Ausgabe 
5.11.1909 Erstes Blatt
 
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itönftm rntT/.cH er f(d, -' .N jfh'mrtumg Nach fcerfü *. quttfl be$ Ergebnisses fand eine große Kundgebung der Liberalen ftatt, die Premicrmimsker ASguith und Lloyd <öeorge enthufiastqch feierten und fie zur Beendigung des langen Kampfes beglückwünschte

Ein neuer vahnhos der Anatolischen Eisenbahn.

Konstantinopel, 4 Nov Sxute nachmittag ranL in Gegenwart des deutschen Botsckxisters und zahlreicher anderer Mitglieder des diploniatifchen KorpS und unter starker Beteiligung der Spi^en der deutschen, französischen und englischen Kolonien bic feierliche (rröfsnuna des Bahnhofsgebäude- ocr Anatolischen Eisenbahn ir Hai darpaj cha statt. Türlischerseits wohnten der F.rel der Minister des Innern, der ,'inan^. Justiz und Arbeits­minister und zahlreickze höhere Cifiyere und Würdenträger bei. Im Namen der Bahngesellfännt sprachen der Direktor der deutschen Darrf, v Givinner, und Direktor Kautz: namens der hirfiidyeti Regierung sprach der Aibeitsminister, der in längerer Rede die Bedeutung des Unternehmens für die wirtschaftliche und politische Entwicklung der Türkei hervor­hob. An die Feierlichkeit schloß sich eine Besichtigung des Bahnhofsgebäudes, dessen Anlage ungeteilte Anerkennung fand. Zur Erinnerung an die Feier lieb der Sultan dem Direktor Kautz eine goldene Uhr mit Namenszug überreichen Direktor Gwinner wurde vom Sultan in Privataudienz emp­fangen.

Dcutfcbc» Ucicb.

Die Vorstände deS Verbandes Großh. Hess. Ober­förster, deS Vereins akadeniifcher Finanzbeamten der Großh. Finanzämter, bc6 Hess. O be rlehreroereinS, des Verbandes Großh. Hess. Staatsbaubeamten, deS Ver­eins Großherzogl. Hess. Medizinalbeamten haben am 30. Oktober eine Eingabe an die Regierung beschlossen, betr. daS Diensteinkommen der höheren Staatsbeamten mit dem Wunsche nach Gleichstellung mit den entsprechenden Beamten­klassen deS Reiches und Preußens.

Der KreiSausschnß in Groh-Gerau hat die Wahl deS sozialdemokratischen GemeinderatS Jung zum Beigeordneten der Stadt Rüsselsheim nicht be­stätigt. .

DieNordd Allgem Ztg" schreibt: Bei dein Reichs­kanzler findet zu Ehren de? scheidenden Staatssekretärs Dr. Nicberding Donnerstag abend ein Diner statt, zu dem unter anderen Einladungen erhielten: der batierische, der tvürltembergische und der hanseatische Gesandte, sowie ;ahlreick>e Minister und Staatssekretäre.

DerReichsanzeiger" veräisentlicht eine kaiserliche Ver ordmtng betreffend die Einberufung des Reichs­tages zum 30. November.

3n der Bn n de s r a t s s i tzu n g am Donnerstag tmtrde der Entwurf einer Fern sprech-Gebührenordnung den zuständigen Ausschüssen übenviesen.

Die evang. Gencralshnode stimmte am Donners tag prinzipiell dem Plane der staatlicl)en Festlegung deS Osterfestes zu.

DieBerliner Korrespondenz" schreibt: Auch un Winter Halbjahr 1909/10 sollen im Neuen KPnigl. Operntbeater zehn Arbeiter-Vorstellungen unter der An tun di gung ,xnif Ml er höchsten Befehl" veranstaltet merben. Die Verteilung der Eintrittskarten soll auch diesmal unter Der. Mittelung der Zentralstelle für Volkowohl erfolgen.

