Etzbach, ß 9 0..M "bürg b. d ’
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auf Mallmitz verlobt.
Er ist das Opfer un-
Lebcn.
war er Millionär.
Fensterg »starb bald bi
acherlirr
aber nur in Ataschen, wo H^takale aushängen.
uer Schützen-Lei> t bis jetzt etwa 30 B Zähren hatte sich bc
Dame zu schießen, bleibt rätselhaft.
Die 20 jährige Tochter Frieda deS Rechnungsuhrers Wukmtz aus Neuhaus bei Schwerin a. Warthe wurde als Leiche von der Warthe angeschwemmt. Es liegt vermutlich ein Lustmord vor, da der Hals Stichwunden ausweist.
In Ober-Straban bei Groß-Wartenberg (Schlesien,' brannte eine Wirtschaft mit sämtlichem Vieh und der ganzen Ernte nieber. Ter 17jährige Neffe her Besitzerin, der zu Besuch weilte, wurde als Brandstifter verhaftet. Set ferner Verhaltung bedrohte er einen Gendarmen mit dem Revolver. .
In BiSrnarckshütte (Oberschlesien) wurde ein Isiahrlgev Mädchen von ihrem Onkel aus dcm 4. Stock aus dem e st o ß en, als es sich zu diesem hinauSbeugte. Es
, vuiv darauf.
Auf "her Schneckoppc ist in der Nacht zum Sonntag Schnee niedergegangen, und auch am Sonntag wechselte mäßiger Schneefall mit kräftigem Schneegestöber, so daß der Koppen- gipsel sich wiederholt weiß färbte. Auch am Montag nachmittag gab es Schneefall. . ... ~ _
Vom Totenkirchl int Kavergebirge stürzte der dresdener Tourist Karl Finke tätlich ab. Auf dem Jsrnger bei Meran verunglückten der Gefck-äflssührer Andorier und der Tapezierer Hemncs. Andorser ist tätlich, Hemnes leichter ver-
Kinder
Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
1
Literarisches.
— Die deutschen Kolonien. (Land und Leute.) Zehn Vorlesungen von Tr. Adolf Heilborn. („Aus Natur und Geftles- toelt." Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen auS allen Gebieten des Wissens. 98. Bändchen.) Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. Mit vielen Abbildungen im Text und zwei Starten. Verlag von G. B. Teubner in Leipzig. —
OriginaL-DrahtmeLörLttsen.
Paris, 5. Aug. In den ersten Tagen des Oktober wird ein neues M i l i t ä r l u f t s ch i f f von 3000 Kbm. Inhalt mit seinen Versuchen beginnen. Es soll den Namen Ville de Bordeaux sichren. Tas Luftschiff Bayard wird in den nächsten Tagen zum Aufstieg in Stand gesetzt.
Algier, 5. Aug. Ter Schaden, der durch das Erdbeben in Constantine verursacht ist, beläuft sich auf mehr als 1 Million Franken. Tas Erdbeben dauerte sechs Sekunden. Tie Zahl der Toten beträgt 11.
Sinin.: Tie in klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betressenden Krankheit auf von anLwartS nach Gießen gebrachte Kranke komincn.
j".
■t -Nborft ?■ ■/
nach Abzug von
Es starben an: Zusammen:
Tuberkulose
Krebs anderer Geschwulst Gehirnentzündung AlterSschivächc__
Summa:
urde durch den hiesign : Woche vermißte Pfse» bürtig aus Ktzenheic ibe hatte dem Rindvii »aus Furcht vorStra' ‘ii fielb unb Wald ur. |en durch^i.
iug. fant> Iji'i istuchen bei yfanaU rtsburg resemcküdn Pfarrers, ihr Umfang
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., ö. Aug. Schweinemarkt. (Crg.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe standen 1254 Schweine. Bezahlt ivurden: für Schweine 1. Onal. 68—00 Pfg., Lebendgewicht 52,0 bis 00 Pfg.; 2. Qualität 67—00 Pfg., Lebendgewicht 51,5-00 Pfg., 3. Qual. 58—60 Pfg. Geschäft gut, kein Ueberstaud.
sj Kirchhain, 4. Ang. Auf beut heute hier abgehalteneu Fohlenmarkt standen insgesamt 80 Fohlen zuin Verkauf. Der üanbcl ging flott. Bei der Prämiierung erhielten erste Preise auf Langfohlen Konrad Wolf-Kirchhain unb auf einjährige Fohlen R. Römer-Kirchhain. Mit bem Fohlenmarkt war auch eine Verlosung verbunden.
