, oder das offizielle Disziplinarverfahren gegen ibn nömun sollen Etwas anderes ist e», roemt em Arz: ben Pttvatdozcmenberus bloß als Anbängeschild bemitzt. — G-I>un-- iox Binbina Leipzig : Fch möd'te brmgeitb bitten, läßt sich die Frage nicht icid lid) unb sauber lösen, so wollen wir doch lieber bie $>anb davon lassen.
öür alle Mißstände gibt rt kein Heilmittel.
i0*9l die Abstimmung über bte Thesen Äraeprlin».
*ic ^.LCiC 3, bic bas Erlöschen her venia legendi nach einer Frist Don b— o wahren oarsieht, wird einstimmig c.ögelchnt. — vi raus liebt Prose,wr v. Äniica im .Kauten des droieiiors Ätacpiiui bic übrigen L ^.-sen zurück, bte aber Profttwr Hartmann Wien wieder auinimmt, nut her Motivierung, daß jlraepclin jept an 'it-mcitb anoerrt Ansicht geworden sei als die Mehrzahl bet ^..itgt.cder LUi> s T n v a,j. uUebrertag tv:;b< f.^ a^-. Da» L.c4;t der 4.c«Kitte über buje Hochee ytigcn unb mtectiiuiucn Thesen nicht Neimen tu» en, weShatU r» bas xmb *iacp:ini adoptiere virobc XKiterfca bie Dhcsc .5 nahm ü.: Veiiamn-lung emrn Antrag . c. Leipzig in, der jeve ze.:!id> Be'^.^niung k.T v Nia tagend»^ für unzmassig erklärt Gegen den lni.c,: i.immie i mir 11 Stimmen.
v_. _V* itKidx b Möglichkeit sedafjcu will, nirvlnr
vehoiibers heirvnagende tzorsthc: andi ohne ^egrverpslichtung in
Serbmbung mir ber Universität zu erhalten, bemängelt Bros, v. Amira Münchens daß man mit einer f.'ldxm Bestimmung möglichenve se Sinekuren schasien werde —^ei der A b st i m - munq wirb von ber TTx*'c 1 nur folgender — .tz stehen gelassen; ..Bei ber Auslese ber tzochi^ml'.ehrer sind Besäbigung iur wissen» scha't > <n Forschmtg und Lehr gäbe glclchm ißig zu berücksichtigen." b-r 2 These, bte die tatkräftige UnterHü juirg hetvorr.inender laiungen lk:- ben Mittelschulen bis zur Do zett t en tätig keil verlangt, wirs ein Zusatz beantragt, wonach ber Staat Sorge ttogen unb Mittel bcrcitürilen soll, baß geeignete tun gen Herren, dir an öffentlichen st.iatlichen Am.aiten, Krankenh ufern, bei Fustiz» unb Lettvaltungsl'ekörben beschäftigt sind, burd» Entlastung von ihrer Berufr-arbeit. mit ober ebne entsprechende ^baltsknrzimg Gelegenheü geboten werden müsse »u wi.ienscha'tlt en Arbeiten — Pros. Brentano Müncheni sprichst nd» geg m bic Ih.ie 2 aus. Ter Grundziedanke könne nur innipattiid) berühren, er habe aber doch Bedenken. Das Martmilianemn in München bade dedeMende Fonds, die für hervorragende iunge Leute bestimmt feien. Alle o :;mnaficn und Rcalgi.mnafien Bayerns »eint angewiesen, die auSgezeichntten mngen Leute clliälrrlidi dem Ministerium in Vorschlag zu . ringen Dadurch entstehe eine Rivalität unter den i^vm- naiicn, bic es als Ehrenotlidst amchen, eitlen oder zwei ihrer Sdiüler ms Martmilianeum zu delegieren. Das Ergebnis sei, daß so uno so viele der lungen Leute schon im ersten Eramen abiaUcn «Leiterkett. Dagegen sei eine ganze Reihe tüchtiger Beamten ans dem Plaxiimllaneum heroorgegangen, aber nur wenig Dozeinen - Geheimerat Pros. Binding Leipzig : Fch habe die ^rsahrung gemacht, baß alle in ber Schult so eminenten nuigen Lome gar nichts geworden sind, und daß manche, die sich in ber Schul- sehr lobberig gaben, haben sich später besonders bewährt. — Bei der Abstimmung roirb die These 2 in ber Fassung angenommen, daß der drohenden Beschränlung der Auslese für bte atademischw Laus da hn aus die wohlhabenden Klassen durch
tatkräftige Unterstützung hervorragend begabter Männer
schon nach bem Verlassen ber Universität, namentlich auch während der Do-cmeiitätigkeit cntgegtiigctrctm werden soll. — Bei These 3 wird die Forderung gestrichen. Laß jeder Dozent em Lehrprogramm ciufftcUen solle — Fn der These 4 wurden bic Worte ..und eine Lücke uu geistigen Leben der Ration am'allen" lestrickien. Fm übrigen wurden für die Dozenten, die sich bewährt hätten, ausreichend dotierte Stellen gefordert. — lieber die These 6, Die die Sclbsterganzung der Fakultäten als bas geeignetste Verfahren für bic beste Auslest bezeichnet, wirb zur Tagesordnung übetgegangen, da dte hier vehandette Frage njd) nid.t genügend gerein fei. — Darnii ist die Aussprad» übet die, Thesen von Prvsessor Kraevelin erledigt.
