Ausgabe 
30.6.1908 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

nach

des Parlaments kricgSrechtlich

Er ücrfüßtc über 90113 Persien den

linschc Motorboot begab sich dorthin. Dann ging die Weiter ahrt des Batlons das Schweizer User entlang, bte ungefähr nach Rorschach, wo der Ballon sich vom Winde nach Fric> drichshafen treiben ließ. Um i/25 Uhr befand er sich auf der Höhe von Manzell und ft'chrte hier verschiedene Wendungen aus. Er fuhr dann nach Konstanz und hatte dort einen ziemlich langen Aufenthalt; dann bewegte er sich wieder das Schweizer Ufer entlang und ließ sich endlich um 1/47 Uhr etwa drei Kilometer von der Halle entfernt auf das Wässer nieder, von wo er durch das Motorboot des Grafen Zeppelin in die Halle bugsiert wurde.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für -essen nm Mittwoch den 1. Juli: Teilweise heiter. Sehr heiß. Strichweise Wärmc- gewmer.

Abzug von 8 Ortsfremden' 13,80 °/on.

Kinder

Arbeiterbewegung.

Göteborg, 29. Juni. Als heute hier 360 englische Arbeits­willige eintrafen, kam cs zu großen S t r a ß e n u n r u h en, bei denen die Menge die Polizei, die gegen sie vorging- mit Steinen bewarf. Auch einige Schüsse wurden abgeleuert. sichrere Per­sonen wurden verletzt. Während der Unruhen brach in einem Holzlager ein großes Feuer aus.

Anm.: Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

standen ist.

Petersburg, 30. Juni. Nach Meldungen auS Teheran hat sich die Lage ctivas gebessert. Aus Täbris wird gemeldet, daß infolge der Intervention des dortigen russischen Konsuls Ruhe ein- getreten ist. Ebenso wurde in Urniia und Umgebung die Ruhe vollständig wieder hergestellt. Der Schah hat 12 weitere an­gesehene Mitglieder a u f h ä n g e n lassen.

Mchentl. Uebersicht der Todesfälle L d. Stadt ©lefjeit.

25. Woche. Vom 14. bis 20. Juni 1908.

Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 linkt, löoo Mann Militär.) Stcrblichkeitszisscr: 27,60%o,

Sport.

' Rudern. Am Sonntag, den 28. Juni fand in E m s die XXXIII. Kaiser-Regatta statt, die wieder eine große Anzahl Sportfreunde in dem hei-rlichen Badeort vereinigte. Wenn auch die beiden großen Rennen des Tages im Walkower heim­gefahren wurden, so boten doch die übrigen Rennen oft interessante 'Kämpfe. Leider verfchuldete die stark gebogene Rennstrecke mit ihren drei Brücken wieder verschiedene Kollisionen. Auch die GießenerRuder-Gesellschaft 1 877" beteiligte sich an der Regatta. Wenn es ihr auch durch besonderes Mißgeschick nicht vergönnt war, einen Preis mit nach Hause zil bringen, so zeigte sie doch im Nennen um den Quellen-Preis ihre große Ueber- legenheit über die mitstartenden Boote vonMetzlar und Ems. Im ferner gemeldeten Hochschul-Dierer schieden die Gießener im Bor- rennen aus gegen Münster, der wiederum im Hauplrennen von der vorzüglichen Amsterdamer Mannschaft mit einer viertel Länge im Ziel geschlagen wurde. Der Verlauf der Rennen war fol­gender: Junior-Achter: 1. Ruderoereiu .Minerva" Amsterdam 6.34 Min.; 2. Akademischer RuderklubRhenus" Bonn 6.39 Min.; 3. Kölner .Ruderoereiu 1877", wegen Dollenbrand aufgegebcn. II. Vierer: 1. MainzerRuderverein" 6.52 Min.; 2. Offenbacher Undine" 6.54 Atm. Kaiser-Vierer: MainzerRuderverein" 7*/6 Min. geht allein über die Bahn, daGermania" Frankfurt und Undine" Offenbach nicht am Start erfchienen. Emfer Quellen- Preis: 1.Ruderverein" EmL; 2. GießenerRudergesellfchaft 1877" und 3. Wetzlarer .Ruderklub" wegen Kollision ausgefchlossen. Beim Start geht Gießen sofort vor und führt an der ersten Brücke mit IV, klaren Längen. Um nicht den großen Bogen auszusahren, geht eS, da es großen Vorsprung hat, in das Fahrwasser von Wetzlar, bis Nummer 3 der Mannschaft krebst. Wetzlar benutzt das, um Gießen vorzufahren, welches ausgeschlossen wird. Nach neuem fliegenden Start geht Wetzlar vor, wird aber im Ziel von EmS, in dessen Fahrwasser es sich befindet, angefahren, und Ems erhält den Preis zugefprochen. Doppelzweier ohne Steuermann: ]. MainzerRuderverein" (Lucas, Weber); 2. RudervereinHellas" Offenbach (Stroh, Vetter); Offenbach versteuert sich, fährt an der Brücke an und muß aufgeben. Hochschul-Vierer: 1.Minerva" Amsterdam 6.52V6 Min.; 2.Akademischer Ruderverein" Münster 6.52Vs Min. Schönes geschloßenes Rennen zwischen gleichwertigen Mannschaften. Senior-Emer: 1. RudervereinHellas" Offenbach (Vetter); 2. MainzerRuderverein" (LucaS); 3. RudervereinMi­nerva" Amsterdam. Mainz und Amsterdam kollidieren unter der ersten Brücke und geben auf. Achter: 1. FrankfurterGermania" ;eht allein über die Bahn, da Mainz nicht am Start erschien.

