Ausgabe 
9.10.1909 Zweites Blatt
 
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Es ist nicht nur die lodcnbc

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Höchste Temperatur Niedrigste ,

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Handel

Börse, 9. Oktober, 1.15 Ihr.

Frankfurter

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Berliner Börse, 9. Oktober. Anfangskursa.

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heit, das vielbegehrte von Hongkong cimu die gelben ^ü*mugglci

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Harener Lergwcrk . Laurahütte . . . . Lombarden E. B. . . . Nordd. Lloyd . .1 . Türkenluse", , , ,

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e r Vrhörbe, daß der Angeklagte crne ^arnpe bqtBt, die sruyer ; inent Arbeitgeber, einem Ziegeleibesitzer in Ober-Mörlen, abbanden gekommen ist. Während er einmal behauptete, die Lampe sei ein Erbstück seiner Mutter, sollte sie später ein solches seiner Lchwiegermuttcr sein und schließlich gab er an, seine verstorbene Fran habe sie von einem Unbekannten gekauft. Ta fein Zweifel an dem unredlichen Erwerb des Gegenstanoes be­stand, mußte Verurteilung erfolgen.

Bed. Himmel Bed. punmel , Regen

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Gießener Strastammer.

X Gießen, 8. Ctt.

- 1 Khr In lechen

Trit-Vt n.Lum R;nnnn Maschinenbau,Elektrotechn I echnikjm Ql n gen Automobilbau. Brückenba

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgctcilt von der Bank fUr nnd-i Industrie',"Glessen.

Sir Robert Hart. Auf einer Reise nach Man ton wurde er am Empfangstage zum Tiner geladen. Am Abend war er gezwungen, sich bei der liebenswürdigen Wirtin zu entschuldigen, daß er nicht in Gesellschaftstoilette cridjeinen konnte, sondern nur im Reise­anzug.Sie müssen mein Kostüm sd)on enH'dtuldigen," meinte leise lächelnd der oberste Zollbeamte des Himmlischen Reiches, aber die Zollbehörden haben mein ganzes Gepäck beschlagnahmt." Und so war es in der Tat. Sir Robert Harts chinesisckter Diener hatte in der Annahme, daß die Koffer des Generalinspektors ganz gewiß nicht revidiert werden würd.'n, sie im Einverständnis mit unternehmenden Komplizen zur Hälfte mit Schmuggelwaren aus' gefüllt, die bann entdeckt wurden und zur Beschlagnahmendes Genicks führten. Neben dem Opiumschmuggel bildet das Salz cm Haiiptgegenstand der chinesischen Zolldefraudanten. Hier ist der Transport wegen des größeren Raumumfanges schwieriger; meist werden die Salze bann im Schiff in leeren Kesseln ober unter dem Maschinenraum verstaut und auf den Küstensahrten so lange mitgeführt, bis sich eine günstige Gelegenheit bietet, im Ein' Verständnis mit den am Ufer harrenden Helfershelfern die Ballen in wasserdid)ten Behältern geborgen ins Wasfer gleiten zu lassen, wo die oft erprobten Konrplizen das kostbare _(9ut mit be­wundernswerter Geschicklichkeit und Sicherheit auffisd)en.

am 7. bis 8.

, 7. , 8.

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135.00

205.50

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in Chambers Journal ausgenihrt

auch die bei der Maschinenprüfung als die besten erkannten Ackergeräte zur Dorführung brinat. Außerdem aber will das Landwirtschaftliche Institut den Landwirten ---igrn, .r . - Ar beiten und welche Geräte notroenbiq sind, um 'cstzuiieUen, wA^s die besten Sorten unter b^n vielen sind Neben orm landw,>,l flitut werden dann die. Hausftauen kostbare i^emüscsammlangen von verschicbenen Landwirten der hiengen /'Vrienb bewundern können. Ta fällt vor allem b-e Samwelaussteilunq der < arr n Verwaltung des Brauerei des chers Bichler ins Auge. Auch bie Saatbau ft eilen der Landwn l > chafts'amm er bring-n durch Vorführung van Saatgut und Achrcnbüfchel ihr Saatgut in Erinnerung. .

