X Ober - Moos, 27. Febr. Der Sohn eines hiesigen gutsituierten Landwirts unterhielt mit einem weniger vermögenden Mädchen des Nachbarortes Salz ein Liebesverhältnis. Oester kamen in letzter Zeit zwischen Vater und Sohn, da ersterer sein Einverständnis ru dem Verhältnis nicht geben konnte, Zwistigkeiten vor. Am letzten Sonntag ging der Sohn zum Vergnügen nach Nieder-Moos und kehrte nicht mehr zurück. Er begab sich nach Höchst a. M., von wo er seiner Geliebten noch seine Photographie sandte, alsdann nach Hersfeld, hier fand man gestern die mit Lysol vergiftete Leiche im Gasthaus „Zum Deutschen Haus" vor. Sie wurde Beute nach hier transportiert. Der Kummer des Vaters über den Verlust seines einzigen, 23 jährigen, sehr intelligenten und allseits geachteten Sohnes ist groß.
R. B. Darmstadt, 28. Febr. Der Attentäter bei dem Raubanfall, der am 15. d. Mts. durch Wegreißen eines Gel> täfchchens mit 160 Mark Inhalt auf dem Mathildenplatz verübt wurde ist jetzt ermittelt. Ein wegen eines ähnlichen Verbrechens dieser Tage in Frankfurt festgenommener 20jähriger Bursche, namens Reinhart Greiner, Former, aus Württemberg stani- mend, hat eingestanden, auch den hiesigen Raubanfall begangen zu haben. — Ein bedauerliches Unglück ereignete sich heute mittag in der Eisenbahnzentralwerkstätte. Der mit Reinigen der Wagen beschäftigte verheiratete Arbeiter Friedrich Münkler von Roßdorf nrurde beim Aufspringen auf einen anssahrcnden Wagen so unglücklich gegen die Tür der Wagenhalle geschleudert daß er schwere Brustquetschungen erlitt und bald darauf st a r b.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 28. Febr.
Freigesprochen.
In der Sache gegen den Prokuristen I. I., der Leiter der Lauter- bacher Filiale eines hiesigen Bankgeschäfts war und vom Schöffengericht wegen Betrugs zil 400 Mark Geldstrafe verurteilt wurde, weil er ani Konto eines Lauterbacher Fabrikanten bezw. des Hauptgeschäfts Aktien zu Spekulationszwecken ankaufte, wodurch die Firma, die für die Handlungen ihres Bevollmächtigten einflehen mich, einen größeren Schaden erlitt, wurde das Urieil verkündet. Es lautete auf Zurückweisung der staatsanwaltlichen und Stattgebung der Berufung des Angeklagten. Das Gericht hatte gegen die Angaben des Fabrikanten, die im Widerspruch mit den Behauptungen des Angeklagten standen, keine Bedenken. Es hielt für festgestellt, daß der Angeklagte sich des Kontos seiner Firma und des Fabrikanten bediente, um für sich zu spekulieren und daß seinem Prinzipal ein größerer Schaden entstanden ist, da die voll ihm gekauslen Papiere im Wert sehr gesunken sind. Rach Ansicht des Berufungsgerichts gebricht es an einem wesentlichen Tatbestaiidsmerlmal, so daß eine Verurteilung wegen Betrugs ausgeschlossen ist, da der Angeklagte der Diskontogesellschast gegenüber, wo er die Aktien angekaufl hat, keine fatschen Angaben gemacht Hal; er hat zwar den Umstand, daß er weder von dem Fabrikanten noch von der Firma den Auftrag zum Ankauf halte, verschwiegen, diese Angaben zu machen war er aber nicht verpflichtet. Auch aus dem Gesichtspunkt der Untreue konnte eine Verurteilung nicht eintreten, da der Angeklagte nicht über Vermögensstücke seines Auftraggebers verfügt hat. Es mußte somit F r e i s p r u ch erfolgen.
Börserr-Wochenbericht.
