Ausgabe 
30.11.1908 Erstes Blatt
 
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"fr Hungen, D9. 9coö. Am Freitag Tarn ein fremder Herr in ein hiesiges Gasthaus und gab sich als Kirchen- uhr-Nevisor aus: er müsse die neuhergerichtete Kirchcn- ulp: Nachsehen. Nachdem er gut gegessen und getninfcn hatte, übernachtete er in dem Gasthaus unb fragte am ändern Viorgen nach bent Liirchendieuer. Tie Frau des verst. Kirchendieners mürbe nun gerufen unb diese veran­laßte er, mit ihm zu gehen, um ihm die Kirche aufzuschließen. Nmhdem dies geschehen war, sagte der Mamr zu der Frau, sie rönne nun gehen, er würde ihr nach der Revision die Schlüssel wieder bringen. Tie Frau schöpfte jedoch jetzt Verdacht und ging zu bent Uhrmacher, der die Uhr herge­richtet hatte, um ihm Mitteilung von der Sache zu machen. Dieser veranlaßte den Potizeidicmer, dem Fremden auf die Spur zu gehen. Man fand bte Kirchentüre offen, aber von demRevisor" war nichts mehr zu sehen. Dieser hatte sich aus dem Staub gemacht. Es sei hiermit vor dem Schwindler, der es nur auf Zechprellerei abgesehen hat und sicher auch an andern Orten das gleiche Manöver versuchen wird, eindringlichst gewarnt.

x Bleichenbach. 28. 9cov. Am Samstag abend« zwischen 10 unb 11 Uhr entfernte sich die Tochter des hiesigen Bürgers Johs. Kraft XIV. auf kurze Zeit zum Besuch in ein Nachbarhaus. Der Vater, 80 Jahre alt, sehr schwerhörig, ging z,um Abort in den Hof. Diese Zeit benutzte ein Einbrecher, der mit den Lokalitäten vertraut gewesen sein mag, sperrte den alten Mann in den Abort, ging zur Hinteren Haustür herein, verriegelte sie und begann im erleuchteten Zimmer, dessen Vorhänge zugc- zogen waren, seine ^lrbeit. Mit einem Stemmeisen untren alle verschlossenen Schubladen des Schreibpultes erbrochen, alles durch­wühlt und 170 Mark geraubt; ein Portemonnaie lag geleert auf der Pultplatte. Der Einbrecher hat möglicherweise Gehilfen ge­habt. Eine Mistgabel stand in der Stube. Der sonst wachsame Hof­hund meldete nichts. Der Sohn, der mehrere Dreschmaschinen in Betrieb hat, war abwesend und so hatte dep Einbrecher, der mach der Tat durchs Fenster entflohen war, leichte Arbeit. Der ganze Ort war nach Bekanntwerden des Einbruchs auf den Beinen. Gendarmerie ist fleißig auf der Suche.

Bad-Nauheim, 28. Nov. In der gestrigen General­versammlung des freisinnigen Vereins wurde nach einem Referat des Dr. Strecker über die politische Lage in Hessen und im Reich folgende Resolution angenommen: Die Generalversammlung der Freisinnigeii zu Bad-Rauheirn betrachtet es gegenüber den schweren Opfern, welche dem Volke durch die neuen Steuervorlagen wieder auferlegt werden sollen, als eine Selbstverständlichkeit, daß dafür auch ver­fassungsrechtliche Garantien für eine stetige unb die Volks­interessen in gerechter Weise berücksichtigende Politik geboten werden.

. Darmstadt, 29. Nov. Eine schöne Feier des Geburtstages des Großherzogs beging gestern abend der MilitärvereinGermania" Darmstadt im Fest­saal der Ludwig-Halle. Das sehr reichhaltige Festprogramm brachte neben vielen Gesangsvorträgen, sowie szenischen Vor­trägen von kunstgeübten Mitgliedern des Vereins als Haupt­punkt eine Festrede des Ehrenvorsitzenden, Herrn Direktor und Leutnant a. D. Lemp auS Gießen, der seiner Zeit auch als Kapitän den Bitrenfeldzug tapfer mitgekämpft hat. Die Festrede schloß mit einem dreimaligen kräftigen Hurra auf unseren allverehrten Großherzog. Die Festgesellschaft stimmte mit Begeisterung ein und sang dann stehend die Nationalhymne.

