09
Wetter
A
60
(O
15,2
741,7
Verantwortlich für den politischen Teil i. B.: E. Heß.
Handel
wegen jin-
rditioneir ab. t -‘^en bradt Franklm UM N Dfl
mit hcmbrM jein6
irbcm
[Uief wu^s Len erbttl-
Betrügereien.
Buderus E. W.
Tendenz: fest, zum Schluss abgeschwächt.
Berliner Börse, 7. Juli. Anfangskurse.
183.50
Tendenz: ungleichmässig.
handel
4
11,0
10,3
10,3
in Bersrod bei einem von feinem
SW S
SSW
Weißbrot 2 Ltg. 66 Pig.
Schwarzbrot 2 Kg. 62 Pig.
4
2
2
89.70
145.20
2«
<9«
7«
737,9 । 13,1
732,0 12,3
86
93
97
116.45
20*60 154.70 129.00
62.20
63.95
99.05
96.00
91.90
145.00
49.00
88.60
66.20
99.20
Juli
1909
95.35
86.05
95.30
86.00
94.70
100-20
99.50
95.75
181.10
131.40
243.00
61.60
153.30
Canada E. B.
Darmstädter Bank . Deutsche Bank Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Bed. Himmel Regen
18,4 °C.
12,7 0 C.
. 228.50
. 109.45
117.80
124.80
191.00
179.50
116.70
190.60
183.70
89.70
97.00
172.20
131.50
242.80
142.50
186.30
153.20
199.80
Harpener Bergwerk . Lanrahütte . . •
Lombarden E. B. • « Nordd. Lloyd • • • Türkenlose . < • «
Weizen 100 Kg. 27.75—00.0U Mk. Roggen 100 Kg. 19.50-00.00 Alk.
Konsole . do.
Hessen . .
Oberhessen
Türkenlose . . .
4°/0 Griech. Monopol-Anl. 4°/0 äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . .
4l/a°/0 Chinesen . . , Aktient
Bochum Guss . . «
Eine köstliche Iuli-Züsispeise!
Geschmorte Himbeeren und Johannisbeeren — sie passen gut zusammen — mit
MONDAMIN ■Mi8chf5ammeri
Köstlich, nahrhaft und erfrischend. Mondamin überall in Original-Paketen erhältlich ä 60,30 u. 15 Psg. Rezepte auf jedem Paket.
Orignral-Drahtmeldrrrrgen.
Nach Schluß der Redaktion eingetcoffen.
Berlin, 7. Juli. Prozeß Eulenburg. Die fach- verständigen Aerzte erklärten den Fürsten Eulenburg für ver- handlungsunfähig und wurde hieraus der Prozeß auf unbestimmte Zeit vertagt. Der Staatsanwalt zog feinen Antrag auf Ver« Haftung Eulenburgs zurück.
Köln, 7. Juli. Im Korfu-Prozeß wurden sämtliche Angeklagte sreigesprochen. ____
Markte. .
— Kartoffelmarkt-Bericht vom 5. Juli 1909. Friedberg (Hessen): Rote Sorte 'JJZf. 2.25—2.35, Magnum bonuni 2.75-3.00, weiße runde 2.25—2.40, Gelbfleischige, rote, 2.80 b>s 2.90, ivelße 0.00—0.00. Frankfilrt o. SJJL: Rote Sorte PU. 2.70—0.60, Riagnilm bonum 2.90-3.50, weiße runde 2.70-0.00, Gelbfleischige, blaue, 3.25-0.00, weiße 3.25. Frank ent Hal (Pfalz); Rote Sorten 2.60—0.00, Magnmn bonum 2.80—0.00, weiße runde 2.70—0.00, Gelbfleischige blaue 3.50—0.00, rote 3.50 — 0.00, weiße 0.00-0.00. M a n n h e t m: Atagnum bonum Mk. 3.25—3.40, weiße runde 0.00, Gelbfleischi e blaue u.OO, rote 0.00, weiße 0 00-0 00. Saarlouis: Rote Lader 0.00-0.00, andere rote Sorten 4.00—0.00, Magnnm bonum 0.00-0.00, weifee runde 0.00 bis 0.00. Gelbflelschige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00—0.00, ivelße 0.00-0.00. (Alles per 50 Kgr.).
