Uhr abends.
d.
Tr. Vogt.
ten auch außerhalb des Rahmens der freien
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feiten derjenigen, die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit pre- los sei. Dieser Nachweis ist vollkommen gelungen durch den Hin-
digcn, angetan wird Wenn die Freie Vereinigung deutscher weis daraus, daß für sämtliche umliegenden Dörfer andere Rampen
Gewerkschaften zurzeit nicht in der Lage ist, ein eigenes tag- näher und bequemer zu erreichen seien, als die geplante.^ Auch liches Mmpsorgan zu schaffen, so verpflichten sich sämtliche Grüningen wird irack) wie vor vorteilhafter auf ebener Straße nach
Angehörige der, der Freien Vereinigung deutscher Gewerk- Langgöns fahren, als asuf vielen Windungen. über einen hohen
schäften angehövenden Organisationen, diesen Plan nicht aus | rg nach der geplanten Rampe. Die neu zu erbauende Rampe
mich aufrrchlig gciveut.
Butzba d), 25. Januar 1908.
88 «gegen 48 Stimmen abgelehnt.
Für die Auflösung stimmten folgende Organisationen: Vereinig der Maurer Deutschlands. Bereinigung der Zimmerer Deutschland, Vereinigung der Bauarbeiter, die Staaker, die Isolierer und der Verband der Isolierer, die Steinholzleger. Bei den Metallarl»itern stimmt Wiesent Hal für Auflösung, zwei Delegierte enthielten sich der Stimme; die Schiffbauer und die Vereinigung ber Schiffbauer stimmen ebenfalls für die Auflösung. Nach Verkündigung des Resultats gibt Gehl-Berlin im Auftrage der Einigungsfreunde folgende Erklärung ab: „In Bezug auf den Beschluß des Kongresses, der die notwendig gewordene Zusammenfassung der Kräfte der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter im Kampfe zwischen Kapital und Arbeit verhindert und somit das Fortbestehen der Freien Bereinigung der Gewerkschaften ermöglichen will, sind die unterzeichneten Delegierten gezwungen, den Kongreß zu verlassen unddie bisherige Verbindung mitde-r legitimen Leitung dieser gewerkschaftlichen Richtung aus folgenden Gründen zu lösen: Die politische Entwickelung der Freien, Bereinigung der Gewerkschaften nach dem 7. Kongreß 1906 läßt klar erkennen, daß sie im Gegensatz zu ihrem Programm einen Weg eingeschlagen hat, der sie mit Sicherheit dem Syndikalismus bezw. Anarchismus weiter entgegenführt. (Hu!Hu.'-Rufe.)
Diese Entwicklung wird logischerweise die Verschärfung und Erbitterung des Kampfes der zurückbleibenden Vertreter und Organe der Freien Vereinigung der Gewerkschaften gegen die sozialdemokratische Partei und ihre Taktik im Kampfe gegen die herrschenden Gewalten zur Folge haben, den die Unterzeichner dieser Erklärung, ihrer Ueberzeugnng gemäß, auf keinen Fall mitmachen können und wollen. Tic unterzeichneten Delegierten ziehen es deshalb vor, unter Wahrung ihrer politischen Grundsätze, die im Einklang stehen mit dem bisherigen Programm deutscher Gewerkschaften und dem der sozialdemorratischen Partei Deutschlands, dahin zu wirken, daß die Mitglieder ihrer Organisation sich derjenigen Gewerkschaft ansckstießen, die mit der sozialdemokratischen Partei gemeinsam den Emanzipations'kamps d:r Arbeiter führen will unD Sie Beschlüsse der Parteitage und der Internationalen Kongresse als für sie bindend erkennt. Wir verlassen den 8. Kongreß [, auch ferner treu zum Sozialismus zu halten,
und) den Satzungen des Landesverbandes obliegt, besonnen hat — das ans dein ersten Teil des Artikels entnehmen zu können, hat
unserem Bureau offen.