)( Frankenberg, 29. Nov. Mit bet am 1. Dezember tftattfinbeuben Inbetriebsetzung ber Bahn Franken- lbertzWinterberg wirb der letzte Rest des seit Jahren langestrebten direkten Schienenwegs von Hessen in das Sic- gerland unb Ruhrtalgebiet dem Verkehr erschlossen. Die «ganze Strecke führt die amtliche Bezeichnung Frankenberg- Bestwig. Sie hat folgende Stationen: Frankenberg, Röd­denau, Allcndorf, Bromskirchen, Hallenberg, Züschen, Win­terberg, Steinhelle, Rigge, Mittlar, Bestwig. Es ist also eine gerade Verbindung zwischen der Main-Weserbahn von Marburg au gerechnet bis zur Ruhrtalbahn mit der Ein­mündung bei Bestwig geschaffen worden. Von letzterer Station mürbe zunächst die Teilstrecke bis Steinhelle und dann von dieser Station aus bis nach Winterberg fertig gestellt. Durch den Umstand, daß sie die noch in idyllischem Frieden ruheirden, noch wenig bekannten, an Naturschön­heiten so reichen Gebiete der sog.Breiten Struth" und des Sauerlandes berührt, kann mau sie als eine ber interessan­testen Strecken bezeichnen. Es hat mehrere Jahre gebauert, bis dieser ersehnte Schienenweg fertig wurde, bot doch sdas waldreiche Gebirgsterrain nrancherlei Schwierigkeiten, so z. B. die verschiedenen Tunnels und riesigen Talbrückcn, die gebaut werden ntußten. Der am Dienstag zur Eröff­nung kommende Teil des letzten Gliedes der Bahnverbin­dung zwischen Frankenberg unb Bestwig, also die Strecke bis Winterberg, ist ungefähr 35,6 Kilometer lang, htervon entfallen auf den westfälischen Kreis Brilon 16,8 Kilometer, auf den Reg.-Bez. Wiesbaden bezw. den Kreis Biedenkopf

BekanntttmchnnK«

Samstag beit 5. Dezember 1908, vormittags 11 Ubr sollen tin '-bürgermcifterciaebriubc Zimmer Nr. 15 mehrere städtische Plätze zum Verkauf von Ebristbänmcheu meistbietend verpachtet werden.

Gießen, den 26. November 1908. (B80/,,

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

____________________M ecum.___________________

Arbeitsvergebmrg.

Die zur Herstellung einer Jsolierdecke über dem Keffelraum der höheren und eriveuerten Mädchenschule notigen Schloster- und Lüetnbinderarbeiten sollen

Samstag den 5. Dezember d. I., Dornt. 10 Ubr öffentlich vergeben werden.

Arbeitsbeschretbuna und Bedingungen liegen bei uns zur Emstcht onen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, imd bis zum genannten Termin an uns einzureichen. ZilschtagSsrist 14 Tage.

Gießen, 30. Stovembcr 1908. [B/u

Sladttsches Hochbauamt.

___________________Gerbet.____________________

FischversteiNerung.

Dounerstag 3 Dezember !. I., nachm. 2'/. Uhr werden aus dem Peterswelher in der '.'iahe der Haltestelle Schineuberg SoreUcn (atnertf. Bachiaiblnige), Karpfen unb Scvtewn önenllid) gegen Bar- Zahlung veritetgerl. Etn ^uhrer ift zum ^uge 2-- an der Haltestelle.

Gießen, 29. Novenwer 1908. $ so/u

Großh. Oberförsterei Schiffenberg.

Betnruirmachung.

Der Voranschlag der Gemeiitde Rüddingshauscn für 1909 Rj. liegt vom 2. Dezember 1908 zur Einsicht ber Interessenten aus dem 2>üugcrmei|iembureau offen.

Rüddiagshaustu, den 30. November 1908. ggjg Großh. Bürgermeisterei.

Braun.

13,6 Kilometer unb auf den Reg.-Bez. Kassel bezw. den Kreis Fraukenberg 5,2 Kilometer. Ein Interessengebiet mit über 100 000 Einwohnern. Abgesehen davon, daß die Bahn den Weg für den Personenverkehr nach Hessen abträgt, kom­men die Vorteile besonders für den Güterverkehr in Betracht. Vorläufig verkehren auf der Gesamtstr ecke Bestwig'Franken­berg vier Züge. Die Baukosten der letzten Strecke dürsten rund 500 000 Mark betragen.

Limburg, 28. Nov. Der hier um 7.12 Uhr norm, fällige D - 3ug Berlin Metz fuhr heute früh bei Grafen eck unterhalb Weilburg in einen Güterzug. Um 7.33 Uhr fuhr ein Hilfszug von hier nach der Unfallstelle, wo festgestellt wurde, daß glücklicherweise Personen nicht ver­letzt wurden. Dagegen sind mehrere Wagen von bem Güter­zuge beschädigt. Mit zweistündiger Verspätung traf der l)-Zug hier etn. Die Ursache des Unfalles dürfte auf den starken Nebel zurückzuführen sein.

