Ausgabe 
7.6.1909 Zweites Blatt
 
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Wetßbtnder Konrad K. ZU Büdiiugen, der eine monatliche Un- lallrcntc von 17,95 Mark, ferner die rcichsaefetzlicke Involioon- rente fowrc dre Veteran eiüx-ihilsc bezieht, will am 10. November 1908 einen weiteren Unfall erlitten hoben. Tie Sektion 1 der Hess. Nass. Banaewerksbernssgenoffensclwst leimte den dieser halb geltend gemachten EntscheibungSanspruch ob, do die angegebenen Beschwerden mit dein Unfall in keinem ursächlichen Zusammenhang stünden. Tasl Gericht kam auf Grund des weiter eingeholten Gui- achtens eines ärztlichen Sachverständigen zu gleicher Ansicht und verwarf deshalb die eingelegte Berufung als unbegründet.

Heinrich Sp. zu Beuern leidet infolge eines ihm am 7. Nov. 1899 zugestokenen Betriebsunfalles an Nervenentzündung ver­schiedener Nervengebiete der rechten Hand. Als Entschädigung bezog er seither eine Rente von 50 Prozent, deren Einstellung von der Sektion 3 der Südwestdeutschen Holzberussgenossenschast gemätz §§ 88, 90 G.U.B.G. beim Schiedsgericht beantragt wurde. Auf Grund eines ausführlichen Gutachtens der Tirektion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten kam das Gericht zwar zu der Ueberzeugung, daß in dem Gesamtzustande und der daraus beruhen ­den Erwerbsfähigkeit des Sp. gegenüber früher eine wesentliche Wendung zum Bestien eingetreten ist; allein es vermochte den Sp. noch nicht für völlig erwerbsfähig zu erachten. Nach Würdigung aller in Betracht kommenden Momente veranschlagte das Gericht die Erwerbsbeeinträchtigung des Sp. infolge des Unfalles aus 25 Proz. Tementsprechcnd wurde vom 1. Juni 1909 ab die Rente festgesetzt.

Tie Zahlung der lOproz. Renten des Taglöhiters Ludw. B. 511 Allendori und des Holzschneiders Heinrich Str. zu Eckortshausen wurde auf Antrag der zuständigen Berufsgeiiossenschafteit einge­stellt, da bei den Geiiannten eine im wirtschaftlichen Leben meß­bare Erwerbsbeeiiiträchtignng infolge des Unfalles nicht mehr vorliegt.

Gerrchtssaal.

_ _. ®-k. H. Wi esbad en, 5. Juni. Die diesjährigen Mai- feltipiele am Wiesbadener Hoftheater haben ein eigenartiges gericht­liches Nackppiel gezeitigt, das heute vor der Zivilkammer des Inengeii Landgerichts seinen vorläufigen Abschluß gefunden hot. Der Königl. Kammersänger Heinrich Hensel sollte bekaimtlich anlänlich der /veftnorHeilung vor dem Kaiser den Boron im LarlnngscltenWildschütz" fingen. Er teilte -jedoch dem Inten­danten des hiesigen Hoftheaters Mutzenbecher menige Tage daraus mit, daß er als Heldentenor nur erste Rollen zu singen verpslichtet sei und daher die .Uebei'nahme des Barons ablehne. Intendant V. Mutzenbecher nahm ihn darauf in eine Geldstrafe von 1000 Mk. "Nd zog diese Summe am nächsten Tage, der zugleich der Gagelag Ivar, von dem Honorar des Sängers ab. Hensel beschritt darauf, da dos Bühnenschiedsgericht nicht mehr existiert, den Weg der gerichtlichen Klage Legen die Königliche Intendantur. Das Ge- richt erklärte jedoch 'heute zur Ueberraschnng oller Beteiligten, batz der Kläger obzmveisen sei, weil das Gericht die Frage nach der Pa;sivlegiti:notion bei- Intendantur verneint habe. Die Inten­dantur als solche könne überhaupt nicht verklagt werden. Hensel, der inzwischen um seine Entlassung aus dem Verbände der Hofbühne etngciommcn ist, weil ihm die Intendantur die Annahme von §,..^^bielen als Siegfried im Londestheater in Graz und im Königlichen Theater in Antwerpen versagt hat, wird nunmehr seme Klage beim K'ammergerichl in Berlin einreichen. Er wird dabn die Klage gleich auf weitere 4000 Mark ausdehnen, die ihm durch bie Nichtgowährung eines Urlaubs für seine Gastspiele in Graz und Llutwerpcn entgangen sind.