Langd, den 25. Januar 1908.
Großh. Bürgermeisterei Langd.
M e x) e r.
Gießener Wetterdienst.
Borans,ichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 29. Januar 1908 : Wechselnde Bewölkung. Geringe Ntederschläge. Vorübergehend etwas kühler. Starte westliche Winde.
Tie Verlegung der Haltestelle Garbeuteich.
Dem Verfasser des Ginge«audt in 9h?. 15 des G. A. sind ver- schiedene Irrtümer tuttergelausen, welche hiermit berichtigt werden.
1. Die Steinbacher Eingabe in Sachen der geplanten Verlegung der Garbenteicher Ha Iwstelle behauptet keineswegs, daß eine Ausladerampe zu Garbenteich nutzlos sei; sie weist vielmehr nach, daß eine Ausladerampe an der geplanten Stelle in der Nähe der Kreis-Wasenmeisterei für die meisten Interessenten wertlos sei. Dieser Nachweis ist vollkommen gelungen durch den Hiu-
OrigisraL-DrahtmeLdungen.
R. B. Darmstadt, 28. Jan. Auf der Station Kranich stein stürzte wahrscheinlid) infolge Unvorsichtigkeit der Packmeister Bonacker aus dem Packwagen eines rangie- renden Güterznges. Er wurde mit schweren Kopfwunden neben dem Gleis aufgefunden.
Rom, 28. Jan. Dem „Corriere della Sera" zufolge soll Deutschland beabsichtigen, eine neue intern nationale Konferenz zur Lösung der marokkanischen Frage in Marokko für den Fall einzuberufen, daß Frankreich in Marokko nicht größere Reserve an den Tag legt und Muley Hasid Sieger in dem Kampfe gegen Abdul Asis bleibt.
Buenos-Ayres, 28. Jan. Das Kongreß-Gebäude ist von Polizisten umstellt, die den Deputierten und Senatoren den Zutritt verweigern. Das Militär ist konsigniert.
Eingejanoe.
(Für Form und Inhalt uutr ...... Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantivortung.)
Die Nr. 16 der „Oberhejsljcheu Volkszeitung" vom 20. Januar I. brachte aus der 3. Seite uad)steheude iDlitteilung:
Kreis Friedbcrg-Büdingcu.
K r i e g e r v er e i n s - T e r r o r i s m il s. Aus Butzbach wirb »ms geidjriebcn: y. Nächsten Sonntag sollte die Generalversamm- hmg be§ hiesigen Wahlvereins statt finden nnd zwar, da uns hier teilt geeignetes Lokal zur Verfügung steht, in Ktrch-Göns. Der Gastwirt Veite dortjelbst, bei dem and) unsere letzte Versammlung abgehalten wurde, hatte uns auch diesinal die bestimmte Zusage gegeben, daß wir sein Lokal erhalten könnten. Plötzlich, am letzten Mittwoch, erklärte der Wirt nun, es sei ihm dod) md)t möglich, uns sein Lokal zu geben. Es sei ihm ein Schreiben des Kreis- krlegeroerbandes zngegangen, wonach er, wenn er es uns noch einmal überlasse, aus dein Kriegerverein ausgeschlossen und auch den „Kriegerehreiisold" nicht erhalten würde, um den er nach- gesncht habe. Vermutlich fürchtete der Wirt auch den Boykott seiteiis der Krieger-, Turn- usw. Vereinler. Dnrd) diesen neuen Akt des „Kriecher-Terrorismus" sind wir wieder einmal der Möglichkeit beraubt, unsere versassungsniäßigen Rechte ausüben zu können. Allerdings vermögen Leute von der Art des Herrn Dr. Vogt hier unseren Vormarsch auf die Dauer iiicht zu verhindern! J>n übrigen : Heraus ans den Kriegervereinen!
