Ausgabe 
9.11.1909 Erstes Blatt
 
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auSschuß ftoti, b. h. ber erste Akt ni den am 20. T^o« vember vorzu nehmen den Wahlen der Vertreter ber ^anb- frdfe im Lanbesausfchnß.

2tu$land.

Au- Bukarest wird gemeldet: DieAgenee Jtoumütne" ist ermächtigt, die von derngenc? trlegraph'.aue oticmanc" ver- öffrntltdfac Nachricht betr. den Abschluß eines Militär-Alli- anzvertrageS zwischen Oesterreich-Ungarn und Ru­mänien in aller Horm zu dementieren.

Staatssekretär Ternburg besichtigte in L i v e rv o o l die hauonachlichsten städtischen Einrichtungen. Nachdem er am Montag im Nathame dem Lordmasor seinen Besuch gemacht hatte, begab sich der Staatssekretär nach der Baumwollbörse, wo ihm ,u Ehren rin von dem deutschen Konsul gegebene- Frühstück statt- and. an dem hervorragende Mitglieder der deutschen Gesellichast rinlnahmen. Hieraus fuhr Ternburg an die Merseymündung. um die Dock-^ anzusehen

Tie Blätter melden au- London: Ter frühere General- 'nioekteur des Zollwesens in China, Sir Robert Hart, erklärte, eoemuell im Frübiahr sein frühere- Amt wieder zu übernehmen.

Au- Madrid meldet man: König Manuel ist am Montag um 11 </< Uhr hier eingerroiien und wurde am Dahnhos von dem König Alfons emoiangen

Aus Konstantinopel kommt folgende Meldung: Aurhen- ttfchen Informationen zufolge haben Italien, Frankreich und Rußland beschlossen, den Statu-auo aus Kreta so lange beizu- behalten. als neue Ereignisse nicht Vorfällen. Tie Mächte sollen auch entschlossen fein, die au- einer etwaigen Beschickung der griechischen Kammer durch kretische Telegierte entstehenden Der- Wickelungen hintanzuhalten.

Au- Melilla wird über Pari- gemeldet: Tie militärischen Operationen werden al- beendet angesehen. Tie Abgesandten Mvlan Hafid- haben dem Beni Likar von neuem die Aufforderung zugehen lassen, die Weisungen der Spanier zu refpekttcrcn.

TieAgenzia Ltefanr" meldet aus Addi- Abcbba: Auch die-mal scheint es der starken Natur de- NeguS M e n c l i k ge­lungen zu sein, die Folgen des letzten Schlaganfalles zu über­winden. Ter Gesundheitszustand des Kaiser- hat sich so ge­be i i c c t, daß eine Lebensgefahr für den Augenblick au-go» schlossen erscheint.

In Kephalonia. der Heimat des TvvaldoS, fand rtni Versammlung statt, in der dagegen Protest eingelegt wurde. Daß gegen Tnvaldos Anklage wegen Hochverrats erhoben sei: in sohn rtephaioniens sei no chnicmal- ein Verräter gewesen, -ypaldos Freunde wünschten, dag das Programm der Militär- liga in du tat um gesetzt werde.

Pfarrer Korcll im IDabltreis Giehen-Grünberg-N dda.

Boni Do blkrei-vorstand der national- liberalen Partei im Reichstags Wahlkreis Gießen-Grünberg-Nidda erhallen mir fol­ge n b c Zuschrift:

Ter Wahlkreisvvrstand der nationalliberalen Partei des hie° sigcn Reichstagswahlkrcises hatte einstimmig beschlossen, durch i'infl seiiier Mitglieder in der von Herrn Pfarrer Morell in Nidda abgebaltcnen Versammlung nach besten Ausführungen die unten lolgcnbc Erklärung abgebcn zu lauen. Tiefes war leider, wie der Vorsitzende heute erfährt, deswegen nicht möglich, weil oas betr. Vorstandsmitglied in letzter Stunde verhindert war, die Versammlung zu besuchen.

