Ausgabe 
22.12.1908 Erstes Blatt
 
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sicil. Hasei-ftüsse per Pfd. 35 und 45 Pfg.

Baum-zreizen per Karton 28 und 35 Pfg. etzte Stemii-Bmikerzcll per Karton 45 Pfg. [as/n

Gebr. Berdux

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Todes-?tn;eige.

Verwandten, iSreimben und Bekannten die traurige SDhtieilimg, das; nach langen, schweren Leiden unser unverg. Krnd Glisaveth .

ün noch nicht vollendeten 2. Lebellsjahrc heute Nacht sanft entschlasen ist. Um stille Teilnahme bitten

Die trauernden vinterblrcbenen:

i. d. '.Rainen Mich. Stein, Postschapner. _

Sieben, Jriedrichstr. 7 L, d. 22. Dezbr. 1908. 7215

Verwandten, Freunden und Bekannten die tiettraurige Mitteilung, dass unsere innigstgeliebte, unvergessliche Gattin, Tochter, Schwiegertochter und Schwägerin Frau Anna Hönig geb. Feldhaus

nach schwerem Leiden heute nachmittag 2 Uhr sanft entschlafen ist.

Um stilles Beileid bitten *

Die trauernden Hinterbliebenen.

Giessen (Frankfurter Strasse 23), Merlau, den 21 Dezember 1908.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. [7212

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Bekanntmachung.

In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: 1. Die Firma Carl Schunck zu Gießen. 2. bezüglich der Firma Wilhelm Schmidt, früherer Teilhaber der Firma Liebrichs Nachfolger zu Gießen: Das Geschäft ist auf den Kaufmann Carl Schunck in Gießen übergegangen, der das­selbe unter der btsherigen Firma meitersührt. Der Ueber- gang der in dem Betriebe de§ Geschäfts begründeten Ver­bindlichkeiten und Forderungen ist bet dem Erwerbe des Geschäfts durch Carl Schunck ausgeschloffen worden.

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Das Urteil im Prozcst Klarcnaar.

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.hoffentlich gelingt es dem deuttchcn Techmkerverband, früh­zeitig dahin wirken zu können, daß die Nachteile, die dem Tecl)- niker jetzt noch bei der sozialen Gesetzgebung zuteil werden, zu­künftig aus der Gesetzgebung ferrrgehalton werden,

Ter zahlreiche Besuch des Abends dankte dem Redner lebhaft für das anschaulich entwickelte Bild über die soziale Gesetzgebung.

Tiefes Thema, welches als trocken verrufen ist, zeigte dcc Arbeitsgrößc unserer Gesetzgebung in wirklich fesselnd schöner Weise.

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Gebot stehenden Mitteln erstrebten Densions- imd Sinterblu:b2nen- versicherungs der Privatbeamten erhalten. Daß eine solche Ver- sichcrung über das Alaß der jetzigen Leishmgeu der Jnvaltden- Versicherung hinausgehen muß, darüber ilt man sich iebenfalls klar qcworben, auch ebenso darüber, daß von Arbertgebern rote Aw- qcstcllten hierfür sernerhtn beträchtliche Beitragsletpungen ge­fordert werden. Es wird daher Aufgabe der gesetzgebenden Fak- toren sein, durch erttsprechend höhere Rcichszuschüffe das Zukuntts- bild derart zu gestalten, daß nicht eine allgemeine Uitzufriedenhett an die Stelle der freudigen .Hoffnung tritt. Der Prwatbeamte 'ann vermöge seiner seither eingenommenen soztalen Stellung nicht plötzlich nach eingetretener Krankhett rc. mit einer so ge­ringen Rente existieren, wie sie die jetzige Geietzgebung trorfieht. (St muß nach eingetretener Invalidität feiner seitherigen sozialen Stellung entsprechend für seine und seiner Angehörigen Lebens­haltung mehr aufwenden, als der gewöhnliche Arbeiter., Wälzend der Arbeiter bei ftühzeitig eintretender Invalidität am dem all­gemeinen Arbcitsmarkt sich sehr viel leichter noch betätigen kann, ist der Privatbeamte dazu wohl kaum in der Lage, ©eine ,eit- bertgen gesellschasllichen Verpflichtungen, die er meist schon im Interesse seines Arbeitgebers ausüben mußte, haben es wohl vielfach nut sich gebracht, daß er gar keine Beschäftigung, die seiner Qualisikation entspricht, findet, während dem Arbeiter lolcpe reichlich zur Verfügung steht. Aus diesen Gründen fit, für die Prioatbeamtcnversicherung unbedingt die Berussinvalidität zu be­rücksichtigen und nicht die allgemeine Invalidität.

Ter jetzt den Techniker mit bis zu 3000 M. Einkommen einbegreisenden Unfallversicherung hasten aud) noch Fehler an, die den Techniker stets in Nachteil gegenüber dem Arbeiter bringt. Während der Arbeiter bis zu jedem der Wirklichkeit entspred^nden beliebig hohen Einkommeii versichert ist, ist dies nur bei den Technikern mit unter 3000 M. Einkommen der Fall. Weiter ist es eine große Härte, daß nach § 10 I G. U. V. G. der 1500 M. übersteigende Jahresarbeitsverdienst nur mit einem Drittel in Anrechnung kommt. Bei eintretender voller Erroerbsunfahigkeit wird ein Arbeiter mit 1500 M. Jahresarbeitsverdienst 1000 M.

(DrigiiiabDrniytmclOuitßcn«

Prag, 22. Dez. Gestern abend ist hier der ehemalige O b e r l a n d m a r s ch a l l von Bifi;men, Fürst L o b k o w i tz, nach kurzem Leiden im 74. Lebensjahre gestorben. Er war eine der hervorragendsten Persönlichkeiten Böhmens und spielte in den Politiken Kkimpsen der letzten Jahrzehnte eine große Jfistle.

Wien, 22. Dez. Der Acu.n yr.ivii '43tehe iutrü aus Lon­don gemeldet, daß die in Aussicht gonommeiie Reise des eng­lischen Königs Paares nad, Berlin als aus gege­ben gelte. Jedoch soll die Ursao ' nicht in dem Gesinidheitszu- stände des Königs, sondern in den Berliner Lerhält- nissen liegen. , _

Petersburg, 22. Dez. Wie hier verlautet, wurden denv- nächst im Einverständnis mit England russische! Truppen das persische Gebiet von Aserbeidschan beferen.

Konstantinopel, 22. Dez. Der osterrcichiich-ungarische Botschafier erschien gestern aus der Pwrte und überbrachte die Zustimmung L e st e r r e i ch s z u d e r t ü r k i s ch c n F o r d tung auf Zahlung einer größeren Summe, jedoch unter der Bedingung, daß die Summe nicht als Part Eontributive gelte. Hierdurch ist die Piöglichkeit, für die türkisd)-bulgarischen Berhandlungen einen Präzeoenz^all au,zu,teilen, ausgeichaltet.

L i s i a o o n, -D.z. 'Jtau> lungeren i<ntethanolungen hat Leirao die Kabinettsbildung aus gegeben.

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In der großen StaatSbibliothekBiktorE manu eis wurde ein Einbruch verübt. Tie Diebe öffneten den eisernen K a s s e n s ch r a n k, dem sie 14 000 Lire entnahmen. Ihre Absicht, auch die antiken Schmuckstücke zu rauben, mißlang, da sie durch die Frau des Direktors gestört roiubcn.

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