Ausgabe 
8.1.1909 Zweites Blatt
 
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Mädchen Anna Heil aus Wiesen m der Frauenklinik mit

haben den

iNcapcL# tragt

tu Den Armen.

ui Oie XWÜnuücr.

inc {rcöOai ^iniCiULA, bu: Hilst:

bet unbedingt int Nachteil, und wenn wir muh zu einem noch so gut geleiteten Kindergarten unsere Zuflucht nehmen, das Familienleben, das die Rednerin als das wichtigste hinstellte, ist doch damit schon zerrissen. Und die beste Erzieherin kann die Mutter nicht ersetzen, sie wird Zu- und Abneigung haben, wird verallgemeinern unb schema­tisieren. Wenn die Rednerin ausführte, daß die Kinder der Tarnen aus der Gesellschaft großenteils noch viel übler daran seien, so ist dagegen zu halten, daß das von nie­manden als wünschenswert oder auch nur entschuldbar an-

rnilienlebens verwirklicht werden können.

Beruf und Mutterschaft lassen sich vereinen, toenn be­sonders günstige Verhältnisse vorliegen, aber dabei ist es nur dann ohne Einbuße für das Familienleben möglich, wenn es ein besonderer Beruf ist, der sich unter genauer Anpassung an die Familie betätigt. Darüber kann aber jedesmal mir der betroffene Teil, nie aber die Allgemein­heit, entscheiden. Neues zur Sache, die jedenfalls auch in dem demnächst statt findenden Vortrag von Frl. Helene

-Stöcker gestreift werden wird, hat Frau Fürth nicht gebracht. Rechtsanwalt Dr. Spohr dagegen brachte eine Menge von Gesichtspunkten über Frauenerziehung

kam in die Klinik nach Gießen.

? Ulrichstein, 7. Ian. DaS nun seit acht Tagen währende Glatteis ist hier so gefährlich, daß die Post nicht zu dem an einer steil abfallenden Stelle der Straße befind­lichen Postanite fahren kann, sondern schon vorher halten und ihre Sachen ausleeren muß.

W Darmstadt, 7. Ian. Heute nachmittag fand hier eine Versammlung der Besitzer kleinerer und mitt­lerer Brauereien des Großherzogtums Hessen statt, um

irrig. Tie Justizbehörde hat nämlich nur angeordnet, daß an "dem Grcßherzoglichen Amtsgericht rn Darmstadt und Mainz die Dornrundschaflsrichter: AnttSgerichtsrat Müller- Tarnisiadt und OberamtStichter Neunhöfer-Mainz die Girat, lachen gegen Jugendliche, d. h. gegen die, die znr Zeit der Vornahme der gerichtlichen Handlung daS 18. LebcnSiabr nach nicht vollendet haben, bearbeiten, JugendgerichtShöfe ä, la Frankfurt a. M. werden vorläufig im Großherzogtum

nicht eingerichtet.

* Dic hessische ArrwaltSkaurmer wich fick dem nächst nnt der Dis-iplinaruntersuchung gegen den hiesigen Rechts omutilt Elsoffer wegen Gebührenüberhebung und Einlassens mU Agenten behufs Zuweisung von Poozcssen zu bcfdrästigen haben.

-Klndesmord? Am 6. L2JU5. erschien daS Dienst.

" Nieder-Ohmen, 7. Ion. Durch daS zur Zeit hier überall herrschende Glatteis erlitt gestern der Knecht eines hiesigen Mühlenlresitzers einen sehr een ft en Unfall. Er stürzte vom Wagen und brach auf der hart gefrorenen Straße mehrere Nippen und das eine Bein. Der Verunglückte

Düs Erdbeben in SüüitaUen.

Nach der Verwüstung.