Ter Wortlaut der beschlossenen Erklärung war folgeirder: ,.Ter nationalliberaleWahlkreisvorstand dcs Reici^tagswahlkreiscS Gießen Grünberg-Nidoa lehnt es trotz der ui der letzten Landesausichuniitzung der hessischen Linksliberalen gefaßten Resolution, die dem heisi'chen Nationalliberalismus . en Krieg auf b<r ganzen Linie erklärt, uik> trotz oc-.' aggressiven Zcrhaltens der beiden freisinnigen Tiskussionsredner in der Osann-Versammlung in Nidda (31. Okt , der Herren Rechts­anwalt Metz-Nidda und Oberlehrer Weber-Gießen, bad in keiner W eise b n r di bi e fi b > i a u i in «Knollen und friedfertigen Ausführungen des '21 b g. D r.

gründet war, ab, ftch an den 2cbat:> Verfamnilungen dei nationalen Parteien zu beteiligen.

Er stellt sich dabei voll mib ganz auf den Standpunkt des Dorfitzenden des nationalliberalen Lanbesausschuffes, Abg. Tr. Osann, da» er im Hnteresie des engeren und weiteren Vaterlandes die Kluft zwischen den nationalen Parteien nicht unnötig erweitern will.

Er ist selbstverständlich entsdüossen, einer nationalen unb liberalen Politik durch Aujllärutig in Wort und Schrift und durch Ausgestaltung der Parteiorganisation im hiesigen Reubstagswablkreiü weitere Geltung und Verbreitung zu ver» schasst..

2lu» Stadt und Land.

Gießen, 9. November 1909.

Tage-kalender fürTieivStaq, 9. Nov.: Stadttheater: .Wilhelm ZeU. Anfang 8 Uhr.

** Ledrerpersonalien. Ucbcrtragen tmirbe dem Lehrer Gg. Bogel zu Brensbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eberstadr (Kr. Tarmstabt), bem Schul- amtsaspiranten Dal. Peters aus G-.ru -Algesheim eine Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Bieber: dem $dnil- aui t raspiranten Reuth. Schmitt and Pfalzburg eine Legrer- stelle an der Gemeindese ule zu Dietetzhcim; der Säiulainl»- aspirantin Barbara Ä l o d aus Tarmstabt eine Lehrerstelle an der katholischen Schule £u Dieburg Uebertragen würbe den Lehrern Phtt. Hofmann zu Wald W, clbad), Franz Jakob zu Hesselbach, Äug. aus bem Kau» de zu Gabs­heim, Gvttfr. Zimmer zu Groß-Umstadt, unb den Schul- amt-aspirauten Karl Born aus Frönkisch-Erumbach, Hch. F r i tz au- Lang-dors, Hugo H e i n c d aus Hungen. Adam Mart. Kunkel aus Brensbach, Wttb. Müller au- San Franzisko, Hippolyt Eduard Thum aus Mainz je eine Lehrerstelle, und den Schulamtdasptranttnnen Elisabeth Diehl aus Darmstadt und Martha Goe- au- Crtenberg ie eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Offenbach.

X Robheim a. b. Bieber, 8. Nov. Gestern nachmittag hielt die freiwillige Feuerwehr ihre Schluß- Übung ab. Die Wehr nahm zunächst Einzelexerzieren vor. wobei die gute Schulung des jungen Hocpv Anerkennung 'and. Der nun folgende Brandangriff an der Gastwirtschaft >' 'u I. Bechtdold zeigte, baß die Wehr auf der Höhe ihrer Aufgch'e ist.

ee Tas Ehrenzeichen für Mitglieder frei- ivikliger Feuerwehren wurde verliehen durch Ent- ichließung de» Großherzogs dem Ludw. Hensel zu Büdmgen.

