Ausgabe 
14.4.1909 Erstes Blatt
 
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toeber wissen, baß 4 rioch b<

5 Mnge von dem betrcffeaiberc

'n allen Elektrizitätswerken und Installationsgeschäften erhältlich, Auergesellschaft Berlin 0. 17.

Schützen geschossen worden sind. Sie wurden als der Tat rnitvcv- ixtäjtig nicht vereidet.

Kricgsgerichtsrat Cbeimuer war der Ansicht, das; int vor- 1 legenden Fall ein 3rrtnm oder Versehen vollkommen ansge- s<hlossen sei. Seine Ueberzengung gehe dahin, das; beide Llngc- ftagten mit Vorsatz gehandelt hätten, um eiitem Ka mera den zu ter vorgeschriebenen Wngzatzl .zu verhelfen. Es liege aber ein minder schwerer Fall vor, der jedoch hei der Wichtigkeit der richtigen Angabe der Schicßrcsultatc fchr den Dienst nicht allzu leicht genhnbet werden dürfe. Er beantragte gegen Menges 4 lachen und gegen >)iei|ing 2 Wochen mittleren Arrest.

Der Gerichtshof fprock) nach kurzer Beratung beide An­gie klag len frei 3war liege besonders gegen Menges der bringenbe Verdacht vvr,^mit Vorsatz gehandelt zu haben, aber es Fii itach der üoge des Falles auch möglich, dost er sich versehen jnabe. jedenfalls habe die Verhandlung die Schuld der beiden Leute nicht zweifelssrei bargetan, weshalb wie geschehen erkannt inerben mnstte.

ung der sozialen Gegensätze, die durch mancherlei andere Dinge, wie Kleidung, Frühstück, Schulutensilien usw. viel eher hervor­treten, kann nicht die Rede sein. Gerade dadurch, baf> die Er­ziehung zur Sparsamkeit in der Schule sich vollzieht, ist die Garantie gegen eine Ausartung geboten, iveil sie eben in den Händen des pädagogisch geschulten Lehrers liegt.

Der Einwurf, das; die Sparkasse zur Unredlichkeit verleite, wird durch das System des Lehrers Neinirkens-Essen vollständig ausgeschaltet. Die zur Verwendung kommenden Sparmarken wer­den durch ben Datumstempel entwertet. Die Eltern müssen mo­natlich in einer besonderen Rubrik das Sparbuch unterschreiben. Sie können lalso genau nachprüfen, wann und wieviel Geld das Kind eingezahlt hat.

Gegenüber den hohen Summen, die durch die Schulsparkasse gesammelt werben, führen die Gegner an, dast solche Zahlen nichts bedeuteten, denn die ^Beträge seien von den Eltern erbettel und nicht bedeuteten, denn die Beträge feien von den Eltern erbettelt und nicht Merkungen der Eltern, denen die Einrichtung durch die Quälereien der Kinder lästig würde. Von den Bekundungen aufrichtigen Dankes durch die Eltern, denen man bei der Schulentlassung, der Konfir­mation oder der Kommunion den Notpfennig auszahlte, ist ihnen anscheinend nichts bekannt. Eine mehrjährige Erfahrung berech­tigt erst zur Abgabe eines Urteils über eine Einrichtung, die in Lehrerkreisen so viele Freunde gesunden bat

Mögen selbst 50 und mehr Prozent dieser Gelder Sparpfennige der Eltern sein, so verschlägt dies auch nichts. Im Gegenteil, der erziehliche Einflust der Schulfparkassen macht fidi dadurch auch in der.Familie geltend. In den meisten Orten wäre hinreichend Spargelegenheit geboten, die es den Eltern ermögliche, auch ge­ringe Beträge von 1 Mark einzuzahlen, hört man vielfach e.m- wenden. Wer ein offenes Augen für unfer Volksleben hat, wird zugeben, daß ein Arbeiter bei den heutigen wirtschaftlichen Ver­hältnissen von feinem Lohne nur wenig ersparen kann. Es kann ich bei Lohnzahlungen nur um eine oder zwei Mark handeln, die als Notgroschen zurückgelegt werden können. Soll die Mutter nun hiermit zur Sparkasse geben? Die Wartung der Kinder und ihre sonstigen häuslichen Pflichten machen ihr dies unmöglich. Sodann ist cs den Leuten peinlich, mit so wenigen Groschen zum Schalter zu treten. Viel leichter wird es der Mutter, wöchentlich 20 bis 50 Psg. dem Kinde auszuhändigen. Sie sieht mit Freuden, toie_ diese regelmäßig gezahlten Ersparnisse anwachsen und ihr einst über schwere Tage der Sorge hinweghelfen können. Das Kind nimmt Teil an der Freude der Mutter und wird gern auf Genüsse verzichten, um die Einlagen zu erhöhen.

