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Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten.
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Kleines Feuilleton
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Untertan zu bekennen. In Teutichland führte man für die österreichischen Auswanderer polizeiliche Legitimationen ein. Memand anderem gegenüber wage man derartiges.
Nachdem der Abgeordnete Steinwender die Staatsfinanzen einer scharfen Kritik unterzogen hatte, wurden die Verhandlungen auf Donnerstag vertagt.
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Mr sind der Ansicht, daß eine Ergänzung der Reichs- derfassung im Sinne einer schärfer begrenzten Ministerver- : tlwortlichkeit Zu wünschen gewesen wäre. Leider Tat der ^eichstagsausschuß, der unter dem Borsitz des Abg. Junck ^trüber beraten und Vorschläge machen sollte, jämmerlich ktfagt. Ob die „Deutsche Tagesztg." nun auch der Zen- krumsfraktion die Leviten lesen wird über ihren reforrne- nschen Eifer? Die Zentrumsfraktion hat nämlich im Reichstage folgenden Antrag eingebracht:
Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen Lu ersuchen, dem Reichstage einen Gesetzentwurf vorzulegen, weicher ta Verantwvrtlicl)keit des Reichskanzlers (Rcichsverfassung Ar- Itfei 17> und der Stellvertreter deS Reichskanzlers (Reichsgesetz : m 17. Marz 1878, bete, die Stellvertretung des Reiä)sranzlers, sti -G.-Bl. S. 7), sowie das zur Geltendmachung dieser Berant- ^rttichkeit einzuhaltende Verfahren regelt.
In den letzten Wochen waren mehrfach berechtigte Be- bnten veröffentlicht worden, ob künftig der erste Beamte |e5 Reiches bei den wachsenden Aufgaben der einzelnen Ressorts immer noch allein die ganze Last der Beran twvr- [mng werde tragen können. Insbesondere war die Meinung »xütreteit worden, die auswärtige Politik möge von einem ckonderen Minister verwaltet und verantwortet werden. Sfr meinen, daß eine Neuregelung dieser Fragen durchaus -itgemäß wäre Dabei braucht das Ernennungsrecht der [tarne leineswegs beschränkt und das Schreckgespenst der i ^lamentarisck>en Verfassung nicht an die Wand gemalt
Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaus.
Wien, 4 Dez. Im Abgeordnetenhaus machte bei !tr Debatte über das Budget-Provisorium BaszynSki (L-ozial- vmofrat, den Ministerpräsidenten verantwortlich für die bisherige iLckcitsunfähigkeit des Hauses. Er schatte das Parlament absicht, i'ifj aus, um Ungarn ungehindert eventuelle Zugeständnme machen 'm können. Weiter trage an der Parlamentärs ch-n Mgöre der chvnalc Ehauvimsmus dcr bürgerlichen Parteien du Eild. 2et Schutz der Auswanderer lasse alles zu wünichen übrig. Es sei °uto die größte Erniedrigung, sich im Auslande als österreichischer
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— Marschall Leboeuf. Bor hundert Jahren, am ' Dezember 1809, wurde zu Paris der Mann geAre" durch m weltgeschichtliches Wort zuverfangnisvoller Berühmtheit ge- !cvgen wllte. Das Wort huch „archrprst und beieitigte, am SielrieaÄerettidiaft 6c» französischen veeies angewandt m dem svrisch bedeutungsvollen Mmisterrat am ttx Iuttl870 die 'Sten Bedenken Napoleons III. Edmund Leboeuf War mit «1 fahren bei der ArMerie emgetteten, hatte nut grober Jtu^ mhnung in Algerien gedient und tut **,”?• Ar-
