Krontentafien und Aerzteorgamsation.
Ter Verband zur Aahrui brr 3nterdke der d<uts«öen BetriebSsrankenkauen bat un? c>n lindere Erklärung zugryrn lassen, der wir dos nackröigrnde entn.tnt.rn :
Dec PKrstano des Verbandes der Arrzte Teunchlanb» iut tiofrrung ihrer wirtschaftlichen Imerefi m Saptiq*! Verban. hat in einem offen en Brie» an txn >xmt Sraal^'erretLr d<' Innern von Bethatann Hollweg über byt. $ert^lntizirschrn Krankenkassen und Center :ine ganz einseitige Tarft.ftunq ?c «teben, die nicht umpiderivr. < r bleiben darf II. a ift je- ia<rt: „Die .fkasienvoriwnde dikricr-rn dem Arzt, unter welchen Bcdinaungen er seinen Perne auszuüben hat, und weichcZ (sn tieft er bann befonrm-m " 1 dxn
2lanDeäotßflniiotu)nen Dir A- r tckammecn) t<iLn di.' Bedin^unqen Mtgefetzt, zu denen allein die ‘2Lrjtc für die Xapett tätig 'ein dürfen.
Bon federn Arzt wird verfangt, daß er Mitglied eines der drt tirfjen Aerzfvercinc wird, die heute tm Grunde nichts anderes sind aiS die Filialen der gewerkschaftlichen Organisationen der Aerzte Leipziger Verband-. Erkennen die Uranienftmen die Forderungen i-üer oraanmerlen Aerzte nicht an, so streiken diese I<r Arzt, brr nicht mittut, oder die Forderungen der Standes- oder rotrl schaftlichen Organisation nicht als für 'ich verbindlich awieht gilt als unwüioiges Mitglied des ärztlichen Standes. alS Streik
■ er uno n ang-gtiüen aW
h>ici nutzt hilft, wird der Andersdenkende vor das Ehrengericht ,geigen, das van den Männern des Leipziger Verbandes be- 'herruüt wird. 3x> werden, rote der Herr Slaatsf.'kretar im Reichs rage richt'fl ausgeführt hat, die Aerzte von den eisernen ftlammem dcS KoaliitonszwangeS unter dem Druck ehrengerichtlichen Verfahrens zusammengehalten.
Weiter ist gesagt: „Solange (uh bu üassenporftände nicht herbeilassen, auf die Hedürfnisse und Ltbensbedingungen dcS arzt
-indes und Bernics die von uns geforberte Rücksicht zu nehmen, solange soll und muß eS stamm und Streik geben' Das ist bei ausgesprochene Strcitstandpunkr. Unter jener Rück fidrt auf die Bedürfnisse und die L bensbcdingungcn deS ärztlichen Standes versteht die Aerzteorganiiation die freie Arztwahl, c'ic daS Arztsystem, dessen zroangSro<ise Einführung der Arankenkassen ctnmüliq ablehnen, weil dadurch die Verroaltung der Kranftw taffen in der .Hauvtfacke in die Hande ber ärztlichen Imeresserrter gelegt wird und die fcoffen der Gefahr deS finanziellen fKuins nuSgesetzt werden. Reu gebildeten Äranrcnfafien wird die ärzl Ilche Hülfe nur noch zur Verfügung gestellt, wenn sie die For- berungen der organifterten Amte. insbesondere die freie Arzt wähl anerkenne!! Da die strantentaifen die freie Arztwahl im ne der Aerzteorgani'at,'n nicht iuIqii.h fömten, so ist di. AuSgesio': nfeniiivforgc auf diesem besonders wich
Tie freie '’lntroab' gibt keinesiv'gi den unbeschäftigten Aerzten Beschäftigung. Bei diesem Arztsyslem entfällt die Kasfentätigkeit ebenso auf eine desäzränkte Zahl von Aerzten ioie bei anderen Arztsnftemen. Aber wenn c4 auch anders wäre, so kann dod, nicht auerfannt robben, daß die sttankenversicherung dazu da ist, pingen unbeschäftigten Aerzten in den lurooczugten Großstädten die Mittel zur Existrnz zu geben, während ans dem Lande durchweg geradezu eine Arzt irot befiehl Tu freie Arztwahl ist nur oas Mittel, alle aus ÄassenprariS angewutenen Aerzte zum Eintritt in den Verband zu zwingen Tenn die Aerzteorganisation lässt zur flnffnunari*5 nur biejenigen Aerzte zu, welche sich ihr angeschlossen haben oder sich ben von ihr ausgestellten Bedingungen unterwerfen iöo entspricht die freie Arztwahl weniger den Bedürfnissen und Lebensbedingungen deS ärztlichen Stande als den Bedürfnissen und LebenSvedingungen des Leipziger Verbandes.
