Ausgabe 
4.11.1909 Zweites Blatt
 
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Me Tk>rtenatf> ber jtmeitS für die SönigliÄ-?reu- fcif 6en StaatScifenbahn-n gültigen pern isnS- fähigen TurchschnittSsätze" «netzt. ,

*2( r 11 f e 1 II.: Tiriem Gesetz wird rmfimnmt* srart: m 1. Aprll 1908 ab mit brr Maßgabe berge legt, baß bte 'ßarfunen *jt nadt dem 1. Avril 1908 in c-rn RuhritanD getretenen ötamim unb br Pe^wrgunasanfprüche der H ntcrol ebenen der feil dem 1 2Lpril 1908 Deriuorbencn Beamten anderweitig festgesetzt nxrrb<.n.

Ter Zweiten flammet ist eine Vorstellung der Tomamal- l'ornwarle LeS GroßherzoglumS, betr. bie Aufbesserung ihrer Gchal'.Soerhättnisse, bezw. Bewilligung einer Teuerungszulage, zugegangen, ferner eine Vorstellung deS Hessischen Landes- HegceroeccinS, betr. anberroemge Regelung der Gehalts- Verhältnisse der Lehrer an Volksschulen.

Die atmosphärischen Zeinde der Luftschiffahrt.

Von D. Pepvl er-Frankfurt a. M.

Nach den ersten größeren Erfolgen der lenkbaren MatvrballonS tat man io fort an ihren Ausbau unb ihre tterroen ober Teil Tür Verkehrs zweite gedacht. Man trägt sich mit dem Buibl m regelmäßiger £uftrunbreifen und spricht allen Ernste» von cim*m wirtschaftlichen £ u f 11 i n t e n b e t r i e b , der .ich den . riLeuicb überbietenJ.L Ti« bejlugc;;e

Phantasie denkt sich schon noch Miilionem zöy^endes flamtal unb rechnct mit glänzenden Tioidenden.

CRnriß, man soll nach dem Höchsten ringen, und der groß- artige Du schwung der modernen Technik wird noch manchen über» ra ich en den schritt in her Beherrschung deS LuftmeereS vorwärts nm Allein es ftnut nicht brutgeno genug davor qcromrti roeroen, oaß man die :Htaniung ohne 0k!jor ixr '..Ui'tcorologic macht, lind diese, die von Anfang an daran ieftbidL daß die £enkballonS ihren 3merf nur m wcisebeschranktem Umfang crrndien werden, hat nach oen bisherigen Erfahrungen redjt behalten.

Ter Erfolg regelmäßiger NLowrluik'chifsahnm, bte, wenn sie wirklich von wirtichaftlichcm 2^<rtc jein ollen, doch zu jeher Tago unb Jahreszeit unternommen n»erben mußten, wirb schon :n oragc gcitclit durch die große ßigcnbcroegunß der nihtgL'ucn von 3 Metern in Der S künde sind in Icurova die Regel, aber gelegentlich werden in Skurmwirbeln .30 und 40 Meter in der S. künde erreicht. Zudem wächst die (Geschwindigkeit der Lust, je hoher das LuM'chill steigt. Sa bat PariS i. B. eine mittlere Lustgefchnnndigkeit von 2,2 m am bei 305 Meter hoben Spi^c des Eifelmcmcs bereite eine solche wn 8,7 in s allo das Vierfache wie niit.n. Tie u stärke übvrtrijft in dieser Höhe also bereits die Halste der Maximal- geschwindigknt unserer moderne,i LentballonS, Die ungefähr 11 in. s. beträgt. Tie mittlere nutzbare Gesrl Bindigkeit in ^dieser Höhe ist daher nur ca. 6 m. s. oder nur 21 RiUmrtn-r pro Stunöc. In vielen F tini aber weht schon in geringer über dem Erdboden der '2Binb mit derselben Geichwiiidigkcit, als ine Eigengeschwindigkeit deS Luftt'chisfeS ausmacht.

