1
507 498 Mk. uni) das Lyceum Hofianum m Braunsberg 62 640 Ml.
Temperatur am 25—26.
Höchste
25.-26.
Ättedngste
Ilaude)
des
92.b51 Elektnz. Lahuieyer .
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. 158.50
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Portugiesen
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82.00
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rüste
Anfang her Sache nicht eintreten.
berliner ilauQelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank
feinten, xun g
keine Zeugen zugegen ivaren, und das Gericht die richtig aufzuklären vermochte, ließ es F r e i s p r u ch
Ungar. Goldreute .
Italien. Beute . . Portugiesen Serie I
Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank , Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . , Tendenz: ruhig.
LLarpener Bergwerk i,amaudtte . .
Lvumoarueu E. B.
Norud. Lloyd . . i uraeoluse . * .
123,80
237.20
137.50
175.00 137 50
201.80
. 148.80
. 49.75
. 86.00
. 65.10
. 96.35
Elektnz. Schlickert . . . Eschweder Bergwerk . . belsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pa kett Uarpener Bergwerk. . . La urahütte >ordd. Lloyd Obeiscbles. Eisen-Iudustrie
Tie Scheu vor dem Arbeitshaus, aglöhner I. Sch. aus Duderstadt wurde durch
Diskonto-Kumms udit. . .
Dresdner Bank . . . .
Kreditaktien
Baltimore- und Ohio-
Kisenlahn.....
Gotthard bahn Lomuaru. Eisenbahn . . Uesterr. Slaaisbunn . . . I'nuee-Heun-Eiseubahu .
25.6U
144.00
118.00
141.40
124.20
237.20
55.70
Reichsanleihe do.
Konsole . . do.
Hessen . . . Oberhessen
61.35
62.10
93 <5
87.30
95.20
120.50 103.50
2O6.7Ö 183.40 116.00 196.C0 212.50 104.00
96.00
82.75
92.50
82.75
91.50
91.50
99.30
99.90
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hörbare k-jiti Enteignung < Mirbach der Posener
Türkenlose
1% Griech. Mouopol-Ani äussere Argentinier o°/0 Mexikaner . . .
4?s7o L-hiueseu . . .
Aktien;
Bochum Guss ....
Buderus E. W. . . . 'lenden-.; behauptet.
Mieriiner Störse, 27. Februar. Antangskurse.
Tasche verschwunden war. Trotz wiederholten Befragens bestritt DlüUer den Diebstahl und flüsterte erst bei der wiederhollen Durchsuchung dein Bestohlenen zu, daß er das Portemonnaie genommen habe. Er gab an, daß er habe einen Spaß machen wollen. Von seiner vorgesetzten Behörde wurde er wegen dieser , iechheit sofort entlassen unö vom Schöffengericht erhielt er
4^“/0 russ.btaatsanl. Ibüu 4>a"/o Japan. Staatsanleihe 1 % Uouv. Türken von 1UU3
Märkte.
-th. Gießen, 27. Febr. Ter gestrige S ch w e i n e m a r k t hatte einen Auftrieb von 250 Stuck Tiere. Tas Gejchäir war schleppend, die Preise etwa die des letzten Marktes. An Menschen fehlte es zwar auf dem Markte nicht, die vom Stande gekommen waren, um sich über die Lage des 'Marktes zu unlerrichlen, aber Rauflust war wenig vorhanden. Die Schwememäster in der Gegend ind im Ankauf von Jungtieren sehr zurückhattend, weil fette Ware nicht hoch steht und daher bet den hochpreisigen Futtermitteln zur- zeit die Viehmast wenig lohnend erjchemk. Gehandelt wurden das Paar bis 5 Wochen alte Ferkel 34—36 Mk., bis 12 Wochen alle Tiere 42- -45 Mk., Läufer je nach Güte zwischen 60—70 Mk.
