glntfiieäfräe trröntdle StriaSm. bei ba2 er iie flt:tntluier verübte. bald an Settrartun^SgmAr, Laib a”. *± '-er*, r.tf’t er h*r, sich wendet, ein heil'ich« ®efi*?h)*infie t;ndn6ri-V’ .löücn. <*• frrb ü Be r 1700 S a r e<| t o p 6 e e. (Bewegung.) Ab« in unseren besetzenden Bern-5»eun7besetzen ba-cn .T'.r, ra-nentlid) rm KrankenversicherungSgcietz, uni Te. außerordentlich la *< Barographen mit außerordertl Ia:i3at €ä«cn. W'-r t Müh« ergeben, bei der neuen Kcd 'tüion ?äpc Tsrc.’ra;
in flirr*:'. <2efc gut!) Natürlich ."-r-t Sv" olifteii. e
«egrnwarNa im Oronftn« oder im Utstallverfich-rungSgcsetz 211 ^^-au Bescheid wi^en. <t*rt gar» cm^crt fein, Bern ie ''"fr- erne völlig neue Änotbriurg Al -c wenn sie sich den .''aren fRcurb- -e«danken zu eigen gcTrc< t haben. Werder: sie sich mit :»r ?e:: rn8« 'Ahnen. .ebenfalls war der JP?}. brn Herr Kj’fnn *,rtern empfahl, nicht ganabar. Er rroOttr. bo<! wir zmiüchst die Ärankn- Versicherung reformieren, dann an die llnfaHy/ 1 rurr und da: n nn die Invalidenversicherung gingen, und d-abei dann die Hiner, bliebenenverüchecung regelte,' 2er fjr>e Zcitabschnitt. in dem i« Hinterbliebenenv'^iicheru' g nereg werd - mufp rerbirtct fa3 r-on vornherein. *”cj[ die wicktignen und größten Peränderuilger bringt der Abschn i t t über die Är auf eit 6 e tf i 4 c • tune. Um da« rm< onn, kurz ttnguf cf allen: Ta> Pec-altn'« der erngeschriebenen £>ilf8fefier zu den Krankenkassen wirr fcIBftper* Endlich fR da D-riick-rungS. rdr -.-g zu regeln fc r. a8 t'ckl-.eßr aber nicht au«. daß die ?? 0 b e 11 e 4 m m Hilf«kassengcsch, ne dem Reichstag« bcchcgt, verabschiedet verdat soll. ES rattc W handeln um Ausdehnung der Versicherung«. Vflrchr auf ba; Gesinde, bic Iand. und forstwirt- schaftlichen Arbeiter, die Hausgewerbetreiben, den und bic unständigen Arbeit er. TaS ganze Kapitel wird sehr große Schwierigkeiten machen. Tie Versiche- rung der land, und forstwirtschaftlichen Arbeiter läßt sich nicht nach einem gleichartigen Schema behandeln: zumal bei den wenig be- höflerfen Strichen im Osten, wo wenig Aerzte, wenig Apotheken, zam Teil auch sehr wenig Krankenhäuser sind, müssen die größten Entfernungen überwunden werden, um zum Arzt 3.1 kommen : das verteuert die Kosten und schafft große Schwierigkeiten. Auch die Krankenversicherung der Hausgewerbetreibenden und der unftänbt. gen Arbeiter ist ein schwieriges Kapitel, aber wir wollen e» zu losen versuchen. Die DersicherungSoronunz will weiter das Krankenkassenwesen in den Ortskrankenkassen im Jnierekle der LeistungSsähigkeit zentralisieren. Größere BetriebSkrankcn. .'affen sollen aufrechterhalten werden: die .KnappschaftSlaffen werden von der Neuregelung im weseirtlichen überhaupt nicht berührt. Vie Beiträge und das Stimmrecht in den Jl 1 a • ke«kaffen werden halbiert werden (Hört! Hörti) Der Vorsitzende wird gewählt werden. Für d i e ^obl wird das Proportionalverfahren borge- schrieben. Eine wichtige Aufgabe wird sein, da? seh! glück, licherwecse geregelte Verhältnis zwischen Krankenkassen und Geraten