Hierzu erkläre ich, daß mir als Vorsitzenden des zuständigenKreis- kriegerverbandes (soll wohl heißen Bezirkskriegerverbandes) von der ganzen Sache nichts bekannt ist. Ich habe erst durch den mir anonym zugegangeneil Zeitungsaussdiuilt davon Kenntnis erhalten und charakterisiert sich daher die ganze Geschichte als freie Er- findnng des Verfassers. Einen „Kriegerehrenjold", von dem in dem Artikel auch die Rede ist, kenne td) überhaupt nicht. Daß Herr Veite, der, soviel ich weiß, Mitglied des Kirchgönser Kneger- vereins mrd Veteran von 70—71 ist, sich auf seine Pflicht, die ihm
^eri^hjaaU
Mainz, 27. Jan. Der 63jährige Sanitätsrat Dr. Adam R o 1 l y in Osthofen (Rheinhessen) hatte sid) vor der Strafkammer wegen Urkundenfälschung und Weinfälschung zu verantworten. Das Gericht verurteilte »hn zu einem Atonal Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe.
Kleine Tageschronik.
In Kassel feuerte in einem Hausflur der Zigarren- händler Edelmann auf ein Fräulein Marx wegen verschmähter Liebe drei Revolverschüsse ab und veletzte sie tödlich. Ter Attentäter ist flüchtig. .
In Berlin wurde die 45jährige Witwe Wiesner ermordet in ihrem Bette aufgefunbeit. Nach den bisherigen Ermittelungen dürfte es fich um einen Racheakt eines verschmäl)- ten Liebhabers handeln. Ter Mörder hat einen großen Vorsprung, da das Verbrechen schon vor etwa 12 Tagen verübt sein muß. , ~
Aus 'dem Lübecker Postamt sind 14 Tausendmarkscheine aus einem Wertpaket mit 400 000 Mk. Inhalt verschwunden. Ter Postassistent Metz ist als mutmaßlicher Defraudant verhaftet worden.
In militärochen Kreisen Allen st ei ns ist niemand der Ansickst, daß Hauptmann v. Göden geistesgestört fei. Die Offiziere der Allensteiner Garnison haben Befehl erhalten, bis aus weiteres den Besuch öffentlicher Veraiistattungen zu vermeiden. Ebenso ist ihnen befohlen, bei dem Besuch öffentlicher Lokale die Mordaffäre nicht zu berühren.
Ter Bürgermeister Hörster in Anrath bei Krefeld wurde verhaftet, weil er 18 000 Mk. Hypothekengelder unterschlagen hatte.
Während einer in der Nähe von Hartem abgehaltenen Saujagd wurde gefiern der Gutsbesitzer Matthieu von einem leicht verwundeten Keiler, der auf die Jagdgesellschaft losging, auf gespießt und so schwer am Unterleib verwundet, daß er starb. Zwei Jagdgenosfen, die zu Hilfe kommen wollten, rouroen ebenfalls schwer verletzt. Einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.
Märkte.
Gießen, 28. Jan. Marktder»d)t. Ans heutigem Wocden- imutte kostete: Butter pr. Pfd. 0.90—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 9—10 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käfematte 2 St. 5—6 Pfg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen v. Psd. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Pfd. 60—70, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Pfd. 82—88 Pfg., Knh- unb Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—84 Pfg., Schiveinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 88 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 61—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per stück 0-00 Psg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. — Aepfel per Ztr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Tlf. Nüsse 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzen von 8—2 Uhr.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Langd für 1908 liegt vom 3. Februar l. I. an acht Tage lang zur Einsicht auf
Außerordentlicher 8. Kongreß der Freien Bereinigung Deutscher Gewerkschaften.
(Unberechttgter Nachdruck verboten.)
S. u. H. Berlin, 25. Jan.
Die mit Spannung erwartete Abstimmung über den Eintrag die Freie Bereinigung deutscher Gewerkschaften a u f z u l ö s e n , erfolgte erst in der Mitternachtsstunde. Der Antrag wurde mit
in der Ueberzeuguna und ihm nach Kraft .
