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14/08/1909 Erstes Blatt
 
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Nr. 18» Erstes Blatt ISS.Jahrgang Samstag 14. Slngust 190S

Der Lietzener Anzeiger ____ __ °

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Biennal roöcbenllid) a A AA W A A A A jährlich Mk. 2.S0. durch

-lehenerFamill^nblätter, HZ AU /«VkrST^r <%X jFX. rv Abhole- u. Zweigstellen

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ffir die Redaktion 112, f \JF iyJf Zor Berantwortllch

Perlag >l. Expedinon 51 /5er _ . _ < *.'6f O * ♦♦ xia r < ** für den poltliichen Teil:

2~ General-Anzeiger für Oberheffen UUZ

K wm^tone'a'üte Rotationslru» und Verlag der Brül)lfd)en Unlv.-Vuch. und Slelndruckerel B. lange. ii-d-Mon, Lrv-dlllon und vruckerel- Lchulftrahe 7.

Die heutige Nummer umfafet 12 Seiten.

rpn dnnnö| Mform nur widerwillig angenommen hat? Es ist darum

5 uuPPv!U! .irHicI) ein starkes Stück, wenn dieDeutsche Tagesztg

ienls sind es die Jungtürken, die die Pforte zu energischem

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:. Ob es den Bemühungen der

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1 i Asammenhang bringen, den der Kaiser dieser Tage der I k rovinz Westfalen abgestattet hat. Nach Westfalen siedelt Jet zurückgetretene Kriegsminister ja jetzt über- um das Generalkommando des siebenten Armeekorps in Münster ,11 übernehmen. Sein Nachfolger ist der kommandierende ^neral des zweiten Armeekorps v. Heeringen geworden.

Von der Nordlandsreise zurückgekehrt, hatte der Kaiser ui dieser Woche ein kurzes freundschaftliches Zusammen- tnffen mit dem Zaren. Dann folgten die Festtage von Webe und Hohensyburg, und an beiden Orten hat der

Ituen kurzen Ausflug auf holländisches Gebiet.

In den Fragen der auswärtigen Politik, die Mzeit auf der Tagesordnung sind, hat die verflossene Woche wenig Veränderungen gebracht. In Barcelona Urscht endlich wieder Ruhe und in Marokko ist es den samischen Truppen noch immer nicht gelungen, die Situa- tiim zu beherrschen. In Kreta und in Mazedonien aber gurt es 'fort. Die Kreter wollen den Gedanken der Angliede- nuitg an Griechenland keineswegs fahren lassen, und änder­

nd die konservative Korrespendenz jetzt erwarten, daß dir 'Regierung die Urheber dieser Reform noch besonders ti Schutz nehmen werde. Eine gewisse Antwort hat dieNordd Älg. Ztg." auf dieses Verlangen der Konservativen nun jf)on gegeben: sie ermahnt, die Parteipolemik über dir -Ächsfinanzreform endlich ruhen zu lassen. Diese Mah -ung des offiziösen Blattes wendet sich in gleicher Weisc ;ji alle bürgerlichen Parteien. Eine geharnischte Erklärung lMgen die Liberalen, wie sie die Konservativen fordern, : aber darin nicht enthalten. DieKöln. Ztg." hält es c idj für sehr unwahrscheinlich, daß der Reichskanzler der linservativen Forderung noch Folge leisten werde. Das !«nannte Blatt hält es allerdings nicht für ausgeschlossen > die Konservativen es versuchen würden, den Reichs- cmzler durch Drohungen einzuschüchtern. Daß solche Dro-

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kiiser gesprochen, ohne jedoch aktuelle politische Fragen zu berühren. Von Cleve aus machte der Kaiser inkognito

politische Wochenschau.

Gießen, 14. August.

Die Erörterungen über die Machtpolitik der konservativen und des Zentrums dauern fort und das ist diesen beiden Parteien nicht sehr angenehm Tie konservative Presse versteigt sich jetzt sogar zu dem -verlangen, daß der neue Reichskanzler die von liberaler i5cite so schwer angegriffenen Konservativen schützen müsse. Tiefes Verlangen hat der Reichskanzler bisher natürlia »icht erfüllt. Dazu hat er auch keinerlei Veranlassung ocil die Rcichsfinanzreform doch bekanntlich in ganz anderer Leise von den Konservativen und dem Zentrum gemachi worden ist, als die Regierung es gewünscht hatte. Hat'man Ä denn schon vergessen, daß die Regierung diese Art der

jedermann Pilzkenner!

