wenigften zahlreich heimgekehrt; man sieht sie nur ganz vereinzelt fliegen.
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•• Der Entwurf für das neue 25-Vfennig- ftück, der vom Bundesrat angenommen worden tft, ift eine Verbindung zwei Entwürfe anS dem veranstalteten Wettbewerb. Tie mit den beiden I. Preisen ausgezeichneten Entwürfe haben keine Verwendung gefunden, hingegen Kat de: 3. Preis die Cch reite der neuen Münze geliefert, während der Reichsadler das Werk eines anderen Bewerbers ifL Tie Münze wird in reinem Nickel in einer Größe von 23 Millimeter hergestellt. Wegen deS geringen GrößenunterschiedeS von nur 1 Millimeter gegenüber der ReichSniark wird die Münze erheblich dünner gehalten; daneben bleibt der Rand glatt.
•* Für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 6. Mai, nachmittags 4 Uhr, ist folgenoc Tagesordnung eingetreten: 1. Mitteilungen 2. riedigung der Chirurgischen und der Augenklinik. 3 Baugci'uch de 5 Hch. Launspach für die Bleich- straße i. Tesgl- idjcn des Hart Wchrum für den Diesecker Weg. 5. Desgleichen für den Mittelweg. 6. Desgleichen des MofeS ft'ßlec für den Neuenweg 7. Desgleichen des Emil Äorf) für Seltersweg 75 8. Gesuch des Emil Ctto um «Genehmigung zur Anbringung einer mechanischen Straßenubr am y>aufc Bahnhofstraße 49. 9. Gesuch der Christine Stein um Genehmigung zur Aufstellung eines Selterswasscrhän d:5ns am Seltcrstor 10. Schutzstreifen bei der Irrenanstalt 11 Vergebung von Arbeiten und Lieferungen 1 ' An und Skrtauf von Grundstücken. 13. Verpachtung eines Raumes im Schlachthof an die Haute- und Icilvrrivi rtungsgefellfchaft. 14. Antrag des Heinrich Winn auf Enteignung von Baugelände an der Keplerstraßc I » Benennung von Straßen zwischen Mittelweg und Beterinärklinil 16. Verbesserung der Straßenbeleuchtung 17. Einspruch des Johann «4g. Psafs gegen die Berechnung der Strapenkosten für Wilhclm- straße und Liedigstraße ix. Mnalgebuhren für das Grundstück Neuenweg x und 10 19. Feldbereinigung links der Lahn; hier: «^rcnzeegulierung mit Schiffenberg und Anlage von Feldw.'gcn 2'). Regulierung der Wieseck. 21. Bepflanzung von Grabstatten. 22. Gesuch des Johs. Läß- mann um Erlaubnis zum Schautwirtschaftsbetriebe im Hause Steinstraßc 76.
** Aufgaben und Ziele der Frei studentischen Bewegung lieber dieses Thema hielt am Montag Referendar Vaterrodt aus Köln in der (Wenerab Versammlung der Gießener Freien Studentenschaft einen Vortrag Der Redner führte aus, daß es die frcistudcntische Bewegung zum Ziel gesetzt habe, durch Lösung des modernen Bildungsproblems den Hochschulzwcck zu fördern Der Zwect der »ochschulc ist, ihre Mitglieder möglichst für ihre spätere Stellung im Leben zu fördern. Der Äkademiter ist berufen, in unserem Kulturleben an maßgebender Stelle zu stehen, und muß daher »veitgehendes Verständnis für alle Erscheinungen dieses Kulturlebens bc sitzen Der Aufgabe, die der Hochschule daraus erwächst, zeigt sie sich feit geraumer Zeit nicht mehr in vollem Maße gewachsen Ter gewa'ttge Aufschwung, den