Palermo weiß nicht mehr, wir cs o.t eintrefstnSen vei> letzten Flüchtlinge uuterbringen soll. Sämtliä« Schuten sind in Hospitaicr venumbelt und du stäotstchc Behörde btltet ut dringen­der Weise die Bevölkerung, weitere o-iud^umge m ihre Häuser auiounebmen. Auf allen osientlichen (i^ebduben Italiens weht die Flagge halbmast. lieber all wird (Äeld gesammelt. Die

Bauassessoren. S. K. H. der Groß Herzog! fahren beantragt.

gesehen wird, daß Frau Fürth den Kindergarten aber gewissermaßen als Ideal hinstellte, und damit ihrer An­sicht von Beruf und Mutterschaft einen heftigen Stoß versetzte. Daß beides vereinbar ist, wird niemand bc* ----------- a

streiten, daß dazu aber viel, viel mehr ganz besondercrrer Leiche eines neugeborenen Kindes und ersuchte um Uns- Verhältnisse berücksichtigt werden müssen, anstatt in nähme. Tie Feststellungen ergaben, daß die Hell, die hier Bausch und Bogen zu verallgemeinern, das dürfte ebenso bedienstet war, bereits in der Nacht vom 4, auf den 6. l. M. unbestreitbar sein. Aber das ist eine Sache der Zukunft, geboren, die Geburt aber verheimlichte und vorerst ihre Arben nicht der Gegertwart, denn wir müssen noch viel Vorur- ruhig weiter versah, biS sie bann gezwungen war, ärztliche

teile und Schädigungen auS dem Weg räumen bis totr ollfe zu suchen. Tie Sektion der Kindesleiche ergab, daß das

alles bis zum letzten Erreichbaren durchgesetzt haben. UnL stmd gelebt hat, und muß die emgclettete Untersuchung ergeben,

wo sind die Berufe, die es der Frau nach einer Reihe ob KindeSmord oder fahrläiüge Tötung oorliegL

von Jahren, während der sie sich der Erziehung ü)rcr Er simuliert. Wie wir hören, spielt der Lust- Kutder gewidmet hat, glatt ermöglichen, ihre vollen Fähig- mürber Reif im GefäugmS seit gestern den wilden Mann, leiten auszunutzen? Wenn Frau Fürth in der sich an-* Ter Ballon »Schlesien*.. Wie und auf das schließenden Diskussion, an der sich Dr. Spohr u. A. ergangene Ersuchen hin mitgetellt wird, überflog am 30. Dez lebhaft beteiligten, auch sagte, daß esgewisse Berufe gibt",Lin Ballon morgend gegen 9 Uhr Beltershain bei Grün- so ist damit gar nichts gesagt. Es gibt noch viel mehr berg. Dort ist auch auf einem Scheuerdach der Name

Berufe, in denen es nicht möglich ist, ganz abgesehen da- P. Hartmann mit Ziegeln eingelegt. Von Beuern wird

von, daß sich die inzwischen eingeschobenen jungen Kräfte uns mitgetellt, daß dort am gleichen Tage ein Ballon südlich

nicht so einfach verdrängen lassen. Es kommen dabei bes Ortes gesichtet wurde.

höchstens Kompro^Mißgeburten heraus, denn unter Um- Saasen, 7. Jam Ein neues Gruppenwa sser- Mank' fernen «L b"e Äff t Ä W» Im k

Wohnsitz w-chs-ln nntn Wba» SetWta» in btn harten was^r-

Künstlerehen und bei unseren Seeleuten, wo Mann und ^tftehen, und man hofft, sie bis zum Sommer fertig Frau Wochen- und monatelang getrennt sind, wird nie-' |tc[[eiL __ An hiesiger Landwirt stürzte so unglücklich mcmd als besonders wünschenswert bezeichnen können. Wir Jjc Treppe herunter, so daß er eine schwere Gehirnerschütte- müssen uns also den Verhältnissen bequemen, nicht ans | L-ung davontrug. Rückständigkeit, sondern deshalb, weil wir nicht Utopien nachlaufen wollen, die für die große Allgemeinhett nur unter Aufgabe des von Frau Fürth so gepriesenen Fa-

oarndjm CkftUjdjait von Neapel hat .Hundert, jch Älow i<<n- den ül.mxi^rt Dll Verletzten Aiir Vcrstüiung neft-ll