Ein Männlein steht im Walde

Auf einem Bein

Und hat aus seinem Haupte

Rot Käpplein klein.

Zentner Mark 5.- - ue Mich! billigsten ragesvmb

Ein neuer Komet gesichtet. Die>rographstche Station in Boston ist in Kenntnis gesetzt worden, daß der Kapitän von Jamaika in Boston eingelaufenen Frachtdampsers,Ad- limäl Faragut" bei Charleston und später auch bei Cap Hatters Mo Nantuket durch das farbige Glas seines Sextanten deutlich

1- Dimgen nicht inhaltsleer seien, habe der Sturz des Fürsten Aiilow gezeigt.

Nachträglich ist nun noch eine Veränderung im preußi-- viiciio»toi»auiHj., i^n Ministerium durch den Rücktritt des Kriegs- il niinisters v. Einem erfolgt. Wer das Spiel der Kom- I siinalionen liebt, mag diesen Vorgang mit dem Besuche in

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Blelchstra^ M Zlviebi

Offerte«1. 1907er HIN Ä

Carl Seh f

blie Mrlvff vrima Lual"«'.

Quantum yDlBn paud empßev" g. Weisel.

Aus dem Verlag von I. F. Schreiber in Eßlingen und München Ift uns dieser Tage ein hübsches Merkchen zugegangen, auf das wir were Leser mit besonderem Vergnügen aufmerksam machen. Es Hl betitelt: Taschenbuch der Pilze, enthaltend eine genaue Brcfireibung der wichtigeren eßbaren und schädlichen Arten nebst flnleitimfl zur Zubereitung von über 40 Pilzgerichten. Von Wil- jellm Liess. 46 feine Farbendrucktaseln. Bei dem steten Preis- turschlag der Nahningsmittel ist es mehr denn je geboten, den )i«.iach verkannten und doch so nutzbaren und schmackhaften sajronmmen mehr Beachtung zu schenken. Geht doch alljährlich iin nicht unbedeutendes Kapital durch unbenutzt verfaulende Pilze inloren. Tie Bewohner unserer Städte und Dorier lassen jedes N)r ThUionen der wohlschmeckendsten und nahrhaftesten Pilze m iw»t unmittelbaren Nähe, oft an den täglich betretenen Wegen, in Xn Waldungen, aus den Triften usw. verderben und zwar nicht iinual aus Furcht vor möglicher Verivechslung mit giftigen, oubern nur aus Geringschätzung oder vollständiger Uinemitiiis. 2ar Zweck des Erscheinens vorliegenden nutzbringenden Buchleins ft daher die Verbreitung allgemeinerer Kennmis und die gropere Beiütjimg der eßbaren Pilze als vorzügliches Nahrungsmittel. naturgetreuen farbigen Abbildungen charakterisieren aufs beste ie verschiedenen Kennzeichen der eßbaren und schädlichen Pilze, o daß der Gennß der mit Hilfe dieses Bnches gesammelten ichmack- 'o ien Früchte des Waldes ein gefahrloser und ungetrübter sein Md. Ter aus berufenster Feder stammende Text gibt eine ganz i unaue Beschreibung der einzeliien Arien, die große Aiizahl von : Hejeptcn für leckere Pilzgerichte, ein ausführlicher Lammelkalender in.) der erstauiilich billige Preis sind Vorzüge, die dieses ^aschen» :u h zum begehrenswertesten Pilzbuch stempeln.

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Nächte gelingen wird, einen Krieg wegen Kretas zu ver­ändern, das werden wohl erst die nächsten Tage zeigen.

Ein großer Arb eiter/treik ist in Schweden ins Werk gesetzt worden; der Plan eines Generalstreiks scheint indessen scheitern zu wollen, weil nicht alle Arbeitergruppen sich der Streikbewegung angeschlossen haben. An einen positiven Erfolg dieser Streikbewegung ist infolgedessen nicht zu denken; es werden hier wieder einmal nutzlos Millionen vergeudet.