Mit ber Ausstellung ist noef) ein Ldu markt verbunden, auf dem die zum Verkauf kommenden iyrüd?tr während der Aus stellung besichtigt werden können. Ter ergentliche Lbstmartt de ginnt Montag vornrittag. Für solche Obstzüchtet, die petzt im .»erbst Reu- ober Nachpflanzungen vornehmen wollen, ist Ge- i. genheit geboten, vollkommenes Baummatcrial zu sehen und zu taufen. Tie Abteilung für G e te dcs Acket baues und der Ob stb a n mpslege ist sehr reich besch'.ckt.

Alle Interessenten werden darauf aufmerksam gemacht, dast^onn- tag nachmittag 4 Uhr, nachdem Parseval roiebcr abgefahren ist, innerhalb der Turnhalle anschließend an die Ausstellungsräume eme Versammlung stattftuden wird. Hier findet zunächst die Berichterstattung über bie Ausstellung und die Auszahlung der Preise statt. Alsdann wird Tr. Hoffmann aus Friedberg 'inen Vortrag halten überTic Grundbedingungen zu einem erfolgreichen Ob st handel". Alle Cb ft bau inte.3 rciicntcn werden besonders auf diese Versammlung hingcwiesen, weil er ihnen manche Winke in bezug auf ihren Cbitbau geben wird.

3V,7 Hessen '.VfTS.i.U

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damit, int Schutze alles verhüllenden Nacht auf schwanken Tschunken ihre loftbarr .Labung ins Land zu schmuggeln: mit über­raschendem Erfindungsgeist und zäher Ucberlegung konstruieren sie die seltsamsten Behälter, die halb unter dem Wasser stehen und schwer zu sehen sind. Zn ihnen verstaut, bringt man bic Waren an Bord größerer Schiffe bis in die Nähe des Users: auT ein gegebenes Signal sinken die Ballen unauftällig in dre gelben Fluten und werden von geschickten Komplizen schnell und heimlich geborgen. Tie chinesischen Zollbeamten haben von der Phantane der Schmuggler mandje Beweise erhalten. So fiel es einem Zollinspektor in Kanton auf, daß in einem regelmäßig ein laut eichen Tampfer stets eine prachtvolle sckstvarze Katze mit ihren Kleinen regungslos in der Sonne lag. Blonde verstrichen, vielleicht Jahre: Tie kleinen Kätzchen wuchsen nicht und wuclften nickst, immer lagen sie am gleichen Fleck, dehnten und reckten sich und genauen btc Sonnenivärme. Als man schließlich die Tierchen untersuchte, entdeckte man, daß es außerordentlich geschickt gemackste Puppen waren, deren Iwhles Innere eine ansehnliche Menge Opium barg, das bann regelmäßig im Hafen herausgenommen wurde. Wie tief der Schmugglertrieb in der minesischcn Volksseele wurzelt, zeigt eine Anekdote, deren £ Pier niemand anders war, als der Generalinspektor der chinesisckstn Seezölle in höchst eigener Person,

Elcktriz. Lahmeyet . . . Elektriz. i>hn<'kert . . . Eachweiier Bergwerk . . (Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Pakctf. Harpeucr Bergwerk. . . Laurahiitte . . . .

Nordd. Lloyd ,i . . . . Oberschics Eisen-Indo-strie Berliner Handelsgcs. x . . Darmstädter Bank %. * . . Deutsche Bank . . . . Deutsch - Asiat. Bank .. Diskonto - Kommandit .,» Dresdner Bank..... .

Kreditaktien . . ...... Baltimore- nnd Ohio-

Eisenbahn .

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Lombard. Eisenbahn., Dcstcrr. Staatsbahn . .4. Prince - Henri - Eisenbahn'.

