Ausgabe 
31.10.1908 Erstes Blatt
 
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Labm ljinl ted)i4, jiie itbidjan. empfotjlen

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Lurch emen bessere- ;i eileteti-

®gentuu d. Haltei-.

Ö. JnceS. Sucht ab- -uschasska.

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mittel«; mögig: genüg.

Zur äb« schasM- empfohlen.

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38

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Ein jiegenbii wird nch geh aller. Wegen \ W-

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gut sihrgunjehrgut gut r. gut

sehr gut iehr su' r. gut r. gut

«Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten.

potttrjche Wochenschau

Was nützt ihr der s

-graplstsch-stalisttsch aus Beschveibungen. M ü n che n hat schon man- djan jungen >nn Herz,. Nreren "Magen und KeS gekostet. NM 0 allein von wegen derseichen Madeln ,, sondern vor Allem des

werden.

Ich für mein Teil würde nrich sofort für diese delikaterv Zwecke zur Verfügung svellen, zumal ich sagen must, daß aus mich nun schonetwas älteres" Haus die chiken und liebenswürdigen Gießenerinnen vom Backfisch an bis -um unbestimmbaren Alter der Aeltcren immer noch die alte Anziehungskraft ausüben. Nur sind esmodere" geworden; kein bekanntes Gesicht sah cch auf meinem Bummel zwischen 67 Uhr; aber schon und erstrebenswert sind auch diejungen", die ie&t vielleicht gerade in dieser Saison dieKlubballrerse" bekommen werden. Ihr Muli" nehmt eud> in Acht! Zuerst ist's ein winzig kleines Fünkck'cn, dann bei jedem neuen Klubballe wird's neu entfacht; es wächst, und schließlich ist's der alles verzehrende Feuerbrand einer richtigenLiebe". Dann ä dieu du breite Gasse, Later, Mutter, schauenfreudig" nach ban1gefang'nen" Burschen aus.

ML-holÄ wegen (C- &' DS); ich glaube, es ist richtig die Formel daschemische.vandnxrrh was nie so recht mein Fach.

Also die Losung ser 1. Gießen, 2. Gießen und alteriebtenS wiederum das sck-öue, von Bergen und Wäldern umrahmte Gießen! Was brauchen wir hier die hochsagenoen stolzen Alpen, von denen die MünchenerSommerstudenten" soviel zu schwärmen und zu erzählen wissen, wenn sie mit Ach un^Snad) einmal auf

Verjüngt" hat sich Gießens L>auptstraße, tote ich mit Freuden fonftatieren kann, an vielen Stellen. Die neuen, ichmuden Däuser mit ihren modernen geschmackvollen Architekturen l^eimeln mich als kunsttriefenden Darmstädter geradezu an. Da muß ed m .usenm auch sckron Jünger der MunftD lbrichs" geben; schade, Lfe L Loggend? Meister swrb! Si^rlich hätte er, der so sehr für alte, gute Formen schwärmte, auch einmal in Gießen das alte, sck-ön-e Holzfackuverk wie wir es an einigen hu, igen alten Bauten staunend bewundern, zu noch größerer Entfaltung aebracht. Grade die Um- und Neubauten, die wohl bei Straßew Verbreiterungen nötig werden, geben dem eimichtigen, künstlerisch vorgebildcten AMtekten eine Falle von dankbarem Stoftes, den er von modernem Geiste belebt, und den vorhandenen a tm Muster­beispielen folgend, an-upas.en lMte^Gießcn hat alle Aussicht, schöner und noch einladender zu werben, als es letzt fdjon ge­worden ist. .

Und wenn heute einer mich fragte:Na, wohin mcht s im nächsren Semester? Wollen Sie nicl)t einmal einen Winter in Berlin" oderMünchen" mitmacoen?"Nein, nein,, mein fieber Freund," würde ich sagen,"Extra muros Gießen,ev nulla salus!" Ich studiere hier und lasse die anderen, na,en- weisen Studenten in dasfeudale" Berlin und dasbicngc ffllihicben laufen; sie kommen doch wieder hierher! Berlin muSän« taitMe StE,°m; k-nn- -s nur

besonders Apartes legte, was auch mit Poly .. nein mit .

lieber Straibeiehl" wegen grober nächtlicher Ruheitornng, roornog- lich verbunden mit einer Widersetzung gegen die Ordnung und Frieden liebende Staatsgewalt anhtng und mit einer Erleichter­ung des Beutels um etwa 11,30 Mk. (ich glaube die T a x e (!) noch »u kennen) endete. Nianchmal wars ja auch -billiger - aber strenge war die Gießener Polizei immer - das sc. den jungen Mulis', welche jetzt mit übermütigen, uolzen Schritten durch den verjüngten LelterSwcg gondeln, doch gesagt l

Gießen, den 31. Oktober.

