Das Boot
I.S. Leipzig, August 1909.
Nachdruck verboten.
W; itelegentliches Mithelfen infolge Besuches be- WW#F > rundet kein vcrsicheru ngspflichtiges Arbeits-
Paris, 14. Wo.
Barcelona sind 25 Ges
entdeckten
frachtete
Staatskommissar
Deutsche Einheit meine Stärke, Meine Stärke Deutschlands Macht?
Auf der Festung Montjuich bei angenc standrechtlich er*
Ostafrika Sansibar für pest
Auf einem mitein em© begann gestern früh 7 Uhr der
billigt werden. Nach der feststehenden Sachlage habe der Kläger toeber in wirtschaftlicher noch in sozialer Hinsicht in Abhängigkeit von dem Beklagten gestanden. Die Hilfeleistung stelle sich hiernach nicht als eine Tätigken dar, die der Kläger gleich einem Arbeiter mit dem Willen der Unterordnung unter den Willen des Beklagten ausgeführt habe.
schoß sich Nachbarn
i r e i erklärt worden.
c ft c I versehenen Brett Oberst William West la le dorr
Das Festprogramm der Feier dehnt sich auf sieben Tage ans. Der morgige Sonntag bringt als Hauptveranstaltung den iwfjcn Germanenzug, der sich von mittags an durch die Straßen ,<r Stadt bewegen wird und in verschiedenen Darstellungen das '/den und Treiben, Sitten und Gebräuche der alten Germanen ,ir Darstellung bringt. Am Nachmittage wird eine Festfeier cs Hermanns-Denkmale auf der Grotenburg abgehalten werden, jobei ein von der Stadt Detmold gestiftetes Denkmal Ernst von Handels zur Enthüllung gelangt. Die Festrede bei diesem Teil er Feier hat Professor Dr. Hans Delbrück aus Berlin über- iLummen. — An den folgenden Tagen finden öffentliche Volksfeste verbunden mit Volksweiturnen und der Aufführung eines Fest- Isyieles statt. Der Deutsch-Amerikanische Nationalbund wird an I her Feier durch den bisherigen Vorsitzenden des Brooklyner Zweig- verband es des Bundes Richard F. Schmidt offiziell vertreten sein.
K anal bei Dover-Calais zu überqueren.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
London, 13. August. Die D e b e e r s - G e s e l l s ch a s t erklärte die Jnterimsdividendc von zehn Shillings auf die Tesered-Shares. Die Verwaltung bemerkt "dazu, daß die Dividende die sonst int Dezember erfolgende Verteilung vorweg? nimmt und mit Rückst . auf die lange Dividendenlosigkrit der Defered-Aktionäre und die bessere Nachfrage für die Produktion schon jetzt erfolgt.
Wie der Lokalanzeiger an zuständiger Stelle erfährt, ilt nach einer telegraphischen Meldung des (Gouverneurs von Deutsch*
:n- wenn er sich ni6:1 en Gegner beschult»»! eine Wand geworink )le mit Freisprechung Z ißfn die WubwüM »eil er trotz vorger« befindet, ebenialls M brte weiter ans, roeng sei in dem 'Ijerbaltn| da dem Anaellagt»! n Verhallen die Gtin| Handlung liene auch I lieben Wohlbefinden-1 ’ Pngeklaate wolle itJ gen, liegt eine PedroW zur Enlscheidnna deil Aeugerring nid i in 1 lläger locht das lind! icht den wanderndei 1 nhielt einen ganz lit; der Geselle ronttt 1 es wäre die ciraW a in dem Ansajnn.1 sdrnck kommt. 2ei j amtlichen Sofien, zu r iiisdnicklich heroori.-M ii einen Gesellen, ter tu abund bezeichnet m) ich
schossen worden.
Paris, 14. Äug. Nach einer Meldung des „Echo de Paris" aus London wird die Nachricht, daß die Dardanellen frage zwischen Iswolsky und Sir Eduard Grey im Sinne der russischen Wünsche erledigt worden sei, dementiert. 'Das gleickie Blatt meldet aus Konstantinopel, baß die Meldung, die russische Flotte bereite sich zur Durchfahrt durch die Dardanellen vor, in amtlichen Kreisen als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet Voirin
Paris, 14. Aug. Der Wortlaut der türkischen Note, die gestern veröffentlicht worden ist, hat in Athen großesBefremden hervorgerufen. Die Forderung der Pfortie, Griechenland solle in formeller Weise auf jede Hoffnung bezüglich Kretas verzichten, wird als ein Beweis dafür angesehen, daß die Pforte den Krieg un vermeid* lich machen will. Man erwartet die Intervention der Mächte besonders im Hinblick aus die versöhnliche Antwort Griechenlands auf die erste türkische Note.
