birrd) STT^nbe dritter -lasse die Abwanderung za vermindern, so dürste sie sich tauschen. v6e ist schon inbezug an» Speisewagen »no,el
7 leg Lern entart worden, und mehr roirb die Mebrzojl der Reisenden ffsch nicht gefallen lassen. Ter „passive Widerstand" bar nach dem Rauchverbot begonnen und dürrte.sich nun noch centärfcn. Tie LUbrrüUung Der spevcnxigcn aus gewissen Beredtn, in In- Lustri bezirken, durch Reisende, die nur »wi'chen einer oder zwei Llat'LN'ri verkehren, steht, wie auch die Der Abteile Der I) jüge selbst, aus einem anoern Brett. Wenn jcmanD von Äöln nach TuiSbucg reisen und nm Zeit va sparen, seine Mahlzeit im 3uge ennebmen will, soll man es ihm dann aber verwehren 3d> glaub', oah auch Die Absperrung der Speifewaaen bi- 20 Minuten nach Abgang des Zuges von der Aniangsttation verfehlt t icne Uebcnüllung wären andere Mahregeln zu
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Aus und £and.
Gießen, 9. Juni 1909.
- Ltadttheater. Im heutigen Blatte veröffentlicht die Tircktion das nähere über die demnächst stattsindenden I Lperettenvorslellungen dcS Nauheimer Ensembles und bittet gleichzeitig um möglichst frühzeitige Bestellung. Unter bcu Mitwirkcndcn befinden sich wieder einzelne vorteilhaft Bekannte, wie Frl. Großkopf und Herr Hofopernsänqer Hildebrandt. Neu sind für Gießen die Soubrette Frl. Gabrella vom Apollotheater in Berlin, der Tenorbuffo Schwind von München und der Eharakterkomiker Hel sing vom Hostheater in Oldenburg. Tie Direktion hat übrigens die Absichi, auch einige Mitglieder des Emser Kurtheaters — daS, wie wir gestern initteiltcn, am 1. Juni mit glänzendem krfolge seine Spielzeit eröffnet hat — hier spielen zu loffen.
•• Behördliche 'Anerkennung der gemein- nützigen Rabattsparvereine. DerDerband sächsischer Rabattsparvereine hatte an daS sächsische Ministerium
I I. i n c;nc Eingabe gerichtet, in dcc unter Bezugnahme auf die Erhöhung der Gehalte der Staatsbeamten gegen den Z u s a in m e n s ch l u ß d e r B c a m t c n s ch a s t z u \X o n s u m - und sonstigen wirtschaftlichen Vcr- cinigungcn Stellung genommen und auf die Schädigungen deS Kleinhandels und des Kleingewerbes durch derartige Gründungen mit der Bitte hinge wies en wurde, die Beamtenschaft aufzrifordern, Konsum- unb_ Ivirt- schaftS-Bereinigungen fernzubleiben und sich statt dessen der von den Rabattsparvereinen getroffenen nützlichen Emricht- ungen zu bedienen. Hierzu bemerkt daS Ministerium des Innern in einer Verordnung:
Ta die Wünsche befl petitionierenden Verbandes als nicht unberechtigt anerkannt werben müßten und die sogenannten 'Jlabint- gcnossenschallen, deren -Milqlicdcr baizahlenden «Lusern einen be- Himmlcn, bei der Gcmctndesparlasse bar ausziizahlcnden Rabatt znsicherlen, nach den bisherigen Eriiihruiige» durch Förderung Der B a i e i n k ä u s e u n d E i n s ch r ä n k u n g d e S verderb- 11 ch c II BoraunwesenS IN der Lat seaen reich wirkten, io sollten die Behörden im Sinne der Bestrebungen des Verbandes sächsischer Rabattsparvereine verständigt werden, (.-leichzeitig weist das 'JWiniftcrium daraus hin, dasr gegenüber den Bestievimgen zur (Gründung von Beamten-EinkanlS- und «onsuin- vereinen seitens der Beböibc» völlige Neutralität zu beobachten und der Wellbcivcib von Konsumvereinen gegen den KausmannS- stand und das .Kleingewerbe weder mittelbar noch unmittelbar zu begünstigen sei. Namentlich sei der Verwendung von Amtszeit zur ehienamtlichen Erledigiing von VereinSgeschusten sowie der etivaigeu Vlitbenutzimg von Tiensträumen sÜr derartige Vereins- zwecke entgegenzutreten.
