Ausgabe 
3.10.1908 Erstes Blatt
 
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Oktober

Wetter

1908

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am 1

Hande)

des

92.45 | Elektriz. Lahmeyer

4%

III

Portugiesen

3/i

93.00

224,50

Tendenz: behauptet.

Berliner Börse, 2. Oktober. Anlangskurse.

175.90

129.00

123.50

123.00

2?» 9 25 ?25

21,4 ° C.

7,5 0 C.

2.

2.

3.

9815

98.85

9310

10,8

9,8

7,3

754,3

754,8

755,3

Harpener Bergwerk Laurahütte . .

Lombarden E. B.

N'ordd. Lloyd . .

Türkenlose . . .

. 57.70

. 149.40

Canada E. B. .

Darmstädter Bank .

Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: träge.

23.00 149 00

126.00

84.20

92.55

84.10

90.70

180.50

149.40

202.50

Italien. Bente . . Portugiesen Serie I

geplagte Reservist mit einem Schlage nicht bloß glücklicher Bräutigam, sondern auch wohlbestallter Kaufherr gewor­den. Und da komme noch ein Pessimist und sage, diese Ma- növerübungen im Frieden hätten keinen praktischen Zweck!

Reichsanleihe do.

Konsols . . do. . .

Hessen . . .

Oberhessen .

21,0

12,0

7,3

Sonnenschein) Klarer Himmel Nebel

192.70

106.80

206.75

211.50

84.60

100.40

168.80

128.90

242.00

Er klatscht vor Freude in die Händchen."

4% Uesterr Goldrente. . 4l/6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar Goldreute . .

Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte Eordd. Lloyd . , . .

Ubeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . .

Deutsch-Asiat Bank . , Diskouto-Kommaudit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn Gotthard bahn Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staatsbahn . . . Pnnce-Henri-Eisenbahn .

4>5°/0 russ.Staatsanl. 1905 4^% japau. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4 56 Griech. Monopol-Aul. . 456 äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . .

4 la *7o Chinesen . . - .

Aktien:

Bochum Guss Buderus E. W

62.00

96.95

91.35

93.90

142.80

51.50

87.00

64.50

97.60

Erklärung.

In letzterer Zeit haben einige Blätter der deutsch-sozialen Partei einige die politischen Verhältnisse in unserem Wahlkreise be- ireffende Artikel gebracht. Insbesondere ist von dein in töieüen erscheinenden antisemitischen Blatte behauptet morden, die Kandidatur des Herrn Bürgermeister Benner in Trais a. L. sei veranlaßf worden durch nationalliberale Quertreibereien und gewisse (Srün- berger Winkelzüge. Wir erklären hiermit, daß wir niemals mit dem Herrn Bürgermeister Benner wegen dessen Landtagskandidalur in Verbindung getreten sind oder uns bemüht haben, die Kandidatur ausrecht zu erhalten. Tie Angriffe des (Siebener Blattes weisen wir deshalb ganz entschieden als unwahr zurück.

Sollte der betreffende Verfasser des Artikels seine Behaupt­ungen aufrecht halten wollen, bann mag er am 11. Oktober auf unsern Parteitag nad) Grünberg kommen, es wird ihm da die ge­bührende Antwort erteilt werden.

Grünberg, den 2. Oktober 1908.

Nationaler Wahloerein für Grünberg und Umgegend.

Der Vorsitzende:

Gläser, Großh. Amtsrichter.

(Wir können bestätigen, daß die uon uns seinerzeit veröffent­lichte Nack)richt über die Aufrechterhaltung der Kandidatur Benner lischt aus den Kreisen des nationalen Wahlvereins für Grüuberg und Umgegend stammt. Red. b. Gieß. Anz.).

58

95

96

31t0/. 3%

316°/< 3147.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gieße».

TeSefoiiüSche Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

Frankfurter Börse, 2. Oktober, 1.15 Uhr.

. . 211.10

. . 23.40

. . 85.20

. . 143.70

Höchste Temperatur Niedrigste

_____________________ yv.yv- nungsmäßiger Verständigung mit dem sich zur Ruhe setzen- Uehen war, in ein 'Abteil 3. ülasse verww^em Iden ttyef, die geforderte Ab'.ösungssitmme ivlegen zu wollen, i bei ihm Platz geiwinnicit und sich erst unvcr- i TüL ist gestern oeretts geschehen und der arme ^eo.mmis und.

