Ausgabe 
8.7.1909 Zweites Blatt
 
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,2 0 C.

Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: E. Heß.

Handel

Les

Frankl ar ter Mörse, tz. Juli, 1.15 Uhr.

95.35

Elektriz. Lahmeyer .

do.

3°/.

Berliner Börse, 8. Juli. Anfangskurse.

auf Ser Welt!"

<

. 230.70

. 109.00

Harpencr Bergwerk . Lauraliütte . . .

Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . Türkenlose .

173.00

131.75

243.50

144.25

187.30

153.70

200.40

116.75

20.80

154.70

129.00

183.00

20.80

89.90

145.2)

62.20

64.00

99.10

95.80

92.00

145.70

48.90

88.60

66.00

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100-20

99.80

95.90

86.25

95.35

86.25

94.75

Hug, der nicht im lige 5 Uhr 55 nach, r Vorzug, der nur läßt ben Aohnhoj ags nnd trifft in während der st-Fig nuten in ZrankjnN kann noch bequem hen, was bei bem e postalische ®in» , aus unserenr Bahnhoj , $. hört inan sein

Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg Amerik. Paketf.

Türkenlose 4°/0 Griech. Monopol-Anl. 4°/0 äussere Argentinier 3°/e Mexikaner . . . 4*/,% Chinesen . . .

Aktien»

Bochum Guss ...» Buderus E. W. .

Tendenz: fest.

Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . » Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . » Kreditaktien Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn. . . Gestern. Staatabahn . . . Prince- Henri-Eisenbahn .

Berechtigte Klage. Reicher Ungar (bem eine Fliege auf der Rase sitzt):Merkwürdig! Hob ich 500 Morgen Land, warüin setzr sich Fliegen verflixtes grob auf inet Noumspitz!"

* Ucbcrtrumpft.Was glauben Sic, mein öoiyn hat schon mehr Einkommen als ich." ,^Ja, und denken L>ie nur, mein verheirateter Sohn hat sogar den »ausschlüssel."

* §)vchste Z ei t. Bauer (der ein Schwein schlachten Ionen mitt, bas gerade gähnt):Ja, ja, Ruckelchen, 's wird langweilig

Kleine Tageschronik.

Als der Prager Kardinal v. Skrebensky, zu dessen Diözese ein Teil der preußischen Grafschaft Glatz gehört, nach der Firmung in Niederhannsdorf durch das Svalier des Kriegervereins zum Pfarrhof schrttt, stürzte sich ein Unbekannter auf ihn und schüttelte ihn heftig. Die Menge warf den Attentäter in den Straßengraben und verprügelte ihn. Bei seiner Verhaftung gab er an, aus Prag eigens zur Störung der Kirchenfeier gekommen zu

37,°/0 Hessen . . 3l//lo Oberhessen . . . 4°/0 Gestern. Goldrente. . 41/6°/o Gestern. Silberrente. 4°/0 Ungar. Goldrente . . 4°/0 Italien. Bente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I , 3°/0 Portugiesen III ; 4/,% russ. Staatsanl. 190a 47,°/0 Japan. Staatsanleihe 4°/ Conv.Türken von 1903

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für and Industrie, Giessen.

75, 1887/88 1123,

Oteteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

9 Einladungen zu dem nächstjährigen H-est, «Teiches m Starken­burg stattfindet, liegen aus Groß-Umstadt und Oftenbach vor. Es wird beschlossen, der Einladung des Kirchenvorstandes von Groß-Umstadt Folge zu leisten. Im Anschluß hieran teilt der Herr Vorsitzende mit, daß der Vorstand künftighin die seither befolgte Regel, den Festprediger stets ans einer anderen Provinz zu wählen, nicht mehr streng zu beachten gedenke, auch außer- hessische Redner sollen zugezogen werden. Nachdem noch die von den Vereinspfleglingen zu erfüllenden Bedingungen bciannt ge­geben und genehmigt worden waren, wird die Litzung ge>chlosteu.

sein. - .