Mit outen und besten Absichten kann man böses an- richten. Das lehrt die Wirkung, die durch die Ber ö s s en t - I Eichung von Aeuße rungen unseres Kaisers rm Daily Telegraph hervorgerufen worden ist. Die Ab- . sicht war doch offenbar, in England ein gewisses Gefühl der Dankbarkeit für Deutfcl)iland zu wecken, um die Beziehungen zmischen beiden Ländern mtd Böllern besser zu gestalten. Aber nun zeigt es sich, daß genau das Gegenteil dieser Wir- lang erzielt worden ift Das ©ebädjitmö der Engländer reicht, wrnn es sich um Dankbarkeit handelt, nicht sehr weit, und im übrigen lassen sie sich nun einmal nicht von ihren Ao cnrteilen gegen uns abbringen. Man siel/tS deut­lich genug an den Kommentaren der englischen Presse zu den neuesten Veröffentlichungen. Biel bQdenllicher und ernster für uns ist aber noch das Echo, das sie im übrigen Auslande geweckt haben, in Frankreich und Rußland, ^ort hat man sehr geschickt den Hieb pariert und man wird Nich ohne Grund befürchten müssen, daß Delcasss schon Mittel und Wege finbeu wird, aus den Erklärungen des deutschen Kaisers uiapital zu Magen. Schon jetzt wird Deutschland als Unfriedensstiftec hingeslellt, und dann verbucht man die Oeffentlichkeit glauben zu machen, daß nicht r)-rankreich und Nuß land zur Zeit des Burenkrieges gegen England m- trinuiert hätten, sondern gerade Deutschland selbst. Herr v. Marscball habe bereits 1896 Frankreich für ein gcmeiw sames Vorgclfen gegen England gewrnnen wollen. Auch die leidige Krügerdepesche wird natürlich weidlich gegen Deutschland ausgeschlachtet. In der deutschen Prcs,e ist man namentlich darüber verstimmt, daß es der Kaiser gerne,en ift, der Den Fcldzugsplan gegen die Buren ausgearbeitet hat, während das deutsche Boll mit ganzem Herzen aus feiten des stammverwandten unglücklichen Burenvolkes stand. Man meint, der Kaiser könne nicht so gehandelt haben, und darum feien die Aeußerungen des Kaisers im Daily ^elegrapy wohl unrichtig wiedergegeben. Ein Freund bev deutschen Reiches fei es auf alle Fälle sicherlich nicht gewesen, der die Veröffentlichung gerade jetzt besorgt habe. Von ossr- ztüser Stelle aus ist bisher indessen kein Dementi erschienen, und so wird es also mit dieser Veröffentlichung wohl seine Richtig kett haben, ebenso mit der Behauptung, daß der Kaiser seine Zustimmung zur Veröffentlich-ing gegeben habe. Warum dchse aber gerade jetzt, in diesem ungünstigen Augen­blicke erfolgt ist, das bleibt ein Geheimnis. Mag die öffentLidyung gut gemeint gewesen sein, so hat ,ic es doch zuwege gebracht, daß wir auf einmal Die Ö^n^e JBelt gegen uns haben: Frankreich und Rußland, natürlich, England, ^avan und Amerika aber auch. Da ivird nun behauptet, aUA der veröffentlichten' Erklärung gehe hervor, baß man der deutschen Politik überhaupt nicht mehr trauen tonne. Heute wende sie sich gegen die eine Macht, msorgen gegen die anbc-ce; vor Intriguen oder doch mindestens Indis- Irctinnen 2eutschlands fei feiner mehr sicher, So sch-n wir UN" plötzlich von Mißtrauen und Unfreundlichkeit ruigv- umgeben, und unsere Diplomaten werden einen schweren Stand halben, einen in bester Absicht begangenen politischen Fehler wieder gut zu machen. Man fragt sich aber, wo war denn der verantwortliche Staatsmann in dieser Angelegen­heit^ Hat denn der Reichskanzler, der eine jebe Politische Handlung des Monarck)eil decken mutz, keine Kenntnis von dieser Veröffentlichung gehabt? Hat Bulow aber keine Kennlni - gehabt voii dem allen, dann darf man wohl ge­spannt Darauf sein, ob er die einzigen Kvnseguenzen hieraus ziehen und sein Amt Sr?s ,hm- tote