Rechtspflege für Jugendliche. Tie vor einigen Tagen durch die TageSpresie gegangene Nachricht, das hefstfche Ministerium der Justiz habe durch Rimdschrciben sämtlichen Justizbehörde ii b. Iiuteilung zugegen lassen, daß 'vom 1. Januar d. I. ab bii den Amts.^erichten bc: Grou- sherzogtums Jugendgerichtshofe in Funttton ucun werden, qt

fcaben, durch das Volksgewüdl schreiten, entblößen sich de Häupter m Anerkennung der großarngen Verdienste dieser Leute. Man hat die Hoffmuig aufgegeben, die noch Ürner den Trümmern Liegenden zu reiten, und wendet die gante Sorge den Verwundeten zu. Es ist ein eigentümlicher Zufall, daß einige der gewaltigen Auswanderer schiffe, dic den lleberichuß der Bevölkerung Ealabriens und 'Siziliens in alle Welt zu bringen wiegten, recht­zeitig ur Stelle waren, um jetzt die Neste der Brrwlkcrung nach benachbarten Städten überzufuhren. Diese Schinc iinb zum Glück mit reichlichen Lebensmitielvorräien versehen uud können die Ftüchtlingc Lenge genug an Bord behalten. Ihre Hilfe kann tbcr nur den Städten Messina unb Reggio zustatten lommcn.

3ablrcid\' kleinere Städte unb Dörfer int Jnlande sehen ihrem Verhängnis entgegen. In der llmgcgenb von Reggio allein liegen stebentauiend Tote in den Dörfern. Jede Nachricht, die aus diesen Crtcn kommt, entbäü die einzige Bitte:Sendet Brot!" Das Volk crfcnnt dankbar die Bemühungen der Regie­rung an. Es steht in feiner Hilfswilligkcrt nicht zurück hinter dem Herricher paare unb den Muiisterii. Taufende von Betten sind zur Verfügung gestellt, um bei dem Rettungswerke zu helfen. Kurz, ganz Italien zeigt fick bereit, das Rlögllcke zu eilten. Professoren sind, von zahlreichen Studenten. begleitet, in das Erdbebengebiet abgereift xae Presse erkennt dankbar an, daß die ganze Welt bemüht ist. dem Elend abzuhelfen und erklärt, daß dieser Dienst der Humanität von Italien niemals vergessen werde. Dampfer, dic in bie Nähe von Messina ge­langen, werden immer noch umringt von kleinen Booten, baren halbnackte Insassen um Brot und beider betteln. In Reggio füllen zwanzigtaufend Menschen ums Sehen gekommen fein. Als Der König die Trümmer der Stadt fa h, verlor er oollständig die Selbstbeherrschung und weinte bitterlich. Der Bischof von Maletto berichtete dem Papste, daß Palmi mit allen Orten in der Umgebung zerstört fei. Die herbeigeeilten Helfer befänden sich in derselben Rot unc die Opfer Der Katastrophe.

Aus den Trümmern von Messina

Ter Berliner Korrespondent desGiornale d'Jtalia" Eaba- l'iiw, ein geborener Sizilianer, gibt eine erfd>üttcnibc Schilderung seiner Eindrücke aus Messina. Aus dem Ruinenhügel tagt ganz unversehrt einzig unb allein die Hceptunstatue, die wie hüdunch auf all das Elend herabschaut, hervor. Reben her Statue liegen wunderte von Menschen, die allen Unbilden der Witterung aus­gesetzt sind und unerbittlich der Lungenentzündung zum Opfer lallen. Zwischen den Sterbenden und Toten spielen Kinder, die bald herumwllen und lachen und bald in bitteres Weinen ausbrechen. Vor dem Rathaus sand l£abafino einen weißhaarigen Portier, der mitten int Regen stand unb wartete. Daß man ihm die Schlüssel bringe, um das Gittertor des zei- lallenen Gebäudes abzuscyließen. Der Greis war vcrtücki gi - lvorden. Die -yklopisll)cn Monolithfäulen des Domes sind zei l'wchcn, als wären sie Gbps: die gotischen Portale, die zavl' Kapellen, der Hochaltar mit feinen l^rrlidcre Bronzen fowic bei wundervolle Chor, alles, alles ist unter dem Schutt ver fchwundcn unb wohl für immer bal)ur. 2ic Einwohner sind so bizarr gekleidet wie Die armen Krieger derGrande Armee" 1812. Ein alter Mann trägt auf bem zwpfe ein Artilleriekäppi, ist in einen Frauenschal gehüllt unb stützt sich auf einen '.Upen' stock. Ein junger Mensch trägt einen cingebrüdten Zylinderhut unb einen wertvollen Damcnpelz; bie Beine sinb mit einer Federbva unvvickelt. Eine Frau hat eine Karabinieruniform an, eilte andere, die im Hemde ist, drückt ein Huhn, ihr einziaeS Besitztum, zärtlich ans Herz. Biele Frauen tragen Vogel lange in den Händen. Alle sind von oben bis unten mit Schmur» unb Blut bedeckt; man glaubt, in ein Irrenhaus versetzt zu fein

