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hnerksim auf die ——' JugentochrM nfc ans unserem gro rer.
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Nr 303 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 24. Dezember 1908
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VIS vormittags io uyr. ____________________•
Die heutige Nummer umfatzl 16 Seiten.
Weihnachten.
Ein Fest der edelsten und reinsten Freude und ein Fest des Friedens sollte uns das Weihnachtsfest fein, aber leider nicht immer ist es das in Wirklichkeit. Freude und Friede iind etwas gar seltenes in dieser unfrohen Welt der Sorgen rnd der Widerwärtigkeiten. Unsere Erz- und Erbsünde, so ungefähr sagte Friedrich Nietzsche einmal, ist es, daß wir uns zu wenig freuen; und weil wir uns selbst zu wenig freuen, so könnte man hinzufügen, darum sind wir auch so selten in der rechten Laune, anderen Freude jwi machen. Weil wir in unserem eigenen Innern mit uns selbst so viel uneiits sind, darum zeht auch im Leben von uns nicht immer Friede aus. Nur in den seltenen Augenblicken unseres Glückes wUl es uns scheinen, als wenn es doch gar nicht so schwer sein könnte, froh zu sein und Freude und Friede auch in unserem Leben mit anderen Ntenschen zu betätigen, aber der Wltag mit seinen Sorgen und Verdrießlichkeiten venoischt denn schnell zenug solche seltenen und glücklichen Regungen unseres Aemüts.
Bange Sorgen lasten wieder einmal auf uns allen und vollen eine rechte Weihnachtsstimmung nicht auflommen lassen. Es sind schlechte Zeiten. Die wirtschaftliche De- oression hat eine große Arbeitslosigkeit erzeugt, und ma- lerielle Nöte in manches Haus einlehren lassen. Die Geschäfte stocken. Die Kaufkraft und Kauflust ist gering, und Dabei ist die augenblickliche politische Lage in jeder Beziehung jo trübe und ungewiß, daß man auf baldige Besserung kaum _.u hoffen wagt. $m Hintergründe aber erwartet uns das Schreckgespenst der neuen Steuern und der damit verbundenen weiteren Verteuerung der Lebenshaltung. Wo soll unter solchen Verhältnissen, so denkt wohl mancher, die rechte Weihnachtsfreude Herkommen. Aber da schlägt das umndersamc Wort der Engelsbotschaft wieder einmal an unfer Ohr: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige «.ad) große Freude. Wir hören wieder einmal die alten, lieben, von Kindheit auf gekannten Weihnachtslieder, wir ßehen den strahlenden Weihnachtsbaum und die erwartungs- »ollen Augen unserer Sieben. Was werden wir ihnen zu ÄZeihnachten schenken, was können wir ihnen schenken? Die .xunft des Schenkens ist so schwer, wenn sie nicht täglich und stündlich geübt wird. Mer da glaubt nur mit reichen -und teuren Geschenken Freude machen zu können, der kennt .die Kunst des Schenkens nicht. Wer sich erst kurz vor dem fjeste den Kopf darüber zerbricht, was er seinen Sieben schenken soll, der kennt die Kunst des Freudemachens nicht. Und dabei ist es doch so leicht, anderen eine Freude zu machen. Nicht auf den hohen äußeren Wert der Gabe kommt ,es an, sondern auf die Art des Gebens. Man kann mit lwenigem, mit einer geringen Gabe, ja mit einem freundlichen Blick und Händedruck einem andern Menschen oft inehr schenken, als mit dem prunkvollsten und kostbarsten «Aeschenk.