beinahe scheint, nicht einmal

Tu lieber Himmel, duckte ick gestern morgen, als ich nach immer Reit wieder einmal die heilige Stätte Der hessiickettz ;.Alma mater Ludoviciana betrat, ei Der Tausend die etraBcn fötebeno sehen ja gai nicht mehr so schmierig und dreckig aus rote in meine;; seligen Studentenzeit l Wie 'st Denn das gekommen. Hat man nur'zu tticbe einmal ertra sauber gemacht ober was ist i0,» SQim ich kann meinen lieben alten Gießenern herzlich ainntlieien - das vorzügliche Werk, das vom Biirgermeister- Jngeuieu r Gnauth seinerzeii emgeleitet wurde, ist wirklich von her- vorragender Wirkung - auch schon ganz äußerlich genommen, bat Stadtbild Gießens ist freundlicher und lieblicher geworden, in­dem diese pappige Schmiere, welche früher ^w wedrig gelegenen Straße.' Durchzog, gänzlich verschrounden ist. was i|t bas er te, n>a5 mir, Dein etivas verivöhnten Nesidenzler, angenehm an stet.

Noch mehr freute ich mich aber, als ich in .Cafö Hettler' hörte.?ic fürchterliche Holperkastenemiichtung 'ck meine Die fanwse (Gießener Ömnibiisgesellschaft ivurbe m stürze relertn« fiert" werben und man könnte in absehbarer Zeit mit der »Gtectri- scheu" durch den Seltersroeg bummeln und brauchte nicht meyr den unangenehmen Hopsaroalzer auf den Rand- und OossenNeme zu tanzen, wozu mau heute wegen der erschreckenden Enge der -Gasse" unb wegen ber Schmalheit bes SurgcviteigeS immer noch genötigt ist. Hossentlich schafft auch ba dieElektrgche gehörig Luft; man sei Da ja nicht engherzig und reifee rechts und tun von Den zu weit in Die Straße grenzenden Hausern lieber etwa ui v i c l als zu wenig ab. Tas wird sich . m jeher Weise emp­fehlen. Gießen wird bann eine Hauptgefchäftsstrage von unver­gleichlicher Schönheit haben ober bekommen, um Die jic andere Proouizstabte beneiden werden.

j.ud) wird das schöne Burschenlieb: .Wenn wir durch die^ Etrafeen ziehen, recht wie Bnrsch'n in Saus und Braus . . . na,- die Gießeneriiinen roiffen ja, wie's rocitergebt noch viel herr­licher inrb kräftiger erschallen und tönen, als zu meiner Zeit, roo einem ber Gasse quetschende Enge bei einer nächtlichen Nabainzene amLouekaste" ober an ber Wolkengasje so recht deutlich wurde, wenn sich graulichePolypenarme" nach bem armen .^urschen ans streckten unb ihn zur bekannten Weibengasfe in des Ungeheuers Höhle schleppten. Das waren bann traurige Zeiten, wenn Die hebe dicke, freundliche Gießener Studenlenwirtin am Ende Des Monats schmunzelnd zu ihrer eigenen Rechnung noch etwas ganz

mer in den Öbcvwaib unb setze sich 14 Tage nach Ulrichstein, Lauterbach oder Herbstein und wer dann noch nicht turicrt ilt, ber aeljc nach Sckjotten, Laubach ober Hochwaldhauien; überall ist es fast wie im Alpengebirge! üluch liebe freundluhcL>en- nerinnen" hats da, man muß sie nur zu finden roinen.