Zum Schluß sanden die Dien mahlen zum gesdiäst-sührcn- ben Ausschuß statt. Tic aus'ä.echenden MitglieLer rvuiben wmt- lich r iebcrgciDählt Die Wahl des nächsten Tagungsortrs wurde dem chöNssül.l enden Aus'd.uise über Iahen Daraus schloß t*r uRcnbc, Eehcimciat Binding Den brüten deutschen Doch- lamlh'brcttag.
■ ,±5L.'_ - . . "W- 1 -1 1—!—I
2lus Stadt und Land.
Gießen, 14. Oktober 1909.
•• Ordensverleihungen. Der König von Preußen hat solgenden Offizieren der hessischen Division Orden verliehen: dem Generalmajor von Fran^oiS, Slommanbcur der 49. Infantenebriczade den Roten Adlerorden 2. Klaffe mit Eichenlaub; den Hauptlenten v. Cibtinann und v. Eick» st edt im Leibgarde-Infanterie-Reginient 9!r. 115, Robert Diese int Jnscmterie-Regiment Kaiser Wilhelm Rr. 116 den Roten Adlerorden 4. Klaffe; dem Oberleutnant Hans v. Pentz im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Rr. 116 den Kronenorden 4. Klaffe.
•• Erledigte Lehrerstellen: Tie mit einem cvang. Lehrer zu besetzende zweite SdhrerficUe an ber Denieinbefchuie zu Rothenberg. Dem Grasen zu Erbach-Fürstenau steht das PräsentalionSiecht zu: eine mit einem evang. Lehret zu besetzende Lehrersiclle an der Gemembeschule zu RedgeS- Hain, mit der Organisten- und Vorlesediensl verbunden ist. Den Inhabern beider Stellen kann eine OetSznIagc bewilligt werden.
"Bei der LanbeSversichernngSanstaltGroßh. Hessen sind 1m Monat September 304 Rentengesuche (280 Invaliden» und Kiankenrentenanlräge, sowie 24 AllerSrcntenanttiigk) eingegangen, llncrlcoigt wurden m den genannten Monat übernommen 329 Renlengesuche, so daß 633 Gesuche in BearbeiLung standen. ES fanden Erledigung: 271 durch Rentendewilligung (247 Invaliden-, 12 Kranken- und 12 AtterSremengesuche); 22 ourch Ablehnung, weil unbegründet (20 Fnvalidcnrenlen- und 2 AltcrS- ccntengesnche), 26 dntch andere Weise — Zurücknahme ufw. — (13 Fnvaliden- und 3 AlterSrentengesuche), znsamnien 309, so daß 324 Gesuche a(6 unerledigt auf Oktober übernommen werden mußten. Ferner wurden im Monat September l. F. 230 Anträge aus BeitragSerstatrung gestellt, unb zwar 186 infolge Heirat weibl cher Versicherter (H), 43 infolge Todes versicherter Personen (T). und 1 wegen PezugS von UuraQrcnk (11.). Unerledigt wurden übernommen 66 ErslattungSanlrüge, so daß zu bearbeiten waren 296 Gesuche. Bewilligt wurden 224 Anträge (189 35 T.), abgelehnt wurden 23 Anträge (9 H.. 11 T. unb 3 U.). Auf andere Art erledigt wnrde 1 U.-Erstattimg»- anspruch. Unerledigt blieben 48 Erstattungsanträge (34 H., 11 T. unb 3 U.), die aus den Monat Oktober übernommen wurden. — Ende September 1909 waren m ben Heilanstalten usw. 3ö7 vernchette Personen untergcbracht.
" Rekruten. Heute trafen bei unserem Regiment bie Rekruten em, um ihrer zweijährigen Militärpflicht zu genügen. — oeit gestern nachmittag sieht man auf unserem Bahnhof fortgesetzt RekrutentranSporte. Sie kamen an« B-ritn, den Provinzen Brandenburg, Pommern, Sachsen, Hannover usw. unb waren aus ber Reise nach Metz, Straßburg und anberen Garnisonen Elsaß-LolhringenS. Aus unserem Bahnhof waren Dsche unb Bänke aufgestelll, an benen bic jungen VatcrlanbS- oettcibiget gcpeift wurden. Es hatten sich zahlreiche Zuschauer aus ber Stadt cingefunben.
w Ein heftiges Herbstgewitter gab es in ber verflossenen Rächt zwischen 4 unb 5 Uhr über unserer Gegend. Dht dem Gewitter war cm auSgicbiger Regen verbunden. Ten Landwirten kommt ber Regen ungelegen, ba noch Har* löffel» auSzliiuachcn sind unb bie Herditanssaat begonnen hat.
e t a btt h tatet. Fn ber inlereffantcn unb literariich wertvollen 'Jloondt .Rarrtnglanz^ von Rubolf Rttlner, Die morgen in Szene geht, sinb neben Fräulein Koch in Ha-.ipt- roUen bejchäft.gt b,e Herren Gähne, Bakof unb TaubaL .5 ist der TirUtion möglich geworben, bnrch bauernbe <Se- mtnnung zweier Frankfurter Vaste eine volkstiiinli^e Opcrctth öen .fidelen Bauer' von Leo Fall, in ben Spielptlck aii«)iinehmcn. Tie erste Aufführung der Rvvitat findet am ^onntag ab:nb statt, unb cs sei jetzt schon bcmcilt, bag eine AuNuhrung im Abonnement nicht staufinbcn kann.