.** Gemeindesteuerreform Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Tr. öBuelmann »and gestern in Mainz eine Versammlung der Bürgermeister und Beigeordneten der hessischen Städte statt, um Stellung zum neuen uommunalsteuergcsetz zu nehmen Es wurden einige Abänderungsvorschläge angenommen, bie der Regierung uvermittelt werden sollen Von der Einberufung bev yejsijchen Städtetageo wurde, uAt die ^Frtf. Ztg. I meldet, abgesehen.

T ie hessischen Unlerbeonitcn hielten om 2t?nn- :ag in Frankfurt eine Generalversammlung ab. in der über 300 Beamte anwesend waren. T«r Bsrsitzrnde Häuser- Darmstadt führte ans. daß schon in Den Kamrnerv ei Handlungen ccm 1896 die damals ftngntRttn »fcbfilter als unzureichend be- iridmet worden men. S:aat-mmister Finger habe ausdrücklich l-ttont, daß bei diesen Gebaltern, selbst wenn erhöbt würden, keine Ersparnis - gemacht werden könnten. 3um Schluß seiner Rede brachte Hamer em Hoch aus den Grvßderzog aus Tr Cienn sprach über die Desoldungsrevr'ion. Fall- angesichts oer schlechten Finanzlage eine Erhöhung Der Gehälter vom Landtage nicht beschlossen ioürde. so müsse Mindesten- eine provisorische Aus bnierung der Gehälter eintreten. Tie Satzungen wurden nach der ?ai»'ung angenommen, wie der Vorsitzende sie au-gearbeitet hatte. Ze» ter iJairf de- Verstandes rouiJe der ptootiorndw Vorsitzende ttvählt. Zum m »ourde Der

i'A-ionitnauikbcr Veuh« Darm stadt. zum 1. 3<fr-rvt führet Schmitt, .um 2. Pedell Rückerts Darm stadt, -um 1. Kassier et Tödcl und um 2. Kassieret sicher L-Tannftab£ gaoahit. 3u Revisoren wurden Amt-gerickit-dicner Luther-Tarmstabt, Taunnrourter Funker^ern-he m tmd Pedell Sch 'fer-Ma nz ernannt. Außer- Dem tourcen noch 21 'Beiiiycr gen>jvlL Die Versammlung beschloß, nochmals eine Eingabe an bie Rez-.erunz unb Landscände um (xnwbrung einer provisorischen Gehaltsaufbesserung bi- zur Er­ledigung der Besoldung-revision. einzurcichm.

Tie Genossen s Haftsversammlung der land- und sorstw. BerusSgenofsenschast für Hessen, die am Samstag in Darmstabt fiaufanb, bescbaf- .13.c sich bcfonders mit her Remnungsablage, Beratung bes Voranschlages unb Erstattung ucr Geschastsberichle sür Die Bcru»sgeno,ie:tsck)afl und die dieser angcglicbcrte. Haft- pslich.versiHerungLaiistall. Tie Zahl der angemeldeten Un- alle un Jahre 190b halle eine weitere Steigerung er­fahren unu betrug 2890. Aus dem Vorjahre wurden 1220 unerledigte Unfälle übernommen, so daß 4110 Unsallsachen neu zur Bearbeitung standen. An Entschädigungen für Renten an Verletzte, Kosten der HLiloer,al)rcns usw. wurden 821 8^8 Mk. bezahlt. Tu: Summe der erstmalig für neue Unfälle im Re^uuugSja.,re gezahlten Entschädigungen be­trug 151430 Mk. Die Dllattz oer Hastpflichtoer,icherungs- an|talt ergab einen oeriugbaren lieberichuß von 16542 Mk. Tas Vermögen der Anstalt beziffert sich aur rund 35 (XX) Mk Ter Reserve!onds der Berufsgeuosfenschafl beträgt 1 725674 Mark. Tie Genojsenschaftsversammlung beschloß in Ab­änderung der Satzungen in Zukunft auär Haftpslichtschaden unter 20 Mk. allgemein anzunehmen. Zu eingehender Be­ratung befaßte man sich mir der durch baS neue Reichs- . iuauzgefetz vorgesehene Beseitigung b e r Unfall- versichcrungsvorfchüsse burch bie Post. Tie er^ mörderlichen Mittel sollen mit Genehmigung ber Aussichts bei-örbc zum Teil bem Reserve, onbs ciunommcn uno nur in unbelrächlllcher Hohe ber Umlage zugeschlagen werden. Von allgemeinem Juieresfe dür.rc noch die Lcilleilung fein, vaß die Errichtung eines Mur- und Genesungs Heimes dis zum Adichluß der Verhandlungen, bie zurzeit mit bem Ministerium wegen Errichtung eines Lehr­stuhles für soziale Meoizin unb Errichtung eines ll n f a 1H 1 a n t e n i; a u f e d un Anschluß an bicLanbes- nniocrfität gep'logen werben, zuructgestcllt ist. Tas Gleiche geschieht mit oer Errichtung einer Fürsorge am yiuljcgcljalt für bie Angestellten per Bermsgcnofsenschari bis zum Erlaß einer Be^inimung, die den Beitritt der Be- rufsgenosfenfchaft zu ber staatlichen Fürsorgetasje ermöglicht.