Da bin ich nun endlich auf dieF rauenzi m m e r" zu sprechen gekommen; auch dieObebhesser" sind moderner gt> morden! Was sah ich ba für Ungetüme von -.Luten aestwn abend bei meinem Aoendbummel durch den Selterswez! Das ist ja geradezu verkehrsstörend!-Herr Magntrat ber grofc- l)erzogl. ProviNtziall)aupistabt Gießen, da muß eingeschrrttei, werden! Das ist grober Unfug und gehört unter 836od.N. Str. G. B. x, y, z w viel ZwistMt kenne ich nicht. Allenfalls läßt sich eine Polizeiverordnung, die nur m Gießen speziell für die engsten Teile des Seltersweges gulttg ist, Her­stellen, etwa derart, daß an diesen Stellen die allzugroßen Hute abgenommen und vertikal getragen werben müßen, ober noch besser; Ein Schutzmann wird an den gefaxttetften Platz des engen Seltersweges mit einer großen staatlich geeichten Sckere ausge­stellt und sckneibet an allen Hüten, die einen größeren .Durchmeiser als 70 Zentimeter haben, den Staub einfach ab; allenfalls können Vie auf dem Bummel befindlichen Musensöhne von der Polizei ausnahmsweise natürlich zu ihrer Unterstützung her­beigerufen und ihnen geeignete Handreichungen beim Abnehmen der Hüte, beim Abmessen des Durchmessers usw. aufgetragen

aebunqen zu verhindern, die uns mit aller Welt in 1 verwickeln können. Die besten Absichten des Kaisers niemand bezweifeln, aber Sache seiner verantwortlichen Minister ist es, die Bernnrllichung dieser Wsichten richtig vorzubereiten. Das ist hier offenbar nicht geschehen, und \ den Schaden wird möglicherweise die ganze Nation zu , tragen haben. , ,, . .

Ueber diese Dinge ward schon in den nächsten ^agen im ' Reichsöage zu reden sein, wenn dort die parlamentarisäfen ' Arbeiten ausgenommen nxrden. Die auswärtige Politik wird wohl überhaupt in den ersten Reichstagsdebatten vor- herrschen. Neben den mancherlei Fragen der auswärtigen Politik wird dann natürlich bald auck) die Frage der Zteia)s- finanzresorm zur Sprache kommen, über die sich die Regie­rung bisher vorsichtig genug ausgejchwiegen hatte. Die Ueberrascbungen aus diesem Gebiete versprechen ILdcnfalls nicht gering zu werden. Die offizwie Nordd. Attg Ztg. hat ja nun freilich schon die allgeu^inen Richtlinien der Finanzreform bekannt gegeben, aber viel läßt sich auch mit der Angabe des dreifachen Zieles der Reform nicht ansangen. Es heißt sich also noch einige Tage in Geduld fassen, dann wird mans wissen, von wie vielen Seiten der arme Steuer­zahler angezapst werden soll.

Da^ preußische Abgeordnetenhaus ist schon seit einigen Tagen in voller Tätigkeit, um die Besoldungs- Vorlage durchzuberaten. .. ..