Gießen, 27. Febr. Vieh markt. Bei dem am 25. und 26. Februar abgehallenen Markte waren ausgelricben 1697 Stück Rindvieh und 238 Schweine. — Der nächste Markt findet am 10. und 11. März statt, am letzteren Tage auch Mrämermarki.
△ Büdingen, 25. Febr. Der heutige Petri in artl war trotz des höchst ungünstigen Schnee- und Regenwellers äußerst stark mit Schweinen, besonders Läufern, befahren. Besonders lieferten die umliegenden Pachlhöfe eme schöne Auswahl an ^änfer- chweinen, die ui 4—5 Wochen zur Blast eingelegt werden können. Händler aus Starkenburg kauften ganze Bestände auf, so daß der Markt nach Verlauf von 4—5 Stunden gänzlich geräumt war. Der Handel ging flott, die Preise bewegten sich über das 'Mittel. Zu 60 bis 65 Mk. gingen schöne Läuierichtveine rasch ab. Für Ferkel war das Weller zu rauh und wareti deshalb solche in kleiner Auswahl zu 'Markt gebracht. — Auch der Rrämermarkt halle sich gegen frühere Jahre zum Vorteil gehoben.
Limburg a. d. Lahn, 26. Febr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro 'Matter. Roter Weizen (nassauischer) 17,30 M., weißer Weizen 00,00 Mk., Lorn 14,25 Alk., Gerste 11,00 Alk., Hafer 8.00 Alk., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 6,00 Mk. .■
PoUMche Tagess<chatt^
Kraetkes Rücktritt?
Wie die Danziger Neuesten Nachrichten au5 parlamentarischen Kreisen erfahren, soll der Rücktritt des Staatssekretärs des Reichspostamtes Kraetke nahe bevorstehen. Als Grund sind die bekannte Audienz der Postdirektoren angegeben, in der Kraetke die Wünsche seiner Beamten brüsk zurück- wies. Die Beamtenbesoldungsvorlage steht vor der Tür, und der Ches einer Verwaltung, der das Vertrauen seiner Beamten nicht besitzt, — und das ist in den "Augen der Blockparteien nach dem Ergebnis der Postdirektorenaudienz im Reichspostamt nicht mehr der Fall — kann der Verabschiedung der Beamtenvorlage nur ein Hindernis sein. Nicht nur den Parteien, auch dem Fürsten Bülow, so schreibt das genannte Blatt, sei es völlig klar, daß es gerade zwischen seinen politischen Gefolgsleuten und dem Neichspoltsekretär zu stürmischen Auseinandersetzungen kommen werde, wenn Herr Kraetke bei der Beratung der Beamtenbesoldungsoorlage als Vertreter der Regierung auftrete.
das Schöffengericht wegen Bettelns zu drei Wochen Haft verurteilt, nach deren Verbüßung er der Lanbespolizeibehörde zur Unterbringung in ein Arbeitshaus überwiesen werden sollte. Gegen diese Maßnahme erhob er Berufung, die Haft will er gerne verbüßen, doch vor dem Arbeitshause graut es ihm. Nach seinen Vorstrafen zu urteilen ist er nicht so harmlos, wie er vor Gericht aussieht, denn neben den Bettelstrasen hat er eine große Anzahl von Strafen wegen Hausfriedensbruch, die er sich anscheinend beim Betteln zuzog. In einem festen ArbeiksverhältniS hat er niemals gestanden, und in der letzten Zeit ist er auch wegen Bettelns bestraft worden, so daß die Voraussetzungen zur lleberweisung vorliegen. Unter diesen Umständen erschien das Arbeitshaus als seine einzige Rettung, weshalb seine Berufung zurückgewlesen wurde.
LrirkvernLäts-NaiHrLchrsn.
ss Marburg, 24. Febr. In der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert sich am nächsten Samstag Dr. phill Oskar Keller mit einer Antrittsvorlesung „Ueber Arznei» nnttelsynthese".