Tas Hessische Landgestüt veranstaltet am Freitag, 12. November, vormillagS 11 Uhr. auf dem Platze des HosiiiarslaUS m Dar in stadt eine öffentliche Vor­führung von Landge sl ütShcngflcn. Tie Landivirlc sind zu recht zahlreichem Besuch ber Vecanilallung ein- geladen.

Stadttheater. ES fei nochmals darauf hin- gewiesen, baß für die morgige .CarloS'-Aufführung der dritte Abschnitt deS ErinäßigungskuponS gilt. Tie Vorstellung wird im Abonnement nicht wiederboll. Alß Fest- DorileUung zu GroßherzogS Geburtstag ist emr besonders interessante Aufführung geplant. Es wirb MollßrcS «Tartüsf gegeben werden, dazu deS griechischen TichtecS BtcnaiidroS chledsgen chf, eine Komödie, deren Text und erst feit wenigen Jahren aus einem ägyptischen PapyruS- funde bekannt ist. Tie deutsche Ucberfeyung der Komödie rührt von UniverlilätSprofessor Tr. Hörte hier her, die dramatische Ergänzung von Prof. Oppeln-BroniSkowSkl.

" LaiferPanorama. Tie in dieser Loche im Kaiserpauorama au»geflelLc S*rrie versetzt seine Besucher in bad schöne Schwererlanb unb veranschaulicht in einer Liutertvauderung burch bas Ober-Engabin, bad burch ben bork betriebenen Wintersport wie Eurlingspiel auf bem Eise, Bobsleigh-Falsren unb 5d)tlaufen beiannt ist. Zu­nächst führt bie Tour nach 3t Moritz, wo unser Kronprinz allfährlich bem Boblleighsport obliegt. Weiter geht ber Weg nach ben malerisch gelegenen Orten Pontresina unb Slls. Berührt werben noch bte Orte Eelenna, Eresta, Bab Alvenau unb Wiesen Besonder- interessant anzuschauen »st noch ein internationale» Eisbahnrennen in Davos, die Trahtsellbahn nach Schatzalp von T,rvoS au» unb eine wohlgelungene Schneemanuer-Gruppe unb Reu-Fähen. Erne |old)e Wtnierpartre ubt einen eigenen Zauber aus, toedtMlb ber Besuch btefer Serie nur zu empfehlen ist

Das Fest der silbernen Hochzeit feiern Mitt­woch, 10. November, Lokomotivführer Heinrich Kraft unb Frau.

m. Reiskirchen, 7. Nov. Gestern wurde bie lieber- ührungSdrücke d es Bahnhofs auf ihre Tragfähigkeü erprobt und bann von der Behörde abgenommen, eie ist nunmehr dem Verkehr übergeben.