Cl>enso sind nie Angaben über die schlechten Honorare unzutreffend Tie ärztlichen .Honorare sind foNgesebt erhöbt worden. Im Jahre 18*5 haben die Krankenkassen 9 060 94.3 Mark für ärztliche Behandlung aufgaDcnbrt, 1907 hingegen 63 325 782 Mark Die Jalil bet Bersiclzerten ist in diesem Zeiträume gestiegen von 1 291 173 auf 11 721 796. Ohne die .Ztraiikenversicherung würden hie Aei ztc nie und nimm fr fine solche Bezahuing von der Masse der Arbeiter erlzalten. Tie Krankenkassen können aber vuS monninfadien («rÖnben die Iord.rng her Aerzteorganisation auf unbegrenzte Bezahlung ber ärztlichen Leistungen nicht anrr Tennen. In ber Privatpraxis lehnt der Patient ein Zuviel an ürjtlidwn Leistungen ab, weil er eS aus eigener Tasche bezahlen mus'
Tie .Krankenkassen Vefinben sich den Aerzten aegemiber in schlimmer Loge, da sic geieyl'ch gezwungen sind, stets ärztliche .Hulse ui natura zu getv>.ihren, während auf der anderen Seite für die Aerzte keine 2.<n»ilidmrng zur Hülfeleistuita besteht Dazu femmt der Rückhalt der Aerzte an der gewerkschaftlichen £r- gnnifatimi: diese Oieroerhd ajt — der Leipziger Verband — ar beitet mit heu fd lunmften Mitteln, sie führt iimfangreidn? ftfavnr» Listen, ue »reift und boykottiert, wenn sie solche Maßnahme» für eirorfcrlirf' hält Tie Krankenkassen erwarten, hast in der Reichs l’cdicf erunfl»orhnung MasmaHmen vorgesehen werben, durch welche sie vor Drangsalierungen und Vergewaltigungen durch die Aerzte- organifation geschützt loeroeit. Dem schlimmen Treiben des Leipziger Verbände- den .'tranfenfaifen gegen über must ein Ende be» reitet werden, wenn nickst die Hrankeuversichcrung verkümmern Und un wcfentlidjcn eine Eristeuzversichcrung der Aerzte iver- den soll.
yn der Abwehr der unberechtigten Forderungen der organi- fierten Aerzte stehen alle Ürankentalfen, feien eS Lrts-, Betriebs, oder andere Mränfcntaffen einmütig zusammen. Es besteht hierbei kein llnteridiicb ber Meinungen bei den an bat Ürankenkasfai beteiligten Arbengebern und ?(rbeitcm. CS muß deshalb Der Sknudi dec Aerzteorganisation. wie er neuerdings in dem Kölner Strecke wieder gemacht nrorben ist. diese Haltung ber Franken- Taften aut das Konto einer bestimmten politischen Partei zu seien, »ULÜdaciviefcn werben. In Köln kirnpfen Crttk und Bc. irtebefranrnitdiini zu'amuuni An dem Zlölner streit und alle .strankenkasten uilrreifitrt. Bei siciem Streck handelt es >icd darum, pd die X-rankrntas,cn aut Grund ihrer gesetzlichen Selbiipenvaltung und '5crtrao6ftcihcu Ein Nu st haben I ollen auf die Wahl eines Arztiysterns, das den Bedursntsfen der .Krankenkassen und der Aerzte fit teer wird, oder ob ite der Diktatur des Leipziger Bet l-andeS unterworfen mth und damit die Zroangsroeife Einführung der freien Arztwahl übet lieh ergehen lassen müffen.