— Man schreibt uns aus München: Als Nachfolger des verstorbenen Geh. Rat v. V o i t (des Vaters des Gießener Direktors der inneren Klinik) auf dem Lehrstuhl der Physiologie an der Münchener Universität sind vorgeschlagen und zwar aequo loco: die ordentlichen Prozessoren Dr. Johannes v. KrieS (Freiburg i. Br.), Dr. Albrecht Kotzet (Heidelberg) und Dr. Otto Frank (Gr eß en). (Ter letztere kam bekannttich von" München zu uns. D. Red.) ,
— hc. Was kosten d i e preutztschen Untversj.
Vier Maurer aus Söhldach im Kreise Frankenberg, die irn Sommer in Westfalen arbeiten, wurden beschuldigt, sich am 3. Pfingsttag, als sie ihre Familien bestlchten, sich nicht an der Feuer. ,v e t) r ü b u n g beteiligt zu haben. Tas Landgericht sprach sie kostenlos frei, weil sie während der Tauer ihrer Arnveseneit in Westfalen nicht als seuerwehrpstichlige Ortsbürger ihrer Heimats- gemeinde zu betrachten feien.
^nbe. Und nun marschieren die Gegner der Boran der Landlord von Sorquitken, Gras
. . 196.70 . . 211.50 . . 25.40 . . 104W . . 146.50
TeüeioniscSie llurstoerdciite Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
FrankSiirter kiör*e, 27. Februar, 1.15 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
- age Gefängnis. Seine heullge Berufung vor ;en Strafkammer wurde kosienfällig verworfen.
^naistsalon Mirz
Seltersweo- 22 I. Etage.
Sonderausstellung Balestrierfs Ungmalgemälde „Beethoven“ nebst zahlreichen .Reproduktionen.
Eintritt 50 Pfg. (<155 •
<ßcrid?t»faal«
sd. Darmstadt, 25. Febr. Der erst kurze Zeit bei der Mainzer Schutzmannschaft tätig gewesene Karl Fr. W. Müller auS Alainz beteiligte sich gelegentlich der im vorigen Herbst hier abgehallenen Schutzmannschule auch an den Hebungen der Sanitäts- kolonne. Er hatte an einem anderen Kollegen eine künstliche Atmung auszujühren, und als er weg war, bemerkte jein Versuchs- obsekt, daß ihm sein Portemonnaie mit ea. Alk. 25 Inhalt aus der
patlanKntarifd?cs*
Berlin, 2u. Febr. Ser ^citiu r enlonbent des Reichstages beschloß heute, tut Plenum zunächst den Erat des Innern und dann den Etat des Auswärtigen und des rtvlonullaMes auf die Tagesordnung zu bringen. Man hofft bis zum Lo. Jcora mit dem Etat ferrig zu werden und Donnerstag oder Freitag vo r P almsonntag in die Ferien zu gehen.