unser gesamtes geistiges Leben in niobemer Zeit genommen, hat zu einem ungeahnten Anschwelleu des zu beherrschenden Gebiets und damit zu weitgehender Spezialisierung des Studiums geführt. Die Hochjämle tft eben weit mehr ein ftaa t l iche Beruf sbildu ngsinftitut alS eine wissenschaftliche Bildun g s a n ft alt Die Freie Stubentenschast will nun das erfüllen, was die Hochschule nicht mehr leisten lann, und von da aus die Reform des Hochschulivesens anbahnen Schon früher zeigte sich ein 'solche.- IMtivben bei den alten Landsmannschaften und der Bursctu'n schäft von 184* Aber es zeigte sich gar bald, daß die vereinsmäßige Organisation, die sich in konsequenter Entwicklung herausbildete, das Erreichte im wesentlichen nur den eigentticlnrn Mitgliedern zugute kommen ließ, der Allgemeinheit aber wenig nützte. Mau versuäftc daun, eine allgemeinere Organisation zu schaffen durch Einrichtung frubcntifd)er Ausschüsse, doch diese scl-eiterte in ihren Bestrebungen an dem Widerstand der korporativen Mitglieder. Die Freie Studentenschaft hat nun versucht, durch Organi- sation zunächst der '?<’irtitinfodorierten zum Ziele zu gelangen. Durch eine Reihe von Institutionen will sie das Ideal allgemeinerer Bildung fördern, der körperlichen Ausbildung ihr Recht angedeihen lassen und unter den Stu-
irietenben durch Vermittlung von Arbeit ufto. auch sozial wirken Auch den geselligen Verkehr will sie pflegen, lieber ihren eigentlichen Zweck gebt es aber hinaus, wenn die Oraann'anonen mancher Hochschulen durch Abhaltung von Arbeiterkursen und dergleich'n ihre fokale Wirksamlett auf weitere 4reife ausdebncn wollen. Sonst haben sich alle Vorwursc, bre man den Bestrebungen oer Bewegung ent gegenhielt, als haltlos errcieten In der Diskussion, die sich dem Vortrag anschloß, sprach u. a. auch Lizcnsiat miaut, rndem er einige Vorwurfe des Referenten gegen die Korporationen zu rück wies und die smdentifchen Arbeiter- unterrickftskurse in Schutz nahm.
•* Kaufmännischer Verein. Die Generalver- sammlung deS Vereins, die am SamStag abend tm Ver» einSbaufe stattfand, war schlecht besucht. AnS dem Jahresbericht ging hervor, daß dem Verein 4 Ehrenmitglieder, 244 selbständige und 167 unselbständige Kaufleute, zusammen 415 Mitglieder angeboren gegen 423 deS Vorjahres. Der Tod hat im abgelaufenen VereinSjahre eine schwer zu ersetzende Lücke im Mitgliederbestand geriffen; besonders beklagte der Verein das Hinscheiden deS Kommerzienrats I. B. Koch, der ein eifriger Förderer deS Verein« gewesen ist und daS Ableben seines langjährigen Rechners Georg Böhm. Tie sozialpolitische Betätigung deS Vereins hat im abgelaufenen Jahr geruht. Zum Kaufmannsgericht wurden 4 Chefs und 4 Angestellte, die sämtlich Thtqheber deS Vereins sind, als Beisitzer gewählt. Die Unterstützung durchreisender notleidender Kaufleute, für die schon seit Jahren Mittel bereit gestellt sind, hat zu trüben Erfahrungen geführt. ES hat sich heraus- gestellt, daß in Frankfurt a. M. m einer Herberge Zeugnisse gefälscht wurden, auf