Bei uns in Hes > en sind die Wahlmannerwahlen nun glücklich von statten gegangen und ihr Ausfall lägt einen ziemlich sicheren Ueberblick über die zukünftige Gestaltung un erer Zweiten Kammer zu, wenngleich im Einzelnen auch noch diese oder jene Deranderung nicht unwalfrscheinlich ist. Große Verschiebungen haben die Wahlen ja nicht gebracht, und die Zusammensetzung der Kammer wird darum un Großen und Ganzen bleiben wie sie war. Nur die Sozial­demokraten sind um 2 Mandate geschwächt, wahrend die Nationalliberalen und das Zentrum oen Mandatszuwachs erhalten haben. Von einem lebhaften Ruck nach Wiks, wie er in manchen politischen Kreisen Hiessens erwartet - wurde, ist jedenfalls nichts zu spüren gewesen, schon eher ließe sich von einem größeren tzinneigen der Wählerschaft nach rechts reden. Die Gründe hierfür sind leicht zu ver­stehen, und es zeigt sicb, daß es nicht gerade vorteilhaft gewesen ist, den hessischen Liberalismus gewaltsam in Bahnen zu drängen, die von denen des Blockliberalismus im Reickse beträchtlich abweichen. Die Politik oer Letämp- fung des Rechtsliberalismus hat be«. der Wäh^erschafl leinen Boden gefunden. Man will einen starken, in sich geeinigten unb gefestigten Liberalismus, aber keine Durchsetzung und Vermengung des Liberalismus mit der Sozialdemokratie. Für den Augenblick mag diese Erkenntnis manchem bitter sein, der die liberalen Ziele in Hessen auch ohne die Natio- nalUberalen, ja gegen sie, erreichen wollte. Tie Ergebnisse dieser Wahlen zeigen, daß das nicht geht, und so darf man wohl von der Einsicht der Liberalen tzeisens hoffen, daß sie ihre Politik in Zukunft mehr nach den tatsächlichen Ver­hältnissen einrichten. Es ist gefäl/rlich, wenn politische Führer die Stimmungen in der großen Masse der Wähler nicht richtig beurteilen. Tie Enttäuschimgen bleiben nutzt aus, und eS greift schließlich eine allgemeine Ziel- und Plan­losigkeit Platz, bei der ein skrupelloser Gegner leichtes ynel hat, die Massen für sich zu gewinnen. Die Wahlerschack laßt sich nun heutzutage nicht mehr ohne weiteres durch Schlagworte regieren, unb leiten. Sie wendet sicy nur ber Seite zu, von der r:jC" ""

preu&ifd)es Rbgeordneienhaur.

i6. tun oj. jjitovcr, LU ilhr.

Pfarrbejoldung und Steuergesehe.

Aba. Dippe (naii.) begrünt oic B^vmgen, mc nn allgemeuttn gut feien. - Adg. Viereck (fLj stünmt der Erläge für die Evangelischen Geistlichen -u. Die ensgcktige Umlicksewnng wnro die Vorlage für l'atholisch: GcisÜiche bblfalle sich seine ^raktwn vor ES gäbe in den polirifd^n Landec-leilen katl)oli>cqe Gestckuhe, die sich wenig um die Seel sorge kümmern, aber Z>as Deutschtum und den preußisclün Staat fanatisch betumpfen. Sollten für bicft Leute auch Mittel des Staates lxrgegeöen wevoen? äög. Eick­hoff ('m. Bp.) billigt die Tendenz der Vorlagen. Abg. S t n ch e l (Pole) wendet sich gegen den Ausnahmezustand, den die Vorlage fiir die Lstmarkcn schonen wolle. llnterstaatS- ickrctär Wcver rechtfertigt die i?(ii:-iuitymebefhnrmungen für bif bftmaiEcu mit der Haltung der polnischen GeisllMeck gegen- Uber dem Deutsckstum und dem Staat. Aog. H o f s m a n n t^oztz erklärt, die Stellung seiner Partei zu der Vorlage sei durch ihr iartciirooqramm gegeben, das die Trennung von L-taat und Unche ordere. Die Trennung von Kirche unb otaat^Präsident von it r ö d- e r verweist den Redner darauf, daß bic Trennung von Kirche und Staat nicht zur Erörterung W und fordert ihn auf, zur Sackte zu sprechen. Abg. Hoffmann erwidert, er spreche zur Sache. Puhident v. Kröcher erdärt, wenn er bitte, zur Sache zu sprecksen, so spreche der Redner eben nicht zur Sack>e. Er rufe den '2log. Hofiniann zur Oro;iung. Abg. ö o ff mann (fortfahreiib), die 12 V? Millionen gcoe der Staat ziveifellos nickt ohne Gegenleistung. Wenn der Staat die Kircl-e Nickst unter- tütze, dann gehe ber Kirche das Rückgrat verloren. Es dürfe nur gelehrt werden, was die l-errschende Klage wünsckst. Ein Pastor habe gesagt:Wir werden nicht bezahlt, nm die Wahrheit zu ver- mndcn, sondern um sie zu verbergen. (Pfuirufe rechts.) ^<un rwch'vahnunglück und bei Unglüäsfällcn in den Bergwerken spreche man von Gottes unerforschlichem Ratschluß, anstatt genügende Sicherheitsmaßregeln zu treffen. Präsident v. Krocher rust den Ziedner zum -mcitennuil zur Ordnung und machst ihn auf bic geschuftsordnungsmäßigen Folgen aufmerksam. .Ibg. voff- ir. a n n. (fortsahvend:: Bei ber heutigen Aushalkung der Kirche duvck) den Staat (Pfuirufe rechts) [ei die Retigwn des Nazareners eine Religion der herrschenden Klasse zur Unterstützung der Sinnen und .Hilflosen geworden. Das Zentrum sollte semer Partei bei per Trennung von Kirche und Staat helfen; es haoe dw Rute des Staates doch y.v fühlen gekriegt. Also benutze man diese Gelegen^ feeit. (Heiterkeit. Ein großer Teil des Zentrums unb bei Kow- servativen verläßt demonstrativ den Saal.) Sei es Nicht unertort, daß ein Drittel ber Summe, die für die Erziehung unserer fl.cnb aufgewendet werde, für die Vertröstung aus bas Jenseits bezahlt werde? Präsident v. Kröcher ruft den Abg. Voll­mann zum dritten Aial zur Ordnung unb fragt das Haus, ob cd > den Abg. Hoffmann noch weiter anl-ören will. ^egen die Stimmen ber Sozüudemokraten, ber Streif innigen und ber Polen . beschließt das Haus, bem Abg. Hofsmann das Wort zu entziehen. Abg. M ehe ns che in (ton).) meint, das Volk wisse ganz go - iunt, was es an der Kirche und den Geistlichen, und was^es an ' ben Sozialdemokraten W- (Beifall rechts.) Ein ischluß- : an trag wirb angenommen. Damit ist bic erste Lesung ber Pfarrer- besoloungsoorlagen beendet. .