In der Bubgetkommissionb^sReictzStages führte Staatssekretär Dornburg bet der fortgesetzten Beratung des Etats für Ostafrika aus, sein wirtschaifliches Programm fei auch ein kulturelles und ethisches Programm: Pflege der Gerechtigkeit, freunblid?c Heranziehung der Eingeborenen an die deutsche Herrschaft, Erhalrung der Rasse, Förderung ihrer wirtschalflichen Profperitär und ihrer gesundheitlichen Lage und ein freies Walten der Missionen seien erforderlich. Er erhofle durch den wirtschaftlichen Fortschritt auch kulturelle Erfolge. Er hatte es für w i a) t i g , batzmöglichst v ie l r ü ch t i g e D c u t- ich« nach O ft a f r i k a kommen, aber er wifle noch Nicht, ob sie dort leben und sortkommen könnten und könne deshalb von dem Standpunkt der Regierung eine Auswanderung gegenwärtig nicht empfehlen. Gouverneur Rechen berg machte eingcfjenoe Mitteilungen über die Bedeutung der Araber für die Kolonie. Er erklärte, die Erfolge der christlichen Missionen seien nixfjt zu leugnen. Tie Miftwnarc seien ausopierungsvosie Menschen, aber Die Mission müsse mehr von oben nach unten getrieben werden, das heißt das Stam-Nioberhaupr niü|)e zuerst
-t-o Uesterr. Goldrente. . 4V8 % Uesterr. äilberrente
fchiedener Ansicht. Und nunkommtderClou de s Tages, die R e d e B ü l v w s. Langsam! und gemessen beginnt bcrMinistov- präsident mtt einer scharfen Kritik der Sucht der Deutschen, sich allzu ängstlich um das Urteil des Auslandes zu kümmern, auch wo sichs nur ihre rein häuslichen Angelegenheiten handelt. Nach- drüälich weift Fürst Bülow die Einmischung des Auslandes in unsere Angelegenheiten als eine Dreistigkeit zuruck, die nur,durch die Neigung der Deutschen, vor allem Fremden „platt aus dem Bauche zu liegen", erklärt und entschuldigt werde. Nicht die gleiche Zustimmung wie diese Abkanzelung eines veiles unserer Politiker und Publizisten fand im Hause,, was der Letter der preußischen Politik wider die Kommissionsbeschlüsse zu sagen hatte. Eine mttterielle Kritik dieser Beschlüsse im Einzelnen, ersparte sich der Kanzler; nur einen dialektischen Schlager versetzte er der Kommission: Sie hatte die Eitteignung für notwenbig, und im selben Atemzuge mache sie sie unwirksamst Was sei das sür ein heilloser Widerspruch? Eine, wie er selbst zugeftehe, harte Aus- nahmemaftregel dürfe man nur ergreifen, wenn man des vollen Erfolges sicher sei. Tie Kommiftum aber wolle dem Staate >das Odium der Enteignung aufladen und zugleich die Enteignung illusorisch machen! Die stlnttthese zog. Aber das wirksam! Geschütz fuhr Fürst Bülow nach aller Rhetorentaktik erst zuletzt auf. Mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit riästete er einen „Appe. ll an das Berantwortlichkeitsgefühl" des hohen Hauses. Wolle es wirllich die Verantwortung, die schwere Verantwortung auf sich nehmen und Bismarcks Polenpolttik, die die Krone, die Regierung und das aridere Haus entmutig mit der Vorrage fortzusetzen gewillt seien, lahmlegen? Ter Wink mit dem Zaunpfahl, der frettich niemandem überraschend fontmen konnte, verfehlte 3eine Wirkung auf die erlauchten und edlen Herren denn auch nicht, und die Gegner der Vorlage, die noch zu Worte tarnen, — Fuhr. v. Wedel- Biesdorf und die Grafen Häfele- und voii der Schulenburg — verftthren fein läuberlich mit dem Knaben Absalom, genannt Regierung. Herr v. Rheinbaben, der in der P. P.-suite zwischen Regierung und Herrenhausopposition die dritte Partie focht, schnitt nicht übel ab. Er hatte, was ihm nickst oft begegnet, einen guten Tag. stcvch ein Redner tone zu Wort, der Frankfurter Oberbürgermeister A dick es, nm mix Geschick und beträchtlicher Wirkung einen Antrag zu befürworten, der die Regierungsvorlage in allen wesentlichen Punkten wiederherstelle. Ter Zeiger wies auf sechs, und Gras Mirbach hatte namentliche Abstimmung über die Kommst sionsbeschlüsse beantragt. Grund genug für das Haus, die E li t s ch e i d u n g noch h i n a u s z u s ch ie be n. Erst am Donnerstag wird die erste Kammer ihr — vorläufig oder endgültig — letztes Wort zum Eisteignimgsgejetz sprechen. Endgültig, menn, wie es fast den Än>ck>ein hat, die Regierung das Rennen macht, vorläufig, wenn das Haus in der Oppositionsstellung verharrt. Zurückgezogen wird Die Vorlage nicht; wird sie nicht gleich, io wird sie binnen kurzer Frist Gesetz. Tamil muß sich Freund wie Feind abfindbn!
wissen. Aber einmütig wollen sie die Mittel, die oie Vorlage fordert, bewilligen. Nur über - “c Verwendung sind sie ve»
Februar = + 5,5 0 C.
