Ausgabe 
4.1.1908 Zweites Blatt
 
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StÖFN«, 4. Jannar, 1.15 Uhr.

93.5U I Elektnz. Lahmeyer .

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Dschiddah am roien

2UUU Liek

Berliner liörse, 4

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mit

Kindermehl

Kgl.Preiiss.Klassenlolterie

57

. 27.90 . 104.80 . 143.30

189 40

111.30

die erforfrerlmjc lanoesherr- Tie (Stiftung besteht aus Mk. bctrageiiDcn Nacylafies Lindheim verwendet werden. Durch die Landtagsver-

Januar. Anfangsknrse. Unipeuer Bergwerk. . Lauranütle . . .

i.umuarüeu E. B. . .

Xurdd. Lloyd . . . .

i ürkeiüose . . , . .

Canada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . . Durtmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: ruhig.

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machte Stiftung hat miumehr liche Genehmigung erhalten.

einem Drittel seines etwa 16 000 und soll zugunsten der Armen von Bad-Nauheim, 3. Ian.

83 75 103.10

63.20 64.00

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86.00 62.50

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Elektnz. Schuckert . . . Esch weder Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amenk. PakelL llarpener Bergwerk. . . Laurabütte......

Xordd. Lloyd.....

Ubcischlts. Eisen-Industrie

93.90

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92.00

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nut vielen anderen hervorragenden Gelehrten herausgad und das er selber mehrere Abhandlungen schrieb.

Dem Geh. Medizmalrat Ptoieffor Tr. Jacoby an Universität Göttingen wurde die ordentliche Professur Pharmakologie an der Universität T ü hingen übertragen.

Ziehung der 1. Klasse 10. Jannar. Lose sind zu haben bei

Berliner riandelsges. . Darmstädter Bank . .

Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskontu-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . .

Baltimore- und Ohio-

Eiseulahn . . . . Gotthard bahn . . . , Lomuarü. Eisenbahn . Gesten, btaaisoauu . I'riuce-Heun-Eisenbahn

Frsig FBmam Kgl. Preußischer Lotterie-Einnehmert $Wtra6c 63. --- F-rnspr-cher 237.

Rkerf der dänischen

L>er>nrjchte».

* Von der Kälte. Nicht nur wir in Oberhessen haben zurzeit unter abnormer Kälte zu leiden. Im Nord-Osten freilich hat die schlimmste Kälte bereits zu Weihnachten ge­herrscht. In Oftpreu^cn brachten die Feiertage durch­schnittlich 17 0 R. Jetzt ist dort eine wesentlich mildere Temperatur, ca. 3 0 R. tagsüber. In Schlesien war tue Kälte bald nach dem Feste dermaßen heftig, daß viele 6"ge so vereisten, daß sie mit schwersten Hindernissen zu kämpfen und lange Verspätungen hatten. Im Schwarz­walde dagegen hat bis zum Ende des vergangenen Jahres Tauwetter geherrscht. Ter junge Januar aber brachte dem ganzen Westen und Südosten ungewöhnlich strenge Kälte. In Belgien iind Frankreich beginnen die Flüsse zuzufrieren. Mehrere Menschen fielen dort der Kälte zum Opfer. Infolge der durch die Kälte verursachten Verzögerung dec Abfahrt einer Anzahl von Eisenbahnzügen aus Paris demonstrierten

Teteioniscüie KursoerdCüte des Giessenei Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

Raub der Flammen. In Elberfeld entstand in dem Wäschegeschäft Goßer Großfeuer. Auch das Treppenhaus des Gebäudes wurde durch das Feuer zerstört. Ter im vierten Stock wohnende Tischler Söthe, dessen 24 Jahre alte Tochter und ein 17jähriger Sohn erstickten und ve rbra unten. Bei einer Kälte von 15 Grad ist am 3. d. M. eine Feuersbrunst in Ottakring bei Wien ausgebrochen. Alle Bewohner eines großen Mietshauses mußten von der Feuer­wehr mit Leitern gerettet werden, darunter 12 Ohnmächtigte und von Rauch Betäubte. Im Ganzen sind 20 Personen verletzt. Die Kälte erschwerte die Rettungsarbeiten außer­ordentlich.