4- Frankfurt a. M., 28. Februar.
Zum erstenmal feit geraumer Zett ist in dem offiziellen Essener Berückst über die Kohlenbörse von Absatzschwierigkeiten die Rede gewesen. ychchdem in der Eisenindustrie Betriebseinschmnkungen vorgerwmmen wurden, die Industrie überhaupt ein ruhigeres Tempo angenommen hat und auch der Winter sich milde anließ, fbnnte es nicht auSöleiben, daß schließlich auch die Kohlenindustrie die Folgen all dieser nachteiligen Einflüsse verspüren muß. Wie lange sie darunter zu leiden haben wird, das läßt sich natürlich heute noch nicht absehen, wird viel davon abhängen, wann in der Industrie wieder eine neue Belebung eintritt. Vorerst sind noch keine Anzeichen dafür vorhanden, vielmehr machen die Nachteile der übermäßigen Ausdehnung der Betriebe sich jetzt erst nvehr und mehr bemerkbar. Auch die Bankbilanzen zeigen deuttiche Spuren davon in der Anspannung ihres Status, denn es geht daraus hervor, daß die Banken durch Kreditgewährungen an die Industrie, mit der sie heute eng verquickt sind, immer noch sehr stark in Anspruch gcitommen sind. Die scharfe Konkurrenz im Bankgewerbe hat die Provisionssätze für das reguläre Geschäft, insbes. für die
Anlagevermittlung, derart herabgedrückt, daß dieser Geschäftszweig' nur noch ganz wenig Nutzen abwirft, infolgedessen wenden sich die Bmrken Mehr und mehr der noch lukrativeren Kreditgewichrung zu, ferner auch dem Emissionsgeschäft und hier wird oft des guten zu viel getan. D-ie starken GewrnnausMle, die rM verflossenen Jahr auf Effekten- und Konsovtialgeschätten erlittm wurden, mögen vorwiegend daraus resultieren, daß die von den Banken emittterten Werte nicht abgesetzt werden konnten und dadurch waren die Institute dazu verurteilt, diese Werte im Portefeuille zu behatten. Derartige Papiere sind in schwierigen Zeiten vielfach nur sehr sckpver und mit großen Verlusten, ja teilweise überhaupt nicht zu realisieren und können daher den leicht greifbaren Mitteln kaum zugereck)nct werden. Wie sollen nun die Banken bei dieser strammen Anspannung ihres Status ihre Verpflichtungen erfüllen können, wenn unvorhergesehene ersckstitternde Ereignisse eintreten? Tie meisten unserer Banken, insbesondere die großen Emissions- instttute schnappen nach Luft und Kapitalserhöhungen roerben vielfach wieder vvrgenonttnen werden müssen, sobald der Markt für neue Aktienemissionen aufnahmefähig ist. Kein Wunder, totmi unter solchen VcrhiMnissen das Verlangen nach einem Depositen- baiikgesetz, welches die Sicherhett der Einlagen erhöhen soll, immer mieber von neuem auf oer Bildsiäche erscheint. Es ist hohe Zett, daß das ganze Dankgewerbe wieder auf eine gesündere Basis gestellt wird und dazu könnte durch eine allgemeine Erhöhung der Provisionssäpe der Anfang gemacht werden. Liefert diefe Sparte des Geschäfts wieder einen angemefftnen Nutzen, dann wird man weniger geneigt fein, zu mehr riskanten Transaktionen seine Zuflucht zu nehmen und ein Maßhalten in der Kredttgewährung und im Emissionsgefchäsi könnte nur von Segen fein. Solche Betrachtungen wurden vielfach angestellt, ohne daß sie aber direkten Einfluß auf die Tendenz der Börse hatten. Tas Geschäft stockte zettwcise förmlich. Matter waren Schiffahr 1 s - afticTi auf den unbefriedigenden Abschluß des Hapag. Von Jnduftriepapieren erlttten die Attien chemischer Fabriken teilweise Kursverluste. Anilin fielen 17%, Höchster 4°/o, aher Albert stiegen 11%. Zellstoff Waldhof ö°/o höher. Heidelberger Zement wurden im Interesse des Absatzes eines Postens Aktien etwas „lanzlert", konnten ihren höchsten Preis aber nicht be- haupten.
Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft.
Deuts l.) e R e i ch s an l e ihe. Tie F. Z. läßt sich aus Beilin berichten, daß man sich bereits nut der neuen deutschen Reichsanleihe und evtl, auch nut einer neuen preußischen Anleihe be- jchciitigt. Doch verlautet irgendwie beftimmteS, da sich der neue Staatssekretär des Reichsschatzamtes in die ihm bis dahin fremde Malerie hineinarbeiten will, noch nichts. So viel steht aber schon test, daß eine regelrechte 4° 9 Reichsanleihe kommen müsse. Heber ihre voraussichtliche Höhe läßt sich heule schwerlich etwas sagen, doch glaubt der Gewährsmann des gen. Blattes, daß die Anleihe kaunl sehr hoch fein werde. Auch dürfte die Anleihe voraussichtlich erst im Mai herauskommen.
Märkte.
Gießen, 29. Febr. Ai c.i noei icht. Auf heutigem Wocken- maitte fo|ieie: Butter pr. Pst. 1.00—1.15 Mk^ Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Psg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Psg., Linsen p. Pjd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk^ Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse-pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Lchfeufleisch pr. Pfd. 80—88 Pfg^ Kuh- und Rindslelfch pr. Psuiid 80—82 Pfg^ Schweinefleisch pr. Psllnd 66—80 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—76 Psg., Hammelfleisch pr. Pfd. 64—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Atk^ Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 0-00 Psg., per Zentner Alk. 0.00-0.00. — Aepfel per Ztr. 10—25 Mk^ Birnen per Ztr. 10—25 Mk. Nüsse 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Alarktzeit von 8—2 Uhr.
Vsrmifchees.
• Nach einer Meldung aus Sabina in Mexiko hat gestern aus der Rosila-Grube der Monterey Steel Company eine Explosion schlagender Wetter st a t t g e fun d en. Bis jetzt sind 4 0 L e i ch e n geborgen worden. 200 Bergleute befanden sich znrzelt der Explosion in der Grube. Ta durch die Gase die Nettilugsarbeiten sehr erschwert werden, so befürchtet man, daß piele Bergleute umkommen werden, deoor ihre Rettung möglich ist, vorausgejetzt, daß sie überhaupt noch am Leben sind.
Kleine Tagesrhronik.
Der „Berll Lokatanz." meldet aus München: Erneu sonderbaren Selbstmordversuch machte ein junger Mann dadurch, daß er sich eine Tischgabel in den Leib stieß und
Köstritzer
Aerzten vt
Köstritzer Schwarzbier ist ein Gesundheitsbier
Nährbier und Kraftbier ersten Banges.
MZZrimm Kerze«.
Montag, den 9. März 1908, abends 9 Uhr, im Saale des Hotel „Einhorn"
Hauptversammlung.
Tagesordnung:
1. Jahresrückblick. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Sonstige rechtzeitig eingebrachte Anträge. 5. Die Wertznwachsfteuer, die Ausführung, Anwendung und Wirkung derselben. Neserent Herr Rechtsanwalt Raab. 6. Verschiedenes.
Wirladen zu recht zahlreicher Beteiligung hierdurch ein.
v29/, Der Vorstand.
Gesetzliche Gesell'nprüfung
des Bezirks Lollar.
Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden im Monat März-April statt. An denselben können alle jungen Handwerker aus Lollar, Daubringen, Mainzlar, Treis a. d. Lda., Staufenberg und Ruttershausen teilnehmen. Anmeldungen können unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei dem Unterzetchneten erhältlich) bis 15. Marz eingesandt werden.
Wir machen darauf aufmerksam, daß diese Prüfung als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingett und die Führung des Meistertitels erforderlich ist.