Hattenrod, 7. Nov. Gestern wurde hier Herr Heinrich MöbuS I. zu Grabe getragen. Er war Veteran von 1866 und 1870. Unser Änegcroecein ließ cS sich nicht nehmen, ihn in Begleitung von Tranemii'sik zu begleiten. Außerdem erwiesen ihm die benachbarten Krtegeroereine von Reiskirchen, Burkhardsfelden und Lindenflruth die letzte Edee.

1\ Saasen, 8. Nov. Endlich hat nach saft drei Fahren bie bürgermetfletloie Zeit ihr Ende erreicht Bau­unternehmer Schepp wurde heute durch RegkerungSrat Merck m sein Amt emgeroicfen. AuS diesem Anlaß sand eine Feier Halt, an der sich der größte Teil der Gemeinde beteiligte. Hoffentlich kehrt setzt in unserem Torfe nach sahrelangen Partcikämpfen wieder Friede em. Unser SchulhauS- 'Neubau in seyt im Rohbau nahezu iertiggeftelU; er wird un Herbst 1910 eingeroeiQL

tu. Gedern, 8. Nov. Em dringendes Bedürfnis für unicrc Gegend bildet die Stationierung eine» Tier­arztes. Kürzlich wurde deshalb eine Verrammlung von Vertretern der umliegenden Orte adgehalten. 2.6enn man bedenkt, daß un Falle dec e;n Trerarzr von Tübingen, Nidda ober Scholien ex|l nach großem Zeitverlust in unserer

®wcnb sein kann, so in die baldige Erfüllung des Dun-LkH nur zu rtdjiert aen. T:e Verfammlunq verlief etwas rukp-n ?.S die vom Frühjahr; e» wurde einstimmig beschlcsiea, nougen Lchrttke bei ben zuttäudigen Stellen zu tun. Mrr rrill einen Tierarzt, bem auch die Funktionen und Rechh e.neS HreiSaistitenttierarzleS zuftehen.

rl. Büdingen, 8. Nov. Ter Gern em berat toi de. l-bloffen hoben, b;c ouS dem Bank rach Rothschild bcriüsrtebte Ersatzansprüche der Gemeinde Büdmgen an den f rübetet Bürgermeister nieder; n schlagen. ES handelt sich t«. kanntlich um etwa 80 (NX) Mk.

X. Mainz, 8. Nov. Nach achttägigem Aufenthc!h verlosten morgen nachmittag 4 Uhr das GroßherzogS- oaar und seine Gäue unsere Stadt. Ihr Auienthalt fa Dem Theaterdirektor Mar Behrend den Titel eines Haicatz emgetrogen und Kapellmeister Gottlieb erhielt das 'reuz zweiter Klaffe vom Orden Philipps deS Großmütitztztz .'Ind. rerseitS hat der Besuch der Herrfchasten vielen arme, Geschöpfen Freude bereitet, beim der VerkautStag t« öro' Herzogin, zugunsten armer Lungenkranker oetan '.aUti, 'rächte eine Einnahme von mehr denn LL 000 Mark; aber 460a Mk. sind allem an EiNtrillSgeldern emgegangen.