Die Kunst des Schenkens ist so schwer, weil wir uns meist •Io wenig Mühe geben, in die Seele der anderen Menschen iKneinzuschanen. Wir sind zu schlechte Psychologen. Wir jaben uns in unserem alltäglichen Seben gar zu sehr daran .zewöhnt, Dinge und Menschen nur nach ihrem Aeußeren •;u bewerten und stehen darum einem schönen und seltenen -Zeste so oft hilflos gegenüber. Es geht uns da meist wie - nifern Staatsmännern, von denen Franz Brentano schon 1874 gesagt hat: „Und wie sehr auch sie bloße blinde Em- . pinter sind, das zeigt sich jedesmal, wenn ein außerordentliches Ereignis plötzlich die politische Sachlage ändert, und deutlicher noch, wenn einer in ein fremdes Sand mit fremden 'Verhältnissen verpflanzt wird. Von ihren empirisch er- vorbenen Maximen verlassen, zeigen sie sich dann völlig unfähig und ratlos." Wie richtig dieses auf unsere Staatsmänner geprägte Wort ist, haben ja auch die politischen Vorfälle der jüngsten Zeit wieder einmal mit aller Deutlich leit gezeigt. Wie gut dieses Wort mutatiS mutandis mch auf uns anwendbar ist, zeigt sich deutlich, wenn wir iinmal den Alltagsmenschen ablegen und Welt und Menschen, entgegen unseren sonstigen Sebens- und Geschäftsgewohn- Seiten, aus der allgemein menschlichen Perspektive betrachten wollen. Wir großen Empiriler des Alltags, die wir ans auf unsere Lebensklugheit, auf unsere Geschäfts- und Nenschenkenntnis so schrecklich viel einbilden, wir stehen plötzlich unfähig und ratlos da, wenn es gilt, die leichten, eisen, die unwägbaren, die nicht in Geld und Geldwert amsetzdaren Seelenregungen anderer Menschen zu erraten. Lie können wir da wissen und erraten, womit wir ihnen Zreude machen können. Und seien wir ehrlich: wie viele pon uns sind es, denen das Hasten und Jagen des Alltags Gelegenheit gibt, auch nur ihr eigenes Seelenleben zu er- örschen? So aber erstickt allmählich das Beste in uns, ind so werden wir immer unfähiger, uns wirklich zu freuen; ms unserer Inneren Unfreude aber geht dann aller Uniriede hervor, der uns selbst und andern das Leben ver- )ittert.
Freude und Friede verkündet uns das Weihnachtsfest, -und die Krippe von Bethlehem, wo wir sie finden werden, ist unser eigenes Innere. Haben wir Freude und Friede aber erst einmal in uns selbst gesunden, dann können wir ^uch die anderen dieses Wunder sehen lassen, dann wird
es uns auch nicht schwer werden, die rechte Weihnachtstimmung uns und anderen zu verschaffen. Hierein uns clbst, finden wir den auynfc, den Retter, Befreier und Beglücker, den der Engel ein|t den armen Hirten auf dem Felde verkündete. E. A.
politische Lagcsjcyan.
Privatangestellte und Zndustrielle.
Vor MonolSir.st euiM yai oct rischer Metall-
industrieller seinen bekannten Ausfpcrrungsaeschluß, der im Sommer dieses Jahres bei den Prioatbeamten so viel böses Blut erreg! t-atte, aufgehoben. Wir haben das damals als ein sreundliäios, ve»b ißungsvoUes Seiden begrüßt. Als ein Anklopsen sozialen U eifkJ, dem nun bald EintraaK und gcaenseitigcs Verstcl-cn tolgcn iuiuulIi. Dabei entging uns freilich nicht, daß in der Begründung der Aufhebungsnmßregel von dem großen Bund der tedmifdx urdustriellen Beamten ein Bild entworfen worden Ivar, das rhn verleben nmßte. Murn z-toeifelto, was ivir immer für ein rocnig glückliches Mmnpfmitkl hallen, seine nationale Gesinnung an und man verwies ihn, weil ec gelegentlich auch Don sozialdcmokratisä-en Pvliitkern Lob erfahren hatte, kurzerhand unter die Sozialdemo' rtaten. Nun ist aus den Hieb der Gegenhieb gefolgt: der Bund der tcchnisch-tndustriellcn Bttimten veroifenilicht eine äußerst gel-ar- nischte Erklärung, in der er nul leidenschaftlicher Bewegung die ihm gemachten Borwürfe zurückwetst. Die Erklärung des Bund.s schließt mit einem temptuuneiiuxpllen Aomll „an alle Staate bürgcr ohne Unterschied der Partei, an jeden öcutfdjcn Mann, der nur ein Fnnkclien soziales Empfinden sein eigen nennt", den Privalangesülltcn bei der Erkamoinng eines wirklich freien Vcr- einigungsrechtcs bclfilflich zu sein. Wir glauben: an solä>er llnteiftubillig wird es den Privatoeamten nicht fehlen. In dieser langen Schicht, die Jahr um Jahr ihre Glieder weiter stteckt, iixidrfen b.m deutichen Bürgertum wertvolle intelligente Kruste öu, die im Interesse der nationalen Wohlsahrt jede Forderung verdienen. Auch die Arbeitgebersäiast wird, sofern das nid)t berei.s gefefab, scl«n noch zu dieser Erkenntnis sich durchrrngen. Es hängt zu viel davon ab — auch schon nach der Seite der rein technischen Produktion —, daß Untcrncljmcr und Angestellte sich in verständnisvollem Zusammenwirken finden.