* Ein kleiner Rechenfehler. Tas neue von der Göttinger Universität ausgegebeneAmtliche Verzeichnis des Personals und der Studierenden" stellt fest, daß die Georgia Augusta im vergangenen Sommersemester nur eine Frequenz von 1951 und nicht, wie früher angegeben war, von 2004 im­matrikulierten Studenten auszuweijen hatte. Tie lustige Feier des 2000. Studenten, der von der Stadt int Mai d. Js. mit einer goldenen Uhr beschenkt worden war, war also etwas verfrüht.

Uiriverntäts-Nachrichten.

In Tübingen ist am 3. Januar Staatsrat Unioersiläls' kanzler Proiesjor von Schönberg gestorbe n. 0)u|iav Fried­rich von Schönberg war ein sehr bekanurer Voltsivirtschauier. Er wurde 1839 zu Stenin geboren. Seit 1873 war er Pros eh Or­der Nationalökonomie in Tübingen, seit 1900 Kanzler der Uni­versität. Schönberg hat eine große Anzahl von Schriften ver­öffentlicht. Am bekanntesten ist dasvandbuch der Politischen Oetonomie", em sehr umiangreiches Werk, das er in Verbindung

** TerOberhe ff. Obstbau-Verein hielt vor kurzem in Friedberg eine außerordentliche 5) a u v tverfammlung ab, in der beraten wurde, vb der Oberhessische Obstbau-Verein nach Errichtung der Landwirtschaftskammer weiter bestehen bleiben solle oder nicht, zumal die staatlichen Mittel zur Förderung des Obstbaues, die bisher durch ihn zur Verwendung kamen, nunmehr der Kammer zur Verfügung stehen. Ten Vorsitz der Versammlung führte der Vcreinspräsident Graf Oriola. Sämt­liche Redner sprachen sich einmütig für Erhaltung des^ um die Sache des Obstbaues hochverdienten Vereins aus. Seine Erhaltung wäre umso nötiger, da der Kammer die Beamten fehlen, die zur Ausnützung der staatlichen Mittel zur Förderung des Obstbaues nötig seien. Tie Abgeordneten Bähr und Brei­denbach, die beim Vorstand der Landwirtschaftskammer die Ueber- zeugung von der Notwendigkeit der Obstbauvereine und die größere Berücksichtigung von deren Wünschen, sowie ein gegen­seitiges Zusammenarbeiten eifrigst befürwortet hatten, veriicher- ten ebenfalls, daß sie trotz Bestehen der Kammer die frei­willige mit Lust und Liebe zur Sache arbeitende Tätigkeit der Fachvereine für unentbehrlich hielten. Bezüglich der Zeitungs­frage ging die Ansicht der Mehrheit der Mitglieder und des Ausschusses dahin, daß eine eigene Zeitschrift zur regen Vereins­tätigkeit unentbehrlich sei, weshalb das Oberhess. Fachorgan zunächst erhalten werden müsse. Der § 32 der Statuten, be­treffend Ueberweisung des Vermögens im Falle einer Auslösung, wurde dahin geändert, daß die letzte Generalversammlung da­rüber letztwillig verfügen könne, während nach der früheren Fassung das Vermögen, bei Auflösung des Oberhess. Obffbau- vereins dem Landw. Provinzialverein sür Oberhesten zuiallen sollte. Zu Beginn der Versammlung hatte Graf Sriola Veran­lassung genommen, der bisherigen aufopferungsvollen Tätig­keit des Geschäftsleiters des Vereins von dessen Gründung ab, Tirektor Tr. v. Peter, den innigsten Tank auszusprechen, unter der der Verein nächst der Tätigkeit des verstorbenen Prosestors Reichelt, des Obstbautechnikers Metz und der noch lebenden Mitar­beiter die Bedeutung erlangen tonnte, die er bis zur Stunde be­sessen hat. Zur Ehrung Tr. von Peters erhob sich die Ver­sammlung von den Sitzen. Mit dem Wunsche, daß auch unter den neuen Verhältnissen die Sache des Obstbaues gedeihen uno das Jahr 1908 ein besseres Obstjahr sein möge, als das ver­gangene, schloß der Vorsitzende die Versammlung, zu der aus ollen Teilen der Provinz Vertreter erschienen waren.