Die Erzählung eines geretteten Deutsche w

Einer der bei der Katastrophe in Maffina geretteten Deulscheu. Karl Müller au5 Rottweil, ist jetzt in der Heimat eingc- tvosfcn. Er war mit 500 anderen Deutschen auf dem Lloyb- DampferTherapia" unentgeltlich nach 'Neapel gcbradM worden. Die Deutschen glaubten dort von dem bcutidien Konsular Unter­stützung erwarten zu dürfen, um so die Heimat erreichen zu können. Der Konsul erklärte sich jcöod) nur bereit, att bie An­gehörigen der Geretteten weaen telegraphi'cker Uchcrfenbung von Gelb zu depeschieren. Müller unb versd)iedene anocrc Deunche, Die ebenso wie er vollständig mittellos ut Neapel ctugetiüfreu waren, waren natürlich von dem geringen Entgegenkommen de^ Deutschen -lonfulats in Neapel nicht wenig befremdet Sie mußten tagelang aus Geld aus Der Heimat warten, unb ihre Heimreise war schließlich nur durch die Freundlichkeit eines Herrn Arons ans Charlotlenburg möglich, der ihnen die nötigen Mittel zur Verfügung stellte.

Nom, 8.Jan. Gestern mittag haben wieder heftige Erd- stoße in Reggio fiattgefunbcn. Tie Bevölkerung ergriff die Flucht In P a l m i ereigneten sich cbetuaüö heftige Erd- ft ö fe e. Viele noch stehende Mauern unb der noch stehende Dom stürzten ein.

Bauasiessor Bauinjpektor Wilhelm THaler zu! )( Ma r b u r g , 7. Jan. Die Marburger Luftbahn

Darmstadt auf fein Nachfuchen au6 dem Staatsdienst ent-IGesellscha ft hat jetzt, um festzustellen, ob die Versuchs- lassen und den Regterungsbaumeister Karl Schön aus sttecke hier in Ptarburg gebaut werden kann, eine Liste Oppenheim o. Rh. zum Bauassessor unter Verleihung des Zur Zeichnung von Anteilen von 1000 ^k. auswärts aus- -I- unb iNonge» eine« SaumfpettorS ernannt. lc9c la'ten T.e Model e .oeroen, tagtaglul, von hefigen

Atiff?.«.. c. ti- a kl.» und auswärtigen Jnterelientcn bqidnigL Die Mutter

. _ Obe11e l)rcu ö. K. H. der^G rotz h erz og haben Astern hier in eineni .>>ausslur ausgesetztenSäug« den Oberlehrer an dem Gymnasium ^nbencianiim zu -an* (ing» ist bereits ermittelt Es handelt sich um ein früher bnd) Herrn. Sandmann zum Oberlehrer an der Viktoria- h^r bedienstetes Mädchen, das seinen einstmaligen Ge- schulc und dein Lehrerinnenseminar zu Tacuisiadt ernannt. liebten, einen Studenten, an seine Pslickit erinnern wollte.

"Drahtlose Telegraphie. Augenblicklich ist bei »* Kleine Mitn i. nngen . s Helfen und den uns in Gießen ein Kommando des Telegraphen-BataillonS Nachbarstaaten. In D a m b a ch ist der Rechner bet Spar, tttr. 1 aus Berlin eingelrvfsen und hat auf bem vorderen und Tarlehuslasie Jak. Schmidt gestorben. Der Großherzog Teildes Triebs eine Station für drahtloseTe-Ihat geuehnugt daß die katholifche ReligionSgemelnbe legraphie ausqerichlet Die Slniion blciot bis zum Zwingenberg, unter Zuteilung der Katholiken von Auerbach, 1L d. Mts. bestehen. Ihr Zweck ist, eine drahtlose Ver- einer leldstandigen KirchengemeiuDe erhoben wurde.^Bürger- bindung mit bet Funkenstalion in Straßburg LS. ber- ,nc,l,re ""6 ^"»"^«bfleorbne.er eeuBfelber in Bull et. mftcllen Von hier a I dtain n a hnÄ m un unnn h.-m vorn beging gelte IN fein 2^iahriges Jubiläum als Gemembe- i 1 Kom.uando gU btm obevl)(U1pL Kreitzrot A<aUau ubeiteidiic Dem Jubilar das Ruter-

jclbLn Zntck» nach .n.. ujuil Vor dem Bene.en bie fieu} zweiter Klasse des Berdieniurrdens Philipps des Grog- dur chciu Lau aogeiperrten Geländes wird gewarnt, da müuaen.