Leipzig, 5. Ium-. Dos Reichsgericht verhandelte beute über die Revision des Kaufinonns Otto Heller, der am 29. März vom Schwurgericht des Landgerichts I Berlin wegen des art dem Rentier Heidmann begangenen Gistniordversuchs zu vrer Zähren Zuchthaus verurteilt worden war. Die Saciie wurde andas Schwurgericht zurückgewiesen, weil der als Zeuge ver- rwrnmene Heidmann nicht auf das >Necht der Zeugnisverweigerung Inngennefen inorben war. lieber die Revision des Staatsanwalts in Sachen der wegen Beihilfe zum Mordversuch mitangellagten imd im Hauptverfahren sreigesprochenen geschiedenen Ehefrau des Verletzten, ^banne Schröder, wird später verhandelt.

Petersburg, 5. Juni. In der heutigen Verhandlung des v n-^ D fc wurde dos auf fünf Jahre Zwangsarbeit lautende Urteil gegen den ehemaligen Direktor des Polizeideparte- ments, L 0 Puch i n , in Verschickung zur Ansiedlung umgeändert

Kleine Tageschronik.

Die Prämie von 300000 Mark der Preußischen Klassen lotter ie fiel mit einem Gewinne von 3000 Mark auf bie Nummer 124 681.

I" der verflossenen Nacht würbe das Mittelrheingebiet von einem schweren U n we t te r heinigesucht, bas nainenllich in der Äegenb von Opladen große Verwüstungen anrichtete. In der Nähe von Oplaben würbe ein Ichähriger junger Mann im Belle vom Blitz getroffen und getötet, sein neben ihm liegender Bruder blieb unversehrt.

Amtlicher Teil.

Kekanntniüchung.

Wegen Erbauung der Wasserleitung und Kanalisation in Watzenborn-Steinoerg ist die Kreis st raße Gieß en- Nrüningen im Ortstcil Steinberg von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und RadfahrveiTehr g c - iperrt. Ter Fuhrverkehr wird durch den alten Grüninger Keg aufrecht erhalten.

Gießen, den 5. Juni 1909.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Sangctmann,______________

An die Hebammen des Kreijes Giehcn.

Sie werden hierrnit zur Besprechung der Gründung eines Hebammenvereins

auf Freitag den 11. Juni, nachmittags 3 Uhr, in das K'reisamtsgeböubc zu Gießen lingelaben.

Gießen, den 4. Juni 1909.

Großh. Kreisgesundheitsamt Gießen.

Dr. H a b c r k 0 r n._____________

Kekanntmachung.

Wegen Vornahme von Neubefestigungsarbeiten wird die 'Näusburg von Montag dem 7. ds. Mts. an bis auf fiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrvertehr gesperrt.

Gießen, den 5. Juni 1909.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

_______I. V.: Bilo.________

Bekanntmachung.

Aus den städtischen Anlaacit vor dem F-ricdhos am Nah mlngsbcrg sollen eliua 30 kaufen Reiser

Dienstag den S. Juni, nachmittags 5 Uhr, meistbietend versteigen werben. B5/6

w Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße am Eingang zum Wchtsfenberg er Weg.

Gießen, den 4. Juni 1909.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

______________________I. V.: K eile r.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag für die Gemeinde Lich pro 1909 liegt vom Dietuötag den 8. 1. Mw. an acht Tage zur Einsicht der Beteiligten in dem GeichästSlotal des Bürgermeisters offen.

Lich, den 5. Juni 1909.

Großh. Bürgermeisterei.