2. Oktober

.9

Gießener Strafkammer.

)(. Gießen, 2. Ok.k. Schwindeleien im Umherziehen.

Ein sehr bewegtes Leben hat der 28 jährige K. St. von Stnm - iD c r t e n r o b hinter sich. Nachdem er im vorigen Frühjahr nad) Verbüßung einer ihm wegen Betrugs und Diebstahls im Rückfall ^erkannten Strafe entlassen worden war, stahl er in Offenbach ein auf der Straße stehcirdes Fahrrad. Fm letzten Sommer war er in Bad-Nauheim nrit Schirmflicken beschäftigt; er benutzte die Abwesenheit seiner Hausleute, um ihnen eine Anzahl Kleidungs­stücke, sowie eine Uhr mit 5bette und einen Schirm zu stehlen. Bei einem Spediteur in Lauterbach, einem Octonomen in Als­feld ni;nb einem Landwirt in Bellersheim vermietete er sich als Knecht, uni nach Aushändigung des MictgeldeS zu ver­schwinden. In einem Fall gab er einen falschen Namen an !und unterzeichnete den Mielverirag mit diesem. Bei einem Fuhr­unternehmer in Ebersheim hielt er es einige Tage aus; nachdem er den verdienten Lohn erhalten hatte, ließ er sich 'Vorschuß geben uni> unter dem Vorwande, seine Effekten abholen tzu wollen, erbat er sich löcitereu Vorschuß, der ihm sowohl von dem Dienstherrn als auch von der Dienstherrin gewährt wurde und schließlich schwindelte <.r einem Wirt unter den nämlichen Angaben 3 Mark ab. Zu Unter-Schmitten und Ilbenstadt er­hielt er eine Anzahl Schirme zum Flicken, er verschwand aber damit mnd niemand bekam mehr einen davon zu sehen. Eine Familie zu Ilbenstadt, bei der er wohnte, und Körbe flickte, beschwindelte er um 3 Mark, indem er der Frau angab, er sei von ihrem Manne geschickt um Geld für in Frankfurt cinzukaufende Weiden zu holen. Anfang SLuguft tauchte er hier auf; er ließ sich vom Bahnhof in einer Droschke in eine Wirtschaft fahren und wurde mit dem Kutscher einig, daß er für 10 Mark den Nach­mittag über in der Stadt umhergesahren werde, wobei er einen Geldbetrag von 7080 Mark blicken ließ. Nach dem Besuch 'einiger Wirtschaften, wo er viel Geld verausgabt hatte, verlangte auch der Kütscher sein Geld; es war aber zu spät, da er das ganze Geld durchgebracht hatte. Unter dem Bemerken, jemanden aufsuchen zu wollen, begab er sich in ein Haus, und als er ver­folgt wurde, flüchtete er auf das Dach, bis endlich die Polizei durch seine Festnahme der Sache ein Ende machte. Hierbei be­diente er sich eines falschen 'Namens und erst später stellte man fest, daß man den schon lange gesuchten Schwindler gefaßt hatte. Er war im wesentlichen geständig, nur will er in Unter-Schmitten und Ilbenstadt die Sckstrme einem Jungen gegeben haben, der diese den Eigentümern wieder zustellen sollte. In dieser Beziehung tonnte jebüd) nichts ermittelt werden; ebenso mußte der von ihm Gestrittene Betrug in Ilbenstadt als erwiesen angenommen werden. Für den Diebstahl des Fahrrades wurden 1 Jahr 3 Monate Zuchthaus in Ansatz gebracht; die zwei schwersten Betrügereien und die Urkundenfälschung sollen mit je 1 Jahr Zuchthaus ge­ahndet werden und für sechs weitere Betrügereien wurden Gefäng­nisstrafen von je 6 Monaten angesetzt. Diese drei Jahre Ge­fängnis wurden in zwei Jahre Zuchthaus umgewandelt und die sich ergebende Zuchthausstrafe von 61 .i Jähren auf 3 Jahre 3 M onate reduziert. Weiter wurde wegen der falschen Namcns- tingabe dem Schutzmann gegenüber, auf eine Haftstrafe von zehn Tagen erkannt. Um der gesetzlichen Vorschrift zu genügen, mußte gleichzeitig auf Geldstrafe erkannt werden, die das Gericht init 300 Mark bemaß. Schließlich wurden ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre aberkannt. Da die Geldstrafe unein­bringlich ist, trat an ihre Stelle die Eventuatzuchthausstrafe; diese und die Haftstrafe sind durch die Untersuchungshaft für verbüßt erklärt worden. Hinsichtlich des unter Dinklage gestellten Betrugs frum Nachteil d>es Kutschers erging Freispruch, da nicht feststano, daß der Angeklagte von vornherein die Absicht hatte, den Kutscher KU betrügen.