in ihm Drähte veru.i en, die mit hochgefpaiinier Eleltrizität iZsladen sind. Für die Offiziere u.ib Unteroffiziere des Regiments wird morgen mittag durch den Leiter der Sialion, Hauptmann Dtullcr von ber < . dx 2?i. : m.j ber Verkehrs truppen, eine praktische lütteaveifung a i der Sraiion statt' Nn den.

Für Messina-Reggio

sind eingegangen:

Bei ber Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale Gießen: Pro^. Riax 2. Schack Mk. 10., Kommerzienral S. Heichelheim 200., Geh. L'tedizuialrat Pros. Tr. BofüuS 10., 9L N. 10., Elisabeth Zobel L, Bankdirektor Heichelheim öO., 9L N. 10., Frau Rob. Haas Witwe 5., K Ähngelhöfer und Heldert Witwe 3., Hch. Tetbel, Lollar, 20., Hch. Hettter 10.. BiS jetzt euigcgangen: Mk. 330..

Bet ber Bank für Handel unb Industrie, Nieder­las f u n g Gießen: Rentner H. Adami Mk. 60., 9L 9L 5., Lull öO., Tlenstags-Gejellfchaft im Ealö Ebel 10.. BiS jetzt emgegangen: Mk. 115..

Sind die Frauen anspruchsvoller als die Männer' lieber dieses Thema hat der ,B. L.-'A.- eine Rundfrage veranstaltet und darauf u. a. folgende Antworten erhalten:

Earry Brachvogel: In allen materiellen Dingen ist der Dtann viel anspruchsvoller; unendlich bescheidener als wir, sobald eS sich um daS andere Geschlecht handelt. Wenn man die LtebeS- und Ehegenossinnen betrachtet, mit betten er sich (von Ausnahmen abgesehen) seit Jahrhunbetteu begnügt hat, möchte man meinen über seine Anspruchslosig­keit. . . . Unb er ist seinen überaus bescheidenen Idealen bifl zur Stunde Lieu geblieben I Er gerät immer noch in Der- zückung, wenn er zwei Frauenbeme in rosa Trikot sieht, unb träumt immer noch davon, eine gute Köchin zu heiraten, bie auS guter Familie ist. Gelb hat, Klavier spielt und senti­mental sein kann. Wir Frauen haben an den Mann unserer Wahl stets viel größere Ansprüche gestellt unb sanken zu der ergreifenden Bescheidenheit der Trikots und beS KochnweauS nur in AuSnahmefällen herab.

Frau Liaria Konrad-Ramlo, Münchener Hof- fchaujpielerin: Ich bin der Meinung, daß das Weib ber unvergleichlich anspruchsloiere Teil ist, denn sonst hätte in Der Mehrzahl der Fälle kein Dtann eine Partnerin zu regel­rechter Ehe gefunden und die Henfchaft des starken Geschlechts hätte sich nicht so ungeniert m Staat unb Kirche etablieren können. Nur bic absolute Anspruchslosigkeit des Weibes konnte sich bis auf den heutigen Tag ein Wort wie das des Apostets Pauliis gefallen lassen: »Das Weib schweige in der Gemeinde.* Es ist eine Art von auSgleichender Gerechtig­keit, wenn das Werb durch Exzesse auf anderen Gebieten wie >er Mode unb Liebe seine Anspruchslosigkeit tvettzuinochen fucht.

*2)ocnc Guild crt: Zu» Aufwaudiuachetl wetteifert die Frau nicht nut bem Maunc, jandern um bei Frau.