* Darmstadt, 30. Nov. TaS Kriegsgericht verhan­delte in einer u t ch t ö s s e n t l i ch e n Sitzung gegen einen Hauptmann, ber auf dem Truppenübungsplatz Mannschaften unb einen Soldaten hin und her geschüttelt hat. Er wurde zu 7 Tagen Stubenarrest verurteilt.

R.B. Darmstadt, 28. Nov. Einer großen Zahl von Straftaten hatte sich ber 40 jährige Rechtsanwalt unb Notar Link aus Dieburg schuldig gemacht, ber heute vor ber Strafkammer stand. Als er im Jahre 1896 eine arme Jugendliebe heiratete unb sich in N idda als Rechtsanwalt niederließ, brachte er bereits eine Schuldenlast von 18 000 Mark mit. Das junge Ehepaar ver­stand auch nicht, sparsamen Haushalt zu führen, denn trotz einer durchschnittlichen Jahrcscinriahme von 5000 Mark war Links Schuldenlast, als er am 1. Oktober 1905 seine Praxis nach Die­burg verlegte unb ihm das Notariat übertragen wurde auf 40 000 Aiark angewachsen. Um sich au# der Verlegenheit zu helfen, begann ber Angeklagte nach feinem eigenen Geständnis im De-ember desselben Jahres seine Straftaten, die eine ununterbrochene Kette von Verbrechen bildeten und erst mit seiner Verhaftung im Februar 1908 ihren Abschluß farmen. Die schlimmsten Vergehen ließ er sich in seiner amtlichen Eigenschaft als 9iotar zuschulden kommen: er unterschlug die ihm anbertrauten Depots, behielt die von ihm cing exogenen Hypothekengelber für sich, machte falsche Beurlünbungen über unterschlagene Stempelgebühven, unterschlug als Konkursverwalter unb Testamentsvollstrecker zahlreiche Be­tröge und wanbte überhaupt bie raffiniertesten Schwindeleien an, um in den Besitz vieler Gelder tzu gelangen. Trotzdem der An­geklagte nach eigener Angabe ein Einkommen von 70008000 Mark im Jahre in Dieburg hatte, brachte er das Kunststück fertig, feine Schuldenlast während feines dreijährigen Aufenthaltes da­selbst von 40 000 auf 80 000 Mark .zu erhöhen. Die Gesamtsumme ber Unterschlagungen beziffert sich gleichfalls auf ca. 4OOÜOMk. unb er hat in etwa 40 Fällen kleine Arbeiterfamilien unb Land­leute in Nieder-Roben, Gnnbernhausen, Dieburg usw. meist an den Ruin gebracht. Wie der Konkursverwalter mitteilte, verbleiben an Aktiven nur ein Paar Tausend Mark, so daß die armen Gläu­biger höchstens 5 Prozent aus der Masse'erhalten werben. Ans welche Weise bas Linksche Ehepaar die großen Summen durch­gebracht hat, ist in der langen Verhandlung nicht völlig aufgeklärt worden. Es bat 'toar gut gelebt und häufiger kleine Reisen ge­macht, aber nach bell Zeugenaussagen keinen besonderen Aufwand getrieben. Ter Vertreter ber Anklage, -Oberstaatsanwalt v. Hessert, beantragte in Rücksicht auf die hohen Summen, bie Gemeinheit ber .Handlungsweise, ber zahlreichen Urkundenfälschungen unb der vielen geschädigten ExishciHen eine Gesamtstrafe von 6 Jahren 4 flJionatcn Gefängnis unb 5 Jahre Ehrverlust. Das Urteil lautete auf 4 Jahre Gefängnis, abzüglich 6 Monat für Untersuchungshaft unb ZJahreEhrverlust. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an.

Spenden für Radbod.

Die Sammlung des Gießener Anzeigers:

Bisher quittiert: 1835.15 Alk., Z. Haubach, Hotel Kühne 5., von Lehrer Becker, Sammlung in Holzheim 62.25, Hch. Jhring jun., Braneietbcsitzer in Lich 50., M. K. 1., O. H. 1.. Zusammen 1954.49 Mk.______________

Lnslschiffahrt.

Der Parsevalballon hat am Samstag mittag seine vierte Probefahrt vom Tegeler Schießplatz bei Berlin angetreten; sie gilt diesmal ber Fahrgeschwindigkeit. Das Luftschiff umkreiste den Platz, um bann bie Richtung nach Spanbau einzuschlagen. Um 2 Uhr 40 Min. kam er zurück unb landete dort glatt gegen 3 Uhr.