3Reichsanleihe

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ist der geborene Scbmuggl r. : auf Gewinn, die den Solm

4°,0 Oesterr. Goldrente ..

4'/6°/o Oesterr. Silberrente.

4° 0 Un«rar. Goldrente

4° Italien. Rente . . . 5..

Schmuggler Handwerk treibt: zu ihm gesellt 'ich piclcrtricb. der bie bezopften Erdenbürger mit Begeisterung bic an Wechselfällen reiche Romantik des -scf.mugglrr- tumcs si chen läßt. Tas berühmte Telta von Kanwn mit feinen vielverfchlungencn unzähligen Wasserstrahlen bietet den ^ck mugg lern die günstig! c ihnheit und Ski regen kett

zu betätigen: f'er schwer - ,^oll auf Opium aber und die l'klcgcn- 'rt steuerfrei ans dem britischen Haien jggdn, sind eine^ weitere Lockung, der !-t wiberstel-en. Sie begnügen sich nicht alles verhüllenden Nacht auf scknvankcn

Wegen rückfälligen Betrugs

war der Kaufmann K. Sch. aus Hanau angeklagt. Seine Frau hatte in Frankfurt a. M. ein Wurslwarengeschäft bettieben und Itnttb mit einem hiesigen Metzgermeifter in Geschaftsverbinbung. Als der Angeklagte im letzten Jahre nach Verbüßung einer längeren Sttafe zur Enllassung gelangen sollte, verkaufte sie kurz zuvor das Geschäft, weil sie annabin, der Angeklagte würde es doch .-tugnmbc richten, und machte dem hiesigen Geschäftsmann von der Veräußerung Mitteilung. Ter Angeklagte schrieb von Frankfurt an den hiesigen Metzgermeister, er habe neben dem von seiner Frau libtritommaien Geschäft in Frankfurt and) ein gleich-s ur Offenbach errichtet, und bat um Zusendung von Wurstwaren, die ihm in zweimaliger Sendung im Werte von über 80 Mark zugeschickt mürben. Tatsächlich war aber der Angeklagte, der außer vielen anderen 'Strafen eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren verbüßt hatte, aus Offenbach ausgiuviescu morben. Infolge An­klage kam die Sache vor das Schöffengericht; dieses sprach aber feine Unzuständigkeit aus, da die Bettügereien im Rückfälle ver­übt morben sind, und verwies die Sache an bic Strafkammer. 3u der ersten Verhandlung erschien der Angeklagte nicht, weshalb seine Verhaftung erfolgte: bic zweite Verhandlung führte zur Verurteilung nt eine Gefängnisstrafe von 10 Monaten.

Wegen Kuppelei

wurden bic Eheleute H. T., hier, vorn Schöjfengcricht zu je 6 svconatcn Gefängnis verurteilt und ihnen bic bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre abgeiprodxn. Bei der polizeilichen Sistierung einer Kellnerin, bie in ihrem Bettie!» tätig war, er­hielt die 'Voli^ Kenntnis von dem unsittlichen Treiben zwischen den Gästen und den Kellnerinnen, worauf die Angeklagten bei ihrer VcrnclMung auf der Polizei zugaben, dieses Treiben aus Eigennutz gefördert zu haben. Später leugneten sie wieder. Tas Gesländniis nwllten sie aus Furcht wegen der Trohung nut Verhaftung abgelegt haben, was aber auf Grnnb der Beweis­aufnahme ausgeschlossen erschien. Tas Gericht verkannte nicht, bruB dieses venverfliche Treiben tief schädigend auf das soziale Leben cuiroirft und bic Gesundheit der jungen Leute untergrubt; in Berücksichtigung der Verhältnisse der Angeklagten jedoch hielt cs bie Strafen für zu schwer. Es setzte bic Strafe des Ehemannes, der durch den Alkoholgenuß degeneriert ist, auf 3 Monate herunter; die Sttafe der mehr belüfteten Ehefrau wurde aus ö Monate festgesetzt und die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte soll in Wegfall kommen.

