Ausgabe 
9.11.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

'S des

v'/.

ressest

!estaurant ::

linhon

ICUuus SeuiUetoiu

Schuten131*6

irt vormittags 9 Uhr.

Deutsches Ueich.

Der Kaiser nahm am Montag vormittag im Neuen Palais den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lalen- Lini entgegen. . . ..

In Straßburg sand um Montag in den 20 Kreisen des Landes die Waylmännerwahl -um Landes.-

Qges im Mittelpunkt der Suc tanrant mit voriügllclti .liehe. -

Ter antiklerikale Prälat. Dieser Tage starb, wie dasB. T." meldet, in Rom ein als sehr vermögend be­kannter Prälat der Kurie, dessen Testament soeben eröffnet Nmrde. Nachdem der 910tar die einzelnen Bestimmungen verleben hatte, die den lachenden Erben bedemendc Summen zuwiefen, holte er em versiegeltes Kodizill hervor. Natürlich dachten die Beruun- melten, das Kodizill entl-alte, wie dies bei Prälaten üblich iei, einen Ehrenobolus für den Papst, Wie groß war aber chr Erstaunen, als das Kodizill ein Vermaclstnis von fün;tausend Krauls aussetzte und zwar für die Giordano-Bruno- Qesell schäft.

Bilder schmuggel in Florenz. In Florenz ruft eine Anklage des Kanonikus Ton V a t t i gegen M o n s i g n o r e Borneo, der gleich seinem Ankläger Mitglied des hohen Klerus

eine so einschneidende Aenoerung des Wahlsystems nicht beschließen solle. Der Antrag, betreffend die Proportional- mahlen, sei voller Dunlelheiten; ein solches Gesetz mcge der Initiative der Regierung überlassen werden. Er tonne nicht ule Verantwortung dafür übernehmen, daß die Kammer in der Erörterung der einzelnen Artikel fortfahrc. Briand schließt, er würde vor dem Lande und der Kammer, welche für seine letzte Rede den Mauer anschlag beschlossen, aber seine Ratschläge nicht befolgt haben, in einem -weifel- haften Lichte dastehen; er stelle deshalb die Ver­trauensfrage (große Bewegung).

Die Kammer votiert hierauf dem Ministerium mit einer Mehrheit von 66 Stimmen das Vertrauen, indem sie mit 291 Stimmen gegen 225 Stimmen das Ensemble des Ar­tikels ablehnt (lebhafter Beifall bei den Radikalen; Gegen- rufe bei den So-icllisten: bei den nächsten Wahlen sehen wir uns wieder). ________

vorm. 10 Ubr, im Johanns Sammlung Grotz-Schwirsen überDorWi , Schlosser. Schwabe.

G. Windecker.

rster Kellereien. ..................* '

Besitzer: Max Jaskowrtt

Roman von Jkuta EigoroTie große Stadt"; während der $ei> Handlungen beantragte der Staatsanwall sogar ber der Verleiung des Buches Ausschluß der Oeyentlichkeit. Auch tzolasParis ist der Aengstlichkeit der japanischen Zensur zum Ocher gefallen; das Werk darf in Japan nicht verkauft werden. Tas,elbe Schicksch scheint letzt bte japanische Allrliöre-Ausgabe testen zu «ollen, dre Wakasugi Saburo veranstaltet hat. Nur ber erste Band entgma der Sorge ber Zensur; ber kürzlich erschienene -weste Band aber erregte Bedenken und ist jetzt beschlagnahmt worden. Mollöre war übrigens einer ber ersten europäischen Dichter, bie ui Zapan festen Fuß faßten: eine frellich ziemlich freie Bearbeitung des Geizigen" wird fest mehr als 20 Jahren in Japan sehr häufig gegeben.^xine Cbronik aus Kunst und Wissenschaft. Tie Enthüllung des Theodor Fontane-Denkmals m Berlin wird am 30. Dezember, dem Geburtstag Fontanes, erfolgen. Tas Denkmal ist schon vor längerer Zell von dem kürzlich verstorbenen Bildhauer Klein fertiggesllllt worden, dwch ist bisher ein Platz für die Aufstellung noch nicht bestimmt. Ter Kaiser wird sich erst noch entscheiden, an welcher Stelle im Tier­garten das Denkmal errichtet werden soll. Der Ausschuß ber Großen Berliner Kunst-Ausstellung 1910 erlaßt zur Erlangung eines Plakates ein Preisausschreiben. Als erster Preis sind 500, als zweller 300 Mark ausgesetzt, die unter allen Umständen zur Verteilung gelangen. E u gen d' A l b e r t s neue Oper ,Lzey 1" erlebte bei ihrer Uraufführung in Hamburg einen starken Erfolg, obschon die Handlung nicht gerade bühnenwirksam ist. Die Musik zeigt d'Alberts Können in schöner Reife, aber es ist fraglich, ob sich bie Oper bauernh be­haupten kann. Shaws KomödieMajor Barbara", bie den Reichtum zur Tugend, die Armut zum Laster stempelt, erfuhr bei ihrer Erstausführung im Berliner Deutschen Theater einen starken Erfolg. Auch Richard Skowzonecks Schwank