Grund deren die UnterstützungSkaffe in Anspruch genommen wurde. ES wird gebeten, Leuten, die vorgeben, Kaufleute zu sein, unter keinen Umständen eine Unterstützung zu geben, sondern solche Bettler an die Kaste zu verweisen, damit endlich dieser beschämende Bettel aufhört. Der Verein hat gemeinsam mit dem Ortsgewerbeoerem 9 Vorträge veranstaltet, die sehr gut besucht waren. ES wurde die auffällige Tatsache konstatiert, daß Vorträge über volkswirtschaftliche ober kaufmännische Dinge wenig Intereste bei den Mitgliedern zu finden scheinen. In der Vereins- btbliothek wurden 742 Bucher auSgeliehen, wobei bemerkt wurde, daß der Verein 100 neue Bände angeschafft hat und demnächst einen neuen Katalog herauSgeben wird. DaS VereiuShauS ist außen und teilweise auch im Innern renoviert. ES wird über schlechten Besuch deS HauseS und der schön angelegten Gärten geklagt, lieber die Fachschule berichtet H'auptlehrer KnauS eingehend; er konstatiert deren gedeihliche Entwicklung. Daß LehrlingSheim war gut besucht, auch die darin von Mitgliedern und Lehrern gehaltenen Vor- träge fanden das Intereste der jugendlichen Hörer. Tie patriotischen Festtage und daS Weihnachtsfest wurden im LehrlingSheim entsprechend begangen. Die Ersatzwahl für den verstorbenen Rechner Georg Böhm fiel fast einstimmig auf Karl Franz, der bisher dem Vorstand als 2. Schriftführer schon angehörte, für dieses Amt wurde Heinrich Erle gewählt. Die Wahl der Rechnungsprüfer, der Mitglieder deS Schul-AuSschusteS und des Aufnahme-AuSschusteS hatte daS Ergebnis, daß die seitherigen Mitglieder wiedergewählt wurden.
•• (Edangel. Arbeiterverein. Die rege Jnanfpruch- nähme der mit dem 1. April iuS Leben gerufenen Beratungsstelle für ArbeiterversicherungS-, Steuer- und Rechtsfragen läßt erkennen, daß durch diese Einrichtung einem Bedürfnis Rechnung getragen wurde. Im ganzen wurde die Beratungsstelle im April in 25 Fällen in Anspruch genommen und zwar Arbeiteroersicherung 1 (Unfall), Steuerfragen 9, Rechtsangelegenheiten 12, Sonstiges 3. Hiervon wurden in fünf Fällen den Ratsuchenden Anleitung zur Anfertigung von Be- aifungen rc. gegeben, dagegen in drei Fällen von der Verfolgung der vermeintlichen Ansprüche abgeraten. In weiteren drei Fällen wurde durch Klarstellung der Sachlage einem Rechtsstreit vorgebeugt.
— Dutenhofen, 2. Mai. Hier wurde eine stark be- suchte Kaninchenzüchter-Versammlung abgehalten, um einen Kaninchenzuchtverein mS Leben zu rufen. Nachdem Herr Pannecke-Klein-Linden und Herr Hahn-Wetzlar über dre
Verbreitung der Kaninchenzucht, sowie über ihre wirtschaftliche Bedeutung gesprochen hatten, wurde zur Gründung eines Der- eins geschritten, dem 21 Mitglieder beitraten. In den Bor- nanb wurden gewählt: Karl Gilberi als Vorsitzender. Friede. Weber als Schriftführer, Ludwig Hahn als Kassier und W. Gilbert als Beisitzer. Auf Anregung deS VerdandU- schriffführerS Weinandt beschloß der neugegründete Verein, dem Mitteldeutschen Kaninchenzüchter-Verband beizutreten. ■
Wanten und Reifen.
Literarische».