Die lloutrollierung eines Wächters

aus dem Sprudelbohriverl zu B n d S a l z h a n s c n führte zu einer Gerichtsverhanblung. Einige junge Leute erlaubten sich den Scherz, nacksts in bat abgesperrlcn Bolsttunn einzubringcn, weil sie aitnaijnum, der Wächter würbe schlafen. Als biescr bic Leute geivahrte, rief er ihnen zu, sic möchten das Gebäude ver­lassen, sie kamen aber der Aufforderung nicht nach, weshalb der Wächter mit Schiefen drohte. In diesem Augenblick bekam er von dem Arbefter G. S. aus Geiß-Ridda mit einer Latte einen Schlag in die Seite, baß er zu Boden fiel. Vor bem Schöffen gcricht hatte sich beshalb S. wegen KÄrperverletzung zu verant- Worten: es wurde aber Notwehr für vorliegend erachtet, weshalb 5retiprcdmng erfolgte. Infolge Berufung da.' Staatsanivaltsckjaft, erkannte bic Straffammer aur 20 Mark Geldstrafe, da ^cvtwehr ausgeschlossen crschiat.

Vergehen gegen die Gewerbeordnung

war dem Hcrbergsvcrwalter Ehr. H. von Büdingen zur Last gelegt. Er hat an Hanbwerksbnrfchen Getränke verabfolgt, bic er in Dirtsckiaften holte und hat dafür einige Pfennige mehr gt nonmton, als seine Auslagen betrugen. Auf Anregung des Kreis amt® ging ihm ein Strafbefehl über 10 Mark zu, auf dessen Einspruch das Schölsengericht zur Freisprechung griangte, da in bicsein Verhalten kein Gclverbcbetrieb crolickt werden tonnte, son bern der Angeklagte nur als Bote betrachtet mürbe, der für feine Mühewaltung ein Trinkgeld erhielt. Tic Staatsanwaltschast focht das Urteil an, M nach der Rechtsprechung idyon ein unentgeltliches Verabfolgen von Getränken, das zur Hebung eines anderen Be­triebe bestimmt ist, als Gewerbebetrieb angesehen wird. Tie Strafkammer war der Ansickst, daß die Getränke zur Förderung des Herbcrgsbcttiebs verabfolgt wurden sind, weshalb auf eine Geldstrafe von 5 Mark erkannt wurde, ohne auf die Art und Weise, in der die Gctt-inkc verabfolgt wurden, Gewicht zu legen.

Wegen Diebstahls im Rückfall,

verübt durch Entwendung einer Lampe, bekam ber mehr- bestrafte Taglöhner E. W. aus Seckbach 6 Monate Gefängnis

Tiffcrenzen mit feinen Angehörigen kam zur Mcnntnid stör de, daß der Angeklagte eine Lampe besitzt, bie früher

(ScricbtsfaaL

Marburg, 8. Okt. Die Strafkammer verurteilte heute einen Steinbrnchaufscher wegen Vergehens gegen bas Dyna- m11gefetz zu ber Mindeftstrafc von drei Monaten Gefängnis. Der Mann hatte Dynamit in einer Bude aufbewahrt, ohne bc pördliche Genehmigung nachweisen zu können: er hatte ferner die Ausgabe des Sprengstoffes weder überwacht iwch darüber Buch^geführt.

Saarbrücken, 7. Okt. Wegen Vergehens gegen § 176,3 verhandelte gestern und heule das Kriegsgericht bei ver lchlossenen T uien gegen .» Unteroffiziere bc70. Zn - iciu.'rie Regiments Tas Urteil lautete gegen den Vizefelbioebel Hardtnack auf li Monate 1 Woche, gegen Sergeant Hummel auf « Monate, gegen Sergeant Leim aui 6 Monate und gegen Unter ofsizur Back'hoff auf 2 Monate. Als stta'mildernd wurde die liiltiche Verkommenheit der bret in Frage kommenden Mädck en in Betracht gezogen. -- Ter verheiratete Vizefeldwebel Wolter, de- augcllajt war, fick) an einem 4' 2 lährtgen 'JJuibdien vergangen zu haben, mürbe zu ö Monaten Gesängnis und Togradation ver­urteilt.