1(1) ) '2(11111.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf uon auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Wegen Blutschande.

Scheußliche Verbrechen hat der Taglöhner H. W. U. aus Schweinsberg, der in d d i n g s ha u s en verheiratet war, an seinen 14 bezw. 11 jährigen Kindern verübt. Schon zu Lebzeiten seiner 'Frau uind während sie als Leiche im Hause lag, und auch nach dieser Seit, hat er sich in unsittlicher Weise mit den Kindern abgegeben. Wie das Urteil besagt, hac er die Straftaten in Ab­rede gestellt, doch waren die Aussagen der Kinder glaubhaft und der ärztliche Befund ließ kein Zweifel über an ihnen verübte Verbrechen; auch ließ fein Verhalten auf fein Schuldbewußtsein schließen. Wegen Blutschande nach £ 173 int einheitlich eit Zu- 'nitreffen mit Sittlichkeitsverbrechen nach § 176, 3 wurde ^te'lt ° Zuchthaus und 10 jährigem Ehrverlust ver-

Wöchentl. Uedersicht ver Todesfälle L d. Stadt Gießen.

39. Woche. Vom 20. bis 26. September 1908.

Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 linkt. 1600 Mann Militär.)

Sterblichkeitsziffer: 22,23%0,

nach Abzug von 5 Ortsfremden: 13,80 U/M.

Kinder

vom \

: 2.15. Jahr

sanglich mit ihm uitterhalten. In der Nähe von Dortelweil faßte er das Mädchen an der .Hand und ließ Äenßerungen fallen, die unzweifelhaft einen unsittlichen Antrag in sich bargen. Das Mädchen fing ait ju weinen und flieg an der nächsten Station in einen Wagen 4. Klasse, um dann an der Heimatstation Mel­dung erstatten. Bei der Untersuchung durch die Eisenbahnbehörde, bat der Angeklagte, ihn schonend zu behandeln; nach Stellung des Strafantrags durch den Vater des Madchelts bestritt er bei der gerichtlichen Vernehmung, der Täter zu sein. Der Uinstand, daß das Ndädchen sich in der an dev Mütze des Angeklagten be- findlichen Nummer irrte, oder mißverstanden worden war, be­nutzte dieser, um darzutun, er sei der Täter nicht. Hierauf stützte sich auch seine Berufung; es half ihm aber nichts, denn das Mädchen hatte als Kennzeichen eine an der rechten Wange befind­liche Warze angegeben, die den Llngeklagten verriet. Da and) feststand, daß er den fraglichen Zug bedient hat und die Angaben des Mädchens trotz der Eidesunmündigkeit glaubhaft erschienen, bestand auch für das BWufungAgericht keinen Zwefel, daß der Angeklagte der Täter ist. Die Staatsanwaltschaft hatte sich vor­sorglich der Berufung des Angeklagten angeschlossen, um dem Gericht die Möglichkeit zu bieten, eine Aenderung der Strafe etntreten zu lassen, meint sie auch feinen anderen Antrag stellte. Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte, als er das Mädchen in den Wagen 3. Masse wies, etwas int Schilde führte. Es hielt die Art der Bestrafung nicht für richtig, zumal das reisende Publikum Anspruch auf Schutz hat, der Mgeklagte aber das Mädchen, Idas gewissermaßen feinem Schutz anvertraut war, belästigt hat. Es wurde eine Woche Gefängnis als entsprechende Sühne erachtet Und das Urteil in diesem Sinne abgeänbert

Ausland.

Die Obstruktion der Deutschen int böhmischen 1 Landtage dauert fort. In Prag zirkuliert das Gerücht von der bevorstehenden Auflösung des böhmischen Landtages und Ausschreibungen von Neuwahl auf Grund des allge­meinen Wahlrechts. Die letzte Landtagssitzung soll Dienstag stattfinden. Tschechischen Blättern zufolge beabsichtigt Mi- ursterpräsident Beck, nachdem keine Aussicht vorhanden sei, eilte Verständigung zwischen den Deutschen und Tschechen herbeizuführen, den Reichsrat aufzulösen. In der nächsten Woche werde ein Ministerrat stattfinden, in dem die Ent­scheidung fallen werde.

