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.en, fcdfi die Ihmbiflunfl; nu1: 11 auf Wc6rit-
" । zu verteilen 'ft- (L'eb^aiter
^chliMN feien. Ich plauhe, daß der 3ntenbcrt eine» Hoflheater». btt auf den Höhen der Menschheit wandelt, bk Dinge mit ganz andren Äugen sieht, ok em Schauspieler, der drangen in cet Provinz mit einem Direktor za hui toi, defien künstlerische und moralische Qualitäten sehr zweifelhaft fein können. (Lehr ruhlifl!) 60 Prozent der Bühnen- tMgehLrigen tetuienen weniger wie VM Mark. Bon ttefepi tiklt muffen die Sühnenangeh 7 p<n sämtluL - Berpflichtungen an he । AgeMen nachkommen, muffen sich die hoftüme und die anderer Requisit,u beschaffen, die s.e zum Spiel gebrauchen. (Hört, hort!) .'iut so ist ti zu erklären, da» mir ttnc Time pchre öcn Icnnte. ft' txibe zur Bestreitung ihrer kebenObeburfnine nach 2dzug oU-TrVer- iflichtungen ganze 11,25 monatli* ' -r 7 - k^dt. I-' -haster odrt, härt') Gestern wurde mir mitqctrilt. ta»-, einer Tarne, die ,5h weiqene. in einem Sonntag dnrmitlag» zu proben, da itc nach mittag» zu ,'pielcn batte, mit 25 Mark Ttra-c. Lei einer ÄomU' flaue von HO Mark, belegt wurde. (ILehhafte» Hark, hmt öem man em Theatergeseh niacht, iana müsse dec oberUc ’^runPlat fein, darauf zu dringkn. daß eie ihmbiflunfl3m^lidifeii ain arbeit qeber und «ibeitnehmer gleichmäßig zu verteilen 1#. (2«Wte Beifall.) Huf der Bersarnmlung .*<<» Teutschen vubnenueretn» lind mehrere Resolutw,i<n angenommcn worden, darunter die. das^ vb« Direktor verpflichtet -h. den Küntiflunflspara.irapt - .1 in feine, Jküraa aufzunehmen. Mit anderen Sotten heißt ba». baß er riefen Puraaeapl.-n auch rücksicht üto» anwenden soll. Degen der llrmiglett werden die Schauspieler heute auf die Strahl.
aewarfen. Die Th r'er.-ir.iktorcn können bei ^ande-trmier^ wenn ul Zcheater nur für brn Tage geschloffen Wirt, da» Aunf^ungl- re<6l auläben Lat kies flefdu'ht, b*»eift der aall au» dem Jahre 1«A. wo beim Tote :e» Kaiser« 3tiebri4 etn ^eatecberttfifl1 ge- ttrStgt wurde, bet für 1589 unü 1590 abgeschlossen war.