** Auch ein Neuj al; rsg r u ß. Zu einem Lauterbachei Lokalblatt lesen wir folgendes amüsante Aeujalirsuiserat: Unter­zeichneter Verein wünscht den verein liehen Einwohnern von Lauter­bach ein fröhliches neues Jahr und spricht sich entschieden gegen da- Einschlagen von Firmenschildern aus. Ter akademische VereinFrühauj".

x Weickartshain, 3. Jan. Dem Brauneisen­stein-Bergwerk GewerkschaftLuise" in Mücke ist von dem Großh. Ministerium der Finanzen die jederzeit wider­rufliche Erlaubnis erteilt worden, ein A nschlußgeleis vom Bergwerk an den hiesigen Bahnhof anzulegen und cS nm Lokomotiven befahren zu lassen. Ter Betrieb wird von der Staatselsenbahn-Verwaltung ausgeübt werden.

Lindheim, 3. Jan. Die von Oberlehrer i. P. Ehr- hard Gaß in Tarmstadt seiner hiesigen Veunalgemeinde ver-

121.00 100 90 204 00 184 116.30 194.00 215.00

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96.l0 154.40 125.50 228 20 133 00 169.50 137 10

199.90

do. Kousols do. Hessen .

Frank tarier 3>4 °/0 Reichsanleihe . .

Sonntag von 49 Uhr

Nur Hirsch-^poiheEce offen

ism neues OperatlonSgebäude, eine Erweiterung deS Wirt­schaftsgebäudes und ein Wohnhaus für die Aerzte und den Verwalter.

-- Bingen, 3. Jan. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß, für die kathol. Stadtschule einen Hauptleh rer an­zustellen und zu diesem Zweck 500 Mk. als Funktionszulage zu bewilligen. Bisher bestand im ganzen Kreise Bingen das Institut der ,,Hauptlehrer" noch nicht.

Q Krofdorf, 2. Jan. Ter Gastwirte-Verband von Krofdorf und Umgegend hat beschlossen, seine diesjährige Winterfestlichkeit am Mittwoch, 15. Januar, auf Burg Gleiberg abzuhalten. Die Burgräume, vor allem der große Saal, gestalten auch eine größere Beteiligung. Der Wirteoerband zählt über 50 Mitglieder. Vorsitzender ist Gast­wirt Niebergall-Gleiberg.

0 Hohensolms, 3. Jan. Am Neujahrstag ist unser langjähriger Beigeordneter Wilhelm Spieß 1., der ein Alter von 68 Jahren erreichle, nach längerem Kranksein gestorben. Herr Spieß war Veteran von 187071 und Ritter deS Eisernen Kreuzes. Seit 28 Jahren war er als Beigeordneter von Hohemolms tätig und hat sich als solcher durch Treue und Gewissenhaftigkeit ausgezeichnet.