Ein anderer gesährliäjer Feind der Lustschisfahrt find die Sturme. Meteorologisch bezeichnct man als Siurm einen Wind, lftvindigk e erreicht. T.ri

(ündiu ndigkcit ist bi jetzt noch v n kein m Lenkba^vm erreicht woroen, so daß er niemals mit Erfolg gegen einen Sturm an fahren kann Wenn trotzdem bei den Zährten der Motorballons oft berichtet wurde, daS Luftschiff habe gegen Sturm sich mit Erfolg bxivegt, so beruhte dies m allen Fallen auf Ueberschätzuiig des Windes. ES kommen, besonders m der falten Fahre»zeit, Sturmperwden von tagclarger Tauer vor, an denen die LAiiwgeschnnndigkeit noch gruBcc ist alS 15 m. s. Bei einer solchen '^kucrlage wäre ein £uftjd)itf, das von einem Sturme überrascht wird, im höchsten Grade gefährdet, denn es wird nicht landen lümicn. Bis jetzt hat man noch teijie Gelegen­heit gehabt, zu beobachten, bis ;u rcddicm \v,xab< in der int günstigen Jahreszeit eilte Matorlnstjchi; fahrt möglich tit. Ta her darf man auch das, was die Mototluftschille bisher geleistet Jjabeu, nicht überschätzen. Alle Tauerfahrttn sind bis jetzt in dem relativ ruhigen Sommer erfolgt, also unter günstigen Bedingungen. Auch die Wahrten der Lenlballons bei Gelegenheit der 3ntcmational;n LnsticbiisahrtS-Aitostckllung zu Frankfurt a. M. si.id nur unter Bcruckiichtigung der günstigen Lsttlcrungsi'.ilaluuhc einzu,chätzen. So hat der 'Parstoat Ballon an kaum mehr als der Hclllte der Tage, an de neu er in Franksurt war, Falnfu unternehmen rorarrn. £b das starre Tuficm hier ubcri. gen ist, ist kaum zu entldxivcn, da derZeppelin" auch nur in locnigcn Fällen bei ungünstigen.tter- oertälNnssen gefahren ist.

irinc Farm der aNnosphärischeu Störungen, die der Meteoro­loge mit dem Namen 2k*n bezeichnet, kamt hem Luftschiff besonders vcrhangn.svi'll werden. Sie eimtehen huid) starke örtliche Tem ptraluiucrfd)icbenbcuni in der Atmosphäre unb find von heftigen Äinden, die sll'startig wehen, unb von Regenschauern begleitet,

1 I rgehen In ir lc .

heiligen Bewegung die Lui'massen find, bat man schon oft an Frei balLoiid erführen, die nnireüvilligeriDe.ie m eine Boe gcri.Ln. Aui der Rückseite der Boe stürzen kalte Luftmassen ziemlich heftig schräg abwärts, die den Ballon ersajsen unb mit Geschwindigkeit von mehreren Metern pto Sekunde zu Boden reißen, so daß er oft nur durch starke $allaftabgal>e btm raidten Fall abzubremsen vermag. Ein JJtotorballon ist innnitcn einer Böe kaum besser daran, denn seine motorische .'traft wird nicht ouS- reichen, gegen bie turbulenten Luftbewegungen mit Erfolg a i, zul * m v f e:i er wird umu üt o;e große CAeiahr kommen, durch die berabflilrjcnbcn Luftmassen zu Boden gebrudt zu werden, zumal wenn er durch die nicbCTgel.enbai Reg.n rnaiirn b<idu«rt UL Solche senkrechte Lustbewegungen find übrigen» auch bei <uitrm Äener in der Rühe ber inboberstäche häufig. Wahrscheinlich ist der Unglüd»fall des 'Uarieval, als er inmitten der Stabt Frankfurt ziviulren einem ^aujerfarrve zur Landung gezwungen wurde, einem solchen £uitirrom juiuidireibcn Er i- ii jedenfalls in eine abfirig m Luftströmung g rat n, bu ihn zu Boden druckte. An unb für sich wird eine ociartigc unfrei- willige Landung keine große Gesatzr bedeuten. Aber eS tönnen bei einer Landung aui schwierigem zcrrain und unter ungünstigen Umständen andere (Gefahren huizulommen. In einer Stabt z. B ist die Okfalrr einer Eiitzunbung das Ballongases unb damit einer Epplosion immer lebt groß.