Ein Mink für unsere S t e u e r s u ch e r. Bei dem Generalpoftamt in London sind im Laufe des gestrigen Tages iinfolge der Einführung des Pennh-Portos aus London allein 20 000 Briefe mehr aufgegeben worden, als die gewöhn­liche amerikanische Post beträgt.

Englische Flottenbauten. Ter erste Lord der -englischen Admiralität, Mac Henna, hielt gestern abend in seinem Wahlkreise zu Pontypool eine Rebe, in der er erklärte, daß die Regierung sich entschlossen habe, den Bau von 5 Panzerkreuzern und 14 Torpedobootszerstörern sofort in Angriff zu nehmen.

Die erste niederländische Kammer hat ein Gesetz bestätigt, das die Gemeinden berechtigt, eine Maxi­malschnelligkeit von 10 Kilometer für Auto­mobile, Motorräder usw. vorzuschreiben.

Studenten st reit' in St. Petersburg. Das studentische Koalitionskomitee beschloß, den Streik aller Stu­dierenden der St. Petersburger Universität zu eröffnen. ,'Seine Durchführbarkeit erscheint zweifelhaft, da sich in stu­dentischen Kreisen eine starke Abneigung dagegen geltend «macht.

Beförderung des Generals d'Amade. Das ! französische Amtsblatt veröffentlicht die Beförderung des Generals d'Amade zum Divisionsgeneral. General d'Amade ist der jüngste Divisionär in der französischen Armee. General d'Amade war es, der sich dieser Tage beim Zwischenfall von Gasablanca weigerte, den Deutschen Genugtuung zu ge­währen. Seine Beförderung in diejem Augenblick sieht einer Herausforderung Deutschlands sehr ähnlich.

Die persischen Wahlen sind endgülttg auf den 17. Oktober festgesetzt worden.

Der Gesundheitszustand des Negus Mene- lik gibt Anlaß zu ernsten Befürchtungen. Menelik ist auf der rechten Seite völlig gelähmt. Tie Ras und die Dedjaz sind nach Addis Abbeba berufen worden, um in Anwesenheit der Truppen die Krönung des Thronfolgers Li Jafsez vor- zunehmen.

Eure tzandlun. 3« d-r Mnbehn.

fafrhfl f f n?' deren <yoigcn er zu spät emsah, hat der Ällul & von Dorheim vorgenommen.

^JlfibiJunq Mn des Schöffengerichts, das ihn wegen tüt

Jh 80 Mark Geldstrafe verurteilt hat, hat er aus Groß-Karb n. das mit einer Fahr­karte 4. Miain . . )f .(

,Unterwegs hat erf

Vermochte».

* Ein kleiner Manöverroman. Aus Leipa wird der Bohemia geschrieben: Unter den Reservisten, die im heurigen Spätsommer zu den eben beendeten Manöverübun- gcit aus dem Terrain NiemesAuschaHirschbergJung- bunzlau einzurücken hatten, befand sich auch ein jugendlicher Handlungsbeflissener aus einer unserer Nachbarstädte, der sich diesmal mit besonders gemischten Gefühlen auf den martierten Kriegsschauplatz begab. Er hatte bereits durch mehrere Jahre zur vollsten Zufriedenheit seines Chefs in einem größeren Kolonialwarengeschäft ionbilioniert; im gegenwärtigen Augenblick stand sein Prinzipal, dem vor kurzem die Gattin gestorben und der infolgedessen schwer nervenleidend geworden war, im Begriffe, fein altbewährtes Geschäft an einen Nachfolger zu übertragen. Sein Kommis hätte hierzu alle Eigenschaften besessen bis auf eine: blut­arm, wie er war, fehlte ihm jede Aussicht, die nötige Ab­lösungssumme aufzutreiben. Eben sah er sich um einen anderen Posten um, als die Einrückungsorder eintraf. So ging er ins Manöver. Von Komotau. ging es in Fuß- märsck)en, die sich bis zu 40 Kilometer des Tages aus- dehnten, nach Brüx, Milleschau und in das Auschaer Ge­lände, von dort über Habstein und Hirschberg gegen Batow. In der letzteren Gegend hatte sich der Soldat bei einem forcierten llebungsmarsche über abgerodetes Waldterrain und bei denkbarst ungünstiger Witterung den Fuß verstaucht, so daß er die Schlußmanöver bei Jungbunzlau .ächt mehr mitmachen konnte und in einem Privathanse untergebracht wurde, wo er bis zur Abrückung in Pflege blieb. Und diese Pflege war, namentlich seitens der Tochter seines Gastwirts, eine so sorgsame, daß der junge Mann nach zwei Tagen nicht nur körperlich geheilt, sondern auch mit froheren Aussichten für die Zukunft nach seinem Tomizilorte heirn- tehren konnte. Einer rasch improvisierten Verlobung folgte die Zusage seines Schwiegervater!.- in spe, sofort nach ord-