Kassel, 3. Jan. Der Führer der hessischen Schwarmgeister, die im letzten Frühjahr und Sommer in hessischen und auch in den angrenzenden waldeckischen und thuringijchen Gebieten ungemeine Aufregung unter der lirchrich ge.innteir Bevölkerung wachriefen, der Prediger Heinrich Dallmeher, der auch,um sich eines gött­lichen Auftrages zu entledigen", eine Broschüre über jene Bewegung schrieb, erläßt jetzt eineöffentliche Er­klären g", in der es heißt, daß jene Bewegung von Los Augeios in Kalifornien ausgehend, über Norwegen in Hessen eingeschleppr worden sei. D^rLos Angelos-Geist", heißt es in der Broschüre weiter, sei ein Lügengeist, vor dem man ernstlich warnen müsse. Er (Dallmeher) sei schuldig, sich darüber zu beugen, daß er dem Zungen- rednergeift gegenüber nicht von vornherein die rechte Wach­samkeit besessen und ihn nicht nach 1. Joh. 4, 1 geprüft habe. Nachdem er selbst durch Beugung vor Gott diesem Lügengeist entsagt, bitte er alle Seelen, sich dem Einfluß jenes Geistes gänzlich zu entziehen. Er gebe diese Er­klärung ohne menschliche Beeinflussung, gewissenshalber ab, schließt Dallmeher seine Erklärung, und zieht auch die von ihm in jener Sache verfaßten Schriften zurück. Sollte jedoch seine Erklärung nicht hinreichen, die verirrten Seelen wieder auf den richtigen Weg zurückzuführen, so werde er derLos Angelos-Bewegung" durch eine weitere öffentliche Erklä­rung so völlig die Maske abnehmen, daß sie ihre Ver­führungskünste nicht weiter fortsetzen könne.

Kassel, 3. Jan. Heute vormittag 9 Uhr 55 Min. fuhr der mit 20 Min. Verspätung ankommende Schnell- zug M. 79 Frankfurt a. M.Altona bei der Einfahrt in den Bahnhof Kassel-Oberstadt auf einen hydraulischen Prellblock. Zwei Wagen wurden gering beschädigt, und fünf Reisende meldeten leichte Kopfverletzungen durch Herab­fallen von Gepäckstücken an. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht sestgestellt; vermutlich ist die Glätte der Schienen infolge des starken Frostes von Einfluß gewesen.

3/*°/o Oberbessen . . . 4?o Uesterr. Goldrente. . 4l/696 Gesten, tiilberrente 4?0 Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Beute . . . 3?0 Portugiesen Serie I 3-o Portugiesen Hl 4>i0/e russ.Maatsaul. 190o 4>$ % Japan. Staatsanleihe iXo Uonv.Türkeu von lbu3 Tiirkeulose......

l-o Gliech. Hlonopol-Anl. . i% äussere Argentinier . o°/0 Lien sauer . . . . 4>sl70 Chinesen. . . . .

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1 enden/,: schwächer.

mn 3. d. 9)L dort etwa 3000 Reisende auf dem Bahnhofe £>t. Lazare und zerbrachen die Fensterscheiben und Bänke. 5)ie Polizei nahm etwa 50 Verhaftungen vor, von denen 10 aufrecht erhalten wurden. Em französ. Unterseeboot geriet bei Toulon infolge schwerer See durch einen Schrauben- öcfelt in Gefahr. In Oesterreich sind viele Menschen erfroren. In Lemberg allein nahmen am 3. Jan. 130 Personen, deren Ohren und Hände infolge der Kälte erfroren waren, die Hülfe der Rettungsgesellschaft in An- spruch. Ter Dampfer .Gregory Kompagnie Nord ist m der Nähe von

Dtoere bei furchtbarem Wintersturm gesunken.

^Pilger sollen gerettet sein. Ferner sind infolge Schnec- sturmes die Verbindungen zwischen den Hafenplätzen des schwarzen Meers unterbrochen; auf See erlitten drei verschiedene Fahrzeuge Beschädigungen.