Tie Gefährlichkeit anderer ütmosoharisctjer Feinde der Lust- fdiifiatrt bat man noch nicht gtnugenb kennen zu lernen Gelegen Wit gehabt. Taß ». B. elektrische Entladungen zu schweren Katastrophen nibren können, scheint das Unglück zu Ud'-tcrbiugen zu benxisen 3ebenfalls handelte es sich damals nm eine elektrische Entladung zwischen dem Lustichiif unb der Erde, die das Daii'erstossgas d.-s Ballons zur Entzündung brachte

3n der kalten Jahreszeit endlich wird der häufige Rauh- fron der Luftschif'ahrt sich als höchst empfindliches yemnuu-5 (rweisen Man kennt diese Erscheinung sehr gut aus unseren Mittelgebirgen. Der Ranhsrvst bildet sich bcionderS bei nebligem, feutfrum 'Steuer unb Innpcrdturcn wenig unter dem Ge'rierpunkt, inbrm sich Eisnabeln in oft großen Massen an Baumen unb S rrundKni an setzen Ter Anhang der Eis massen nimm: oft gt wattige Ausdehnungen an, so daß dic Form des bannt oelabaien Eie^nstandeS völlig vcrbullt wird. Diese Rauhfrostdildung er- leigt im ,eiben Matze auch in der freien Atmospdarc. Man hat bei Ausstugen von Drachen beobadihi, daß Eismassen sich an die TradxnrUdicn ansctzen, deren ^loidit alt das mehr ache ber !rachen selber betrug, so daß sie dadurch l-ciduvert zu Booen gt- c ruckt wurden. Dasselbe wirb natu.lid) auch bei einem Motor- luftidiiii cintreten, bav bei feinen riesigen Verhältnissen durch die kri.iuanen außerordentlich bqdnueu wird.

3n der Atuwjohäre selber lauem demnach häufige unb mannig- falHiK Feinds, bie bas Luftschiii gciäbrben. Tiv praktische Brauch- nljdjan und n iisenichaitlla.em Gebietc, auf bem noch am cbeüen aui Erwlgc zu rechnen ist - une noch recht beschrZnlle, zumal auo die technstche Bollkommeno it ny<D man äes .u wüni <:i übrig l ißt. 2 a» scheint man ncuerbings auch in ben Xrcifcn ber Luivchifser e nzuschcu.

$rau Steinzeit vor ötm Lchwurgericht.

Pari», L. November.

In der Re he der .Sparen', die daZ Interesse Frankreichs in den letzten Jahren in 9lnfcni± nahmen, hat fein Ereignis Io rsel .'lustehen erregt a!« er Fall eie.nhed, der beute vor Dem Slifiien- hof zur Verhandlung gelangt, nachdem sich 1*, Jahre lang alle möglichen Leine die größte Mühe gegeben haben. Die geheimnis­volle Mordafiäre zu entfet)leiern. Aus den unendlich vielen Äom- binationen, Werücv'en unb Folgeriuigen, die man an bte Affäre knüp'te, lassen sich folgende Tatsachen herausschälen:

Arn Morgen deS 28. Mai v.Is. wurde der Maler stein- heil unb seine Schwiegermutter Frau Iaov in der l füa deS ersteren tot au »gefunden und zwar unter Um- ständen, die auf einen Mord schließen ließen. Als der T lener Eoiiillard am Morgen au« ferner im dritten Stock bcleqenen Kammer sich m die untere Etage begab, fand er dm Maler Ltctn- ber.l, einen unge'ähr 6<tzahrigen Jlann, mit einer Schnur um Oen ValS außerhalb deS Bettes auf bem Fußboden liegend vor. Seme Schwiegermutter log in ihrem Zimmer, aus d^ni ^ette fcerou«- (jängenb, anfdiemcnb ebeniaU« erwürgt. Tie Frau^Stemheil selbst, eine letzt imgefäbr 40jäbTige Tarne, <anb der Tiener an ben Pfosten ihres Bettes geiestell in einem dritten Zimmer vor. Sie ivar halb betäubt und vermochte nur mühiam anjugeben. baß m.ihreub der Nacht Räuber eingebrungen waren und zwar seien es drei Männer unb eine rothaarige Frau geroejen, bet leidet mit schwaizen Talaren unb großen Hüten, Die plötzlich vor ihrem Bette gestanden und sie aulgeiorbett halten, zu sagen, wo fich die 5chiiiuckgegenstäiibe unb bas Gelb bciänbeii. Sie habe nach dem Zimmer ihres Mannes gewiesen und bann einen Schlag auf ben Kopf erbauen, ber sie betäubte. sie einigem,aßen zur Besmnung kam, befand üch em 'Wattebausch in ihrem Munbe, dm |ie nur mit großer B.übe roicber cnt'etnen (onnte. Tie ooriäunge ober­flächliche Untelluchiuig schien die Angaben ber orau Steinbeil zu bestätigen, zumal sich heraiiSstellte, daß verfchiedeue Wcrigegen- liänöc unb Bargeld geraubt waren. Tas Verbrechen nci die größte Erregung hervor, au tu al orau Steinbeil in ber Pariser (jlcfcUididit eine gewisse Rolle spielte. Mon ennnerte sich, dost sie eine zenlanq die Egeria deS Prästdenten Felix Faure war, der in ihren Armen einen ziemlich tiagijchen Tob erlitten haue. Er soll ein Reizmiitcl eingenommen unb mfolflcbefien einen Herzanfall er­litten haben, der bet seiner geschwächten Gesundheit zum Tode führte. In der Todesangst^ umhüllte er die Haare der bei ihm weilenden Froii Sternhell, so daß Die herbei- gerufenen Aeizte oteic nbfdfnetOcn mußten, um die Fran von der L'etthe zu befreien. Nach dem Tobe FaureS begann Frau Steinbeil em luxuriöses Leben, zumal der verftorbeue Präsident zu ihren Gunsten eine Lebensversichernng über 5V 000 Francs ein- gegangen war. Im Laufe der Zeit soll sie verschiedene andere Vtcbbabcv besessen haben, bte ihr die Mittel zur Weiterfuhrung ihres großen HguShalts zur Verfügung stellten. Blan iveiß nicht recht, ob der Alaler Steinbeil von der Methode seiner Fiaii, zu den kosten des Haushalts beantragen, Kenntnis hatte, fest itcljt aber, daß er ihren Extrauagünzen temerlei Hindernis in den Weg legte. Ten Erzählungen der Frau Steinbeil stand die Behörde zu- nächst mißtrauisch gegenüber; aber bestimmte Beweise, daß sie selbit, wie m der Presse hier und da angcDeutei wurde, ihre Hand im Spiele gehabt habe, konnten nicht erbracht werden. Dazu kam, daß der Untr-rflichungsiichtcr die Untersuchung von dem Stand- punkte ous führte, daß er verpflichtet sei, ihre Uiischuld und nicht ihre Schiild zu beweisen. So kam es, daß die Agare Steinbeil m Paris allmählich an Interesse verlor imd dem Sdjidjal so vieler 'ranzösifcher Sensüiioiisgeschichten zu verfallen schien: im Laude zu verlaufen. Ta brachte es die Ungeschicklichkeit der Frau Stein- heil mit sich, daß sich daS Ney wieder dichter über ihrem Kopie zusamnicnzog. Sie halte einen reichen Liebhaber, einen Schloß- besitzer in den Ardennen, unb gab sich der Hoffnung bin, daß biefet sie bei raten werde, wenn sie vollständig gcrccbifcrngt Daftebc. Um das zu crvcidfcn, veifiicbtc sie den Verdacht der Tatcrichast auf andere Periouen zu leiden. In ctltcr ütnic auf den Tiener Eouil- lard, m Denen Habseligkeiten ne eine Peile praktizierte. Die angeb­lich bei dem Raubmorde gestohlen worden war. Der Diener konnte ober bald fern 'Alibi Nachweisen und nun kam Frau Steinbeil, Die inzivsichen einen anderen Uiitersiichungsrichter bekommen baue, in verhängnisvolle Schwierigkeiten. Sie erfand immer phantastischere Ausflüchte, um andere Personen als die Schiildigen hmznsiellen. In der önentllchen Meiiiiing von Paris bildeten sich zwei Parteien für mit) unter Fron Sternhell. Frau Steinbeil |clb|t batte bisher im Unterfiid)iiiigogcumgmv Die Rolle der Unidjulbigcn gespielt, die das Cpfet der VerbäUmsje geworden ist.