Aus Staöt und Land.
Gießen, 4. März 1909.
r — Ordenvangelegenheit. Sc. König!. Hob. bei Großherzog bat dein Maurerpolier Phil. Ioh. Seid III zu Harheim die Erlaubnis zur Einnahme und zum Tragen des ihm vom König von Preußen verliehenen SlQgemcmen Ehrenzeichens erteilt.
M Medizinalwesen. Ee. Kgl. Hoh. der Gcoß- Herzog haben den Kreisassistenzarzt bei dem jlreiSgesund- heltSamt Heppenheim Tr. Adolf Iaup zmn KreiSassistenzarzt bei den KreiSgesiindheitSümtern Heppenheim und BenShemi mit dem Wohnsitz in Heppenheim ernannt.
•• T 11electeilung. Dem Forftwart der Komnumal* fotiiwartci Göbelnrod Aug. Kappes zu Göbelnrod wurde uu6 2lnlab ferner Versetzung m den Nnbestand der Charakter als Fürster" erteilt.
Erledigt ist eine nut einer cvang. Lehrerin zu besetzende Lehrennstrlle an der Gemeindefchule zu GrieSheim. “ Anlassttn gen zur Rechtsanwaltschaft. Ter Gencht^asienot Adolf Metz aus Gresten wurde zur Rechts, anwaltfchaft bn dem Landgericht ber Provinz Oderhesien, ber Gerichtsasiefsor Karl Sch .: ter a. Tannfidbt :r Rechts» anwaltschos! bei dem Amts >-r cht -Zals.Michelbach und der GerichtSaffessor Tr. Cito W alle’ a... Tarm'ladt uir
Rechtsanwaltschaft bei dem OberlandeSgericht in Tarm'ladt zugelafsen.
** Männer-Babevercin. Tie orbernl. ) a h r e s - Generalversammlung wurde am 1. Mär; in ber Brauerei Fortsch abgehalten. Dem critarieten Jahresbericht ist zu entnehmen, daß das verflossene tteschäftsiahr insofern ein günstiges war, als sich die Zahl der ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder wesentlich erhöhte, wenn trotzdem bei 1012 Mk. Ausgaben eine Zubuße von 35,15 Mk. erforderlich war, so betraf dies Ausgaben, die der Bade« anftalt wieder durch Verbesserungen zugute kommen. T«m Kassier ward nach Aufklärung eines dutlch die Revisoren beanstandeten Punktes einstimmig Decharge erteilt. Tie ausscheidenden Vorstandsmitglieder Best, Bräutigam, Todt und Fortsch wurden wieder-, die Herren Sch mall, Schäfer. Löbermann und Frohnhäuser neugewählt. Der Schriftführer wurde beauftragt, mit dem Vorstände des Licht-, Luft- und Sonnen-BaHevereins in Verbindung zu treten um den Mitgliedern des Männerbades einen direkten Besuch vom Bade zu ermöglichen; ein Mitglied war jedoch Der Meinung, den noch im Männerbade vorhandenen Raum auszunutzen, um den Badenden, wenn auch bei anfangs primltioerer Ausgestaltung doch diesen hpgicnischen Vorteil billiger beschaffen zu können. Einer Üommission von sechs Mitgliedern wurde übertragen, die letzten Anregungen an Trt und Stelle zu prüfen und auf ihre Ausführbarkeit zu untersuchen. Eine Beschlußfassung wurde einer spateren Versammlung überlassen.
’• tebener DolkSbad. Im Februar wurden 7600 •Bob verabreicht qeaen 78*7 im Januar 1909 und 8611 im iebruat 1908 ober im Turchichnilt täflltcb 271 Bäder gegen 254 un Ianur 19n9 und 296 im Februvr 1908. Ter Besuch im ein- meinen bat stch wie »olgt verteilt:
Schwmunbab: 3341 Männer, banmter 6^7 zu 10 Ptg.,
, 581 Frauen, , 81 , 10 ,
Wannenbaber I. SIL: 238 Männer, 76 Frauen,
„ n. 754 , 405
BrausebLber I. , 834 , 138
. II. , 9u7 „ 157
larnpf- und veistluklbäder sowie Mastaqe zufainrnen 155 Männer. 14 Frauen. Tic Berlonenwage wurde von 160 Personen benugt. daS Bad von 5 Personen besichtigt.