Die Tarifverträge Im Jahre 1907.
Während die Statdtik lu-iu Bar^e^r^ge rär 46033 Pertriebe mit 380 401 Arveitern als im Jahre 1906 abgeschlossen oder erneuert zahlte, sind für das Jahr 1907 von den Arbeitnehmer-Verbänden als abgeschlvl'sen, erneuert oder verlängert 2811 Tarife für 42 145 Betriebe niat 372 794 Personen mitgeteilt worden, Als Bestand am 1. Januar 1907 sind 3562 Tarife für 97 344 Betrieoe mal 817 150 Personen verzeichnet, als Bestand am 31. Dezember 1907: 5319 Tarife für 110 980 Betriebe mit 974 074 Personen. Befragt warten sowohl die Arbeitgeber- wie die Arbeitnehmer-Verbünde. Die Arbeitgeber hatten aber nur über 319 im Jahre 190/ abgeschdojsene Tarifverträge berichtet. Diese geringe Zahl wird in der Hauptfach dadurch erklärt, daß oie größeren Arbeitgeberverbande nur wenige Tarifverträge ab- geschloisen haben, während die kleineren Ortsgruppen und Einzel- jirmen, die mit den Arbeitnehmerverbänden Vereinbarungen trafen, Dem Hauptverbairde in vielen Füllen überhaupt keine Nachricht davon gaben. Das Kaiserliche Statistische Acht konnte, da ihm nicht alle vertragschließenden kleinen Lokalverdände der Arbeitgeber und vollends nicht die einzelnen Firmen bekannt waren, «einerseits dies Material der Haupt--Arbeitgeberverbände nur um weniges ergänzen. *
Venezuela.
Wie die „Voss. Zig." erfährt, ist im Auswärtigen Ami in Berlin die amtliche Bestätigung eingelaufen, daß Gomez ein neues Kuhinett gebildet hat und provisorisch die Regierung leitet Der venezolanische Gesandte hatte heute mit Castro eine lange Unterredung in der Klinik, und es wird erzählt, daß er diese ernst und gedrückt verließ. Die „Nordd. Allg. Ztg." leitet die aus Venezuela eingelaufenen Depeschen mit folgenden Worten ein: Nach den hier vorliegenden Nachrichten hat sich ganz Venezuela gegen den Präsidenten Castro ertlärt Die vom Vizepräsidenten Gomez gebildete neue Negierung findet bei der üerroiegenben Mehrheit der Bevölkerung Venezuelas und auch bei vielen Fremden Sympathien. Tas bisherige Auftreten des Vizepräsidenten wird als geschickt und für die Beruhigung des Landes nützlich bezeichnet Auch sein einlenfenbed Verhalten gegenüber der Niederlande scheint Vertrauen zu er- wecken. Tie niederländische Regierung hat denn auch an- geordnet, daß die Flottendemonstration in den venezolanischen Gewässern einzustellen set
DeutZches Ucich.