6euer. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag brnd) in der großen Zwirnerei der Nühfa denfabrik Göggingen (Bayern) Großfeuer aus, das den größten Teil des Gebäudes zerstörte. Um 3 Uhr stürzte das Ge- .iibe m sieh zusammen; die Maschinen wurden vernichtet. 5)te Löscharbeiten waren infolge der starken Kälte sehr be- binbert. Etwa 500 Arbeiter sind brotlos. Die Brand­ursache ist noch unbekannt. (Tas seit 1872 als "Aktien­gesellschaft betriebene Unternehmen gehört zu den größten 1 einer Art. Neben l*/2 Millionen Mark Grundkapital zeigte öie letzte Bilanz eine Öbligationenschuld von 690 000 Alk außerdem rund 2% Millionen Reserven. Die Gesellschaft betreibt eine Mechanische Zwirnerei und Nähfadenfabrik mit Bleicherei, Färberei, Appretur und Aecomodana. An Divi­denden wurden in den letzten vier Jahren 25, 25, 30 unb 33- g Proz. gezahlt. D. Red.) In Petersburg traf am Abend des 2. Januar der fällige Schnellzug aus Wlrballen infolge eines Brandes in einem Schlafwagen mit sechsstündiger Verspätung em. £er Schlafwagen verbrannte. Die Ursache zu dem Feuer in einer schadhaften Heizvorrichtung liegen. Dreiß ig Passagiere des Schlafwagens kamen mit leichten Ver­letzungen davon. Das gesamte Handgepäck wurde em

Handlung vom 20. v. M. ist endlich Klarheit über den Stand der Verhandlungen über den Anlauf des Ke iri­schen Kohlensäurewerkes geschaffen worden. Der Finanzminister hat dem Landtage mitgeteilt, daß der Staat sich bis zum 31. März 1908 den Erwerb des Kohlensäure­werks sür 300000 Mk. vertraglich gesichert hat, daß jedoch das Zustandekommen des Ankaufs davon abhänge, ob sich die Stadt Bad-Mauheim zur Leistung eines angeme,jenen Zuschusses entschließe. Für den Staat bedeutet der Ankauf dieses Werkes zum Zwecke der Stillegung ein ganz erheb­liches Opfer zugunsten Bad-Nauheims. Anderseits bedeutet aber das Fortbestehen dieses unschönen und die Quellen Bad-Nauheims möglicherweise bedrohenden Geschäfts­betriebes eine stete Gefahr sür Bad-Nauheim. In nicht mißzuverstehender Weise haben auch verschiedene Abgeord­nete im Laufe der Debatte ihrer Auffassung Ausdruck ge­geben, daß der vorliegende Fall geradezu als Prüfstein dafür dienen müsse, ob die Stadt Bad-Nauheim vom Staate immer neue Zuwendungen, die hoch in die Millionen gehen, entgegennehmen will, oder ob die Stadtverordnetenver­sammlung auch im gegebenen Falle weitblickend genug ist, um zugunsten wichtiger gemeinsamer Interessen Bad-Mau- Heims und seiner Badeverwaltung die Bewilligung eines entsprechenden Beitrags aus städtischen Mitteln nicht zu scheuen. Es steht zu hofsen, daß die städtische Verwaltung sich dieser Einsicht nicht verschließen und die nötige Summ. voraussichtlich 80 000 Mk. bewilligen wird. Ta der Ankauf bis zum 1. April vollzogen fein soll und noch zuvor der landständischen Genehmigung bedarf, wird die Beschlußfassung der Stadtverordnetenversammlung wohl in Kürze zu erwarten sein.

x Aus dem Kreis Schotten, 3. Jan. TieVieh - Zählung im Kreis_ Schotten am 2. Dez. 1907 ergab einen Bestand von 1176 Pferden, einen Esel, 16 825 Stück Rindvieh, 4693 Schafe, 12 093 Schweine, 1419 Ziegen, 42 401 Stück Geflügel und 784 Bienenstöcke. Die meisten Pferde besaß Ulsa (127), während den höchsten Nindviehbestand Gedern mit 907 Stück hat. Die Schafzucht ist am verbreitetsten in Eschenrod mit 402 Stück, die der Schweine in Gedern mit 595 und der Ziegen in Lanbach mit 238. Laubach besitzt auch das meifre Federvieh, nämlich 3552 Stück, während in Eichelsachsen mit 84 Stöcken die Bienenzucht am meisten blüht. Gar keine Pferde hat die Gemeinde Schmitten aus­zuweisen, keine Schafe haben Eichelsachsen, Helpershain, Herchenhain, Höckersdorf, Solms-Ilsdorf, Köddingen, Lar­denbach, Rebgeshain, Rudingshain, Sichenhausen, Stum­pertenrod und Wingershausen, keine Ziegen Eschenrod und feine Bienenstöcke Glashütten, Hartmannshain, Ober- ^Lchmitten, Rebgeshain und Schmitten. Der eine im Kreis vorhandene Esel befindet sich in Eichelsachsen, während Maulesel überhaupt keine vorhanden sind.