Hohe Politik" haste im Berliner Theater einen starken Lacherfolg, obgleich eigenstich nur der 1. All etwas taugt. Sämtliche in Brüsseler Museen ausgestellten Kunstgegen stände König Leopolds, Gemälde, Möbel, Porzellane, sil­bernes Tafelgerät usw. werden veräußert werden. Der 23er kaujsertrag soll dem Erwerb von Gütern in Frankreich dienen. Tie Akademie ber Wissenschaften in Paris hat einer Anzahl von Lustschifiern und Flugsahrern a o l d e n e Me­daillen verliehen, darunter dem Grafen Zeppelin imb den Gebrüder n Wright. Die Cottas che Buchhandlung in Stuttgart begej: am 15. November ihr 250jähriges Bestehen. Ihr U^ef, Kommerzienrat Kröner, blickt auf eine 50 jährige ^erleg.ttätigkell zurück. Tie Firma gibt zum Fes«e ein bejonberes Bücherverzeichnis heraus.

1.405 Kirchenplw

stisch in u. außer Abonnent endkarte. - Spezial-Ausste

handeln hierfür sind in erster Linie die Ressorts selbst ver- antwortlich, sondern mehr um, die Verwendung der Mittel ür den allgemeinen Werftbetrieb, sozusagen die Generalunroslen des Werftbetriebes. Dazu gehört auch bie Ausübung einer Kon­trolle über die Zahl der in den BureauS verwendeten Kraste.

Der ganze Verwaltungskörper muß mit dem Geiste ber Sparsamkeit durchdrungen werden. Diese, Durchdringung muß vom Verwaltungsdirektor ausgehen; es ist ganz im besonderen seine persönliche Aufgabe. Diese kann er aber nur er­füllen, wenn das ganze Verwaltungspersonal von ihm reHorttert. Schließlich muß der Verwaltungsdirektor seine Beobachtungen darauf erstrecken, daß Material und Löhne nur für solche Zwecle verwendet werden, für welche sie nach den Dispojlliv-Vorschnsten bestimmt sind.

Um eine solche revidierende Tätigkeit ausüben zu können, muß der Verwaltungsdirellor von Brueaugeschäften entlüftet

Cisenbahnsragen in China.

London, 8. Nov. Im Oberhaus stellte Lord Stan- hop e folgende Frage: Ob angesichts des d e u t s ch e n N edjt a * anspruches auf eine Teilnahme am Bau und an der Fman zierung von Eisenbahnen in der Vangtse - P r o v i n z zu gleichen Bedingungen die englische Regierung die deutschen »orbe-- rungen auf eine Ausnahmestellung bezüglich des Baues und ber Bauanlagen in Schantung anerkenne, zweitens: Sv uu folge ber Bekanntgabe verschiedener, Finanzleute, sich an den Eisenbahnunternehmungen im Pangtsetale beteiligen zu wollen, das e n g l i s ch - r u s s i s ch e U e b e r e i n k o m m e n von 1899 über den Eisenbahnbau in China aufgegeben sei und ob bie englischen Unternehmer zutreffendenfalls in ber Lage sercm Gleich- berechtiaung im Gebiet nördlich der großen Mauer zu beanspruchen, und drittens: Ob es nicht ratsam sei, fedes Gebiet geographisch zu bestimmen, bezüglich dessen die lapanii che Regierung rueinem Beto ober zu einer Jnterventwn bei solchen Maßnahmen er- nächtigt sei, bie bte chinesische Regierung zur Entnnüelung der westlichen Mandschurei und Ätongolei zu ergreifen wünschen sollte.