Vereinigung deutscher Gewerkschaften zu propagieren. An alle Gesinnungsgenossen richten wir das dringende Ersuchen, unserem Beispiel zu folgen und dazu beizutragen, daß einer einheitlichen Arbeiterbewegung auf dem Boden des Sozialismus die Wege ge
ebnet werden können."
Ter Delegierte der Staaker und Isolierer schließt sich diesen Ausführungen an. Tiefer Ingreß habe gezeigt, daß sie hier kein Recht fänden. (Ironischer Beifall bei der Mehrheck.)
In der heutigen Sitzung wurde zunächst beschlossen, all diejenigen Telegiertcn, die gestern für die Auflösung der Freien Bereinigung gestimmt hatten, von den weiteren Verhandlungen auszuschließen. Alsdann erhielt der Vorsitzende der Geschäftskommission Fritz Kater das Wort, um über Anträge zum Programm zu referieren.
Tas bisherige Programm, vom vorigen Kongreß gebilligt, wurde mit einigen kleinen redaktionellen Aenderungen gut geheißen, die Anträge zum Teil zurückgezogen, zum Tell ab- gelehnt.
Zur Annahme gelangte noch folgende Resolution der Metallarbeiter: Ter 8. Kongreß der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften empfindet mit Entrüstung die Schmach, die den Gewerkschaften durch Verweigerung der Presse von
2. Ncul dem Einsender erklärt hat, daß die an. jener Stelle gelegenen nicht minderwertig, sondern in ganz besonders gutem Zustande seien, so wird sich hoffentlich der Eisenbahnfiskus noch mehr als zuvor besinnen, ehe ec zum Ankauf derselben schreitet. Hier aber legen wir den Finger darauf, daß der Verfasser jenes Eingesandt ungewollt bestätigt hat, daß lediglich die Aussicht auf möglichst hohen und teuren Erlös für ihre Aecker einzelne wenige Garbenteicher Bürger bewogen hat, die Errichtung der Rampe gerade an jener Stelle zu wünschen. Und offenbar gehört der „Eine Garbenteicher" zu den glücklichen Besitzern dieser Profit versprechend er: Ländereien. Derselbe überlegt aber nicht, was für ungeheure Nachteile und was für neue Steuerlasten die Aus- ührung jenes Planes seiner eigenen Gemeinde bringen muß. Zudem gibt doch die Tatsache zu benifen, daß er mit seinen An- scchten der von gegen 150 Interessenten (darunter Bürgermeister, Beigeordneter und Gemeinderat bis aus 2 Mitglieder) unterschriebenen Eingabe seines Heimatortes als vielleicht einziger gegenübersteht.
3. Es ist unerfindlich, was Einsender mit der Hereinziehung der Person des Bürgermeisters Krämer-Steinbach bezweckt. Hat dieser wirklich bet der damaligen Feldbereinigung zu Garbenteich die Kassierung des Vizinalwegs Steinbach-Grüningen gutgeheißen — ivpy wir kaum glauben —, so hat er es doch keineswegs ge* ton, damit der inzwischen zu „ganz besonders guten" Aeckern umgewaitdelte Weg seinen glücklichen Besitzern später wieder zu Chausfeezwecken abgekauft werden solle. Jedenfalls hätte er seine Einwilligung niemals gegeben, wenn ihm' die erst neuerdings ausgetauchten Pläne befannt gewesen wären.
