schlusses' vom Hanptveroand in ben zu grüinbenbTit' üfiterberbänbfn erblickt luitb, weil damit ein intensiveres Wirken in den einzelnen Gebieten ermöglicht werden kann, so ist beabsichtigt, für das Elsaß, Baden, Hessen, Hessen-Nassau und die bayerische Pfalz einen Unterverband für Südwestdeutschland zu gründen, der dem HauPt- verbande als korporatives Mitglied beitritt. Alle Betriebskrankenkassen, auch die flejnftcn, sollten geschlossen, hinter dem Verbände stehen.
Nach kurzer Debatte wurde zur Beratung der Satzungen geschritten. Sitz des Verbandes ist Mannheim. In den Vorstand wurden u. a. gewählt: Geh. Rat Schlumberger, Mühlhausen i. E., .Vertreter der Textilindustrie; Justizrat Hauser, Höchst, chemische Industrie; Krieghoff, Worms, Lederindustrie; Harth, Darmstadt, staatliche Betriebskrankenkassen; Martini, Bammen- thal, Papierindustrie; Zellswffabrik Waldhof und Buderussche Eisenwerke Wetzlar (die Herren werden rwch bestimmt).
Gerichtssaall.
Eetinje, 28. Juni. Gestern wurde in denr Prozeß wegen des im November 1907 gegen den Fürsten gerichteten anarchistischen Anschlages das Urteil gefällt. Von den anwesenden Angeklagten wurden zwei zum Tode verurteilt. In contumaciam wurden zum Tode verurteilt Bosowitsch, der Präsident der montenegrinischen Universitäts-Jugend, sowie drei andere Angeklagte. Eine Anzahl weiterer Angeklagter wurde zu sechs- jäljrigem bis lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, darunter der AngeUagte Raykowitsch, bei dem man Bomben gefunden hatte. Drei Angeklagte erhielten Gefängnis strafen von zwei bis zu zehn Jahren, die übrigen drei wurden freigesprochen.
deL Föaücnspcrson verhafteten ist einer beteits' 14 ma^kwrkestraft. Er und seine Genossen gestunden ein, die Statuette der Göttin Isis und andere antike Kunstgegenstände unter weiten Mänteln weg- getragen zu haben, während der Saaldiener schlief. Es besteht Aussicht, die gestohlenen Gegenstände ausfindig zu machen.
In der ungar. Ortschaft Madorsa sind 200 Häuser abgebrannt, darunter das Gemeindehaus imd die Schule. Eine Frau fand den Erstickungstod.
In N e w y o r k wurde bei einem Zusammenstoßzweier Züge auf der Hochbahn ein Teil eines Wagens zerstört, der in den Schienen hängen blieb. 12 Personen wurden verletzt.
Spielplan der vereinigten zranksurter Stadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 30. Juni*): „Oberon." Mittwoch den 1. Juli, abends halb 8 Uhr: „Die lustige Witwe." Donnerstag den 2. Juli: Letzte Vorstellung vor den Ferien: „Margarethe."
Schauspielhaus.
Dienstag den 30. Ium*): „Anna Karenina/ Mittwoch den 1. Juil: „Kriemhilds Rache." Donnerstag den 2. Juli, abends halb 8 Uhr: „Bei uns da drüben." Freitag den 3. Juli: „Kriemhilds Rache". Samstag den 4. Juli: „All-Heidelberg." Sonntag den 5. Juli: „Minna von Barnhelm." Montag den 6. Juli: „Mein Leopold." Dienstag ben 7. Juli: Zum ersten Dta le: „Pari a." Ein Akt von S t r i n d b e r g. Hierauf z n m e r st c n Ata le: „Der Schrittmacher." Lustspicl in 3 Akten von Belitschko. Mittwoch den 8. Juli: „Paria." Hierauf: „Ter Schrittmacher."
•) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Märkte.
ic. Frankfurt a. M., 29. Jiini. (Orig.-Telcgr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frnchtm arktp re is e. Weizen Alk. 20.75-21.00, Kurhessischcr Mk. 20.75-21.00, La Plata Mk. 23.80—24.25, Kansas Mk. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Mk. 19.75—19.75 Gerste (Wetterauer) Mk. 20.75—21.75, Franten- selder Mk. 21.00—22.50, Haler 16.75—17.50, Mais Mk. 15.90—16.00. Weizenmehl Alk. 80.00—30.50, 00—00, 2. Qualität Mk. 29.00 bis Mk. 29.50, 3. Qualität Mk. 27.00—28.00, Roggenmehl o
Mk. 29.75—30.00,1.Qualität Mk. 28.75—29.00, Weizenklele Alk. 10.75 bis Mk. 11.00, Roggenkteie Alk. 19.75—12.00, Maiskeime Mk. 12.90 bis Alk. 13.10, Franken, Pfälzer, Ried Alk.60.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
ic. Frankfurt a. M., 29. Juni. (Telegr. Orig.-Vericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e h m a r k t- preise. Zum Verkaufe standen: 478 Ochsen, 88 ans Oesterreich 62 Bullen, u ans Oesterreich, 800 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 330 Kälber, 202 Schafe und Hammel, 1630 Schweine, 4 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 78—80 Alk., 2. Qualität 70—74 Alk., 3. Qualität 61—64 Mk.; Bullen: 1. Qual. 69—71, 2. Qual. 64-66; Kühe 1. Qualität 74-76 'Mk., 2. Qual. 64—66 Alk., 3. Qual. 46—48 'Mk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pslmd Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 94 dis 96 Psg., Lebendgewicht 55—57 Psg., 2. Qualität 85—92 Pfg., Lebendgeivicht 50 — 54 Psg., Schlachtgcw. 70—74 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 82 bis 00 Pfg., 2. Qual. 64—66 Psg. Schweine: 1. Qual. 63—64 Pf., Lebendgewicht 49,0—50 Pf., 2. Qual. 62—00 Pf., Lebendgewicht 48,5-00 Psg., 3. Qual. 54—56 Pfg., Lebendgewicht 00—UO Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ucbersland unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fein Ueberstand.
Gießener Wetterdienst.
BoranSsichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 30. Juni: Heiter, trocken und ivarni.
Müller'schc Badeanstalt.
W a s s e r w ä r in e der Lahn 18 °E.
Griginal-Drahtmeldrrirgen.
R. B. Worms, 29. Juni. Heute vormittag begann hier der 15. Delegiertentag des Verbandes deutscher Jour- nalisten - und Schrift st ellervereine. Es waren, dazu 6 Delegierte mit zusammen 105 Stimmen vertreten. Zum Vorsitzenden wurde Vollrath- Berlin gewählt. Im SJtonten der Staatsregierung begrüßte Ministerialrat B c st die Versammlung, indem er u. a. bemerkte, daß die hessische Regierung ein freies Wort in Rede und Schrift zu schätzen wisse. Im Namen der Stadt sprach Oberbürgermeister K ö h l e r, für den Mainzer und Darmstadter Journalisten- verein Oberstleutnant a. D. G a d und für den Landesverband hessischer Zeitungsredalteure Tr. Wald äst e l-Darmstadt. Aus dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß der Verband 31 Vereine mit 2914 Mitgliedern zählt. Gegen mittag begann die Verhandlung über verschiedene Fachfragen.
M ü l h a u s e n (Els.), 28. Juni. Bei den Gemeinderatswahlen sind sämtliche 31 Kandidaten der bürgerlichen Liste gewählt worden. Es wurde kein Sozialdemokat gewählt.
Eolmar (Els.), 28. Juni. Bei den hiesigen Gemeinderatswahlen hat die k l e r i k a l - d e in o k r a t i s ch e Liste gesiegt.
Täbris, 28. Juni. (Petersb. Tel.-Ag.) Von gestern abend bis heute mittag dauerte das Schießen an. Der Pöbel, in dessen Händen die Macktt ist, plünderte das Arsenal und nahm Gewehre uno Patronen an sich. Die Greueln beantworteten die Revolutionäre damit, daß fie den in ihren Händen befindlichen Bruder eines einflußreichen Muschteidan grausam töteten. Die Lage der Stadt wird kritischer. Tie Bazare bleiben geschlossen.