Wie sehr die Arbciterbevölkerung diese Einrichtung begrüßt, zeigen uns so recht die Erfolge der Schulfparkafse zu Aplerbeck i. W. Von den 3703 Kindern der Bergleute sparen dort 2357. Ihre Ersparnisse beliefen sich im! verflossenen Jahre auf 32 014 Atark, alfo aus 13,60 Mark pro Kind. Die Kinder der Fabrikarbeiter sparten durchschnittlich 11,80 Mark. Es entspricht dies einer wöchnttlichen Einlage von 26 Pfg. resp. 22 Psg. Man kann wohl mit Bestimmtheit behaupten, das; der größte Teil dieser Gelder nicht gespart worden wäre ohne die Schulsparkasse. Die Aplerbeckcr Schulsparkasse besteht 27 Jahre. Bis zum Jahre 1907 betrugen in dieser Zeit die Gesamteinlagen 995166,68 Mark, also an­nähernd 1 Million. Solche Zahlen müßten auch den hartnäckig­sten Gegner von der volkswirtschaftlichen und erziehlichen Bedeu­tung der Schulsparkaffe, überzeugen. Wenn sich all die Mängel und schädlichen Einflüsse, die von den Gegnern stets hervorgehoben werden, in der Praxis gezeigt hätten, würden die 4055 Schul- sparkassen Preußens, die zum Teil seit 28 und mehr Jahren be­stehen, längst eingegangen fein.

Die Schule erziehe durch den gesamten Unterricht zur Spar­samkeit und lasse es an Belehrungen und Ermahnungen nicht fehlen, sagen die Gegner. Ich nehme für jeden Lehrer in An­spruch, das; er in dieser .Hinsicht voll und ganz seine Pflicht erfüllt hat. Welchen Erfolg hat denn diese theoretische Anleitung gehabt? Statt einer Abnahme der Verschwendungssucht, müssen wir leider konstatieren, daß Leichtlebigkeit und Genußsucht unserer Jugend sich fortgesetzt steigern. Die bisherigen Maßnahmen haben sich ai'io als nicht ausreichend erwiesen. Eine konsequente Pflege des Sparsinns durch frühe Gewöhnung ist notwendig, damit unsere Jugend den Wert des Geldes schätzen lernt und das Erworbene zusammenhält.

Der erziehliche Einfluß der Schulsparkassen zeigt fid)Jn allen Ländern, in denen sie allgemeine Verbreitung fanbeit. So z. B. in Belgien, Frankreick) und der Schweiz. Von den^535 belgischen Elementarschulen haben 6471, also 74 Prozent, Schulsparkassen. Dort kommen in manchen Provinzen auf 1000 Einwohner 461 Sparkassenbücher. In Frankreich sparen 25 Prozent der Schul­kinder, während in der Schweiz aus 1000 Einwohner 396 Spar­bücher entfallen. Wie sehr Preußen bei feinen günstigen wirt­schaftlichen Verhältnissen und Erwerbsbedingungen znrücksteht, be­weist die Tatsache, daß in Preußen auf 1000 Einwohner nur 205 Sparkassenbücher kommen.