Der Lenkballon ,Ville de Paris" machte mit vier Insassen in Verdun einen Aufstieg über das Maastal. Er manövrierte zunächst anderthalb Stunden unb nahm bann in einer Höhe von etwa 1000 Metern unter kriegsmäßigen Be- bingungen eine Erkunbung des Lagers von Verdun vor, die zwei Stunden dauerte.

Ei» neues Grubenunglück.

Aus der Zeche Marianna in Pennsylvanien iiub 250 Bergleute infolge einer Gruben-Explosion im Kohlenbergwerk eingeschlossen. Die Grube ift in Brand

geraten. Tie Rettung?crrbeiten, an denen 500 Mann tätig find, stoßen auf große Schwierigkeiten, da allenthalben Trümmer den Zugang zur Zeche versperren. Ja der Nähe des Schachtcinganges wurden unter den Trümmern zahl,, reiche Leichentelle gefunden.

Ter Inspektor ber Grube erklärte, daß tvenig Hoffnung vorhanden fei, von den Eingeschlossenen auch nur einen zu retten. Wegen der großen Hitze gehen die Ret­tungsarbeiten nur langsam vorwärts. Die Be> Hörden schätzen die Zahl der Eingeschlossenen auf 270 bis 280. Bisher wurde nur einer lebend gerettet. 125 Leichen sind zutage gefordert. Die meisten der Opfer sind Italiener. Die Urfache der Katastrophe ift noch unbekannt.

Kleine TagcSchrontk.

Die Zeche Raooo c ist il..ii uauiuiiüig unter Wasser gesetzt worden. Die Oberfläche steht 500 Meter unter Tage, das ist 200 Meter über der oberen Sohle.

Die Aktiengesellschaft Arthur Koppel in Ber. lin teilt mit, daß sich die U n t c r s ch l a g u n g e n des Buch. Halters Kluge auf 401121 Mark belaufen.

Eine Revision ber Moskauer Stadthauptmann, schäft förderte haarsträubende Uebelstände zutage. Gegen den früheren Moskauer Stadthaupt mann General- major Reinbot wurde das Kriminalverfahren anhängig gc, macht wegen Drohung, Erprefsung, Dokumenten, f ä l s ch u n g und Willkür.

In Odessa schlug ein Schutzmann auf offener Straße eint Frau. Zwei vorübergehende Offiziere stellten ihn deswegen zur Siebe, worauf ber Schutzmann beide Offiziere erschoß, ebenso einen Zollbeamten, der ihn beruhigen wollte.

Spielplan der vereinigten granffurter Siadtthealer.

typeniqaus.

Montag den 30. Nov., abends halb 8 Uhr:Die luftige Witwe.*

Dienstag den 1. Dez., abends 7 Uhr:Die Judin." Schauspielhaus. ;

Montag den 30. Nov.:Was ihr wollt." Dienstag den 2. Dez.

Hamlet/ Awang jedeSmal abends 7 Uhr.

Markte.

fc. Frankfurt a. M., 3U. 9iov. (Orig.-Telegr. desGieß Anz?) Änuliche9!otlerungen bei heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 20 0020.50, Kurhessischer Mk. 20.2520.50, La Plata Mk.3.6024.75, Kansas 9)if. 23.0023.50, Roggen (hiesiger) Alk. 17.7518.00 Gerste (Wetterauer) Alk. 20.5021.75, ^raufen- selber Mt. 20.7521.75, Hafer 16.0017,50, Alais Mk. 17.7518.00. Weizenmehl Alk. 31.5032.00, 0000, 2. Qualität Alk. 30.50 bis Kik. 31.00, 3. Qualität Pik. 29.0030.25, 9ioggenmehl g

Mk. 27.75^8.00,1.Qualität Pik. 26.7527.00, Weizenkle'ie Pik. 10.50 bis Pik. 10.75, Iioggenkleie Pik. 11.0011.25, Mcnskeime Pik. 13.00 bis Pik. 13.25, Franken, Pfälzer, Ried Pik.00.0000.00. 2llles per 100 Kg. ad hier.

