Ausgabe 
30.5.1908 Erstes Blatt
 
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Luise geb. Ihm

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im Alter von 70 Jahren.

Dies zeigt schmerzerfüllt an, zugleich im Namen der Verwandten

Grossen-Bnseck, 30. Mai 1908.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. Mai, nachmittags 3 Uhr statt.

worden. DaS Buch bezweckt, den Nachweis zu erbringen,i, daß der verstorbene Papst den katholischen Liberalismus unti Modernismus angeregt hätte.

Turin, 30. Mai. In Cerignola kam es zwischen! Streikenden und Truppen zu einem blutigen Zu*« sa mm en stoß, wobei mehrere Soldaten verwundet wurdet...

London, 30. Mai. Nach dem Diner in dem Union** klub zu Ehren Balfours brachte Lord Landsdowne cinm Trinkspruch auf den Präsidenten Falliöres au;.:, in dem er erklärte, das gute Einvernehmen zwischen Fran«* reich und England bestehe, habe seine Probe bestanden. Ni sei vom englischen Volke günstig ausgenommen worden, rodi es die Interessen des Friedens verfolge. Das Ergebnis d.r- Londoner Besuches Fallieres werde eine engere Vei-* knüpfung der Bande sein, die beide Länderumschlingau Hierauf wurde die Marseillaise gespielt, die von den 9h" wesenden stehend angehört wurde.

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Tarockcn abgnumma!"

Älcinc Tageschronik.

Gießen, 30. Mai. Al ar kl bericht. Auf heutigem Wocbai- markle koslere: Butter pr. Pfd. 1.201.25 Alk., Hühnereier 1 H 67 Pfg., SVäfe pr. St. 68 Pf., Käsematte 2 St. 56 Psg., Erbsen p. Pfd. 1824 Pfg., Linsen p. Pfd. 2540 Pfg., Sauten pr. Pr. 0,801,00 Alk., Hühner pr. St. 1,001,60 Alk., Hähne p-r. Stück 0,801,80 Mk., Gänse pr. Pfd. 0000, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochfäufleisch pr. Pfd. 7684 Pfg., fiiit- und rliindfleifch pr. Pfund 7476 Pfg., Schweinefleiixt; pr. Pfund 6076 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pi b. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7080 Pfg., Hammelfleisch pr. PI b. 7084 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.007.00 Alk., Zwiebeln p r. Ztr. 8,0010,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 000 Pfg., per Zentner Mk. 0.000.00. Aepsel per Ztr. 10-25 Mk., Birnen per Ztr. 10-25 Mk. Nüsse 100 Stück 50-CO Pfg., per Ztr. 000 Alk. Alarktzeit von 71 Uhr.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag, bist 31. Mai: Wechselnde Bewölkung. Vereinzelt Gewitterregen. Wan». Südliche bis östliche Winde.

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Der tieftranernde

Wilhelm Althaus,

Freiherr!. Rendant und Gemeinde-Einnehmer.

GexichLssaaL.

Berlin, 29. Mai. Heute sand vor der zweiten Straf- k a in m c r des Landgerichts III der Prozeß wegen Kuppelei, versuchter und vollendeter Erpressung und Betruges gegen die Ehesrau des früheren Privatoberiörsters Lewandowski statt. Lewandowski tft wegen Beihilfe angeklagt. Die Oeffent- lichkeit ivurde für die ganze Darier der Verhandlung, die zwei Tage in Anspruch nahin, ausgeschlossen. Der Gerichtshof erkannte gegen Frau Lewandowski aus vier Jahre Zuchthaus und v r e r I a h r e E h r v e r l u st, gegen den Ehemann aus eine Zu- satzstrafe gu der nerilich gegen ihn erkannten Gefängnlsstrase von noch sechs Al o n a t e n. Ter Staatsanwalt Halle gegen Frau Lewandowski drei Jahre Zuchlhaus und fünf Jahre Ehrverlust beantragt.

Greginal-Dvahtmeldungen.

Ronr, 30. Mai. Die Broschüre des Abbö barbier,

Vermischtes.