„ = — 1,2 0 C.
vermag trotz der guten Akustik des Saales seine Ausführungen nicht verständlich zu machen. Indes man weiß bald, was dem Gehege seiner Zähne entströmt: im großen und ganzen ist es eine Rekapitulation der Regierungsargu mente, die wir aus der Begründung der Vorlage und aus der jüngsten Tenkschritt gegen die Kvmmissionsbeschiüj,e des Herrenhauses Ter Minister spriclst noch, als der Ehef der Regie- i.ts den Saal betritt. Endlich hat der un-
Stimmungsbild aus dem preuh. herrenhause.
Berlin, 26. Februar.
Das stereothpe Bild eines „großen Tages": die Tribünen so dicht besetzt, daß der berühmte Apfel buchftäolich nicht hätte zur Erde fallen können; in der Hofloge der Kronprinz, dem bald nach Beginn der Sitzung der Präsident des anderen Hauses, Herr v. Kröcher, sich als parlamentarischer Cicerone zur Verfügung fteltte, und unten im Saale das seltene Bild eines fast vollzähligen Hauses. Ein paar geschäftliche Mitteilungen des Präsidenten gehen in der Unruhe der ersten Minuten verloren. Tann betritt unter lautlosem Schweigen Herr v. Burgsdorfs als Berichterstatter der Immission die Roftra. Er spricht knapp, aber erschöpfend. Kaum hat er geendet, da erhebt sich oer Landw irt>- schaftsminister zu einem langen Plaidoyer für das Enteignungswerk der Regierung. Auch Herrn v. Arnim lauscht das gewaltige Audiiorium mit gespannter Aufmerksamkeit. Aber Dias leise Organ des Nachfolgers des Bassisten Pod
.... - Geschäfts-Empfehlungen
il Al ar bürg, 24. Febr. Eme Frage, die besonders Feuer- 1 * — . J „ 6 I. .
1 wehrrnänner angeht, wurde heute vom Landgericht entschieden, hetett billigst vruyl'lche rimversjtatz-Druüerei. ©leßen.
Wegen Gotteslästerung.
In einer Wirtschaft zu Merkenfritz ließ sich der Schreinergeselle A. D. ans Danzig in beschimpfender Weise so über Gott aus, so daß die übrigen Gäste daran Aergernis nahmen. Er entschuldigt sich mit sinnloser Trunkenheit, bestreitet jedoch die unflätigen Aeußerungen nicht, und glaubt durch eine Mitteilung, daß ein Mann aus der dortigen Gegend wegen Gotteslästerung steckbrieflich verfolgt wird, dazu veranlaßt worden zu sein. )iach den Feststellungen war seine Trunkesthett doch nicht so hochgradig, daß seine Strafbarkeit ausgesckstossen wäre. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt, worauf drei Wochen Untersuchungshaft angerechnel werden.
(Üicfeener Strafkammer.