— Deutsche- Sanderbuch , Franckd'icbe Serfag ?hanb» lung, Stuttqon: 2 Teile. > Mu Beginn der Reifezeit ift eck am Platze, rur auf irr Kam tu madxe, auf das schon vor einigen Jahren vom Vorstände des V rbanbel deutscher Touristen vereine hcrausgcaebene „Dentsu Wandcibvch*'. ES wird darin lum erstenmal der Versuch gemacht, in zwei Bonden das gefeinte deut'che Land und txe angrenzenden. Alpenqel eie kun und treffend touristisch bariuitellcn Der erste Teil n:hüU Süddeutichland, der zweite Mittel-, Nord- und Ostdeutschland Der irestnUiche Vorzuq de- Buches beftebt dann, daß es nur das Charakteristische einer Landschaft, was ihr besonders eiaen ift uel sie von anderen Gebieten unteridjribet, bervorhedt Dem oder- flächlichen Reifen will das Wauderbuch entschieden entgegen arbeiten Zu dem Zweck verrichtet es aus all den tnftonfdrn Ballast, der in den Speziallührem jedem einzelnen Ort anbaftrt, aui alle! nebensächliche und umständliche Beiwerk und bringt dafür über ledeS (Gebiet einen einleitenden alhnnetnen Aufsatz. der das Augenmerk auf das Eigenartige und Bei andere der Landschaft zu richte» sucht, wie c» durch die geologische Entstehung und bk VegerattM derselben bedingt ift. Auf den geograpbisckren Aufbau und cm Tflantcnleben gründen sich wieder das wirtschaftliche unb xi geschichtlich' Moment, die sich davon fainn trennen loffen deshalb auch mt Zusammenhang mit ihnen drhandelt werden Bich dieser cnhitenbat Aufsätze geben em geradezu mustergiltige» S» famtbüb von Land und Leuten Es war da» nur dadurch möglich daß der Borstand des Verbandes bcuntba Dourifteiwercine ,rde§
ii Männern bearbviten liefe, ?■
befreit Hennern geboren. All die interessanten Darstellungen der verschiedenen deutschen Landesteile beftunmen das 'Manderbach nicht allein für den Touristen, sie machen es auch »u einet Geograpkrirbuch für jeden Deutschen Ten allgem .nun flufitiri folgen in icbcm Abschnitt die Vanderprogramme - für die mentrn Gebirge sind gleich mehrere Vorschläge gemacht worden, em-, unev und dreitägige und mehrtägige un'animeitbängrnbe Wahrten. Tun Teile deS Buches sind es besmiderS, auf die sich die eben angeführte kurze unb knappe Behandlung begeht, die jede über- llüffige Bemerkung vermeidet und allen geschichtlichen Zahten- unb Namenkram ausschaltet. Eine Meitge Abkürzungen xhictifttbai unb Zeicheti smb da;u notig; man nnrb sich aber rasch an i» gewölmen. So bedeutet y B ein „öaminer" einen geogiwiiiiL merkwürdigen Punkt, wie Fundstellen von Mineralien unb frltrem Steinen Daß gerade durch kurze Hinivrise zu natimiufieni*'! lüften Beobachtungen angeregt wird, ist in unserer Zeit, w» ba» Reisen immer mehr ein« gesellschaftliche (Memobnbeü ;u werben scheint, nicht gnuig v: 1
schnitts sind noch die genauen ?ldresfen der in einem IkiHmmini Gebiet bestehenden Dandervereine angegeben. Auch ein genaur« BerveickmiS der besten Reiselfteratur ift der Zchilderuno irbei cinjelucu Gebirgro angefügt worden. Da- ..Druvchr »anbm buch" will nämlich die Spetialführer nicht ersetzen oder gar oer- bränacu, es will nur dem Frenidan einen raschen Utkrblu? über das Wesentliche feth it olebirtA geb n und es ihm ermialidxii. au* bei gemessener Zeil ba^ Eigenartige unb Besondere einer VanbübaH kennen zu lernen; es will in der Hauotstichr aut ^orbertitung, jur Festleqiing des Reiseweges benutzt fein Für diesen Zweck sind der raschen llebersicht halber eine '.’ln.wbl klein r jTä r t di e k auch eine geologische Harte von Siiddeutsckrland brigefügt worbe»
Sport.
Fußball. Vergangenen Sonntag hatte der Giehrner Fußballklub von 1900 den Fußballspvrtverein Svrendlinge» äu Gast. Das 'Setter begünstigte so bat Spiel fe£r seetnb lmgen lieferte rin aufophmbto und eimvandften> ^vicl. fr«.'.- icbod) gc-gen die Giestener Mannschaft nicht ainLimnioL Wu 9: 1 Toren behauptete schließlich die hutfige Mannfchair bei r U
Retourspiel de» Marburger Verein» für Baeesvi«^ spiele 1 Mannschaft gegen die gleiche Manni<1>att be» Okrferx't B. f. B Marburg mäMt mit dem Wind, Gießen bat ftoMtz. Die erite Spiel hälfte gehörte der beimndxn Mannschaft.