In Dänemark stellen sich derweilen der Neubildung des Kabinetts große Schwierigkeiten entgegen. Es will sich nicht leicht ein Mann finden, der den Mut hätte, einen Xusweg aus den gegenwärtigen innerpolitischen Schmie- .igfeiten zu finden.

Sehr ernst erscheint wieder einmal die Sage in Lersien. Der zum Schah auSgerufene Sohn des abge­lebten Schahs weiß, da er noch ein Kind ist, die hohe Be­deutung seiner Würde natürlich nicht zu schätzen. Er bc- :immt sich wie ein Kind und verlangt unablässig nad* einen Eltern. Die heutigen Machthaber des Reiches tragen ich infolgedessen mit dem Gedanken, einen anderen Herrscher inzusetzen. Die allgemeine Unzufriedenheit nimmt nun im Lande wieder zu, und zu allem übrigen zeigen sich auch )ie Russen wieder sehr rührig. Noch weiß man nicht recht, was sie eigentlich im Schilde führen. A.

politische Tagesschau.

Cine klerikal konservative Behauptung.

Bon dem Reichstagsabgeordneten Dr. Sentier geht demHamburger Fremdenolatt" auf die Anfrage, ob es richtig sei, daß er dem Zentrum gegenüber die von dem Abg. Dr. Dröscher behauptete Erklärung abgegeben habe, er werde bei der Mstimmung über den konseroativ-kleri- alen Antrag die Kommission verlassen, folgende Mttei- ung zu:Ich habe eine solche Erklärung weder dem Zen- irunt, noch den Konservativen gegenüber abgegeben. Diese ganze Räubergeschichte ist wohl darauf zurückzusühren. daß ich, und zwar ohne jede Heimlichkeit, mit meinen politischen Freunden in der Budgetkommission in Erwägung darüber eingetreten bin, ob ichs verantworten wolle, wegen einzelnen Anträgen, die wir durchzusetzen wünscksten, gegenüber dem Unannehmbar der Regierung das ganze Gesetz zum Leitern zu bringen. Diese Erwägungen haben aber irgend eine praktische Folge nicht gehabt."

Der 85jährige Hobrechl.

Der Senior der nationalliberalen Parlamentarier und auch wohl der Senior der nationalliberalen Partei Exzellenz Lobrecht begeht am 14. August seinen 85. Geburts­tag. Die Zeit ist an diesem kernhaften Sohne des deutschen Ostens schier spurlos vorübergegangen. Noch immer ist sein Gang aufrecht und kaum gebeugt; durchdringt seine nur in den Anfängen ein wenig belegte Stimme den größten Saal, ist sein Geist beweglich und sein Rat von einer scharfen zwingenden Klarheit. So lebt er einer der wenigen uns noch gebliebenen Zeugen des letzten Heroen- alters unter uns; voll von Erinnerungen an die große Zeit, die er mit hat heraufführen helfen und doch auch die Bedürfnisse dieser.vielfach kleinen und zwiespältigen Tage rege und gegenwartsfroh mit klugem Blick umfassend. Daß er uns so noch lange erhalten bleiben möge, ein Mahner zum Liberalismus und ein stolzes Vorbild schöpferischer natio­naler StaatSgefinnung ist der Wunsch, den wir an seinem 85. Geburtstag Arthur Hobrecht aus bewegtem Herzen ber­bringen.

Kreta.

Entgegen den früheren Positionen wurde die neue türkische Note bereits gestern mittag in Athen über­reicht. Den Hauptgegenstand der Note bildet oas Ver­langen, daß die angeblicy aus den Listen des griechischen Heeres gestrichenen Offiziere aus Kreta zurückgezogen wer­den. Die Note verlangt ferner die bündige Versicherung, daß die griechisä^en Kvnsule innerhalb der Grenzen des ottomanischen Reick)es sich künftig nicht mehr an der grvß- griechii'chen Propaganda beteiligen werden. Die Antwort der gnedüschen Regierung wird in kürzester Frist erwartet. Tie türkrsche Flotte ist in Karpathos, vierzig Meilen von Kreta eingetroffen. In einer Unterredung mit dem Minister oes Aeußeren erhob der griechische Gesandte Vorstellungen wegen des Boykotts ariechischer Schiffe. Er protestierte gegen eine Beleidigung des KünigS der HeNenen durck) die türkische Bevölkerung in Adalia, die daS in griechischen Laden auSaestellte Bild des Königs beschimpfte und zerriß. Der Minister des Aeußern sagte eine Unter- ,ud)ung in der Angelegenheit zu. In Saloniki sind denn aud) schon alle Maßnahmen getroffen, um einen Boykott gegen griechische Waren von heute ab in Kraft treten zu assen, obgleich ein Befehl des Ministeriums vorliegt, daß die Behörden den Boykott verhindern sollen. Die Session der Kammer wurde bis zum 21. August verlängert. Die Verhandlungen, die tn Ipek und Djawva, abgehalten wurden, nahmen erregt Stellung zur Kreta-Frage. Die beschlossene Resolution fordert die Regieruna auf, gegen Athen vorzuaehen, in welchem Falle Ipek und Tjakova bereit seren, 40 000 Mann bereit zu stellen. Auf Befehl des Großwesirs wurde die MilitärbefreiungS- steuer für Nidstmuhammedaner aufgehoben.