Die preußische Regierung Ixii die von der Stadt Fra n 5 fürt a. M. für die BolkSschullehrer au fge stellte Gehaltsordnung abgel ehnt mit der Begründung, das; Wiesbaden, das nach dem Wunsche der Regierung dieselben Gehalter lvie Frankfurt zahlen soll, außer stunde sei, die darin normierten Sätze auszubringen.

AuS Köln wird uns berichtet: Bei den Donnerstag abend 6 Uhr zu Ende gegangenen Stadtverordneten wählen der dritten Klasse wurde folgendes Stimmenver­hältnis festgestellt: Es erhielten die Zentrumskandidaten 13976 bis 18 996 Stimmen, die Liberalen 3936 bis 4000, die Sozialdemokraten 1O4Ä5 bis 10655. Die Zentrums- kandidaten siegten also mit einer Mehrheit von rund 4000 Stimmen. Die Zahl der Wahlberechtigten hat sich infolge der Herabsetzung deS Wahlze.tsuS auf 4 Mk. um etwa 20000 vermehrt. Die Wahlbeteiligung betrug 33300 von etwa 70000 Wahlberechtigten. Gegen die letzten 28ahlen der- selben Klasse erhielten das Zentrum etwa 7500, die Liberalen rund 1500, die Sozialdemokraten annähernd 7000 Stimmen mehr.

Am Donnerstag nachmittag wurde in Bremen in 'Gegenwart deS Senats, der Bürgerschaft, der Spitzen der Behörden, deS LffizierkorpS und der Kriegervereine das Moltkedenkmal, ein Geschenk des verstorbenen Bankiers Beruh Loose, feierlichft enthüllt

Die bane r t i di c .'i a m mer bei bgCordnCl en nahm mit 130 gegen 30 Stimmen das Einkommen­steuergesetz au, durch welches die allgemeine progressive Einkommensteuer in Bauern eingeführt wird

Dor Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland mit dem Prinzen Alerander und der Prin­zessin Helene von vMiriedxnlaitb sind Donnerstag nachmittag um 5 Uhr 30 Miu. auf der Wildparkstation emgetroffen uib nahmen tm Neuen Wohnung.

Dor twrlnmnUarifcbe Ausschuß der slawischen Union m Wien itübin m seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig folgenden Antrag deS Abgeordneten Sustenic an: Die Union erklärt sich au6mtonbe. mit brr Regierung in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung zu verbandeln: hingegen ist die slawisch Union

I i\r Krisis fördern und m-' ein i Regierung in Verdandlungen einzutreten, welch Gewähr für daS Svstem der vollen Gerechtigkeit gegen alle Völker deS Reiches bieten würde

In der Sitzung des französischen Senats am Ton ner.uag erklärte der Berichterstatter Euvinot, der Ausschutz für die Altersversorgung habe sich für die obligatorisch Bei trngsZahlung seiteiiS der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter " 'innrkun i iw Staates und mr die Zulassung freiwilliger Beitragslablimgen auSgesproäxn Das Gesetz n>erde eine Mehr- belanung von 100 Millionen Franks für den Staat zur Ioige haben Der Berichterstatter des Finanz- aussclmsses teilte mit, daß der Ausschuß da. Snstem der ein maligen Vapu.tlsiablung angenommen habe, das der Renten zadlnng voriuzieben sei

In der französischen Kammer wurde am Donnerstag btt Beratung über die Wo dl re form fortgesetzt Mehrere Redner traten für eine proportionale Vertretung ein. darutner ins besondere Iaurös , welchr dar legte, daß das System das erfolgreich in Ländern mit ländlicher Bevölkerung, wie in Würt­

temberg. ..<rumng irnde. dringend ere den deutschen SoyoHlttr. gefordert werde

3uf Baris imro gemeldet: Dir Nachricht auSwörttger Blätter, baß man iAlLasablaneadieAnkunit von 10000 Mann französischerTruppen erwarte, wird vom Kriegs- Minister für völlig unbegründet erflärt.