Diese Ansicht sollte sich nur, so sagt .Der Manusakturisl', bei allen Behörden Bahn brechen, dann würde auch einmal von einer Förderung deS TetaillistenstandeS durch Behörden geredet werden können. Bis letzt sind solche Fälle aber zu selten.
•• ZeitungSmanuskriptc sind Urkunden. Nach einer Entscheidung deS Reichsgerichts ist sowohl dem Manu- skript eines Zeitungsartikels wie dem eine« Inserats der rechtliche Charakter einer Urkunde zuzuerkennen. Der Einsender eines Artikels oder eineß Inserats unter falschem Namen macht sich also einer Urktindenfälschimg schuldig und kann dementsprechend bestraft werden.
** Ter grüßte Schleppdampfer aus dem 9i 1) c i n macht eben seine erste Bergfahrt. Ter Tampser ist für die Vereinigte Reederei und Sclileppschiffahrts-i'-k sellsämit in Frauknirt a. M.. vorm. Küppers, auf bet Schiffswerft von G.-br. Suchfenberg in Mülheim am Rhein erbaut und arbeitet mit 1400 Pferdekräften. Er ist 84 Meter laug, über den Radkasten 20 Meter breit und hat einen Tceigaug von 1.34 Metern, der bis zu 1.20 Meter durch Leicht en: ng der Kohlenladung für die Maschine verringert werden tanu T^r riesige 3chleppdampfcr Hal 6 Schlepp- lübue im Anhang, die zusammen 140 000 Zentner Mahlen, Stückgut und Petroleum geladen hatten. Mit dieser gewaltigen Ladung könnte mau etwa 7ol) E4scnbahnwaggons .füllen.
§ Hcrchenhain, 8. Juni. Etwa zehn Luftballone wurden gestern in der Zeit von 12—4 Uhr mittags hier gesichtet.
x Nidda, 8. Juni. Am 4. Juli soll hier das Be- zirkskriegerfesl dcS Bezirks Nidda der Kriegcrkamerad- schaft Hassia stattsinden. ES ivird cm Festzug durch die Stadl veranstaltet mit mehreren MusikkorpS, Fesljungsrauen, den verschiedenen Vorständen und 19 Krieger- und b anderen Vereinen NiddaS. Aus dem Festplatz — der sog. GänS- weide — werden dann Gesang mit Reden abwcchseln, woraus Konzert, Tanz und Volksbelustigungen folgen werden.
? Vom Vogelsberg, 8. Juni. Ungemein großen Schaden haben die Schnee- und Ei Sm assen deS ver- floffenen WmtcrS in den Ficht en beständen angenchlct, indem die Spitze der Bäume z»im größten Teile glatt ab- gebrochen rourbc. In ben neu augepstanztcn Beständen treibt der Fichtenrüssclkafer sein ZerslürungSwerk.
Z- AuS der Wetterau, 7.Jiini. Em großes Länger- frsl soll am 27. und 28. Ium in Gambach stattsinden auS Anlaß deS üOfährigen Bestehens des Gesangvereins ,Harmonie 40 Vereine mit 1300 Sängern Haden schon ihr Erscheinen zugefagt.