** Nach Wilhelmshaven und der Kaiserlichen Schiffsbauwerft führt uns diese Woche bad Kaiser- Panorama. Nach dem Besuche der schönsten Punkte von Wilhelmshaven und der in der Nähe gelegenen Burg Stniep^ Hausen kommen wir zur Schiffsbauwerft, wo große und kleine Schiffe ihrer Polleudung harren. Don hier geht-.' nach dem Hafen, wo wir die hier ankernden großen Panzerschiffe aus nächster Nähe betrachten können. Wir Haden hier auch Gelegenheit, das Leben und Treiben unserer Matrosen an Bord zu beobachten. Besonders interessant sind die zahlreichen Ansichten aus einem Flottenmanöver. Wir >'ehen die Panzerkreuzer, wie auch Torpedoboote in allen Phasen eines modernen Seegefechts. Bei dem großen Interesse »das mts allen Kreisen unserer Marine entgegen- gebracht wird, ist der Besuch dieser Serie bestens zu empfehlen.
•• In Amerika gestorbene Hessen. Konrad Petri ou6 Groß-Gerau, 74 Jahre alt, zu New-Pork. — Fräulein Elisabeth Bastian aus Eppelsheim, 63 Fahre alt, ui New-Pork. — Ioh. Weltner aus Herbelhausen, 40 Jahre alt, ah Brldqeport, Gönn. — Fran Anna Marie Hammer, geb. Pfennig, aus veppenheim, 31 Jahre alt, $u Gmcmnati, C. — Frau Marg. Mohr, geb. Meuchinqer, auS Mümling- Gruinbach, 63 Jahre alt, zu Danton, C.
** Esel u n d D! a u l t i e re. Ter Tiersckutzverein zu Sic-3« laden hat auch im vergangenen Jahre wiederum ca. 90 Esel, Zroergvierdc und Maultiere obgesetzt und zahlreiche Tankfchreiben erhalten In diesem Jahre laufen fdjon die Nachfragen und Bestetlungen in größerer Zahl ein, ein Beweis dafür, daß an der Nützlichkeit der Grautiere fein Zweckel mehr besteht. In ber lat liegt es nin an einem alten bedauerlichen Vorurteil, wenn die braven und willigen Arbeitsgefellen noch nicht überall in den Streifen ber kleineren Gewerbe treibenden Eingang gefunden haben. Alle warten auf den einen „Mutigen", der den Anfang in einem Crtc machr. Ter Verein ist gern bereit, jedem Interessenten kostenlos Auskunft zu erteilen und Prospekte zu versenden. Ter Preis der ungarischen (fiel schwankt zwnchen 105 und 150 Mark, luährenb italienische Efel von 180 Mark an abgegeben nrorben. Ungarische Maultiere sind sehr selten geworben. An ihrer Stelle cmviiehlt ber Verein bie kleinen ungarischen Zwergpserbe, die In einer Schulterhöhe von 125—130 Z.mmutei durchschnittlich 350 Mark das Stück tosten. Die sehr sdronen, flinken und zug^ kräftigen Tiere haben sich bisher auf bad beste bewährt Jtalienifckre Maultiere hat der Verein mt letzten Jahre in besonders großer Zahl angeführt, und zwar schwankte die Schulterböhe zwischen >24 und 160 Zentimeter. Tic größten Exemplare imirben an eine Mainzer Brauerei geliefert, die angefangen hat. ihre Pferd« durch; inne viel augfränigerat und härteren Tiere zu crietzat. und nru dem Versuche überaus zufrieden ist. 2luch in ber Land- nnrnchaft ftnben die großen Mauluere für schwere Feldarbeit Venvendung, wo sie bedeutend mehr leisten als Pferde gkidxr Größe. Ter Breis steht nicht fett, wnbern muß von Fall zu Fall vereinbar: werben, kleine italienische Maultiere werben geroöfm-
Eine Ermäßigung der Fracht, die zu Lotten des staufers gebt, ist leicht zu erzielen, roenn mehrere Tiere noch einem Orte ge- meinfam verladen werben können.