Die russischen Intendantur-Skandale dauern fort. xie Kiewer Intendantur lieferte dem Stawropolschen Regiment, das den Sicherheitsdienst längs der Eisenbahnlinie ver­sieht, die der Zar auf seiner Reise nach Poltawa benutzt, verfaulte Nahrungsmittel. 500 Soldaten er­tränkten an Vergiftungserscheinungen.

ben Druck allen Zweigvereins-Vorständen mitgcteilt werden und auf der nächsten Hauptversammlung in eingehende Beratung ge­nommen werden sollen. . . t

Auf Antrag des Schriftführers beichliestt der Verwaltungsrat weiter, in Rücksicht auf die Führung der Vereinsgesck)afte als Ablieferungstermin für alle Kollekten und Beiträge statt des 1. Mai den 1. April feftzusetzcn.

Punkt 6 der Tagesordnung: Anträge der Kirchenvorstände der ev Diasporagemeinden Dietesheim, Gustavsburg, Heideshmin und Mombach um Auf- bezw. Wiederaufnahme in den Unter­stützungsplan. Nach kurzer Diskussion werden die Gemeinden einzeln ausgenommen. a . ono

Zu Punkt 7: Feststellung des Unterstützungsplans für 1909, sprechen nach kurzen Erläuterungen des Schriftführers btt Herren Pfarrer Dr. Preuschen, Berit, Bechtolsheimer und VogeL Der Plan wird einstimmig gutgeheißen.

Die Zinsen des tzubenschen Legats werden noch dem Borschlag des Vorstandes der Gemeinde Gaw-Algesheim zugewiesen, und als Empfänger der Zweigvereinskollekten 1910 die Gmieinden Frei-Weinheim, Horch heim und Herbstein empfohlen. Zur General­versammlung des Gescnntvereins im September in Bielefeld Nwr- den der Voftitzende Professor Trümpert, der Schriftführer, Setaii Bayer und der Stellvertreter des Vorsitzenden, Pfarrer ^ingeldey.

1909/10. Die ^ents.'Lorslellungen ,°e'c bei lfewöhn- Wm sich bie Wen Spielzeit einige 11 solche Stücke zur lbonnemeiit weniger

der Gutscheine dein ersten dieser wa's neue Komödie &ne weitere 91er» ouftr Abonnement so ost nämlich die m der Tirettion ab» 1 Abonnenten Karten ich der Anmeldungen ig [ein, zu beinctfcn, >res Einlaufs zur Er- e, die sich neu an» besonderen Wünsche Jung bei der Bürger»

eigenes Work nicht, wenn man am Fernsprecher mit jemand sprechen will, falls gerade ein Güterzug den Bahnhof durch- siihrt. In Bad Nauheim hört jeder Fremde, was man dem fernen Teilnehmer für Mitteilungen zu machen hat. ES hat dies für den Geschäftsmann und auch für Liebende, die die schöne Einrichtung häufig benutzen, seine Schattenselten. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, um unsere Postbehorde zu veranlassen, an beiden Stellen schallsichere Telephonzellen em-

Landwirtschaft.

Biedenkopf, 7. Juli. Tie Hmlerländer Herbbuck- Gesellschaft zur Züchtung des Bo g e ls b e r q er R t nb es, die mit ihrer Sammlung bet der Ausstellung der deutschen ~anb- mtrtschasts.Gesellschait in Leipzig so glänzend abgeschmtten Hat, ver­anstaltet in diesem Fahre bret Tierschauen nut Auizuchtvrannen und zwar am 12. Juli in Battenberg, am 26. in Breidenbach und am 6. September in Naunheim.

stuverts mit ßirma billigst Vrüh!'sche Universitäts-Druckerei. H. Lange, Gießen

3°/e

37,% Konsols

3l/,e/o Reichsanleihe. do.

Märkte.

ko. Wiesbaden, 8. Juli. Biehmarkt. Zum Berkans standen: 27 Ochsen, 69 Luhe, 3!'8 Schweine, 57o Kalber (öanmter 360 Aiastkälber, 215 Landkälber), 48 Hännnet und Schake. Bezahlt wurde für 50 Kilogramm Scklacktgcwtcht: Achsen 1. Qual. 75 00-77,00 Mk., 2. Qual. 73,0075,00 Mk., stütze 1. Qualität 63'00-65,00 Mk., 2. Qual. 00,00-00,00 Mk. Bezahlt wurde für 1 stilogr. Schlachtgewicht: Schweine, vollfleischige, 1,38--1,40 Mk., Sauen 0,000,00 Mk., Eber 0,00-0,00 Pik.; stalber: Mastkalber 1 881,90 M., Landkälber 1.441.58 Pik.; Hammel und Schate 1,46 bis 1,56 Mk. - Rinder notierten: 00-00 Mk., Ferkel das Stuck: 0000 Pik. Tie Zufuhren stammten au§ Norddeutschland, aus den streifen Limburg, Untertaunus, Wiesbaden-Land und Gießen 8 Ochsen und 36 Landkälber).