tillerieangrift auf Sebaiwpol, den er als Brigadegeneral leitet, t-monlich Hervorragendes geleitet. Er erhielt ^ld darauf da^ tommanbe der Gardeartillerie, wurde l8p7Divil ^nsgmeral und EKte 1859 im Krieg in Cberitalten, wieder Austervrben Uches. in 21. August 1869 wurde er an NrelS stelle Arreggninilter. awteon ernannte ihn ein halbes Jahr darmif zum Marscha.l, ^schte sich dabei aber in einer Beziehung, farm beiJ^andjall glänzender Soldat, aber gar fern ^mmistrawr^ ch geradezu katastwphenartig, al» der Onensrv- - ‘ ■- — der beim Ausbruch des Krieges ©e>
in Kephalonia und Same gehen auf das Jahr 1899 zurück. Bei Livatho, unweit Masarakata, wo einige Jahre vorher ein Kuppelgrab entdeckt, aber bald zerstört worden war, stieß er auf eine ausgedehnte mykenische Totenstadt. Vier in den Felsen gehauene Grotten und Gräberanlagen waren leider schon ausgeraubt. Erst 1908 hat Kavadias seine Untersuchungen auf Kosten des bekannten holländischen Kunstfreundes A. E. Goekoop fortsetzen können. Ter Forscher legte innerhalb eines Monats den ganzen Friedhof, noch 12 Felsgrotten mit nicht weniger denn 87 zum größten Teil unberührten Grabstätten frei. Die Gräber enthielten die auch sonst üblichen Beilagen mykenischen Charakters. Bronzefibeln, Nadeln, Dolche, Pfeilspitzen, Spinnviertel aus Stein, Glasperlen und Bruchstücke von goldenen Gürteln. Unter den Topswaren fanden sich zahlreiche mykenische Bügelkannen, aber auch Vasen einer em- heimischen Herkunft. Mehrere Gräber zeichneten sich durch vorzügliche Erhaltung der Gebeine aus. Die Grotten scheinen lange Seit als Begräbnisstätte gedient zu haben- nach ben dunben dürfte diese Zeit vom 15. bis zum 12. vorchristlichen Jahrhundert gedauert haben. Diese Bestimmung ist durch den Umstand geboten, daß keinerlei Spuren von Eisengeräten zu erkennen sind. Von Interesse ist es. daß die Grotten durch einen oben offenen, sich nach unten verbreiternden Gang zugänglich sind: der Boden will gleichmäßig ab. Wiewohl die Grotten sich m ihrer Anlage ähnlich sehen, weichen sie in den Größenverhältni|sen stark voneinander ab Bemerkenswerte Aufschlüsse wurden über die Art der Bestattungen gewonnen. Ter gute Erhaltungszustand zahlreicher Graber ließ erkennen, daß die Grüfte wiederholt zu Nachbestattungen benutzt worden waren, wobei zwei Bestattungen Äs vorwaltend ermittelt werden konnten. Nicht immer war das Grab mit Erde zugeschüttet worden. So genügte es wenn em Leichnam über den anderen in die Gruft gebettet wurde. War das Grab aber geschlossen dann wurde es bei Nachbestattungen .eines ganzen Inhalt« entleert und nach Beisetzung des neuen Leichnams einfach mit der von Knochen und Scherben untermengten Erde wieder zugeschüttet Tie Toten scheinen in ihrer natürlichen Lage, immer mit etroa* auigezogenen Knien, zur Ruhe gebettet worden zu sein- von Verbrennung lag keinerlei Spur vor: diele VerhaltmNe bestehen auch bei den jüngsten Gräbern des Fried Hots Tort. >;n ber unmittelbaren Nachbarschaft der Grotten land NÄ eine Anzahl von in ben Boden gebohrten tiefen Lächern, die um in verschiedenen unregelmäßigen Abständen über den ganzen Vorplatz ausbreiten. Ihre Bestimmung ist rätselhaft: he treten hier jum ersten Male aus. Möglicherweise hatten sie als Bsfaltnu.e gedient und gehörten zu einer prähistorischen Niederlasuing, die ,ich hier ausgebreitet haben mag und die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Friedhof stand. Um dieser Frage nach- I iuaeben beabsichtigt Kavadias, die Ausgrabungen abermals fort- 1 zuführen.
Lin Gesetzentwurf über die verantwor1lichf.it der Reichskanzlers?