bester zu regeln Der Grundgedanke wird der iem, daß wir Schicdöbehördcn schissen, die die Fwisiiglci. ten zwischen Aerzteu und Kassen und Lvorbcken und Kassen möglichst zu begleichen versuchen 'osten, hoifentlich mit Erfolg, (rin bestimmtes Aerztesystem wird nicht vorge-- schrieben. Sowohl die unbcschr3nkte ivic beschränkte freie Arztwahl al auch dak Kaffenarztsystcin hat sich je nach den einzelnen Verhältnissen gut bUoährt: aber eines schickt sich nicht für affe, und bei jedem 5rüem ist VorauSbedingunu für ein gute? -funktionieren, daß Kosten und Aerzte Hand in Hand arbeiten. und doS wird um in mehr ctforberbdj sein, als die 3er- ncherungSgrundlage ausgedehnt werden soff. An diesem Hand in Hand arbeiten fehlt es leider GotteS. Ich brauche nur den Namen Köln ouSzusprechen. Ich will nicht aus bic speziellen Kölner Verhältnisse exemplifizieren. Aber wir strtzen liier Vor einer hoch- ernsten Erscheinung, wohin die llcberlreibung, die Auswüchse bet KoalitionSprinzip'-, führen kann. Die Boykottierung einet Knaulen oder eines Sterbenden — und darauf kann die Loche binaußlanfen — ist ein Rückfall in unsoziale Zustände, wie er nicht schlimmer gedacht werden kann. (£cb- Mio Zustimmung.) Und ich glaube, ein großer Teil der deutschen Aerzte ist bainit in keiner Weise einverstanden. Aber er wird durch di« Klammer des KoalitionSzwaugcS. unter dem Druck eines EbrengerichtSverfahrenS zu- sommengebalten. (Hört! Hört! und Bewegung.) Das find Au?- wächst, die rtcnfi) wie andere Auswüchse deS K 0 ali - tionswesenS. von denen wir tu den letzten Tagen gesprochen haben, beseitigt werden müssen. Ich glaube, darüber wird Ein- stimmigkeit bet un« bestehen.
Aber lasten bi« mich dabei im Hinblick aus Worte, die gestern vnb heute gefallen sind, eine kurze Bemerkung machcul. Man hat wiederholt die Befreiung de? KoalitionSrccht- als den Angelpunkt der g eg enlD artigen und der zukünftigen Sozialpolitik hingestellt. Dieser Saß ist ausgestellt worden zu einer Zeit, al» da» Koalitionkwesen sich erst zu entwickeln begann, und ba mag er seine volle Berechtigung gehabt haben. Aber man Hot den Saß beibcbalien. ungeachtet dessen, dos; sich da- Ko- alitionswesen zu der üppigsten Blut --nlfaltet hat, und der Satz ist zu einem toten und ft arten Dogma geworden, ouf da? ngn schwören mnß, wenn man 1 bet Gemeinde der rechtgläubigen Sozialpolilikcr gehören will. '^Hört! Hört! und Sehr wahrl) Wer wie liegen die Dinge in Wirklnstkeit? Unser ganzes Pebeu wird nein Prinzip de» ^oali. ftonögedanken« beherrscht Wo Sie htnseben. ubcraQ finden Sie Intcrcsienverbändr. nach Standet-, nach wirtschaftlicher, nach geistiger Jntercsicngemrnnsäiaft. Man könnte sagen, da5 sei eine modern« Farm der alten Herdentriebe. (Serr wahr!) .Kem ÜRenfcf) wird die guten Absichten, die Erfolge und Errungenschaf ten des KvalitionSwesenS bestreiten. Ich bin der Letzte, der daö hrt Ach habe daß schon neulich sehr deutlich auSgefubrt. Aber «♦ ist gegenwärtig bic Kehrseite der Medaille, die die Aufmerksamkeit aller Menschen auf sich zieht.