Limburg a. d. Lahn, 7. Juli. Fruchtmarkt. Durch- chnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassaui.cher) 22,00 Mk., veißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 00,00 Pik., Korn 14,50 Mk., (tzerste: Futtergersle 00,00 Mk., Braugerste 0,0000 Mk., Haier 10.100.00 Pik., Erbsen 0,00 Pik., Kartoffeln 0,000,00 Pik.

116.00

124.80

191.20

179.80

116.80

Harpener Bergwerk. . . 190.90

Laurabütte . . . . . ^83.40

Nordd. Lloyd 90.00

Oberschles. Eisen-Industrie 97.00

apbie. Am 8. 1, fcitöem dem geichsteil ie lülindung des erstell 11 gelang, die den Leck ht nur für die Z«eL Ausgaben in em HA !n Beckcbe, mit M oaren janillichvergM e optischen semaMP bedeutende VttbchecM iIel von Aapo eon ta arößcm Vorteil belB 1809 aufs neue ds

,licrn cinnelen, * ,C11C cs erivartet^

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Dezent ,.oect"^^ lärt,i,,e

vernementsvea.mier vor. gau uh, vcuuinuyi s*1 ärmere Familien in Vorschlag zn bringen, die monatlich eine Staatsunterstützung von 18 Rubel erhalten sollten. Darauf holte er ein dickes Buch hervor, und begann die einzelnen Familienmitglieder einzuschreiben. Für das Ein­schreiben berechnete der angebliche Beamte drei Rubel fünfzig Kopeken und zwar, wie er erklärte, zur Bezahlung des Stempels. Fast die meisten Familien gaben dem Schwindler das Geld, da sie ja in der bestimmten Hoffnung lebten, da­durch 18 Rubel monatlich verdient zu haben. Bei den Be­hörden des Ortes stowel erscheinen andauernd Personen, die sich erkundigen, von wann ab sie denn endlich ihre i monatliche Unterstützung erhielten. . ..

*> ßine Episode von der Todeästatte von Newport, wo jetzt 600 Arbeiter Tag und Nacht am Werke sind, die Leichen ihrer Kameraden zu bergen, wird dem Eorriere della fera berichtet. Etwa einen Meter unter der Oberfläche konnte man von einem gewissen Punkte aus liefen, 78 in Etartenbnrg, 17 nt VbW, »i, fefc«. taf> in ben -W®"

jammen 140. Auf diesem Gebiet mögen 1816 nur einige Hunderte gewaltigen Balten emgepreßt lag^ ^te Oeffnung,^ durch Evangelische gewesen sein, im Jahre 1825 waren es 2381, i. I. die man den Unglucklicyeu fah, war lebod) lo kletn, daß 1875 10 721, L I. 1890 16 685, t I. 1900 23 985 und 1905 feiner der Retter etnzrtdrtngen vermochte. Endlich fand 29 263, abgesehen von Mainz, wo die ev. Bevölkerung (ohne ftch ein fünfzehnjähriger Junge, Thomas Lewis, der^daS Garnison) in der gleiclfen Zett von 2545 auf 15 232, 19 435, tüt)ne Wagnis übernahm; mit einer Feile und einer Läge 25 592, 29 091 wuchs. Jn den ersten 50 Jahren nahm bic Zahl ausgerüstet, gelang es ihm, nach wiederholten fruchtlosen der Evangelischerr in jm genannten Orten außer Mamz um I sßCTjUCßert/ endlick), durch die Oeffuung sich hindurchzuschie- jährlich 167, in den stHen^m lo Jahren um lahrltch 397, von öem Gefangenen zu kommen. Sofort begann der