4°/0 Öesterr. Goldrente . . 475°/o Gesten. Silbenente. 4°/0 Ungar. Goldrente . . 4° 0 Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 3°/0 Portugiesen „ III . 4 ’/,% russ. Staatsanl. 1905 4,/»°/o japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Tiirken von 1903
Sport.
— Am Samstag, 3. Juli, nachmittags 4 Uhr sand aus dein Trieb ein F a n st b a l l rv e l t s p i e l zwischen den 1. Mann- chasten des „Gymnasiums" und des „Vereins für Bewegungs- spiele" statt. Tie „Bewegungsspieler" lieferten ein wvhldurch- dachtes Spiel und verließen mit einer Mehrheit von 17 Punkten den Platz. Alles floppte in der Mannschaft, das schon daraus hervorgeht, daß in 25 Minuten das seltene Ergebnis von 96 Punkten erreicht wurde. Auch die Gymnasiasten spielten, wie immer, sehr gut. Endergebnis nach 50 9)1 in. 178 zu 161.
— Fußball. Eilt überlegenes Spiel zeigte am Sonntag die 2. Mannschaft des Gießener B. E. über die 1. Mannschaft des Wetzlarer Fußball-Sportvereins, konnte sie doch wieder einen Sieg von 10 :1 Toren errmgen.
3°/» 37.% 3% 37,7«
7.
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. i . Laurahütte......
Nordd Lloyd . . . . . Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . • Deutsche Bank ,
Deutsch-Asiat. Bank , . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . , . Baltimore- und Ohie-
Eisenbahn . . . • • Gotthardbahn . . , • Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince - Henri - Eisenbahn .
Zechprellerei.
Gegen den hier wohnlwften Taglöhuer H. F. aus Wißmar, der wegen Zechprellerei unter Anklage sieht, wurde-----— -
entschuldigten Ausbleibens Haftbefehl erlassen.
TeBefoncsche Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank (Ur und Industrie, Giessen.
Frankfurter alürse, 7. Juli, 1.15 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Bei der Ausführung von Wasserleitungsarbeiten war der Erdarbeiter PH. H. B. von Ettingshausen Manrernreister aus Queckborn beschäfttgt. Er bekam Diensiherrn 40 Mark, die er an einen Fuhrmann tn Bersrod und 20 Mark, die er an einen Erdarbeiter ablicrent sollte. Er behielt von beiden Beträgen je 10 Mark für sich und forderte trotzdem er schon überzahlt war, von seinem Dicnstherrn noch Geld, der ihm dann eine Anweisung aussiellte, die er der dem Rechner in Bersrod clnlösen sollte. Tie auf 5 RLark lautende Anweisung änderte der Angeklagte auf 15 Mark ad, rudern er hinter das Wott „fünf" das Wort „zehn" setzte. Der Rechner behändigte chm das Geld und später kam er nneber und gab au, es läge am Bahnhof Grotzen-Buseck ern .Hydrant, den er nach Beuern bringen solle, er müsse aber vorher drc Fracht mit -0 Mark bezahlen und sei von seinem Diensiherrn beauftragt, das Geld zu ctgeben. Trotzdem der Angeklagte schon über 30 Mark zn viel von seinem Herrn erhalten hatte, und nicht mehr bei chm in Arbeit stand, gelang es ihm auch iwch, dieft lO Jcarf jix oe- lommen. Unter Annahme mildernder Umftände verurteile ihn das Gericht wegen Unterschlagung, Urkundenfälschung und Betrugs zu 5 Wochen Gefängnis.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 6. Juli.
Eine Bagatelle.