Stellung der geplanten Drausteuererhöhung zu nehmen. _____v_ ____ - , , . - . Es wurde eine Resolution angenommen, in der bic genannten vor, bie lebhaftes Interesse verdienen. Im übrigen sind Brauereibefitzer entmutig Protest gegen die Regierungsvorlage wir gern bereit, Aeußerungen unserer Leser $u hören

Wter Umstünden zu verofsenlltchen. | irobuite. die Steigerung der Löhne, ferner der allgemeine wirt-

Karl Neurath. I,^ftliche Rückgang IjJtlen die Lemercn und mittleren Brauereien «- .-.ur..'.'11 "_r-'J,"-- |ri,uex gesdiäbigt utw einen steten Rückgang' der Rentabllität

21U» Stadt unö itanH. | de> früher blühenden Braugewerbcs zur Fvläe gehabt. Die Ab-

G ienc n 8 Xanuar 1909. I wälzung der bem Braugewerbe auferlegten Lasten auf bic Kvn- - für Orpuaa ' 6 ^an.' Stadt» smnenten lasse fid) nur schlvcr durchführen. Wenn bie Erhöhung bei

94nhn Muriel Br au steuer wirklich befästossen werde, würde die Steuer die von

rheater.John Gabriel Vorkmami. l 3lcfli£cunfl in Aussicht gestellten Sätze nicht erreichen, da das

, . , , , gefamte Braugewerbe und ein großer Teil ber einheimischen Land-

** Vom Großheizo glichen Hofe. KK. HH. I wirtschaft dadurch empfindlich gcfdjäbigt werde, schließlich spricht ter Groß Herzog und bic G r t ß h e r z o g t n habe.! zum I sich Rcfolulion gegen eine)ntingentierung des Braugewerbes Besten der burdi die Erdbeben in 3iibItalien Geschä-I a^.

bigten den Betrag von 1500 Mark gespendet. Am Mitt- RB. Darmstadt. 7. Jan. Die Stadtverorbneten" woch folgte nach'derD'irmsr 3tg." bas Großherzogspaar Versammlung beschloß in ihrer heut nachmittag abgelraltenen einer ©ittoDung sunt Mittagessen bei Herrn Lberst3-reilj. Sißung, ;um Mea bet »etuBäludten tn «ubiUltc» whf 1 ° den Betrag von 5OO Mark zu bewllligen. Bor Eintritt in die ^ages-

v. yeui- mw-ACa-, lorcnung gab iöeigcorbneter (rtfert eine (Bdiilberung über bic ©-

LandeSuntversitat. S. K. H. der G r h c cz o Üvc^gifluna bei der Familie Dörner in der ^öngesbomgaffe; haben den ordentlichen Professor m ber phlloiophstchen ^a- außer dem geltorbencn zehnjährigen Kimben find alle Mitglieber tultät dec Lanbcsuniversität Dr. Felix Rach fahl in (Siegen Der Familie wieder soweit hergestellt, daß sie heute aus dem auf fein 'Jkidjfuäben mit Wirkung vom 1. April 1909 ab Krankenhaus enUassen werben IbnntaL. 2>ieJlofnrt anseMte b Untersuchung hat ergeben, datz die Idadtuchc Gasanstaltsdireüwn

aus bem etaQiStnenfrc cntlaficn. (einerlct S&lb trifft

L-t. Landes.Unlvart.tat Tr. pH» Stegfrred x Qffcnbach a. M.. 7. Jan. Die St-div-rard. an dkm hretrgcn Zo^ogifchcn Jm.ltut, Versammlung bewilligte heute für die Opser der ; MSrafcB rr >!»«»?--a- r t 9. Januar, um 12 Uhr in ber kleinen Aula feine Probe- Mark. Em vom Stadto. Kramer gesiellter Antrag, bas Vorlesung überTas biogenetische Grundgesetz" halten. Fronleichnamsfest in Offenbach als gesetzlichen Feiertag §n Audienz empfangen wurden von Sr. Kgl. un Sinne der Gewerbeordnung einzuführen, wurde abge* Hoh. bem Großherzog am Mittwoch u. a. Kreisamtmann lehnt. Die Bürgermeisterei Offenbach hat gegen den Ober» Emmerling von Alsfeld, Hofjunker Freiherr Schenck zu Buchhalter Adolf Grebe, früher an der Stadtkaffe, und Sch Weinsberg von Gicßcn uud RechnungSrat Kissel von gegen den Buchhalter Engelbrecht Damme! wegen schwerer Bad ^iauhelin. ITtenstwldrigkelten laut ^Kll Pr.^ daS Disziplinar-Ver»