niut im Theaterbetrieb di« ÄrbeitAzeit geregelt werden E" batf nicht gestattet fein, bar, von früh «410 bi# ahenb# 7 Ubt geprobt wird, und baß dann die Dor'tellung statt rinhet und schließlich auch de» Rächte noch geprobt wird. (Hort! dort!) Tie Schauspieler, ein idealer fccruf, dürfen nicht schlechter aeftefit fein, al» die gewerblichen Arbeitet. Welter fordern wir, Beftunmung.-n über bie &i u h e 3 c’.i l a n 6 an n . u n b 8 c t er. tagen, C» ist bekannt, daß an Sonntagen, wo andere Menschen ihre Erholung und Rubc suchen, die Bühncnaugeliörigen um -.eisten au tun haben. In Krankhett»fällen soll nicht schon nach 14 Tagen jemand auf die Straße gesetzt werden können, sondern hie «erpil.chtung zur Äagezoiilung soll verlängert werden. Schließlich wünsche ich. daß die Regierung, wenn ftc der Schaffung ein« Rcichsgesctzes näher tritt, analog dem Fabrilmspektor einen Theatennspektor schafft. Lr. Müller-Mcininaen hat idjbii von der K 0 ft umfrage gesprochen. Run. -Lbolr L *Jlrrongc. “ubtoifl Bar nah und Hofrnt Burckhart haben die Stoftumfrage am Theater bie Frage her Prostitution genannt. Das ,st ein hartes Wort, aber cs trifft leider zu. Dutzende von Künstlerin, nm an Probinzrheatern haben erklärt, '-aß baß Leben an diesen Theatern die reine Prostitution sei. (Lebh. Hört! Hort!) Man herlanat von einet Schauspielerin einen Garderobenbeftand von 18 bi» 19 Kostümen und zahlt dafür Gagen von 1000 biß 1200
Mar? (Härt! Härtk) fi-cht ei überstanden bin ich eit dem. hwß T,r. Müller Meiningen über die Zensur gesagt hat. Ich bei« kenne eich:. 3aß au# dem G-dic: bet Zensur baß Unzulängliche oh Ere-gr-.i» e rb. Sie wird wirklich manchmal gehandhabt, bis mar. darr 1: nicht einverstanden sein kann. Aber bie Zeit ist vorbei, wo da» lslanzstück der Zensur passieren konnte, wo man i n Ludwig Fuldas .Talisman' bie Inerpres st b lebe» Königs — lStucm. Heiterkeit) bei der Stelle -Laß Dich • f- erbosen.. Da bleibst bei König auch in Unterhosen, wurden 312 Unterhosen gestrichen. (Stürm. Heuer leit.) HI» die Schauspielerin dagegen protestierte und sagte, sie müsse doch etwa» sagen, meinte der Jenfor: -Schlucken Sie bie Sache einfach r 1: n t c re. (Minutenlange Heiterkeit.) HI» die Schauspieler schließlich doch e nrnal bad ominöse Dort aut-sprock, wurde ft: Uoi das Gericht gestellt, und kam nur deshalb mit einer gelinden Strafe davon, nx.l sie sagte, da» Dort iväre ihr so beraii-gerulscht. tHeiierk t.) Heber dieser HeitcrLit. die unß Die Zensur bereitet, dürfen wir nicht t-craeffen, baij eß Stücke gibt, die wirklich nicht im Interesse beß Volke» geschrieben sind. Ich sp re cheda nicht al» Zentrumsmann, sondern vom Standpunkt eine» Menschen, der bie D e l t mit offenen Augen sieht. (Minutenlange Heiterkeit link» und recht» ) Ich meine, ich spreche nicht vom Parteistandpunkt eines Zentrum-. mnn*J. sondern 6 em Standpunkt eine» Manne», der bic Seit mit klugen Blicken überschaut. (Er- reuet* 'türmische Heiterkeit link' und recht» ) Sie haben ja gar keine Äbnung, wie leicht einem da» wird, gerade wegen der Seit» Herzigkeit der Weltanschauung, die wir vertreten. ($e£r gut! im Zentrum.) Tie tzrage der Regelung der Zensur ist sehr schwierig, und deswegen sollten wir ba; Thcatergeseh damit nicht belasten. Wir werden dem ersten Teil der Resolution Müller.Meininaen daher zustimmen, dagegen lehnen wir die Verbindung mit oer Zensur ab. Ich wäre gewiß auch srch, wenn die bayerische Einrichtung der künstlerischen Beiräte Rach, abmung finden würde. Aber ich fürchte, daß in diesen Beiräten die künstlerischen Elemente bte pädagogischen zu sehr übertreffen werden. Es handelt sich bei den Bühnenangehörigen um eine Klasse von Menschen, die mit un» zu den Trägern der Kultur gehören. Es handelt sich um eine Armee von 65 000 Menschen. Ter Notstand dieses Berufszweige» sollte nicht größer sein, alo der Notstand irgendeiner erwerbenden Bcvölkcrunaüschicht, da er mit dazu berufen ist, unser moderne» Leben mit Idealen zu erfüllen. (Lebh. Beifall.)
