Ausgabe 
5.4.1909 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

* dtt?7? u»

ncr des l.

9eiVl,»i^cn

Dl fit 2

Auiid 8041^" S* MR

«O8*"'

15? ^Ucn-

-iäiintt 20 «' M uifjffg:

>unen aujQlL$tben ^nfien 3?69Se li-e 20, L'.

chic unh Mu Unb unb*' Äs ÄsmW u ** n:

W» Zagen benutz,, t in3'** 8ta" i rangen. Sllh $ unb traten, um «fien besten Hauses. R des Hanfes l° i^rte sie hebens. en und Platznehmen e dec Künstler, ,6ic In§ ja nicht einmal/ e§- »wir sind ja alte meinte aber der mit er Name/

oft nach Gießen in; mnen/ Es dauerte Kaffeekanne auf den, ^mischen eingefunden ich Platz. Es hatte Abend brach bereits ie alte Bekannte vec« Einladung, recht ost ide Spielzeit bestimmt

stslaMici-AussLußsiil res in Verbindung mit unter int Ävril b. ,ji. , nett ab und irtrat: am id-Salzhausen, am 21. : norm, in Äirtorf unb bei diesen Schaum in lungm über Zulaiswz bei Innin. Zeilschii'i

er MrdeM ein stei- il't zu erroartat, das unb Die Jefucher Oh ezucht zu informieren. Zayre sind es fetzt uk M; \\L Trotz Mr 'M M noch cde er lrereits mit einer

tr luuDcrcin y- UMlUItg ^'l M' durch ein iwiitü

. gelegene tob ;ME- tenci

Feier sind,et:» i ÄussühcuiM, W

Eesangvereinc, W errincn sollen orien eingeladen mV.

Die Kaninchci" ' findet am 5. und n unb dritte» Pli> Der Anmeldcschluk

«6$ 'S an unterer

s^dicsie zu ejJ L Ahne m* *5^d» * s-E^ .m 'Mer vors-

du^.'!,!meslelll, bi:

ClDOh111.' jft Ls" ®«;s? in91C1 Erde von BJ s-ss;

sT*S^ ;;;; A«

W'...jicii,y.rw d,

[t] Lauter b. (Grimberg, 4. April. Haut Beschluß des Gcmeinderats wird mit bem Neubau eines c i it f la fügen Schul bans es tut Mai bcgonuctt. Bis Herbst tollen die Roh- Lauarbcilcn vollendet fein; die Einweihung erfolgt im Som­mer 1910.

4- Budin gen, 4. April. Baron Cornelius von Heyl, ein Schwager unseres Fürsten, hat für die hiesige Stadt- lirche ein prachtvoll gemaltes Fenster gestiftet. Der Entwurf stammt von dem Münchener Künstler Hupp. Die letzten Nächte haben uns recht empfindlichen Frost ge­bracht, doch hat er an den Aprikosen, die seit 34 Tagen an geschützten Stellen blühen, augenscheinlich noch keinen Schaden angerichtet.

O Laubach, 3. April. Heute schloss das Schultahr des hiesigen G1) m n a s i u m i. Tas Lehrerkollegium besteht äusser dem Direktor ans 7 Oberlehrern, 2 provisorischen akademisch ge­bildeten, einem Reallehrer nnb 2 Hilfslehrern (Theologen). Die (Gesamtzahl der Schüler war 107, am 15. Mai 1908 wurdet: 104 gezählt, nämlich 31 aus Laubach, 66 aus änderet: hessische!:, 7 ans nicht hessischen Orten, darunter wäret: 100 evangelisch, 1 römisch-katholisch, 1 israelitisch, 2 andersgläubig. Die Anstalt zählte 2 Schülerinnen, nämlich je eine in Oberprima und eine in Obertertia. Mit der Anstalt ist eine Schülerwerkstätte ver­bunden, für die Gr. Ministerium den Betrag von 250 Mk. zur 'L'erfügung stellte. Sanitätsrat Dr. Bogel hielt eilten Kranken- rrägerkursuS ab, an dem 16 Schüler der beider: Primen teil» nahmen. Eine Abhaiürlung von Gymnasialdirektor Dr. Müller betitelt sich: Die Bedeutung der Gymnasial-Alumnate für die Ent­wicklung unseres höheren Schulwesens. Bekanntlich ist hier ein grösseres Alumnatgebäude aus mildtätigen Stiftungen im Ent­stehen begriffen, das Ostern 1910 eröffnet werden soll. Die Auf­nahmeprüfung findet Moittag, 19. April, die Eröffnung des neuen Schuljahres Dienstag, 20. April statt.