Erkennt man nicht, daß «in überstarker Koa liti on». wesen große Gefahren in sich birgt? iSebr wabr?> Ich spreche «fit davon, daß in dieser großen und vielfach trüben Flut d c r geistige In d iv i d u al' - m u « untergeben wird: ich baffe mich nur an konkrete Verhältnisse. Vorüber fiant man** Ach nenne Ihnen nur Stichwort«: Herrenftandpunkt — schwarze Listen —- Bo yk01t; da 3bg. Schock hat soeben bmzugefügt: Die wirtschaftliche abionbcrung der Vritatbfamtciu In baSieloe Kap'tek g-hört die Politi k der ohnbifaic und 21 tu ft». (Sehr richtig im Zentr. u. redjt-.) Herr Sntnbcrn xirrb vielleicht darau« ersetzen, daß ich an dieser Erscheinung gar nicht so achtlos dorübergrhe, wie er glaubt. Sind das denn nutzt
nCft Qie»rü»f, die nur auf len Boden, einet starken unbbetfe! Koalition.Sprmz'rS erwacknen? lieb nun hebert man doch von 3Q;n Senen und oewri; mit Roch^ daß man gegen diese Erschei- rurtgen einsck: 'ten wll: und in gleichem Ar em sagt man: vor -2en Din'.en. d/r: de!« «S r'di darum, ba» KoalituwSwesen von -einen Reiteln zu befreien. Ta« kann doch nur einen . 5*nr l;ab«n. rrerm mar., yie daS «Crtbing« in der Negel ge- l :'t. unter der Ateiheit der KualitionSwesen« die Schrenicn- Uns . der « ren u d d-e T'fnmacht der anderen Koalitionen her. . sSehr richtig!^ C? kemmr nicht darauf an, daß wir bte Koalitionen tu ihrem gegenfeitigen Kampfe stärken, sondern b-irum, daß wir die Koalitionen, die an sich l..-rechtet und normend g sind, darauf enweifen, sich gegerfertig u verstrlmn. gegenseit'e auch miteinander arbeiten zu lernen. 65 !anr n: cn; alle Tage Kampf geben. Zch habe den Gedanken schon bei reridbicbenen Gelegenheiten, beim ArbettSkam- ^ergcsed. bei den sch:, -irzen Listen, hier vsu den verschiedensten Beiten bcleucstet; er ist nach meiner Ueberzeuqung eine Signatur derjenigen Sozialpolitik, die wir allgemein jetzt zu verwlgen hoben. (Beifall.! Da tzabe ich m.ch über die
•ftT gen Vorwürfe de» Herrn Hoch doch sehr wundern muffen. Zeil ich neulich gefaat habe: will man einer Koalition verbieten, 'ich gegen die Angriffe einer anderen Koalition, die ihr an» Leden geht. c'J wehren — wittert Herr Hoch AuSnahmebesti m - nun gen gegen bte Sozialdemokratie. (Heiterkeit und hört! hörtl) Die Geschichte soll anscheinend zu einem Varadestück briHhnen werden. (Sehr wahr!) Da« Herr Hoch da gestern gesagt Bot. batte ich schon acht Tage vorher im .Vorwärts" gelesen. lHörtl hört! und Heiterkeit.) Und heute w'dmet der -DorwärtS" dem betreffenden Pössu» der Rede de« l-bg. Hoch eine ganz besonders fette und sensationell« Uebetschrift. ,^uc Ihre Presse mögen ja solche Märchen (die Sozialdemokraten rufen: Märchen? Kanzlerredel) — jawohl Märchen, für Ihre Proste mögen solche Märchen, an denen kein Wort wahr t st, Bedürfnis fein. (Sehr wahr!) Aber hier >n der ernsten Diskussion des Reichstage» verfangen sie nicht. (Lebhafter Beifall.)