M a i ig . s. Juitt Eine Luftschifferabteilung ist aus den» Giofuii Saude zu einer sechswöchigen Hebung zusammengetreteu Die Hebungen haben iniolge der B<r iwnbung einer ganz neuen Ballonan befonbere» Jnieresse Statt des bißhengcu Kugel ball aus wirb ein sogen. Sradieu batlon benutzt, her in seiner langgezogenen w. stakt lebhaft an das Sevpeliio'die Liiftschiif crutncri. Gegennbirtig iwr den 72 Mann, die aus den verschiedenen Infanterie Negi meutern h<' l-s Armeekorps aus.zcivühlt wurden, im Lun schisferbienst ausgedilbc't. Tie B ä ck e r i n n u n g sei ri vom 13 bis einjdiL 1» Juni ihr 2 ..ihrige > Stift üngssest gleichzeitig mit der Tagui'g des hessischen Baderverbandes.
n. Srofdorf, 7. Juni Ein großes Serf. die Zusammenlegung der Feldmark Krofdorf-Gleiberg, wird in nächster Zeit beendet. Die in Betracht kommende Fläche umfaßt etwa 10 000 Parzellen bei insgesamt 2500 Hektar, worunter 406 Hektar Gcmeindewald abgehen. Die Plan ! egung erfolgte bereits im I-thre 1903. 'xadx § 2 unt» 3 des Kosten Gesetzes vom 24 Ium 187.» sollen 12 Mk Regulie rnngslpsteu für jedes Hektar erhoben iwrben. Allein die G^neralkommission zu Düsseldorf hat bi? Soften bis aus ii Mk. ermäßigt, die Der Staat bezieht und baiür die Kosten Tür alte Arbeiten brr Beamten und Boniteure tragt Tie Tagelöhne, foiric die Kosten für &*ge* mtb Waben bau tragen zum überwiegenden Teile Staat. Provinz und jkrris Ttcicnigen 4*mctnbcn, bei denen bie ßuiammenlegung ui Angriss genommen ist, bürsen hofien, baß ihnen T ie bis ’/i« ber Kosten vergütet werden.
Gießener Strafkammer.
}( Gießen. 8. Juni. Tiebstahl im Rückfälle.
El« hiesiger Kohlenhändler sah. wie ein Mann mit einem gelullten 3arf seinen Lagerplatz verließ. Ta der Verdachts nahe ag, er habe ihm Kohlen entwendet, stellte ihn der ffoblenbänMcr zur Rede, woraus der Mann zunächst den Tiebstahl bestritt, ihn aber bann Augab unb sich unter Angabe seiner Wohnung „Salier" nannte. Tic Feststellungen ergaben, daß es sich um den hier roobn halten Arbeiter F L. aus StomborT bandelt, der itegen TicbsiablS mehrfach bestrasi ist unb der um die nämliche Zeit von einem Trockenplätze Strümpfe entwendet Hal Zu seiner Entschuldigung konnte er nur Vorbringen, er habe geglaubt, die Bestohlenen seien mit seiner Handlungsweise einverstanden. Ties war jedoch nicht der Fall, sonst würde keine Anzeige erfolgt sein Ter Angeklagte wurde wegen TiebstaHlS im Rückfall m^zwei Fällen zu tc drei Monaten Gefängnis Derart eilt imb die Strafen auf drei Monate unb 14 Tage reduziert. Gleiches Los traf die E. F. Wwe. von Riri'cld. 3tc bat einem Straßenwark eine Reisigwelle von dem Holzlager «eholt und zwar rote sie lagt, in der Annahme, der Ztroürniüart sei damit einverstanden. Dieser hat ihr aber weder cm solches Recht je eingeräumt, noch war er mit ihrem Tun ein • verstanden, denn er zeigte bie wiederholt vorbestrafte Angeklagte an, was ihr, da Rückfall vorliegt. 3 Monate Gefängnis cuttrug
Unter Ausschluß der Leffentlichkeit wurde gegen den in Assenheirn ansässigen Bäckernistr W. K. aus Wöllstein wegen Verführung eines noch nicht 16 jähr. Mädchens aus Erbstadt. das bei ihm in Tiensten stand, verhandelt. Wie das Gericht bei der UrlcildDcrtünbigung bekannt gab, handelt es sich um cm unbescholtenes und besonders unerfahrenes und beschränktes Mädchen, das in sexueller Beziehung noch nicht so aufgeklärt war um zu wissen, was bie von dem Angeklagten an ihm verübte Handlung zu bedeuten habe. Mit Rücksicht auf die schweren Folgen — das Mädchen ist kürzlich Mutter geworden — erkannte das Gericht auf 4 Monate Gefängnis.