Der Standesbeamte H. W. von Al a a r vollzog am 10. Januar d. Js. eme Eheschließung, ohne daß bezüglich der Braut, die erst am 3. Mai großjährig wurde, die vorgeschrlcbene schriftliche Einwilligung des gesetzlichen Vertreters vorlag. Bei der Revision durch das Amtsgericht wurde die Verfehlung entdeckt und Anzeige wegen Vergehens gegen das Perjonenstandsgesetz erhoben. Der .liigeklagte, welcher wegen gleicher Verfehlungen bereits vom '1 Nilsgericht disziplinarisch bestraft roorbeu ist, entschuldigte sich laniit, cs seien die Eltern der Braut verstorben und da sie bald rolljährig wurde, habe man von der Bestellung eines Vormundes .abgesehen. Dieser Umstand konnte aber seine Strafbarkeit nicht „usschließen und so wurde er zu einer Geldstrafe von 10 Mark verurteilt.
Unter Kameraden.
Die am Bahnbau Rockenberg-Steiufurt beschäftigten Erdarbeiter W. M. aus Danzig und I. M. von Bad-Ems haben einem .ugclruutLnen schlafenden Arbeitskollegen das Portemonnaie mit ;Mark Inhalt ciüiocnbct. Der Bestohlene ko mite sich noch er- nnern, wie einer der Angeklagten ihm mit den Worten: „So, nrin lieber, jetzt schläfst du besser," etwas unter den Kopf ge- irtjoben und ihm eine Zeitung über das Gesicht gedeckt hat. Als t nach dem Erwachen erfuhr, daß die vorher mittellosen An- icflagten sich in einer Wirtschaft gütlich taten, bestand kein Zweifel ult ihrer Täterschaft. Rach anfänglichem Leugnen gestanden sie die Tat zu uub gaben der inzwischen herbeigerufenen Gendarmerie den Rest des Geldes ab. M., der sich wegen Diebstahls im Rück- sall bcsiudet, bekam 6 Monate Gefängnis, wovon 3 Wochen durch fte Untersuchimgshaft als verbüßt erachtet werden. M., der die Beteiligung an dem Diebstahl besttitt, konnte nur .Hehlerei nach- gewiescn werden, woftir 3 Acouatc Gefängnis ausreick^eud er- jchienen. Seine Untersuchungshaft wurde ihm tn Höhe von einer Woche ungerechnet.
Keine Urkundenfälschung.
Im Mai dieses Jahres tarn der jetzt in Köln-Deutz wohnhafte Taglöhner H. S. aus Lollar zu einem Wirt in Klein- linden und gab unwahrerweise an, er sei von seiner Mutter ge- 'chickt und solle sich 50 Mark leihen. Der Wirt, der mit der ftrau bekannt war, hatte keinen Verdacht: er hatte aber Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und koimte nur 20 Mark entbehren, die er ihm auch gab, worauf er eine Quittung erhielt. _Es erging Anklage wegen Urkundenfälschung und Betrug, da der Angeklagte den 'Kanten seiner Mutter geschrieben hatte. Bei. der Verhandlung stellte es sich heraus, daß der Angeklagte dieQuft- tung auf Wunsch des Wirtes und in seiner Gegemvart angetertigt yat, so daß bezüglich der Urkundenfälschung keine Verurteilung erfolgen konnte. Dagegen wurde der Angeklagte wegen Betrugs zu einer Woche Gefängnis- verurteilt.
(Seriell tsf aal*
** Sind Telephon Meldungen Depeschen im Limie des 8 355 des Strafgesetzbuches? Dieser Paragraph bedroht Tclcgraphenbeainte, welche Depeschen verfälschen oder von ihrem Inhalte Dritte rechtswidrig benachrichtigen, mit Gewngnis nicht unter drei Monaten. Von der aus diesem Gesetze erhobenen Anklage ist am LI CtDbcr v. Js. vom Landgerichte -^armitadt der Postassistent Johann Deppe in Groß-Gerau fteigesproch.'n
Höchste Temperatur am 6. Juli — +
Niedrigste , ,6. , = +
fchafttichc Bedeutung von Geflügelausstellungen; er schloß mit einem 5)och auf den Landesfürsten, den hohen Protektor der Ausstellung, der auch einen Ehrenpreis gestiftet lat. Im Anschluß daran erfolgte ein Rundgang durch die Ausstellung, die ein außerordentlich belebtes und farbenprächtiges Bild gemährt. Gegen 550 Nummern Geflügel sind vertreten. Dazu kommen noch ca. 70 Nummern Hasen und Kaninchen, die von der hiesigen Ortsgruppe ausgestellt toorden sind. Besondere Beachtung verdienten die zwölf vollständig eingerichteten G e s 1 ü g e l h ö f e, die etwas ganz Vielte^ bilden. Die Festausschüsse des Nauheimer Gcflügel- rnd Kaninchenzuchtvereins betten selbstverständlich auch in reichem Maße für Unterhaltung gesorgt, so daß an den drei Festtagen die zahlreichen Besucher der Ausstellung, utter denen sich auch sehr viele Kurgäste befanden, zugleich .in fröhliches Volksfest feiern konnten.