Ich habe bei diesen Gelegenheiten wiederholt b i e segensreiche Tätigkeit der Berufsgenossen- schäften und Versicherungsanstalten au-drücklich anerkannt und ich tue das auch heute noch, obwohl Herr Hoch auch in dieser Beziehung gestern sehr scharfe Angriffe gegen mich gerichtet hat. Aber Herr Hoch mag auch in oiefer Beziehung beruhigt sein; er möge sich an seine Parteigenosten in den Kranken- kasteit an Herrn Simauowöki usw., die Arbeitersekretäre tuenden, da wird er hören, daß mir die Beschwerden über da» Beruf»- sienosteuschaflvwcsen in sehr ausführlicher Weife vorgetragen wor. den sind. (Hört! Bort! bei den Soz., Hört! hört! bei den bürgerlichen Parteien.! Aber darum, weil Beschwerden vor kommen, nun mit einem Mal die ganz« Institution als unmöglich, da« ganze Werk al» unsinnig zu bezeichnen, da» ist dock eine ganz ungeheure Uebertrcibung. Nun die schwierige Frage. Wie man in Anerkenntnis der guten Tätigkeit der De- lufsgcnoisenfchaften und der Versicherungsanstalten eine Form für die Reutenfeftsehung findet, die dem auf der anderen Seite be» gründeten Wunsch der Arbeiter, die zwar keine Beiträge für die Unfallversicherung leisten, die aber ihre Knochen zu Markte tragen, in die Tinge hineinzufetzen, gerecht werden rann. Ich will mir heute versagen, darzulegen, wie man nach gründlichen Verband! ungeu und Erwägungen mit beiden Teilen dazu gekommen »st. jetzt auseinander zu gehen; ich hoffe aber, daß wir eine Form gefunden haben, die den beiderseitigen Ansprüchen gerecht wird.
Der der Invalidenversicherung kam in Frage, ob man den bestehenden Lohuklasten eine neue hmzufügcn sollte, um dem Miticlstand eine größere Wohltat zuzulvcnden al« bisher. Gicgcn diese Aufhöhung der Lohnk lassen bestehen große versicherungstechnische Bedenken und Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität der Versicherungsanstalten. Diese Be- dcnken find Ihnen ausführlich dargelegt worden in der letzten Denkschrift zu der Frage der Privatbeamtenversicherung. Der (Meban!*. der der Statuierung neuer Lobnklasten zugrunde liegt, "t ja unter allen Umständen gesund und muß auf dem einen oder anderen Dege zum Ziele geführt werden, denn auL ich halte e« für dringend erwünscht, daß diejenigen, die mit iqrer Existenz, möchte ich einmal sagen, nicht dem Arbeiterstunde angehöre.1. aber tojrtfrfiaftlidi znm Teil sehr viel schlechter stehen, lSchc richtig?), der Wohltaten der Verjicheruna teilhaftig werden. Bei den nicht von der Land zu weifenden veriicherungstechnifchcn und finanziellen Bedenken habe tdi eS bisher nicht gewagt, in die DersicherungSordnmig diese Aussetzung neuer Lohnklasten cinzu- fügen. Dir werden un» bei der Beratung bc3 Gesetzentwurfes eingehend über dies wie über andere Fragen zu unterhalten haben.
Tiefe ganz kurz« Ucberficht — ich habe nur Einzelheiten berauSgegriffcn: ich will mich jetzt nickt mehr eingehend mit der Regelung der OrganifationSfragc, des paritätisch zu bildenden VcrsicherungtzamleS, her Entlastung bc« ReichSvecsicvcrungsamteL usw. beschäftigen — dieser kurz« Ueberblick zeigt Ihnen, einen >vie großen KreiS von sozialpolitisch wichtigen und hockbedcutsanien Aufgaben die DerficherungS- ordnung umfaßt.