Abg. v. Brockhausen (Kons.)' ' . -
zieht seine Resolution Erhebungen im Tbeaterwesen anzustellen, zu Gunsten der Anregung dc» Abg. Pfeiffer zurück, die Theater- zensur jetzt Wegzulassen.
Abg. Sachse (Soz.) .
fordert ein RcichSberggesetz und ist für Beibehaltung der biSheri- gen Bestimmungen über den Reservefonds. Er verwirft die Aon» zefsionspflicht deS Flasckenbicrhandels. weil dadurch viele kleine X:cute geschädigt wurden? Ich wundere mich, daß der neue Kollege Vogel sich nicht hier für die Walzwerke mS Zeug legt.
- -- Abg. Siecke (SatL)" - - -
sprich: sich für cir.e Aenderung der Vorschriften über den Reservefonds au» und empfiehlt eine entsprechende Resolution seiner Partei. | ,
Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen.
Abg. Dr. Srank (Mannheim. Soz.):
Leider hat sich der Vorhang zu schnell gesenkt Ich kann daher den Auftrag meiner Partei, für ein Reich»theatergeseh zu sprechen, nicht erfüllen. '
Abg. Vozcl (SatL): *v 4 ij
Ich habe mich schon am Montag zum Wort gemeldet, Lina nun aber doch nicht mehr für die Siegener Werke sprechen.
Abg. 0*ctbein (Fr. vg ) :
Meine Stellung zu den Zöllen ist angegriffen worden. -".e war aber immer sehr klar.
Abg. Graf flenn (Kons.):
Wenn Herr Gotbein sich so stellt, al» cb er im Jahre 1905 Bet der Beratung der Handelsverträge die Inkonvenirnzen. welche sich ergeben mußten. vorausgesehen hat, so wundert e» mich nur. daß er für den niedrigen Gersten zoll von ILO Mark gestimmt hat.
Ta» Gehalt de» Staat»sekrekär» wird bewilligt.
E» wird über bie Resolutionen abgeftimmt. Angenommen werden die Resolutionen auf Hu»ba i de» deutschen HandwerkSblatteS. auf Einfübrung der Verhälmiittv^vl bei der Krankenversicherung und durch Hammelsprung mit 14-* gegen 118 Stimmen die Resolution auf Erlaß von werteren Swupvorschris» ten für bte Anlagen der Großeiscnindustrte; ferner wird angenommen die Resolution auf Erlaß einer Verordnung über bte Einrichtung und den Betrieb von Me toll schleif ereien. auf Vorlegung einer Denkschrift über die Lage ter reinen Walzwerke usw.. auf Aendemng de» Unfallversicherungsgesetzes ^Reservefonds,, auf Erleichterungen in den Bestimmungen über den Reservefond», auf Erlaß von Schutzvorschriften in den Glashütten, auf Einschränkung der Rächt- und Sonntag-arbeit in der Glasindustrie, auf Vorlegung eine» Reichsber.igescye» und Anstellung von i'rubenfontrol- (euren, auf reichSgeseyliche Regelung de» Bergrechts für da» Reich, auf Gewährung von Einmhrscheinen zum zollfreien Bezug des Einstands Materials für reine Walzwerke und auf Vorlegung r ner Denkschrift über die I'age des Erzbergbaus. Einstimmig angen^m- men wird die Resolution auf Vorlegung eine» Reichsthea ter- gesetze », in dem die Bühnenvertrag-regeln einer zeitgenäßen Reform unterzogen werden. Die Regelung der öffentlichen Recht»« Verhältnisse des Theater» wird abgelehnt.
Tas Hau» vertagt sich. Donnerstag 2 Uhr: Nachtragsetat, Weiterberatung.
. Schluß 6'/, Uhr.
Deutschlands Reichtum.