Was die vielgefürchtete Mehrarbeit betrifft, so ist diese nach dem vereinfachten Markensystem äußerst gering und läßt sich in wöchetttlick; 1020 Minuten leicht erledigen. ES liegen die günstigsten Beurteilungen von einer ganzen Reihe von Lehrern vor, die das Shstem seit zwei und mehr Jahren praktisch erprobten. Die Einfachheit und Zweckmäßigkeit wird am besten bewiesen burdt die große Verbreitung. 507 Städte und Laubgemeinben mit 118 650 Sparern haben dieses System eingeführt. In Belgien, wo die Schulsparkassen seit den; Jahre 1866 bestehen und wo man reichliche Ersahriurgen in dieser Zeit gesammelt hat, wurden in vielen Orten die bestehenden Einrichtungen umgestaltet und das vereinfachte Markensystem Reinirkens-Essen cingefübrt.

Mögen die Lehrer, die zu Ostern 'bic Einführung beabsichtigen, sich nicht durch die meist einseitigen Beurteilungen der Gegner beirren lassen und dock; wenigstens für ein ober zwei Jahre ben Versuch machen, um sich ein eigenes Urteil bitben zu können. Die örtlichen Verhältnisse finb für solche Einrichtung auch ent scheidenb. Gewiß hat jede Münze ihre Kehrseite. Es. fragt sich ab^r, ob die großen Vorteile bic geringen und meist auf der Theorie beruhenden Nachteile aufwiegen.

5chulspattassen.

Die Frage der Schulfparkassen steht seit einiger Zeit im Vorder- Munde der pädagogischen Zeitfragen. Viele Stadt- und Land- ggmicinhcn, ja ganze Kreise beabfid)tigen zu Ostern die Einführung sicher Kassen. Im allgemeinen steht die Lehrerschaft der Sache s rnpathisch gegenüber. Nachdem vereinfachte Systeme geschaffen mürben, durch bic bic Arbeit des Lehrers sehr frermmbert wirb, pnben sich viele bereit, bic soziale Einrichtung zu treffen.

Es ist angeregt worden, ähnlich wie in Belgien, behördlicher- ssstts Erhebungen anzustellen über bic Verbreitung der Schul- iparfaffen und deren Erfolge. Durch Zusammenstellung solcher amt­lichen Statistiken würde man ein genaues Bild gewinnen über die Verbreitung der Jugsndfparkaffen, soweit sie in Verbindung mit Ser Schule gehandhabt werden. Bei dieser Gelegenheit könnten bann «ach gleichzeitig die Beurteilungen der Praktiker eingeholt werden. Es würde fid) so ein wertvolles amtliches Material ergeben, welches eine endgültige Stellungnahme der Schulbehörde zu dieser sv wichtigen Frage ermöglichte.

Die in jüngster Zeit in einzelnen Tages- und Fadjblättem veröffentlichten Einwendimgen stammen saft ausnahmslos aus der Feder von Theoretikern. Die erhobenen Bedenken find immer die- ffdben: Verschärfung der sozialen Gegensätze, Verleitung zur Un- uedlichkeit usw. Trotzdem all diese Einwände von den Praktikern firmt und sonders abgelehnt werden, begegnet man ihnen immer wieder. Praktische, tatsächliche Fälle sind jedoch bisher von keinem als Beleg dieser schwerwiegenden Vorwürfe erbracht worden. Sie beruhen meist auf der Verallgemeinerung von Auswüchsen, die ffch bei falscher .Handhabung oder Anwendung ungeeigneter Spar- Meme in einzelnen Fällen gezeigt haben.

Bei einer richtig gehandhabten Schulsparkasse _ sind z. B. Kstch große .Unterschiede in den Einlagen gar nicht möglich. Brin­gen Kinder regelmäßirg 2 Mark, 5 Mark oder mehr, so weift man Liefe Beträge einfach zurück mit dem Bemerken, die Eltern sollten Üicses Geld selbst zur öffentlichen Sparkasse bringen. Die Schul- Karkasse sei nickst dazu da, die Gelder der Eltern zu verwahren. So werden die Einlagen ziemlich einheitlich. Von einer Verschär-

Landwirtschaft.