Ter Provinzial-Scüuirat 4/r. Norrenberg in Münster ist zum 1. Januar als Vortragender Rat in das preußische Kultusministerium berufen worden.
Die Verwaltung der Zeche Radbod hat weitere Kündigungen vvrgenommen, so daß die Belegsd^ast am 1. Januar 1909 nur noch aus rund 150 Mann bestehen wird. Auch die zur Zeckte gehörige Ziegelei wird still gelegt Dadurch erhalten ebenfalls etlva 40 Arbeiter ihre Kürldigung. Die Mehrzahl der Gekündigten finden auf den benachbarten Zechen Unterkunft.
Zur Casablancafrage. Wie die Vossische Zeitung hort, ist Vize-Ävnsul Rioraht nach Casablanca entsandt worden und wird dort in diesen Tagen eintreffen. Er ist beauftragt, die deutschen Beamten, die bei der Deserteur--Angelegenheit beteiligt sind sowie den oft genannten Sievers, nochmals und zwar in vereidigter Zvrm zu vernehmen. Eine Ergänzung der früheren Vernehmung durch einen besonders entsandten Beamten ist im Hinblick auf die Verhandlungen vor dem Sck)iedsgerick)t für angezeigt erachret worden.
Ausland.
Der ungarische '*<. i u - |ie r uräf ibe n t Wekerle wurde gestern vormittag vom Kaiser Franz Josef in anderthalb- stundiger besonderer Audienz empfangen. Ncach Ankunft Wekerles hatte die Audienz nur informatorischen Charakter. Eine Entscheidung in den schwebenden Fragen, insbesondere in der Militärfrage ist nicht erfolgt.
Ter belgische Senat beschloß, einen Antrag des Grafem Werner de Mcwde, in Fri^>enszeiten das belgische Heer nach dem Ersadmätmersystem zu erhalten, für Kriegszeiten jedoch die allgemeine Dienstpflickst einzusührcn, der Kommission zu überweisen. Ferner wurde das Kolonialbudget mit 56 gegen 12 Stimmen angenommen.
Z u r Alinifterkrisis in Portugal. Beirao hat bic Kabinettbildung abgelehnt. Tarauf berief der König Antonio A z e v e o.
Aus Stadt und Lau-.
dienen, 24. Dezember 1908.
Heiliger Abend.
ES dunkelt. Der Valeinenmann laßt die Straßenlichter ainflaiumen, und in den Birnen der Beleuchtungsapparate der Schauläüen vecsendet der weißglühende Draht feine effektvollen Strahlen. Tie Hausmutter aber, die am Ofen mit ihren Kindern ein Dämmerstündchen hielt, meint, daß eS nun mit dem Gefange der alten, heben Weihnachtslieder genug fei, und zündete die Petroleumlampe an. — Denn viel gibt eS noch zu beiorgenl Während die Kinder die Bratäpfel au5 Dem Ofen nehmen und von dem sprechen, was da ,kommen joU*, schafft die Mutter noch dies und jenes, um schließlich noch einen Ausgang ,zum Christkind* zu unternehmen. Rasch alio den Biantel darüber und den Hut auf l HmauS in die prickelnd fmche Dezemberluft. Weich' ein Leben und Treiben auf allen Straßen und Plätzen! Kunterbunt eilen die heute jo vielgeschäsugen Btenschen durcheinander — der eine dahm, öer andere dorthin, jeder aber einem Ziele entgegen. Dort schleppt em Mann eine lange Fichte: die Zweige schleifen am Boden und verbreiten em würziges Arouia von H^rz. Hier schleppt eine Dame ein halbes Dutzend Pakete, für die kein öieniibereilet Geist zu finden war, dort wieder kommt ein glückurahlender, rotbäckiger Backstich, der ebenfalls wichtige Einkäufe für die bevoritehende Bescherung gemacht hat. Zu Dutzenden stehen die Leute vor den blendend erleuchteten und wahrhaft verführerisch ausgestatteten Schaufenstern der Spielzeug-, Schokoladen-, Buchhändler- und