2 tu rin rr roar«m in prächtiger Iorm Eine fein burd?oa<nr loc binalton brachte in 30 Minuten o Dore etn, denen die 'w trotz eifrigen Bemühens keinen Erfolg gegen überstell en fpneui* Rach Halbzeit fällt das Spiel bei Gießen ab Die '‘icnnidian trainierte schon feit 2 Stunden unb dieser sfr dl er mach« iub ictzt bemerkbar Marburg erzwingt durch zwei Ireistöße und t«r schöne Flanke 3 Tove für seine Farben, wahrend d>' ichwar»« leer ausgehen Mit 5:3 für die (Wiefetncr BewrgungSfPieler ftrU das Spiel beim Schlußpfiff.
Der 2000. Marburger Stubent
j! Marburg, 4. Mai.
In innerer alten Heften Universität, die nach iljrcm Okünbcr, dem Landgiaien Btilipp d- ni Großmütigen Alma muter 'Bbilippma benannt mnt>, bert’dv seit heute eitel nreub Hat sich lwch die sctwn nn vorigen Som Niers emefter gelx-gte Hofftrnng, daß der 2000. Stu de ui lr.tr seinen Einzug halten würde, verivirklictn. Die 2000 sind sogar schon um etwa 10 bis 50 überstiegen Trotz dem morgen, »um > ''..u, erst der letzte Tag der Immatrikulatioueu angeklU >st Die Ja bl der neu Mnzugekommenen Studenten । eine b« letzt un i reichte Zifs
Jahre 1867 zahlte Marburg insgesamt 290 Studenten: 20 Jahre »t des l«x ' Studenten feiern. Diese Entwicklung zeigt, daß i>ch Marburg dmik seiner tüchtigen Lehr- ttift'ttit :v guten Ansehens erfreut
Ialn ■ ' war ein Russe. der
der bu>tmal als 2(MMi m die Chronik der Stadt unb Universftät etngx'tra-Kii wurde, tft ein Marburger, ftub mr Müibolt Eller Heute früh wurde ihm au» dem llniver'irätssekrrtariate die Bot schäft Autrü unb zugleul bedachte man ibn mit allerhand Aui- mexfi ", ■ ■ rrittz iin ftub«ntiidxr
Umzug statt, in dessen Mitte der Gefeierte nn geschmückten Sagen faf\ Abendck erdiolmten vom prächtig beleuchteten Landgrafen fdrioffe Bollerschüffe. Die Stadt wird noch eine besondere ekier veranstalten
•
Uraufführung im Wiesbadener Freilust- tbeate, Die llraunuhrung etnre Trauerspiels von Ernst von Wo! »gen ..Die M a i d ran t" wird Ende dieses Monats statt- finden Auf Anregung deck 'iurmtciibaiiten wirb dieses altger vmnifch Trauerfptrl un Freien >ur Jtiinubrinrg gelangen Eine Felsensiuvix außerhalb der Stadt tm 'Worben ithrb bm wirkungs twllai Hiiitergruich hieieb Raturtbeaters bilden.
— '-t ch x c i b u n g b e v 6 t r a fc e n u a m e n. , Der Allgemeine Deutsch. Sprachverein- j'.iücig 59 le 4 haben) hat mit deni Tlagiftiat 'lisieSdaden Pereiiil arttn-en getroffen, die die kchrnbiing hex elraftenmimen gewissen Regeln untergeben. Diese Regeln hüben sich auch bestätigt nn Buchc eucker-Duden: .Vorbemerkung, belle 14 2. Zula«; 2, unb eite 18, Zn'at^ unb tu dem Straßenverzeichnir bei Kaiser! Ue't 'uv Beilin, b • lassen sich m den meiften ,'dllen folgende Druudiane amvenben: 1. Tie einfachen birapennamen, wie 'Jlbolfftiage, 'gortbstrafee, Arndlstraße »mb in einem Wort -u schrei den. 2. -Straßennamen mit 6 uiemcbairtipörteni. z. B. Kleine Buigstrafre tu zwei Wörtern ohne Binbeftrich. 3 etrafeennamen welche die Richtung >iack, Anßenorten angeben. B. Biediichex Straße. Hallgatter Strafte, i. zwei Woiten ohne Viiibefirich. 4 Ctraßennamen. die au« mehre bcrioiienuamen sufammengefent. sind, jj. B. Kaiser.Friedrich-Rin i Kalle-Straße, Gustav-Ireotag Straße, getrennt unb mit Bindestrichen.