Kolonialsekretär Earl of Crewe erwiderte: >Lne erste Frage beantworte er dahin, daß die englische Regierung ber beutschen Regierung keine Zusicherung in dem in der Frage an* gedeuteten Sinne gegeben habe.Auf die iwelle Frage bemerke ich daß die von den Russen vorgeschlagene Betellgung an den Eisenbahnunternehmungen im Dangt,gebiet sich auf die An­leihen stützt, bie nicht durch irgendwelche Verpfandung der Linien gesichert waren, und baß diese Anleihen keineswegs im Wstier- ,pruch zu stehen scheinen mit dem russischen Abkommen von.1899^ Die englische Regierung nimmt nicht an, daß die Teilnahme Englands an dem Eisenbahnbauunternehmen nordlico der,großen Mauer unter ähnlichen Bedingungen wie jene der Russen un Yangtsegebiet Gelegenhell zu einem Prwzeß von ,ecken der rum- scheu Regierung geben wird; hierbei ist es von Belang, an ben rtiojen Wechsel zu erinnern, ber m dWi Stand der Dinge m Eüina seit dem Abschluß des englisch-russischen und des englisch- japanischen Abkommens eingetreten ist. A l le neuen Straßen in China werden daher unter d er Kontrolle ber chineiisch en Regierung stehen. Aus die letzte Frage gebe ich die Antwort, daß die Angelegenhell gegenwärtig einer Rege­lung von sellen ber chinesischen und japanischen Regierung unterliegt."

.einen m , i8e und ichl°s,9nkti

A-erner sollen die Abteilungsvorstände und Assessoren owie das übrige Personal besser ausgebildet werden, von Marktkenntnis gelegt wird. Man sieht Warenkenntnis (auch in technischer Beziehung), und in der Marktkenntnis gelegt wird. Man sieht also, die Reformen sind auf die in Kiel entdeckten Mißstände zugeschnitten. Durch doppelte kaufmännische Buchführung ollen die Nachteile der jetzigen Buchführungsmethode bc- eitiflt werden. Um die Magazinbestände auf den Werften rauernd zu kontrollieren, ist bereits seit 15. Februar 1909 auf jeder Werft ein Beamter als Werftrevisor angestellt. Seine dauernde Beibehaltung ist in Aussicht genommen. Eine obere Kontrolle soll ferner noch dadurch aus­geübt werden, daß dem Tirellor und dem Dezernenten des Werftdepartements des Reichsmarineamts die Aufgabe ge­stellt wird, gelegentlich Prüfungen in ökonomischer Be­ziehung vorzunehmen und auch dem Ausschußwesen lausend ihre Aufmerksamkell zuzuwenden. Hinsichtlich des Be- schaffungswesens wird anerkannt daß Miß­stände b e st e h e n. Zur Behebung werden eingehende und auf modernen Anschauungen beruhende Vorschläge aufge­stellt, die nach ihrer Durchführung zugleich eine wesentliche Vereinfachung des schleppenden Geschäftsganges mit sich bringen werden. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts hat den Vorschlägen der Kommission seine Genehmigung erteilt und angeordnet, daß die erforderlichen Schritte zur Durchführung der vorgeschlagenen Reformen balomöglichst getan werden.