Das Geheimnis des schönen Teints vieler Frauen und Mächden beruht einzig und allein auf der lägt. Anwendung der Myrrholin - Seife mit ihren eigenen. Wirkung auf die Haut wie sie eben keine andere Toiletteseife besitzt. b8/i
Universitäts-Nachrichten.
— Erlanger Ehrendoktoren. Aus Anlaß der Hundertjahrfeier der physikalischen-medizinischen Sozietät in Erlangen wurden zu Ehrendoktoren ernannt: Jos. Bequerel-Paris, EurtiuS-Heidelberg, Hursley-London, v. Leube-Würzburg, v. Kries- Freiburg. Zu Ehrenmitgliedern wurden u. a. ernannt: Die Königin-Mutter von General Graf Zeppelin, Geheimräte Ehrlich- Frankfurt a. M. und Erb-Heidelberg, Professor Buchner-Berlin. Korrespondierende Mitglieder werden u. a.: Tie Geheimräte Bier-Berlin und Holusel-Marburg.
Vermochte».
• ©in Renkontre zwischen dem Kriegsminister v. Einem und dem Grafen Zeppeltn bei Gelegenheit des jüngsten Aufstieges des Zeppelinschen Luftschiffes erregt einiges Aufsehen. Es ist allerdings alsbald aufgeklärt und beigelegt worden. Graf Zeppelin telegraphierte dem „B. T.": „Kriegs- munster v. Einem, dessen Vertrauen zu meinem Unternehmen die Durchführung ermöglichte, hat noch voe unserer Trennung in Manzell erkannt, daß er einem vor mir gebrauchten Ausdrucke eine ganz irrtümliche, für ihn allerdings verletzend erscheinende Beziehung gegeben hatte."
* Säbelduell. In der Nähe von Pontarlier fand ein Säbelduell zwischen dem russischen G e ii e r a l S ch Ni l d o f f und dem ehemaligen französischen Konsul Dubreul statt. Benn dritten Gang wurde Dubreuil sehr schwer verwundet. General Schmidosf fuhr sofort nach dem Duell mittels Automobil in uii- bekannter Richtung davon.
Kleine Tageschronik.
Bei dem aits Atilaß des 200 jährigen Jubiläums der „Hal- l i s ch e n Zeitung" veranstalteten Festakt überreichte Regierungs präsideiit Frhr. v. d. Recke dem Verleger Thiele den Roten Adlerorden 4. Kl., dem 1. Redakteur Dr. Gebensleben den Kroiienordeti 4.Kl.
In L a n d. 2 b e r g a. d. W. wurde eine Frati nebst ihren beiden Kindern durch Beilhiebe getötet aiifgefundeti. Als vernieüitlicher Täter wurde der Ehemann verhaftet.
Der Ehef der Wafierifabrtk Mauser in Oberndorf, Geh. Kommerzienrat Paul 'Mauser, hat aus Anlaß seines 70. Geburtstages der Pensioitskasse der A r b e i t e r f ch a f t z w a n z i g- tau send Mark gestiftet; die Witweir voti Arbeiterti erhielten eine doppelte Monatspension.
In Harzburg wurde das Hotel Viktoria vollständig eingeäschert.
Arn E i g e r im Berner Oberland ist ein Bergsteiger aus Luzern durch Steinschlag heruntergeschleudert worden und hat lebensgefährliche Verletzungen davongetragen.
In Paris wurden bei der Verhaftung einer Frauensperson Spuren des im Vorjahre tm Louvre-Museum begangenen Die b sta hls entdeckt. Von den drei infolge der Aeußerungen
EingesanSL.
Gießen -Nord!
Wir sind dem Einsender des „Eingesandt" in Nr. 147 des Gießener A n z. recht dankbar dafür, daß er uns dazu hilft, die Diskussion über ben von uns berührten wunden Punkt im Gießener Verkehrsleben fortzusetzen und begrüßen ihn habet in diesem Sinne als einen „Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft."