— EindeutscherTibetsor scher. Fast anderthalb Monate nach dem noch in frischer Erinnerung stehend'n Berliner Borkrag von Sven Hedin gab am 27. April in demselben Saat von -troll ein anderer TibeNorscher, der kgl. baverische Cbcrleumant U11ch ner vor einem erlesenen Publikum eine ebenso fesselnde Schilde rung feim*r in den Fahren 1904 05 au*gefübrtni, roifieniduiftlirt) bedeutsamen Reife durch bisher unerforschte (Gebiete von Rordosk Tibet Da der Reinertrag deck Veranstaltung den durch die lieber schwemniung Okidtäbiglen in Batiern und der Provinz Landen - bürg zugute kommen soll, verglich hiervon ausgehend der Vor tragenbe die JlataftropUn in (htropa wie auch da« Erdbeben in Messina mit feinen Hunderttaus en den vmi Menscheiiopsern mit solchen in Asien, wv allein durch die lleberschwemiiiung be* Hoanghv zwei Millionen Menschen ums Leben gesinnmen und. Den Matfchu genaimken Oberlauf dieses Flusses zu erforidjen, erschien ihni als eine 'Aufgabe, in deren Dienst er fein Leben stellte. Es galt ein Oiebiet von der Größe Deutfcküands von West nach Ost zu bunbaueren und wissenschaftlich aummebmeu. das von einem gut bemaimctni, intelligenten :Rhuberuolf, den Rgoboken bewohnt ist Die Reise ging von Schanghai Mio den Jangtse aufwärts über den Tlingling, die Dafserscheide «vischcm xxxmgbj und Jangtse, die in nordwestlicher Richtung verläuft, dis nach Siningfu. dem eigentlichen Ausgxingspunkt der Reise. Hier wurde dem mächtigen Kloster Klonbum. das von .V- 1000 Lamas bewohnt ist. em Betuch abgeftatttt. Die von Lichtbildern unterstützte Schilderung des Lamaismus, aus der wir m 101 eine Anekdote mitgetrilt haben, deckte sich mit dem, was Sven Hedm für den Vesten von Tibet berichtet hat. Von hier ging die Fahrt südlich durch em Stepven- Plateau von der Höbe des Mont Blanc mich den Ouellleen des Maffchu und dessen Lauf folgend m monatelangem Manche durch das Gebiet der Rgodoken, wo die Erpedition von diesen Berg stänrmen und der grimmigen Winter kalte fast auigmtben wurde, bis es ihr glückte, nach SunaPantmg an der dnnritidxn Grenze iu gelangen. Von hier kehne sie den Matfchu abwärts an den Ausgangspunkt Siningfu iurück Auch dieser Tibet’ondrr konnte mtt Genugtuung out die wissenschaftliche Bearbeitung inner Forschungen m einem grundlegenden Werk Hinweisen, dessen verausgabe der Dispositionsfonds des Mauer? ermöglicht Tie Bet fannrlung zollte dem humorvoll n, iviiipxrthi chen Tarsteller ferner kühnen, erfolgreichen Reife reichen Beifall
Die Reiben raupenj n cb t in T e u t i d> • C ft a i r i f a , deren Hauptfitz sick, in Bukoda berinbet. bat neuerd ugo besonders günstige Ergebnisie geliefert Wie bie ..Umschau" mit- teilt, wurden auf b.n dort nruangcpflamten wilden 'Ttaulbfii- täumen dis »um Herbst v I- 70000—Ä)000 lebende Raupen- nester unt_ burrtiidmtttlid) 250 Raupen emgefammelt. Die <ie i£ennenr Seide kommt dauptiöchlich bet ■sthapptnbuftrie ;ua;:t: Sie wird »u billigen Lutzjeiden. vornehmlich aber zu Blüjch unb ganz- ober ixilbicibcnm Sarnreu verwandt Das Unternehmen