*e. WübeX /ch ein Dru-isch
1 fahrige Soh, 'ach,4. Aug. Zurre, rs, Zahmen, S0le£ anj‘^uB und dürj
W Unser Krie. nges Eisschießen ah
-ch°" 91* eines reqr e das fröhliche TreL Snöe des vorigen 31c- er Tierarzt, Heu lsstn und bei Sattlei. en.
)ur Beigeordneter, statt. Der seithmc- $3, während Christ ett; somit ist Letzten:
Gingesan-t.
(Für Form unb Inhalt aller niuei üuici Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung-)
Die Kohlweißlinge sind in diesem Jahre in sehr großer Anzahl vorhanden und legen ihre Eier an unsere Garten- und Feldgemuse. Aus den Eiern entwickeln sich in kurzer Zeit die gefräßigen Raupen, und es ist zu befürchten, daß das von uns mühsam gepflanzte und gepflegte Gemüse von diesen Tieren auf. gezehrt wird. Man sollte deshalb mit aller Macht an die Vertilgung dieses Ungeziefers resp. der Eier gehen, wozu gerade letzt die beste Zeit ist. Die Eier sind goldgelb und hängen in kleinen Partien teils unten, teils oben an den Gemüseblättern. 4.urch Zerdrücken und Zerteilen mit einem Messer oder einem Stückchen Volz sind die Eier leicht unschädlich zu machen. Auch kann man die Blatteilchen, an welchen die Eier hängen, ausbrechen, in einen Eimer sammeln unb verbrennen. Tie Arbeit kann sehr gut von Kindern ausgeführt werden. Wer al,o fein gutes Gemüse erhalten will, mache sich rasch an die Arbeit, bevvr die Raupen ausgeschlüpft sind und das Entfernen betreiben eine viel mühsamere Arbeit ist. Einsender dieses hat bereits seinen ganzen Garten von Ranpeneiern gereinigt unb holst dadurch, von der Vernichtung seines Gemüses verschont zu bleiben. v. W.
Die letzte Zeit hat an die Stelle der mehr ober weniger gefühlsmäßigen Kolonialschwärmerci oder Kolonialabneigung bic lieber- icuaung in immer weitere Kreise treten lasten, bau weder mit der einen noch mit der anderen der Sache gebient M, baß vielmehr vor allem eine möglichst eingehende Kenntnis der wirklichen Ver- bältniffc, der geographischen und wirtschaftlichen Grundlagen ihrer Entwicklung für den notrociibig ist, der in der Frage eer Kolonien mitrcbcii will Diesem hierdurch gegebenen Beduriiiis übersichtlicher Orientierung hat offenbar das vorliegende «öud'lcm aut entsprochen, da es in kurzer Zeit in neuer Austage öorliegt. Es schildert nach einer kurzen Darstellung der brandenburgstm- preußiscken Kolonialunternehniungcn an der Westküste Urriw-J die einzelnen deutschen Schutzgebiete unb legt dabei das »auf»' qcmid»t auf die geographische und cthiwgravbncvc Bewircibimg. Tas Land selbst nach feiner Bodengestaltung unb Bodenbesthaneu- beit, nach Klima unb Bewässerung, nach Naturerzeugnisten und Wegbarkeit wird anschaulich dargestellt, ^aran fchUetzt fich eine eingehende Beschreibung der bodenständigen Bevölkerung nach ihren körperlichen und geistigen Eigentümlichkeiten, nach der Eigenart ihrer Sitten und Gebräuche, Sprache und Dichtung, -chonteits- sinn und Glauben, Kleidung unb Wohnung, Arbeit unb vergnügen. Erst im Anschluß baran wirb die Molonmerung durch die Deutschen behandelt, wobei die wirtschaftliche Bedeutung der einzelnen Gebiete auf Grund der neuesten Ergedni,,e gewürdigt wirb, auch die Kämpfe um den Besitz entsprechende Berück,ichtigung finden. Dem Werteten sind zahlreiche Abbildungen nach Photo- graphischen Originalen, Karten unb Noten bet, piele, sowie cm ausführliches Literaturverzeichnis beigegeben.
