jedoch erst, wenn man untersucht, wie sich die niederen, mittleren und l)öheren Einkommen im Laufe der Zeit der Zahl nach verschoben haben. Man kann dann folgendes feststellen: Die Zahl der Pflichtigen mit einem Einkommen von ‘JOD bis 1700 Mark ist in den letzten 40 Jahren auf das Dreifache gewachsen; die Pflichtigen in den mittleren Einkommensklassen, also ungefähr bis zu einem Einkommen von 8000 Mark, haben sich verdoppelt, und die Zahl der Einkommenspflichtigen mit über 8000 Mark ist auf das 4- bis 6 fache gestiegen. So weist z. B. die Einkommensgruppe von 30 000 bis 100 000 Mark im Jahre 1870 nur 77 Pflichtige, im Jahre 1908 dagegen 5'31 (physische) Pflichtige auf. Diese Steigerung der höheren Einkommen ist sicher nur zu einem kleinen Teil auf genauere Einschätzung zurückzuführen und entspricht in der Hauptsache den ver- önberten Wohlstandsverhältnisscu, so daß die staatliche direkte Steuerlast, die heute 11.32 Mark auf einen Bewohner Hessens beträgt, weniger hart empfunden wird, als vor 40 Fahren, wo auf den Kopf der Bevölkerung mir 7 bis 8 Mark Steuern kamen.
Hess. Verein für ländliche heimatrpslege, wohlsahrt- und Aunstpslege.
— Friedberg, 10 Febr.
Im Saal des „Hotel Trapp" fand beute nachmittag eine iehr gut besuchte Versammlung des Hessischen Vereins für ländliche Heimatpflege, Wohlfahrt- und Kunst'pflege statt, die von dem Vorsitzenden, Geh. Regierungsrat F e ij mit herzlichem Willkommengruß eröffnet wurde. Insbesondere begrüßte er den Provinzialdirektor Geheimerat Tr. Breidert, Bürgermeister Baurat Stahl, die Vertreter verschiedener K>eisämter, des Hess. Tiakonissenvereins, des Hess. Vereins für innere Mission, des Rhein-Main-Verbanbes und des mittelrheiniichen Vereins sür Volksbildung. Tie Versammlung sei die zahlreich besuchteste, die der Verein bis jetzt hielt und solle auf verschiedenen Gebieten neue Fingerzeige und Wege bieten. — Provinzialbirektor Geheimrat Tr. Breidert begrüßte die Versammlling im Namen der Provinz und versicherte, daß die Provinz die Bestrebungen des Vereins gern unterstützen werbe. Tie Gruße der Stadt Friedberg überbrächte Bürgermeister Bau- rat Stahl. Von dem'Vertreter des Ministeriums des Innern Ministerialrat Dr. U s i u g e v rvar eine Begrüßungsdepesche eingetroffen.
Den ersten und Hauptpunkt der Tagesordnung bildete das Thema
Volksunlerhaltung auf dem Lande, das Pfarrer Vogt- Reichelsheim i. d. Wetterau mit einem längeren Vortrag eingeleitet, dem folgende Leitsätze zugrunde lagen:
I. In unserer hastigen Zeit, wo die Strömung nach der Großstadt volkstümlich geworden ist, geht viel gesundes Volksleben verloren; Volksgist tritt meist an dessen Stelle. Welche Segnungen und Reize, Schönheiten und Vorteile nun gerade das Landleben in vieler Beziehung gegenüber diesen Städten aufzuweisen hat, bleibt einfach den Leuten vom Lande verborgen. Die Liebe zur Heimat fällt so allmählich dahin, zumal auch alle, gute Sitten sterben, und ein fast völlig andersdenkendes Geschlecht heramvächst. Tic der Volksnnterhalning dienenden Sitten haben auch hier und dort ihr Gewand gewechselt, so die „S pinn- stube", welche heute vielerorts auch „Gesellschaft" genannt wird. Diese ist je nach der sittlichen Höhelage der einzelnen Gemeinden einznschätzen. Wo man die Svinnstnben verbietet, begeht man ein Verbrechen am Volke, indem man ein Stück echten Volkslebens tötet, anstatt die Auswüchse zu treffen. Die Teilnehnter der älteren Hausbewohner an diesen Jugendversanimlungen bietet die beste Gewähr einer gesunden Jugend- und Volksunterbaltung. —. Ein Stück geselligen Lebens auf dem Lande bereiten sich auch die einzelnen Familien durch gegenseitige Einladungen an den Winterabenden oder zum „Schlachtfeste". Tie verschiedenen Vereine, lute Krieger, Gesang, Turn-, Musik-, Gewerbcverein usw., pflegen ihrem Namen und Zweck entsprechend, bestimmte Gebiete des Volkslebens, wobei jedoch die Volksimterhaltung mehr oder minder nur in der betreffenden "Art zur Geltung kommt.