Treue Freunde.
Seinen Mitgefcllcn bcstoblen bat der 3 diu hm. A K. aus Bil lingen. Er benutzte die Abivescnhcit des Genannten nm sein Hand werkszeug und verschiedene Mlcibcr mitzunehmen, auch verschmähte er ein Paar zur Reparatur gebrachte Stiesel, für die sein Meister auftommen muß, nicht. Als alter rückfälliger Tieb konnte er ber Versuchung nicht widerstehen, als er sich allem zu Hause sah. Tas Gericht diktierte ihm 1 Jahr 3 Monate Zuchthaus zu und sprach ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre ab, indem es straf ersdstoerenö hervorhob, daß sein Mitgescltc dadurch in große Ber legenheii gebracht wurde unb nur durch Aufwendung größerer .sloflcn wieder Ersatz schassen konnte.
Ter militärischen Kontrolle entzogen.
Im Lause des Jahres haben die mit der Kontrolle der Wehr pflichtigen betrauten Behörden der Staatsanwaltsdmst mitgeleilt, daß acht Wehrpflichtige, die sich zuletzt in der Vrovin.^ Cbcrbcfku ansgchalten hatten, lieh zu den Rcviiionen nicht gestellt haben Ihr Aufenthalt konnte im Deutschen Reich nicht ermittelt werden, weshalb angenommen werden mußte, sie haben das Bundesgebiet verlassen, um lich dem Eintritt m das Heer bezw. der Flotte zu entziehen: oder daß sie, nachdem sie das militärische Alter er reidit haben, nicht zurückgekehrt sind Es erging deshalb An klage gegen sie wegen Verletzung der WeHrpslidst B czüglich des einen mußte Einstellung des Verfahrens erfolgen, da fcftgcftellt wurde, daß er mit Tob abgegangen ist. bie übrigen wniden burd) Veröffentlichung in den Zeitungen dczw Anschlag an Die Gerichts täfel öffentlich geladen und einer, dessen Aufenthalt tu Amerika ermittelt worden ist, wurde durch Bennittelung des Konsulates geladen. Ta zum Termin keiner erschien, wurde jeder zu 150 Mk. Geldstrafe verurteilt und da- im Inlandc befindliche Vermögen, soweit es zur Tcduug von Strafe und Kosten ersorderlich ist. mit Scidilag belegt.
Ein Pechvogel.
Taß auch ein Schneider Pech haben kann, zeigte eine Ber handlang wegen Bettelns. Ter wegen Bettelns häufig bestrafte Schneider B W. aus Heubach Hatte in Vilbel eine Bettelstrafe abge martit. Rach der Entlassung war sein erster Gang m die Wohnung eines G ndarmen, bei dem er, ohne zu wissen, bei wem er sich befindet, bettelte. Die Folge war eine alsbaldige Festnahme und m -• Schöffengericht erkannte diesmal neben der 14 tägigen Haststrafe, aus Ucbcnvcnung an die Londespolizeibehörde. utmol das Schöffengericht diese Maßnahme als das wirksamste Mütel gegen die Bettler und Landstreicherplage, b1? in der dortigen Gegend außerordentlich lästig empfunden wird, erachtete Berusung-gcrickst hatte umsomehr Veranlassung. daS von dem Angetlagien angcioditrne Urteil zu bestätigen, als daß es sich um sonstiger Gewalttätigkeiten beltrüft ist und m Ausübi BettelbcrusS nicht ganz bescheiden
Pie Norsu-Lompagny vor Gericht.