0 Gießen, 25. Febr. Diebstahl und Unterschlagung.
Im vorigen Jahr kam die vielfach bestrafte Wäscherin K. W. aus Wenkbach mtt einem Schneidergesellen, den sie sür ihren Ehemann ausgab, in eine hiesige Wirtschaft, um ein Zimmer zu mieten. Sie half in der Haushaltung mit und erwarb so das Vertrauen der Haus flau, daß sie chr zu allem Zutritt gestattete, unb ihr die Schlüssel zu den Schränken überließ. Als nach einiger Zeit ihr angeblicher Ehemann anderswo Arbeit nahm, ließ sie sich einen Koffer unb einen Korb von ber Wirtin zum Fortbringen ihrer Sachen geben. Bon dieser Zeit an war sie verschwuiiben, unb die Frau gewahrte, daß ihr außer einem Gelbbetrag von 180 Mk. eine große Anzahl Wäschestücke fehlten. Es beburjte einer längeren Fahndung, bis man ihrer in Wiesbaden habhaft wurde, wo sie sich unangemeldet, in wilder Ehe lebend, aufhielt. Bei einer Haussuchung fand man eine Anzahl der gestohlenen. Wäschestücke, sowie Korb und Kofser vor. Sie war nur insoweit geständig als die Gegenstände bei ihr gefunden wurden; mehr war ihr auch nicht nachzuweisen, da die übrigen Sachen und das fehlende Geld auch von anderer Seite gestohlen worden sein konnte. Sie wurde wegen Diebstahls.unb Unterschlagung zu einem Jahr brei Wochen Gefängnis, abzüglich brei Wochen Untersuchungshaft, verurteilt.
Der Streit der Fuhrleute.
Zu Bad-Nauheim gerieten die Fuhrleute K. P. aus Luisendorf und F. M. aus Wichern in Streit. Nachdem sie sich geohrfeigt hatten, rauften sie sich und fielen zur Erde. Schließlich bearbeiteten sie sich gegenseitig mit ihren Peitschen, unb M. brachte seinem Gegner noch einige Verletzungen an Kopf, Schultern unb Armen mit einem Eisbrecher bei. Es erging gegen sie Anklage wegen gegenseitiger Körperverletzung, und bas Schöffengericht verurteilte P. zu zwei unb M. zu vier Wochen Gefängnis. Letzterer beruhigte sich bei der Strase und P. erhob Berufung, indem er Notwehr vorschützte. In der Berufungsinstanz wurde festgeftellt, daß M. im Verlaufe des Strettes Ausdrücke gebraucht hatte, die eine große Rauflust erkennen ließen, während P. mehrfach bat, ihn doch in Ruhe zu lassen. Auch ber Umstand, daß P. schwerere Verletzungen davongetragen hat als sein Gegner, ließ eine Notwehr wahrscheinlich erscheinen. Da von
Waren Sie firanV
Fühlen Sie sich matt, elend, i.iübe, ist App^.,..mangel oownbeit ufw~ dann trinken Sie anstatt Kaffee, Tee usw. eine Zetttang Biotop das beste und billigte bluterzeugende Kräftigungsmittel. Oft Iwi'u nach wenigen Tagen macht ucb die ivohltatige Wirkung un «<= gemeinbefmben bemerkbar. Erhältlich das halbe Kilo 3 Mark m Apotheken und Drogerien. bw/c.
gewonnen werden. ° . . L .
Tw Denrichrift z nr Mädche ns chulre so r m wird m etwa 14 Tagen den Abgeordneten zugehen.
In der Bnd g e tko mmis sio n des Abgeordnetenhauses wurde heute das E r t r a o r d i n a r i u m b e s Eisen- bahnetats bewilligt unb der Baubericht durch Annahme erledigt.