!c. Frankfurt a. M., 30. Nov. (Telegr. Orig. - Bericht bei Gieß. Anz.".) Llrntlichc 9?oticrungcn der heutigen Vieh in arkl- p reif 8. Zum Verkaufe standen: 417 Ochsen, 85 ans Oesterreich 44 Bullen, 0 auSOcstcrreich, 915Kühe, Fersen, Stiere unb Wntber; 334 Kalber, 4 ü3 Schaie unb Hammel, 1688 Schweine, 00 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Schwlcimmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 60-00 Pik., 2. Qualität 7374 Pik., 3. Qualität 6063 Mk.; Bullen: 1. Qual. 6663, 2. Qual. 62-64; Kühe 1. Qualität 68-70 Pik., 2. Qual. 6062 Pik., 3. Qual. 4850 Pik., 4. Qual. 0000 Pik., 5. Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für bas Pfund Schlacht­gewicht : Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Psg., Lebeiidgewicht 5556 Pfg., 2. Qualität 8290 Psg., Lebendgewicht 48-52 Psg., Schlachtgew. 7000 Psg.; Schafe: 1, Qual. Schlachtgem. 70 bid 72 Pfg., 2. Qual. 5054 Pfg. Schweine: 1. Qual. 7172 Pf., Lebendgewicht 56,500 Pf., 2. Qual. 6970 Pi., Lebendgewicht 55,556,5 Pfg., 3. Qu al. 6500 Pfg., Lebeiidgcivicht 00uO Pfg. Geschält bei Hornvieh gedrückt, bei Kleinvieh unbedeulend.

Boi nnssichtlichc Witterung für Hessen am Dienstag den 1. Dezember: Nebel, Trocken. Temperatur wie heute. Meist windstill.

OrrginaL-DrerhtmeLdungen.

Laibach, 3J. Nov. Ti.' stoweiuicyen Vereine KrainS beschlosjen, nach den Vorgängen in Prag auch in Laibach keinerlei deutsche Aufzüge und deutsche Ver­sammlungen mehr zu dulden und mit dem Recht der Maforität unmöglich zu machen.

Paris, 30. sJ(od.Parisien" schreibt zu der Nachricht, daß zwischen Italien und Rußland ein Abkommen über den Balkan getroffen sei, es halte allerdings ein Meinungs­austausch stattgefunden unb beibc Mächte feien gewillt, für Niontenegro unb Serbien einzutreten, aber ein regelmäßiger Vertrag sei nicht abgeschlossen worben, ba Rußland sonst Frankreich, seinen Verbänbeten, davon verständigt hätte.

Konstantinopel, 30. )cov. Tas Ko m i te e b er Bal- kanstaaten will in Verbindung den Jungtürken einen Bund ber kleineren Baltanstaatcn ins Leben rufen.

Newyork, 30. Nov. Es verlautet, daß die Anregung zu den Verhandlungen zwischen Amerika und Japan von Japan ausgegangen seien und daß Emgland diesem Vor­gehen nicht fern stehe.

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Preis: Mk. 3000.

NotenroHen von 6 bis 50 Mk.

Das Piano gibt die Vorträge der ersten Künstler wie Engen d Albert, Busoni, Carreno, Grünfcld, Kadcrenski, Kelsenaner, Sauer etc. etc. in voll­endet täuschender Weise wieder.

Vorführung des Pianos täglich in meinem Klavierlager.

Programm in dieser Woche:

1. Bach, Präludium u. Fuge G-moll . Raoufp^tguo V°n' 2. Beethoven, op. 13, Sonate

path6tiqxie L Satz.....Fröderic Lamond

3. Schumann, Variationen F-moll über

ein Thema v. Clara Wieck . Annette Essipoff 4. Brahms. Lngar. Tanz Nr. 1 . . . Prof. A. Nikisch ;>. Grieg, Aus Peer Gynt.....Olga Samaroff

6. Liszt, 10. Rhapsodie......J. J. Paderewski

Zum Besnchc lade ich verehr!. Interessenten höfl. ein

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GIESSEN Seltersweg 01.

Bekttttrrtmachrrng.

Der Voranschlag der Gemeinde Ruttcrshäuscn für daS Rechnungsjahr 1909 liegt vom 2. Dezember an 8 Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf *dem Amtszimmer unter­zeichneter Bürgermeisterei offen.

Ruttershausen, den 28. November 1908.

Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. 6857

Klinket.

Familie neibertsbausen.

Lollar, den 30. November 1908.

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahnie bei dein Hinscheiden unserer Liebsten sagen tief­gefühlten Dank [6856

Danksagung.

Felix Mottl «chreibt: DieWelte-Mi#monu ist eine < unbedingt, geniale Erfindung und hat einen hoben künstle- I rischen W eit. Ich habe selten eine so schöne und trendige L'cberraschung erlebt, wie heute, wo ich dieses prächtige 5 Instrument kennen gelernt habe.

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