I Sauglingsfür sorge in Preußen. Auf Ber- Lnlassung der Deutschen Vereinigung für Säuglingsschutz jenb am Samstag im Kultusministerium eine Versamm­lung unter dem Vorsitz des Kabinettsrats Dr. o. Behr- Mnnow statt, in der der lveitere Ausbau der Säug- lingsfürsorgeim Königreich Preußen zum Gegenstand der Verhandlung gemacht wurde. Es wurde die Bildung einer preußischen Landeszentrale für Säug- i singsschutz beschlossen, die im Kaiserin-Augusta-Viktoria- tzause ihren Sitz haben und zugleich als Verein zur Unter- Mtzung dieser Anstalt wirken sott. Die Anwesenden über- mhmen die Aufgabe, eine demnächst einzuberusende Ver- ; femmlung der preußischen Provinzial- und Bezirksverbände mit) sonstiger Drganncuionen für Säuglingsschutz, sowie von Certretern der Gemeinden, Gemeindeverbanden, von Handel

(Ein Lntfcheidungrtag der französischen Kammer.

Paris, 8. Nov. Die Kammer sc^losj heute bte General- diskussion über die Wahtreform- Vorlage und lehnte einen Antrag auf Rückverweisung der Vorlage an den Aus­schuß mit 345 Stimmen gegen 187 Stimmen ab.

Im weiteren Verlaufe der Sitzung nahm die Kammer mit 379 Stimmen gegen 142 Stimmen den ersten Teil des Artikels I an, in dem ausgesprochen wird, daß bte Mit­glieder der Kammer auf Grund der Listenwahlen zu wählen sind. Alsdann wurde mit '281 gegen 235 Stimmen ber zweite Teil desselben Artikels angenommen, durch den für die Wahlen das Proportionalsystem festgesetzt wird Das Ergebnis der Abstimmung wurde auf der äußer­sten Linien, der Rechten und dem Zentrum mit anhaltendem Beifall begrüßt. , , ~

Ptinisterpräsident Briand ergreift unter großer Span­nung des Hauses das Wort und führt unter Hinweis auf bie in seiner letzten Rede geltend gemachten Grunde aus, er fei der Ansicht, daß die Kammer am Schlüsse der Legislatur­periode, welche durch eine so wichtige Frage ausgefüllt sei.

ist, Aufsehen hervor. Don Satti beschuldigt Monsignore Romeo, mit seiner (Vattis) Hllfe eine Reihe von Werken alter Meister (darunter Michelangelo, van Dyck, Sabatelll) ange- kauft und heimlich mit Umgehung des staatlichen Ausfuhrver­botes im Ausland verkauft zu haben. Don Ballis Angeberei wurde, dem B. T. zufolge, dadurch veranlaßt, daß der DLonjignore ihn angeblich um fernen Anteil bei dem Bilderhandel (fünizehn- iausend Franks) prellen nvllte.

Das Schicksal der Marsbewohner. Aus New- york wird berichtet: Pros. Percioal Lowell meldet nunmehr aus seinem Observatorium von Flagstaff in Arizona, daß bie alar­mierenden Nachrichten über eine große Katastrophe auf dem Mars nur mit bedeutendem Vorbehalt ausgenommen werden dürfen. Der Gelehrte, ber seit Jahren ben Mars und dessen Kanalfystem zu seinem Spezialstudium gemacht hat, hat tn den letzten Wochen Gelegenheit gehabt, einige außerordentlich interessante und glück­liche Beobachtungen zu machen. Die Nachricht, daß die Kanäle völlig verschwunden seien, entspricht nicht ben Tatsachen, ^le neugewonnenen photographischen Marsausnahmen zeigen, baß manche Markierungen aus ber Obersläche des Mars mcht mehr wahrzunehmen sind; an ihrer Stelle aber sind neueKanäle" ausgetaucht. Diese Veränderungen sind eine neue Stütze für bie Annahme organifchen Lebens auf dem Mars.