Wer "hätte gedacht, daß die Novemberdebatten des rrigen Jahres noch ein Nachspiel haben würden. Die Deutsche Tagesztg.", die in einem langen Leitartikel davor Kirnt, auch nur die Anfänge einer Wahlrechtsreform in Mußen zuzulassen, wirft in diesem Artikel dem Liberalis- rms und der Demokratie vor, daß sie die Einführung der parlamentarischen Verfassung in Preußen-Deutschland Eilten. Das Blatt schreibt u. a.:
„Wenn man uns aber auch das sollte abstreiten wollen, bann Mrtveijen wir in aller Ruhe wiederum auf nücksterne Tatsachen: iuf die Novemberdebatten des vorigen Jahres! Wer hat denn bet ben Schild vor die Krone gehalten? Wo anders, nls auf der rechten Seite des Dauses hat man unumwunden ausye- 'inocbcn und betätigt, daß man jede Verringerung oder Beein- räclstigung der monarchisäien Gewalt, auch die kleinste, ablehnc? Jnb hat etwa nicht bei der Debatte über die Ministerverantwortlich- ',tk auch der nattonallibevale Redner sich persönlich jur eine Stärkung des Parlamentarismus ausgesprvck'/m?? tzat die national- liberale Partei nicht noch noch Ostern für nötig gehalten, einen llinisterverantwort!ichkeitsantrag ben Reichstage
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M-I>erationsvla>! Lcboeuss ber beim ^sdruM c>es Meialsstabsckef wurde - infolge der umngelhasttm Krieg.be.eit- Michlst der Armee sofort scheiterte. Aach den ersten. ff^vetiei> Mr igenden Schlägen mußte der Marsche.! bona auch '-nien Posten Umgeben: aber als tapferer und treuer L-oldat zog er wm w II rücT, sondern führte an Stelle Bazames das 3. Arrn-ekor^, li'-t) zwar, wie ain>eEainU, ganz oortrenh*. a&nbe 1871 Uns der Gefangenschaft, m die er mit der Rheinarmee gerate WtXK, naa) Frankreich zurückkehrte, betmmte er "" G.gematz. zu g Jen meisten anderen zur Verantwortung i^zo^en iNiicii^rrtum |I-üib seine Fehler offen. Bald daraus zog er suh vom omntlicdQi WScn gänzlich zurück. Am 7. Ium 1888 ist er m Emsamkett
I Haydn und die Spieluhr. r1D^
[1 xtannt, daß Josef Sbanbn eine be|ani>cre Tur J-
I -iren besaß und selbst eine ganze Anzahl von |tii diese mecfwnWn Musikwerke geschrieben ^t. xtc Sbnigli^
Mothek in Berlin bewahrt nicht weniger als 24 bekr Htwen -chirluhr'Ävmp-ositonen des Meisters auf, Oie ,amtlich uu^eroNent- licht sind. Eine 25. ifür eine sogen. Notermhr) gmg vor to&em
I ^cch bst Berliner Autographenfirma Paul Gottschalk in 43ta> I I — Mykenische Funde auf den 3 o n i sch e n I n s eln.
»4L $tat?ai>ubi, der Generabephorus der.S^echlschen Aldertu , i <fien vorjährige Ausgrabungen in Kephalonia berechttgtes l || & erregen,>t nuimiebr über seine.Beobachtung and Ergeb- I ntiic ber Pariser Akademie einen ausführlich n Berick. t I -
„dem hervorgeht, daß es ihm gelungen l,t' <lfL aJ-irf.r„ ^n'chen Inseln, in der öeimat des Cbt)!ieu5 oergtbhd) (
^kemsche Kultur nachzuweiseu. Kavadias erste Versuchsgrabungen z
— Mehrlingsgeburten in Deutschland. Im §ahre 1907 kamen in Deutschland nach Ausweis des statistischen ahrbuches für das Deutsche Reich vom Jahre 1909 un ganzen 25 972 Zwillingsgeburten vor und zwar kam in 9858 Fallen ein Pärck-en zur Welt, in 8345 Fällen zwei Knaben, in 7769 Fällen zwei Mädchen. — Drillingsgeburten gab es 232 und zwar 59 mal drei Knaben, 61 mal drei Mädchen, 52 mal zwei Knaben und ein Mädcksen, 60 mal einen Knaben und zwei Mädchen. Im Jahre vorher gab es auch eine Vierlingsgeburt mit vier Mädchen.
— Ueber die .Heilwirkung der Farben hat in der letzten Sitzung der Londoner psycho-therapeutischen Gesellschaft Dudley D. A. Wright interessante Mitteilungen erstattet.über neue Versuche, die er bei ber Behandlung nervöser und get|hger Leiden erzielt hat. Rot wirkte außerordentlich gunftig bei er> matteten, blutarmen, geschwächten und niedergedrückten iaxntten. Bei überempfindlichen Personen wirkte Blau sehr gut; es festtgte die Idee und gab Willensschwächen gesteigerte Entschlußkraft und Urteil über ihr Handeln. Eine beruhigende und zugleich aufheiternde Wirkung zeigte Grün. Violett dämpfte die Aufregung! und foeferte die Nervenspannung. Für die Behandlung Geisteskranker empfiehlt Wright die Unterbringung in blmibelichteten Räumen, in denen die Erregung rasch abnimmt Für Trübsinnige sind lichte gelbe Räume von günftigem Einfluß, während Blutarme bei dem Aufenthalt in rot belichteten Räumen am erfolgreichsten behandelt werden.