II. Um dem eindringendeil und vorhandenen VollSgifte noch wirksamer entgegenzutreten sind noch andre Wege zu beschreiten. Tas Alte und das in den verschiedensten Formen des Landlebens Gegebene muß. mit neuem Geiste durchdrungen werden, der erfüllt ist mit heißer Liebe zu unferin Volke und der Heimat. Segensreich für Herz und Gemüt wirken allgemein verständliche Vorträge. (Orts-, Familien, Heimatsgeschichte, bedeutende Minner und Frauen, Sagen Und Legenden, Berge und Burgen, Flüsse und Städte, Kriege, und Friedenszeiten, Geisteskämpfe und Weltanschonungen, (Ättdeckungeu und Erfindungen usw. An jeden Vortrag bat sich eine, freie Aussprache anznschließen, die in Schlichtheit und Offenheit manches vertieft und weiter ausbaut. Nötig für solche Vorträge ist ein „Frageka st e n". Turch die darin niedergelegten Fragen gewinnt man einen gewissen lleberblick über dos vorhandene In tcreffe und womit sich unter anderem die Volksseele beschäftigt. Ein sehr willkommenes Hilfsmittel für Vortrag und Anschauung ift bet L i ch t b i l d er a p p a r a t. Vieles wird hierdurch den Zuhörern verständlicher und prägt sich tiefer ins Gedächtnis und Gemüt ein. Möglichst viele Leute sind zur Mitarbeit an dieser Volkssoche heranzuziehen. Ties geschieht z. B. durch Vor les en lehrreicher Erzählungen oder klassischer Stücke mit entsprechender Rollenverteilung, vor ollem aber durchs „Dorf- t Heater". Ter Geschmack in dieser Beziehung ist vielfach verdorben, zumal frier und frort zweideutige Stücke, ja Schmutz auf die Bühne kommen. Durch echte Volksstücke, verbunden mit sittlichem Ernst und sonnigem Humor, ist die ideale wirkliche Bedeutung des Theaters für die Volkserz.'ehung und Volksunter- haltung darzulegen. Die von Volksfreunden ins Leben gerufenen „Wandertheater" dienen wohl als Vorbild, aber die eigene Mitarbeit der Ortsbewohner wird hierdurch beiseitegeschoben, was im Interesse her zu erstrebenden Volksunterhaltung nicht erwünscht sein kann. Als Höhepunkt der Volksunterhaltung gelten die „Gemeindcabende" — die Vollversammlungen der Ortsgemeinde - , welche verschiedenartig gestaltet werden können. Alls die Mithilfe der in Betracht kommenden Vereine ist zu sehen. Tas Volkslied, entsprechende. Musik, der Vortrag, womöglich Licht- bildervortrag, das Dorstheater nsw. kommen frier öffentlich zur Geltung. Ein Teil der Tvrfseele wird gleichsam zum Schwingen gebracht. Für eine wirklich gute Volks bibliothek ist zu sorgen. Ter Bolksunterhaltung und Vertiefung der Liebe zur Heimat und Vaterland, zu allem Guten und Hoheitsvollen dienen auch die, in der besseren Jahreszeit unternommenen Wanderungen nach wichtigen Städten und Gegenden. Auch hier ist es, wie bei den Schulspaziergängen, der Anschauungsunterricht, welcher Herz und Geist erfreut. Tie Schulspaziergänge müssen vermehrt werden, doch ist den Lehrern dabei Haftpflicht abzn- nehmen. Es ist Pflicht der O r t s b e h ö r d e n , diesen Bestrebungen der Volksunterhaltung freundlichst entgegenzukommen, Pflichten jedes V o l k s f r e n n d e s oder VolkserzielierS, für die Volksgenossen und die Heimat in der jeden gegebenen Eigenart nach Kräften zu wirken. Pfarrer und Lehrer müssen vor allem in diesem Sinne wirken, denn sie sind für das Volk und das Volk nicht für sie da. Mit der rechten Volksunterhaltung ist die Heimatpflege erwachsen.