Die Prämiierung des ausgestellten Geflügels war schon im Freitag vorgenommen worden und zwar von Äug. Rarten-Lehrte, Aug. Geffart-Hilden, PH. Steingaß Kirch- cintbolanbett, E. Kranzbühler-Worms, F. F-rick-Biebrich und art Kullmann-Frantfurt a. S))L Den Ehrenpreis des Groß- wrzogs, einen prächtigen Pokal, erhielt I. Kolter-Bad- anheim auf selbstgezüriftete rebhuhnfarbige Wyandottes. .Mn den übrigen zahlreich von Vereinen, Privaten usw. gestifteten Ehrenpreisen und von den vielen Preisen und h ncrfennungcn seren nur die genannt, die für Gießen und fte nähere Umgebung in Bettacht kommen und Interesse aben. In der Abteilung für Hühner und Wassergeflügel entfielen auf: Joh. Loh-Gießen ein 3. Preis; Fr. Wecker-Gießen zwei 2. Preise und ein 3. Preis; Konrad Mbsamen-Gießen ein Siegerpreis und ein 1. Preis A. Doll- Sieber zwei 2. Preise; tz. Stotz-Kloster Arnsburg bei Lich auei Siegerpreise; Karl Bogt L-Lich ein Siegerpreis; R. !iadetzky-Lich ein 2. Preis; Nutzgeflügelzucht 5zassia-Hof- öütt bei Lich zwei 2. und zwei 3. Preise und eine lobende 'inericnming auf einen Geflügelhof; Karl Storck-Krofdors -in 3. Preis; Karl Pitz-Laubach zwei 2. Preise; H. Högy- jaubad) ein 2. Preis; I. Dörnis-Laubach ein 2. Preis; ii. Stein-Ruppertsburg ein 3. Preis; Ludw. Velten-Langd in 3.'Preis; Fr. Jöckel-Grünberg ein 3. Preis; Ruü. liitter-Laubach eine lobende Anertenuung für -einen Ge- uigelhof. In der Mteilung für Tauben erhielten: Karl tzitz-Laubach einen 3. Preis; K. L. Schäfer-Lich zwei 3. Preise. Näheres über die Preisauszeichnungen ist aus dem außerordentlich ausführlichen und übersichtlichen Ausstelluugs- atalog zu ersehen. Außer Hühnern, Wassergeflügel, Tauben üsw. waren auch Kanarienvögel von Ph. Göbel-Bingen und Papageien von Ehr. Gebel-Köln, sowie Futterartikel und 'Gerätschaften ausgestellt.