Dörmer. B7/8

Das Atitomobil beS Grobherzogs von Weimar überiuhr am Samstag auf der Ettersburger Chaussee einen zwötijährigen Knaben, der s ch w e r verletzt wurde und kurze Zeit daraus ft a r b. Der Grobherzog kehrte sofort um und hotte einen weimarischeii Chirurgen herbei. Den Chauffeur des Groß- Herzogs trifft dem Vernehmen nach keine S ch u l b.

Der unter dem Verdachte des Betruges in Untersuchungshaft genommene Graf Dr. W. v. b. Gröben ist auf Antrag der Berliner Staatsanwaltschaft außer Verfolgung gesetzt wor­den, da sich die Beschuldigimg als völlig haltlos heraus­gestellt hat.

In Krakau flog am Samstag der Pulverturm in die Luft; lausende von Fensterscheiben in der Stadt sollen zer­trümmert fein. Drei Soldaten wurden getötet, viele Per­sonen verletzt. Die Zündung erfolgte durch einen Blitz.

Die 27jährige Frau des Ingenieurs Bonchez in Paris hat ihren Mann erschossen, weil er zu schön war und die Aufmerksamkeit aller Frauen erregte. Nach der Tat stellte sie sich mit ihrem Kinde der Polizei.

Der Tod des Besitzers des Kaufhauses Louvre in Paris, des Multimillionärs Chauchvrd, wird wie das Hinscheiden eines Fürsten behandett. Tie Blätter widmen dem Toten lange Artikel, in denen Hunderte von Anekdoten enthalten sind. Ter Wert der dem Staate vermachten Kun st sch ätze beträgt über 20 Millionen Fres. Ter frühere Minister Leygues soll 15 Millionen, der Chefredakteur des Figaro Cal mette 2 Mill. Fres. geerbt haben.

In Petersk> ur g wurden 13 neue Cholerafälle fest- gestellt, von denen 4 einen tätlichen Ausgang nahmen.

Moskau ist von einem gewaltigen Brande heimgesucht worden. Seit Freitag nachmittag brennt der Güterbahn- hof. Die Verluste betragen .viele Millionen.

Der 28jährige Sohn des Kreisabelsmarfchalls Skadowski in Cherson erschoß seine im Wochenbette liegende junge Gattin nach einem Streite. Skadowski, der uniängft bereits einen Arbeiter erschoß und im Jähzorn mehrere Personen durch Schüsse verwundet, dessen Vergehen aber durch den einfluß­reichen Vater vertuscht worden waren, wurde verhaftet.

In Pia een ea kam es zwischen einem Jnfanteriehaupt mann und einem Genieleuttiant nach Tätlichk ften auf der Straße Zu einem Zweikampf. Sie wurden schließlich getrennt und in Hast genommen.

Rach Meldungen aus Tiflis ist im dortigen Gefängnis eine schwere Meuterei ausg-ebrochen. Fünf zum Tobe ver­urteilte Tartaren überfielen _ die Ausseher, entrissen ihnen die Waffen und töteten int Kampfe drei Mann unb ticriuunbeten fünf aitberc schwer. Sie wurden schließlich niedergeschossen.

Markte.

fc. Frankfurt a. M., 7. Juni. (Oriq.-Telegr. be3Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 26.0026.25, Kurhessischer Alk. 26.0026.25, La Plata Alk. 26.2527.25, Kansas Alk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Alk. 19.2519.75 Gerste (Wetterauer) Mk. 19.0020.00, Franken- selber Mk. 19.002U.00, Hafer 19.5020.00, Mais Alk. 18.0000.00. Weizenmehl 0 Mk. 35.50 00.00, 1. Qualität Mk. 34 00 dis Mk. 00.0), 3. Qualität Mk. 32.0000.00, Roggenmehl 0

Mk. 27.5028.00,1.Qualität Mk. 24.5025.00, Weizeukleie Alk. 10.75 bis Alk. 11.00, Roggenkleie Mk. 11.7512.00, Maiskeime Alk. 00.00 bis Mk. 00.25, Franken, Pfälzer, Rieb Alk. 19.7520.25. Alles per 100 Kg. ab hier.