R.B. Darmstadt, 4. April. Infolge eines Schlaganfalles verschied gestern abenb der Stadlsekretär Rechnungsrat K r ö l l. Der Verstorbene könnte noch vor kurzem sein 50 jähriges Dienst- jubiläum begehen und hat sich nm die Stadt Darmstadt sehr verdient gemacht.

Gabsheim, 3. April. Hier ist vorgestern eine ab - scheuliche Bluttat verübt worden, die die Einwohnerschaft in eine große Aufregung versetzt hat. Der in ben 50 er Jahren behende verwitwete Schneider Anton Kratz hat feine Hauswirtin, die 70jährige Frau Fischer, durch Messerstiche ge­tötet, die Leiche zerstückel: unb im Kleiderjchrank versteckt. Dort wurden die blutigen Leichentelle von Hausnachbarn gestern morgen gefunden. Der Verdacht der Täterschaft lenkte sich sofort auf Kratz, well dieser schon längere Zeit mit der alten Frau in Streit lebte und durch ein gerichtliches Urteil exmittiert werben sollte. Aus Rache hat der Unmensch dann die grauenvolle Tat vollbracht. Man brachte ihn zunächst in das hiesige Amtsgerichts­gefängnis und am gestrigen Abeich nach Mainz. Heute morgen traf eine Gerichtskommijnon zur Besichtigung des Tatortes, in Gabsheim ein.

K Marburg, 3. April. Der Kreistag wählte heute für den verstorbenen Bürgermeister a. D. Ruth-Bellnhausen den Oberbürgermeister Tro je von hier zum Mitglied des kurhessischen >lommunaltaichtags. Ferner wurde ein Nachtrag, der den bkreis- tommunalbeamtei: erhöhte Gehaltssätze zubilligt, ange­nommen uni) der Kreishanshaltsetat in Einnahme und Ausgabe auf 275 776 Akk. festgesetzt. Die Kreissteuen: sollen 15 Prozent und die Bezirksabgäbe 9,8 Proz, der Real- unb Bezirkssteuern betragen.

Frankfurt a. M., 2. Aprll. Die letzte Tierinven­tur im Zoologischen Garten lieferte von neuem einen Beweis für das ftäichige Aufblühen des Instituts iuiö den hohen wissenschaftlichen 2Bert feiner Sammlungen. Wie in allen lebten Jahren ist wiederum eine bedeutende Verrohrung nicht nur der Jndivchuenzahl zu konstatieren sondern, was rotd)tiger ist, der Zahl de: zur Schau gestellten Arten vesp. Varietäten, von ivrlcher der Wert einer Tiersammlnug in erster L:nie abhängig ist. Es stich nach dem letzten Zählungsresnltat 3670 Jndwiduen gegen 3130 im Vorjahr vorhanden, ioobei zu bemerken ist, daß bei Teeren wie ,z. B. .Insekten, die oft zu vielen Hunderten vertreten sind, jede Art als nur ein Individuum gerechnet ist. Die Arten- zayl von 870 ergibt, daß fast 100 Spesies mehr als im Vorfahr zur Ausstellung gelangen. Der Wert des Tierbestandes ist auf ca. 192 300 Mk. geschätzt. Allein das Aquarium weift 208 ver­schiedene Arten auf, eine Zahl, die noch bedeutend :n die Höhe geht, sobald in diesen: Frühjahr das gesamte Seewasser, das durch nllrisizierendc Bakterien verdorben wurde, durch neues natür- lickfes Mittelmeer- und Nordseewasser ersetzt fein wird unb damit wieder eine große Manigfaltigkeit an marinen Formen, die in: jetzigen Wasser nicht mehr halten, geboten werden kann.

Jahresbericht der Gießener Handelskammer, i.