Tod Könial Schloß in Athen wird zurren mm -wer Schwadron« Kavallerie und einem Bataillon Infanterie be koacht Tvpa l doS wird wegen politischen Verbrechens, ans dem die Tode-strafe nittit steht, abgeurtcill werden

Türkischen Blättermeldungen zuwtqe weist das Budget deS nächsten Jahres eine bedeutende Er­höhung des Kriegs-, sowie deS Marineetats auf

Aus A ddiO Abeba, 4 Nov, wird gemeldet: Die Bene- rung im Befinden des Kaisers ist zwar genng, aber sie hält an.

Laut m Täbris einqet rollen en Nachrichten überfiel Rakhim Kham mit Schanservannen Ardebil, plünderten die Basare, die Karawanserei und den größten Teil der Käufer Ter Gouverneur der Endschurnen und die Geistlichkeit sind in die russische Botschaft gefluchtet.

i. . .........

Aus Stadt undanö.

(Sieben, 5. November 1909.

Tas städtische Gaswerk

schloß für daS Jahr 1908/09 nach Abzug von 54 452,11 Mk. für Verzinsung und Schuldentilgung mit einem in die Stadt­kaste stiebenden Reinüberschub von 87 727,73 Mk, 3398,61 Mk. weniger als im Vorfahre, ab. Produziert wurden 2 028 250 Kubikmeter GaS, gegen 1 968 560 Kubikmeter in 1907/08. Der Zurückgang deS UeberfchusteS findet feine Er­klärung im Rückgang deS Verbrauchs von GaS für Beleucht- ungSzwecke, da gröbere Abnehmer, wie UniverfftötS-Institute :c.. zur elektrischen Beleuchtung übergeqanqen sind; ebenso ist em Rückgang der Verwendung von GaS im Motorenbelrieb zu verzeichnen. Zusammen ist dieser Ausfall auf ca. 45 500 Kubik- meter un Jahre zu beziffern. Erfreulicherweise ist dagegen fine Zunahme deS Verbrauches von GaS für Koch- und Heiz- zwecke um rund 83 000 Kubikmeter eingetreten. Der Gas­verlust war infolge der Herstellung der Kanalisationß-HauS- anschluste im Rohrnetz etwas höher; die Produktionskosten sind seit 1908/09 wegen der gesteigerten Arbeitslöhne um ein Geringes höher. Der Durchschnittserlös für den Kubikmeter Gaß betrug 15,30 Pfg., gegenüber 15,54 im Jahre vorher. Im allgemeinen kann man mit dem Ergebnis deS Betriebs- jahreS zufrieden fein.

* * Ordensangelegenheiten. Der Kaiser hat dem Aktuar Dlann hier die Rote-Kreuz-Mcdaille 3. Klaffe ver­liehen. Der Grobherzog hat dem Geh. Obermedizinal- rat Dr. Karl Ne« dhardt zu Darmstadt die ErlaiidniS zur Annahme und zum Tragen der ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Kreuz.Medaille 3. Klaffe erteilt.

Erledigte Lehrer st eilen: Die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle zu Reichenbach. Piäsentator ist der Fürst zu Erbach-Schönberg; eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle ztr Leiselheim.

Freisinnige Versammlungen. Die freisinnige Partei halt in den nächsten Tagen mehrere öffentliche Ver­sammlungen in unserem ReichStagSwahlkreise ab, in denen Pfarrer Korell-Königstädten über die jetzige politische Lage iprechen wird. Die Versammlungen finden statt morgen Samstag abend 8 Uhr in Wies eck (Gasthaus zur Germania), Sonntag nachmittag 3* 1/, Uhr m Nidda (Äambrmnß) und Sonntag abend 8 Uhr in Lich (Steinß Saalbau).

* Die erste Probefahrt der elektrischen Stroben bat)n hat heute vormittag zwischen 10 und 12 Uhr ilattgefunden. Natnrgemäb hatte das bebeiitiame Ereignis außerordentlich zahlreiche Zuschauer angelockt, lieber die bei oer Fahrt gemachten Erfahrungen können wir nichts mit- teilen.