Den Borsitz führt ber Senatspraswent bc Balles, bte Anklage »crtriu oTjuarbriollc, während bie Verteidigung bie Advoiatcn Austin, Landoivsky unb Stcmlxirot übernommen haben. TS äxrlxindllmgen muxn nn Schwur gen id-tsiaalc statt, in Dem seiner Zeit das 'JicDoluitoiidlribunal Logic, vor Dem Dbarie Antor- nette, die Dnbarru und Tonton ihr Todesurteil entpiingai. Der Berl.andlungsiaal ist Halbdunkel und infolge ber beschränkten Raum- Verhältnisse habe vcthälnii-smäßig nur :veni,re Personen Zutritt gefunden. Ter vaupttell deS Saales ist ben Vertretern ber Presse reserviert. Rur ein kleiner Teil itrfjt dem Publikum zur Ber- lüijung. Für bie Pariser Presse ist der Raum vor den Barrieren, lur bie ^rtLet«. uex au- n Presse ein DG.nntei liegender kleinerer Raum reserviert. 82 ausländische Journalisten haben sich eingcsutiden, zuiammen. den iranzösischen Journalisten sind es weil über 100 Pressevertreter. Tic nach furchtbaren Prügri- fjenen in dos Parker: gelangten 100 Personen müssen strhen. Frauen war ber Zutritt überhaupt Nicht gestaltet in Erinnerung an allerlei unergu.cklichc Vorgänge, die |ici) während ihr Sen» jarionspcozcsse der letzten Icchre im Pariser Iustizgcdäube er­eignet hatten.

Die Angcllagtc Madame Steinbeil war in früher Morgen­stunde vom Frauengcsängnis St La^rrtz in den Just: polast über­führt worden, Ivo sie ivahrcnb der Verhandlung inieniitcl icin wird, um bei den sonst notiocubigen Her unb :Kückiransporten nicht E-egen staub von Kundgebungen zu werden. Sie wirb schors bewacht unb crsdxuit lur^ vor '1 Ul#r im Gcrichtssaal, wo inzwischen bereits ber Geridushof Platz genommen hatte. Auch die etwa 100 Zeugen waren im Saale versammelt. Ter Vor sitzende ersucht vor Eintritt in die Verhanbluiig, Ruhe und Crb- nung zu bcioatjeii, da er jede Störung unnochfichug verfolgen werde. Frau Stcinlxil ist eine mlltclgrvsic schwarzhaarige Ep jdKinung, Der man anmerft, daß sie sich Mük,e gegeben bat, um vor Gericht einen guten Eindruck zu mad>en. Sie trägt das Haar gewölbt, dtc unruhig blickenden Augen sind etwas untermalt, die Lipr^-n rot, unb Die scksvorze Toilette Labe Ho#. Sie macht ganz den Eindruck einer yv-ar angejahrten, aber noch lebcnoluftuun Weltdame, die nidtf ein Tobcsurted erwartet, sondern mit einiger Neugier der VcrHandlung eiugeaensieht. Bet der Personalsesb- Aller aui 39 Jahre an. Sic besitzt eine ir.1 mbrigc Tochter, die sich uiUn bat Zeugen befindet. Rach ben üblichen Formalitäten werden aus den 40 Gesauvorenen 12 Haupt- und 4 Ersatzgesdmx.'rcnc auSgelast Ta rau r verliest der ruinier die Anklageschrift, b« ein förmliches Buch bar- Utilt. Erst am späten 'Jlad'nnttug begann bie Vernclmiung der Angella^teil und wer ynmd>ft über ihre Iugcnd uns oie Vor­gänge bis jum 'iiorbtage srivst. Morgen twrben die Verhand­lungen fortgesetzt.

fCimjcjantt.

Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Tie Bezirkska'se Gießen I besitzt ein äonw betm Postscheckamt in Frankfurt unb gibt dadurch den Steuerzahlern Gelegenheit, die Etant-steuern durch Zählkarte auf bdligc Art jür 5 Pfg zu entrichten. Sid?er haben alle Lteuerzabllr, die hiervon Gebrauch machen, mit mir Den berechtigten Dunich, daß auch für bie S t a D t f a f f e ein Postscheckkonto eingerichtet und die Zah­lung ter Gliuetudesteuern auf dieses Äonio g.funct werben möge v. L.

IHärtte.

F.C. t9ie46aben. Viebdc»' - a r f te r t cbt oent X Äidtried: Simber 110, Keiber 224, Schafe E3, S cd weine 51».

Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber stört, Schafe initidu Schweine ruhig. Preis Tntd

pro 100 Pfd. schniltsvT tcMnt- et :4t. pro lOOPi

-<m»t ütmt. Sch, Schien. eon-biigon-bil ««2

Junge, fleischige, nicht ausgemästete unb allere auigemäieie...... 3742 7379 39 1

Harfen, Rübe.

Dollsleischige auSgemästete Färsen höchst.

SttiacfciiDeuei 42 - 44 78- 83 43 80

Volllleischige ausgemästete Rühe höchst.