am Viktoriasee hat sich bereits mit den bdxutenbften 3<txipr«*2* fabrifen bcs Weltmarktes in Verbindung gnetzt, unb st hoffen, daß bie gegenwärtigen Versuche die deutsche Seidenindustru vom chmesifchen unb italienischen Martt unabhängig wacht» werden
— Im Kraftwagen durch Afrika Der Lberleut»^ Vaul Graed, der unter großen 3tfmnrnafntnr Afrika durchweg und von ferner ^ahrt eine Reihe hochinteressanter Berich» M Tag PeröhentlidHe, ist lnEwakopmund, dem Fiel feine angclaiwt Zleber die 3nftrt äufeerte tr sich mlgrnbtnnaiKi ,^Ich habe Swnkopmund auf den, Auto erreicht, mit orin i< den b unflat Koni ment durchkreuzt habe Iir Reife von lar-e» galant ai Deutsch-Afrika btfl Swakovmund bat Tage gebaent Ich fchötze. daß der Wagen in dreier Zeit 9050 »etlvnrrtrt ufris gelegt bat. vvn baten ca. 37OU durch englisches *bid fuixia Ich kehre auf dem Seewege bis Liflpdon mrixf unb nx-rtr bt»rt in meinem Antonwhil bis Berlm über Land »abren Sri* Meilen hinter Wrntchuk brach eines der Hmt.-rrader, wabms wer auf ebener Strecke ntxi einer Geschwindigkeit von cflw über 30 Kilometer pro Stunde fuhren. Dir ^agntad>e toM sich m txe Erde unb alles fing aus trm Wagen heraus Tage brauchten wir. um die notwendigen Reparaturei- an#**' fuhren. Tarrn fuhren wir nneder weiter, txxb wir batten er geheute 'dwnenarnten. Die Flüsie waren .iberschwerwnt. wir mußten uns imferai Weg durch 120 Kilometer SuftteN» nx> keine Begetatwn $u erblicken war. pftügen. Endlich -rr-ick^ wer die Spitze eines Hügels und iaden bie Ser vor uns Selbst Nicht rnrnial Foiovlwns Griechen können das Meer WV kibai als wir W deskrüftM
— ft l eine Chronik aus ftunst unb 8iffenf4« - Die 25|älni(K m*ier als ordentlicher Professor an der Unirr125 Erlangen begeht dieser Tage bei lar onalokonom Dr E-ft Ddeodor Ritter von Ebe berg. Tic Preisrichter fir Bcurteilung der ein gegangenen Vorschläge »u Zttaßrn- und V* dauunqsplanen für bie äußeren Berirk-' ftopenbagens^ kannten dein Stadlgeometer ftarl StriN»inBonnben er w<* Preis }u Än der 500-Iabrieier der Universität L< vr'a sämtliche deutschen Uniuerluäten Oesterreichs t
Ti llniveriität ft ie 1, bie 1900 zum ersten Maleben lausend^K Studierenden immatrifuliertr, weist letzt 1 ’; taufend B sachrr «0 Das von Bildhauer Prof. H. Voli in ftcrlSrufr*
Denknial für Bert hold Auerbach in den fturanlaa** sS a n n ft a 11 bei Skunaaik wird am 23 Mai ent hüllt werbt» - Ein kostbares Modell für das D-eutt'che Museum in 'IX-ir*®® ist von der Mmchineniabnk Heinrich Lan; in Mannheim stiftet worden Es handeft sich um das Modell einer Jentral . dessen Herstellung drei Jahre unb 40 000 Arbeft-löhnen mortwri hat.