parlamentarisches ans He??esr»
R. V. a r in |i a ü t, iso. §evr. -ter 4. zi u y । uj u (> ber Zweiten Kammer tagte heute in Anwesenheit ber Herren Minister Braun unb Geh. Rat Dr. E i s e n h u t h unb beschäftigte sich zuerst mit dem Antrag Ulrich betr. die Ueber- nahme ber Volksschullasten auf ben otaat. Die Regierung hatte eine vergleichende Zusammenstellung der durch Uedernahme der gesamten Volksschullasten auf ben Staat zuzüglich der von den Gemeinden zu leisteiiden Eitt- unb Belastungen gegeben; biese Berechnung weicht aber in ben einzelnen Ziffern |o auffällig von einer gleichen Zusammenstellung ab, die dem 31. Landtag gemacht worden war, baß der Ausschutz beschloß, die Regierung um eine nochmalige Prüfung ber Zusammenstellung zu ersuchen. Während nämlich nach ber früheren Zusammenstellung z. B. bie Provinz Rheinhessen 547 877 Mk. zu zahlen hätte, lohte die Belastung nach der neuen Zusammenstellung nur 73 043 Mk. betragen. Die Provinz Oberhessen, bie nach der alten Tabelle um 77 020 Mk. entlastet würde, sollte nach der neuen um 277 675 Mk. belastet werden. — Der Ausschutz beschäftigte sich bann weiter mit dem Antrag Müller-Dr. G l ä s s in g betr. bie Revision ber allgemeinen Bauordnung. Der Ausschuß will im wesentlichen den Art. 21 der Bauordnung revidiert wissen, unb verlangt, daß, sobald eine neue Straße angelegt wirb, bie Anlieger, einerlei, ob die Grundstücke bebaut oder unbebaut sind, zu ben Skraßenbaukoften mit herangezogen werden, die eventt. auch gestundet werden können. Weiter verlangt der Antrag, daß auch die Kosten für Durchbrüche von Straßen gegebenenfalls auf die Straßenbaukosten geschlagen und zum Teil mit von den Anliegern getragen werden. Der Antrag will außerdem eine Abänderung dahin veranlassen, daß bie Anlieger, die bisher nur zu den Kosten von rechts und links für je 8 Meter, also für 16 Meter Brette herangczogen werden, in Zukunft bis zu 24 Meter Brette in Anspruch genommen werden dürfen. Die Negierung erklärte sich im Prinzip mit dem Antrag einverstanden. Die jetzige Bauordnung sei sehr revisionsbedürftig; es müsse jedoch bezüglich der Wünsche dieses Antrags ein Untenchied gemacht werden zwischen ben Verhältnissen in Stabt und Pand. Diese Bestimmungen ließen sich auch nur fakultativ unb zwar burch Ortsstatut einführen. Abg. Dr. Gläs- (in g führte aus, daß sein Anttag auch in diesem Sinne, gemeint sei; er solle besonders den Zweck verfolgen, die Grundstücksspekulation zu treffen. Eine Regelung dieser Materie dürfe nicht auf die lange Bank geschoben ^werden, etwa bis zur Revision der allgemeinen Bauordnung. Wetter gab der Antragsteller eine eingehende Darlegung über seine Erfahrungen aus diesem Gebiete in der Darmstädter Stadtverwaltung. Ter Ausschuß schloß sich im allgemeinen den Ansichten des Anttagstellers an und wird demnächst mit der Regierung über die Sache weitere Beratung pflegen.
täten? 17091942 Alk. betragen die Geiainlausgaben der zehn preußischen Uniuerfitäteii unb des Lheeuin Hosianunr in Brauns- berg nach den Etats für das Etatsjahr 1908, gegen 16 647 2v8 Alk. im Vorjahre. Auf bie einzelnen Universitäten verteilen sich die Geiamtausgaben wie folgt: Berlin 4140 269 Mark, Breslau 888 501 ililf., Halle 1835 559 Mk., Bonn 1652 926 Mk., Kiel _ 584 644 Alk., Göttingen 1589 207 Mk., Königsberg 1 448 590 Alk., Greifswald 1213 984 Alk., Marburg 1 168 123 Mk., Münster
-- bringt er ebenso wenig vor, wie nach ihm . . . urgermeister Wilms unö ber greise Freiherr
iJL Lusiuo; )ie olle wollen ans ethisi;en, poi^tsil.en, i/rcHii- ■ ’ und verfassungsrcchtiin n Gründen v.>n ber Enteignung
Februar 1908
Barometer nui 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
nzzölsipnsF | aaijupjß
Windrichtung
Windstärke
Wetter
26.
Q 26
746,0
4,6
4,8
76
W
2
Sonnenschein
26.
9«
745,6
2,6
2,6
5,1
93
WSW
2
Bed. Himmel
27.
?26
742,3
5,1
93
SW
2
stiegen