Märkte.

Gießen, 9. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Psd. 1.201.30 Alk., Hühnereier 1 St. 89 Vfg., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Käse pr. St. 68 Vf., Erbsen p. Psd. 0000 Pfg., Linsen p. Psd. 0000 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 2Dif., Hühner pr. St. 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Alk., Gänse vr. Pfd. 6070 Ps., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Lchsensleisch pr. Psd. 7684 Pfg., Kuh- und A'inbsleisch pr. Pfund 7080 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 8090 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 96 Pfg., Kalbfleisch, pr. Psd. 7074 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 6084 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.0O5.50 Mk., Zwiebeln per Ztr. 7,008,00 'Ulf., AUlch per ^itev 20 Pfg., Weißkraut per Stück 1015 Psg., per Zentner 9)1 f. 0.000.00., Aepfel per Ztr. 8-15 Plk^ Birnen per Ztr. 8-20 Alk. Nüsse 100 Stück 30-40 Psg., per Ztr. 000 Mk., Zwetschen der Ztr. 4.005.00 Mk. Marktzeit von 82 Uhr.

fc. Wiesbaden, 8. Okti. Heu- und Str oh markt. Angefahren waren 3 Wagen mit Hen und Stroh. Alan notierte: Heu, neues, 11.0012.00 Mk., Stroh (Richtstroh), neues, 7.00 bis 7.50 Mk. Alles für 100 Kilo.

Oktober 4- 13,26 C.

, = 4- 7,8'6.

vertniscbtes.

* Chinesische Schmuggler Fn feinem Lande wird die planmäßige Hinterziehung von Zöllen mit so großem Eifer und so aycrhter,gjinger Hingabe bctri.'ont, w': im großen Rticp' t.cr Mitte, fer El.mese, io wird in -nicm interessanten Aunatz

Auszug a. ö. Stanöesamtsregiftern der Stadt Sieben.

Aufgebote.

Okt. 2. Jakob Becker, Lohgerber in Neukirchen, mit Elfriede Semmler in Gießen. 4. Georg (Sari, Taglöhner, mit Elise Appel, beide in Gießen. Georg Zacket, Sergeant, mit Ze Hanna " Schmitt, beide in ließen. 5. Franz Ellerineter, Elektromonteur, mit Marie Stroh, beide in Gießen. Ernst Laux, Monteur, mit Amalte Orth, beide in Gießen. 6. Heinrich Bommeröheim, Mechaniker in Gießen, mit Sophie Kaltwasser in Wetzlar.

llheschliehungen.

Okt. 2. Wilhelm Menge, Garnier, mit Christina Hönig, beide in Gießen. Magnus Becker, Kaufmann in Baden-Baden, mit Marie Schomber m Gießen. Heinrich Bernhardt, Vizcseldwcbtt, \ mit Wilhelmme Balser, beide in Gießen. Ludwig hüspett, Maschmeniormer, mit Marie Hartmann, beide in Gießen. August Grämlich, Vorarbeiter, mit 'Marte Ruhl, beide in «tzreßen. 5. Richard! Waldschmtdt, Leutnant in Straßburg t. E., mit Elfriede sZuhrmetster in Gießen. 6. Georg Kühne, Zahnarzt m Wetzlar, mit Lina Schwalb m Gießen. Tr. 'August Walther, Velermärarzt, mit Margarete Rubc, beide in Gießeti.

Geborene.