Puppengefchäsle. Und darinnen eru! W-r soll da noch hinein können? Und ach! — die HauL au bat ' nue so schon jede Viertelstunde für ihre Weihnaa, Lbejorgungen b rechnet . . . Aber auch sie muß hin und wieder lief n die reizenden Auslagen werfen. Wie verschiedenartig linu uie Bilder, die sich ihr bieten. Hier steht ein Rupprecht, einen großen Sack auf dem Rucken, aus oem ein buntes Kmdersplelzeug mit der obligaten Rute herauS- hängt. Ta wieder steht m einem Schneeflockenfall Chnst- iindchen, — dort fahrt es sogar auf einem Silberschiilten über die imitierte Schneelandschaft. Und nun flimmert dem Auge gar ein Tannenbaum, mit brennenden Kerzen und Engelsbaar geschmückt, entgegen, mährend im Halbkreis ringsum Riesen-Kugelgelenk-Puppen stehen, mit den großen blauen Augen und den vorgestrecklen Aermchen Staunen und Verwunderung markierend. Doch läuten nicht schon die Glocken zur Weihnachtsmette? Raschen Fußes besorgt, noch ehe e§ ipät ist? Und vorüber gehts an den bunt leuchtenden Kirchen- fcnflern, deren Glanz immer neue Kirchenbesucher anzieht . . Bald ist die Blutter wieder daheim. Auch der Vater laßt nicht lange auf sich warten. Freude, ja Uebermut erfüllt oas ganze Haus. Der Tannenbaum wird aufgestellt und behangen. Hei, wie der bunte Glasschmuck zwischen dem dunkeln Laub der Nadeln funkelt und glitzert! Und nun sind auch die Kerzen aufgesteckt. Die Kinder müffen inS "Nebenzimmer . . . Ein Klingeln . . . und im zauberischen Glanze von hundert brennenden Kerzen stürmen die Kinder der Bescherung entgegen I
«
** Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Regimeutssaltler t. P. Kroll, seither im Garde-Dragoner-Negiment (1. Großh. Hess.) Nr. 23, die Goldene Medaille deS Ludewigs-OrdenS verliehen.
** Kun st verein. Die Gemälde-Ausstellung am Brand bleibt am 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen. Am. 2. Feiertag und am Sonntag ist sie von 11 bis' 3 Uhr ununterbrochen geöffnet. An diesen Tagen beträgt der Eintritt für Nichtmitglieder des Kunstvereins 20 Pfg.
** Der Turnverein veranstaltet wie herkömmlich seine Weihnachtsfeier am 2. Feiertag abend in seiner Turnhalle. Der Vergnügungsausschuß hat ein recht reichhaltiges Programm dafür ausgewählt, das außer Konzertstücken ein amüsantes Theaterstück, Gesangsvorträge des Sängerchors, eine reichhaltige Verlosung und einen Ball vorsieht. Auch die Fechtriege, die sich recht schön entwickelt, wird die Gelegenheit benutzen, um den Mitgliedern und Angehörigen des Turnvereins zum ersten Male eine Probe ihres Kölinens zu zeigen. Da der Besuch der Weihnachtsfeier erfahrungsgemäß sehr stark zu sein pflegt, liegt frühzeitiges Kommen im eigenen Interesse der Mitglieder, zumal die Feier pünktlich beginnen wi!rd. Als Nachfeier ist für? den dritten Feiertag ein Ausflug nach^ dem Windhof Dor* gesehen.
"Der Schiklub Wandervogel Gießen, der kürzlich dem Deutschen Schi-Verbaud beigetreten ist, wird bei günstigen Schpeeverhälluissen seinen SchikursuS, zu dem auch von auswärts schon zahlreiche Nleldungen vorliegen, gleich nach Weihnachten abhallen. Tie öffentliche Bekanntgabe erfolgt durch Anschlag gleichzeitig mit den Schneeberichten sowie durch Anzeige im Gießener Anzeiger.
" Verzollung von Postpaketen. Am 25. Dez. (1. Weihnachtsfeiertag) ist ba§ Großh. Hauptsteueraml