« Bad-Nauheim. 8. Lstärz. In der (egten Sitzung ber Lladtvero ebneten ivnrde der Poranlck, ta g fur 1909 i ftflefietit Er schließt mit einer Entnahme unb Au-gade von >72 452 Mk. Einige Nubriken feien hier angegeben: Gebäude: Einnahme 12 54V Mk.. Ausgabe iZLSOMk. Feldgrunbstücke: Ein- rnhine 60<X) Mt., Ansgad« 2840 Mk. Waldungen: Einnahme 5830 Mk., Ausgabe 6900 Mk. Jagden: (rmnobnv 2318^0 Tlf. labt- und Wocheninätkte: Emnad'ne 2S00 Mk., AnSgate 500 Mk. Anlchlagwesen: Einnahme 1000 $IL, ®ln«aabe 50 Mk. 6'a»werk: b tnnobme 19 000 Mk. Avocheken: Emtiahme 19 2-1^50 TtL, Aus nabe 7t>oO 2X1. Bauverwalinng: Einnahme 440(> -31!., An-gabe (8 200 Mt. Allgemeine Perivallung: -mnahme 6W>> Mk . Aui- nadc 89 300^?lf. Polizei: Emnadnte 16L0Mk., Ausgabe 18 500 Ttf. Citroen- und Waiienoerlorgung: 2lu-aad« 1200 Mk. binnen- rstege: Entnahme 100 Mk., Auc^ade 8000 Mk. ttrankeuhan»: ?!noaobe Nis» Mk. Kirchliche Bednriniße: Einnahme 12080 Mk.. 2l"sa,ibe 12 080 Mk. Poltsichute: Einnatime lö2o Mk, Aut nahe 61 820 2?lf. Gruft Lubivig-Schute (Höhere Burgenchnle); Ausaohe 22 020 Mk. Sirioemenu 3wede bei? Bode>: 5000 Mk.
hrieurtntinii: Ausgabe 19 000 Mk. RcmnlMutian: Ginnrbn*# 2t>0 Mk., 'lusaabe 12 009 Mk. 6'emembefteuex: ttumahm ? 508 5uO Mt., •*
A.rnn gensrechnung eifrteinen u. a. in Ginnoh'ne von’. EaSwerk 15 080 Mk., vom Elektrizitätswerk 72^2 Mk., »am Wasterwerk 24 6 2 61 Mk.. von Laldunien 10 600 T1. jnb an Kaviialien 250 OtX) Mk. Für die Kanal vaiwit fuib 3C5)0Cü Mk. in Ausgad« vornefe c:l
L Friedberg, 2 März. Aus dem IckhreSberichle des Schullehrerseminars zu Friedberg war die Anstalt in bcm pi Enbe gehenden Schuljahr von 179 Se minarlsten gegen 192 des vergangenen Jahres besucht; darunter ivartn 159 Evangelische 172 unb 20 Mat bohlen. Löhne von Landwirten waren 85, von Lehrern 7, aus Handel unb Gewerbe 58, von Beamten 29. Was die Vorbereitung anbtlrifft, so wurden 149 Seminaristen in Präparandenanstalten, 10 von Lehrern und 20 in Realschulen und Ckimnaftcn vorbereitet. Ter Heimat nach sind die meisten aus Lberbessen, 114 an ber Zahl. 39 aus Starkenburg, 15 aus Rheinhessen, Nicht Hessen sind 11. Die Ent- lossungsprüfung ber Hlaifc la finde! vom 9. bis 12. März statt: bie Aufnahmeprüfung ber Neueinzutretenben am Donnerstag, 1. April; bad neue Schuljahr beginnt Montag, 26. April. — Freitag, 5. Mär^ nachmittags 31» Uhr, findet im Hotel Trapp eine allgemeine Gastwirteversammlung statt, in der ber DerbandSvorsitzende Haust auS Turm- stabt einen Vortrag über bie Bestrebungen unb Erfolge ber Gastwirtcvereine und -Verbände, wirtschaftliche Einrichtungen des Bundes deutscher Gastwirte, sowie übcc Bundes -Sterbela'iv unb Haftpflicht ber Gastwirte halten wirb. — Für Aunstlieder bietet sich Mitte März Gelegenheit Thessa Aling Hammer (12. März) in einem Bor- tragsabenb zu hören, währenb vorn Musikverein am 14. ein Aammermufilabcnb zu Ehren .HaqbnS und Ren- belssohns abgehalten wirb.