* * Zur Frage der hm talb ahn": Die Frage der schon viel besprochenen Ohmlalbahn scheint wieder, we­nigstens für die Lefsentlichlcit, aktuell geworden zu sein, nachdem sie seither scheinbar verschwunden loar. Erfreu lich ist die Talsack>e, daß die fichrenden Persönlichkeilen int stillen wirksam iveitergearbeitet haben, so datz die Hoff- nung nicht unberechtigt erscheint, daß doch einmal ernst gemacht werden wird. Tie matzgebenden Kreise sollten sich von der Erkenntnis leiten lassen, datz denbiederen Vogels berflern" des in Frage kommenden Bezirke- das zuteil werden muß, was anderen Teilen unseres engeren Vater­landes in Fülle gegeben worden ist: ein unserer Zeit ent­sprechendes Verkehrsmittel, daS neue Zweige des Erwerbs­lebens erschließt und dem ewigen ^per pedes apostolorum" ein Ziel setzt. Die beteiligten Gemeinden sollten dieInter- eficnbolilir nickst zu sehr in den Vordergrund rücken und nicht denken, daß jede einzelne Gemeinde den Balm Hof vor die Wohnung des Bürgermeisters bekommen kann; auch materielle Opfer dürfen hier nicht gescheut werden, wenn es sich um eine Frage von solch einschneidender Bedeutung handelt. Hoffentlich gelingt cs, nunmehr eine völlige Einig­keit mit der Firma Lenz & Co M Berlin zu erzielen, und ich will meinem Optimismus weitere Grenzen als der Artikel- schreider von gestern ziehen und Pich freuen, wenn die Bahn nickst in 2, sondern in 3 Jahren dem Verkehr über geben werden kann.

Die Gemälde-Ausstellu ng im Turmhaus am Brand, die feit Sonntag nach den alljährlich üblichen Ferien wieder geöffnet ist, wurde, wie man unS schreibt, am Sonn­tag und die Woche lstndurch sehr fleißig besucht. Die Aus­stellung bat ein entschieden vorteilhaftes und vornehmes E>epräge, weil die Neueinrichtungen im AuSstellung-faat letzt em ganz anderes Hängen der Bilder ermöglichen, die dadurch viel mehr zur Geltung kommen, und weil dir auSgestelllcn Bilder fast durchweg hervorragende Werke find Dem Kunstverem war es noch nicht vergönnt, Werke von Brütt. Xboma, Grützner, Tlranlow, o Smck, v Knaus, Rie merschmid, Röchling Hengeler, Erler. Daur, L. v Hofmon Kaiser und noch anderer berühmter Künstler zusammen iir Ausstellung zu bringen. Eine Besprechung der Ausstel lung wird demnächst erfolgen, nur sei kurz darauf hinge wiesen, datz u^ a nuch das große -chlackstenbildD,e Er itilrmung der Ferme-Ehampenois nur hir*e Zeit ausgestellt bleibt, ebenso die Bilder von Prof BrüttBor bni Gefchwo reuen" und ^Einführung eines lungen PsarrerS". In An betracht der großen Mühe, die sich der Vorstand des Kunst­vereins gibt und im Hinblick auf daS reckst Beachtens- und Sehenswerte, das auf diese Weise uns zugänglich gemacht wird, iollie das Publikum die Ausstellung viel zahlreicher und häufiger beiudicn In kapitalkrafttaen Kreisen dur^ dann auch der t^tedanke auftauchen, datz die Bilder nich: mir befebm, sondern auch gekauft werden können.

Sta dtt Heater. Auf die vielen Anfragen wegen bet ,Tell* -Aufführungen ziir Schillerfeier fei baraef aufmerksam gemacht, datz für die am SainStag und -Montag tattfindenden Aufführungen nur noch Logenplätze zu 1 Mk. abgegeben werden können. Am Dienstag. 9. November,.nbtt dl» Vorfeier eine allgemein zugängliche VolkSvorstellung von ,Wilhelm Tcll', und am SamStag, 13. Nov^ nach» mittag- 4 Uhr. eine ebenfalls für jedermann offene Schüler» Vorstellung zu Volk-preifen statt. Am eigentlichen Schillertag, am Mittwoch, wird »Ton Carlos* gegeben; vvrau-geht ein von Frau Baumeister»FelSegg gesprochener Prolog.