le. Frankfurt a. M., 7. Juni. (Telegr. Drtg. - Bericht des »Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt­preise. sZum Verkaufe stauben: 595 Ochsen, 106 aus Oesterreich, 49 Bullen, 0 aus Oesterreich, 748 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 450 Kälber, 205 Schafe unb Hämmel, 1606 Schweine, 0 Ziege, 00 Ziegenlämmer, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7678 Mk., 2. Qualität 6972 Mk., 3. Qualität 5862 Mk.: Bullen: 1. Qual. 6365, 2. Qual. 5860; Kühe 1. Qualität 7274 Alk., 2. Qual. 6062 Alk., 3. Qual. 4648 Mk., 4. Qual. 0000 Alk 5. Qual. 0000 Alk. Bezahlt wurden für das Psunb Schlacht- gewicht: Kälber 1. Qualität 95 bis 98 Psg., Lebendgewicht 57 58 Pfg., 2. Qualität 7686 Psg., Lebendgewicht 4550 Pfg ^chlachtgew. 6570 Pfg.; Schafe : 1. Qual. Schlachtgew. 80 bis 00 Pig., 2. Qual. 7074 Pfg. Schweine: 1. Qual. 6869 Pf., Lebendgewicht 53,5-54,0 Pf., 2. Qual. 8700 Pf., Lebendgewicht 53,000,0 Psg., 3. Qual. 6066 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstaud unbedeiitend, bet Kleinvieh (Kälber) gedrückt, bei Schafen und Schiveinen gut, kein Ueberstaud.

tzanöel mit Verkehr, Volkswirtschaft.

n Norddeutscher Llohb. Die Dampfer beförberten im Mat 1909 nach 'Jlorbantcrita 12138 Personen gegen 3925 im gleichen Monate des Vorjahres, itach La Plata 482 (194j, nach Brasilien 495 (123), zusammen 13 115, gegen 4242 im Mai 1908 unb 8277 im April 1909. Vom Januar bis Mai 1909 wurden 71225 Passagiere befördert gegen 18 822 in der gleichen Periode des Vorjahres.

Petersbtirg, 5. Juni Nach dem in derHandels- und Jndustriezeittmg" veröffentlichten S a a t c n ft a n b im europäischen Rußland vom 20. Mai (alten Stils steht der Winterroggen all­gemein kaum befriedigend und schlecht in den Gouvernements Twer unb Wladimir und befriedigend in den Gouvernements Pskow, Wologada, Koftroma, Paroslaw, Moskau, Nischni-9chwgorod, Patka, Uffa, Kaluga, Tula unb einem Teil von Mnfan, gut in ben Goilverneinents Kursk, Woronesch, Clutrkow, Poltawa, einem Teil von .Kiew und dem Nord-Kaukasus. Ter Wiittenoeizen steht gut, mittel und genügend in einzelnen Kreisen im Nordosten des Weichselgebietes und den ba 1tischeirPr0vinzen, gut in den Gouverne­ments Kursk unb Nord-Kaukasus unb zum Teil in Charkow tmb Jekaterinoslaw. Tas Sommergetteide steht gut, mittelgut in ben Gouvernements Kiew, Poltawa, Kursk, einem Teil von Charkow, Tambow, Pensa, im nördlichen Teile von Samara, im südlichen Teile von Saratow unb einem Teil des Nord-Kaukasus unb be- friebigenb in einzelnen kleinen Gebieten verschiebener Bezirke.

Spielplan der vereinigten frankfurter 5tadttheater.

(Opernhaus.

Montag ben 7. Juni geschlossen. Dienstag den 8. Juni, abends

7 Uhr:Der Wildschütz."

Schauspielhaus.

Montag den 7. Juni, abends 7 Uhr:Der Bund der Jugend."

Dienstag den 8. Juni, abends 7 Uhr:Herodes und Mariämne."

Gießener Wetterdienst.

Voransfichtliche Witterung für Heften am Dienstag dem 8. Juni: Meist heiler und trocken, etwas wärmer. Veränderliche Winde.

Griginal-Vrahtmeldungen.