Bet der am SöinSio; hl siegte der Sohn Litsch, mit 40 Stimme lt welcher 38 Stimme ti'g, und es ist, wie nir i cingereicht.
Gestern ereigneten M e. Der Sohn des Milö
Lin ltonzert der Siebener Liederlranze; in viedenkops.
Ter Gesangverein „Licterkranz" in Gießen gab am Somr- tag in K'ramers Berggarten in Biedenkopf ein Konzert, öerr Franz Bauer, bet Leiter ber Gießener Sänger, ist einer der ältesten unb treuesten Kurgäste Biedenkop's, der seit mehr denn anderthalb Jahrzehnten in jedem Sommer dort Erholung sucht. Tcr Reinertrag des Konzertes soll für den Fremdenverkehrsverein bestimmt fein. Dieser Umstand sowie der gute Rul des Vereins bürgten von vornherein für einen guten Besuch des Konzerts und — so lesen wir im „Hinter!. Anz." — die groben Raume des Berggartens zeigten beim auch das erfreuliche Bild einer zahl- reichen Versammlung. Unb weiter liest man m.bem.genannten Blatte wörtlich: Tas Programm enthielt hauptfachlich Manner- dwre, zwischendurch unb zu Beginn aber auch Klavier- unb Violm- borträge. Sowohl die Instrumental- als die Geiangsnummein waren mustergültig in jeder Beziehung, Herr Bauer onenbarte fick) als ein Meister auf ber Geige und als cm vortre,slick)cr Zingent, unter deffen Leitung der Gießener „Liederkranz es zu vollendeter Blüte gebracht hat. Ein Chor klang,n,eher, gutgeschulter und künstlerisch geleiteter Stimmen ist immer ein Genust. Tie reinen Harmonien, tee — ber Stimmung des liebes folgenb sich willig in jede Form schmiegen, die au,- und uwdcrwogen wie Ebbe und Flut, wie Licht unb schatten, sie bergen belebende-wat- mende Kraft, sie tragen Staube unb Behagen in du -seele des Hörers. Ter Gießener „Licterkranz" erfüllt die Anforderungen, die man an einen guten Chor stellen muß: er verfugt ub« 6lanz- vollcs Stimmaterial und musikali,ch emplinbenbc ganger, er unter* steht einem Dirigenten, ter Energie unb Feinfühligkeit in gleich bedeutendem Maße zur Ökltung bringt unb ber es oerftanben hat, den Verein auf eine künstlerische Hohe zu bringen. ..T>ie dw Chöre in ihrer frischen unb ungekünstelten Vortrag^wem, ihrer warmen Empfindung dem andlÄstig laufchenbcn ^Publimm gefielen, davon legte ber rauschende Beifall Zeugnis ab, ber den mustergültigen Leistungen icbesmal gespendet wurde. Jnsbe,on- bere waren es wohl 'die warmherzigen Volkslieder, Die in ihrer schlichten Weise dem Auditoriuni so sehr zu Harzen ,prachen. uts einen vollendeten Künstler auf dem Klavier lernten mir üerrn Ä-ischer kennen, ter neben ber Deethovcn-Lonate, die er im Vereine mit Herrn Bauer ganz vorzüglich zum Vortrage brachte, einige klassische Stücke ipiche, deren hervorragend idionc Ausführung ten lauten Applaus vollauf verdiente, den das Publikum dem K'ünsUer zollte.