»Ä. S »nabe mit dem Wer^eug

den letzten 30 Jahren die ev. Bevölkerung in ben Vororten der I nach zweritundrger angestrengter Ai-bett war der Bt.rwun- Zndustriestäbte Mainz, Offenbach und Worms. Mit Hilfe des l dete fast frei. In dem Augenblick, da die beiden sich daraus Gustav-AdolftVereins sind auf diesem Gebiete 18 Pfarreien und vorbereiteten, die unheimltche Höhle zu verlassen, ging em 22 Filialgemeinden entstanden, von denen bis jetzt nur 6 ans gucken und Ättistern durch die Trümmermassen, als ob die seiner Pflege ausgeschieden sind. Nach Schilderung der Zu- ^d«'. bebe. Von draußen rief man dem Knaben zu:Äomrn sanunensetzung und fiitanzielbm Leistungsfähigkeit der hElNscheu . tomrn heraus." Thomas kam auch durch die Oeff- Ä Äei X In der

Ä&Sl«sind" Sanab«6bic" Ein. Cejfuung begräbt. Rur einmal hörte man noch einen furcht- nahmen nicht so stark wie die Diaspora gewachsen sind, haben die baren VerzwerflungSschret: ,^aßt mich nicht allein hier. Schulden der Einzelgerneinden eine solche vöhe erreicht, baß die Dann war alles still. . . Hilfen, welche der Verein zu reichen genötigt ist, für vrele ^atjre hinaus den größeren Teil der für das Inland zur Verfügung stehenden Mittel verzehren. Es fabelt aber noch 12 Gernemben bereits in Pflege des Vereins, die in dem nächsten Jahrzehnt ebenfalls kirchliä)e Bauten dringend irotroenbig haben. Ente Prüfung der lleberfiäst zeigt, daß zwar ein weiteres starkes Wachsen der Zahl unserer Pflegekinder ntcht zu erwarten ist, daß wir aber doch darauf rechnen müssen, daß immer noch einige wettere in die Pflege des Vereins hereinwachsen. Der Haupt-1 verein steht vorerst noch größerer Sorgen und schwereren Auf­gaben gegenüber, als früher, und wird nach neuen Mitteln und Wegen suchen müssen, um diesen Aufgaben gewachsen zu sein.

Nach entern kurzen Dankeswort des Herrn Vorsttzenden für die Zusammenstellung dieses statistischen PMaterials, welches eine I wertvolle Unterlage für die ferneren Entschließungen der Verems- leitung abgebe, erstattete der Schriftführer, Herr -Letan Bayer­Groß-Gerau sein Referat über die Frage:Was rut not im Hinblick auf die alten und neuen Ausgaben des Gnstav-Adols- Vereins?" Der Referent beschränkte sich daraus, die stoniequenzen aus den Ausführungen des Vorredners zu ziehen unb tnachte eine Reihe praktischer Vorschläge, tote der Gefahr, baß die Einnahmen in zu hohem Maße festgelegt werden, vorgebeugt, der Vereins- leitung freie Hand und Mittel für neue Ausgaben gefidjert und die Jahreseinnahmen gesteigert werden körnten. An die beiden Referate schloß sich eine lebhaste Diskussion an, bei welcher nch die Herren Pfarrer Dr. Bert, 5lirchenrat D. Schlosser, Ober- Konsistorial-Präsident Nebel unb Pfarrer Dingeldey betethgten. Sie wurde unterbrochen und führte am Schluß der Verhandlungen zu dem Beschluß, das; die Vorschläge des zweiten Referenten durch

Airehliehe Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der 5t)nagoge (Süd-2lnlage).

Samstag ben 10. Juli 1909:

Vorabend 7.45 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr. Schrifterklärung.

Sabbatausgang 9.35 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschast.

Gottesdienst.

Sabbatkeier am 10. Juli 1909:

Freitag abenb 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 9.35 Uhr. . . ...

Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abenbs 7.30 Uhr,

'Jpol»ans

** WEL T- TAFEL CE TRA 'NK.«

Niederlage bei: Jean Weisel, Mineralwasserhandler, Giessen, Sonnenstrasse 6. 3472

D'ct einem in San Francisco aufaeftiegenett Lenk- Ballott mit Motorbetrieb geriet in einer Höbe von 50 Fuß üw folge des Abbrennens von Raketen ein Seil in Braitd, was Explosion des Ballons zur Folge hatte. Zwei Jn^ fassen wurden tödlich verletzt. Unter den Zu schauer n brach große Furckft aus, wobei viele Persvmnt schwer verletzt wurden._______

Sandel und Verkehr, Volkswirtdchaft.

Elektrizitäts-Aktiengesellschaft W. Lah­me per u. Eie. Frankfurt a. M. In der vorgeitttgen Gc- neralvcrsamntlung stellte ein früherer Angestellter der Firma, Aktionär Baumgart, eine Reihe von Anträgen, ut denen er nähere Auskünfte über die Bruttoergebnisse eines ieden Werkes verlangte, ferner auSführliä« Berichterstattung über das Oberrheinische Elektrizitätswerk Akt.-Ges. in Wiesloch (Baden), über die Mühl­heimer Meinvahn usw. Vom Vorstände wurden nähere Erklartmgen über die Punkte abgelehnt und auf den Geschäftsberickt ver­wiesen. Mitgetcilt wurde dmtn unter anderem, dast die, Russische Tochtergesellsdiaft der Lahmeyer-Gesellschaft im letzten ^ahre mit 27 779 'Mk. Verlust abgeschlossen habe. Der obengenannte Ak­tionär beantragte, an Stelle der vom Vorstand und Aussichtsrat rorgeschlagenen 6% Dividende nur 4a 4n o zu verteilen, ^er Aii trag wurde icdoch abgelehnt und deii Beschlüsse linder Verwaltung gemäß eine 6%ige Dividende beschlossen. Zum schlüge der Ver­sammlung gab Aktionär Baumgart Protest zu Protokoll.

Canada E.B 181.70

Darmstädter Bank . . 131.70

Deutsche Bank . 243.50

Dortmunder-Union C. 61.70

Dresdner Bank . 151.60 Tendenz: fest.

Höchste Temperatur am 7. Juli + 16, Niedrigste , , < = + 11,8 °C.

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Friedberg, 8. Juli. Eine bedeutendeBeretcyerung erfährt die Bibliothek des Friedberger Geschichts­vereins. Herr Forstrat Dr. L. Dteffenbach aus Ltch bat sich in hochherziger Weise bereit erklärt, die von fernem Großvater, dem bekannten Historiker Philipp Dieffenbach, er­erbten Bücher unter EigentumSoorbehalt zur Verfügung zu stellen So kommt Friedberg allgemach zu einer Bibliothek, in der sich bic gesamte kulturelle, geistige und wirtschaftliche Betätigung der Wetterau, Stadt wie Land, widerspiegelt. Denn es sind in letzter Zeit nicht nur aus Prwatbesitz zahl- reiche Schenkungen zugeflossen, sondern die Stadt kauft auch, nand in Hand mit dem Geschichtsverein, alles Gedruckte und Handschriftliche auf, wa§ in die Geschichte von Friedberg und b-r Wetterau Licht bringt. Die Bibliothek des Geschichts- Mreins ist jüngst in den südlichen Llebfrauenkirchturm über- führt worden, wo auch die umfangreichen Archivbestände Auf­nahme gefunden haben. Der ehrwürdige Raum mit feinen trächtigen Glasmalereien hat eine zweckmäßige Ausgestaltung erfahren. Er ist eine würdige Ruhestätte für all die Zeugen □ergangener Tage. Eines der nächsten Hefte derFriedberger Geschichtsblätter" wird ein Verzeichnis der Friedberger Archlv- mib Bibliothekbestände bringen. Ebenso ist dort außerdem Oie Veröffentlichung eines Führers durch die wertvollen, rasch cinwachsenden Sammlungen des Museums geplant.