München, 7. Juni. DerBayr. Kur." meldet: Der Tom-Tekan Bettingcr aus Speyer ist zum Erzbischof von Münchcn-Freysing ernannt morden. Der neue Erz­bischof steht im 59. Lebensjahre. Er studierte in Innsbruck und Würzburg, wurde 1895 als Dompfarrcr an das Dom­kapitel Speyer berufen und ist im Januar b. I. zum Tom- Dekan ernannt worden. Er ist der Sohn eines Schmiedes aus Landstuhl in der Pfalz.

Paris, 7. Juni.Petit Parisien" schreibt: Die Er­nennung Bompards zum französischen Botschafter in Konstantinopel unb diejenige Tscharikows zum russi­schen Botschafter ist nicht zufällig erfolgt. Vielmehr ist dte Ernennung dieser beiden Diplomaten auf G-runb einer Verständigung zwischen der französischen und der russischen Regierung erfolgt, die eine gemeinsame Polittk in der Türkei anbahnt.

Paris, 7. Juni.Mattn" meldet aus Cadiz: Dortige Blätter fassen die Kon^zentrierung eines französischen Ge- schwa.ders von 17 Schiffen in den spanischen (Hewässern als eine Demonstration auf, die an der nrarokkanischen Küste zur Unterstützung der spanischen Mtion stattsinden soll.

L 0 n d 0 n , 7. Juni. Nach einer Meldung desMvrning Leader" aus Madrid soll die spanische Regierung beabsich­tigen, zu D em 0 n str a t i 0 n s z w e ck e n zwe i Br i ga b e u nach Marokko zu senden, eine nach Melilla, die andere nach Ceuta. 1700 Maultiere zum Transport der Artillerie sollen bereits angeworben worden fein. Die Demonstration be­steckt, den Sultan für die spanischen Forderungen gefügiger zu machen. Wie verlautet, beabsichtigt König Alfons, die Mrtglieder der marokkanischen Sonbergesandtschaft nicht eher zu empfangen, bis Muley Hafib seine Haltung geändert hat.

London, 7. Juni. Für das Marineministerium wird ein lenkbares Luftschiff gebaut, über dessen Kon- ftruftion strenges Geheimnis bewahrt wird. DieTimes" spricht die Hoffnung aus, daß das Luftschiff nach dem ,karren System konstruiert sei, da jeder andere Typ infolge ber Windstärke an ber Küste unbrauchbar sei. Das Blatt verweist auf bie französischen halb starren Luftschiffe, die sich als unzweckmäßig enoiesen hätten.

. Wenn m jetziger Jahreszeit die Kleinen durch das Herum- fmelen und sitzen aus der nasftälten Erde unter Erkältungen, _____ gCBC , man ihnen Mtle * Kiiidermebl, welches tu wichen Fallen eine unübertreffliche SXÄIÄ? ,auftr- »E-irc k°s'°n,re, durch

!n ,cöer deitedigen Schriftart und «ans».

ViiiliöilCIl Lorle-' !oroic mit Zirkeln aller studentische»

I Vereinigungen, liefert;u mäßigen preise»

öröhl'sche Universitäts-Sruckerei. Schulstrahe 7

Ocffentttche Aufforderung.

Betreffend das Berdingungswesen, hier die Vergebung der Nnterhattungsarbeiten in staatlichen Gebäuden für den Baubezirk I Gießen - S t a d t.

In Gemäßheit der Ziffer 2 des Amtsblatts Nr. 32 Großh. Ministeriums der Finanzen, Abteiltlng für Bauwesen, vom 10. September 1902 in obigem Betreff werden hiermit die Handwerker der verschiedenen Handwerkszweige eingeladen, sich zur Beteiligung bei Ausführung der Unterhaltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden zu melden. Es handelt sich hierbei um solche Arbeiten und Lieferungen, für welche mit Rücksicht auf den Kostenbetrag die freihändige Vergebung zulässig ist. Die Vergebung erfolgt nach Einlauf der Meldungen unter Einhaltung des hierzu neu eingeführten Verfahrens zu festen Preisen nach Maßgabe ber nach Benehmen mit Vertretern des Handwerks atntlich festgestellten Preisverzeichnisse, und zwar nach einzelnen Gebäudelosen.