Friedberg, 13. April. Mit Genehmigung des Ministe- liuins des Innern findet vom 10. bis 15. Mai an der Obstbau- uunb landwirtschaftl. Winterschnlc Friedberg zum ersten Male ein Gartenbaukursus statt. Ter Lehrplan umfaßt: 1. Einteilung iiaib Einrichtung eines Hausgartens; 2. Freunde und Feinde des Samten Gartenbaues; 3. Gemüsebau; 4. Blumenzucht (Anzucht, st lumenpflege imb Dekoration); 5. Beerenobstkultur; 6. Verbesserung unserer Gartenböden nebst- zweckmäßiger Düngung. Es werden -.machst Männer, FratiOi und Mädchen, letztere nicht unter US Jahren, zugelassen. Das Honorar betragt 5 Mk. pro Person.

*tcr Verhandlungsleiter ermähnte Menges, ehrlich die Wahrheit zu lägen, wenn ec etwa einem Kameraden habe mit der falschen Meldung helfen oder gefällig sein mollert. Die Verfehlung werde -out Gesetz sehr hart bestraft, es stehe auf die Tat Gefängnis von

Monaten bis zu 3 Jahren und bann noch Versetzung in die ?. Klasse des Solbatenstanbes, wenn das Kriegsgericht ihn schuldig iprechen müsse, dem gegenüber könne das Gericht aber auch einen -vuher schweren Fall au nehmen, auf den mittlerer ober strenger r'Erest ober Gefängnis von 1 Tag bis zu 6 Monaten stehe. Wenn intim die 3d*eibe betrachte (die sich im GerickstszimMer als Bclveis- tüd: hefanb' könne man eigentlich nicht gut begreifen, wie sich emanb bei Feststellung des Treffers irren kaum Menges bleibt ' abei. er müsse sich verseheir haben, denn er habe den Treffer des ßrrgljof als 5 abgelesen. Auf Befragen bemerkte der Angeklagte, ttas; dre Deckung des Schicßstanbes, in der er damals Dienst hatte, ur Zeit der Abgabe des Schusses im Schatten lag und vielleicht " aburd) das Verseheir erklärt werben könne. Es war an dem Morgen klares förmiges Wetter, die Svnne stand int Südvst und wirb an einem Handrissc festgestellt, daß die Angabe wegen ?c5 Schattens in der Deckung stimmt. Der Angeklagte Reisinger 'vill 'nur beit Befehl des Gefreiten ausgefuhrt haben, und will nicht Dinen, ob der Treffer 4 oder 5 Stenge gezählt hat. Vizefeld- loedcl Philippi, der an dem Tage Dienst beim Schießen ; ;attc, bekundet, baß die Mannschaften liegend fteibänbig schießen mußten. Die Leute an der Schvibeikonnten gar nicht sehen, wer >im Schuß war. Menges erklärte dem Zeugen, als er ihn ad- ösen ließ, er könne sich mit dem Treffer auch versetzen haben, Diese Erklärung scheint ihm glaublich zu fein, da er den Gefreiten nur als einen offenen ehrlichen Menschen kennt, dem er das Zeugnis eines tüchtigen Soldaten geben muß. Er habe der Vor- tdyrift entsprechend den Leuten, die am Scheibeirstand ben Dienst Itatten, auch an jenem Morgen bedeutet, welch schwere Strafen darauf ruhen, wenn jemand Iran ihnen eine falsche Meldung macht. Er habe pstichtgemäß den Vorfall deut Lwnptmann melden viüssen, um nicht selbst dadurch in Ungelegenheiten zu fonrnten. Musketter Berghvf bekundet, daß er am 29. Marz ds. Js. -ns erstemal überhaucht geschossen hat, da er wegen Krankheit ttavon dispensiert gewesen sei. Am 28 Marz ist Menges in Ur- Ilm ö gewesen, da habe er ihn, obgleich sie zusammen auf einer Sttibc liegen, nicht gesprochen. Am Nllmtag aber, als er zum schießen mußte, sei der Gefreite schon auf dem Schießstaud ge- ! oefen. Der Mann bestreitet, daß in irgend einer Weise zwischen imi imb Menges vom Schießen die Rede gewesen ist. Hauptmann 'TolN gibt dem Angeklagten Menges dasselbe gute Zeugnis wie her Vizefeldwebel, er hält ihn ebenfalls für einen ehrliclxen nno wahrheitsliebenden Soldaten. Er habe aber sich für verpflichtet erhalten, dem Kriegsgeridst Gelegenheit zu geben, zu prüfen, ob in vorliegenden Fall nickst der § 139 des M. Str. G. verletzt fei. t fr habe dem Leutnant Brcnb.'l den Befehl gegeben, die betreffende Schn de noch einmal genau nach zu prüfen und dieser hat fcstgestcllt, d> Nlenges^zn gunften eines wetteren Mannes statt eines auf 5 <mtroffcn.cn Schusses eine 6 gemeldet hat. Der betreffende Schütze ' .durfte allerdings des Liebesdienstes gar nickst, indem, er sich uriid; mit der 5 schon sowieso ransgeschofscu hat. £>aubtmanu Poly I enrertt, daß es bei ihm ein Prinzip fei, Leute wegen, schlechten. Schießens nicht vom Urlaub auszuschließen. Leutnant 53 r cjt b c l 1 estätigt, bei einer Kontrolle der Scheibe, bic nur wenige Schüsse T attc, einen weiteren falsch gemeldeten Treffer feftgestellt zu haben. Serghvf sei von Mcngcs als Rekrut ausgebildet, Menges dessen Stubenältester. Menges fei ein ordentlicher Soldat, auf den man 1 ch verlassen könne. Richtig sei, daß der Standort des Menges, int der Deckung des Schicßstandcs, au jenem Morgen im Schatten leg. Die anbem Mannschaften des Dienstes an der Scheibe iwoHten überhaupt nicht auf den Treffer geachtet haben. Sie loollen