Die Haichclskammer Gießen (für die Streife Gießen, Alsfeld und Lauterbach) versandte dieser Tage ihren Jahresbericht, dessen einleitendem Bericht über bie wirtschaftliche Lage wir folgendes entnehmen:

Wem: wir in der Einleitung unseres letztjährigen Berichts beim Ausblick in bas Jahr 1908 dem Gedanken Ausdruck gaben, daß angesichts der etwa in: brüten Viertel bes Jahres 1907 einsetzenden Rückwärtsbewegung Industrie und Handel nicht hoff­nungslos, sondern mit Vertrauen in die Zukunft blicken dürfen, so haben wir dies getan, weil es sich gezeigt hatte, daß diese beiden großen Erwerbsgruppen in den Zeiten der Hochkonjunktur von nngefunöen spekulativen Unternehmungen unb Geschäften in der Hauptsache sich ferngehalten haben und so in ihrem Grunde stark geblieben sind. Die wirtschaftliche Entwickelung im Berichts­jahre, so bedauerlich sie auch an sich ist, hat unserer Auffassung nicht Unrecht gegeben. Wohl hat die rückläufige Konjunktur im Berichtsjahre nach unb nach verstärktere Formen angenommen; wohl haben auch einzelne Gegenden und einzelne Industriezweige unter der Ungunst der Verhältnisse besonders zu leiden gehabt, aber von einer so schweren und alle Kreise unseres Volkslebens umfassenden Krisis, wie sie uns das Jahr 1900 gebracht hat, :st unser Wirtschaftsleben doch bewahrt geblieben. Gerade bei der jetzigen Krisis hat sich gezeigt, wie widerstandsfähig und lebendfräftig der deutsche Wirtschaftskörper gegenüber wirtschaft­lichen Rückschlägen ist.

Wenn wir uns iwch einmal die eigentliche Ursache und den äußeren Anlaß des Nieberganges, der sich nicht nur auf Deutsch­land, sondern auf die großen europäischen Wirtschaftsstaateu er­streckt, vergegenwärtigen, so fönnen wir auch nur wiederholen, was wir bereits in unserem vorjährigen Bericht ausgesprochen haben. Die Ursache ist in der Tatsache begründet, daß in den letzten Jahren eine Ueberanspannung des Geldmarktes stattgefun­den hat, die schließlich zu einer Abschwächung führen mußte. Staat, Kommunen, Industrie und Handel hatten an den Geld­markt Anforderungen gestellt, die er unmöglich länger befriedigen konnte. Den Anstoß zur Abwärtsbewegung gab bie Gelb- und Kredükrifis in Amerika, bie sich zu einer liefgeheiiben wirtschaft­lichen Krisis herausbildete, bie schwer auf dem amerikanischen Wirtschaftsleben lastete und von der eS sich bis heute noch lischt gänzlich erholt Hal. Tiefe Krisis, die in ihren Anfängen viele Hundert Millionen an barem Gold nach Amerika zog und so die europäischen Geldmärkte stark erschütterte, konnte bei den engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Amerika nicht o^ne Wirkung bleiben. So war es ganz natürlich, daß auch in Deutschland besonders diejenigen Industrie- und Handelszweige besonders hart getroffen worden sind, welche einen regen Export nach Amerika unterhalten. Und ebenso natürlich ist es zu er­

klären, Paß die Depression in jenen Erwerbszweigen auch die ihnen verwandten Zweige in Mitleidenschaft zog unb daß so nach unb nach die Krisis auch auf bas gesamte Wirtschaftsleben in mehr oder weniger starker Weise sich ausbehnte. Zum Ausdruck gelangte dieser wirtschaftliche Tiefgang in einer Verminderung des Be­schäftigungsgrades, im Sinken der Preise und in einem Rückgang der Erträgnisse.

Wenn in: Anfang des Jahres 1907 fast alle Industriezweige stark beschäftigt waren und kaum der Nachfrage Genüge leisten konnten, so änderte sich das Wirtschaftsbild sofort, als die Auf­träge ihre Erledigung gesunden hatten. Es trat plötzlich eine Zurückhaltung der Käufer ein, die sich in einem Nachlassen und fast gänzlichen: Äufhören der Bestellungen äußerte. Die Industrie machte zunächst vermehrte Anstrengungen, um Aufträge herein­zubekommen, die naturgemäß mit erhöhten Unkosten verbunden waren. Die Bemühungen waren jedoch von geringem Erfolg begleitet. Arbeiten auf Lager, Betriebseinschränkungen, Kürzung der Arbeitszeit und teilweise Arbeiterentlassungen waren das Endergebnis. Wie sich die Lage des Arbeitsmarktes nach unb nach immer mehr verschlechtert, geht deutlich daraus hervor, baß noch im März bes Berichtsjahres auf 100 offene Stellen 130,5 Arbeitsucheiche tarnen, das; aber im November ihre Zahl auf 212,4 gestiegen war. Die scharfe Konkurrenz auf dem Jn- landsmarkte, die infolge der verminderten Nachfrage entstanden war, hatte naturgemäß teilweise ein starkes Sinken der Preise für Fertigwaren zur Folge, während die Rohmaterialienpreise nicht im gleichen Verhältnisse sanken, ja sogar teilweise ihre bisherige Höhe beibeljielten. Das trifft im befoitberen Maße für biß Kohlenpreise zu, waS von der Industrie außerordentlich nach­teilig empfunden worden ist. Infolge der Depression in den übrigen Hauptländern Europas konnte auch das Äluslaichsgeschäft die Verluste auf den: Jnlandsmarkt nicht ersetzen. Noch weiter verschlechtert wurde die Lage der Industrie dadurch, daß die Preise für die nottoenbigften Lebensmittel keinen entsprechenden Ikückgang erfuhren, sondern sich vielmehr teilweise unverändert hoch hielten, so daß eine Herabsetzung der Arbeitslöhne ausge­schlossen war.