Formulare für die Meldung werden von uns kostenlos auf Ersuchen der Bewerber abgegeben.

Die Bedingung für die Bewerbung um die Unter­haltungsarbeiten in staatlichen Gebäuden und für bie lieber- nähme dieser Arbeiten, ein Verzeichnis ber Gebäude der laufenden Unterhaltung unseres Amtsbezirks mit ihrer Ein­teilung in Gebäudelose, bie Preisverzeichnisse nebst den diesen bei­gegebenen besonderen technischen Ausführungsbedingungen, sowie die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung der Unterhaltungsarbeiten liegen von heute an bei uns während der Dienslstunden zur Einsicht offen.

Die Meldungen müssen bis zum 15. Juni 1909 ein- gereicht sein. Den Bewerbern bleibt es anheimgestellt, zu welchen Losen sie sich melden ,vollen. Eine Eröffnung der Meldungen in Gegenwart der Bewerber findet nicht statt.

Nach Prüfung der Meldungen wird unter Mitwirkung einiger bei ber Aufstellung der Preisverzeichnisse tätig ge­wesenen Vertrauensmänner eine Auslosiing uorgenonnnen, welche die Reihenfolge feststellt, wonach bie Vergebung der betreffenden Gebäudelose an die Bewerber in den einzelnen Etatsjahren zu erfolgen hat. Diese Reihenfolge wird den Bewerbern bei der Zuschlagscrteilung mitgeteilt werben.

Gießen, den 4. Juni 1909. ^7

Großh. Hochbauamt Gießen.

Becker.

Slrofbörf, ben 31. Mai 1909.

Gest. Offerten wollen mir bis zum 12. Juni spätestens 12 Uhr mittags ctngercidjt werben. v

Prima Kognak

Spezialmarke, garantiert franz. Berickiutt, ärztlich emuroblen, per Lnertlasche 2 Mk, ist ber immv werteste unb beliebt wegen fehle* vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognak--» unter Orlgmalverschluß als bie beuen, welche der Markt bringt. 1394| E. Dort, Walltorstr. 45.

Photogr. VeFgrößep.,Reproduklion Hiaposilive für Projektion und FensHilto

^-L"v-Drucken,Strichzeichnung. all.Grotz.E.Gottlg,Ltebigstt.971II

Der Bürgermeister. ___ Braun.

Zwei fette Ochsen

iBiillen) der Gemeinde Lich gehörig sollen im Submissionswege ver- säääsääB Uh., w° auch

Lich, den 5. Juni 1909.

Großh. Bürgermeisterei

__Dör m e r.

Bekanntmachung.

Der Ausbau des DreihäuserioegeS, sowie beS^HeinewegeL i» Wißmar, zmammen veranschlagt zu 4200 Mk., soll vergeben werben. Kostenamchlage liegen aut meinem Bureau offen.

1C) ®ef(. Cnerten erbitte ich bis zum 12. Juni er. spätestens

12 Uhr mittags mir emzuretchen. r2/

Krofborf, den 31. Mai 1909. 6

Der Bürgermeister.

__________________________B rau n._________

Arbeitsvergebnng.

cTnCS SB09C,!

X« .Mittwoch den 16. Juni d.., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werben:

II Erb' unb Maurerarbeiten

21 Sieinhauerarbeiten: ai Sanbsteinarbeiten

. , nr r . , bl Lungsteiuarbeiten.

. Zeichnungen, Arbeitsbeichreibung unb Bedingungen liegen uns zur Emncht onen. Angebote nut Vordruck, ber bafelbft c " haltlich^ft^bw,zum^genannten Zeitpunkt an uns einzureichen.

Gießen, den 4. Juni 1909. ßS/

Städtisches Hochbauamt.

G erbe!.

Bekanntmachung.

. Die Lieferung von 5150 edm Rinnenpflasterstsinc III. Sorte aus feubeuandlgem Basalt (Höhe 13-14 cm) für Gemeinde Wißmar habe ich zu vergeben. u