— Kaninchenaugen für Menschenaugen. In ber Academie de mSbecinc hat soeben, wie die ftanzösische Zeitschrift „Les Annales" berichtet. Tr. Lagrange über seine Versuche ber Transplantation eines tierischen Auges in die Augenhöhle eines Menschen Mitteilungen gemacht, die, wenn sie sich in ihrem ganzen Umfang bewahrheiten, beträchtliches Aufsehen erregen Dürften. Das Problem, ein verloren gegangenes Auge durch ein lebendiges fremdes zu enetzen, ist alt; Tr. Lagrange erklärt alle bisher unternommenen Versuche für gefährlich und zwecklos im Gegensatz zu seiner Lösung. Tie einzige Möglichkeit, zu einem rauolichen Ersatz zu gelangen, bestehe darin, em lebendes Auge (in leinen! Ber'uchen handelt cs sich umi die Augen von Kanincksen^ in jenen Teil des menschlichen Auges zu verpflanzen, der „die Tenonslapsel" heißt, das ist die nach Jaegnes Rene Tenon (1724 bis 1816, benannte verdickte vorderste Schicht des hinter dem Augapfel liegenden Zellgewebes, die diesen kapselartig umfaßt. Es ist nun — nach Lagrange — nicht möglich, das verpflanzte Auge in seiner Ursprünglichkeit und ohne datz es atrophisch würbe, ju erhallen: sein Volumen verkleinert sich sofort nach der Ver- oflanyung, und durch Nähen der umgebenden Muskeln muß alles c-esck-Lhen, damit ein weiterer Verfall auf gefallen werde. Ein derartiges tierisches Auge soll vor allem ästhetisch einen viel beifaen Eindruck machen als ein künstliches Email- oder Glasauge.
verschlimmert chabe und daß eine Operation erfolgen werde, für übertrieben bezeichnet, aber eifrig besprochen.
Beim f r a n z ö s i s ch e n M i n i st e r, d e s A e u ß e r n fand am Sonnabend in Paris ein Frühstück zu Ehren ber ausländischen Pressevertreter statt.
Aus London wird gemeldet: Mehrere, verschiedenen Parteien angehörende Politiker, unter ihnen die Lords Eromer und Balfour of Burleigh, sowie die Erzbischöfe von Westminster und Eanterbury haben ein Manifest veröffentlicht, in welchem sie die Einführung von Ber hältniswahlen verlangen.
Nack) Blättermeldungen aus Madrid soll die Rückkehr von 4000 Reservisten aus Melilla nach der Heimat bc fohlen worden fein. „Epoea" meldet, daß die Regierung einer Minengesellschaft des Rifs die Bitte um Wiederaui nähme des Bergswerksbetriebs abgeschlagen und ihr nur gestattet habe, den Bau der Mineneisenbahn im Gebiet der Beni Fru fortAuführen.
Ein außerordentlicher Ministerrat in Konstantinopel, welchem der Chef des Generalstabes beiwohnte, beriet über den drohenden Zusammen st oß türkischer Truppen mit persischen Irregulären in der strittigen türlisch-pcrsi - schen Zone und beschloß, den türkischen Truppen zu befehlen, nicht weiter vorFurücken.
-Die chinesischeRegierung übermittelte den auswärtigen Gesandtschaften ein Rundschreiben, in dem sie gegen die neuerliche Mitteilung Rußlands bezüglich der Rechte der Städte in den russischen Eisenbahn jenen der Mandschurei protestiert und erklärt, das Vorgehen Rußlands sei eine Verletzung des Vertrages von Portsmouth und des russisch-chinesischen Uebereintem- mens von Charbin vom 10. Mai, welches die Zuständig feit der betreffenden Behörden in den Eisenbahnzonen festsetzt. ~ ______________
Provinzialversammlung der Bundes der Landwirte
Abteilung Oberhessen.
Gießen, 6. Dez.
Unter dieser Bekanntmachung lud der stellvertretende Pro ■ vinzialvorsitzende Landtagsabgeordneter Korell (Angenrod) zu einer Sitzung für Sonntag den 5. Dezember, nachmittags 3 Uhr. alle Mitgliä)er und Freunde des Bundes der Landwirte nach Gießen (Cafs Ebel) ein.