Sept. 26. Dem Schuhmacher Robert Mader eine Tochter, Maria Elisabeth. 27. Dem Kellner Theodor Krause eme Tochter, Emilie. 28. Dem Schlosser Wilhelm Wisker ein Sohn, Hcrinann Walter Wilhelm. Dem Schneidermeister Karl Bender eine Tochter, Elisabeth. Dem Bahnarbeiter Philipp Balser cm Sohn, Cito. 29. Dem Großh. Hochbauaufseher Georg Bickel- Haupt em Sohn, Georg Reinhard. Dem Fuhrmann Wilhelm Janisch ein Sohn, Wilhelm Johannck. Okt. 1. Dem Schneider Albert Haibach ein Sohn, Walter Aiigust Karl. Dem In­stallateur Heinrich Wahl eme Tochter, Johanna Mathilde Tlarie. 5. Dem Prioatdozenten für Chirurgie Tr. August Brüning em Sohn, Wilhelm August. 6. Dem Eisenbahiischlosfcr Otto Rausch ein Sohn, Otto Karl Friedrich.

Gestorbene.

Sept. 30. Konrad Ludwig Zrle, Lagernteister, 54 Jahre alt, Wolistr. 8. Okt. 2. Paul Heinrich Jeschke, 5 'Dlonatc alt, Teufelslustgarlchen 5. 3. Auguste Kümmich, 69 Jahre all, Löberstr. 19. Emma Marie Eisinger, 5 fMlonatc alt, i'oiucn- gasse 13. 4. Anna Slisanne Wasium, 3 Monate alt, Walltor- Ilraße 33. 5. August Rödmg, Lokoniotwsührer P., 65 Jahre alt, Am Riegelpfad 20. 'Margarete Bellof, geb. Körber, 75 Jahre alt, Rodhenner Straße 47. 6. Georg Wolf, Kgl. Slatlonsassistent i. P., 70 Jahre alt, Neustadt 55. 7. Dorothea Zoll, geb, 'May, 72 Jahre alt, Lönrengasse 28. (

Canaua E.B......186.10

Darmstädter Bank ... . 137.00

Deutsche Bank ...... 247.00

Dortmunder-Union C.-e.- . 83.20

Dresdner Bank . .e.- . 159.10 Tendenz: schwach.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Unsere Schulferien.

Jit diesen Tagen haben die höheren Schulen den llttterricht wieder für 2 Wochen geschlossen, die getrennte Sommer- und Herbstferien haben, z. B. m Darmstadt, Worms u. a. m. Es ist dies der weitaus größte Teil der hessischen höheren Schulen. Unsere Kinder hier in Gi-'ßcn sind dagegen jcit nunmehr 2 Wochen wieder an der Arbeit, nachdem sie ihre Sommerferien mit 6 Wochen ohne Unterbrechung gehabt Haden, ll'/a Wochen angestrengtester Tätigkeit liegen vor ihnen bis zu den nächsten Ferien, den Weihmichtssericn; gilt es doch für Biele, den Eltern nicht die Weihnachtsfreude durch ein schlechtes Zeugnis oder eine ungünstige Mitteilung ber Schule über die Leistungen zu zerstören! Und nach den Weihnack tsfeiertagen, die kanin der Ruhe und Er l;olung dienen, kommt der letzte Teil des Schuljahres, an dessen Schluß darüber entschieden icerben soll, ob das Jahr für den Schüler erfolgreich war oder nicht, also erst recht eine Zeit der Arbeit. Wie viele Mitter klagen, daß der Sohn, die Tockster schon um Weihnachten herum feinen besonderen Appetit mehr zeigten, daß sie gegen Ostern matt und abgearbeitet seien. Warum, so hört man bann mit Recht so viele Eltertt fragen, müssen benn unsere Sommerferien hier tn Gießen im Gegensatz zu denjenigen fast aller anderen hessischen Städte so unpraktisch wie nur möglich liegen? Warum teilt man sie denn nicht, wie auch attderswo, in Sommer> und Herbstferien und kürzt damit dielangeWinter-Arbeitszeitum volle 4 Wochen? Wie ganz aitders nnirbe sich das Kind erholen, lvenn es im Sommer und int Herbst, also zweimal, ausgespannt werden könnte, während es bei den jetzigen Ferienverhälttlissen nur einmal sich erholen kann und in den beiden letzten Ferienwock)en zum Leid­wesen der Eltern nicht weiß, was es vor Langeweile treiben soll.