Gerichtssaal.

rb. Darmstad t, 27. Juni. Die 22 Jahre alte Dienstmagd Anna Katharina S ch l i e r a t h aus Gießen wohnte hier kurze Zeit im Armenhaus, wo sie unter Anwendung eines falschen Schlüssels ihrer Stubengenossin aus ihrem Schrank deren größten Besitz, eine silberne Uhr stahl. Cie verkaufte dieselbe bei einem Uhrniacher für 2 Mk., um nach Gießen zu ihrem Bräutigam fahren zu können. Sie erhielt von der Strafkammer eine Gefängnis- st r a f e von 9 Monaten.

Leipzig, 29. Juni. Wegen Spionage zu Gunsten Frank­reichs wuroe heute der Buchhalter EgenSperger vom Reichs­gericht zu 3 Jahren Z u ch t h a u s verurteilt.

Küüft rind Wissenschaft.

Graf Zeppelin. Der Eröffnung der 49. Haupt­versammlung des Vereins deutscher Ingenieure im Schauspielhause zu Dresden nm 29. Juni wohnten der König von Sachsen, der Minister des Innern Graf von Hohenthal, Kultusminister Dr. Beck und Justizminister Dr. Otto bei. Namens der Regierung begrüßte Graf v. Hohen­thal die Versammlung und erwähnte besonders ehrenvoll seinen Freund, den Grafen Zeppelin. Oberbürgermeister Beutler begrüßte namens der Stadt die Versammlung, des­gleichen der Rektor der Technischen Hochschule, Geh. Hofrat Professor Dr. Moehlau, toelcher die Ernennung des Kom­merzienrats Halbbauer - Lauchhammer zum D r. in g. ehrenhalber bckanntgab. Dann erfolgte die Verleihung der G r a s h 0 s f d e n l m ü n z e an Graf Zeppelin. Mit der gleichen Ehrung bedacht wurde Professor S t 0 d 0 l a - Zürich, eine Autorität auf dem Gebiete der Wärmekraftmaschinen, Prof. Dr. Hempel-Dresden sprach über die Trinkwasser­versorgung der Städte vom chemischen Standpunkte aus. Hierauf hielt Graf Zeppelin einen Vortrag über seine Erfahrungen beim Bau von Luft­schiffen. Unmittelbar nach dem Vortrag reiste er nach Friedrichshafen, wo er sich sofort an dem Aufstieg seines Luftschiffes persönlich beteiligte. Der Ballon erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 55.6 Kilo­metern in der Stunde; nur mit dynamischer Kraft, also ohne Ballastabgabe, holl er sich bis 250 Meter Höhe. Die Funkentelegraphie wurde vom Luftschiff aus erprobt und ' alte ein befriedigendes Ergebnis. Um 3/i3 Uhr erfolgte in der Höhe von Romanshorn eine Landung auf offener See, die etwa eine Viertelstunde in Anspruch nahm. Das Zeppe-

liebte verhaftet.

Man meldet aus München: Tie Hauptzeugm im Niederhofer Prozeß, Frau Eisele, beschuldigt den zu lebens­länglichem Zuchthause begnadigten Mörder des Kaufmanns Hentschel, den früheren ZirkusdirektorDavid Rie­de r h 0 f e r, daß er auch eine reiche junge Russin um gebracht hätte und ihr einen Brillantschmuck geraubt habe. .