— Zur fDiatn ante u frage. Es ist jüngst milgcleilt । morden, daß Staatssekretär Ternbiirg bc:i Diamantenreichknm in j Teurjch-Snbivestafrika auf angeblich eine Aiilliarde veranschlag!. > Tiejc Rieseuzifser erfährt bereits ihr offizielles Dementi, ^en; ■ bürg erklärt, cc habe keine Schätzting des Wertes der ^lamaiu-1
Eingesandt,
(Für Form uub Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Nach einer Mitteilung des Theaterbau-Vereins sollen für die kommende Spielzeit die bisher zum 2. Parkett gehörigen Reihen 9—11 dem 1. Parkett zugeteitt werden, um den zutage getretenen Mangel an Plätzen im 1. Parkett zu beheben. In liebenswürdigster Weise werden die durch diese Aen- berulig betroffenen Abonnenten darauf aufmerksam gemacht, daß sie ihre in der letzten Spielzeit innegehabten Plätze nach Möglichkeit wieder zugeteilt erhalten, sofern sie dies rechtzeitig bet der Bürgermeisterei beantragen. Mit anderen Worten heißt das: die Abomientcn der 74 Plätze im 2. Parkett (Nr. 1/a—248j sollen m chikuwt 33'/, Proz. für ihr Aboimement mehr bezahleu. -tahrc haben sie allerdings bann das Bewußtsein, cm Abonnement im 1. Parkett zu haben, wenn die Sitze auch weniger gut und bequem sind als die in beit ersten! 8 Reihen. _ ,r
Dieser Beschluß bes Theaterbau-Vereins hat tn weiten Kreisen unserer Bürgersckwst großen Unwillen erregt unb ist geeignet, bie schärfste Kritik hervorzurufen.
Als im verflossenen Jahre bie Platze der 3. und 4. Reihe im 1. Rang unb bie erste Reihe im 2. Rang verteuert würben, fanb man bas gerechtfertigt, ba man von biesen Plätzen aus we- nigsftns alles auf ber Bühne Gesprochene ziemlich gut versieht. Das ist aber im 2. unb 3. Parkett durchaus nicht ber Fall! Nur mit großer Anstrengung vermag man zu folgen uub häufig hört man bic Aeußerung: „Geht es Ihnen beim auch so, ich verstehe bas meiste nicht!" Das muß einmal öffentlich betont werben! Ich erinnere mich, verflogenen Sbutter in brr „Jübin von Tolebo" ben Ruf „Lauter!" aus bem 2. Parkett vernommen zu haben. Ein solcher Ruf soll, wie man mir sagte, nicht zum ersten Male in unterem Theater gehört worben sein. Und nun verteuert man die weniger guten Platze gleich um ein Drittel? Warum hat man nicht einmal baran gebaut, bie besten Plätze, bas sinb die fünf ersten Reihen des 1. Parketts unb bie zwei ersten Reihen bes 1. -Hange» um 6 Mark pro Abonnement zu erhöhen? Ter finanzielle Effekt wate alsblmit noch größer. Warum muß immer ber Mittelftanb bluteit? Ein Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns" soll auch den Burgern leicht'zugänglich gemacht werben. Aus welchen Kreisen rekrutiert sich denn bas Theaterpublikum? Wer bie Antwort darauf Haden will, der sehe sich einmal das Theater am Sonntag abend an, wo 1 Parkett, 1. Rang unb Logen eine gähnende Leere aufweyen, währenb bie anberen Plätze gut besetzt sinb. Man verleibe allo dem Bürger den Besuch des Theaters nicht. Wenn wirklich cin^Mangel an Plätzen im 1. Parkett besieht, so nehme man die 31 L,rchesicr- plätze hinzu, es werden sich Liebhaber hierfür zur Genüge finben.
Kleine Tageschronik.
Die Luftschiffbau-Zeppelin-Gesellschaft beabsichtigt, die schwimmende Reichsballonhalle anzukaufen, sobald „Z. II" vom Reich abgenommen sein wird.
Die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht von einer bevorstehenden Fahrt des „Z. I" nach Saarbrücken und Dieden- hofen ist unrichtig. .
In Freiburg i. Br. kam ein 20 fahriges Mädchen dem Herdfeuer zu nahe. Es stürzte sich lichterloh brennend aus dem zweiten Stock auf bie Straße unb erlag in ber Klinik seinen Branbwunben. m f.
Die vorgestrige Aufführung im Metropoltheater in Berlin erlitt vor Schluß bes ersten Auszuges eine jähe Unterbrechung, weil ein Komiker an einer M a g e n v e rg i ft u n g, infolge Genusses giftiger Pilze erkrankte und von ber Bühne fort- getragen werben mußte.