Und warum, so fragen wir weiter, sind berat alle die Schulen, Die vor Jahren noch die fünfwöchigen Sommerferien hatten, zu den getrennten Ferien Somme» und Herbstferien) nunmehr übergegangen? Tie obigen Gründe waren maßgebend dafür, das Wohl der Jugend einzig und allein. So ist der Wunsch nach einer Neuordnung nuferer Schulferien ein sehr berechtigter und allgemeittor. Ta nun die Frage einmal ernstlich in dem Vorwinter, ehe die Versammlungen uttd Vorttäge der verschiedensten Art das gefamtc Interesse für sich in Anspruch nehmen, in Angriff genommen und zu ernstlicher Aussprache gestellt werden muß, wenn die getrennten Ferien im nächsten Sommer überhaupt jebon zur Anwendung tonmen sollen, so wäre es notwendig, daß z. B. der Bürger verein, der in die Behandlung aller Fragen des öifcnUidten kommunalen Interesses out seine Fahne geschrieben bat, und um eine solckte handel: es sich hier, in einer Versammlung nach einem einleitcnben Rescrat und einer sich anschließenden Aussptache Großh. Regierung in einer Resolution bittet, bei den Ellcnk bet Schüler eine neue Umfrage ;u veranstalten, Da bin gebatb, ob 1. die diesigen Schulferien in 4 Woch-en Sommer unö 2 Wochen Herbslfer^n getrennt und 2. für bie Festlegung viel­leicht bic entsprechende allgemeine ober die sog. Tarmstabter Crt^ raing da Tarmftadt in der Zusaii'.nieufetzung seiner Bevölkerung nach Berufen usw. ungefähr mit Gießen überein stimmt- berück­sichtigt werden soll.

Ties anzurcgcn, ist ber Zweck dieser Zeilen. Ein Vater.

^amiltCivZiacBrtctHen.

Gebnrteit: Herrn RegierungSbaumeister Parow in Wetzlar ent Sohu.

Verlobte: Fräulein Lina Weil in schotten mit i?cmt Jean Alt in GraS-Ellenbach. Fräulem Sophie Sprenger in Miriori mit Herrn Karl Tuchardt in Alsfeld. dräulei i Rost Blumenfelb in Reustadt mit Herrn ZuliuS Heß in Düdelsheim. Jränlein Martha Gumper; in Augsburg mit Herrn Julius Fürst s in TI ar bürg.

Ver >nählte: Herr Oberlehrer Lahr in Alsfeld mit Fräu­lein Johanna Schnridt m Iben.

Gest 0 rdene : Herr Hermann Zorn, Fran Elisabetl e Hof­mann, beide in Hoch-Weifel. Herr Heinrich Riemichneider in 'Ridda. Herr Karl Schneider, Herr Joh. Schopbach IV., beide in Alsfeld. Herr Rudolf Grein in Reibertenrod. Herr Leon­hard Döring m Sandlofs. Herr Friedrich Müller, Frau Katha­rina Stuhl, beide m Wetzlar. Herr Rar! Rücker in Bechlinaen. Fräulein Johannette Haub in Oberbiel. Fran Anna Mar­garethe Bamberger, geb. Becker, in Marburg.

Die nach- A o r »7 f o sind am Sonntag. 10. Okt., nur von stehenden aavl L l v 12 Ihr mittag# bis 12 Ihr nachts für dringende Fälle sicher anzutreffen : (D*/,,

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1909

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