Ausland.

Ministerwechsel in Holland. Der Minister der Kolonien Idenbura hat seine Entlassung genommen. An seiner Stelle wurde daö Mitglied der Zweiten Kammer De Waal Malesyt zum Kolonialminister ernannt

England und Südafrika. Me das Reutersch«. Bureau erfährt, hat der Prin^von Wales nunmehr ,)Ugefagt, Südafrika bei Eröffnung des südafrikanischen Bundesparlaments im Sommer 1910 zu besuchen. Voraus­sichtlich wird ihn die Prinzessin von Wales begleiten. Ter in Kissingen weilende Louis Botha lehnte den von der englischen Regierung angebotenen Adelstitel ab. Stejin, Jameson, Hofmeyr und andere sollen die Ehrung ebenfalls ablehnen, die von anderen Kolonial-DelegrertSN angenommen wird.

Die Kämpfe der Spanier. Das Kanonenboot General Concha" beschoß eine mit 20 Riffkabylen besetzte Barke. Die Riffkabylen sprangen ins Wasser und retteten sich durch Schwimmen. Die Barke, die eine Ladung Pulver enthielt, fiel in die Hände der Spanier. Sämtliche Kriegs- sdstffe des spanischen Geschwaders haben den Befehl er­halten, nach Melilla abzugehen.

50. Allgemeiner Deutscher Genoffenschastrtag.

S. u. H. Freiburg i. B., 12. August.

In der fortgesetzten Tagung der auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Erwerbs-- und Wirtschaftsgenossenschaften begründete vvu» nächst Verbandsrevisor Schumacher einen Antrag des Berbands- amvalts Crüger, der eine Reihe von Leitsätzen für die Errichtung und Organisation von Werkgenossenschasten aufstellt. Es wird darin verlangt, daß der Gründung einer Werkgenossenschast eine Wahrscheinlichkeitsberechnung vorarisgehe, um Einolicke in die voraussichtliche Rentabilität zu gewinnen und daß bei der Er- rid>timg ein technisch erfahrener Sachverständiger mitwirke. Nach längerer Debatte wurden die Leitsätze gebildet. Bibliothekar Lohr (Kar sruhe) sprach sodann über die Entwicklung derHandwerker- geno senschaften in Baden" und knüpfte daran Schlußfolgerungen für das Gerwssensdiastswesen überhaupt. Die Beratungen über die Angelegenheiten der Baugenossenschaften wurden mit einer

einen schwarzen Fleck mit einem kometartigen Schweif in südlicher Richtung über die Sonnenscheibe weg passieren gesehen habe. Der Kapitän ist der festen Ueberzeugung, einen Dnneten beobachtet zu haben.