Der wirtschaftliche Niedergang spiegelt sich auch ü: der Ge­staltung wieder, welche der deutsche Geldmarkt im Berichtsjahre genommen hat. Nachdem am Ende des JahreS 1907 bie Gelb­spannung eine Höhe, die verhängnisvoll zu werden drohte, er­reicht hatte noch im Januar 1908 betrug der Wechseldiskont der Reichsbank 71/» Prozent wich diese noch nie bagewesene Spannung einer immer mehr zunehmenben Gelbflüssigkeit, welche äußerlich badurch zum Ausdruck gelangte, daß im Juni des Jahres 1908 der Reichsbankdiskont auf 4 Prozent, der Privat­diskont von 6 Prozent auf 2^2 Prozent gefallen war. Aber trotzdem jetzt Gelb billig zu haben war, zeigte sich auf feiten von Handel unb Industrie anfangs nur ein geringer Bedarf, ein Zeichen dafür, wie die Geschäftstätigkeit darnieder lag; erst nach und nach trat eine kleine Wendung zum Besseren ein, von der man noch nicht sagen kann, ob sie anhalten wird.

Ueberaus viel zu der ungünstigen Sage in Deutschland haben zweifellos die unsicheren politischen Verhältnisse beigetragen. Die dunklen Wetterwolken, bie fast während des ganzen Jahres den politischen Himmel trübten, lasteten schwer auf dem deutschen Wirtschaftsleben und' ließen erst recht nicht bie Schasfensfreubig- teit und den kühnen Wagemut zu neuen Unternehmungen auf­kommen. Es kamen weiter dazu bie ungemein traurige Finanzlage bes Reiches unb bie für ihre Behebung in Aussicht genommenen steuerlichen Maßnahmen, von denen wiederum Handel unb In­dustrie ben Hauptanteil tragen sollen.

Wandern und Reisen.

V. H. C. Die erste Wanderung bes V. H. C. Zweigvereins Gießen, die gestern unternommen wurde, verlief bei zahlreicher Beteiligung in sehr schöner Weise unb bot den Teilnehmern großen Genuß. Etwas über 50 Waickrersleute beiderlei Geschlechts traten vom Bahnhof Reiskirchen bie Wanderung an und zu ihnen ge­sellten sich unterwegs noch einige, die mit der vorgesehenen Wan­derung nicht genug hatten uirb schon von Gießen ans gegangen waren, während andere sich mit Hilfe der für Gießen so teueren Londorfer Bahn den Weg etwas ablürzteu. Ein rooltenloicr blauer Frühjahrs Himmel grüßte bie Waickuwichar, die auf im ungemeinen guten Wegen unter imgefnnbigcr Führung über Bersrod über den das Buseckertal vom Smnbatal trennenden Höhenrücken Iva ru­derten, das Bähnle bei Geilshausen kreuzten und bann auf wun­dervollen Waldwegen dem freundlichen Weitershain 5uflrcui.cn. Hier upd da war der Boden noch gefrpreii; Ivo dies nicht der Fall war, war der Weg angenehm weich und üb und zu machte e:ner der Wanderer intime Bekanntschaft mit dem heimatlichen Boden. Slfrer alle diese kleinen Mühsale wurden mehr als aus­gewogen durch die herrlichen Fernbucke auf das lachende ober- hessische Land. Punkt 12 Uhr kehrte:: die 68 Waickwrer in Weitershain bei Theiß zur Frühstücksrast ein und dank der um­sichtigen Vorbereitungen des Wirtes ging die Labung der Hunge- rigen so flott vonstatten, daß ohne Verspätung um 1 Uhr ben Weitermarsch angetreten werden konnte, lieber Bußfeld ging es in das liebliche Ohmtal dem hochliegenden Homberg zu, mo in: Frankfurter Hof Einkehr gehalten wurde. In den ylachmitlags- stunben wurden die Schönheiten des malerischen Städtchens be- I id)tigt und gegen abend von dem größeren Teil noch nachNieder- Gemünden geroanbert 'Die übrigen fuhren von Homberg aus ber Heimat zu.