Bcrliu N., Pankstr. 24 a, Quergeb. pl., 1. Januar 1908. , Mein kleiner Hugo konnte int Aller von 2 Jahren noch nicht stehen, geschweige denn Gehverfuche wachen und war über­haupt äußerst schwach. In unserer Not griffen ivir zu Scotts Emulsion, und da wir sofort bemerken konnten, daß der Kleine das Präparat wcht nurgertz ewnahin, sondern es ihm augenscheinlich gut bekam, so fuhren wir mit dem Gebrauch eine längere Zeit fort. Tie Fortschritte, die der Kleine inachte, waren geradezu greifbar. Das Kind nahm uon Sag zu Tag zu, begann sich in seinem Bettchen zu heben, und nach dem Gebrauch uon 2 Flaschen ging es schotz uon einent Stuhl zum anberen, und heute, nachdem das Kind noch nicht 4 Flaschen eingenommen hat, Nur echt mit dieser ist es geradezu unserLustig" geworben. Es läuft tiS bin unö her, Harscht in tue Händchen und freut fick Zeichen" bcAcott. riesig, wenn es seine Scotts Emulsion erblickt/ sch-n DerfahrenLt (gcj.) Frau Valerie Regel.

Dieses vorzügliche Nährmittel, Scotts Emulsion, stellt die reichhaltigen Nährstoffe, die ja anerkanntermaßen im Lebern trän enthalten sind, in den Dienst der Kinder sowohl, wie auch aller Personen mit empfindlichem Geschmack und schwachem Magen. Der tranartige Geruch und die Unverdaulichkeit, die den reinen Lebertran in vielen Fällen ganz unbrauchbar machten, sind in Scotts Emulsion vollständig verschwunden.

ScottS Emulsion wird von uns ausschließlich im großen vertäust, und zwar nie lose nach Äewich^ oder Ma», londcrn nur in vcrsicaclien Originalflaschen in Karton mit uniercr Lchus,nnarte (Fischer mir dem Dorsch). Lcori u. Bownc, G. m. D. V, Frankfurt a. wt.

. Destand:eUe: Feinster Medizinal-Lebertrau I5OA prima Glyzerin 50,0, imlcip.ioüichoriglaurcr italt 4,3, unlerphoophocig aurcS 'Jiatron 2,v, pulv. Tragaiil j,O, fetnirer (uabL Gummi pulv. 2,0, destill. üüafier 129,0, Alkohol 11,0. Hierin ^roman,chc k^uMon mit Liml-, Maudel- und (LauttHrriaSl je 2

Börsen-Wochenberichr.

Frankfurt a. M., 2. Oktober.