«Leine Tageschronik.

Auf der ZecheDeutscher Kaiser" Schacht 2 in Ham­born Hal sich vergangene Nacht gegen 12 Uhr ein Schlag- weiter ereignet, wobei fünf Bergleute den Tod fanden. Bis 2 Uhr nachts war es gelungen, vier Leichen zu bergen.

In der vorvergangenen Nacht ist wieder ein Teil der Manen- kirche zu H o h e n s a l z a e i n g e st ü r z t. An dem östlichen Gtebel- ende der Kirche hat sich ein zweiter Erdspalt gebildet.

In D ü n k i r ch e n zerstörte eine Feuersbrunst 500 Baumwoll­ballen im Werte von 150 000 Francs.

Gewaltige Waldbrände vernichteten bei Z e 111 n g e n 100 Morgen Tannendeftand. Im Moselorte Ratig sind dem Feuer 150 Morgen ^Salbungen zum Opstr gefallen.

Bei der Au'erstehungsfeier, die am Karsamstag in der Piarr- kirche von Lindldurg stattsand, geriet der Hut der Erz- Herzogin Marie Valerie von Oesterreich an den Kerzen in Brand. Die Erzherzogin blieb unverletzt, da der Erz­herzog Franz Salvator die Flammen sofort ersticken konnte.

Am Sonnwendjoche int Unkrtnntale wurde bte Letche des feit dem Sommer 1907 vermißten Lehrers Josef Schaffner aufgefunden, der bei einer Hochtour seinen Tod durch Absturz gefunden hatte. , t _

Russische Frauen haben zum Osterfeste m der Presse Einspruch gegen bic Todesstrafe erhoben. Frauen ver­schiedenster "Klössen und Parteien wenden sich gegen schändliche Verletzung des Grtntdgesetzes der Natur, das den Lebenden ein Recht auf das Leben gäbe.

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üat Obcumier, Set tti- (iii-, Dorinittags jrolidjeu i. Lchiefflluid Sienfi ti m und deni Sliigtdagii: i.uzichen der btirtfeiite ib. öicrbei hat derlei: :n bei Miskeliers Lcr; jüfl( b als getroffen an- iilüßt, diese objedii) ur iglüct kam Pireseldwek eutn, was Mcht-M s'.