* Gegen zweckloses Sammeln von Tieren und Pflanzen wendet sich die naturkundliche ZeitschriftKosmos" in den folgenden, beherzigenswerten Worten, deren Weiteroer- breitung gerade seht angezeigt erscheint, nun draußen alles blüht und sich regt.Wir möchten bei dieser Gelegenheit (es handelt sich um die Anlage einer Schmettcrlingssammlung) wiederholt betonen, daß ein Sammeln nur dann Wert hat, wenn es syste- malisch nach wissenschaftlichen Grundsätzen erfolgt. Gegen die sinnlose Sammelwut, die leider besonders einen nur allzu großen Teil der Schuljugend erfaßt hat, müssen wir energisch Front machen, und erachten es als Ehrenpflicht jedes einsichtigen Natur­freundes, namentlich der dazu in erster Linie berufenen Herren Lehrer, hiergegen anzu kämpfen. Durch die Jagd nach seltenen Arten sind manche der Gefahr vollständiger Ausrottung nahe­gebracht. Es gilt dies ebenso vom Käfer- und Pflanzensammeln. Nur wer durch Einsicht in das Naturleben den fchuldigen Re­spekt vor seinen Lebensäußcrungen gewonnen hat, sollte zur An­lage einer Sammlung berechtigt sein, das bloße Wegfangen und Aufspießen beziv. Abreißen und Pressen der Naturobjekte fördert die Bildung so wenig wie mechanisches Aneignen von totem Gedächtniskram!"

* Genugtuung. Sommerfrischler:Gestern hat euch aber der Herr Pfarrer von der Kanzel herunter ganz gewaltig die Meinung gesagt. Laßt ihr end), denn das gefallen'?" Bürger­meister :Koan Sch-ei! Mir Hamm eahm am Na'mittag drei Markt

Handel.

D i s k o n t e r m ä ß i g u n g der Bank von England Die Bank von England hat ihre offizielle Rate am Donnerstag vcm 3% auf 2 72 e/0 herabgesetzt, nachdem der Prwatdiskont in Euqlar d bereits aip 1% Prozent gesunken Ivar. Diese Geldverhäl'rmi e sind eigentlich auch kritisch zu nennen, denn sie zeigen, daß b. r Bedarf nach Geld von feiten der Industrie und des vandcl-s außerordentlich gering ist und daß die Bank von England ihie liebe Not hat, für ihre Mittel Unterkunft zu finden. Tie ÄericiLe I aus der City haben schon seit einiger^ Zeit darauf hingewicsc«, ' daß der Bank kein anderer Weg, die Herrschaft über den MaiL wieder zu erlangen, übrig geblieben ist, als mit ihrem Satz mut 2i/2 Prozent herunter zu gehen. Sie hat es nicht gerade gerne getan, das sieht man an der langen Zögerung. Im vergangene n Jahr um diese Zeit hat die Bank einen Diskontsatz von 4Prozent, der sich dann in der zweiten Jahreshälfte wie bekannt, in vier Etappen vis auf 7 Prozent erhöhte. Einen Diskontsatz von Mi Prozent hat das Institut in der Zeit vom 9. März brs 7. Suv- tember 1905 gehabt. Daß die Reichsbank dem engllsck)en Institut mit Erinäßigung ihres Zinsfußes nicht folgen wird, ist schon vor einigen Tagen bekannt geworden.

'Subskription auf Doll. 13750000. 4 V. p r o i Priorität s°G o l d-B o n d s d e r M ex i k a ni f d) en 9c a t i uo> nal-Eisen bahn-Gesellschaft. Nachdem unter MitwirkMI erster Newyorker Bankhäuser, sowie der Darmstädter Bank un b der Berliner Handelsgesellschaft die Fusion der beiden bedeutenden Eisenbahnunternehmungen der Bereinigten Staaten von Mexibo, nämlich der Mexican Central Railway Company limited und but National Railroad Company of Mexico (Mexikanische Nation«!« Eisenbahn-Gesellschaft) erfolgt tft, sollen in den nächsten Tagen Toll. 13 750 000. 4*/3 Proz., vom 1. Januar 1917 ab zu 105. Pro«, rückzahlbare Gold-Obligationen der neuen Gesellschaft zum Eme von zirka 95 Proz. zur Zeichnung eingelegt werden. Die Obi i- gationen sind durch erststellige hypothekarische Eintragungen auf das Besitztum der Mexic. Central Railway Comp. sichergestM. An der Gesellschaft ist die Mexikanische Regierung durch grobem Aktien- und Obligationen-Besitz mteressiert. Wir verweisen irm übrigen au( die noch folgende Bekanntmachung der DarmstädlLi Bank dahier.