s- Marburg, L Nov. Vorgestern unb gestern fern) hier bie alljährliche Zusammenkunft ber P 01 izeik 0 . missare aus ben hessen-nosfauijehen unb mllrelrheinischr» Stäbicn stall. Der Hauptversammlung am LamSiag wohrre aud> Cöerbürgcrmniicr Zroje unb Kreisarzt Prof. Tr. Hille, brand: bet Polizellommissar Kaußmaun (Limburz sprach hier über bie perversen Veranlagungen und uk Folgen unb Polizeikommi far Grimm (Hoch,:, überJ) e 8e- oeuiung unb ben Wert ber StriminaLabteilungen in m.itletci unb Reinen Siabten. Ferner mürbe auf bie Lidnigrch ber Berwenbung von P 01 ize i h u n b e n . sowie auf Bcbcuiung ber Photographie auf bem Erbiete be Kriminalpolizei hingewiesen. Tie wetteren Punkte der Tagesoronung. nnr roiloc Ehe. Ltrafnacllrichten, habung bes LeingesetzeS, Revision gewerblicher Anlage», Xtegiamation auslanoischer Acbeller. Äaftw rlsgeweibc ukU ianoen emgeyenbe Erörterung. Gestern schloß sich eine He- |id)tigung ber Stabt unb ein Festmahl im Hotel Freibhoi ai

? Aus bem Biebertal. 6. 9Zod. Zn dieser Wach, waren am Morgen Pfützen und da- in Gesäßen tm .Irem siebende Woiser mit einer 2 Zeiuimetcr dicken Eisdecke uba> logen. Wiesen und Felder erglänjien in einem dichten, idmt» bcueäbnhdxn Reis. Ta- Tbnnwmcier ist regelmäßig am Mor§u unter dem 1 Gefrier punkte gerotjen. '.iodj bhdl unsere Ber-ilan> schäft unbeschnett m die Lande und die Hoffnung ist beredm* | daß in den ersten Worden kein 3d>nre zu erwarten ist. denn in Volksmund behauptet: Wenn der 11-berg ;um bi tuen Aast seine Schneehaube aufgesetzt hat. daun erst ist der Wmier bc

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Srau Steinbeil vor dem Schwurgericht. IV.