Fiume, 14. Aug. Die hiesige Polizei hat mehrere Russen aus gewiesen, welche aus der Schweiz gekommen waren und Fahrkarten nach Ancona hatten. Die Polizei bringt diese auffallende Tatsack)e mit der bevorstehenden Reise des Zaren nach Italien in Zusammenhang.
Fainilien-Nachrichten.
Geburten: Herrn Landmesser Bars in Wetzlar ein Sohn. — Herrn Sigmund Freund in Marburg ein Sohn.
Gestorbene: Herr Friedrich Lott in Lorbach. — Herr Löb Heß I. in Düdelsheim. — Herr August Schmidt in Strebendorf. — Frau Kälbchen Kißner, geb. Krornin, in Scholten. — Frl. Käthchen Sann, Herr Karl Falkenslein, beide in Butzbach. — Frl. Mathilde Hmckcl m Wetzlar. — Herr Friedrich Kirchhof in Burgsolms. — Frau Julie Auffahrth, geb. Schmaner, in Marburg.
den sollte. . t _ .«.«=•
Auf den Diamantseldern der South Asncan Territorries haben auf Anordnung des Gouverneurs von Deutsch-Südweftasrika durch die kaiserliche Bergbehörde mehrere Tage lang Nachforschungen nach Diamanten statt- aefunden Nach einem soeben an amtlicher Stelle etnge- troffenen Telegramm ist die Tätigkeit der amtlichen Sachverständigen ergebnislos verlaufen.
kleine Tageschrouik.
DerBerkehrimKaiserWilhelm-Kanal ist gestern kurz vor Mittag für Schleppschiffe und Tampfer mit 2’ 2 Nieter Tiefgang wieder freigegeben worden.
In dem Bankgeschäft von Silbermann in Berlin, Friedrichstraße Nr. 153, erschien gestern morgen ein junger Mann und verlangte ausländische Geldsorten. Als der Sohn des Geschäftsinhabers das Geld aufzählte, erhob der Kunde plötzlich einen schweren Stock und schlug ihm übey den Kops. Die beabsichtigte Wirkung blieb jedoch aus und Sitbermann rief um Hilfe. Er hatte noch die Geistesgegenwart, dem Attentäter Hut und Stock zu entreißen. Im selben Augenblick trat ein zweiter junger Mann herein, der aber gleich dem andern sofort das Lokal verließ, als Silbermann Hilfe rief. Die beiden Räuber mischten sich unter das zahlreiche Straßenpublikum und tonnten bisher nicht gefaßt werden.
Auf der Zeche „Holland" pumpten zwei Lampenputzer einem 14jährigen Jungen den Bauch solange auf, bis er buchstäblich platzte und der Tod eintrat.
Der in finanzielle Schwierigkeiten geratene Inhaber der Werizeugfabrik in Solingen Stiefelmayer erschoß feine Frau und seine zwei Kinder, sodann sich selbst. Die Fran und das älteste Kind waren sofort tot, er selbst und das jüngste Kind erlagen alsbald im Krankenhause ihren schweren
Gießener Wetterdienst.
AoranSsichtliche Witterung für Heye« am Sonntag dem 15. August: Zunehmende Trübung, Regen. Kühl. Starke west- liche Winde. __
Origrnal-Drahtmel-nngen.
Eirrgescrui-t.
(Für Form imd Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Entgegnung.
In der gehässigsten Weise wird wieder von gewisser Setke gehetzt gegen die Stadtverwaltung, uitb der konfession e l l e Friede, die Grmrdbedingung jeder gesunden Entwicklung, zu stören versucht.*» Im allgemeinen Interesse solltest solche Ausfühnmgen („hier katholisch, hier evangelisch"- die im „Eingesandt, Gießener Anzeiger vom 7. August, Nr. 183: Wie man in Gießen. Hie heimische Industrie unterstützt" im Vordergründe stehen, in einer Universitätsstadt ganz unmöglich sein.
Es sei hier betont, daß der L. Woerlsche Führer erst l>crvorragender Führer ist, wie denn überhaupt neuerdings ast Führern durch Gießen und Um gegeilt) kein Mangel ist.