In M ü nchcn wurden in einem Walde die Leichen cmcs II jährigen und eines 14iähvigcn Knaben gefunden. Acrztliche Untersuchung ergab, daß Vergiftung durch Beeren vor­liegt.

Am Speer (Schweiz) st ü r z t e eine 29jahrige Dame aus Zürich über einen Felsen und blieb sofort t 0 t.

Am Bosen Mürlschen (Glarner Alpen) ist ein Photograph aus Stuttgart namens Opplanger über den Felswand tot ge­stürzt.

Infolge Schließung des Spiel klubs fanden in Ostende große Kundgebungen statt. Mit mehreren Musik­kapellen begaben sich die Manifestanten in langem Zuge nach dem Kursaal, wo sie dem Direktor Marquet, der wegen Spielkontraveutionen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden ist, lärmende Huldigungen darbrachten. Hieran zogen sie nach dem Rathause, wo sie Eingaben um Auf­hebung des Spielaesetzes für Ostende zur Weitergabe an den König Leopold überbrachten. Der Kürfaal ist beständig von Polizeibeamten besetzt.

In Bnsheibay bet Qnatford (England) war der Kaufmann David damit beschäftigt, Teer zu kochen. Durch eine Unvorsichtigkeit fiel der Teerbehälter um und es entstand ein Feuer, welches bald em großes Flanuneuuieer bildete. DaS Feuer ergriff auch die erste Etage des Hauses, ivo sich die drei Kinder des Kaufmanns befanden. Die Mutter stürzte hinauf, nahm auf jeden Arm ein Kind, konnte aber, unten angelangt und vom Qualm betäubt, nicht iveiter, fiel um, und verbrannte mit b e i d e n K i n d e r n. Auch das dritte Kind kam in den Flammen um. Der Gatte er­litt bei den vergeblichen Versuchen Hilfe zu bringen, selbst sehr schwere Brandwunden und liegt h 0 f f n u n g s l 0 s im Krankenhause.

DermiM/Us»

Die ungenügende Inschrift. AuS Bublitz (bei KöSlin) wird berichtet: Der Kaiser hat nun doch ge­nehmigt, daß die feierliche Enthüllung deS Kaiser- Wil Helm-Denkmals am Sonntag vor sich geht. Die beanstandete Sockelinfchrift, die nach dem Wmische des Kaisers, wie schon gemeldet,Kaiser Wilhelm der Große" (statt nur Kaiser Wilhelm I.') lauten soll, wird nach der Enthüllung ausgeführt werden. Bei der Enthüllung wird der Sockel durch eine eiserne Tafel mit der gewünschten Inschrift v erdeckt.

Brände. Am Sonntag brach in der großen Kartonagen­fabrik Jaii Scheebel & (£0. in Dresden-Los chwitz Feuer aus. Der Schaden ist bedeutend, die Entslehiingsursache unbekannt. Die Teutonia-Zemenlfabrik in Misburg (Hannover) ist aut Sonntag bis auf das Maschinenhaus ntedergebrannt. Es war am Samstag Abeiid tu der Rohmühle, vermutlich durch Heißlaufen einer Welle, entstanden. Die Fabrik, die ca. 200 Arbeiter bc- schästigt, wird ihren Betrieb nur zum Teil luieber aufnehmen können. , . .

Tie Jtalienreise eines Bruder Studio. Aus Rom wird berichtet: In dem Seebad Viareggio hat sich eine Tragikomödie abgespielt, deren Held ein Bruder Studio aus Breslau ist. Der Student, Wilhelm Ludwig mit Namen, kam in dem feudalen Seebad an, logierte sich in einer Pension ein und lebte herrlich und in Freuden. Am Sams­tag nahm der Student eine Barke, um eine Spazierfahrt zu unternehmen, kehrte aber nicht zurück. Seitdem waren alle Seebehörden in fieberhafter Tätigkeit, um den jungen Mann, den man als Opfer eines Unglücks hielt, lebend oder tot aufzustöbern. Alle Versuche blieben leider fruchtlos, bis am Mittwoch das Rätsel unerwartet gelöst wurde. Der Bruder Studio war den Strand entlang bis Serchio ge­gondelt, lvo er den Kahn versetzte. Dann verschwand er, ver­mutlich, um sich wieder nach der Breslauer alma mater durchzupumpen. Mittlerweile ist die italienische Polizei hinter ihm her.

Kleine Tagcschronik.

Unweit des rheinischen Ortes Garath (Baden) fuhr ein Kölner Automobil mit vier Insassen in voller Fahrt gegen einen Ehansseebaum. Drei der Insassen wurden an5 dem Auto ge­schlendert und schwer verletzt.