* HestigeErbstöße wurden in Constantine (Algier) in ter Nacht vondNontag auf Ticnstag verspürt u. riefen eine große Panik unter ter Bevölkerung hervor. In der (Ebene von Mcmsurat ist ein Riß von 200 Mater Länge unb 50 Zentimeter Breite entstanden. Tas arabische Stadtviertel ist stark beschädigt- Per- sonenuufälle sind in Constantine nicht zu verzeichnen, dagegen verlautet, daß mehrere Personen in den umliegenden Ortschaften verschüttet worden sind. Tas Militär Hospital mußte geräumt wertem Tie Mauern der Zuavenkaserne drohen cinzustürzeil. Am Rathaus, bei» Gesä-üftsräumen des Credit Foncier, bem Theater unb bem Marktgedäude find die Mauern geborsten.
* D i e v e r f ch l u ck t e E r f i n d u n g. Ein eigenartiger Vorfall wirb aus Befaneon gemeldet: Dort war feit einiger Zeit in dem Greifcnheim Saint-Jean-L'Aumonier ein alter Uhrmacher untergebracht, der in der letzten Zeit sich sehr erregt zeigte und seinen nahen Tod mit großer Bestimmtheit voraussagte. Dieser trat denn auch infolge eines heftigen Blutsturzes ein, weshalb die Leichenschau angeordnet wurde. Tcr Arzt stieß in der Magengegend auf einen harten Gegenstand, forschte diesem nach, zog aber die Hand mit einer sihwercn Schnittwunde rasch zurück. Diese stammte von einem Rasiermesser, das der alte Sonderling verschluckt hatte. Erst bei einer genaueren Besichtigung des Rasiermessers bemerkte der Arzt dessen völlig neuen und überaus geschickt erdachten Mechanismus, der ihut so bemerkenswert erschien, daß er das Ding der Sammlung der Uhrmacherschule in Besauyon überwies. Der alte Mann hatte sich von jeher auf Erfindungen verlegt, damit aber wenig Glück gehabt. Seine letzte Erfindung erschien ihm so wertvoll, daß er sie um jeden Preis geheimhalten wollte, weshalb er sich in Ermangelung eines sicheren Versteckes dazu entschloß, sie in feinem Magen aufzubewahren. Offenbar war der alte Uhrmacher ein Philosoph, der sich sagte, daß man fein valent
LMischer WeiNachmis (gießen.
Gartcnstraße 2, Zimmer 2.
Es können eingestellt werden:
a. bei diesigen Arbeitgebern:
1 Maschinist, 1 älterer Bauschlosser, 1 landwirtschastl. Arbeiter, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Auslauter, 2 Dienstmädchen.
Lcbrlingc: 1 Tapezierer gegen Vergütung, 1 Schreiner, ein Mechaniker, 1 Installateur.
b. bet auswärtigen Arbeitgebern:
10 Steinbrecher, 1 Schreiner, 3 landwirtsch. Arbeiter, 1 Schmied, Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Sattler.
Es suchen Arbeit: Bs/8
1 Steinbrecher, 3 Schreiner, 2 Buchbinder, 1 Maschinenschlosser,
1 Tapezierer, 3 Bauschlosser, 1 Zigarrenmacher, 2 Former, 3 Heizer u. Maschinisten, 1 Spengler, 1 Fuhrlnecht, 2 Schneider, 1 Installateur, 3 Arbeiter, 2 Hausburfchen, 5 Lauffrauen, 3 Waschfrauen, 3 Lausmädchen, 3 Dienstmädchen, 2 Haushälterin».
Lehrlinge; 1 Schlosser.
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25 Singe ’Meiben
tzecbst d. I. stattfindenben hessischen Landtagswahlen der Grundsatz gut geheißen wurde, die Linke zu stärken und eine Verständigung mit den Freisinnigen in die Wege zu leiten gegen eine reaktionäre Koalition, bestehend aus Nationalen und Zentrum, um eine Verfassungsänderung zu verhindern.