4 Paris. 6. No».

Am uitTtrn VerdaudlungSlage de- Prozesse« Steinbeil idxe das Interesse de- Publifum» an Der '21 rare iwmoglid) noä gewac. icn zu sein. TerBttletthondel" ist slott im Schwünge, wtn auch nicht die ohantastischen Preise gezahll werden, du 11 O.ne» De Besitzer Der Eintrittskarten träumten, tt» geht eine gewnse 3t» fatum durch Den Saal, al» Der Hauvlzcugc, Oer ehemalige Lienn Renw E 0 uillard, aujgeruscn wird. Sr ist sichtlich bemü|L feil« frühere Herrin nidu alljuifbr zu belast « Er eljählt, ir welder Weise sich die Vorgänge nach der 'l'^rbnarht haben Er sei morgen» nach seiner Gewulmheit au, ictwr 3:*bc tm zweiten 3tod in den «neu hinabgesi t nn. Aus dem Gibt» iinuncr hörte er Frau Sternhell leise ..Remp" rufen. 5t tei Dann bineingegangeu und habe Fran Stein heil über c*m Beut liegen fehen Tie Hande waren über btr Brust gekreuzt und «t ichell, um ben Hal» lag gleich'alls eine 3a>nu. Tie linDer der Frau beiauben sich in Unordnung Er habe die F ebi gelöst, was md 1 besonders schn.l mai, da Die Hnuitn in Da ticken Schnur leick-t aufgm.icn und fei Dann an» Fenster vUwfcx. um Hilie herbeizurufen ?er t sitzende hall dem 3cu?en vor. daß seine ?lusiagc vor dem Bolizeill nimiisar anher gelautet beb# Eonillard erklär', daraus. Das. der Beamte das Pruwkott fluij» lunnmai und et es uiiuridirtiiXH habe, daß man ihm das Lwt» full aber vorher nicht totmLeicn habt Ter Verteidiger Audi» lonstatien ironisch, oag aur Ote e Weise ivohl auch Die an.tni oolizeiuchen Pwtokolle zu 1 lande getuuiinen sc in luutDen Tei va» utzende fragt, ob Fran Sielu ..il bei ihrer '2lunmDung durch M Zeugen einen Wattebausch im Munde getragen hai>, .kugt: Nein, wie hatte sie mich auch sonst rufen Eonncn. Vorsitztnber Angellagie. warum Laben cie sich nicht, als Sie befreit nxirei iofort nach Obrem ^Jianne und Fdrer Mutter erkundigt.« mußten doch Besorgnis haben? Lngrnagte Ich war dazu ei* imuanbt, ich war völlig ttafllo-. Zn der wetteren 1'<-Titft«m ereignet sich eine S-me. wie sie imr vor einem Pariser Schirmrgench möglich ist. Frau Steinheil sucht den 3c-ugat an Dtr-d'idei Emzelhe.ten zu erinnern und baiet tbn für Die oorg-'aUaei Unannebntliajdeiten um Verzeihung uomllötb ist befaniUd.l) n? ihre Veranlasimig um et dem Verdacht Der Taierschast verhafte gewesen). CouUlarb macht der Angek.agten eine Verbeugung ul beteuert, daß er nicht mehr auf sie böse sei. Tic Zeugm frta Ge 0 ssc 0 y, eine lodu i her Steinheüjäien tockun Mar tt» Wols. und Derrn Mann wollen in der MorDnacht nnen vev» hdd.tigen Mann aus ber Strane bemerkt Hoven. Ter Ge 0 fsr 0 y er Härt. Daß Sremheil sich die größl»- Mühe gryäa habe, um Den Hau-Hau nach Den Wünsaien iruin Frau |i rühren. Von Frau Sirinh. tl will Der Angeklagte fowtt nach de er Hcn 'Bekanntschaft einen id)led>tai ihnorud beb m men ho tu Einem Zeugen Änwnro, einem AstuwDell. bat Der Maler c;<® heil erzählt, daß seine Frau die Absicht habe, sich ovu ihm iaxüfl »u lauen. Stent heil habe 'iL Darüber gegenüber Dem .xujB beklagt. Ter bekannte kriminaliiusche Sachverständige Ber­ti Hon macht hieraus Mitteilung über inne Be'unoe. cne <bc alle negativer Natur sind. Tie vicldriprochenen ,singet an ber Ztognakstasche seien -äa-iich irrelevant D« FtokL« *e »n Den neugierigen Fournali'ien in Die >?anh gtnemmee wvrde» und Der Sac, verständige hat etwa 80 vertchicoc:» ,jin KrabbcfiA daran Lmiuuu-ren Lmncn. Xie weitere Beweisou naüme dre-a sich um Die schioorzen Mantel, bie Die von Der äuge klagten Mörder angeipnochrneu Drei mysteriösen Manner getragen baba sollen Ea ollen aui einem fl einen Vor stadt l Heater solche Ma nick gekeilen worden sein. Die Zeugenaussagen können aoer be.ueOB Tatsachen darüber nicht fetnegen.

Lustschiffahtt.

Berlin, 9. Nov. .^ajor v v a r f e b a I bat Mr b»** herige Versuchsstation auf bem Tegeler Ldricßpla» gegeben unb nach flau in Mecklenvurg verlegt 3n b" nättisten lagen tmrb Major v Parseval die Flugversuche dem von ihm gebauten Flieger beginnen, da die Buallch' leiten jetzt feriiggcftellt sind Ta- Fluggelande am plan« See har eine tftddje von 60 (4coicrtlilometern bei nia Brette von 4 Kilometern.

T ü s s c l d 0 r s, 9. Nov Gestern nadimittan itauefö die Luftschiffe 9L ll und Z II der Stadt TLsseWorf rtna Besuch ab Um 3 Uhr tauchte A II hier auf unb 'vhl nach Elberfeld-Barmen und von dort zurück nach Jtiüi Gegen 4 Uhr tarn Z. II und zog nach 4 Ugr über die 5^ hinweg, nchh Köln zurück.

Hamburg, 8. Roo. Ter Flugfahrcr HanS iaS< unternahm gestern drei erfolgreiche Flüge von 57 'Jimem