Swlachlivertes . i* zu 7 Jahren . . 3337 63 71 35 67

Aeltere ausgemästete Hübe und wenig

gut entwickelte jünger«Rübe u Fäneu 3032 0064 31 Mäßig genährte Hüne nnb siaifeu . . 97«9 5»-58 28 Gering genährte Rühe unD Färjeu. . 1822 4251 20

Halber.

Feinste Mast- sVollmilchinast) unb beste

Saugkälber 5458 9098 56 3<

Mutiere Mast» unb gute Saugkälber . 4853 8U-89 50 84 «Geringere Saugkälber 4045 7076 42 78

S d) a i c.

Ma'tlämniei unb längere Mastbammel 3537 7075 36 7H Aeltere Masthammel und gut genährte

Schafe 29-30 58-60 29 M

Schweine.

Voll fleischige Schweine bii zu 2 Zentner LeleuDgewicbt 5860 7477 59 75

VoUfleisdiige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 58 - 60 7477 59 75

Himburg a. b. Lahn, 3. Roo. Fruchtmarki. Tue fchnlltSpreis pro Platter. Roler Leizen tnaffauiidxr) 18.35 1' weißer Weizen fangedaute FremDsortcu) 17,75 Mk^ Rom 13,00 9 Gerne: Futtergeine y,5ul'IL, Braugerite 10^0 iUL, Ha 7,50 Mk., Erbsen 0,0u ü)ifw Ravtoiieln 4,UU5,00 Mk.

2ürd?lid)c Zlad^ridytctu

JsrdJiU|ü)e HeiigionsgemcuiOc.

(öotksbieint in Oer Spiugo^c (Süd-Aitlage), Samstag Den 6. November 1909;

Vorabend 4.45 Uhr.

M orgeus 9.U0 Hin.

Sladi mit tagt» 3.30 Ubr. Sibriftcrflaruiig.

SabbalanSgang 3.40 Uhr.

3$raditi|ä}c Ucliqionrgesellschast. ÄotteiSienlL

Sabbatfeier am Ü. Novemder 1909:

Vorabenb 4.25 Uhr.

Samstag 'Morgen m.3O Uhr.

NachmniagS 3.30 Uhr.

Sabbat-Au-gaug 5.40 Uhr.

'.h.'od)cngou<oDtcn|i: Diorgens 6.30 Uhr, abends 7.30 Ubr.

i?)icteorologijche

ber Station o»iei;eit.

Letter

1909

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119.00

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgctcilt rou der bank für und. JndastricVG leisen.

Franklarter re», 4. November, U» Uhr.

r'Icktriz. I^bwever . . .

E l:weilcr Bergwerk . . Gel nkirehen B^r^Merk . Uumburer Aiocrik. PaketL Dörpener BergTverk . I.iurnliUUe ....... ' «rdd- Lloyd .1... . dberacbic Eisen-Industrie Ikrlicer ilaudolsycs.. . . Dcrmsf.id!« r Bank . . . benta <10 B. nk . . . .

biskouto - K »mmaudit . '. Dresdner Bank . . . . Krcditakticn . . . .

Baltimore- und Uhio- -v enbibn . .

Gottbardbahn . ;

Lombard. Eisenbahn#.< Deelen. Staasbahn .

Printe - Henri- Eisenbahn V.

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3". Poridg;c^eu dsrie I 3' , Portugiesen .III .

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41,® . japan. Staataanleihe 4U, 1 oav Türken von 1903 TilrkenloAC *.

4 , Griecb. Moncpoi-Ani.-.

4 . bassere Argentinier .. 3" 0 Mexikaner .

1 , . ' hin< en . . .

Aktien:

Canada E B 186250

Darmstädter Bank . 136^*0

Dentache Bank . .... 247.50

Dortmunder-Cnion C.e. . . 86.80

Dresdner Bank . ,Ä. . 158wO Tendern: schwach.

In Zeiten vu rin tocdxnhnat* Ifc Jair-n .tvxtux mit fub bringen, tft es taiiam, sich durch den 6kbtau4 von

Scotts Emulsion

wlbrrflluids'Lhig iu machen.<otii Emulsion ift rts leicht verdauliches Llärkunasmittel und daher viel näh­render all der gtrocbnlid «. fchrner m verdauende Lebertran, vor dem sich die meisten Menfcheu schütteln. Scotts Emul­sion tawtn tft von onofnrbtnem S^chmack unb sehr

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gut einMehmen.

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