IInb nun kommt bei der Invalidenversicherung noch hinzu bte Einführung der Hinterbliebenenversicheruna — nach feinen Wohltaten und nach der Belastung, die eS mit sich bringen wird, ein große-, ein neue« Beginnen. Wir werben daran zu arbeiten haben. Ich Batte «S lieber gesehen, wenn 'ck eS Ihnen später batte vorlegen können, denn ein so großes Werk bedarf einer sehr gründlichen Vorbereitung, aber schuld ist Herr Trimdorn. (Heiterkeit.) Str werden eine schwierige geschäftliche Lage herber Darüber wird sich ja der Reick»tag klar fein: mit btr Älaufd der Lex Trirnborn, daß, wenn da» Gesetz bi« zinn 1. Januar U">1O nicht zustande kommt, die Hinterbltebenen- verucherung versuchsweise clngcführt werben soll, ist nicht» zu machen. Wer werden ja das Gesetz, wenn e« borltept. auSarbeiten und verabschieden: bi» dahin werden wir Geduld haben müssen. Der schöne Traum, daß bic Gelder der Lex Trimtzorn so reichlich tmb so gleichmäßig fließen werden, baß man auf ihnen eine Hrn. wrSffcbniendcrsickerung aufbauen iami. dieser Traum wirb sich nicht erfüllen. Dir worben sie auf feste Beiträge be« Reich » zu stellen beben unter Zufckuß von Beiträgen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. «Hött! hört?! Rur noch eine Schlußbemerkung. Wenn die« Werk vom BundrSrat beraten, veröffentlicht und dem ReickStag botgclegt werden wirb, und wenn bann hier n.cht ein paar feindliche Koalitionen gegen einander ar- beiten, nicht mit Streik unb Boykott, sondern m paritätischer Arbeit bic Beratung erfolgt, dann wirb ci un» gelingen, auch bieseS Werk zustande zu bringen. (Lebhafter Beifall.)
Sbg. v. 6|erIis»K (Pole
spricht über den Sprach.mparagrevben beS Ve:e.nSgeseH«S. Richt bte Polen säen den Haß- da« grichieb: r :Inu5r tr^a deutscher $«:!c. Ueberall werden die Polen beschimpft 313 env Pole « eircm Berliner Blatte feine Verlobung anzeigte, erhielt er cme
'.r.g.'n. Unseren Kinderreichtum macht man un» sogar zum Lor- truiL (Hcüerkeit.! Jede« Volk bat feine besondere Vewhigung. (Erneute Heiterkeit.! Dir lasten ur.S au5 unseren allen 5n>- vinzen nichr verdrängen; mau bemüht sich vergeblich, ur.8 au«zu- rotien. Freilich der Kampf ,st sck^wer. Mi: allen SBafftn gehr man unS zu Leib«. Die aegen un« gerichteten Gesetze sind der Ausdruck de» widerlichsten ChauviniSmu« (Unruhe.)
Präsident Graf Stolberg:
Tal dürfen S« nicht sagen, (v. Czarlin « ki widerspricht.) Nickten Sie sich nach dem. wa» ich sage. Ihr« ganz« Red« gehört überhaupt n.ckk h erher. sondern in ten preußischen Landtag (Oho-Rufe bet den Polen.)