In Gröbern wurde ber Amtsgerichtsrat Baenecke aus Gräfenhainichen auf der Jagb von einem Rechtsanwalt aus L-chöne- beck erschossen. .
In Bremen drangen Einbrecher in ein Haus, beften Bewohner verreist waren, raubten eine Menge Silberzeug und legten Feuer an. Sämtliche Räume brannten aus
In Laurahütte (Schlesien) vergiftete sich eine Kelft nerin im vollbesetzten Gastzimmer mit Lysol. Heber bie Hrfache bes Selbstmorbcs ist nichts bekannt. .
Ein in Wien aufgeftiegener Luftballon ging gestern in ber Nähe von Siofok auf bem Plattensee nicbcr. Fischern gelang es, die Insassen des Ballons glücklich an Land zu bringen. Auch ber Ballon wurde später geborgen.
Landrat von Uslar, ber auf Veranlassung eines Jnbustriellen bei Bietigheim Versuche mit der Wünschelrute machte, beabsichtigt zusammen mit Professor Enbrif; Untersuchungen im Äcrsenkunge gebiete der D o n a u za ocranitolten.
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'luteÄ bic «cbni'flM nie durch bic >1( crfcnlIui!
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ieUDÖgetefteOm} >-s)iauheim, ä M e unter dem Prolcktorü! j
3uli an der Hochmm « on am Lamstag uiorga l en Lrtsgruppe, LandwuIW nasansprache in AiNvesM-i ch und Karell, sowie zah-I iditcr eröffnet. ; icr-Ängen, dankte dm ,itcn Vorbereitungen mv j ta?f» hrüiic |e» „ einer »md-s-m-MW ° Zflert -nd d>e «g
iten Lfioffcn, jtod'en mid „ auch. :
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worden. Er hatte am 17. Juli v. Js. die telephonische Verbindung zwischen einem auswärtigen Korrespondcnzburean und dem Groß-Gerauer Kreisblatle hergestellt und dabei die diesem Blatte übermittelte Naä-ricksi, baß der Prozeß gegen den Fürsten Eulenburg eingestellt sei, mit angehört. Diese Nachricht fchneb er sofort auf einen Zettel unb legte ihn zu ben für ben „Groß- Gerauer Anzeiger" bestimmten Sachen. Dieses Blatt veröfsent- lickte die "Rachricht. Das Landgericht erblickte in der Handlung des Angeklagten kein Verbrechen gegen § 355. Das^Gesetz schütze nur das Telegraphen-Geheimnis, nicht aber das Tcleplwn-Go heimnis. Das Telegramm werde schriftlich übermittelt und befördert. Verfälschen, Erössiicn, Unterdrücken (8 355) sei nur bei Uedermittelnng von Zeichen möglich. Beim Telephon sei alles anders. Der „Adressat" trete mit dem Anrufenden in unmittelbare Verbindung und verhandele ohne Zeichen. Auch der Begriff des Anverttauens greife hier nicht Platz, da keine VcrfügungSgeivall ber Postbehörbe eintritt. Es fehle an einer Strafbestimnuuig für Verletzung des Telephongeheimnisses. — Die Revi, ion der Staatsamvaltsckfaft wurde vom Rechtsanwalt verrieten. Der Telephonbeamte, so führte er aus, kann jederzeft am Telephon mithören, um zu prüfen, ob die Verbinbung noch besteht, richtig bergeftellt ist usw. Dabei wird ihm natürlid) ber Inhalt ber Gespräche teilweise bekannt. Gemeinsam ist dem Telegramm unb Telephongespräch, baß sie an Frembe mitgeteilt werben können. Auch ein" Telephongespräch kann miterdrückt werben burch Abstellung der Verbindung und verfälscht dadurch, daß man nach Umschaltung der Verbindung einen anderen weitersprechen läßt. Auf das Erössnen kommt es nicht im wörtlichen Sinne an, da es auch offene Telegramme gibt Das der Post lederzeit zugängliche Telephongespräch ist der Telegraphenanftalt anvertraut. Der Verteidiger wies demgegenüber daraus hin, daß es ein Gesetz zum Schutze des Telephongcheimnisses iwch nicht gebe und es zu wett gehe, wenn man den § 355 auch auf telephonische Meldungen anwenden wolle. — Das Reick)sgericht erkannte beute auf ^Verwerfung der staatsanwaltlicheii Revision, da bei einem -Leie» phongespräch von einer Depesche nicht die Rede sein köiine.