Auch ein eivrs.
*) Eine Störung des konfessionellen Friedens hat der Schreiber des ftaglick>en Eingesandts wohl kannv beabsichtigt. Die Betonung des kath. Charakters des Woerlschrn Verlages geschah ossenbar nur, um die Entstehung des Zuschusses der Stadt Mainz an den Verlag zu begründen. Red. ü. Gieß. Anz.
morden. Die an Bord bennonaje #rau des Kapitäns roonu auf dem lecken Schiff nicht mehr bleiben und ließ sich trotz der Warnung ihres Mannes in einer Jolle nach dem Feuerschiff Gedsar übersetzen. Tie Jolle kenterte jedoch unter megs und die Fran ertrank. Bei dem Versuche, sie zu retten, geriet der Kapitän mit seinem Fahrzeug auf Grund Bergungsdampfer sind zur Hilfeleistung abgegangen.
Im Münchener .Hauptpostamte erschoß sich cm Postanweisungsfälscher, der bei der Vorzeigung einer gefälschten Anweisung von Postbeamten verhaftet wer
Meteorotogische Beobachtungen
der Station Gießen.
———-— Thüringisches
— ■ ■■ r Elektro-und Maschinen-
Techmkum J menau Werkmeister. Prospekt
«mer.
ej'Me iiiÄinJ 0 Ul einen’-1 om andern bei bet 2 I
1 fiy N. den c. I roi? gesehen haben, ; I ' uickle und dabei äniW
ch. von OrlesheniW rsonenslandsgesetz v'VÄ ,nb hat trotzdem lmiW sen, wie er sich eben Gesetzbuches b-W riitfgelegf hoben, n vor der (flicidihire m August vorigen
eine EheschliemiiM :aqe vor der WT der amlsgerichiliTk» uliegt; kam der W-]
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Gegen das Altern
Dr. Hoinmel’s Haematogen
WAENUNG! Man verlange ausdrücklich den || Namen Dr. Homme).
ermüdet vom Marsche, niedergedrückt durch den strömenden Regen uni) unkundig des Weges in der, wie Tacitus sie nennt, Sitba 2euwburgstnsis befanden, brach er ante dem Hinterhalt hervor.
dreitägiger Schlackst sanken die römischen Adler und wer nicht bem Säkwerte verfiel oder an den Opferaltären verblMete, der diente sein Leben lang als Sklave dem ehemaligen Knechte. Aarus selbst stürzte sich in sein Schwert, um die Schmach der "Gefangennahme nicht zu erleben. Das Römische Reich machte verschiedene Versuche, die alte Herrschaft wieder aufzurichten, so Mer Germaniens, dem Sohne des Druftis: sie mißglückten aber otz einiger Erfolge. Unter anderem gelang es diesem, Thusnelda, -,e Gemahlin Hermanns gefangen zu nehmen und angeblich in ’ntem Triumphzuge in Rom aufzuführen: aber die endgültige Herrschaft der Römer diesseits des Rheins war gebrochen und -ermann in Wahrheit der Befteier Germaniens geworden.
Tiensve dem Betriebe des Beklagten M widmen, nicht begründe nxrben können, denn es sei lediglich von dem freien bei? Klägers abltzingig gewesen, ob er bereit war, dem Beklagten eine Gefälligkeit zu erweisen. In Frage könne nur kommen, frb nicht der Kläger dadurch in den Betrieb des Beklagten tvqfen Arbeiter eingetreten fei, daß er zur Zeit des unsait^ latsächlich eine Arbeitsleistung verrichtet habe, »crt Jfecm Y das Oberlandesgericht im Anschluß an die Rechtiprechung e Erichsgerichts, mit der die Rechtsprechung des Oberverwaltung-^ gcricksts und des Reichsversicherungsamts überein inmme, daran, Lfert gefegt, ob der Kläger bei der Hilfeleistung in eine persönliche Abhängigkeit zu dem Beklagten getreten fei. An hiefem Erfordernis der Abhängigkeit habe es indes im oorliegenivn Fckle nach der tätlichen Beurteilung des Berufungsgerichts g - schlt, und diese Auffassung könne aus Rechtsgründen nicht miß
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jung.
xustschüfahtt.
(Stuttgart, 13. Aug. Die Blättermeldung, daß Graf Zepp elin heute nach Schloß Girsberg gereift ist, trifft nicht zu. Der Graf muß noch 8 Tage im Krankenhause l)leiben und wird auch die Fahrt nach Berlin nicht von Irtfang an mitmachen, sondern die Führung des Z. III nach Berlin auf einer Zwischenstation übernehmen.
Frankfurt a. M., 13. Aug. Major von Parse- i' a l hat den Unfall seines Ballons nicht selbst mit angesehen, fer war schon am Mittwoch abgereist und empfing die Nachricht auf telegraphischem Wege. Die Gestenge der Takelung wurden in eine Reparatur-Werkstätte geschafft. Sic sind teilweise beschädigt, die Rohre sind geknickt oder verlogen. Tie Reparatur wird in Frankfurt ausgeführt. Die Ballonhülle dagegen soll per Bahn nach Augsburg transportiert werden. Die Reparaturen werden mrndestens zehn Ostge in Anspruch nehmen. Der Schaden einschließlich der Beschädigungen an den Häusern in der Franken-Allee ist nicht unbedeutend. ____________________________________
Rcichsgerichtsbricf.
Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert ■ die Brühl'sche Univ.-Druckerei
Vermischte».
* Der Kaiser wird als Ausstellcr auf der großen Ton-, Zement- und Kalk-Jnduslrte-Ausstellung, die im nächsten Jahre auf dem Gelände bei Banrnfchulenweg errichtet wird, figurieren. Ein besonderer Ausstellungspavtllon der Rabiner Werke ist im Ausstellungsplan vorgesehen. Tie von dem Architekten Han von der Firma Hart u. Lesscr m Berlin herrührenden Pläne haben die Genehmigung des Kaisers erfahren. Auch die Kaiserin hat stch kürzlich über dieses Projekt Vortrag halten imb sich bei bteser Gelegenheit auch eine Auswahl der für die Ausstellung zusammcn- gefleUten Gegenstände der Rabiner Werke vorführen lassen.
• Radin m aus Joni um. Tie Wiener Akademie der Wissenschafleti hat seinerzeit dem englischen Forscher Rutherford von dem in ihrem Besitz befindlichen Radiumschatz einen Bruchteil zu weiteren Studien überlaßen. Tiefer Forscher hat jetzt eine bedenkende Entdeckung gemacht. Nach seinem kurzen vorläufigen Bericlit hat er den Nachweis erbracht, daß das Radium nicht, ivie bisher allgemein angenommen wurde, aus Uranhim entstehe, sondern aus Jonium, das allo gewissermaßen als Mutlersubstanz zu gelten hak, und aus dem sich das Radliim entwickelt. In dem physikalischen Institut der Wiener Universikät ist e§ fetzt auch den Profeßaren St. Mayer und o. Schweidler gelungen, bas Jonium als felbft- ftänbige Substanz abzusonbern aus ben Rückstänben, die bei der Gewinnung des Radiums ausscheiben.
* Moberne Maler in Italien. Im »Eorriere desto Sera" berichtete jüngst der bekannte Kunstkritiker Cfetti über die heutigen Maler in Italien und über ihr Können. Tas heißt, man müßte eigentlich besser sagen, ihr Nichtkönnen, denn Cfetti läßt auch fein gutes Haar an ihnen. Mag die Kritik auch etivas übertrieben sein, so wird sie doch viel Wahres enthalten, wie ja schon der Name des Autors verbürgt. Das Aenßere der heutigen Maler Italiens ist interessant. Sehr interessant sogar! Noch immer tragen sie lange Haare, sorgen für bleiches Antlitz und für künstlerische Kleidung. Nun zii ben Leistungen. Kategorie A: Porträtisten: Sie finb durch die Bank ovtimistisch veranlagt ihre Bilder gefallen ihnen und denjenigen, die sie darstesten. Sie sind Aerzte des Exterieurs. Es kommt ihnen keinesweg darauf an, eine unförmige Taille in eine elienschlanke, einen derben Gesichtsvorsprung in em schlankes, femflugeliges Naschen zu verwandeln. Mit der Wahrheit nehmen sie es nicht genau. Hauptsache ist, daß es gefallt. Eingebildet sind sie nicht sonderlich. Sie wissen ^>loß, daß sie allem die wahren Genies, alle anderen aber wahre Stümper sind. Nun zu den Landschaftern. Tie sind überhaupt nicht zu kritisieren. Sie triefen noch von Sezession, aber einer übertriebenen, brutalen Realistik, die selbst die Wirklichkeit weit übertrifft. Interessanter ist Kategorie C, die Historienmaler. Ihr Vorbild sind die Alleii. Signor X. verkauft eine Madonna von Tizian, eine „Eecilia" von Guardi. Daß er sie selbst fabriziert hat, macht nichts weiter aus.