±± Biedenkopf, 6.Juli. Die heute hier stattgefundene bauptversammlung des Geschichtsvereins^ für __________________

öen Kreis Biedenkopf war des ungünstigen SbcttcrS I regen nicht besonders stark besucht, obgleich die Mitglieder- Hauen 7. Juli. Die Strafkammer verurteilte ben -ahl auch im letzten Jahre wieder bedeutend ^genommen 15jä()rlgen «ebrling 6 d) u 11 e, bet P u ft m o r b an bet Ibjäfaigen hat AuS dem Bericht der Museumskommission ist hervor- Perkäuferm Schweitzer verübt hatte, zur höchsten zulasstgen zilheben, daß neuerdings wieder zahlreiche und seltene Stücke | etraie von 15 Jahren G eiangnis.

rroorben worden sind. Die rechtlichen Verhältnisse des Ge- ÖßrmÜcbics

chichtsvereins gegenüber dem Fiskus als Besitzer der Aus- b e u t f otten herein hielt die

tellungSräumlichkeiten bedürfen mbefan noch ^er endgültigen ordentttche Mitgliederversammlung am Montag in Leipzig Regelung. Emer Anregung des Vorstandes gemafi beab- qiUg9cinc Vorberatung der Vertrauensmänner

ichtigt der Verein in Zukunft AuSfluge mit Vortragen zu Landesverbände zwecks Beratung der endgültigen Satz­oeranstalten und das Interesse weiterer Kreise für unsere , n OoramS. Die Satzungen selbst wurden mit mehreren

Heimat durch Herausgabe von Ausichtspostkarten nut Dar- den bayerischen Delegierten eingebrachten Abänderungen

ftellungen baulich bemerkenswerter Hinterländer Gebäude zu angenommen. Der Luftflvttenverein wird sich künftig tu necken zentrale, Landes- bezw. Provinzialverbände und Drt^

gruppen gliedern. Der Sitz verbleibt bis auf weiteres ut

65i laDresuetiammlung debhMchenhauptvereinL

der Gustav-Adolf-dtlswng. iodung der Ortsgruppe in Leipzig statt. Der Verein zahlt

II. bereits 10 000 Mtglieder. .

Am 7 Juli fand morgens von 9 Uhr an die ordentliche * Ein neuer Hauptmann von ft 0 p e Nick, ^zn Jahres s itzun g des Verwa l tungsrates im Künfirman- fam russischen Orte Kowel bcfuchte vor einigen Monaten densaale der Johannesgemeinde statt. Sie wurde mit Gesang unb Wohnungen der ärmeren Einwohner ein nut einem Gebet eröffnet. r .... .. Portefeuille versehener Beamter und stellte sich als Gou-

Der Vorsitzende, Herr Professor Trümpert, begrufae die vernernentsbearnter vor. Er gab an, beauftragt zu fein, Erschienenen und stellte sest, datz vom Vorstand 6 Mitglieder - - '

antoefcitb, 29 Zweigvereine durch Abgeordnete vertreten nnd. Auf scknen Vorschlag werden die Herren Pfarrer V o g e l - Gernsheim und N a u m a n n - "Nauheim zu Schriftführern beftellt. Die Rech- imnn für 1908 ist bereits von Herrn Oberrechiiungsreviior, Kor­in ann-D arm stabt vorgeprüft, ohne baß sich für ben Abschluß ber= VLbcn eine Aeudcrung ergeben hat. Mit der Nachprüsting werden die Herren Kirchenrat Schrimpf, Pfarrer Dr. Bert unb -tefaii Magner betraut. Die nach den Satzungen aus dem Vorstand ausscheidenden Mitglieder werden wiedergewählt. Da Herr ^chul-1 rat Müller-Darmstadt eine Wiederwahl aus GesundlieitSrücksichten «blehnt, wird auf Vorsctstag des Vorstandes Herr Justizrat Dr. Lueius-Mainz neu in den Vorstand gewählt.

Hierauf gibt Herr Äirchenrat Gro sch-Kastel Erläuterungen Zu der von ihm gefertigten Ueberficht über das Wachsen der Hess. Diaspora von 18251905. Redner führt aus 7 Jn den poli­tischen Veränderungen am Anfang des vorigen Jahrhunderts waren dem Großherzogtum Hessen Gebietsteile mit ausschließlich, ober fast ausschließlich katholischer Bevölkerung zugefallen, außer Atainz, der Hauptstadt des früheren llurstaates, noch 45 Städte und Dörfer in Rheinhessen, 78 in Starkenburg, 17 in Ober Hessen, zu-

Juli

1909

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