Die Vertrauensmänner fanden sich nach dem Programm eine Stunde früher ein behuss Wahl des Wahlkreis- und Bezirks- Vorsitzenden sowie deren Stellvertreter. Es sei vorai^geichictt, daß diese Wahlen stattfanden und zu geringen Verschiebungen führten, die für das größere Publikum ohne Jnteresic sind.
Die Sitzung wurde durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Provinzialversammlung eröffnet. Er, der Abg. St o r e 11, entschuldigte den Vorsitzenden, den Grafen Oriola, mit seiner Tätigkeit im Reichstage, begrüßte den stellvertretenden Vorsitzeii- den des Bundes, Herrn Oekonomierat start Lucke lFrankfurt a. M.), den Professor Dinger (Jena), Wolf (Rheinhessen) — nicht den Landtagsabgeordneten —, entschuldigte ber Herrn Oekonomierat Fritsch, Provinzialvorsitzender von Starkenburg. Dann richtete der stellvertretende, Vorsitzende Be- grüßnngswvrte an die Versammlung: man müße auf der Wach" sein, Mut haben, die Gegner abzuwehren, die sich auf allen Seiten zeigten. 2er gefährlichste Gegner sei nach seiner Ansicht der vansabund, denn der Hansabund liefere das Geld für den feindlichen neu entstandenen Bauernbund. Wenn wir uns zersplittern, gehen wir auseinander. Wir, der Bund der Land-
Nr. 286 Erstes Blatt 159. Jahrgang Montag 6. Dezember 1909
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AL Dormutage s ilyr.
Deutsches Ucicb.
Der Kaiser ist am Sonnabend, abends ll8/* Uhr, aus Jagdschloß OfoeljTbe in Potsdam eingetroffen.
Wie die „Norddeutsche Allg. Ztg." mitteilt, wird bei der Einfuhr in Neuseeland seit dem 23. November für alle zollpflichtigen Waren ein Zuschlaaszoll von 2i/8 Prozent erhoben. Die hierauf bezügliche Gesetzesvorlage, die den Zuschlagszoll zunächst für zwei Jahre vorschlägt, ist am 22. November dem Parlament vorgelegt worden.
Aus Essen wird gemeldet: Eine von 1300 Personen besuchte Bergarbeiterversammlung Hal eine Ent schließung angenommen, in der die ablehnende Antwort des Ministers entschieden verurteilt wird. Für die Bergarbeiter blieben nur noch die Mittel der Selbsthilfe übrig, falls jetzt auch die Parlamente versagten. Die Versammlung verspricht aber, nach dem Beschluß der Organisation zu handeln.
In der nächsten Woche wird, wie die „Boss. Ztg." erfährt, der amerikanische General Woodford in B'rlin eintreffen. um dem Kaiser im Namen der Hudson-Fulton- Kommission eine goldene Erinnerungsmedaille an die Dreihundertjahrfeier der Entdeckung des Hudsonstusses und der Hundertjahrfeier der ersten erfolgreichen Dampfschifsahrt auf dem Hudson zu überreichen. Die Kommission hat acht goldene Medaillen prägen lassen, die für die Regierungen bestimmt sind, die Kriegsschiffe zu den Hudson-Fulton-Feierlichleiten nach Newyork en.sandthatten. In Betracht kommen neben Deutschland Großbritannien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Mexiko und Argentinien. Außerdem ist dieser Tage dem Präsidenten Taft eine Medaille überreicht worden.
Ausland
Die Statthalterei Böhmens löste den tschechischen Fr eidenkerverb and Snetana wegen der zum Protest gegen die Hinrichtung Ferrer's abgehaltenen Versammlung auf und beschlagnahmte die Bücher und Schriften, sowie ein großes Vereinsvermögen bei den Haussuchungen, die bei ben führenden Mitgliedern des Verbandes vorgenommen wurden.
Aus Ofen wird gemeldet: Der Präsident des Abgeordnetenhauses und die beiden Vizepräsidenten begaben sich nach Wien; sie sind am Sonntag vom König in Audienz empfangen worden.
Aus Brüssel meldet man: Eine größere Anzahl polt- ischer und akademischer Persönlichkeiten, unter ihnen vermiedene frühere Minister, veröffentlichen einen Protest ge g e n C n g l a n d, das trotz der vorgeschlagenen Reformen immer noch gegen die belgische Nongopolrtik ungerechte Anklagen erhebe.
Nach einer Meldung aus Paris wird bte von dem Blatte „Gil Blas" gebrachte Nachricht, daß das Ohrenleiden des Königs Alfons von Spanien sich