In Kiel wurden ivegen dringenden Verdachts des Lande s- verrats der Ai a r i n e - O b e r m a a t Dietrich und seine Gc-

Mnller'sche Badeanstalt.

W a s s e r >v ä r m e der Lahn 20 0 K.

Origittal-Drahtmeldungen.

R. B. Darmstadt, 30. Juni. In d?r heutigen Sitzung der Landessynode wurde einc E r k l ä r n n g v. o n 5 3 Geist- ^ i ch e n verlesen, wonach die Unterzeichner der' Erklärung auf Grund ihres Ordinationsgelöbnisses Protest gegen jede Erwci- terung ihrer Amtspflichten n a ch der p 0 l i t i s ch e n Seite hin entlegen und es als eine ft'räiiFmig ihrer Amtsehre bezeichnen, wenn man ihnen eine unterschiedliche Behandlung der sozialdenwkratisch gesinnten Gemeindemitglieder gegenüber den anderen zumute. Das Oberkonsistorinm gab dazu eine längere Erklärung ab, in der der Protest angesichts der vorliegenden Tal­sachen als gegenslaitdslos betrachtet wird.^ (Es handelt sich offen­bar um die svüheren Vorgänge int Fall Korell. Red.)

V e l d i s, 30. Juni. Im hiesigen Kurort wütet ein großer Brand, welcher 32 Wohnhäuser cinäscherte. Alle Villen und Hotels tonnten gerettet werden.

R 0 m, 30. Juni. Wie beftimmt verlautet, soll der Aufent­halt Tittvnis in einem deutschen Badeort, welchen er demnächst 511 nehmen gedenkt, dazu dienen, um eine weitere Unterredung mit dem Reichskanzler F ü r ft c n Bülow zu haben.

Paris, 30. Jtmi.Echo de Paris" bringt die Meldung, daß die Kamuter aut Freitag über die Beibehaltung der Todesstrafe abftinunen wird. Die Regierung wirt) sich der Beibehaltung der Todesstrafe nicht widersetzen. Ter Justizminister wird aber von der Kammer verlangen, daß sie sich c.iSsprcche über eine verschärfte Durchführung der ZlvangSarbeit in allen Fällen, durch die die Todesstrafe in Z >v a n g s a r b e i t u m g c iv a n b c 11 werde. Dte Regierung wird erflehen, daß sie mit der Abschaffung der O e f s e n t l i ch k e 11 bei her Hinrichtung ciiwcr-

Kriegszustand.

Belgrad, 30. Juni. Die Regierung plant dieAufna h in e, einer Anleihe von 100 Millionen Franks zwecks Ausbaues deS ferbifchen B a h n n e tz e S foiuic zur Vervollständigung der H e e r e S - A u S r ü st u n g und für landwirtschaftliche Bedürfnisse. Die Anleihe sott in Frankreich aufgelegt werden.

London, 30. Juni. Der frühere engtifche Botfchaster in Berlin Maltet ist gestern abend gestorben.

AuS Newyork wird gemeldet, daß z w e i N c g c i . Wilkin- und Baker, in Waycroß (Georgia) verhaftet wurden, well sw ent weißes Mädchen geschändet batten. Als tue Polizei dte beiden zum Gefängnis führten, stürzten die inannltcheu Ein­wohner des Ortes auf die Neger, entrissen sie der Polizei untt übten L y n ch j u st i z. Baker wurde zunächst an einer Telegraphen- ftauge aufgehängt. Daraufhin wurde Willius a 11 beit Füßen Bakers aufgehängt. Beide blieben fo einige Stunden hängen. Ter Tod trat bald ein. Nachher scholl en die wütenden Einwohner auf die Leichen, die von Dutzenden Gc- schosscnt durchbohrt iviirben.

Handel und Verkehr, VolkrwLrtdehcskt-

Von der Bert in er Börse. Bei äußerst stillem Ge­schäft ivar die Tendenz gut behauptet. Die Montanwerte marett bei lokalen Rückläufen mcift gebessert. Gelsenkirchener waren um 1 °/0 erholt. Bankaktien waten uneinheitlich. Schasshausen, gingen weiter zurück. Auch Handelsanteile mit) Tarmstädterbanlaktien waren niedriger trotz der Abstoßung der Mexikaner Eisenbahn- sonds nach Paris. Amerikaner waren gut behauptet, Fonds waren ruhig, Russische ,verden gcbcl/it auf die deutschfreundlichen Aus­lassungen eines maßgebenden russischen Blattes. Lombarden waren fefter. Geld über Ultimo gesucht zu 5-5',',70, Privatdiskout 37, °,0.