? Robheim a.d.Bieber, 2. März. Mit Kem schon lange geplanten SchulhauSneubau scheint es enblich Ernst zu werben. In ber abgelaufenen Woche wurde bie alte Schulscheuer mit ben angrenzenden «Stallungen zum Preise von 400 Mk. auf 'Abbruch versteigert, um sür bie neue Schule Platz zu schaffen. Taö Baugelände ist durch Ankauf vergrößert worden, f» baß mit Beginn des Früh- sahrs ber Schulbau begonnen werben kann Tas stattliche öebäube mit einer Front von 25 Meter wirb zurückgestellt, um ben Spielplatz an bie Straße zu legen. Bier Schulklassen mit entsprechenben Lehrerwohnungen werben bann Raum finben. — Unsere Spar- unb Darlcdnslasse,' ber wir schon so manche segensreiche Einrichtung verdanken, hat bie Mittel zur Anschaffung eines Leichenwagens bewilligt. Er wirb von hiesigen Hanbwerlcrn erbaut und' wirb namentlich ben unserer Kirchengemeinbe zugeteiltcn Nachbarorten Bieber unb Hof Haina zu statten kommen, bie ihre Toten auf bem hiesigen Fnebhof bestatten.
X Fron Hausen, 2. März. Die 91c hem üb le ging beim ZwangSverkaus für 70 000 Mk. in ben Besitz des Müller« Hi Ide brecht (Nondehäuser Mühle) über.
x Frankfurt a. TI., 8. März, kürzlich 'and hier eint zahlreich besuchte Versammlung statt, in der die Frage ber Er- licbhtng von BeobachtnngSan st alten für Jugendliche erörtert wurde. Aaisenhansdirektor Tr. Petersen auf vamburq führte auS: Eine Ergamsation dürfe erft dann eine Enh 'cheidung über die Behandlung eine- Jugendlichen treffen, wenn sie stch durch eigene Beobachtung ein Bild von feinem :V 'laich verichafit höbe; hier fei aber Beoboch'nng nur bureb beioubert Beobachtungsanstalten in genügender Gute zu erlangen. Beob» achtungsanstalten, geleitet von Aerzten und olnchotogilch gebilheien Pädagogen, sind daS grundlegende Erkoidernw eine» der n"etlichen Not gerech: werdenden Ingendiückorge. Tie Beodachtnugsonftatten ünd msbes. in der Vage, hu Maßnahmen des : oruiuuvichafts- unb des Strafrichters die llntcrlagcn zu icheidimg der Militärbehörde über '2hdnnhme oder Nicvtau'naknne von gingen Männern in den Heeresverdanb kann die Brobachrvngs« anftolt Hilfe leisten, weil häufig ncknderwerngc Personen auf (S5nmb ihres Wulachkens vor dem Tiititürdienste, dessen Aickorbe- nmgei* fit nicht geivachien sind und damit vor u.eien Vetbeii bewahrt bleiben. Prof. W 1 u m t e r wies daraus bin, baß letzt ta frankfurter Vrreme ,Kmderlchutz- unb .ftiivferbammer- eint Be- odachtuugsanftalt auf der Dieinmühle ber Cbeterlenbad) errichten unb zwar im Anschluß an bie vor einiger Zeit von ihnen geschaffene Arbcuslehrkolonre für schwach' e'ähigte (chulemlafle'ie Knaben. Geh. Regicrungcrak A ■ leine Symvathck aus imö versichen« ihn der ivirffamften Unier- siützung her Kreisbebörden und bet toememben des Kreiies Friedberg. In ähnlicher Werfe sprach ftch fhr>ointmann Werner aus WonnS au). Auch die Venreter Hessischer Erzrehiingsoerern« Rektor Fr e n ze l-Wonn», Hudienrai D. Schlosser- Dieven und Pfarrer Z , n, m c r m a n n - Wckhanlei, sicherten die Ihuet» lüyung ihrer Organisationen zu. Ter Frankmrter Jugendrichter Arnt^gerichisrat Allmenröber betouie bie d« andere Bebeuiung der Anftalt für die Turchführnng der Aufgabe des Jugendgenchiv. Weiter brückten ihre Syinoath'e aus Landesroi Augultin- WieSbaden. eiabttat Tr. Flesch, P'arrcr Tr. Förster- 7,rank» furt imb Prof. Freudenthal- FrairOurt a. TU der bviom^ daß bie neue Beobachumgsanstalr für die gesamte Fürsorge- erzielmng im GrovHerzoglnin Hessen und in bei Provinz Hegen j 9lafiau von Wichtigkeit sei.
