Ausgabe 
29.2.1908 Erstes Blatt
 
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Ciikaoapoliieke.

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4>L"/ russ.btaatsaul. 190.) 4>6U,/O Japan, btaatsanleiüe 1 % Couv. Türken von luuo

Elektnz. Leimekerl. . Eschweiler Bergwerk

. 142.70

. 124.20

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Canada E. B. . . . Darmstadter Bank . Deutscne Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz fester.

Harpener Bergwerk i,aurauütte . .

..umbarden E. B. Nordd. Lloyd . . . ürnenlose . . .

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Reiehsanleihe do.

Konsols . . do.

Hessen . .

Oberbesseu

Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amenk. PakeLL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......

>ordd. Lloyd . . . . . Ubeischies. Eisen-Industrie

3^°/< 3-6

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Sonntag. 1. Jiarz 1*30#, ß-to nur v. 49 Uhr nachm. offen: -SlL

Türkenluse.....

1% Gneeh. Monopol-Anl.

1% äussere (Argentinier o°/e Mexmanei . . .

4 v/0 Chinesen . . .

Aktien:

Bochum Guss ....

Buderus E. W. . . .

1 enden ; zieml. fest.

Berliner Haudelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . < Deutsch-Asiat. Bank Diskontu-Komuiandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktieu . . . . Baltimore- und Ohio-

EisenLahn . . . . Gottuardbahu . . . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. ötaaisuanu . . i'rince-Henii-Eisenbabn

4 >6 UesteiT. Goldrente.

4l/e % Uesterr. bilberrente VA Ungar. Goldrente . .

und Industrie, Giessen.

Frankfurter kfcörwe, 29. Februar, 1.15 Uhr.

Giessen, den 29. Februar 1108.

^rossh. Foltgeiami, Reinhart.

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. 96.15

Der Präsident der zweiten Stummer hatte die Ab­sicht, zur möglichsten Beschleunigung der Eicusbeialung auch am Samsiag Sitzung abzuhallen und womöglich schon an ötejem Tag die Generaldebatte zu Gude zu sühren. Da |id) in der gelingen Sitzung jedoch zahlreiche, namentlich oberheisische Abgeordnete Da­gegen aussprachen und erklärten, lieber am Faschmg-Diensiag Sitzung abzuhatten, auch MiNi|ter Braun wegen seiner Fahri nach Büdingen cm der Teilnahme der Samstags|itzung oeihinDert wäre, ent|chied das Haus durch Abstimmung, Da# am nächsien Dienstag die ILtatsberatung sortgejetzt werden |oll.

*

Der Antrag der Abg. Haas und 40 Genossen aus allen Parteien, betr. die Vereins - und Versammlungsfrei­heit, lautet:

Die Zweite Kammer wolle die Großherzoglichc Regierung ersuchen, die Bundesratsbeoollmächrigten zu beauitragen, im Bnw- desrctte mit aller Energie dafür zu wirken, Daß Die im Groß- herzogtum gewährleistete Vereins- und Versammlungsfreiheit durn) das int Reichstag zur Beratung stehende VereinSge,etz nicht beein­trächtigt und vertümmert werde. Zum mindesten aber dafür einzmreten, daß durch einen Zusatzparagraphen zu Die]em Gesetz die bis letzt im Großherzogtum Hesten begehenden Zuitände be­züglich des Vereins- und Versammlungsrechtes auch fernerhin erhalten bleiben.

Ein Antrag des Abg. Damm geht dahin, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, üt Dem Nachtrag zum Staatsvoranjchlag bei den Staatsdienstaspiranten auch die B a u a u f s e h e r mit ein­zubegreifen und eine Teuerungszulage in ailen Städten zu gewähren und zwar in prozentualer Weise wie bei den ange­stellten Beamten.

Eine Anzahl Ortsbürger von Dauer nheim richtete eine Eingabe an die Zweite Kammer, in der sie über eine von ihnen gewünschte und angeblich ungerechtsertigterweife nicht erfolgte Rechtsverfolgung gegen Den seitherigen Bürgermeister Gg. Wolf Daselbst Klage führen.

Eine größere Anzahl von Ausschußberichten, die Abg. Dr. G u t s l e i s ch im Namen des Finanzausschußes erstattet hat, be­schäftigt sich mit Vorstellungen von Beamten wegen Regelung ihrer Einrommensverhältniste u. Dgl. Zur Vorstellung Der H o ch- bauaufseher, Tammeister und Kreisstraßenmeister beanlragl der Ausschuß, daß Die Regierung sie unabhängig von der Revi]ion der Besoldungsordnung in recht baldige wohlwollende Erwägung ziehen möge und auch die Kreise Die bevorstehende Verbesserung mitzumachen veranlaßt würden. Zur Berüclsichtigung bet der bevorstehenden Revision der Besoldungsordnung werden empfohlen Die Vorstellungen Der Amtsgerichtsregistratoren, Der Kanzleigehufen an Den Kollegialgerichten, Der Ministerialtanzlisten, Der Diener Der Technischen Hochschule und des Vereins mittlerer Justizbeamten. Eine Vorstellung Der Schreibgehilfen bei Den Amtsgerichten, Land­gerichten, Staats- und Amtsanwaltschasten wird durch Die seit­herigen unD bevorstehenden Etatsverhandlungen als erledigt be­trachtet. Keine Folge soll gegeben werden .Den Vorstellungen des Bundes deutscher Militäranwärter, der Brückenwärter in Oppenheim und Gernsheim, der Gerichtsvollzieher, des Landes- verirandes deutscher Militäranwärter und Der Gefangenaufseher und Gefangenwärter Der Haftlokale.

Der vierte Ausschuß beantragt ferner Ablehnung des An­trags Ulrich, daß für Die Bedürfnisse der Religionsge - meinschaften staatliche Mittel nicht mehr verwendet werden sollten. Auch den Anttag Ulrich wegen unentgeltlicher Lieferung sämtlicher Lehrmittel beantragt Der Aus­schuß abzulehnen.

Die Regierungsvorlage wegen Der Abänderung des Hunde st euergesetzes beantragt Der Ausschuß anzunehmen.

nach Schluß von jedem Verkehr frei bleiben.

Münzenberg, 28. Febr. Schuhmachermeister Ludwig Spathelf feiert am morgigen 29. Februar seinen 14. Ge­burtstag und vyllendet an diesem Tage sein 56. Lebens- jahr. Seine Freunde wollen in Der Gastwirtschaft eine Feier mit Musik und Gesang veranstalten.

* Ortenberg, 27. Febr. Unsere Bezirksspar­kasse hatte am Ende des Rechnungsjahres 1906 einen Eirckagenbeftand von 1 724 409,49 All- Der 9Reingewinn betrug 12 217,11 Alk., der Reservefonds 148 963,67 M

Aus Stadt und Lund.

Gietzeii, _9. Febr. 1908.

Unser erstes Preisausschreiben, mit dem wir kurz vor dem Weihnachtsfeste an unsere Leser in Stadt und Land herantraten, hat recht erfreuliche Ergeb­nisse gezeitigt. Wir ersehen aus der Fülle der uns vor­gelegten Arbeiten aufs neue nicht nur, welch einen urwüchsig

handel.

Ter Verein allerTavafinteresientenTeutsh- lands hatte am Mittwoch eine ordentliche Generalversainmluiig m Dein großen Sltzuugsiaal des Vereins Berliner^Haiifleuie uni) Industrieller, Icigerstiape, einberuien, um zu Der Frage:Ist die Gefahr Der Euuüyrung einer Banderolsteuer auf Zigarren als end­gültig beseitigt zu betrachten?" Stellung zu uehmeu. 'Jlaci) einem Referat Des Synditus obigen Vereins Dr. Ionas wurde einstimmig solgeuDe Resolution angenommen:Der Verein aller Siabat'nitertf' jenien DeuischlauDs erklärt sich gegen je De Steuerdc- lastting der Ta bat dran che, msbes. gegen Die geplante BanDero Ist ene r, welche Tausende von Arbeitern brotlos machen, einen großen Teil Der felbfiänDtgen Üleinbetriebe und Dti Handlerfiandes vernichten, Der Koiizentration Des GroßbeirickeS Vorichub leisten unD Demnach m eminentem Sinne mittelstaiids- fetnblid.) wirten würDe. Ter Verein wendet Zlch energisch ge,^ Die fortwährende Beunriihigimg Durch Die Steuerprojette, roeidi i Die Branche nicht zur Ruhe fommen lassen unD eine gedeihliqr Forteutwictlung iriiinöglich machen".

Beniner K»vr*e, 29. Februar. Aulangskurse.

großartige Zentralhotel. Tann ging die Reise weiter an Gibraltar vorüber nach Tanger, welcher Stadt ein längerer Besuch gemacht wurde. ^Hier erregte namentlich die köstliche Schilderung des Straßenlebens Interesse. In guter Fahrt legte dann DieSalona" die Fahrt nach

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Fernersiehenden Gelegenheit bieten wird, sich über die Forder­ung Des Franenstimnirechts zu orientieren.

** Gesellschaft für soziale Reform. Der Hessisch- Nassauische Zweigverein Der Gesellschaft für Soziale Reform halt m Der zweiten Hälfte Des Mouais März 1908 m Gießen eine Versammlung ab, in Der Professor Tr. S ti e r-Somlo aus Bonn überDringende R e f o r m p u n k t e der Deutschen Ar- b e i f e r - V e r s i ch e r n u g" sprechen wird.

** Im Alpenverein, ©eftion Gießen, sprach am Donnerstag abend in einer sehr gut besuchten Alit- glieder-Versammlung Zahnarzt Jäger über eine im Sommer 1906 ausgeführte Seereise, die ihn von Marseille über die Balearen und Tanger nach den kanarischen Inseln führte. Am 26. Juli schiffte sich die Reisegesell- schast in Marseille auf derSalona", einem schmucken, jachtartigen Schiff, in Marseille ein, zunächst nach den Balearen, deren Hauptstadt Palma am anderen Tag erreicht wurde. Infolge eines Mißverständnisses machte das Landen einige Schwierigkeiten, man hatte zwar der deutschen Reisegesellschaft das Landen gestattet, nicht aber dem Schiffe das Anlegen. Der Redner schilderte dann mit anschaulichen Bildern die auf der Insel gewonnenen Eindrücke, besonders die gewaltige Kathedrale und das

Die nach- A <q »»«y f r» sind Sonntag den 1. 3Iärz nur »teilenden üvi u l v von 12 ehr mittags bis 12 ehr nachts tiir dringende Fälle sicher anzutrelfen. [D2'/,

Dr. Richter, Frankfurterst. 4. (Hirsch-Apotheke). Ds.

Schäffer, Bergstasse 9. Dr. Stulal, Seltersweg 79a.

Ein neues Unternehme» imro am hiesigen Platze xc' gründet werben. Die Firma ipebrüder Waag eröffnet am '.DloiiM; Dem 2. Riärz, Kreuzplatz 6, ein S p e z i a l g e s ch äst in S o n nst^ schirmen, Regenschirmen unD Spazlerstöcken.

Die belden'Jnhaber sind lauge Jahre hmDurch in größten Fabriken Der Branche tätig geweien und haben wähl dieser Zeit reiche Erfahrungen gesammelt. Tas neue Gesci-st wird nicht nur eine große Auswahl in fertigen FabrikcA bieten, sondern auch alle oorlommenden Reparaturen ausfüh^ Bitte Die Anzeige m der heutigen 9kunmer zu beachten. 0

'N der Entwicklung ober"betmLernen'LmL't bleibende Kinder, sowie blutarme, uch, fühlende und nervöse überarbeitete, leicht erregbare und k erschöpste Erwachfenc gebrauchen als Liraftigungsmittel mit Erfolg Dr. Hourmet'o <>acmato9en.

Der Appetit ertvacyt. Die ociüiocn und körperlichen Krcilv werden raich gehoben, das Geiamt-Reroerivtteul ßcmirft. - ibian verlange jeboefc ausdrucllich das echte Dr. HomUikN' OacflitiMsa-iytiLlfllis. lüLfcuieJ)« vielen Dlacbatimunaen aurx&w

Italien. Heute . . . Portugiesen Serie I Portugiesen 111

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toenontinen werden. Die Ministerien jener beiden Staaten hatten durch die 2 jährigen Budgets immer 1 Jahr Karrenzzett für die Erledigung der anderen Gefetzesaufgaben. Sehr erschwert seien die Beratungen auch durch die große Reihe von Initiativanträgen von Mitgliedern des Hauses, die alle 3 Jahre wiederkehren, z. B. die sozialdemokratischen Schulanträge und durch die monate- Tangen Kummerberatungen. Für die Besserstellung der Beamten seien im vorigen Jahre bedeutende Mittel aufgewendet und da­durch die Notlage beseitigt worben. Ein Wort des Tankes dafür seitens der Beamten, wäre durchaus am Platze gewesen. (Bravo.) Tie Stellung eines Abgeordneten werde einem bald beinahe ver­leidet durch die vielen Beamtenpetitionen. Tie Beamten&teu poch auch Rücksicht nehmen auf die ganze Finanzlage des^ Landes. (Beifall.) In Oberhessen seien das 300 jährige Jubiläum bet Universität Gießen und die Gruppenwusservenorgung

bei Nauheim-Friedberg erfreulixljc Lichtpunktege­

wesen, dagegen fei höchst bedauerlich. Die jüngste Falliterklärung des Bankhauses in Büdingen, bei welchem nicht nur Die Gemeindekasse 100 000 Mk., souDern auch die Bewohner Der Umgegend noch mehrere 100 000 Mk. einbußen würden. Es frage sich, ob der Staatsregierung nicht Darüber em Vorwurf zu machen sei, daß sie Den Bürgermeister nicht richtig fontrollierie. Die Kammer müsse hierüber vollstänDige Aufklärung verlangen. Ebenso beklagenswert seien Die Vorkommnisse m Offenbach. Es frage sich, ob Die Regierung vor Der Befläligung Des Tr. Tullo ihre Pflicht erfüllt habe. Sie hätte Die Frage prüfen müssen, ob derselbe auch Die geeignete Persönlichkeit für das schwierige Amt eines Offenbacher Bürgermeisters sei, und ob seine Vergangenheit ihn als Den richtigen Mann für Diesen wichtigen Posten erscheinen ließe. Tie bloße Tätigkeit in einem slatistiichen Bureau konnte Doch keine Gewähr Dafür bieten. Es habe beionders peinlich be= rl, wie bei Der Anlegung der Offenbacher Gelder verfahren worden sei, und es wäre Pflicht der Regiernng geweien, hier schon längst energisch enrugreifen, wozu Die Gesetzgebung sehr wohl Die Möglichkeit bot. '-Ulan Düne sich nicht Himer Der Ausrede verschanzen, daß ein so großes Gemeinwesen wie Offenbach, seine Angelegenheit selbständig ordnen müsse. Nicht minder peinlich mußte es berühren, Daß gcraDe in Der kritischen Feit Der Bürgermeister auch noch ausgezeichnet wurde. Solche Vorkommnisse mußte die Regierung verhindern. Weiter gibt Redner- feinem Bedauern über die enorme Nach'orderung von 221 000 Mk. für den Umbau des Darmstädter Hoftheaters Ausdruck und betont, es müsse auch Klarheit Darüber geschaffen werben, wie sich die Regierung zu solchen Temonstrationeu stelle, wie die jimgft in Berlin oorgefonunenen. In jener Darmftädter Temonslraiions- versammlung habe Abg. Tr. Fulda ausdrücklich erklärt, daß eine Demonstration nur in Rücksicht auf Die geringe Zahl Der Besucher unterbleibe. Wären wir 20u0 Mann stark, jagte er, so würben wir eine Demonstration machen. Tas sei boch eine Drohung mit Ge­walt, Deren sich Die SozialDemokralie schuldig machte. Die SozialDemokrateu unterbrechen durch vielfache Zivischenrufe. Rediier menbet sich Dann gegen den Abg. Köhler, Der m einem Artikel im Bayrischen Vaterland bie akademisch Gebildeten tu Hessen angrifj. Das werde Dem VizepräsiDeiiten De6 hessischen LauDtags aber nicht geschenkt bleiben, besten ganze Agitaiwnsweise sich immer mehr Der Sozialdemokratie nähere. Vor einigen Tagen wurde im Reichstag von Dem sozialdemokratischen HepenlanD gesprochen, er­höbe es aufrichtig bedauert und Die Zahlen in TarmpaDt, Offen­bach und 'Mainz hätten uns doch mit grogcr Freude erfüllt,Die SozialDemokrateu haben bisher unferm Lande gar nicht ober ,ehr wenig genützt, bas Bürgertum hat alles getan". (Lebh. Bravo ) Die Debatte wird barauf abgebrochen und bis Tienstaa vorm. 10 Uhr vertagt.

l'eieionssorte itursoericiate

tiiessenei Anzeigers, nutgeteilt von der Bank für Handel

wieder. Besucht wurde u. a. Lus Palmas, das Höhlen­dorf Atalaja, Santa Kruz und die alte Hauptstadt San Cristobal de Laguna. Den Schluß der Reisebetrachtunaet: machte dann die Beschreibung der Besteigung des Pi, von Teneriffa, der mit seinen nahezu 4000 Metern See. höhe eine entzückende Aussicht bietet. Dem Vortrag folgte lebhafter Beifall. Die zahlreichen herumgereichtcn Bilde: ergänzten die Ausführungen des Redners m treffliche; Weise. An den Vortrag reihte sich die interessante Vor-. führung von etwa 65 Lichtbildern, die teils den im Vor, trag geschilderten Gegenden, teils Madeira, Portugal und Spanien entstanimten uud fast ausschließlich Aufnahmer. des Herrn Jäger waren. Dem Rednerdes Abends, so­wie dem Spender der Lichtquelle, Professor Koob, sprach der Sektionsoorsitzende Professor Hedderich warme Dankes- worte aus.

-x Staufenberg. 28. Febr. Heute morgen gegen 10 Uhr wurde die Lerche einer Frau Vogel aus einem inmitten unserer Stadt gelegenen Teiche herausgeholt Die Frau, dre kaum 10 Meter von dem Teiche wohnte, hatte sich am Morgen zwischen 67 Uhr aus ihrer Woh­nung entfernt. Anscheinend liegt Selbstmord vor.

Butzbach, 28. Febr. Vom 1. Bataillon oe5 Infanterie. Regiments Nr. 168 finDet am 3., 4., 5. und 6. März 1908, jedesmal von 8 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmiltags gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Rttmition im Gelände Griedel-Gambach mit Schußrichtung von Höhe 186 südlich des Bockenheimer Baches gegen den Silber-Berg flatL Das für den Verkehr gesperrte Gelände wird begrenzt: Jnr Süden durch die Straße ButzbachOberhörgern, mt Weste« durch die Dlain- Weser -Bahn, im Norden durch die Straß- Lang-GönsHolzheim, im Osten durch Die Straße Holz- he,mGambach. Die als Grenzen angegebenen Wege, joiuie Die genannten Ortschaften Dürfen betreten werden, jedoch muß das innerhalb dieser Grenzen gelegene Gelände 1 Stunde

sondern auch daß der Oberheffe über eine kräftig gestaltende Einbildungsgabe, über ein temperamentvolles Beobachtungs­talent und ein frisches Darstellungsvermögen verfügt. Die Zahl der in Ober Hessen von altersher umlaufenden Schwänke ist Legion, und fast jeder Tag gebiert deren neue.

Unterstützt von einigen Der hervorragendsten Freunde und Förderer oberhessischen Volkstums, denen wir für ihre reundliche Mühewaltung auch an dieser Stelle unseren Dank abstatten, haben wir Die uns zugegangenen Arbeiten geprüft und sind zu folgendem Endergebnis gekommen:

1. Schilderungen geborener Otnrheffen aus ihrer M'litarzeit.

Von den uns vorliegenden Arbeiten dieser Art haben wir freilich keiner einen 1. Preis zuerkennen können. Immer­hin ist die eine, betitelt: .Ein Patrouillenritt", von W. Fischer in Gießen, so nett und lebensvoll erzählt, daß ihr em 2. Preis von 20 Mk. zuteil werden soll.

2. Nacherzählungen von oberhessischen Schwänken und Sagen.

Derartige Arbeiten sind uns m großer Anzahl vorgelegt worden und zwar in gebundener wie in ungebundener Rede, Darunter solche, Die von nicht alltäglichen Talenten zeugen.

Den ersten Preis im Betrage von 40 Mark er­kennen wir Herrn Lehrer H. Strack in Ruppe rtenroD zu. Er ist der vortreffliche Nacherzähler von ein paar nichts weniger als zarten, vielmehr köstlich saftvollen Schwänken. Der Derbe Volkshumor kommt in ihnen zu vollkommener Geltung. Die preisgekrönte Humoreske trägt den Titel:Wie Die Schwarzbächer ihren LanDgrafen empfingen". Der Scherz Dürfte wohl manchem bekannt fein, feine Darstellung aber durch H. Strack ist nach einstimmigem Urteil der Prüfungs­kommission preiswürdig.

Zwei zweite Preise im Betrage von je 2 0 Mark erhalten Herr Vogt, Direktor des städt. Lichtwerkes in Bad Nauheim, für Die wohlgelungene Niederschrift von ein paar humorvollen Schnurren in echt volkstümlicher Mund­art, und Herr Amtsrichter Dr. Pusch in Orten berg für eine aufs glücklichste in die Form einer Ballade von schlichter Schönheit gekleidete Sage unter dem Titel:Das Liebesweh von Stormfels."

Sämtliche preisgekrönten Arbeiten werden demnächst in

denGieß. Familienblättern" zum Abdruck gelangen.

Lobender Anerkennung für wert erachtet werden die uns vorgelegten Arbeiten von Den Herren Pfarrer Hotz in Schlitz, Der in seiner ErzählungHexenspuk" eine Fülle wertvollen volkskundlichen NlaterialS nut großem Fleiße iammengeiragen hat; Lehrer A. Kneipp in Gießen, Der Die Sage vom LangsDorfer Gänsboru weiter auSgcbaut und hübsch erzählt hat; A. Decher in Ort en berg, Der eine Reihe oberhess. Schnurren gut pointiert lüieDergegeben hat; und endlich Frau M. Todt in Gießen für einige novellistische Skizzen Die von feiner Beobachtungsgabe und warmem Gemüt sengen und denen ein 1. Preis gebührte, wenn sie nicht voll­kommen des oberhessischen Gepräges entbehrten.

Tie Veröffentlichung dieser Arbeiten, einiger ^weiterer wohlgelungener Volksballaden von Dr. Pusch, sowie noch mehrerer anderer aus Anlaß des Preisausschreibens uns ein­gereichter Nranujkripte behalten wir uns vor.

Die Bewertung der landwirtschaftlichen Preis- aufgaben wird binnen kurzem durch Herrn Prof. Dr. Gisevius erfolgen.

* Hofperson alien. S. H. Der Großherzog haben den Finanzaspiraiiten Jak. Bachert aus Darmstadt zum Hofmarschallamtsassistenten ernannt.

*' Staatliche Prüfung von Krankenpflege­personen. In nächster illummer des Großh. Regierungs­blattes wird eine Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern über die Vorschriften für die staatliche Prüfung von Kiankenpflegepersonen erscheinen, die in engem Anschluß an den vom Bundesrat empfohlenen Entwurf neben Den Prüfungsvorschriften auch Den Plan für Die Ausbildung in Der Krankenpflege enthält. Abdrücke Der Bekanntmachung luerDen von der Kanzleiinfpektion Großh. Nllnisleriums des Innern bereit gehalten unD gegen Den Preis von 15 Pfg. für Das Exemplar abgegeben. Em besonderes Interesse Hal Die Bekanntmachung für Kiankenpflegepersonen, Die bereits ausgebilDet und feit längerer Zeit beruflich tätig, die nach­trägliche staatliche Anerkennung zu erlangen wünschen.

** Hessischer Landesverein für Frauen--- st immrecht. Nachdem sich zuerst in Worms, Dann in Tllainz und Darmstadt größere Ortsgruppen für Frauenstimmrecht gebildet hatten, die sich nut einzeln in Hessen zerstreut leben­den Ällitgliedern zu einem Landesverein zusammenschlossen, ist nun auch in anderen größeren und kleineren Städten das Interesse an der Sache lebhafter geworden. So in Gießen, Offenbach, Nauheim usw. In Gießen findet Donnerstag, 5. März, ein Vortrag von Frl. Ad. von Welczeck flau übet:Die Frau in Staat und Gemeinde", der auch

gesunden, guellsrischen Humor Der ober-hessische Volksstamm

besitzt, eine Tatsache, die ja weithin bekannt m man denke Iden kanarischen Inseln zurück. Von der tropischen Pracht nur an Ernst Eckstein und dessen köstliche SchulhumoreskenI dieser Inselgruppe gab der Redner lebensvolle Eindrücke