ES sind mir wenige Jahrzehnte her, da sah das Aus land auf Deutschland als auf ein armes 2and herab. Und lernte? Wie steht eö 11m das deutsche Nationalvermögen? uöimcu lvir die 500 Millionen neuer Reichssteueru nod) aus bringen, ohne zu verhungern? Man möchte beinahe das letztere annehmen, wenn inan die mannigfaltigen Bet rach hingen icher die neuen Steuervorschläge verfolgt Es sieht beinahe nne Heroismus aus, nnc die verschiedensten poli - tischen und wirtschaftlichen (Gruppen, vor allem die 6unser vattven am Sdwitmi der Reichsfinanzreform arbeiten. Ist eine solche Gegnerschaft gegen die einzelnen Steuern berech tigt? Ist es imrfiid) wahr, daß diese vder jene Steuer den wirtschaftlichen Ruin weiter Schichten der deutschen Bevöl Tmmg lierbeisiihren lverde? Wer es verschmäht, hier einen Propheten zu spielen, der wird auch nicht leicht eiste luort finden. Es crfdnniit alles so ciuleuditcith nnd klar, was die einzelnen Inleresfentengruppen gegen die einzelnen Steuern Vorbringen Aber mau muß sich doch sagen, daß ans der Reichsfinanzreform nichts lvird, wenn feder Steuer - Vorschlag kurzer S^aub negiert wird. Run liegt es uns fern, gegen irgend icnianb den Vorwurf zu erheben, als wolle er sich ans reinem Egoismus drücken, wo e? nun einmal gilt, für bic höheren finanziellen Anforderungen des neuen deutschen Reiches aufzukommen. S’-ölKrc Steuern zahlt zwar niemand gern, aber so viel Ehr- und Pflichtgefühl bat bei uns dod, sdiließltdi wohl jeder, daß er sein mög lichstes hü. um die '^efinidung unserer Reichsfinanzen zu cnnöglidien Es fehlt nur viel fad) nod) an dem nötigen Selbstvertrauen im deutschen Volke. Man weiß es wirklich nicht, ob man imstande sein wird, diese oder jene >Steuererhohnng zu tragen Ta ist es nun gut, daß das dinitsche Volksvetntögett einmal einer Berechnung unter zogen wird Ta o tut A r n 0 l d S t ei n nt a itu -Bü cher in einer soeben bei Ctto Elsner in Berlin erschienenen Bro^ schirre: er berechnet dort das Volksvermögen Deutschlands, Frankreichs, Eitglands und her Vereinigten Staaten von Amerika und kommt zu Ergebifissen, die nicht unbeträchtlid) von dein abtueid)cn, was man bisher als richtig angenommen hatte Auf Grund gewissenhafter Prüfung findet er folgendes
B i s h e r hat es geheißen:
200 Milliarden deutsches Volksvermögcn, 200 Milliard. Volk-Vermögen ^ranfreidio iutt> 250 Milliarden VvlkSver- miigen lffroßbritanniens.
I e tz t b c i fH e S.
.'150 Milliarden deutsche s Volks vermögen, •.*.'10 Milliarden französisches und höchstens 300 Milliarden britisches Volksvermögen
Das sind Unterschiede! Hier n ad) luärr also daS deutsch c Reid» s d) v n heute d a s reichste Land in Europa Der Verfasser berechnet dann noch, wie eS itt zwanzig fahren lieißeu wird imb gibt für diese Zeit folgende 'lahlen -