In 50 Jahren das Vermögen öOOOmal ver­größert. In den letzten Tagen des vergangenen Monats feierte tn Newyork die Eauitable Live Assurance Society das Jubiläum ihres 50 jährigen Bestehens. Es ist interessant, die riesige Aus­dehnung des Geschäftes zu verfolgen, welches am 26. Juli 1859 mit einem Stammkapital von nur 100 000 Dollar gegründet wurde, und ihr Vermögen in den 50 Jahren ihres Bestehens beinahe um das 5000 fache vermehrt hat. Die Gesellschaft zahlt seit iIrrem Bestehen täglich durchschnittlich 26 000 Dollar oder stündlich 4500 Dollar an ihre Versicherten. Die in dem letzten Jahre geleisteten Sterbegelder, Versicherungssummen, Renten und Dividenden be­liefen sich auf 48 000 000 Dollar, d. h. aus täglich 130 000 Dollar. Seit der Organisation int Jahre 1859 sind an Prämien einge­zogen 1089 789 415 Dollar und 656 772 602 Dollar an Ver­sicherte ausgezahll worden. Die Bestände der Gesellschaft be­trugen am 31. D^ember 1859 117 102 Dollar und stiegen dann aus 7 721077 Dollar int Fahre 1869, auf 35 454 092 Dollar im Jahre 1879, auf 95 042 923 Dollar im Jahre 1889, auf 258369299 Dollar im Jahre 1899, und betragen jetzt int Jahre 1909 472 339509 Dollar. Dieses Riesengeschäft wurde in einem Heinen Hinterzimmer der Broadway in Newyork begonnen, aber bereits im Dezember des Gründungsjahres wurde ein neues Gesdiäftslokal ebenfalls am Broadway mit vier schönen Vorderzinrntern bezogen, für die bereits eine Jahresmiete von 2500 Dollar gezahlt wurde. Int August des Jalires 1860 wurde der erste Gehilfe angestellt, der bis zu seinem Tode im Jahre 1903 in der Gesellschaft tätig war. Int Jahre 1868 begann der Bau des Equitable-Gebäudes an der Südostecke des Broadway und der Cedarstraße, das mit seinen 6 Stockwerken das erste himmelanstürmende Gebäude New- yorks war, und lange Zeit als besondere Sehenswürdigkeit in der ganzen Welt galt. Nach und nach wurde das Gebäude erroeüert, und heute nimmt es ein mächtiges Straßengeviert zwischen dem Broaway, der Nassau-, der Pine- und der Cedarstraße ein.

Die Propyläen-Ausgabe von Goethes sämt­lichen Werken in tnerig Bänden, die der durch vortreffliche Ausstattung seiner Bücher geschätzte Verlag Georg Müller in München ankündigt, wird bei allen Goetheverehrern und Freunden eines gut hergestellten Buches den gebührenden Beifall finden. Die Propyläen-Ausgabe wird unserem höcküten geistigen Gude einen würdigen Schrein geben. Die Ausgabe, die auch einen großen Teil der Briese und Tagebücher enthalten wird, süßt auf den Texten der Weimarer Älusgabe und folgt in der Anordnung dem Plane von Hirzels ,^Jungem Goethe", d. h. sie bringt Goethes Werke in der Reihenfolge ihres Entstehens, ohne dabei in pedatv- tifd)C Zerstückelung des innerlich Zusammengehörigen zu verfallen. Von allen Bemerkungen und sonstigem krüischen Apparat ist in der Propyläen-Ausgabe, die dem lebendigen Genüsse bestimmt ist, abgesehen. Ten Druck auf eigens hergestelltem reinem Haderw- papier mit Goethes Unterfdyrift als Wasserzeichen besorgt in Ungerfraktur die Druckerei W. Trugulin in Leipzig. Zu Weih­nachten 1909 werden vier Bände vorliegen. Im Anschluß an die Propyläen-Ausgabe werden in gleicher Ausstattung und gleichem Format drei Ergänzungsbände veröffentlicht werden.

Lustige Sentenzen. Don Theodor Etzel ist im Verlag von Georg Müller, München und Leipzig, unter dem Titel Von Löwen und Lausbuben ein neues Büchlein er­schienen, dem wir die folgenden lustigen Sentenzen entnehmen:

,C lieb, so lang du lieben kannst!' sagte der Floh und fpraufl auf die Giraffe.

Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen," sagte das Läuschen und entschlüpfte den suchenden Fingern.

Er ist bester als fein Ruf!' meinte der Löwe und leckte sich die Schnauze er hatte soeben einen Esel verzehrt.

Wohltätig ist des Feuers Macht,' sagte der Besitzer einer Feuerversicherungspolice und zündete sein Haus an.

,Wo man singt, da laß dich ruhig nieder," sagte das Luftschiff da fauste es auf das Dach der Tonhalle herab.

Noch keinen sah ich fröhlich enbert/ sagte der Scharf­richter . . .