S. u. H. Köln, 7. Juni.
Unter dein Vorsitz des LandgerichtSdirektors Tr. Easper begannen heute vor der ersten etraffammec des hiesigen Landgericht» die Verhandlungen in dem Monsterprozeß gegen die Gründer und Vtanager der logenmmtcn Korsu-Eompagnn. Wie schon inttgeleili, hatte vor einigen Jahren die Firma Tntguenne m Namur von den Behörden der Insel die Konzeiüon erhalte», auf einem größeren Territorium moderne Vade- und 3pieleimid)tungen zu schassen. Tie Konzession ging schließlich an die m Brüsiel gebildete Korfu-Eom- yagun über, die in ihren Reklamen die tollste» Deriprechungen »iachte. um Käufer für die Aktien der Eompagmi Hera»z»lo<ken. 3o luurbe behauptet, bie Aktien würde» an der Brüsteler Börse gebmibclt, ivabcenb i» Wirklichkeit nur einmal zivei Aktien im VörlengebLnde freihändig versteigert worden sind. Auch redete man be» Restekta: ten auf die Aktie» vor, daß in Korfu eine Spielbank erstehe» würde, obwohl das Glücksspiel in Griechenland gesey- Hd) »erboten ist. unb daß bie glücklichen Aktienbesitzer an ähnlichen Blillioncn-^ewiniisten. wie sie die Epielbanken in Monte Earlo, Palermo, Cftcnbe unb früher in Homburg und Baden-Baben ein- Heimite», partijipieien könnten. Xie tretbenben Kralle der Rodu- Eoinvagm) waren die Heutigen Augektagten. Es Und dies die Raufleuic Hermann Haucke und deffen Lohn Paul öaucke, der Bei- lgq.'biict)hänbler Ulrich Kracht lBerwi». Rauhnan» Träger (Berlins, ber Bergwerksdircklor a.T. Sonnenschein iRölnl. Rauimnnn Rröger (Friedenau), L>anbet»kammcrsekretar a. T. Rammt(n, Raidmann Zimmermann. Oberkellner Jo'orbmg, Agent Jungman». sämUlch aus Köln, Rmdmcnm Turne zTorlmunk), »auhnann Cberreüer lGodesbera . E s und 8V Zeuge» unb Lachverslundige geladen. Tie Anklage vertritt Traat-ranw. Tr. Muide. Tie Verteidigung 'ühren d,e Rechtcunwälle Tr. üll«berg unb Julius Tleoer tBerlm», >ow,e bie Kölner '.Hecht, aniralle yiebemann, Tr. Hoste und v. E olie». — Tu es sich ausschiießluh um Wcch'el- u»d andere '"eidge'chäite handelt, verfallen die PerdandUmgen bald nach Eröftnm,^ löo- tichster Langweiligkeit, die u'oyl auch bte nächsten eiencb» Tage, loelcbe ber Prozeß wahren soll, anhalien wird. Emleuend wiirb« von ben Verteib.gern für eine Anzahl Angeklagte der Einwand der Ulizu'lanbigkci geltend gemocht. Tas bricht lehnte diesen Ein
wand ater ab, da e4 der Meinung ivetr, daß nach der ror der Sertanblimg edolglen Aiesschetdimg eirxjduer Fälle die Anktere- punkte nunmehr zusammengehören und gegen alle Angeklagte m Gesamtheit oerha>idelt werden köimte. — Ter Er^^miugsbeichhch wint den .'Inaeklagten vor: Betrua. Urkiwdenlälschuno. Umer- schlagung und Verchen aegen das Aktieiigesetz in etiva 6u Fällen. Tie febr langwierigen Vernehmungen der Anaeklagten zur tct- ional'eü'telluna wurden durch einen ZwiichensaU umerbiochen, da ein Phorograov mH feinem Aoparal :m Zuhörerraum erschien, um obatogravhi'che Au'nahmeii jn machen. Er wurde vom i-sr- sitzenden aus dem Saale verwiese». Tann begann die $er- itehnnuig der Angeklagten, bie die nächste» zwei b:6 drei Loge in* Anspruch nehmen bunte. Tie Angeklagte i behaupten sämtlich.
in keiner Weile gegen die gdetzlichen Be'timmimgen vergangen zu habeir.
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Vermifcbtcs.