Nibda, 5. April. Der Vogelsberger Höhenklub, Zweig­verein Mdda, stellte für dieses Jahr folgenden Wanoerplan aus: 1. Sonntag, 25. Llipril: NiddaOrtenbergRumpelsburg UsenbornHirzenhain. (4i 2 Stunden.) Abmarsch 1 Uhr vom Karlshvf. Führer: Herr L. Geiß. 2. Sonntag, 23. Mai: Nidda Gebern. (4. Stunden.) Abmarsch 1 Uhr vom Karlshvf. Führer: Herr Jäger. 3. Sonntag, 20. Juni: NiddaGlaubzahlHirsch­schneiseOber-Widdershüm. Abmarsch 2 Uhr vonKvafts Brauerei. 4. Sonntag, 18. Juli: NiddaHainbornDicke EicheEichels­dorf. Abmarsch 2 Uhr von ber Krötenburg. 5. Sonntag, 19. Sep­tember: NiddaUlfaFriedrichshütteLaubach. (4 Stunden.) Abmarsch 9 Uhr von Brauerei .Kraft. 6. Sonntag, 10. Oktober: NiddaBüdingen (Bahn)Gettchausen. Abfahrt 9,20 Uhr. Marfchzeit 4 Stunden.

Zürich, 3. April. Das Ober geeicht Zürich ver­handelte als Berufungsinstanz bie Klage des Rechtsbei» ft a n b e 5 des früheren Erzherzogs Leopold von Toskana (Wölf f- ling) gegen den Chefredakteur desWehmaler", der in scharfen Artikeln b:e Aufnahme Wölffllngs in bie Bürgerschastsrechte ber schweizer Gemeinde Regendorf bekämpfte und dem Rechtsbeistand ichwere Vorwürfe gemacht hatte. In der ersten Instanz wurde der Redakteur freigesprochen, von der Bern'ungsmstanz wegen Be­leidigung des Nechrsbeislandes zu 300 Frks. Buße verurteilt, wegen Angriffe auf Wölfsling selbst wurde er weigejprochen.

L-crsnrßcvtcs.

CK. Wie ina 11 wirUich jung bleibt. Wohl folange die Menschheit besteht, hat msöesondere bie Frauenwett sich nut ben: Problem eindringlich beschäftig:, ob es nicht in der Macht des Menschen steht, die Spuren des Atters zu tilgen und unkennt­lich zu machen. Die faltbaren, Pariser Schminken, Puder, die geheimnisvollen Essenzen, die Sckwnheitsbokwren verordnen, Ge- fichtsmassage, Mikckchäder und tausend, andere, Mittel haben das Ziel nie völlig erreichen können. Ein französisches Blatt berichtet jetzt voi: einem unfehlbaren System, das es bei: Frauen wirklich ermöglicht, bis in ihr spätes Greisenalter hinein ungeschmälert ihre Jugendfrische und Jugendschönheit zi: erhalten. Freilich for­dert die Um, eine gewisse Selbstüberümbmlg, aber was. tut vn

Frau nicht um der Schönheit willen'? Was der neue Schön' heitsdokkor von ihr verlangt, ist nichts als ein lebenslanges Schweigen. Das Sprechen strengt bie Gesichtszüge an, die Haut wird strapaziert und dadurch entstehen die unangenehmen Run­zeln und Falten. Die Frauen müsse:: sich aber auch des Lachens und des Lächelns enthaltei: und ebenso des Weinens, da alle diese Gemlitüspiegelnugen eine Abnutzung der Gesichtsmuskelu nach sich zieheit. Der Erfiiwer des^neuei: Systems schwört aui seine Methode und garantiert alle:: Frauen, die nach feiner Wes fung leben, ihr jugeistllich s Aussehen bis ins fernste Alter. Einige Danre:: haben auch mit der Kur begonnen, aber sie brachten eS nicht lange über sich zu schweigen und werben bafiir zur Strafe mit Runzeln Herumlaufen müssen, wenn sie achtzig Jahre alt werden ....