() Marburg, 4. Aug. Eine recht ulkhaste Semesterschlußfeier veranstalteten heute die Teutonen. Sie galt hauptsächlich wieder dcm historischen Teutonenbären aus dem Värenbrunneti am Lutherhausc in der Barfiißerstraße. Der Brunnen war prächtig dekoriert und der Bär trug blaue Mütze unb Teutonencouleur. Als die Musensöhne abends Don der feucht-sröblichen Fäßchenpartie kamen, bekam der Bär seine glänzende Ovation. Die Musik spielte das bc- lannte Teutonen-Bärenlied unb dann folgte die „tiefdurch- dachte" Festrede, die mit einem brausenden Hoch auf den Bären schloß. Ein feierlicher Umzug beschloß die Huldigung, der es an Zuschauern nicht fehlte.
k. Schloß Ludw igSeck (Bezirk Casiel), 4. August. Am 2. August beging hier der Großherzoglich Hessische Ober- üammerherr Volprecht Riedesel Freiherr zu Eisen- vach und Freifrau Elisabeth geborene von Harnier (aus cchzell i. d. Wetterau) das Fest der silbernen Hochzeit. Während der Feier brach auf dem hiesigen Rittergut Groß- teuer auS, das mit Mühe am Umsichgreifen gehindert wurde und einen Teil der Stallungen in Asche legte. Land- wirtschastliche Maschinen und große Futteroorräte wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. Der Pächter deS Gutes, Oekonom Kaufmann, erlitt durch den Brand bedeutenden Schaden.
fc. Mainkur, 4. August. In Fechenheim erkrankte der elfjährige Sohn deS Maurers Karl Bennccker am T y p h u s.
Wiesbaden, 4. August. Wie der Wiesb. Gen.-Anz. auS guter Quelle erfährt, wird der Kaiser ani 10. August in Schloß Friedcichshos erwartet und hier am 11. August mit dem König von England einige Stunden zusammen verweilen.
Vermischtes.
"Dresden, 4. Aug. Gestern brach dicht beim Friedrichs- ftäbter Bahnhof ein großes Feuer aus, welches 3 Gruub-- itütfc unb einen Holzlagerplatz vernichtete. Von letzterem sckstugen bic Flammen turmhoch auf, unb bic ganze Stabt würbe von dem Branbherb her, ter im Westen liegt, bis nach ber Vogelwiese, bic voll Menschen war, verqualmt. Menschen sinb nicht umgekommen. Dagegen haben viele Hühner unb Tauben sowie anteres Vieh ihren Tob in bett Flammen gefunden. — Heute früh spielte sich im benachbarten Potschappcl ein Liebesbratna ab. Ter Motellcur Felix Schneider feuerte auf seine frühere Verlobte Tora Schubert einen Reoolvcrschuß ab. Darauf jagte ft sich selbst 2 kugeln in bic Brust unb brach tot zusammen. Tas Mädchen hatte das Verlöbnis gelöst. Die Kugel auf die Schubert Prallte an dem Kvrfctt ab und hat sic nur leicht gc-
— Gemalte Gesichter. Aus Paris wirb uns berichtet: Ein Thcaterbirekkor, dem cs nicht entgangen war, daß eine Reihe 'einer Schauspielerinnen zwar die Kunst der Toilette vollkommen beherrschten, allein die Kunst des Schminkens auf die Bedingungen der Bühne nur schlecht abzutönen wußten und des Guten dabei meist zuviel taten, hat jetzt eine Neuerung eingeführt, die wahrscheinlich bald Nachahmer finden wird; er hat einen Sachverständigen engagiert, einen Künstler, der den Damen bei der schwierigen Aufgabe eines kunstgerechten Schminkens zur Seite stehen wird. Anfangs beschränkte er fich auf einige kleine Winke und Ratschläge, die von den Bühnenkünstlerinnen mit lebhaftem Dank ausgenommen wurden. Ater jetzt hat er einen großen Re- forinverfuch unternommen und alle Mitglieder des Theaters davon überzeugt, daß es ungleich prattischer und wirkungsvoller ist, anstatt der kosmetischen Schminke das Gesicht mit einem Pinsel zu bemalen, wobei es viel leichter ist, Teint und Gesichtsausdruck dem Rollencharakter anzupassen. Die Versuche scheinen außer- orbcntlid) günstige Resultate ergeben zu haben, unb so hat dieser „Inspektor des kosmetischen Dienstes" auch außerhalb der Bühnen eine Zukunft; einige Gesellschaftsdamen haben seine Kunst, rote ber Gilblas verrät, bereits in Anspruch genommen.