Erdbeben. Donnerstag abend ereignete sich in Mangane Acireale ein starkes Erdbeben, das ernsten Schaden ver­ursachte.

Bei der P a ch t - W e 11 f a h r t von Bremerhaven nach Felixtown waren die PachtenMeteor",Hamburg", Iduna" undKomet", die ersten, die am Ziele eintrasen. Unter Berücksichtigung der Zeitvergütung hatIduna" den ersten Platz belegt.

gehalten hätten, gegen die Beleidigung des russischen Kaisers durch die Arbeiterpartei zu protestieren, was sich aus der tradi­tionellen Feindschaft der englischen Politiker gegen Rußland er­kläre. Fast alle englischen Parteien weiteiserten von jeher in der Verhöhnung Rußlands und eine nachsichtige Behandlung des von der Arbeiterpartei herausbeschworenen Skandals sei eine gute Illustration des neuen in Mode gekommenen Themas von einer englisch-russischen Freundschaft.Ruskoje Snamja" schreibt: England sei der Erbseind Rußlands und weist jetzt jede englisch- russische Annäherung wegen der Politik Englands zurück, das unkultivierte Völker wie Zitronen ausguetsche.

Die Abreise Fallieres von England.

Präsident Falliöres nahm gestern vormittag auf dem Bahn­hof in London Abschied von König Eduard, vom Prinzen von Wales, den sonstigen Hof- und politischen Persönlichkeilen _unb suhr mittels Spezialzuges nach Frankreich ab. Präsident Fal­lieres sagte in Erwiderung auf die Ansprachen des Bürgermeisters und des Handelskammerpräsidenten von Calais, die ihn zu der Reise nach England beglückwünscht hatten, die Genugtuung ü b e r d i e s e R e i s e werde ausbeidenSeitendes Kanals geteilt. Tie Entente rordiale, deren Bande soeben neu befestigt wurden, fei nicht derart, daß sie irgend jemanden beunruhigen könnte; sie müsse als eine neue Bürgschaft Tür den Weltfrieden be­trachtet werden. Ter Präsident, dem herzliche Kundgebungen von der gesamten Bevölkerung bereitet wurden, setzte um 2 Uhr 40 Minuten seine Reise nach Paris fort, wo er nachmittags eintraf.

*

Neues vom serbischen Thronerben.

Ein serbischer politischer Flüchtling erzählte hiesigen Re­dakteuren, der serbische Kronprinz habe sich vor einigen Tagen in Topschides bei Belgrad von drei serbischen Banden, die nach Makedonien abmarschierten, verabschiedet und mit jedem einzelnen der Bandenmitglieder Abschiedsküsse getauscht. In Sofia schenkt man dieser Erzählung Glauben, weil man dort auch andere Beweise für die Beteiligung des Kronprinzen an makedonischen Umtrieben besitzt.

*

Unruhen auf Samos.

Neber die Ereignisse auf Samoa fehlen bis jetzt genaue Berichte. Nach den vorliegenden, teilweise übereinstimmenden Nachrichten hat jedoch kein Massakre stattgefunden. Die Mel­dung von 150 Toten und Verwundeten ist übertrieben. Der österreichisch-ungarische Konsul meldet, daß er in seinem Wohn­haus blockiert sei, ebenso auch die Kinder in der Schule. Aehn- liche Meldungen liegen von anderen Konsuln vor, die alle um Schutz bitten. Als Kaiserlicher Kommissar ist der Mali Neuf Pascha von Saloniki mit zwei Torpedobooten und ferner der Kontreadmiral Hallid Pascha aus der JachtJzzedin" nach Samos abgegangen. Ferner sind von hier heute früh der KreuzerAbdul Hamid" mit einem Torpedojager und fünf Bataillonen nach Samos beordert worden. Seit gestern finden Beratungen der Botschafter Sinowiew, Constant und Barkley statt. Nach den Auskünften der Pforte an verschiedene Diplomaten ist der Fürst von Samos mit den Truppen der Garnison noch immer im Re­gierungsgebäude von Aufständischen eingeschlossen.