* Au! Bademeister (zu einem Kurgast, der bei einen: kalten Wasserguß über den Rücken furchtbar heult):Sie sind doch hier in keiner Heulanstalt, sondern in einer Heilanstalt!"

*Opfermut.Tic neue Köchin is jan scheußlich häßliches Frauenzimmer! Tic küsse ich :wch heute vor den Augen meiner Frau, damit sie m:s dem Hause kommt!"

fandet

Der Kohlen markt bleibt unbefriedigend. In der Generalversammlung der Eonsolldation teilte der Vorstand mit, das laueube Jahr sei ungünstig durch die Konjunktur beeinfluBt. Als Gegengewicht gegen die Kohlenpreisreduklion werde die Herab­setzung der Selbstkosten und der Löhne versucht. Wie lange bas öurd)iül)rbar, werde die Zukunft zeigen. Ungünstig luirEen die Zeterjchichten cm. Für Koksbestände sei die Zunahme geringer wie früher.

Märkte.

ic. Frankfurt a. 9JL, o. vqnd. (Orig.-Telegr. desGieß' 2lnz.") Amtliche 9iotierungen der heutigen FruchtMarktpreise. Weizen Alk. 23 7524.00, Kurhessischer Älk. 24.0024.25, La Plata Alk. 25.2525.75, Kansas Älk. 25.2525.75, Roggen (hicpger) Alk. 17.7518.50 Gerste tWetterauer» Alk. 18.0018.50, Franken- selder Mk. 00.0000.00, Hafer 17.2518.25, Mais Alk. 17.000O.00. Weizenmehl Alk. 32.5032.75, 0000, 2. Qualität All. 31.00 bis Alk. 31.25, 3. Qualität Alk. 29.0029.25, Roggenmehl o

Alk. 25.5025.75, l.Qnalität All. 24.5024.75, Weizenklcie Mk.9,75 bis All. 10.00, Roggenkleie All. 10.2510.50, Maisteime All. 17;0O bis Alk. 17.25, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 19,7520.25. Alles per- 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt n. M., 5. Aprll. (Telegr. Orig. - Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- p reise. Zum Verlause standen: 579 Ochsen, 0 aus Oesterreich, 73 Bullen, 0 aus Oesterreich, 1113 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 450 Kälber, 373 Schafe und Hammel, 1858 Schweine, 8 Ziege, 00 Ziegenlämmer, 00 Schastämnrer. Bezahlt wurden für 100 Ppind Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7579 All., 2. Qualität 6870 All., 3. Qualität 5860 All.; Bullen: 1. Qual. 6366, 2. Qual. 58-60; Kühe 1. Qualität 69-71 All., 2. Qual. 5759 Alk., 3. Qual. 4749 All., 4. Qual. 00-00 All., 5. Qual. 0000 All. Bezahlt wurden sür das Psiind Schlacht­gewicht: Kälber 1. Qualität 91 bis 96 Psg., Lebendgewicht 5457 Psg,, 2. Qualität 8088 Psg., Lebendgewicht 48-52 Pfg., Schlachtgew. 7075 Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgeiv. 70 bis 00 Pfg., 2. Qilal. 6064 Psg. Schweme: 1. Qual. 6870 Pf., Lebeudgeivicht 55,000,0 Pf., 2. QiiaU 6768 Pf., Lebendgewicht 54,000,0 Pfg., 3. Qual. 6266 Pfg., Lebendgewicht 00 00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh gut, Uebersland gering, bei Kleinvieh gilt, fem Uebcrftanb.

Ter Hauptmarkt der nächsten Woche findet statt am Montag erst am Mittwoch, 14. April, statt.

Giefzener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung sur tpe,,eu am Dienstag dem 5. April: Meist heiler und trocken. Temperatur wenig geändert. Nördliche Winde.

Orsgittar-DrahtmeiSurrgen.