Wenn auch gegenwärtig öftere Kursschwankungen an der Tagesordnung sind, so bemal)rt die Börse doch ihren festen Grund­ton. Auf die Anregungen aus New York, die in den letzten Monaten auch für die europäischen Börsen häufig die treibende Kraft gewesen sind, muß sie im Älugenblick allerdings verzichten. Dort steht man in der Periode des Wahlkampfes, und bevor dieser ausgetragen ist, dürfte sich in Wall Street eine zielbewußte Ten­denz kaum herausbilden, vielmehr werden öftere Erschütterungen wohl die Regel bilden. In London bleibt der Minenmakt fest, die günstige Entwickelung der Goldmineninduftrie erleichtert die Zuführung neuer Interessenten, besonders das deutsche Kapital wendet sich wieder in stärkerem Maße diesen Werten zu. Viele derselben mögen ja auch noch recht günstige Chancen in sich bergen, obwohl man bei Minenwerten angesichts der begrenzten Lebensdauer der einzelnen Minen nicht vergessen darf, die Kapitals- amortifation äu berücksichtigen; aber es werden auch wieder Ob­jette in den Vordergrund geschoben und kräftig propagiert, denen man besser fern bleibt, weil ihr innerer Wert recht fragwürdig ist. Der kleine Kapitalist, der nicht über die nötigen Erfahrungen und Informationen verfügt, wird besser tun, sich diesem Gebiet überhaupt nicht zuzuwenden. Aus den deutschen Märkten wird die gute Tendenz durch die Großfinanz auftecht zu erhalten ge­sucht; sie hat verschiedene Geschäfte in Petto, die nur bei einer guten Disposition des Marktes erfolgreich durchgeführt werden können. Zunächst kommt jetzt eine rumänische Anleihe zur Emission, auch mit der Ausgabe einer russischen Anleihe soll angeblich schon im November vorgegangen werden, doch kommt dafür in erster Linie der französische Martt in Bettacht. Ferner sollen noch Kapitalserhöhungen bevorstehen. Die Gelsen­kirchener Bergwerksaktiengesellschaft will zum Zwecke von Be­triebserweiterungen neue Aktien ausgeben und zugleich eine Ob­ligationenanleihe aufnehmen und bei einigen Banken liegen Kapi­talserhöhungen anscheinend gleichfalls in der Luft. Dann be­schäftigt man sich mit der Gründung einer groß angelegten Elek­trobank, der die Aufgabe zufallen soll, durch Ausgabe von Obligationen Mittel für die Elekttizitätsgefellschaften zu beschaffen, bamit diese durch lang sichtige Kreditgewährungen in die Lage versetzt werden soll, der Durchführung der ihr noch harrenden Aufgaben rascher näher treten zu können. Es ist also Aussicht vor­handen, daß der Kapitalmarkt bald wieder stärker in An­spruch genommen werden wird und es bleibt abzuwarten, wie weit er sich diesen Anforderungen gewachsen zeigt. Bis jetzt hat sich die Flüssigkeit auf demselben erhalten. Dies mag hauptsächlich darauf zurückzufuhren fein, daß eine Besserung in der Industrie immer noch nicht recht zum Durchbruch kommen will. Eigentlich wäre dies für die Spekulation Grund genug, sich mehr Zurück­haltung aufzuerlegen, da sie sich aber gegenwärtig der Unter­stützung der haute banque bewußt ist, und ihr überdies das billige Geld zustatten kommt, so ist sie noch ziemlich vertrauensselig. Sie führte namentlich Käufe in Bankaktien aus, weil die Mit­teilungen, die fettens der Verwaltungen über den Verlauf des ersten Semesters gemacht worden sind, durchweg sehr befriedigend lauten. Bankaktien zogen auch meist einige Prozent an, Schiff- fahrtsaktien fetzten dagegen ihre rückläufige Bewegung fort, weil aus den Mitteilungen, die Generaldirektor Ballin von der Hamburg-Amerika-Linie machte, erhellt, daß die Situation für die Schiffahrtsgesellschaften noch recht ungünstig ist. Eisen- bahnaktien bleiben im Ganzen behauptet, Lonttrarden besser auf die in Aussicht genommenen Tariferhöhungen. Montan- papiere teilweise schwächer. Die nun tatsächlich erfolgte Auf­lösung der Roheisen-Verbände trägt eine gewisse Unsicherheit in die Ncontanindustrie. Von anderen I n d u st r i e p a p i e r e n setzten elektrische Werte ihre Kurssteigerungen anfänglich fort, schließlich trat aber Abkühlung ein. Aluminium verloren infolge der Auflösung des Syndikats und des andauernden Rückganges der Aluminimnpreise 15 Prozent. Auf beut Fondsmarkt lagen Russen fest. Privatdiskont 33/s Prozent.

Es starben an: Zusammen:

Erwachsene: l.L

tut ebensjahr

Lungentuberkulose

2

2

Gehirnhauttuberkulose 1 (1)

1(1)

Nnterleibstuberkulose

1

1

Lungenentzündung

1

1

Gefäßverkalkung

1

1

Schlagfluß

2(1)

2(1)

Blinddarinentzi'md.

1(D

KD

Neubildungen

2(1)

2(1)

Krämpfen

1

1

Eitervergiftung

KD

Summa:

13 (5)

11(4)

1