Für den Prüfungsausschuß dcs Bezirks Lollar. D*9/, Hch. Rohrbach IV.
Mel-hirtmsck Kabel
Liebigstraße 9.
Sorrntag, 1. März d. Js. von nachmittags 4 Ahr anfaugend (grosse j^appensitzung des neu gegründeten
Karneval -Vereins 1908.
Humoristische Vorträge, Bertesen des närrischcn Protokolls sowie Konzert, oe^exuej» Programm. Zu zahlreichem Besuch ladet erg. ein Eintritt frei. 1333 Dm uürrlacbe TLinieterium.
Man verlange ausdrücklich „echtes Köstritzer Schwarzbier“, für dessen Echtheit nur garantiert werden kann, wenn die Flaschen mit unseren ges. gesch. Fürstl. Wappenotikett versehen sind. Köstritz besitzt nur eine Brauerei, das ist die Fürstliche Brauerei: man verlange also stets „echtes Köstritzer Schwarzbier aus der Fürstlichen Brauerei. •
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Versteigerung.
Montag, 2. Marz ItiCS, vormittags 11 Ubr, wird zu Berstadt 1 Kreissäge mit Gestell aus Eisen, 1 Partie Holz, Eichen- u. Bucken- Prügehöffenlt.zwangsw. geg. Barzahlung an den Meistbietenden versteigert. Die Zusammenkunft findet aus dem Bürgermeisterei Bureau statt. 1340
Hungen, 28. Februar 1908.
Reis, Gerichtsvollzieher.
Köstritzer Schwarzbier.
Durstbenelimend, nahrhaft und blutbildend — ist es der Wöchnerin eine Erquickung, dem Rekonvaleszenten ein Halt, ein Trost für die Bleichsüchtigen. Köstritzer Schwarzbier hat einen hohen Malzgehalt und nur wenige ProzenteAlkohol. Schwarzbier wird von den verordnet. Köstritzer Schwarzbier ist über die ganze Welt verbreitet. — Deutsche Frauen, trinket Köstritzer Schwarzbier !! Es nährt ! !
die stillende Mutter,
die Amme,
das bleichsüchtige Mädchen,
der Rekonvaleszent,
der Blutarme,
und wer mit den Nerven zu tun hat — sie alle trinken
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sich weigerte, sich von der Sanitätskolonne verbinden oder int .Krankenhaus transportieren zu lassen. Das Motiv der Tat soll Liebeskummer sein.
In Medinaisalin sind am 26. Februar neun Cholera« fälle vorgekommen von denen zwei tödlich verliefen.
Edison ist vorgestern abend aufs neue operiert worden. Sein Zustand war gestern in den ersten Morgenstunden kritisch. —
In Danzig brachen auf dem morschen Eise des Stadl« grabens die sechsjährige Tochter und der sechsjährige Sohn de; Steuerinspektors Epha ein und ertranken.
In Wüstenelndorf bet Kobnrg schoß ein Hausknecht beim Spielen mit einem Gewehr den einzigen neunjährigen Sohn be$ Landwirtes Rüttel mitten in die Brust. Der Knabe war sofort toi
töerid/tsiaaL
[] Marburg, 28. Febr. Ein Wilderer, der gelegentlich einer Treibjagd des Besitzers deS Ritterguts Plansdorf, am 31. bki v. I. zwischen den eingeladenen Jagdgästen auftauebte, stand heult in der Person des Landwirls Joses Knau aus.E ins darf vor der Strafkammer. Vom Schöffengericht in Neustadt zu 100 M Geldstrafe verurteilt, wurde dies Erkenntnis heute vom gericht bestätigt. Knau, der damals, als die Treiber auf ihn aufmerksam wurden, schleunigst im Wald verschwand, bestritt nämlich daß er der Wilderer gewesen sei.
Kassel, 29. Februar. Der frühere Badearzt Rohri; auS Wildlingen, der gegenwärtig eine Gefängnisstrafe von 3 Jahres wegen Tötung einer Krankenschwester verbüßt, erhielt eine Zufatz. strafe von 9 Monaten Gefängnis, ivetl er einen Gefangenen mi- gestiftet hatte, ihm bei der Flucht aus dem Gefängnis behilflich fein. Ter Gefangene wurde zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt
Universitäts-Nachrickterr.
R. B. Darmstadt, 28. Febr. Die W i t d e n s ch a f t an de: hiesigen technischen Hochschule gibt vom 1. März ab eine eigeni, monatlich zweimal erscheinende Zeitung heraus, in der studcnhschr Angelegenheiten behandelt werden.
Sport.
" F r ü h j a h r s g a u t a g des Gau IX. D. R. B. Ain- 22. März findet in Darmstadt der Frühjahrsgauta;. des Gau 9 des deutschen Radsahrerbundcs statt. Die Tagesordnung umsaßl: Bericht des Vorstandes, Genehmigung des Etats für IM, Wahl der Deligierten zum 25. Bundestag in Bremen, Beratung der gestellten Anträge und Wahl des Ortes für den Herbstgautao. Tas Arrangement hat der Darmstädter Bicycle°Klub übernommcr. Er verbindet damit das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens durch, Veranstaltung eines großen Gala-Sportfestes. Das Programm umfaßt: Jubiläums-Festakt, Gaukonkurreuzen im Kunst- Stab- und Schulreigen, Radball- und Polospiel, Preisverteilun und Festball.
BoranSsichtliche Witter»»ng für Hessen am Sonntag bei 1. März 1908: Abnehmende Bewölkung. Geringer Schnee. Aachs Frost, am Tage mild. Nördliche Winde.
(Original*
Wien, 29. Febr. Im Jahre 1910 ivuo hier die erste internationale Jagdausstellung abgehalten roerben. Diese Ausstellung wird alle industriellen und gewerblichen Zweigs die zur Jagd in Beziehung stehen, umfafien. An alle auswärtigem Staaten sind Einladungen durch das Ministerium des Aeußervn ergangen.
TerneSwar, 29. Febr. Die Heroine des hiesigen Stadi- theaters, Elsa H ö l d y, machte einen Selbstmordversuih aus Gram darüber, daß sich ihr Bräutigam, der Gutsbesitzer vcm Gotthilf, wegen seiner zerrütteten Vermügensverhältniffe erschossen hat.
London, 29. Febr. Nach enter Meldung des Glvbe an? Washington verursacht die Lage auf Haiti, besonders bie Haltung des Prüftt»cnten Alexis, immer nochernste Besorg- n is. Mehrere Deutsche befinden sich in den fcdnbc'-. der haitischen Regierung, die erklärt, die Verhafteten jofon hinzurichten, falls die gegen sie erhobenen Beschuloiguugeu et» wiesen wrroen sollten. Der deutsche Konsul bietet allo? auf, um dies zn verhüten. Er wird eventuell die Hilfe dv- dort stationierten deutichen Kreuzers in Anspruch nehmen.
Paris, 29. Febr. Gerüchtweise verlautet, ©enerni D'Amade sei gestern abend das Opfer eines ernste» Unfalles geworden. Eine Bestätigung der Meldung war bs heute früh nicht eingetroffen.
Petersburg, 29. Febr. Die Hinrich tung be= italienischen Journalisten Caloino ist gestern vollzogen worden.
Großer Niasken-BaL
Zk des Karneval-Dereins 1908 31
am Fastnachts-Dienstag [015(6
in der Turnhalle am Oswaldsgarte«.
Anfang 7 Uhr. Eintritt für Herren 1 Mk., Damen 50 M
Zar Beichskrone
Sonntag, den 1. März
-—-— Kappensitzung
mit Gratiövcrlosuug und großartigen Ucbcrraschuugeu.
Hermann Moos,
___________________________Lowengasse 22.__[015^
Sonntag, den 1. März
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im Chausseehaus. [is»
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