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Im Osten von R o ch e st e r wütete gestern heftiges Feuer, das ganze Häuserreihen, mehrere Kirchen, darunter die deutsche Zionskirche, ergriffen hat. Miliztruppen wurden zu dem Wacht- dienst hcrangczogen. Gegen abcud wurde man des Feuers Herr. Hunderte von Menschen sind obdachlos geworden. Der Schaden ist sehr bedeutend, doch sind keine Alenschenleben zu beklagen.

Märkte.

X Blerchenbach, 13. April. Trotz rauben Wetters war der Schweinemarkt sehr gut mit Ferkeln und Einlegeschweinen beschickt. Schöne 7 Wochen alte Ferkel wurden mit 60 bis 62 Mk. bezahlt. Ein Händler ans Vilbel erstand 40 Ferkel de-s Pächters Mai vom Hof R nber lingen für 1040 9Jtf Den Bauersleuten waren die Preise zu hoch zum Ankauf, zumal auch die. Kartoffelpreise sich in ansehnlicher Höhe bewegen, 6 bis 6.50 Mk. das Malter. Eintegeschweine in schöner Auswahl wurden mit 80 bis 100 MI. das Paar verkauft, der Preis für fette Schweine ist für Schlachtgewicht 64 bis 65 Pfg. pro Pfund. Nach 11 Uhr war der ?Narkt gänzlich geräumt.

O Laubach, 13. April. Der Schweinemarkt war mit 300 Stück Jungschwelnen befahren, darunter kamen die 9wöchigen auf 5060 Mk., die 12wöchigen auf 70-80 Mk. Bei den hohen Preisen wollten die zahlreich erschienenen Käufer nicht recht an das Geschäft, so daß den 4 Händlern ein Teil der Ware unabgeseht blieb, während die Dorflcute ihre Ware ganz absetzten.

fc. Frankfurt a. 9)1., 14. April. (Tecegr. Ong. - Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe standen: 204 Ochsen, 12 aus Oesterreich, 39 Bullen, 0 aus Oesterreich, 390 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 241 Kälber, 146 Schafe und Hämmel, 770 Schweine, 3 Ziegen, 14 Ziegenlämmer, 4 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7982 Mk., 2. Qualität 7275 Mk., 3. Qualität 5860 Mk.: Bullen: 1. Qual. 63-66, 2. Qual. 58-60; Kühe 1. Qualität 70-72 Mk., 2. Qual. 58-60 9)1 f., 3. Qual. 48-50 Mk., 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gewicht: Kälber 1. Qualität 100 bis 105 Psg., Lebendgewicht 6064 Pfg., 2. Qualität 96100 Pfg., Lebendgewicht 5760 Pfg., Schlachtgew. 7580Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Pfg., Qual. 6064 Pfg. Schweine: 1. Qual. 6800 Ps., Lebendgewicht 55,000,0 Pf., 2. Qual. 6768 Pf., Lebendgewicht 54,0-00,0 Pfg., 3. Qual. 6266 Pfg., Lebendgewicht 0000 Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, fein Ucberftanb, bei Kleinvieh gut, fern Ucbcrfianö.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Donnerstag dem 15. April: Trüb. Regnerisch. Temperatur unverändert. West­liche Winde.

GrrginaL-DrahtmeLSnngen.

R. B. Darmstadt, 14. April. Ter Groß Herzog von Baden wird am 5. Mai seinen Antrittsbesuch am hiesigen Soofe machen. Auf besonderen Wunsch des Groß­herzogs findet in diesem Jahre wieder ein Kammer- m u s i l s e st statt unb zwar vom 7.-9. Juni.

Bozen, 14. April. Tie Stadt Bo^en gab aus Anlaß der bundestrenen Haltung des Teutscyen Reiches zu Äiren der hier weilender! Reichsdeutschen einen glänzenden Fesrkommers, bei dem an beide Kaiser 5Anldigungstelc- gramine abgesandt wurden.

Wien, 14. April. Es gilt hier als sicher, daß die Türkei schweren Unruhen cntgcgenjieht, besonders auch in Mazedonien, wo eine Agrar-Bewegung aus- brechcn wird, da die bosnischen Emigranten der dortigen sehr armen mazedonisclp-bulgarischen Landbevölkerung im Wege stehen. Die mazedonischen Bulgaren fordern die Zu­lassung zum Militärdienst, was die Jungtürken bisher nicht bewillrgt haben, da die Armee nur aus Moslims besteht. Die bulgarische Regierung beabsichtigt, der derzeitigen Si­tuation eventuell mit bewasst7eter Hand ein Ende zu machen.