Nach dem mit lebhaften Beifall aufgenommenen Vortrag bat der Vorsitzende, int Sinne der Ausführungen des Redners die Sache m den einzelnen Dörfern in die Wege zu teilen, namentlich Pfarrer, Bürgermeister und Lehrer sollten dies tun. Ties könne am besten geschehen durch Gründling von selbslänbigeu Ortsgruppen des Vereins, die eveniuell vorn Verein auch finanziell unterstützt werben.
lieber die
Landkrankenpslege
referierte der Vorsitzende. Er nilirtc dazu folgendes aus: Es mutz als eine hervorragende Ausgabe der kirchlichen und Ge
meinde - Organe in Verbindung mit den Aerzten auf dein Lande attgesehen werden, überall die Einrichtung einer georbneten Land- krankenpslege in die Hand zu nehmen, um dadurch der ärmeren Bevölkerung auf dem Lande eine, hinter den stadtischeit Einrich- lungen nicht allzuweit zurückbleibende Fürsorge zu gewähren. Es ift anzustreben, daß die Mittel hierfür durch Entstellung von Zuschüssen in die Kirchen-, Gemeinde- und Kreisvoranschläge, bureb Stiftungen, burefr Beiträge von Hauspflegevereinen und sonstige Gaben beschafft werden. In Bezirken' mit Heinen und wenig leistungsfähigen Gemeinden erscheint eine bezirksweise lkreisweiie) erfolgende Fürsorge durch Bezirks-vanspflegeoereine ratsam. In Bezirken mit größeren und leistungsfähigeren Gemeinden sind örtliche Hattspstegevereine zu bevorzugen. Tie Bestrebungen, welche auf den Zusammenschluß aller Landkrankenpflege Organisationen zu entern Verbände int ganzen Londe abzielett, und die durch eine von dem Verein für Innere Mission^ gewählte Kommission vorbereitet werden sollen, oerbieneit alle Förderung. Hierbei sollte insbesondere auch die Frage geprüft werden, in welcher Weife der Landkrankenpflege weitere Mittel zugeführt werden können. Tie Unterbringung der Krankenschwestern in eigenen Gebäuden, in denen auch Räume für Kranke, die zu Hause nicht gut verpflegt unb in Holpilälern nicht untergebracht werben können, vorgesehen werden sollen, erichemt für größere Landorte erstrebenswert unb ist, wie verschiedene Beispiele zeigen, auch erreichbar. Tie Einrichtungen der „Cbarlottenvflege" in Stuttgart zur Beschaffung von Hilfsmitteln für die Kranken- und Wochenpflege sind als muster- giltig zu bezeichnen und es tft deren Benutzung zu empfehlen. Ter Vereinsoorstand ist bereit, Bestellungen auf Sanitaksschränke, 23er- banbfaften, Wochenvflegekörbe u. L w. zu vermitteln.
In der Diskussion ntachte Prof. Schöll-Friedberg auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die der Einführung dieier Einrichtungen entgegenftehen, namentlich bezüglich der Unterbringung der Krankenschwestern u. s. w. Um alles, was sowohl auf diesem Gebiete, wie auf dem Gebiete der Gemeindeunterhaltung wüttschenswert ift, gut unterzubringen, empfiehlt sich die Errichtung uon Gemeindehäusern, die voll der bürgerlichen ober von ber kirchlichen Gemeinbe errichtet werben können. Ter Redner beschrieb ein solches Gemeindehaus des IHäheren. Ter Geschäftsführer des Main-Rheiil-Verbandes V o l k-Frank'urt, ging auf die finanzielle Seite des Baues solcher Gemeindehäuser ein und empfahl, im Anschluß an das Bestreben ber ländlichen Turnvereine, eigene Turnhallen zu bekommen, zum gemeinsamen Bau von solchen Gemeindehäusern 511 schreiten.
lSchluß folgt.)