Lombroso examiniert! Wie alle Examinatoren, die gern ihr Steckenvserd reiten, so war ber kürzlich verstorbene Gelehrte bei ber Prüfung nicht gerade beliebt. Einmal mußte er sich, wie em Mitarbeiter berMinerva" mitteilt, sogar eine Rüge des Vorsitzenden Prusungskommissars gefallen lasten, die trotz ihrer witzigen Form oder eben deswegen vernichtend war. Es war bei einer Tollorprüfung, als Lombroso dem Kandidaten den Arm einer Leia>e vorlegte.Untersuchen Sie ihn," sagte er,und sagen Sie mir, ob es ber Arm eines Mannes ober einer Frau ist, welches Arter bie betreffende Person hatte, welches bewerbe ober Handwerk sie ausgeübt hat und wie ihre moralischen Neigungen waren, ferner . . ." Aber er kam nicht weiter, denn in diesem Augenblick beugte sich ber Chirurg Professor Bruno zu ihm herüber und sagte leise, aoer so, baß alle es hören konnten: Vergesten Sie niast, auch nach dem Taufnamen zu fragen!" In bie allgemeine Heiterkeit stimmte nur einer nicht mit em: Lom­broso.

Die Zensur in Japan. Im Reiche ber ausgehenden Sonne wirb bie literarische Zensur mit größter Strenge ausgcübt; sie erstreckt sich nicht allein auf die Theaterstücke, sondern auch bei ben Romanen waltet ber Senior unerbittlich seines Amtes. Alle Bücher, bie ein etwas zu llbhastes und nicht genügend ver­ändertes Abblld des Lebens geben, werben ohne weiteres verboten. So entstand erst kürzlich ein heftiger rechtticher Kampf über ben

Md Industrie usw. oorzubereilen.

Die Erweiterung des Germanischen Nativ- nal-Museums zuNürnber g, für die. ben Beiitzem der angrenzenden Fabrik ein ÄaufabBommen getroffen wurde, wird sitzt Gegenstand ernstlicher Pläne. Doch bedarf bas Abvommen noch einiger Abänderungen, ehe es bie Zustimmung der Auffichts- b-hörde, des bayerischen Ministeriums des Innern, finden farai. Ter oberste Grundsatz für ben Erweiterungsplan ist bie räumliche U Trennung ber Kunstsammlungen von ben kulturgeschichtlichen Sammlungen. Tie Skulpturen sind bisher in ber Kirche, ber alten I tx§ ehemaligen Karthäuserklosters, und den anftotzenden stapellen H und Licksthösen, bie Kunstsammlungen der Stadt vcürnberg in verschiedenen Siäumen vertritt, die Gemälde ganz ungeeignet unter» gebracht. Alle diese Abteilungen soll nur der Neubau ausnehmen, der auch Sllidiew und Verwaltungsraume enthalten wird.

Nr. 263 Erstes Blatt 159. Jahrgang Dienstag 9. November, 1909

/U'Sä9« zct 9 » a monatlich 7öPch viertel-

,rn*prcS i iq politischen Teil: August

WW General-Anzeiger für Gberhesfen MW

' Tagesnumnier Botafionsi>ra<f md Verlag der vrührschen Unlv.-Viich- und Stdiöruderd R. lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Siiulltrofie T. Anzeigenteil: H. Beck.

l^lungen^ vvn 1898 bis 1908 vermehrten sich die

.amten ber brei Kaiserlichen Wersten um 626 Kopie. Tie Zahl »' Arbeiter flieg von 14 333 aus 18 375. In Deutschland lam ?9b auf 14 Arbeiter 1 Beamter, 1907 auf 11 Arbeiter einer 1 England kam 1895 auf 19 Arbeiter 1 Beamter, 1908 auf : ein« Tie Zunahme deö Beamten beer cd war bei uns er» ßredenb, und trotzdem war sie nicht m Einklang Mit ben Leistungen ii bringen. Tas folgende zum Beweise: 1897 wurden aus den Ersten nach dem Etat für 21,6 Mlllwnen Mark llm- und Neu- liuten und für 4»/< Mlllwnen Jnstandsetzungsarbeiten an Schiffen usichleißlich der Torpedoboote geleistet. 1901 war die Lachst- l-niung mit 28,5 Mill, erreicht. 1907/08 alfo 7 Jahre spater, warben nur 25 Mlllionen für Um- und Neubauten verardelleü --ie Beamtenzahl wuchs beständig, aber die Arbeitsleistung wurde ^stnaer Man fragt: Wie ist die Vermehrung des Beamtenkorps in rechtserllgen? Man sollte meinen, wir hatten setzt genug tarnte. Ties ist jedoch leineswegS die Anlicht des Reichs- ! I m Lrinearntes, denn im Etat für 1908/09 wurde ihre Zahl noch