— O pericrte Korpulenz. Tie Sonden unb Seziermesser ber amerikanischen Chirurgen haben ben Wettkampf mit dem Meißel des Phidias aufgenommen. Tie Aerzte haben em neues Mittel gegen die Fettleibigkeit gefunden: die Skulptur, das Ausmeißeln der zu korpulenten Mensck-enkörpcr. Ter erste, an dem diese kühne Operation vorgenommen wurde, war Andreus Bazzle, dessen Fettleibigkeit so sehr angewachsen war, daß er für sein Leben befürchten mußte, und sich daher den Acrzten anüertraute. Er war der dickste und schwerste Bürger von Vir- ginien, wog er doch nicht weniger als 400 Ps'und. Der Chirurg, der eine Behandlung übernehmen sollte, schlug dem Ticken erne Operation vor. „Tas Fett, das Sie belastet, hat keinen Zweck unb ist keine Lebensnotwenbigkeit, ich werbe es heransschneiden." Gesagt, getan. Der Chirurg schnitt zwei Oeffnungen zu beiten Seiten tes Unterleibes, unb von hier ans bie Arbeit beginnens, entfernte er bie über bem Magen gelagerten großen Fettschichten. Die Wunben würben bann vernäht, unb Anbreas Bazzle wog nahe an 100 Pfunb weniger. Wie ber Newyork American in einer Schilderung dieser Wunderkur berichtet, hat die Operation großes Aufsehen gemacht; er illustriert sie auf seinen großen Seite» in Bilderserien, bic den einst dicksten Mann von Vir- ginicn vor unb nach ber Operation barftelkn, und bic erkennen lassen, mit welcher Gründlichkeil der Arzt den überschüssigen Segen ber Natur beseitigt M
le^t’3» Polami (Oesterreich) brannte ein Anwesen ab. $ci_ den Anfranninngsaibeiten wnrbcn die verkohlten Leichen des Besitzers Erben und feiner zwei Söhne geinnden. Die Unterfuchnng ergab, daß Erben, nachdem feine Frau mit dem jüngsten Kinde ihn wegen schlechter Behandlnng verlassen hatte, bie beiden Knaben getötet und das Haus in Brand gesteckt hat, worauf er sich erhängte.
Ter neue britisch Kreuzer , Fndomitablc" stellte nut einer durchschnittlichen Gesckfwindigkcit von 25,13 Knoten bei einer 07- stündigen Fahrt einen neuen atlantischen Rekord auf.
In St. Petersburg wurde bem Fürsten Obolenski, bem Chef bcs Kabinetts des Kaisers, ein Portefeuille nut wertvollen, ber Zaren familie gehörenden Dokumenten und Staatspapicr en gestohlen. .
Während einer A u t o m o d i l w e t t s a hr t m Brooklands (England- stürzte Burfords sJJlcrcete5ioagcn, der mit ibOKilo- rneter Geschwindigkeit fuhr, über eine Böschung m den Wey- sluß, wobei ter Chauffeur getötet und ter Mechaniker schwer verletzt wurde. Drei weitere Motorunfälle mit tätlichem Ausgang ereigneten fich am 3. b- Mts. in England.
In Sa n Francisco wurden durch einen Automobil- Unfall fünf Personen getötet. Beim Hinabsahren von einem Hügel hatte die Fußbremse versagt, unb bas Automobil sauste gegen einen Baum. , „ ,.