Verletzungen.
Der feit dem 1. August vermißte Bctugewerkschüler Gott- hold Krienitz aus Frankenberg ist am 13. August in den Rich ter sch luchten in der sächsischen Schweiz an einem meist unbegangenen Wege nach dem Zeughause als Skelett aus- gefunden worden. Erkannt wurde die Leiche an dem Nottz- buche unb an der Kleidung. Neben der Leiche lag em leeres Geldtäschchen; es fehlen Uhr und Wertsachen. Es besteht kaum ein Zweifel an einem Raubmord.
Infolge Umschlagens eines Segelbootes auf der Weser zwischen Vegesack und Bremen ertranken fünf seiner Insassen: der Zigarrenfabrikant Segelken aus Vegesack, der Rentner Kampmeyer mit seinem achtjährigen Sohn und seiner achtjährigen Tochter und die Tochter des Kaprtans Wiegand aus Blumenthal.
Ein schweres Brandungkück ereignete sich in der Wohnung des Hüttenarbeiters Blacha in B r es l a u. Während Blacha und sein ältester Sohn schliefen, machten die beiden 9 und 11 jährigen Söhne im Küchenherde Feuer an. Sie hatten Petroleum auf das Brennmaterial gegossen und beim Anzünden schlug dann eine mächtige Flamme aus dem Ofen, die die Kleider der beiden Knaben in Brand setzfe. Die brennenden iLnaben kamen der Wiege eines kleinen Kindes zu nahe und auch diese fing sofort Fcuer Das in der Wiege liegende Kind verbrannte vollständig. Dar 9 jährige zlnabe ist ebenfalls verbrannt, an dem Aufkommen des 11 jährigen Knaben wird gezweifelt. Auch der Vater und der älteste Sohn erlitten schwere Brandwunden. .
In Annweiler hatte der 49 lährige Maschinist Florian Lehr sich an seiner 14jährigen Stieftochter vergangen. Als er verhaftet werden sollte, jagte er dem Mädchen eine Kugel durch ben Kopf, das auf der Stelle tot war. Dann durchtränkte er das ganze Haus mft Pettoleum und legte Feuer an. Dann legte er sich in einem Schuppen eine Schlinge um den Hals und ' ' ‘ ' zweimal in die Schläfe. Er war sofort tot. Als die
das Haus 6rennen sahen und zur Rettung herbeieilten, sie die grausige Tat.
Ter mit Pflastersteinen von Schweden nach Kiel be Segler Erin aus Ahlborg war auf See leck ge- Die an Bord befindliche Frau des Kapitäns wollte
ist zwei Fuß breit und 18 Fuß lang. Wcstlakc hoffte Calais in zwölf Stunden zu erreichen, nach Verstreichen dieser Zeit war von dem Cfeliugen oder Mißlingen der kühnen Seefahrt noch nichts bet anal.
In Pitts bürg sollten 50 Familien der streikenden Stahlarbeiter aus ihren Wohnungen exmittiert werden. Um dies zu verhikid-rn, rotteten sich etwa 7000 Streikende zusammen und es entspann sich zwisst-en ihnen und dem berbeigerufenen Militär eine förmliche Schlacht, bei der eine große Anzahl Personen ver'letzt wurden. Man befürchtet den Ausbruch weiterer Unruhen. __________________________________
Itoinft und Wifjenfcbajt»
— Gegenüber der Bläilermelbung von einer Berufung des Geheimrats P r o i e s s o r T h o d e a l c. N a ch f o l g e r T f ch u b i S in Berlin veröffentlicht Geheimrat Professor THobe in ber .Neuen Babifchen Lanbeszeilung" eine Eiklärung, nach der chm von einer solchen Berufung nichts bekannt fei.