,r oeblich vermehrt und im Etat 1909/10 werben ttneber Diele tarnte gefordert. Er ust frellich noch nicht verofsentlichü Ich 2 ... . «, baß bie Stellen ber höheren Beamten erfreulicherweife ge-

S für innere Misst» würben, aber 50 niebere Beamte wurden wieder aufge-

L.r' , .... v Iinmmen. Man darf gespannt fein, wie diese Forderung vor dem

3 W** -'chstag begründet werben Wirb? Nach dem Flottengesctz sind

lammlung Vermehrungsbauten nur noch zu lchasten: ^Enschiff, 2

Landkrankenpslege «Pst. Str- - o^e und 1 Keiner Kreuzer. Tie Vochstlciftung der Werften ist beendet anzusehen. Eine größere Beanfpruchung kommt ui der StMirche: Stabt:1- ber Zukunft nicht in Frage, außer wenn das Flottenge>etz aber-

nmh^e »m "iils eine Erweiterung erfahren sollte. Tas ist wohl bei dem

ugcnMtflid)en gtanb unsrer Sinanyn kaum anjunebmen.

r* iGeh. Lchuliat D. Stamnn U Dieser Facdniann hat vollkommen recht, wenn er meint, wflege" i$ft Rudol, Schioslm S -niser Beamtenkorps sei zu groß, eine Aenberung der Lrgani- ütion sei notwendig, der gesamte Betrieb uniausmännisch iigerichtet, bie Anlage des Verrechnungswesens veraltet, de Beamten seien nicht genügend vorbereitet.

Tie Regierung hat sich beeilt, zu den gerügten Mängeln jüf) schon jetzt zu äußern und sie läßt heute in der amtlichen 3erl. Korresp." die von Herrn v. Tirpitz genehmigten Re- ocmpläne einer besonderen Kommis,ion, die schon seit dem V2. Januar d. I. über die Organisation der Kaiserlichen ^erfien beraten hat, verösfenttichen. Es ist daraus zu nlnehmen, daß die oben genannten Forderungen des Herrn k'LerfiuS auch aus dem Resormprogramm der Regierung flehen. Trotzdem wird im Reichstag mit vollem Rechte der l Unmut darüber laut werden, daß der Schlendrian in der .Lerstverwattung nicht schon längst beteiligt worden ist.

Wir entnehmen derBerliner Korresv." die interessan- teften Stetten. Nach einer Feststellung, alle Marinen hätten ine der unseren ähnliche Werstorganiiation, führt der Aus- _________ ichußbericht fort, bei der Stellung des Verwaltungs-

Dortmtoder Md Gießener Bi«direitors müsse eine R e s o r m einsetzen.

Dort .......- Der Oberwerftdirektor hat zwei Personen, die ihm hierfür

Hilfskräfte an bie Seite gestellt werben können, ben Assi­si e n t e n und ben Verwaltungsbirektor. Von bieien heben ist ber letztere ber ständige, ersterer wechselt.

Beide müssen das Recht haben, jeberzell und unangemeldet in jedem Betriebe ber Werft einzutreten, Beobachtungen über bie Dtonomie des Werftbetriebes anzustellen und bem Oberwerft- hüieftor ihre Bemerkungen mitzutellen. Hierbei wirb es sich in der Hauptsache nicht um eine Kontrolle der sparsamen 93er- nimbung von Lohn und Material für die Arbellsausiührungen

Die heutige Nummer umfafct 10 Seilern

t vie Reformen der Werft Verwaltung.

rym Tag" macht Kapitän zur See a D. P e r s i u s zur '!7itik der Kieler Vortommnisse folgende interessante Mit-