Ter Eoang. Arbeiterverein beginnt am Montag im DereinSlokal für feine Mitglieder und deren Angehönge einen Buchführungskursus. Wahrend be: den in de, beiden letzten Jahren abgehaltenen Kursen die Traberfch, Buchführung gelehrt wurde, soll in diesem Jahre ein Kursug m der einfachen kaufmännischen Buchführung ab» gehalten werden. Der Unterricht ist vollständig unentgeltlich,

** Brand In einem Hause im TeufelSlustgärt« eben entstand gestern nachmittag em Kaminbrand, der aber auch das am Kamin angebrachte Holz ergriff und von den Hausbewohnern ge.öicht wurde Hierbei ze»g:c es sich wieder, wie unvorsichtig in den alten Häusern früher Feue rund San laben anaelegt worden sind. An einer Stell» deS Kamins befand sich em Loch in der ganz dünnen Wand^ daS nur mir Tapete überklebt war, außerdem befand« sich am Kamin AuSputztüren von Holz und die Ratime, der Türen waren im Kamin vermauert Denn das Feuer nachts wm AuSbruch gekommen wäre, wäre eine Familie in großer Gefahr gewesen, da sich das Kamin in der cdHafftubc befand.

w Zum Fall Kreutz. Tie Untersuchung gegen be» Musketier Kreutz vom Infanterie Regiment Nr 116, bet im letzten Manöver nacht» vor der Wirtschaft de- damalige» OuartierorteS tm Westerwald feinen Regimentsfeldwebel DebuS überfiel und durch rrten Messerstich tödlich oe> letzte, ist n. d. T. T. abgeschlossen Die auf störpev» Verletzung einer Vorgesetzten mit tödlichem Erfolge lautend» Anklage wird wohl bald vor dem Kriegsgericht zur Ver­handlung kommen, und letztere findet, weil die meiste» Zeugen im Westerwald ivvhnen oder im Garnisonsort des Regiments sind, vielleicht Ist er statt

Lich, 4 Nov Gestern wurde hier der Winterkursus der Land w Win te r schule eröffnet. Tic Schuler^ahl beträgt vorläufig 31. 24 Teilnclnner sind in die Schul» neu pngetreten. Die Väter und sonstige Zuteresscnke» wohnten der Sck>ulerössnung bei und befid räume und die reichlichen Lehrmittel. Tic ^»hlreick'C Be­teiligung bciveist, daß die Ueberzcugung von der Nützlichkeit der landwirtschasllichen Fachbildung in immer weitere streife bringt.

r. Bodenhausen b. Mücke, 4. Nov. Gestern nach» mittag geriet ein bei der Dreschmaschine bcschäsllgtcr hiesiger Landwirt während des Wegziehens der Dau, pfmaschine mit einem Arm unter daS Rad. Lloch zu fernen, Glücke brach daS an der Maschine befindliche Seil, woran gezogen wurde, sonst hätte daS Unglück die schlimmsten Folgen haben können. Der schnell zu Nate gezogene Arzt stellte fest, daß bei Arm gequetscht sei, infolgedessen wird der Mann noch längere Zeck daS Bett hüten müssen.