• Die Berniöchtnissc Ehanchards Au s Ban# rnirb gemeldet: Ter Schaulust, die hd) aus da Begradm» des Multimillionär- Ehaudiard im 5alc Ludwig XV. freute, rft rin#* kleine Enttäuschung bo'dxrt morthrn Cb- wohl das Testament erst noch eröfinrl werden wird, steht doch bereits seft, daß es zwar ein Lrichcnbcgaiigi'rs flrof,cx Stils, aber fein Maskenplq mir rasierten und tpfrü nr.cn en Leuten und geschmürkten StaatSkarosjen geben nnrb Tte Nachrichten, die über die Feier bi?her m die Preise lanciert worden, sind auf die irrtümliche Anssaisuim einiger , spräche zuruckzusuhren, die Ebouchard mit den Ticektorcn eines Bccrdiguugsinsntutes Hane Ter Wen der dem Staat vermachten Runstsct.ätze betragt über 20 Millionen Wie ba* ..Echo de Paris" erfährt, hat Ehauchard innen intime» Freund, den bcfaimten Politiker t^corges Lengues. der wiederholt Minister gewesen ist, zum Tehamcntsvollsireckcr ernannt und ihm einen Betrag von 13 Millionen vennack'? Einem anderen intimen Freund, dem bekannte» ühefrebat* teur des „Figaro" E!astou Ealmette hinterließ er zwe, Millionen und beauftragte ihn gleichzeitig mit der Crgant- sation seines Leichenbegängnisses
Märkte.
— K a r t v j s e l markt- Bericht vom 7. Juni IM Friedberg iHesse»): iHok* Sorte 'JJlf. 2.25—2Ji>. Ttagmim bonum 2.75—2Bo, weiße runde 2.25—2.40, Gelbsteifchige, rote. 2JW b,S 2.90. iveiße 0.00—0.00. graiiksuct o. M.: Rote con< 'BIL 2.70—0.00, Mogmirn boiim» 2.90—iveiüc nuihe 2.70-ti.uu, Wclbflcijdngc, blaue,3.25-0.00, iveiße 3.25. Wiesbaden: Magmuu bomtui 0.00, iveiße runde O.Oo, Gelbfleifchige rote O.Ou. . a i, a- h t i m: Magumn bonum Mk. 3.10—3.20, weiße runbe 0.00, (Mb- fleiidu :<• blaue 3.25, rote 0.00, weiße 0,00—0.00. Hol»: Aste 3 ov tcu 2.85, ü)! agil um bomim 3.60 - 3.85, weiße runde EvO-tM 6>clbflcnct)ige blaue 0.00 —0.00, lote 3.65—9.00, weiße 0.00-M» Tori m ii n d: Rote Taber O.OU—0 00, andere xoic Tone i uw bij U.OO, l’iagnum bonum 3.65—3.0'. iveiße runbe 2.80-UM Gelbffeischige blaue 0 00-0.00, rote 4 9U-0.U0, weiße 0.09-M Öugcii i. W.: Rote Taber Ak. 0.00, nitberc roie 0.00 - 0.00, Magnum bonum 3.50—0.00, iveiße runbe 2 80-400. Gelbff. rote 0.00—0 00, »veiße 0.00—O.Oo. 2 astig -P laidt. N-ic Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 4.30—0.00, Magnum bouum 3.30—0.00, weiße innbc 3,60-u 00, ' Zclbileifchige, blaue u.iX) Li; i) oo, rolc O.Oo—0.00, weiße 0.00—0 00. Frankenthal (Piol" Role Sorten 2.60— 0.00, Atagnum bonum 2.75—0.00, iveiße n< > 2.60—O.UU, lstelbffeischige blaue 0.00—O.OO, rote 4.<X)-u.0i‘, iw 4 00-0.00. 3 aarlouis: Rote Taber 0.00—0.00, anbeie ic . 3orten 3.50—0 00, 'INagnum bonum 0.00 -0.00, weiße runbe ' l" bis O.OO. Gelbffeischige, blaue 0.00—0.00, roie (• oo -4.00, iven, 0,00— 0.00. Kempen: Rote Taber 0.00-0.00, andere xci ooden 0.00—0.00, Magnum bonum 3.50—0.00, weiße runbe O.oo—0.00, biclbfleikhige blaue U.OO.—0.00, rolc U.uo—0.00, ivctfce 0.00 - 0.00. TI fi n et) e ii: Magnnm bonum 3.00, weiße runde 0 •*», Geldfleischige blaue o.OO-O.Ov, tote 0.00-u.uu, iuci|,e 3uj—u.w, (Alles per 50 Rgr.).