» EzarUaM:
Ter -akatfften-Berein spielt eine immer größere Rolle. Affe seine Wunsche werden erfüllt, fo daß man sich trürkl.ch fragen muß. wo denn bic wirkliche Regierung sitzt, in Berlm eher in Posen? ,
tog. G»lhein (Ar. Sg.):
Wenn bic Enquete über den Mittelstand wirklich veranstaltet werden sollt:, fo wirb dabei hoftcntlich auch feftgeftdl: werden, Wal der Mittelstand iit. Tarübcr -.st mar. sich neck Imgc mckt klar. 9hm zu den borliegenben Resolutionen Wir find gewiß keine Freunde der Abonnentenversicherung, zumal eS nicht immer die beste Presse ist, bic von ihr Gebrauch n;ad*:. Dir glauben aber nicht, baß t« gleich eine« (Eingreifen» der Äcse^gebun,; bedarf. Der Einführung der Derhältni«wahl in baf neue KrankenversickerunaSge-'ctz stimmen wir zu Da? die Arbcitlvor- hültniste in bet Schwereiseninbustrie aulangt. so glauben wir nid^t. bap schon alle Einzelheiten dieser Frage geklärt sind. Wir wollen erst einmal avwarten, waö bic Erhebungen be« Beirat« für Arbeiterstatistik ergeben werben. Auf bte hoher-. Unfall, unb Invalibirät»ziffern im deutschen Bergbau hatte ich bereits im Vorjahre hingewiesen. Ich batte boti c.nem Raubbau mit Menschenleben gesprochen unb schleunigst Er-> bedungen verlangt. Ter Staatssekretär batte auch bte Veranstaltung von Erhebungen zugesagt. Leider haben wir von dem Ergebnis der Erhebungen noch nicht« gehört. Ich bitte wirklich, mit diesen Erhebungen nicht zu lange zu warten. Dir haben die betrübende Tatsache zu verzeichnen, daß Deutschland bic höchste Unfallziffer im Bergbau hat. Fast bic Hälfte der Bergarbeiter werben bei un? nur .36 Jahre alr, loäbienb da« durchschnittlich« Leben-alter 41 Jahre auSnia.ht. (Hört, hört! links.) Seitdem im Bergbau der freie Aräettsvertrag besteht, ist ba« Invaliditätsalter ein viel geringeres geworden. Ich verckenne nid^t, ba§ mit der zunehmenden Tiefe der Gruben bie Arbeit-ver- hältnisie au unb siw sich schon ungünstiger werden. Aber da« er. klart nicht allein bte erschreckende Zunahme der Unfälle Zunächst müßte reichSgefetzlt.h die Arbeitszeit im Bergbau geregelt werden. Auch wer sonst ein Freund be« freien 3r- beittvertrayeS ift, darf nickt, allein für den Bergbau zur Gesetzgebung greifen, ba die Arbeitgeber eS an dem nötigen sozialen Geist fehlen lasten. Dir denken un» das fo. daß vom 1. Januar 1910 ab bte Schichteit inkl. (Ein« unb AuSfahr: höchstens noch 9, Dom 1. Januar 1911 nur noch 9 Stunden betragen darf. Die Erfahrungen, bie mau in Oesterreich mit der Herabsetzung der Schicktzeit gemacht hat. Baben alle Befurch, hingen, eS würbe bic Arbeitsleistung verringert werben, völlig zer- streut. Der Sibcrflanb ber Unternehmer ist decher unverstänblick. (Einige wären wiffil damit einverstanden, daß die eigentlichen- Kohlengewinnungdarvciter nur 8 Stunden arbeiten, aber die Förderer wollen sic länger beschäftigen, weil bi: Fördereinrichtungen einem Achtstunbenbetried nickt qeniiaen.
Aber hier hanbelt cB sich um ein reine« Unternebmerinter» esse, do« hinter dem allgemeinen sanitären Intcreffe zunickzu- stehen bat. Daß wir daneben auch em RcichSberggcsctz fordern. ist selbstverständlich. Da aber dafür bei den verbündeten Regierungen keine Geneigtheit besteht, unb weil cm ReichSberggesetz. wenn eS wirtlich kommt, umfangreiche Vorarbeiten erfordern wird, sind wir für die Einreihung der Bergarbeiter in bte Gewerbeordnung, die man durch eine Rovellc ev. zu ver- beffent hätte. Wenn die Bergleute auf dem Bergarbeitertag für die Berginvaliden da» aktive Wahlrecht gefordert haben, so acht da» doch zu weit, denn sie tragen ja zu den haften nicht mehr bei. Dagegen hätten tote keine Bedenken gegen da» passive Wahlrecht für die KnappschaftSkasten, ba c» häufig den in Arbeit stehenden Bergleuten schwer gemacht wird, ihren Standpunkt zu vertreten. Affe diese Bestimmungen sollte man nicht auf di« Arbeiter beschranken, sondern sollte sie auf die Wrubcnbcamten ausdehnen. Dir sollten von Reich« wegen Kontrolleure anstellen unb bie gesamte Berggesetzgebung in die Hand nehmen. Da» ist eine Forderung, bte alter ist al« da« Deutsche Reich. Der Reichstag wird diese Forderung erheben, solange ein Deutscher Reichstag Veste st. Die Unzufriedenheit der Bergarbeiter ist xu groß! Deshalb haben wir den dringenden Wunfck, daß die von * der Wähler dev deutschen Volke« vertretene Forderung be» Reich»bergaesetze« endlich erfüllt wird, ehe e« zu spät ift (Lebh. Beifall links.)