Dresden, 10. Febr. Tie 58 Jahre alle Kaunnannsehe'rau Gebhardt in Dresden - Blasewitz hat ihr 1 4jähriges Dien ft in ädchen int Laufe eines halben Jahres fortgesetzt mißhandelt. Sie bemitzte hierzu meift einen Rohrstock ober eine lederne Klopfpeitsche, zuweilen auch einen Besenstiel. Wiederholt nötigte die Frau das Mäbchen, sich auf die Zimmerdiele niebcrzulegen, sie setzte sich dann auf seinen Rücken, entblößte das Gesäß unb bearbeitete letzteres mit der Klopfpeitsche. Das Mädchen wurde durch diese Behandlung so nervös, daß es nachts im Schlafe vor Angst aufschrie. Schließlich ging es mit seiner Mutter zum Arzt, der über den Fall so entrüstet war, daß er die Mutter zur Erstattung der Anzeige an die Behörde veranlaßte. In ber Verhandlung vor dem Schöffengericht mürbe festgestellt, baß die Dienst- Herrin durch das Mäbchen off gereizt worden war, da es'sich naschhaft unb verlogen und so unsauber zeigte, daß eS Ungeziefer bekam. Tie Angeklagte ist zudem hysterisch. Sie ist leicht aufgeregt unb hat auch vor einiger Zeit sich mit Phosphor zu vergiften versucht, konnte jeboch durch ärztliche Hilfe noch gerettet werben. Sie ist schon einmal wegen Mißhandlung eines früheren Dienst- boten in Untersuchung gezogen worben; letztere würbe indes seinerzeit wieder emgeffellt. In einem andern Falle zahlte sie 500 Mk. an die Verletzte, die dadurch bewogen wurde, von ber Stellung eines Strafantrags abzusehen. Tas Gericht nahm auf alle diese Umstände Rücksicht. Es sah von einer Gefängnisstrafe ab unb verurteilte die Angeklagte zu t a u f c n b Mark ® c l b ft r a f c.
Vermißtes.
* D i e Elektrizität hat schon seit einer Reihe von Jahren auch in der Schiffahrt die mannigfaltigste Verwendung gefunden. Auf dem neuen Riesendampfer „George Washington", der zurzeit sich auf der Werft beS Vulkans in Stettin für dem Norddeutschen Lloyd int Ban befindet, werden elektrische Anlagen, entsprechend ber Größe des Schaffes, in besonderem Umfange gemacht werden. So Werben alle Räume mit elektrischer Beleuchtung und alle an der Bordwand besegelten Zimmer 1. Klasse, mit Ausnahme der des Hauptdecks, mit elektrischer Heizung versehen. Tie übrigen Räume erhalten durchweg Dampfheizung, ausgiebigste Lüftung und alle den höchsten Anforderungen entsprechenden sonstigen Einrichtungen. Außer der natürlichen ist noch eine künstliche, durch alle bewohnten Räume verzweigte Lüftuug vorgesehen. Hierfür werden an Bord 24 Stück elektrisch betriebene Zentrifugal- Ventilatoren ausgestellt, die imstande sind, dem Schiffe 3000 Kubikmeter frische Luft in der Minute zuzusühren. Außerdem werden in la.lleit Gängen, Zwischendecksräumen usw. zahlreiche Utley-Ventilationsfenster für ausgiebige Lüftung sorgen. Beleuchtungszwecken dienen im ganzen etwa 1100 elektrische Lampen. Die. Erzeugung des elektrischen Stromes werden 7 große Dampf- Tyuamomaschineu bewirken, von denen 6 int Hilssmaschinenr aum und eine auf dem Saloudeck ausgestellt werden. Diese letztere soll insbesondere zur Rotbeleuchtung, wenn der .Hilfsmaschinenraum durch irgendwelche Umstände unter Wasser gesetzt sein sollte, dienen. 3ebe der 7 Dynamos soll 1000 Ampere bei 110 Volt Spannung leisten. Auch zur Bequeinlichkeit für die Reisenden, sowie zur Sicherheit des Schiffes wirb die Elektrizität auf dem „George Washington", der am 12.Juni d. I. in die Bremen- Pew-Borker Postdampserliitie des Rorddeutschen Lloyds eingestellt werden soll, die ausgiebigste Vcrmenduug findet!. Elektrische Klingelleitungen führen von allen Salons, den Kammern 1. unb 2. Klasse unb den Kammern der SchiffSbesatzitng nach den Pantrvs. In den RanchsalonS und int Wintergarten sind elektrische Zigarren^ anzünder, in den Passagierkammern 1. und 2. Klasse Anschlüsse für Brennscherenwärmer unb Windräder vorhanden. Auch die Bootswinden, Proviantwindcn erhalten elektrischen Antrieb, nm stets betriebsfertig zu sein.