Ltwn. <;uct öie b9e-leinianfcn ?l5’N I 'ln ber t
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Untren331!.; (Sieb?J l*Pe)i Reck 32■'; ^,Reck3ft7S
Heulen 3P/■ U.-64, Tamen-Ableilunc . '• JlÜcIjlar-'Jliebergirm^ V, xoni.^enljeim, Stab«' ikn3H; SBhinjenberfl (3oa> Kirchhaili, Keulen 297 « .Zöglinge, iöarren 29 's: Äehrda, Banen A'.,; 'B.>, Bane» mit Cchwimg- eiimelheiin (ßöqlinge), Pserd 285/s; Marbach MgliiM ; Eriimngen, Bane» 28;«
Gäbel 28; Cetera 127'/,; Biedenkopi, Banen ng°Gö»s (3ögli»ge), Banvi^ e» 27°/,; Gieße» llinge), 27*',; Kaljenboa’ Minizenberg, Banen leim, Banen 277,; Alle»; :tei»hn1, Reck 27; Gnedch ' ihgeslem Zöglinge), 26’;,, !, Reck 26%; Tudenhoirii, ; Alarbiirq (£.<), Stab- i*5; jldenhorf a. L, Pstrd Jiarb.in) (r°G.), JögliiM c«n21%; Mcndmg (T.-T.), fflfin-tmben, Banen A* .; ii 24’7,; Annerod, Barra nbui-g ALußbaN biete
Hunderte von blühenden Kindern sterben in jedem Sommer an Brechdurchfällen. Hiergegen bictci eine rationelle ^auchings- ernäbrung nut „Slufefe" und Üstilch den denen Schutz. „Kufeke macht die Plilch leichter verdaulich, vermindert die Darmgarungen und entzieht Krankheitserregern den Nährboden. Ucberhaupt macht „Stilfete" und sein reicher Gehalt an 9cahrnonen den gesamten Organismus und damit auch den Magen und -t. arm widerstandsfähiger gegen Krankheitskeime.
3l/,°/0 Reichsanleihe. do. •
funbe abgegeben, eine annähernd sichere Angabe des Umfange» des deutschen Diainantcnvorkomniens sei unmöglich. Nach den heutigen Werten und den mäßigen Tiamantenpreiscn könne von einer Milliarde gar keine Rede sein. Tie „Frankfurter Zeitung^ bemerkt hierzu, daß unter diesen Umständen die Feststellung von Interesse wäre, wie jene erste angebliche Tcrnburgsche Schätzung entstanden ist, ob es sich dabei etwa wiederum um em spekulatives 'Manöver handelt. 2lnzunehmen ist, das; in der neueren Zett auf meneren Gebieten Deutfch-Südwestasrikas geologische. Untcrjuch- ungen vorgenommen wurden (für einzelne Gebiete ist dies bekannt), unb daß die Ergebnisse dieser Unierjuchimgen in großen Umrissen den verantwortlichen deutschen Stellen schon oorlicgen. Bei dem wilden, spekulativen Eifer, der sich in Kolonialwcrten herausgebildet hat, erscheint eine alsbaldige und ausführliche Berichlerstaltung der zuständigen Stellen an die breite Oessentlich- feit über die Resultate der geologischen Feststellungen als eme Notwendigkeit unb als moralische Pflicht. Nur auf diese Wese kann weiteren unsoliden Aiisschreitungen vorgebeugt iverdcn.
Tie Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise
am 5. Juli 1909. __________________
Höchste Schlachtviehpreise m Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 78-82 Mk.
*' Kg.Schlachtgew. 92-94 Pi.
7. , , 74-00
7, Kg. 76-84 Pfg.
7, , 70—74 ,
7, , 70-94 ,
Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen