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Die Cholera tuület in schreckenerregender Weise in der Provinz Pangesinan aut der Insel Luzon. Biele Städte, haupt­sächlich aber Tagupan, sind von der Evideinie betroffen. Da der Lenchtturm von Tagupan während des Tages noch brannte, wurde eine Untersuchung eingeleitet, welche ergab, daß sämtliche fünf Mitglieder der Familie des Wächters der Cholera erlegen touren. In den Provinzen Cadix und Rtzal-Zambates herrscht die Epi° denne ebenfalls stark.

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Deutsche Bunfengesellfchaft. (Sestern vormittag wurde in Wien die 15. Hauptversammlung der Deutschen Bum'c-. gesellschaft für angeiuanbte Chemie in Anwesenheit d - Unterrrchtsministers Dr. Aiarchet, des Arbeitsministers Tr. Ger­mann, der Rektoren der Wiener Hochschulen und der Vertreter iw interessierten Behörden eröffnet. Rach den Begrüßungsreden leit» Geheimrat N e r n st mit, daß die von Ehrenpräsidenten (SeheiinrU Böltinger geftiftete B u n s e nm e d atlle dem Professor Slohirauic- Atarburg, dem ehemaligen Präsidenten der Physika lisch-Technischi i Reichsanstalt Charlottenburg, verliehen worden fei. Hierauf bi- gaiuien die fachlichen Beratungen.

Der L a n d s ch a f t s m a l er Hermann Krüger i"t im Alter voit 74 Jahren in Baden-Baden infolge eines Schlac anialls gestorben.

betiteltFortschritte des katholischen ßibera- lismus unter Leo XIII" ist auf den Index gesi^k

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t e n zu Biebrich, dem Magazinier Joh. Born daselbst, dem Phil. Brühl zu Sclsterstein, dem Andreas Hinter zu Bie­brich, dem Meister Paul H e tz l e r, dem Pförtner Peter Muller unb dem Wilh. Schwarz daselbst, dem Adolf Ulsrich zu Schierstein, dem Justus Petri zu Biebrich und dem Hetzer Phil. Bierod daselbst das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Arbeit". Die Gesellschaft I)at auf Anlaß ihres 50jährigen Bestehens zu wohltätigen Zwecken für ihre An­gestellten 350000 Mark gestiftet.

+ Steinbach, 29. SDiat. Schwere Lastfuhrwerke, Au­tomobile 2c. ziehen bei dem schlimmen Zustande der Ltcher-Straße innerhalb be§ Gießener Stadtwaldes nicht sel­ten den Weg über Annerod nach Gießen vor. Gegenwärtig wird diese Straße streckenweise (von Annerod bis zur Grün­bergerstraße) neu eingedeckt und mit der Dampfivalze befahren. Nach ihrer Neuherstellung wird sie wohl noch mehr als seit­her von einem Teile des Fuhrwerkverkehrs zwischen hier und Gießen benutzt werden, da sie, abgesehen von dem kleinen Um­weg, zweifellos eine empsehlengswertere Verbindung darstellt, als die sich durch die letzten Regengüsse immer ungünstiger gestaltete Licher-Straße.

F.C. Grünberg i. Hessen. 29. Mai. Für den hiesigen Bezirk ist der Kaufmann Louis Moll von hier als Landtags- kandidat nominiert worden. Der Bund der Landwirte wird diese Kandidatur, nachdem Oekonom Emmel-Warthos zurückgetteten ist, unterstützen.

? Hungen, 28. Mai. Gestern nachmittag fuhren ver­schiedene Mitglieder des Kreistages des Kreises Gießen in fünf Automobilen hier durch, um das Quellengebiet bei Inheiden zu besichtigen. Bei der Rückkehr gegen 6 Uhr wurde im Gasthaus zur Traube Einkehr gehalten, woraus die Fahrt nach Gießen weiterging. Am kommenden Sonntag wird die hiesige neuerbaute katholische Kirche eingewciht und ihrer Bestimmung übergeben.

x Hohensolms, 29. Mai. Bürgermeister Huttel hier überreichte im Allerhöchsten 9luftrag eine seltene Auszeichnung an die Hebamme Schaub in Oberlemp. Letztere hat 40 volle Jahre in den Gemeinden Ober-, Niederlemp und Bechlingen das Amt als Geburtshelferin versehen. Tie Kaiserin ließ ihr in Anbetracht der langen Tienstzeit eine prachtvolle goldene Brosche überreichen. Frau Schaub ist noch durchaus rüstig und gedenkt auct) noch für die Folge den drei Gemeinden zu dienen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 30. Mai 1908.

** Landesuniversität. S. K. H. der Großherzog haben den Präparator am Königlichen Zoologischen Museum in Berlin Hugo Schmidt zum Präparator am Zoologi'chen In­stitut der Landcsuniverjität Gießen ernannt.

**. Vermessuugswe s e n. S. K. H. der G r o ß h e r z o g haben den Kreisgeometer des Kreisvermessungsamts Homberg a. d. Ohm Franz S a x zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamts Höchst ernannt.

** Lehramtspersonalien. S. K. H. der Groß­herzog haben den Lehramtsassessor JohS. Adler zum Ober­lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim, den Lehramtsassessor Johs. D ü t h w o h l zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt und den Lehramtsasscssor Dr. Karl Kübel zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz ernannt.

** I n Audienz empfangen wurden von S. K. H. dem Großherzig u. a. am Mittwoch Oberleutnant Freih. v. Nord eck zur Rabenau von der Schutztruppe für Deutsch- Oftafrika, sowie die Hochbauaufseher Marx von Gießen und Walther von Bad-Nauheim.

** D i c nach st e Provinzialausschuß-Sitzung fin­det am 2. (nicht 12.) Juni statt.

** D i e Weinliebhaber sind loicber in Tätigkeit. Nach­dem vor zwei Nächten aus einem Keller in der Lahnstraße zwei Flaschen Wein entwendet worden waren, haben die Diebe in verflossener Nacht einem Keller in der Nord-Anlage und einem in der Frankfurter Straße Besuche abgestattet. Sie entwendeten aus dem Keller in der Nord-Anlage etwa 6 Flaschen Wein unb ca. 10 Pfunb Cervelatwurst. Aus bem Keller der Frankfurter Straße holten sie etwa 8 dis 10 Flaschen Wein. Hier wurden Die Täter, zwei junge Burschen, gesehen, dem einen entfiel eine Flasche, als sie sich nach dem Wetzlarer Weg zu entfernten.

** E i n Fabrikjubiläu m. Die Chemischen Werke Dorrn. H. u. E. Albert in Amöneburg feierten gestern ihr 5 0 jäh r. Bestehen. Aus diesem Anlaß verlieh der Großherzog dem ersten Direktor Paul Seifert den Charakter als Kommerzien­rat, dem Kommerzienrat Hch. Albert in Wiesbaden-Amöneburg die Goldene Verdienstmedaille für Landwirtschaft unb Gewerbe, bem stellvertretenben Direktor Otto Zwanziger das Ritter­kreuz 2. Klaffe mit der Krone des Verdienstordeiis Philipps des Großmütigen, dem Prokuristen ^ean Werner das Ritter­kreuz 2. Klasse dieses Ordens und dem Bureauchef Phil. Fröh­lich das Silberne Kreuz dieses Ordens: ferner dem Peter Vel-

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G-estern Mittag 3l/2 Uhr entschlief sanft, nach langem, schweren, mit grosser Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute

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