HanSet.
*’ Konkurse in Hesseu. lieber beit Nachlaß des am 2. Dezember 1908 verstorbenen Schmieds Georg Schmidt zu Weiterstadt roitrbe am 25. Jan. bas Konkursverfahren eröffnet. Gerichtstgxator Ernst Wolfs zu Tarutstabt würbe 311111 Konkttrsverwalter ernannt. Konkurssordcrnngen sind bis zum 13. Febr. bet bem Amtsgericht Tarmstabt II auzumelbeu. — lieber bas Vermögen ber Witwe beS Landwirts Ehristoph Ludivig Schaffner III. Christine geb. Dörr in W 0 l f s k e h l e n wurde am 26. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da sie zahlungsunfähig ist und ihre Zahlungen emgeffellt hat. Rechtsanwalt Dr. Neuro t h in Groß = Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. KonkurSforberungen find bis zum 13. Febr. bei dem Amtsgericht Groß-Gerau mi.mmelben. — lieber den Nachlaß ber Eheleute Johann Baumgärtner unb Katharina geb. Kröhling in Sulzheim würbe am 22. Jan. bas Konkursverfahren eröffnet. No- tariatsgehtlfe Jakob Streuber m Niebcr-Saulheim wurde zum Konkursverivalter ernannt. Konkursforderungeit sind bis zum 1. März bei dein Amtsgericht Wörrstadt auzuinelbeit. — lieber bas Vermögen bes Georg 3 t c i b , Ackersmamt und Barbier in Kö,tger n fr e i m wurde am 5. Febr. das Kontursverfahren eröffnet, da der Gemeüischulbtter den Antrag auf KoukurSeröffmmg gestellt hat und nach seinen Angaben und bem von thm ausgestellten Verzeichnis bes Vermögens Zahlungsun'ähigkeit vorliegt. Notariatsgehit'r V embb in Oppenheim mürbe zum Konkursverwalter enumm. Konkursforderungen sind bis zürn 22. Febr. bet bem Amtsgericht Oppenheim aiizumelbeit.
K 0 h l e n v e r b r a u ch e r g e g e >t b a s K 0 h l e n m 0 n 0 p 01. Die Hanbelskammer zu Bielefclb ersucht um Wiebergabe ber sol- genben Alitteilungeit: „Mit Rücksicht darauf, baß bic neuen Offerten ber Kohlenhaubelsgesellschafl mir unwesentliche .Herabsetzung ber Kohlrupreise uafiveifen, ist von ber Hanbelskammer zu Bielefeld ein gemeinsames Vorgehen der Kohlenverbraucher in Aussicht genommen, um eiitweber eine weitere Herabsetzung ber vou ber Kohlenhanb.'lsgesellschaft vorgeseheneii Preise zu erwirken, ober aber um Kohlenlieferungsverträge mit außerhalb bes Syndikates stehenden Zechen in die Wege zu leiten. Im Interesse der Verbraucher liegt es daher, vorläufig bei der Vergebung von Lieferungsaufträgen sich eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen.
Tie V'arktpreisc für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotprcisc am 8 Februar 1909.
Familie «-Nachrichten.
Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k s u r t a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber
Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 73-76 Mk.
1, Kg.Schlachtgew. 90—95 Bf.
'/, „ „ 70-72 „
7» Kg. 76-84 Pfg. '/, , 70—78 , V, „ 80-90 y
Getreibepreise in Mannhei m
Brotpreise in Gießen
Weizen 100 Kg. 22.75 - 23.00 Alk.
Roggen 100 Kg. 17.25—17.50 Mk.
Weißbrot 2 Kg. 62 Big.
Schwarzbrot 2 Kg. Ü8 Pfg.
Geborene: Herrn Ingenieur Walbow unb Frau in Wetzlar ein Sohn.
Verlobte: Fräulein Lina Kohler mit Herrn Heinrich Hos- inanii, beibc in Zell. — Fräulein Anna Gunbershausen mit Herrn Bertholb Gernanb, beibe in Wetzlar.