Darmstadt, 4. Nov.2ün 1. November eröffn eie die Großh. LandeSbau gewerkschule den Unicrricht für bas kommende Wintersemester un n e u e r b a u t e n Dienst­gebäude Bon einer Eimveihung des Baues mußt' vvr- läufig Abstand genommen werden, on der Bau noch nicht in allen seinen Teilen vollendet ist. Es ist icdock, infolge ge­steigerter Tätigkeit säinllichcr am Bw, dischüftigteu xxnib* iverker möglich gewesen, die Klassenzimmer und Benva^ tungsräume soweit herzustellen, datz der Unterricht in seinem vollen Umsange ausgenommen werden konnte und bU Weiterarbeiten ohne Störung vorgenommen nxrben können. In der geräumigen Aula begrüßte der Direktor, Prof. Äienkoop, das Lehrerkollegium und die in großer Zahl erschienenen Schüler.

y. Mainz, 4. ')kov Gestern uachinittag 4 Uhr trat wie sckion kurz gemeldet wurde, bie Groß herzogliche Fa­milie mit ihren Gästen hier ein. Prinz Heuiruh von Preuße» kam gegen 61 . Uhr von Gronberji im hirfigen Schlosse au. UM 7 Uhr begaben sich die Herrschasten ruth dem Theater, um der Vorstellung .-La Traviata" beiiuiri'dmm in der (Hemma Bel­li n c i on > gastierte. 3m dritten Großh. Vagen befanden sich der Groß Herzog, seine Gemahlin und Prinzessin Heinrich, n-nbtntb mit dem vierten Wagen Prinz Heinrich, Prürz Zosef von Batten­berg und Gemahlin und die Prinzessin Torotbea zu Snlms-Lich eintrafen Während der Großberzog unb bie Mitinsassen da» dritten Wagens auf die Ankunit des Prmzai Hemrrch wartete», brach bie amoefenbe Menge in taute Hochrufe au- Itrefto» Mar Behreud empfing bic Fürstlichkeiten am Portale unb ge­leitete sie zur Loge T<r Großherzog sprach i'etne Freude übet bie getrofienen Einrichtungen au- unb unterdielt sich mtl unsere» Direktor über ben Umbau bes Theater- Ehe hie Fürickichkeite» ihre Loge betraten, überreichte on 3obn dc Tieektors der Großher^rm und ben Prinzessinnen Blumensträuße Fanfare» qeidnnertcr verkündete ben Zuschauern den Eintritt der Herr- idxiTten in die Loge. Während bn Pausen hielten sich bie Herrschaften im Teesalon auf. Am 3d>(une der Voestettun» sprach her Grotzherzog Herrn Behr end seine volle Zufrieden bett an».

w. WormS, 4. Nov. Gestern verunglückten auf einem Neubau infolge Gerüste,nsturzeS zwei Arbeiter. Der eme war sofort tot, während der andere schwer verletzt wurde. Durch eine Explosion entstand in der chemi­schen Fabrik ein Schadenfeuer, wobei ftn Arbeiter so schwere Brandwunden erlitt, daß er mS Krankenhaus ge­bracht werden wußte.

n. Schmalbach (Kr. Wetzlar). 4. Nov. Schöne Zeug- '"ffe von dem Opfersinn einer ländlichen Gemeinde sind die wieder berge ft eilte Kirche und neu erbaute Schule.

wird in unserem Kreise wenig Dorfkirchen geben, bie sich an innerer Ausschmückung mit der Schwalbacher messen können. Vollendet stedt auch die neue Schule da, welche an Stelle der alten Schulscheune getreten ift Infolge bei herrschenden Lehrermangel- konnte die zivette Lebrerstelle noch "cht besetzt werden, weshalb sämtliche Schulkinder 130 an der Zahl alltäglich von einem Lehrer unterrichtet werden.

Nniverfitäts-Nachrichten.

, -- 50iä hr igee Dienüjubiläum. Tn -^iaf-vesf»- tnu bnm Re,ch»mil»targnlcki: Tr nn Julin- Wei ff enbach, orb_ji)onorarFrofdior in bn Berliner nmftiidrn FatalM frurbcJxu'- frmr» 50jd brigen Ticnftiubildue» mm eitClbtcn «*rOnntrr Rai nut c.m Piatutat E^zellcnzE i-mannt snn Lebe fach ,st Mckilärüru'-rch». v^yltent tietfia* ,lr^tm / * Mrnelohne. Sern v^icaiirtjoti tu Jiegeu»

»am. Br- 18«* llanb n im kurdesinLen M'lttärnütrjdi«L