Es folgt die erste Lesung der neuen -^teuergesetzc. Lbg. vow Pappen heim (tonf.) meint, die Deckungsftage fei von gwtzer Wichtigkeit. In erfter Linie müßten bic leistungsfähigen schul­tern belastet roerben. Fraglich sei, wo bic Erhöhung der Etn- EommcniL:ucr zu beginnen habe. Wenn iwa) gröbere Mittel notwendig seien, so werbe die Erhöhung der Emlommensteuer auck) auf die Einklommen unter 7000 Mk. ausgedehnt werden müssen. Abg. Dr. Friedberg (natl.) erklärt: Die einzige Möglichkeit, unsere Finanzen zu gesunden, bestehe bann, daß bie

G, alte Surschenherrüchüit..

Von Dr. Wilhelm Zang.

Nr.2S7 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Samstag 31. Ottober 1808

Ä VezugSprcts:

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te«? General-Anzeiger für Gberheffen WW füi me TageSnummer Bototionstrud nnö Verlag Ser vrühl'Iche« Unw.-Vuch- and Steinörutferei R. ränge. Reialtion, LrpeSMon und vruckerei- Schulstratze Anzeigenteile H Leck, bis vormittags 10 Uhr.im

sie sick) die größten Vorteile verspricht.

....___flammendste Protest gegen bestehende

Zustände, wenn hinter diesem Proteste keine realen Kräfte 'Amt CT XÄWÄ4 S'obcr

bic Möglichkeit gibt, Kund--' Nichts" in dem Schmollwinkel stellen^kann. ^re diesmaligen

it .Polizei-!den Wendelstein oder die Zugspitzeam Trurhtseil heraus- g, rooinög- geklettert sind! MerDvürdige.. Ueberhebung^Man gehe mt Som-

Krieg > Wahlen haben unseren i)e^llch'n Polrtttern Wege ge wird! zeigt, die sie einschlagen müssen, um wieder zu gesturderM lichen und erfreulichen Zustanden zu kommen. Ernrgung des g samten licssischcn Liberalismus, vom äußersten Freisinn 1l> .um rechtesten Flügel der Nationallibcralen. Und erscheint dieses Ziel ein,ttveilen uod) zu weit, so möge man doch bemüht sein, sich aus friedlichem Wege zu versttrndigen, anstatt sich im kleinlichsten Kampfe die Nachbarschaft zu verekeln und zu verleiden. h