600 Milliarden deutsche-, 300 Milliarden französisches nnb 438 Milliarden britisdws Volksvermögen.
ferner l*ered>net er die Einwohnerzahlen, die heute jur Deutschland 6.3 Millionen, für ^ran kreid) 39 Millionen, für Großbritannim 43 Millionen be- tragen, auf x:, 40 und >3 Millionen Da- sind Zahlen, bie allerdings mit Vorsicht anf-nnehmen find, aber tut Zu- fammcnhait mit den iibugeii Beredmungen durchaus geeignet sind, das heutjdK Volk ans feiner politischen und win fdwftlidkii Verdrossenheit heran zureißcn und ihm u Leigen, daß seine lOfährigc Arbeit seit der Gründung des Teutfdnn Reiches nicht umsonst wai
Beachtensnnrl ist nod) ui der Sdunt Slcrnmmm Vudvis bte Feststellung, das duli> iu:. .. nun :et u buflrieilen Tütigkrtt di a n b m t r t f er 1 f t 11 • litten ha' , sie sei nicht oerr. *•: -r uotben oder c. wie in Großbritannien, Riukjchru: na tun
fähigkeit habe fid) vielmehr nad) Minrgc und Güte ihrer Er Zeugnisse und ihr Reid)tum infolge der Äertsteigerung dieser Erzeugniffc und dadurch auch des ländlichen Grundbesitzes entsprechend den Fortschritten der Industrie entwickelt. Tie Entwicklung der Industrie war für sic die Grundlage dieser günstigen Entwicklung. Die gesamte landwirtschaftliche Produktion wird heute auf jährlich 15 Milliarden geschätzt gegenüber einer industriellen und gewerblichen Gütererzcugung von etwa 36 Milliarden, eine Leistungsfähigkeit der Land wirtschaft, die der Hälfte der industriellen und gewerblichen sehr nahe kommt.
Ein Zufall fügt es, daß setzt gleichzeitig mit den interessanten Mitteilungen Steinmaun Büchers auch die preußische Stcuerübersicht für T.)08 bekannt wird. Tie, Ziffern, die sich einem dort darbteten, sind keineswegs un interessant. Rad) der Steuerübersicht, die dem Abgeordneten- Hause zugegangeu ist, beträgt für das Jahr das veranlagte Einkommen der preußischen Zeusiten 12795101910 Mk., ist also gegen das Vorjahr um 8,91 Prozent gestiegen. Von der (Gesamtsumme entfallen auf bic Städte !)035676 257 Mk., auf daSLand:3 7)9 125 653 Mk Tas Durchschnittseinkommen stellt sich auf den Kopf der Zensiten in bcn Städten auf 2402.22 Mk., auf dem Üanbc auf 1777.20 Mk., überhaupt auf 217.7.24 M k.
Tas veranlagte steuerpflichtige Einkorn- 11t en der Zensiten mit me hr a 15 3000 M I men beträgt 5450975235 Mk., ist also gegen das Vorjahr um 5,72 Prozent gestiegen. Es sondert sich nach den für biefe Zensiten befonbers zufammengestellteu Einkommensquellen wie folgt: Aus Mapttalücrmögen 1701 988 022 Mk., aus Grunbvermögen 1233 155 337 Mk., aus Handel, Gewerbe und Bergbau 1832635812 Mk., aus gewinnbringender Beschäftigung 1622 125 270 Mk.
Tas gesamte steuerpflichtige Vermögen, also nicht das Einkommen, sondern der Kapitalbesitzder Zensiten in Höhe von 91653297197 Mk. entfällt auf die Städte mit 58 416 423 968 Mk., auf das Land mit 33 206 873 229 Mk. Tav Turchfd)nlttsverniögen stellt fich daher überhaupt auf 60 997.69 Mk, in den Städten auf 80161.36 Mk, auf dem Lande auf 42932.72 Mk.