Wahrhaft gerührt hat es uns, daß er dabei den „ollen, ehrlichen" preußischen Fiskus an sein liebendes Herz drückt in einer Weise, daß man fast glauben könnte, er sei mit ihm verwandt oder verschwägert.
Denn dieses holde Kind wird trotz seiner (des Einsenders) Mohrenwäsche von vielen Leuten nicht für „engelrein" betrachtet, dazu hat es nun einmal schon zu viel auf dem Kerbholz.
Also, der von Edelmut entbrannte Fiskus nimmt „lediglich das Interesse der (in seinen Augen wohl noch unmündigen) Stadt Gießen wahr", selbst wenn er sich, wie hier, zu dem Geständnis gedrängt sieht, daß er stets darauf bedacht ist, sich Betriebsschwierigkeiten (soll wohl heißen: Arbeit!) zu ersparen.
Der einstimmige Beschluß der Stadtverordnetenversammlung, die wiederholten Vorstellungen der Handelskammer, die fortgesetzten Bemühungen eines großen Teils der Bürgerschaft machen auf den guten Fiskus gar keinen Eindruck.
Er muß es ja besser wissen, was den Kindern gut ist!
Ihn sollten sie schon zum Kurator wählen!
Was nun den wohlausgefonnenen, verflucht gescheiten Gedanken der Verquickung der Haltestellefrage mit der elektrischen Straßenbahn betrifft, so bedanken sich betroffenen Bürgerkreise dafür, von diesem Zahnkünstler den falschen Zahn gezogen zu bekommen.
Gewiß drängt die Entwickelung Gießens zur Umwandlung des „Omnibus" in eine elektrische Straßenbahn, die wir auch mit allen Mitteln erstreben.
Dieselbe bat jedoch mit unseren gegenwärtig zur Diskussion stehenden auf Hebung des Verkehrs und Erhaltung des Jm- mobilienwertes im nordöstlichen Bezirk und Wieseck gerichteten, berechtigten Wünschen gar üichlts zu tun.
Daß die Bürgerschaft der an sich schon so stiefmütterlich behandelten Stadtteile auch noch besonders bluten soll für die Rentabilität der künftigen „Elekirischen", ist eine Insinuation, deren Cynismus aus derselben Höhe steht, wie das dem Einsender unterlaufene fatale Ziedebild von der W u r st u n d der Speckseite. Hier zeigt sich das wahre Herz dieses edeln Menschenfreundes!
Also für ihn und seine Schützlinge Speck, für uns und unseren Stadtteil trocken Brot und Wurst!
Na, geben Sie acht, Vcrehrtester! daß wir Ihnen den Speck nicht versalzen!
Todes-Anzeige.
Samstag Abend verschied plötzlich und unerwartet unser lieber guter Mann, Vater, Schwiegervater und Großvater
Wilhelm Seng,
Werkmeister
im 66. Lebensjahr.
Um stille Teilnahme bitten
Die trauernden Hinterbliebenen.
Familie Seng.
Familie Insel.
Gießen, Aliceftr. Nr. 14, den 29. Juni 1908.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 30. Juni, nachmittags y24 Uhr
von der Kapelle des neuen Friedhof aus statt. 3978
meister
Der
Gießen, den 29. Juni 1908
Nachruf.
SamStag, den 27. l. Mts. verschied plötzlich mein treuer Werk-
und hat in dieser Zeit mit unermüdlichem Fleiß, seltener Treue und Gewissenhaftigkeit seine Pflicht getan, so daß sein Andenken ein unvergeßliches bleiben wird. 3975
Ed. Silbereisen.
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T {.ÄS
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I-'vW-i;
Namen
Stein,
Giessen,
Frau Johannes
Worms, Alsfeld, Gießen, den
i 1908.
trauernden Hinterbliebenen;
sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Groth (Rödgen), sagen innigsten Dank 3977
Die trauernden Hinterbliebenen.
Für die wohltuende, herzliche Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer lieben Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
7ür die bei unserem schweren Verluste bewiesene h Teilnahme sprechen wir unseren innigsten Dank aus.


