Ausgabe 
6.11.1909 Viertes Blatt
 
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ftoltett Stückchen von braunem bis tief schwarzem Kohlen- ftoff, amorph ^gestaltlos) und härter sogar noch als der kristallische, funkelnde Edelstein. So wenig jemals aus den Diamantenfeldern Afrikas ober Australiens ein Stück dreier schwären Tiamantkohle gefunden tmrb, so wenig kommen auf den Black Diamond Fields Brasiliens je klare Edel­steine vor 2ir Natur muß hier in einer Laune, in einem ganz seltenen Fall ihres Werdens, Umstände erzeugt hibcn, die das Entstehen der schwarzen Diamanten begünstigten. einmal und Dann nicht wieder. Die Steine werden in (Vtröfien von drei Larat bis zu einigen Hunden Karat ge­funden und gegenwärtig im Preise nicht viel geringer als klare Diamanten bewertet. Wahrend man vor 30 Jahren 16 Mark für das starat bezahlte, werden sie jetzt mit etwa 350 Mk gehandelt, und wer weiß, ob ihr Preis mit zu­nehmendem Bedarf nicht noch weiter steigt Die ganze Aus- beute wird nämlich fast ausschließlich für einen einzigen Zweck verbraucht, für lief» und Gesteinsbohrungen. Tie Stahtbohrer, mit denen harte Felsen oder liefe Schichten durchsenkt werden, haben einen gewaltigen Druck auszu­halten, denen selbst der bestgehärtete Sahl nicht widersteht, nur der Tiamant hat dazu die genügende Härte. Man be­setzt deshalb die ringförmige Angriffsfläche solcher Bohrer, dieKrone", mit kleinen Diamanten, und dazu sind die schwarzen ihrer größeren Härte wegen noch mehr gesucht als die durchsichtigen Edelsteine Eine gut und mit nicht zu kleinen Steinchen besetzte Bohrkrone hat unter Umständen einen Wert von 5000 bis 10000 Mk Früher sind auch die Steinsägen für hartes lyestein vielfach mit kleinen Splittern von schwarzem Diamant besetzt woroen, aber bei dem heu­tigen Preise ist das nicht mehr tunlich, und so schränkt sich ihre Verwertung immer mehr auf Tiefbohrungen ein Sei diesen kann man nämlich den Bohrer wegen des langen, schweren Gestänges nicht so ost wechseln, wie z. B. bei Tunnelbohruligeii, und muß deshalb daraus Bedacht nehmen, daß sich die Bohrkrone möglichst lange hält.

Vörscn-Wochcnbericht.

Frank surta.M." Nov.

In den letzten acht Tagen hat an ber Börse die Ge l t Fr-

fr a g c roicocr lebhaft zur Erörtern mi geiianben und . * olge davon war eine unbehagliche Stimmung, Die iedoch mehr einer Stagnation dee Tier kehrS als in der Murobfibcgimq ,um Ausdruck Farn. Tot Anlaß da;u gaben ber Nocksbanlausw.ts über dje fetitr CFtubenvoctc, das Anziel/en des Privat disk-mts und die steifere !h al hing des Vunbancr 3cherfhiriM. alles Pimente, die wieder Befürchtungen wegen weiterer Ti»Lmirrbäl)ungen in London und Berlin mifltommrn ließen. Die Bank von England konnte vnxir durch Goldankaufe ihren Status verbessern, aber von einer

Erleichterung am Dienen Markte war in Lcrndon VArxx mxb mckkS ;u t>m öftrer Die englischen Geldverbältnific w roen eben mit bff'onbrter fcirmeitfair.* r verwlgi und es ist erklärlich, wenn D;e Börse t.er durch die boixren SöiSiätze Lirritomjaz r. urc.. die man in London srlbst für die Schiebung von üsniols xn? llizen mußte Unklar und nick.r ;u einer ornimistrichen Betrachtung rei- ;eno, ist aber auch bad Verhältnis des envopäiitben »um anunta* n.'cken - dbmarfr. J<ur vorübergehend bat sich im Gefolge der Londoner Diskonterhöhung auf o Pro cnt ein -^oldabfatz uns den Bereinigten 3 tacien eingestellt Da.:: ist $u be­achte-. das die amerikanische Svekula.on ihren 3\uI_va neuen Lauifemanövern wieder gefunden va l-aden scheint Die Lurs ster gerungen sowie die sorl gefetzten Manwuiationen am Baunrwoll- uno Auofcrmarft lassen die:- deutlich erfemtm. Alles dies ad­sorbiert w.iterc bedeutende Mittel und die Sabri(fee inlühfciz wächst, daß Amerika die Soannung auf dem internationalen &

ctrr vergrößern als erleichtern .oerdeicA Berichten, die aus Newvork vorliegen, beurteilt man frort allerdings die Aussichten am Geldmärkte nicht ungünfnq und nach dem Verhalten der Aewoorkcr Börse scheint man ficb Dort »' eldwrgen auch keineswegs tiriugcben. Vieim-hr haben die fehl ricd.ienden Einnahmen der großen Eisenbahnen und der mach: ' Annck-wang der Eisen- indu'krie der Börse in Wallstreet neuen .Inwuls verliehen. Tat­sächlich wll ia auch die Wirtscha i lagt drüben durchaus gnunb und frei von Uebertreibungrn man glaubt daher auch

aus eine Fortsetzung deS AunckJvunis ucmlicher Sohrnmtbrit

rechnen ;u können. WaS die wirticha'. 'N Verbölkii bei uns betrifft, so ist bereit Besserung iroar iu.it zu bestreit indessen bleibt doch noch vieles zu wünschen übng W<c >^:igt dr- Ansicht tzoveien ist, baß in der hei milchen Eisenindustrie eine durchgrein nde Besserung mir sehr langsam vor sich gehen könne, ließ die Gestaltung der Marktverlältnisse in längster Zeit recht deutlich erkennen: danach ist sogar eine gcwine -Stagnation auT aflnt Märkten eingetreten. Als Oirund Hierfür wird man einmal die aus die verstärkte Äauslust folgende natürliche Reaktion an, führen können, dann aber auch, bic Geldversteinmg, die aus die Untcrneknrungslust hemmend cinacmirh bat. Von der weiteren Entwickelung des Geldmarktes wird es wohl auch wesentlich ab- hangen, ob die Erholung der Eisenindustrie bald wieder Fort­schritte machen wird Montanpa -re neigten in dieser Woche vorwiegend ,ur Schwäche. Ta blieb für Elektri­zitätswerke andauernd gute Mo, ng bestehen Chemische Werte und Masdinersabrik Aklicn hielten fick ebenfalls jut, wöh- Tcnb Brauerei-Aktien hiefgänaigr Bewegung verfolgten Bank­aktien lagen meist etwas schwächer unter dem ungünstigen Em druck der neuen Unterschlose bet der Mitteldeutschen Ereditbank. Von Bahnen Lombarden und Ameritaner begünstigt. Heimische und fremde Fonds teilweise leicht oll.

Jrirntcnto I Prozist

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