Interessant ist die Feststellung derrcich stcst Städte Preußens: so beträgt das Turchschnittsvermögen in Ehar- lottenburg 192104 Mk. (feit 1907 um 11000 Mk. gestiegen', in Frankfurt a. M. 186 286 Mk., in Wiesbaden 169 302 Mk., in Titffclborf 154 771 Mk-, in Wilmersdorf bei Berlin 154 277 Mk, in Essen 142 707 Mk., in Bonn 141963 Mk, in Berlin 139 956 Mk. Tas steuerpflichtige Vermögen der sämtlichen Zensiten ist um 9,21 Milliarden Mark gegen 1907 gestiegen. Es besitzen 100 000 bis 200 000 Mk. 5,32 p S? , 200000—50000" Mk 2,88 v. d, 300000 1 000000 Mk. 0,84 v. H, 1—2 Millionen Mark 035 v. H , mehr als« 2 MMionen Mark 0,21 v. H. oder 3083 Zensiten Einkommensteuerfrei, rocti das Einkommen weniger als '.»00 Mk. betrug, blieben insgesamt 19 932981 jtopfc vder 52,42 v. H der Bevölkerung, banott 7*254 729 Städter und 12 678 252 Landbewohner Ter im ersten Augenblick erschreckend hohe Prozentsatz von 52,42 Prozent derjenigen, die ein Einkommen von weniger als 9"U Mark haben, wird aber erst verftiinblidi, wenn man beachtet, daß sich unter dieser Ziffer auch die noch nicht erwerbsfähigen Ninder. Ehefrauen, die Söhne nnb Töchter wohlhabender Leute, bte ein eigenes ZinSeiukommen nicht haben, Milttärverfonen und Strafgefangene mugerectmet find Bcrztoeifelt ist jedenfaUs, wie man aus allem erficht, die finanzielle Lage des deutschen Reiches keineswegs
E. A.
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Zlenöerung öts hessischen Zlschercigesetze;.
! Tas . dKTctflqcD rom 27 April 1881 beftunmt tn Artikel 14**, > ;id) eines Fuchcrcifrcvelc litchi jchuld'fl «acht, wer in
schiffbaren Strömen und Flüs f e n mit der ein- fad)cu Handangcl ftidit Dieser Vorschrift lag di'* Auffassung ui Erundi, es könne der Fischerei in größeren Flüssen durch das Angeln ein nennenswerter Schaben nicht uigriüat werden Tiefe Auffassung Kal sich indessen infolge der Vervollkommnung der Angelgeräte al? uiibaübar invirsen Zudem machte snv der Umstand unamieneb'n iiihlbar, das; e» nicht immer zu verhüten war. daß tatsächlich neben dir zugelassenen eiiüadxn .^aubangri verbotene iöcräte benutzt wurden. Tic Regierung brachte deshalb bereits auf b.mi 30. Mondtag einen (^cifpaitnnirf ein. wonach der Artikel ix dos Fischereigefetze» aufgehoben sein sollte. Tiefer 6,esetzentwurj blieb sowohl auf biesem wie auf dem folgenden Landtag uiicrlcbigt. Inzivischcn ist von luciltrcr Vorlage abgesehen worden, da die reidwgesevlichc Regelung der Ange- lepimbrit in Aussicht gestellt nrorbrn war Tiefe Aussicht lr- steht ietzt nicht mehr und es erscheint ange;rigt. her Bcrufsfifcherei den nunschenswerten 3dmr. gegen di ibr an-5 brr Rngetsreihnt ernachsenden Schafen durch land,*»geietzllch>* VorichriNen ;u gr- ipdbreH. Tiex- kann gesdieb.ii. otzn> rag c< rrforht rltd* 1« den Artikel 18 aufnihed n unb bannt daz Angeln in schiffbaren Stcvmen und Flüssen durä' aitbcic als bif Berechtigtn gän;- lick zu verbieten, nämlich dadurch, daß hierfür schriftliche Er hiubnio der Verwalnmgsbel.orve nornridiricb«*n wird Eine ähnliche Lösung ist bereit» anläßlich der Verhandlungen der Zweiten Mamnicr über die Vorstrlluna'N Or- Mainur AngclNude betr den Angelsport int Groß Ker wgtunt Hessen unb den Angelsport im Rhein im Gebiet des Größter