Verhältnis.
old, 14- W. ."Ij Der Kläger war bei seinem Schwiegersohn auf Besuch und denkender ctnen Unfall erlitten, als er diesen bei einer Fahrt zum
heute »1CL2infltj0I: ■ Achnhos begleitete, um ihm beim Verladen von Kälbern zu helfen. ieryellhnhunDcr!|ii Er machte daraufhin zunächst Schadenersatzansprüche gegen die ww« J Fleischerei-Berufsgenossenschaft geltend, die aber ab-
-eriefen wurden. Dahingegen erklärten Landgericht Jnster- | buTg und Öberlandesgericht Königsberg den gegen den | ^eischermrister L., seinen Schwiegersohn gerichteten Schadenersatzanspruch dem Grunde nach für gerechtfertigt. Beide Vordcr- i-lster nehmen an, daß der Kläger nach dem Gewerbeunfallver- üchermrgsgesetz nicht versicherungspftichtig gewesen sei, und daß ,hm deshalb Ansprüche nach dem B.G.B. gegen den Beklagten uftehen. (Im FaNe der Versicherungspflicht gemäß des Gewerbe- Tusallversicherungsgesetzes würden dem Kläger Ansprüche gegen )tn Beklagten nur zugestandeit haben, wenn durch sttaftichterliches Urteil festgestellt worben wäre, daß der in Anspruch Genommene fen Unfall vorsätzlich fier beigeführt habe.) Gleichgültig ist es tobei, ob der Gescliädigbe bei der Berussgenoisemchaft zur Ver- 'tiyenmg angemelbet worden war, oder nicht, maßgebend Mein ist dessen Versicherung s pflicht.
Die Entsck>eidung des Oberlandesgerichts Königsberg hatte ixt Beklagte durch Revisionseinlegung beim Reichs- ?-richt angefochten. Ter VI. Zivilsenat des höchsten GerMs- h«fs kam zur Zurückweisung der Revilion. Aus den Entscheidungsgründen ist folgendes Mitzuteilen: Em Arbeitsverhältiiis des Klägers könne nickst daraus 6ergel<ntet toerben, daß dieser sckwn fett Frühjahr 1906 bei dem Beklagten, feinem Schwiegersöhne, sich auf Besuch befand und wahrend die,er 3dt sich gelegentlich in seinem Gewerbe nufstich gemacht bebe. Wie das Oberlandesgerickst zuttefsend bemerke, habe da-
Wie viele große Männer fand auch er ein unrühmliches nbe. Ganz nach römischen Muster beschuldigten ihn seine Ver- "anbten des Strebens nach der Königswürde und bereiteten ihm, in Aller von 37 Jahren einen frühzeitigen Tod.
ES hat sich eine ungeheure Literatur, die weit in das Altertum iinabrcid)t, über die Frage gebildet, wo eigentlich die Silva eutoburgiensis des Tacitus zu suchen sei. Lokalpatriotischer x'ifrr und falschangewandte Buchstabengelehrsamkeit haben hier ,-nchlich zu viel getan und doch nicht die Frage erschöpfend gelöst, ,o eigentlich die Schlacht tobte. Das ändert aber nichts an der -schiwllichen Tatsache, deren festliches Gedenken jetzt begangen •erben soll. Wie tief die Eindrücke des weltenändernden Kampfes ruf die nachfolgenden Geschlechter einwirkten, beweist die Tatsache, -riß noch heute am Osning und in Westfalen in Kinderliedern der kheruskersürst gefeiert wird. Daß im 19. Jahrhundert das An- rnfen an Hermann besonders lebendig wurde, ist das Verdienst »is Bildhauers Ernst von Bandel, der nach einer Reise durch den leutoburaer Wald den Entschluß faßte, dem Befreier der Deutschen auf der Grotenburg bei Detmold ein Nationaldenkmal zu setzen. *om Jahre 1838 an arbeitete er unter großen Schwierigkeiten au r.gn nationalen Werke. Oft geriet der Bau wegen Geldmangels rs Swcken. Erst unter dem Eindruck der Siege von 1870/71 i willigte das Deutsche Reich die zur Vollendung des Denkmals cüroenoigen 30 000 Mark. Am 16. August 1875 konnte bann r. Gegenwart Kaiser Wilhelms I. die Einweihung des Denkmals nor sich gehen, das jetzt als ein Wahrzeichen des Deutschtums iait übet die Berge schnitt; die Statue Hermanns des Befteiers init dem erhobenen Schwert in der Rechten und dem Flügelhelm einem kupferüberdachtem Unterbau. Das Denkmal trägt die
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,&n ferrch ein Arbeitsverhältnis, das den Kläger verpflichtete, seine
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NNW
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WNW
3
Beiv. Himmel
Höchste
1 Temperatur
am 13
.—14.
Augti
H 25,2°0.
Niedrigste
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, 13.-14.
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= -1
- 12,2 0 C.