Paris, 14. April. Der Londoner Korrcfponbent des Echo erfährt, baß England i l m i Pascha ohne Bedauern in der Versenkung verschwindcrl sehe, da dieser seit der lleberualjme der Geschäfte der diplornatuche Agent der östcr-- reichisch-beutschen Mackienschaften gewesen ist. llnlängst erst habe er eine Anfrage bezüglich einer österreichifch-türttschen Allianz die ausweichende Antwort gegeben, diese Allianz sei noch nicht ab- geschwssen. Bian schließt daraus, daß ein ähnlicher Plan be­standen habe.

Bukarest, 14. April. Die Blätter bestätigen nunmehr, daß der deutsche Kronprinz mit Gefolge zur Geburts­tagsfeier des Königs in Bukarest cintrifft und sich eine Woche in Rumänien austzalten werde.

London, 14. April. Nach einer Meldung der Times aus Konstantinopel sind dortselbst Truppen, bic dem jung- türtischen Komitee ergeben sind, aus Adrianopcl cingetrofsen. Aus der Richtung von Stambul, besonders der Gegend des Kriegs- ministcriums wird andauernd Gewehrfeuer gehört.

Gin freundliches Jamilienöild.

Danzig, Fleischergasje 83 I, den 15. Ott ober 1907.

Ich kann Ihnen nun zu meinet Frev.de mitteilen, daß meine Binder, denen ich zur Kräftigung Scotts Emulsion gebe, diese ohne jeden Widerstand, geradezu mit Vorliebe eümehmen und sich alle dadurch prächtig entwickelt haben. Die vorher matten, schwäch­lichen Kinder, die nie recht Lust zum Essen hatten, sind vergnügt, munter und aut aussehend geworden, und es ist eine Freude, sie am Tische sitzen zu sehen. Alle haben einen ausgezeichneten Appetit, find fidel und erfreuen sich des besten Wohlseins. Sogar meutern jüngsten, 4 Monate alten Töchterchen habe ich Scotts Emulsion gegeben und auch an ihm die gleiche stärkende und kräftigende Wirkung sofort bemertt. Die Kinder sind so an Scotts Emulsion gewöhnt, daß sie sie jeder anderen Speise vorziehen/ <(gez.) Karl Landig.

Die Vorzüge von Scotts Emulsion gegen­über dem gewöhnlichen Lebertran sind in Herrn Landigs Brief derttlich ectemibar. Ja erster Linie ist kein Zwang mehr nötig, um den Kindern das Präparat einzugeben. Zweitens beschwert Scotts Emulsion den Magen nicht und ist deshalb wirklich viel nahrhafter. Die bekannte Schutzmarke der Fischer mit dem Dorsch, die jede Packung aufweifen muß, ytdS1 bietet Gewähr für die echte Scotts Emulsion, 8>CT,a6ttaB1 von der allein so schöne Erfolge zu erwarten sind. Scott« Cntulfion wird bon nn« cmS(chltetzUch hn groben btrfaurt unö jroar -nte (oft nach Gewicht oder Matz, iondern nur in versiegelten Origtnalflaschen ht Stauen mit unserer Schuvmarte (Fischer mit dem Dorsch). Scott e. Bowne, ®. m. b. H., Frankfurt a- M-

Bestandteile: fteinster Medizinal-Lebertntn 150,0, vrima Glyzerin 5OA), nnterphoSphorigsaurec Lalk 4,3, unterp6o6phorigfanrc8 Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster civab. Gummi pulv. tfi, beftitL Lasser 129/), Alkohol HX). Hierzu orcmotndie GmutRon mit Zimt«, Mandel- und WaultLeriaöl je r Trovfen.

Neue elektrische Glühlampe.

70°/o Stromersparnis.

Man achte auf den ges. gesch. NamenOsram-Lampe.