ogtnms Helfen nl? möglich an gedeutet ivorocn Ter nunmehr norkiegendr En Mur) ficht die Ausgabe bezahlter Fisckereikorten vor. hon deren Besitz bte Br jugnis zum Angeln in fannboren Strömen und slüfsen durch andere als bie Berechtigten, ebenso aber auch die BesugNi^ ;um Fischen nbervaupt ui öffentlichen bewässern burd) RidUberechtigte bedingt fern soll Auf diese Weife wird gleichmäßig den Zn- ter essen brr Beruf snscher unb der Sports,sd>er. aber auch den Zntcressen der Fischcreiaunichl gebient sein Die Mischern karten werden hon den >trn»ämtcni bis zur Taupi inrs Zähre» ausgestellt. Hierfür ist eine Abgabe in Höhe hon 5,8 ober 15 M vor - geicbcn, ic nachdem bei 'J?arfn'u(hcnbc f.-inen WoKnfiß oder bau- ernben Aufenthalt im Großv.erzoqNnn, un »brigen leutichlaud oder auRcthalb des Reiche bat Bei einer lv.ültwkriwkwu'-r bet Startr von mcnigei als drei Monaten ermäßigt fid) h:r Abgabe aut 2,1 nnd 10 Mark s&o r* it(b nicht nur um ha# .Zischen mit t er erntachen Handangel in schift baren Strömen und lassen hantelt, darf bic 8arte nur mit Zuttiuimnng de« Berechtigten ausgestellt werden i^sdräftsnnfädigkeit im Sinne be* Börarrlichen Gesetzbuches unb bte Unfähigkeit arm Pachten einer .rtüftcret schließen den Besitz der ihidicreitnrtr au»; die Ausstellung der Marte Tann werter verweigert werden, wenn tattaiben vorliegen, bic die Annahme recht fertig en, daß 1 ic mißbräuchlich iverde verwendet werden Ver'onen. cu- in ihrer Gefchaftsunlähigk it m Sinne des Burflerlilven ,Gesetzbuches beschrankt iuib. bedürfen zum Besitze der Marti der iustimmnnq des gesetzlichen Vertreter — *lmn Schluß enthalt der Entwurf bte crivrberhrfKn Slraibeftim- mungen.
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40 Jahre ycssische StaaNfteuerftatiftit.
Vor 40 Jahren bildete, n d. lärmst 3i|t", im tffrost- Herzogtum Sxffcn der Grund und Boden nebst Gebäuden die Hcniptsteucrguclle des Staates: denn diese Grundsteuer erbrachte im Fuhre 1869 <»8 Prozent des Gesawlbeträges der direkten Steuern, während auf die Personalsten er nur 20 Prozent und auf die (Gewerbesteuer 12 Prozent entfielen Zm Fahre 1870 schncNte durch IbnivaiiÖlung der Personal- steuer in Einkominensteuer die letztere von 20 Prozent auf 36 Prozent des (Yesamtsteucrbetrages cmvor und bat jetzt, im Fahre 1908, die Höhe von 76 Prozent erreicht In« zwischen war nämlich, in den Fahren 1885, 1896 und 1901, die Progresfion der Einkommensteuer wiederholt verschärft worden Ferner wurde bic Oh-unb- unb Gewerbesteuer nebst der erst im Fahre 1885 eiiigefühttcn Kopitalrentknsteuer im Fabre 1901 durch die Vermögenssteuer ersetzt, die jetzt ungefähr 24 Prozent des Steuerbetruges rinbringt. Taß sich die Einkommensteuer, ähnlich wie in Preußen usw, ium Rückgrat des Steuersnstems ausbilben konnte, verdankt l'ic dein überraschenden Lachs tum des Volkswohlstandes, denn das Einkommen btt hessischen Bevölkerung ,physische Personen) ist von 166 Millionen Man im Fahre 1870 auf 550 Millionen Mark 111 1908 gestiegen, so daß sich das Einkommen vro topf her Bevölkerung von 202 Mark auf 137 Mark erhöhte oder, auf einen Steuerpflichtigen berechnet, von 780 Mark auf 1559 Mark. Einen tieferen Einblick in bte Einkommensoerhältnisse der Bevölteri iig erhält man