w Müller'sche babtanitall.
Mass erwärme ber L* a h n 1 6* R.
Meteorologische Beobachtungen
her Station (fließen.
8. 2’* 747,5 20,0 8,5 49 NW 2 Uarervuw
8. VH 747,4 15,3 9.4 72 X\ 2 Bew. Hi«
9. 7" 748,0. 11,3 7,8 78 bSW 2 tloieroim
Ium
1909
ii .ii
Höchste Temperatur am 7. bis 8. Juni — ' 20,5 C.
Vhebngfle , , 7. , 8 , 6,0 • C.
------------------—
Verantwortlich i. B.: für Gerichtssaal E. Anderton, für Stadt unb Lmid: Rorl Neurath, e--------
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzekers, milgetcilt von der Rank fUr Bandel und Industrie, Glessen«
Frnnklarter Hörsr, 9 Inni, 1.15 I bn
8‘V/e Reichsanlcibe. • • ^ >25 3 •/. do. ...
37 •/, Konsole ....
37, do. .. . . "5.70 ...
3‘/,7. Oberhessen . • . — 47, Oe’terr. Goldrentn. . 10500 4l/»e . Oesten. Silberrente. 99.70 47. Un^ar. Goldrenle . • 95.70 4*, Italien. Rente . . . —
8*/, Portnrieaen Serie I . 62.50 3*/, Portugiesen , III . 68 90
47,7* nus. Staatsan 1. 190$ 98.80
47,7. jspan. Staatsanleihe 96.10
47, ConT.Türken von ItoS 93.lv
Türkenlose . ... 144.40
4’, Grieth. Monopol-AnL . üO.30 4*, süssere Argentinier • 89.00 o*. Mexikaner .... 68.70 4*/■*/. Chinesen .... 99325 Aktien)
Boehnm Guss..... 225
Buderus E. W.....110.10
Tendenx: rubig. aber fest.
Berliner Börse, Canada E.B.....IML»>’
Darnutldter Bank ■ • • 132.10 DeuUebe Bank . . . 241.7» Dortmunder-Union C. . . — — Dresdner Bank .... 153.1V
F.lektri*. Ixhineyer . . . Elektri*. Sehnekert . . . Eachwdler Bergwerk . .
Gelsenkirchen Bergwerk . ' Hambnrg-Amerik Paketf. lx‘*' Hsrpener Bergwerk. . .
Lsnrahfltte ***
N'ordd Llojd ..... -‘l-v* Obenuehlea. Eisen-Industrie Berliner Handels<ca. . . *71«* DannstAdter Bank ... l®.** Deutsche Bank .... •JJ«*' Deutsch-Arial. Dank Diskonto-Kommandit . .
Dresdner Rank .... 1 Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohio-
Kbenbahn . . . . . 11«-^ Gotthardbahn .....
Ix-mbard. Eisenbahn. • . Ül" Oesten. Staaubabn . . . lbSM Prines-Henri-Eisenbahn . !**■'
9. -Tuni. Anfan^knne.
Harpener Bergwerk . . • 1*‘" Lanrahütta . . . . .
Lombarden E. B. . ...
N -rdd. Lb.yd.....dl "
Türkenl'joo ......
Tendenx feit.
Besfbewdhrte gesunde und magen
darmkranke
Nahrung für: sowie schwächliche, in fler C-***cXle| zurutkgfbi.eW Kinder.