Gestorbene: Herr Konrab Zorn in Offheirn. — Herr Johannes Weitz in Bad Nauheim. — Herr Friedrich Schmidt in Büdingen. — Herr Konrab Weitzel in Strebenborf. — Frau Wilhelmine Doll, geb. Scheich, in Darmffabt. — Herr Karl Aguntius in Tolgesheim. — Herr Karl Roth in Espa. — Frau Anna Elien- thal. geb. Weibe, in Marburg. — Herr Friebrich Marquarbr in Wetzlar.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Februar
1909
। Barometer auf 0° rebuziert
Temperatur ber Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Winbrichtung
Winbstärke
Wetter
10.
2«
736 2
1,3
4,3
85
ESE
2
Bed. Hinimel
10.
9«
736.7
1,4
4,8
94
s
4
11.
715
738,2
empevc
0,8
4,6
94
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1 1 1
itur am 9. Febr. bis 10. {
febr. =
= 4- 1,7° 6.
Niebrigste , , 9. „ , 10. v = — 3.6°C.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse
Sja’/o Reichsanleihe . . 96.70 3% do. . . 87.50 3y« % Konsols .... 96.70 3% do 87.60
3y °/0 Hessen 96.40
°/<j Oberhesseu . . . 94.20
4 Oesterr Goldreute. . 98 55 4*/ä?o Oesterr. Silberrente 98.60 4-a Ungar Goldrente . ., 94.90 4% Italien. Rente . . . — 39o Portugiesen Serie I . 58.10 3% Portugiesen „ JII 59 75 4 '/l% russ.Staatsanl. 1905 98.75 4>2°/n Japan. Staatsanleihe 96.00 4% Conv.Türken von 1903 94.50 Tiirkeulose 147.90 45» Griech. Monopol-Anl. . —.— 4% äussere Argentinier . 88.00 3°/o Mexikaner . . . 65.50 4 >5% Chinesen .... 98.80
Aktien:
Bochum Guss 223 00
Buderus E. W 112.00
Tendenz: ruhig.
Berliner Börse. 11.
Cauada E. B. . , . . . 173.90 Darmstädter Bank . . . —.— Deutsche Bank .... 246.50 Dortmunder-Union C. . . 62.00 Dresdner Bank .... 152.40
Tendenz: ruhig.
,11. Februar, 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . . 119.50 Elektriz. Schuckert . . . 121.75 Eschweiler Bergwerk . . 186.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 188.75 Hamburg-Amerik. PakctL 113.60 Harpener Bergwerk. . . 192.25 Laurahütte ..... 204.25 Nordd. Lloyd 92.00 Obeischles. Eisen-Industrie 97.00 Berliner Handelsges. . . 174.00 Darmstädter Bank « . .131.60 Deutsche Bank .... 246.20 Deutsch-Asiat. Bank . . 137.20 Diskonto-Kommandit. . . 189.69 Dresdner Bank .... 152.50 Kreditaktien .... 200.60 Baltimore- und Ohio-
Eisenlahu ..... 111.60 Gotthard bahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 17.80 Oesterr. Staats bahn . . . 144 75 Prince-Henri-Eisenbahn .121.00
. Februar. Anfangsknrse.
Harpener Bergwerk. . . 192.60
Laurahütte 203.50
Lombarden E. B. ... 17.80
Nordd. Lloyd 92.20
Türkenlose ..... 147.60
Das Beste ist stets das Billigste.
Wie für jedes bekannte und eingeführte Präparat, so wird auch für Scotts Emulsion eine Reihe von mehr oder weniger minderivertigen Nachahniungen geboten. Hierüber laufen täglich Klagen bei uns ein, zumal nach Gebrauch dieser Nachahmungen der gewünschte Erfolg ausgeblieben ist. Deshalb sollten alle Eltern, die es gut mit ihren Kleinen meinen, wohl überlegen, ob es nicht vorteilhafter ist, das in allen Fällen bewährte Originalpräparat
Scotts Emnlfiou
«zu nehmen, und ob sich nicht auch hier der Spruch bestätigt:
das Beste ist stets das Billigste.
Mau verlange daher ausdrücklich: Scotts Emulsion mit unserer brannten nebenstehenden Fischer- scheu Derlahre-St schUtzMaNe. v»/,