Es starben an: Ziisanimen:

Erwachsene

1.

im Lebensjahr:

vom

2.-15. Jc

Tuberkulose

1

1

KrebS

3(2)

3(2)

Broiichilis

3 (1)

2 (1)

1

Geisteskraiikheit

KD

1 (1)

Kränipfeil

1 (1)

1 (1)

Bauchsellentzünduiig

2 (2)

1(1)

1 (1)

Atagentatarrh

2

2

Diphtherie

Kl)

1(1)

AlterSschiväche

2

2

Sumiiia:

16 (8)

10 (5)

4(1)

2 (2)

Bekanntmachung,

vetr.: Bcitragsleistung zur Juvalideuvcrstcherung.

Die vom 1. Juli 1808 ab geltende Neufestsetzung des orts­üblichen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter hat zur Folge, daß von diesem Zeitpunkt ab in Gießen alle nicht der Krankenversicherung unterliegenden Versicherten und zwar:

dte männlichen zur Lohnklasse IV

die weiblichen , ,, III

gehörem^ cr^cre tinl) datier fortan als Wochenbeitrag 30 Psg., für letztere 24 Pfg. zu entrichten.

Gießen, den 27. Juni 1908. . B /»

Großherzogliche Bürgermeifteret Gießen.

Mecum- _____

Straßenbahn.

Zur Bearbeitung der Pläne und gegebenen Falls zur spä­teren Beaufsichtigung der Bauausführung der

elektrischen Straßenbahn der Stadt Gießen wird ein im Bau und Betrieb solcher Anlagen gründlich erfahrener Techniker

znm baldigen Eintritt gesucht. , ,rjr

Metdungen mit Lebenslaus, Zeugnisabschriften, Angabe der Gehaltsansprüche und der Zelt des etwaigen Dlenfteintritts unv 1C,eni,@ic6Ccn?'ben 30.3unt 1908. , c B-/.

Großherzogliche Bürgermeisterei Greßen.

M e c 11 m, Oberbürgermeister._______________

Die Reparatur der Orgel

in der Kirche zu Krofdorf soll vergeben werden.

Kostenanschlag liegt auf meinem Burcau offen.

Offerten erbitte ich bis 1b. Juli er.

Krofdorf (ftr. Wetzlar), den 24. Juni 1908. b/.

Der Bürgermeister.

Braun.

Bekanntmachung.

Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen

B/6

wird, beginnend am

Mittwoch, den 3. Juni

im Jmvflokale - Schulgebäude, Neustadt 61 - für die nächsten 56 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 56 Uhr, abgehalten werden. Jmpspslichtig im lausenden Kalendenahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die rückftandigen aus ruberen Jahren.

Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impspslichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß d,c Impfung feines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse au, feine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigensalls ibm un Januar nächsten JabrcS eine vier-wöchentliche Frist zur Nachholuug der Impfung unter Strafandrolrung gesetzt wird.

Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche »m laufenden Jabrc geboren find, auf Wunsch ihrer Vertreter gelmpft.

Alle m einem Termine geimpften Kinder müssen in dem , acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen.

Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklich­keit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpsarzte in den öffentlichen Terminen vorgeslellt werden.

Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landeöimpsinstitut geimpft.

Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürsen nicht in die Termine gebracht werden.

Gießen, den 29. Mai 1908.

Großh. Lürgermelsteret Gießen

I. B. Keller.

IV euc r öffnet!

Wiesbaden.

Privat-

Hötel :

Saalburg*

Direkt am Kochbrunnen. Saalgasse 30. Bürgerliches Haus, mit allem Comfort der Neuzeit. Zimmer von M. 1.50 an.

Garantiert gut.

hv®/6 Bes.: Wilhelm Sa**nmnn. 5536

Sandalen

la braun Nindleder, gute O^nalität,

Größen 23/26 27/30 31/35 36/42 43/46

Mark 3., 3.50, 4., 4 75, 5.50~

a3% empfiehlt

Willie Herbert,

Inh. Carl Herbert.

Marktplatz 2. Marktplatz 2.

"^Staunend billig^

verkaufe ich, um vor dem Umbau meines Ladens noch zu räumen

sämtliche Artikel.

Glas, Porzellan, Emaille, Bürsten, Besen, Korbwaren, Geschenkartikel, Galanterie- und Luxuswarcn, Spiel­waren re., wovon sich jedermann überzeugen kann.

Max Harum,

Giessener Bazar, Bahnhofstr. 4.

Zum Jngendfest- Einkauf und für Vereine günstige 4007 Gelegenheit.