-sck. Darmstadt, 2.Jan. Das städtische Kranken- 9aus wurde am vergangenen Montag durch die Bürger- meiiterei und Stadtverordneten einer Besichtigung unterzogen, da nunmehr das fünfte Gebäude der mit einem Kosten- fliinüQnb von 1 600 000 Mk. vorgesehenen Vergrößerungen dem Betriebe übergeben werden konnte. Hierzu gehören das ^wlierhaus, das Haus für Unruhige, das Desinfektions- ZebE und die Leichenkapelle. Tas Krankenhaus wird 540 Betten aufnehmen. Hiervon kommen etwa 30 auf das Gebäude für Unruhige, 54 auf daS Jsoliergebäude und 281 qut den neuen Anbau. Dieser enthält 129 Räume, bnruntn 9 Krankenfäle und 27 Einzelzimmer. Der Anbau wurde in 18 Monaten hergestellt. Im Jahre 1908 werden errichtet

Couverts mit girma x

vrübl'ILe Univeriitätr-vruckeret. Sieben.

Kunru'l.

Plntus. Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzwesen (Herausgeber : Georg B e r n l) a r d). Jichall vom 1. Heil des 5. Jahrganges: Darlehensschwrndler. - Pensionskaffen. Von Paul Büchner. 19u7. Rückblicke von F. S. Omar-Wien. Revue der Preffe. AuS den Börsensälen. Von Bruno Buchwald- iberlui. Bohrgesellschaften. Em landichaftlicheS Jnstttttt. Anieiila-Bank Klage über die Reichsbank. Bunte Schüssel. Förderung des Scheckverkehrs. Wallstreet. Großbauten und Kuxenhandler. Terram-Aktiengefellschatt Park W'tzleben. Ge­danken über den Geldmarkt. Von Justus. Plutus-Aterktasel. Antworten des Herausgebers. Aus Fabrik und Werkstatt (Kouium. zucker). Neue Literatur. Geueralverfaminliingen. (Abon- »emeuts vierteljährlich per Post, Buchhandel und direkt vom Ver­lag 4-50 Akk. Vrobeheue graus in jeder Buchhandlung und vom Verlag, Berlin-Charlottenburg, Goetheskr. 69.)

W. Leipzig, 3. Jan. Die Leder in-Börse ivar gut besucht, aber die Kämer verhiellen sich zurückhalten trotz tuapper Zumhren.

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Somitag, den 5. Januar, nachmittags 31/, Uhr, bei Volks- preisen: .Die Ehre" Ende gegen 6'/g Uhr. Abends 7',, Uhr, bei Keinen Preisen:Die Onemretfe." Schwank m 3 Akten von Blumenthal und Kadelburg. Ende gegen lo Uhr. Dienstag, abends 8 Uhr: 11. Tlenstag-Abounements-Vorstellimg : .Rosen." Emakier- Zhllus von Hermann Sudermann. Ende gegen 1U1/, Uhr. Mitt­woch, abends 8 Uhr: Volksvoriieltung:Wilhelm Teil." Freitag, abends 8 Uhr: 11. Freitag-Abonnements-Vorstellung: .Die tintigen Weiber von Windsor." Ende gegen 11 Uhr.

Die nach- A npnl n sind Sonntag, den 5. Jan. von siebenden Avi u Iv 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur tür dringe nde Fade sicher anzutreifen. D4/,

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