Sdjitösgeritbl für Arbeiterversichcrung in ver Provinz Gbkrheffcn.
Lei Arbeiter Karl Lkrzyvek aus M a s I e n d e r m , ,eyt zu Niebsr-Rvien, bezog zuletzt als Entschabigung für bie Folg« eines Betrredsun'alles (Knochelbruch des rechten Unterschenkels von ber ccfnon 12 der Zreaerel-BeruiSicrwsienschgst zu tiif.i'abei eine Rente von 25 Proi 6'emäb § 88 bei Gerverbeun'allverstcher- ungf-Gerehtt stellte die Berussqenosienicha'l beim S-chiedsg-ircht Antrag auf Herabsetzung dieser Reine auf 1) Proz. Tas '-Zencht erachtete tedoch nur eine Reduzierung der Reni« aus 15 Proz. für
- - fbe der ItÜHOet Tic ktzung des
Unken Miitelstrrgers zugezogen. Er erhielt dieferhalb tunächft em« Reute von 25 Proz., die von ber Sektion 3 ber Lübwefid-liichen Hoszberu's Gene iemchast zu Mainz vom 1. November 190 auf 12 Proz. emiäHiflt worben war. Ter Venreter ber Beklagten erklärte sich in bem Verbandlnngstermm bereit, die Rente au* 15 Proz. zu erhoben. Irr Andetrach: der bm rorlieaenbeu über- einütmmfiibtn Gutachten der ärztlichen Sachveck:änd'ge,i setzt« dos ®ertd)t bte Rente auf 16 Proz. »est und rouri bie roeucrgehenbei Ansprüche des Klägers ab.
Tie Tiefbou-BerufS-Genos'enfchaft zu Wrlmersdors del Berlm batte die dem Iodann K e r r» d c. d) zu Lchlrn hir die ."ioUitn eines ihm am 2t». Iulr 1903 z,gestoßenen Beinet'suusallts B,uch ber rechte» 7. Rippe unb Cueticbung der rechten Brnstl?glfte qe- wähn gewesene Rmte von !5Pro.z- eingestellt, womu ftch der ker- letzte ftfcod) nrcht znfrredeu gab. TasSchieds,Zeucht ver rieilte di« Beni's-Genonett'chaft zur Weiterzadlnng bei Rente von 15 Proz.
Johann Adam S t «» n w a ch s ui C b e t u i f b e u I e n echrelt von ber Seluon 6 der Heöen-Ng''auijchen Bau^e:velks-Ben»s- Genotzenfchast zu Gießen ein« lln-allrenr von 2») Proz.. deren He'ghscmmg aut 10 Uroz. von der Berufr-'-Zenosensmaft beim Lchiebsgericht beantragt wurde. Tas ft'ertdjt iente b*c Rente aus 15 Proz. Mt.
Ter gemäß H 8m, 90 G.-U.-P.-G. von der Fuhnoerks-Berrcks- Genosinckchast zu BeNnr beim Schiedsoerrcht geuelltr Anirag auf ckerabfetzimg der dem Fuhrmann PhUiov Groth zu Echzell 'ör bie twlgen eineu BetriebsimtgUrü iZorwluterring de» K-.ochens am rechten EUenbogengelcnk.' 4ugebtlh.jte» Rente von 50 Proz. ad