Den bei der Explosion in ber Geianvticl.astswaa;e zu Peking erhaltenen Wunden sind ber Gefreite Schneider und ein französischer Feldwebel erlegen. Schwer verwundet liegen Vizcfeld- webel Poschmann und acht Franzosen danieder.
Bei der Explosion von Ehamiklien (Chicago) int Bullmgton- bock sinb 6 Häuser-Gevierte im Getreideviertel abgebrannt. Zwei Millionen Bushcls Gctreibe wurden zerstört, außerdem 100 Transportwagen vernichtet. Ter Gesamtverlust beträgt etiva. 3 Millionen Dollars. Acht Personen sind tot, 50 verletzt.
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)Ull9 der Äiü. ein ^nbe
lvöchentl. Ueberficht der Todesfälle i.d. Stadt Sietzen.
31. Woche. Boni 26. Juli bis 1. August 1908. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 (inkl. 1600 Mann Militär.) Cterblichkeitszisscr: ll,97%e,
4 Örtsfreinden: 5,13 J/oo.
oder sein Genie erst nach seinem Tode anerkennen werde, und er scheint sich darin nicht getäuscht zu haben.
♦ Das Rauchen der Damen. Tie Mode des Zi- garcttenrauchens bei Tarnen macht in dieser Saison selbst in dem Lande des „Shocking" große Fortschritte. Daß Damen der höchsten Kreise die Tabakröllck)en elegant zwischen spitzen Fingern halten und den blaugrauen Rauch den schönen Lippen entschweben lassen, hätte man noch vor wenigen Jahren in der feinen englischen Gesellschaft für unmöglich gehalten. Jetzt wird dieses Schauspiel ganz alltäglich, und eine elegante Londoner Firma verkauft 100 Proz. Tarncn- zigaretten mehr in diesem Jahre als im vorigen. Tie Königin von Spanien hat eine große Anzahl kostbarer, mit ihrem Wappen geschmückter Kisten mit Zigaretten verfertigen lassen, die sie an ihre Hofdamen verschenkte.
Kleine Tagcschronik.
Mit der jüngsten Tochter des Fürsten Philipp zu (Eulenburg, Gräfin Toia z» Eulenburg, hat sich der Burggraf 'Alfred zu Lohn a-Pkallmitz, Majoratsherr auf Mallmitz verlobt.
In Nürnberg schied ter Grundstücksmakler Moritz Kaufmann jun. freiwillig aus dem Leben. Er ist das Opfer unglücklicher Börsenspekulationen, die ihn in Vermogensvcrfall brachten. Noch vor Jahressiist war er Millionär.
In N o r d e r n e y f ch o tz ein 'Menfch auf der Slrandpromenade auf eine aus Bremen gebürtige Dame, die Frau eines Bank- beamten, und erfchob sich dann felbst. Tie Dame konnte sich noch bis in die Portierloge des Konverfationshaufes schleppen, wo sie bewnstilos znfamnienbrach. Ter Selbstmörder ist, ivie sich au§ einem in femer Tafche vorgefundenen Schreiben ergab, ber Schneibergefelle Braun ans Stuttgart, der, aller Mittel entblößt, die Tat aus Lebensüberdruß beging. Was ihn veranlaßt hat, auf die
Vriefkaften öcr Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben nnberücksichttgl.)
Abonnent. 1) Beim Treppenaufgang geht der Herr vor bet Dame, beim Hinuniergchcn ist es umgekehrt. 2) In Amerika geht der Herr aiü der Außenseite des Trottoirs, bei uns ist es noch immer üblich, daß der Herr die Tante stets auf seiner rechten Seite gehen läßt. .... ,
R. L. 108. Diesen Rang hat mir der Armeemspizient Prof. Roßberg. Tie 'Mnsildirellorcn haben nicht den LculnanlSrang.
Voranssichtlichc Wiltcrung für Heften am Donnerstag den 6. Angtist: Rleist Hüb. Regenfälle. Temperatur wie heute. Westliche Winde.
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