Berlin, 5. April. Der Reichskanzler und die F ü r sti'n v 0 n B ü l 0 w sind ans ihrer Erholungsreise tlach Ober­italien gestern abend in München cingetrorfen. Die Fürstin ver­blieb im Salonwagen, Fürst Bülow fuhr mit dem ihn empfangenden preußischen Gesandten von Schlözer zum Gesandtschafts-Palais zum Abendessen, wozu Mmisterpräsident Freiherr von Pvdewils, Reichsrat Ferdinand von Miller nnb Obcrbaurat Oskar von Miller, ber Direktor des Deutschen Museums, geladen waren. Tic Wcitcr- reise nach Venedig erfolgte um 10 Uhr 50 Min.

Celle, ö. April. Am Samstag vormittag ereignete sich unweit Boye ein grauenvoller Raubnwrd. Eine Frau Böhm aus Woldhausen hatte um 8 Uhr vormittags einen Geschäftsgang angetreten. Als sie bis zum Abend nicht zurück war, begannen die Einwohner nach ihr zu suchen. Am Sonntag gegen Mittag sand man ihre Leiche in einem Fichtcndickicht vor. Sie war an Brust und Kops durch Messerstiä>e cntsetzttch zugerichtet und ihrer 3 Mark betragenden Barschaft berauot. Als Täter kommt cm unbekannter Mann in Betracht, der in Woldhausen nach Arbeit gefragt und sich dann in der Richtung des Tatortes ent­fernt hatte.

Friedrichshafen, 5. April. Tas Reichsluftfchiff Z. 1 ist heute vormittag 9 Uhr 18 Min. zu einer 24 ftünöigy: Dauer­fahrt ausgestiegen und hat die Richtung nach 111m zu einge­schlagen. Um IO1/2 Uhr besand cs jich über Ravensburg.

Paris, 5. April. Die geeinigten Sozialisten und die Raüit'.tt.n gcivannen bei den 6 gestrigen Kamrncrcrsatz- mal)len je einen -rntz.

Paris, 5. April. Wie der Matin schreibt, kann nach der Zustimmung Frantreichs und Englands die Annexion Bos­niens als 'eine vollendete Tatsache betrachtet luerben. Eine internationale Konferenz zur Anerkennung der Abänderung des Berliner Vertrages wurde, wie das Blatt von informierter Seite erfahren haben will, nicht ciuberufen werden. Aus dem Meinungs- Austausch zwischen England, Frankreich und Rußland gehe hervor, daß diese drei Aäächte eine solche Konferenz nunmehr für über flüssig betrachten.

Paris, 5. April. Nach einer Meldung des Petit Parisier: ans Rom werde der französische Botschafter Barrere nach Nizza kommen, um beim Empfang des Präsidenten Fallisres unb der italienischen Matrosen. ann>e)enb zu sein. Der Herzog von Genua wird an Bord des italienijck-en Admiralschisses den: Präsidenten Fallieres ein Diner geben, während Fallieres zu Ehren des Herzogs und der ttalienischen Marine-Osfizierc auf der Präfektur ein Diner geben wird.

Paris, 5. April. Gesten: faubei: sechs Ersatzwahlen für bie Kammer statt. Gewählt^ würben brei Rabikale und ein Radikal-Sozialist, ein geeinigter Sozialist und ein Progresfist. Die Radikalen verloren ein Mandat im Seine-Departement an die geeinigten Sozialisten, währeno sie einen bisher progrestistisch ver­tretenen Bezirk in ben Vogesen eroberten.

Lettin je, 5. April. Vorgestern abenb besuchte der italie­nische Gesandte den Fürsten Nikita und darnach den Minister­präsidenten Tomanowitscki, um mit ihnen über die Erledigung der montenegrinischen Ansprüche zu beraten. Nach ihm unternahm der eirglische GeschästSttäger einen gleichen Schritt. Anscheinend haben auch die Vertreter Frankreichs und Detttschlands ähnliche Instruktionen, lieber die 9katur der Unterredungen ist nichts bc kannt unb auch im Ministerium bes Aenßern wirb über bie Einzel­heiten strengstes Stillschweigen beobachtet.

(-) Belgrad, 5. April. (Privatmeld. bc3 Gieß. Anz.) Ter in Agram lebende Bruder des verstorbenen Kammerdieners Kola- foiuic hat am Samstag bei der Staatsanwalifchaü in Belgrad die Anzeige gegen ben Exkronprinzen Georg wegen Mordes ci'uaitct.

Bb*®ut» Seide ^.1.35^

Schon verzollt! Verlangen Sie Muster! L,,?ul Ci. ilenucbcrs, Zürich.