In einer persönlichen Bemerkung polemisiert |
2bg. Hoch (Soz.)
yegen die Au«sührungen be« Dtaat«se1retär». (Er hätte sich mft feiner Acutzcrung über bic Absichten ber Regierung, ein neue« Sozialittcngc'etz zu erlassen, nickt bloß auf bte iurofte Rede de« StaatifefrctaTi gestützt, sondern vor ollem auf bic Rede b*i Fürsten Bülow im preußischen Abacordnetenhaufc. Bart ber beuhgen Rede de« ©taatifefretär« hätte er unmöglich annehmen können, baß man ben Fürsten Bülow mit seinen Reden ntcht mehr em ft nehmen dürfe.
Präsident Graf LttlBerg:
Ick rufe ben Redner wegen dieser Acußerung gut Ordnung. Ti« totr m so weniger angebracht, al» ich ihm nur au» reiner Höfl-ck' .*.af Dori gegeben habe. (Bravo! recht». Oho! b. d. Soz.)
"Vc .Beratung: 6onr.aL'enb, 1 Uhr.
Schluß 6*4 Uhr.
50 u. 30 Big.
Ttflhrnieu.
wenn Sie MAGGI8 Wü> ze in Original-Flaschen kaufen.
„Sie haben die Garantie der Echtheit
Ortsgruppe (Sitßto des heff. Laudes Vereins für Frauenstimmrecht.
Mittwoch, beit 10. «Februar, abenb» 81/, Uhr tm Saale be- Hotel Schürt
Vortrag von Hrau Dr. Älkmann-Gottheincr, Verfchende ber CnSnruroc -Frankfurt a M des Allgemeinen Deut'ckcn ,'vaucnDercms über:
fl^rau in der Gemeinde.”4
BRAUBACH & FISCHER Fifberel, CheE Wascluptalt
Grofltc.- ucschAft dieser Branche im GrotsherioKtnm Heesen.
Gejnllndet ISO«, r Uchcr 30 Jahre ara bieftseu Platao. 'Li Flrbcrel u. Relnl<unc f. Herr. Urberzichcr. DamenmAntel etr. Eisenc Laden; Sdterswtj» TBa, TcL 627. x .Xcucdutc 4. TeL 66R.
Besonderen Vorteil bieten die grossen plombierten Originalflaschen zu Mk. 6—, aus der Sie Ihr kleines MAGGI-Fläichchen selbst wieder füllen können. Dann stellt sich das Grcmm Würze auf nur etwa /, Pfg. Achten Sie aber bitte genau darauf, dass der Plombenverschluss unversehrt ist“
Sobnijofftr. SO, Jnflitio Gieße» Bahnhofltt. 39, Iad J CUetcn» parterre
emofttblt sich zur |01(B48
SeifreibuBg non MiW» aller Arf
(flutb rwriähncr unb <old)er. woiche bei Pfändung iruchrlo»'
Chnholuog vor» ftuOfüitftcn im und ?!ueinnbe -____ . Äultuuc Bcdtngimgeo.
Vuuie Sirittaiäen. JimtaertSfoT grofe erfolge.
Mei Hustenreiz hT*'
rorrfen «enkbol Gnc VouboaS -Bonop- Paket 30 Pfg.. fofo
lindernd unb erfn<tt>cnb! Oirich Äporveko, Fronfturrer rtr. 4