4. Von mehr Gewicht wäre cs vielleicht gewesen, wenn Einsender die auf cisenbahntechnijchem Gebiet liegende Idee erwähnt hätte, Haltestelle und Rampe sollten deswegen an jenen Ort verlegt werden, damit die von Süden und Norden kommenden Züge bereits bei Garbenteich statt erst in Lich kreuzen könnten, was bei der jetzigen Haltestelle unmöglich sei. Es steht indessen bei dem Loyalckäts- und Gerechtigkeitsgefühl der entscheidenden hohen Behörden und Körperschaften zu hoffen und zu erwarten, daß auch um solcher gewiß an sich lobenswerten Ideen wcklen nicht die Lebensintcresfen von vier ganzen großen Dörfern mck gegen 3000 Einwohnern zertreten und vernichtet werden. Dies aber um so mehr, als der Ausbau der ganzen Eisenbahn Gießen— Gelnhausen zu einer zweigleisigen Strecke nur noch eine Frage der Zeck fein kann. Und alsdann die Eisenbahnzüge überall kreuzen können. Salus publica suprema lex esdo! Zu deutsch: „Erst das Wohl der Bevölkerung, hernach andere Dinge!" H.
*
Richtigstellung!
HolMsteigerungen
der Gräflichen Oberförsterei Laubach^
Montag den 3. Februar d. Js. bei Freienseen nach Zusammenkunft IOV2 Uhr am Eingang zum Kreuzseenerberg von Freien- feen aus 1) aus Kreuzseenerberg le, la, lb Rm.: Scheiter: 670 Bucken. Knüppel: 149 Buchen, 2 Elchen, 0 Kielern, «töckc: 98 Buchen. Astreifer: 280. 2) Wetterauerberg 2b Rm. Knüppel: 1,6 Buchen 1. Kl., 2 2. Kl., 1,6 Fichten, 3,5 Fichten (3 m lang». Stöcke: 12 Nadel. Nciferknüppcl: 2 Buchen. 3) Eichelgarten, Liesewald, eben Rm. Knüppel: 5 Buchen 2. Kl., 9 Nadel. Zoviretter: 2^) Nadel. 4) Tränkbach: Buchen Nm. 2,5 Scheiter 2. Kl., 3,3 Kntwpel 2. Kl., 15,5 Stöcke 1. Kl., 19,2 Nciscrkniippcl, 2 Birkenknuppel 2. Kl. 5) Struth 3: Buche Rm.: 2 Knüppel 2. ftL 3,/ stocke L Kl., 4 Nci- ,'erlnllppei. 61 kohlreiser, Lcfciiott u. ^chlaareuer aus obtgen Abteilmrgen. Das Holz unter 2—6 kommt unvorgezergt tm Kreuz- seenerberg zum Ausgebot. . . , .
Diendtag den 4. Februar im Tiergarten, nach Zusammenkunft IOV4 Uhr am Pflanzgarten aus 1) Hausplatz le, la Buchen Rm.: 340 Scheiter, 63 Knüppel, 53 Stöcke, 258 Rerfer. 2^WlQ- frauenberg 6: Buchen Rm.: 160 Scheiter, 100 Knüppel, 25 stocke, 25 Reiserknüppel. 3) LampertStor 3: Buchen Nm.: 158 Scheiter, 33 Knüppel, 25 Stöcke, 120 Reiser, 1 Eichen-Reifer. 4) Hirtenbach Buchen Rm.: 114 Scheiter, 34 Knüppel, 15 Stöcke, 16 Recker- knüppel-
längeren Aufenthalt und Tagesverkehr dienen soll, Trinkgeld-Ablösung einführt und allen Gästen angenehmen Lrßenthalt zu bieten verspricht.
Q Friedberg, 27. Jan. Vor einem Automobil scheuten die Pferde des Milchfuhrwerks deS Pächters Reif f-Asienheim und richteten auf der Kaiserstraße mancherlei Schaden an. Sie rannten einen Laternenpfahl um, demolierten einen anderen Milchwagen und rannten schließlich gegen einen Rollwagen, wobei das eigene Fuhrwerk in Trümmer ging.
r. Bad-Salzhausen, 27. Jan. Kürzlich ging durch verschiedene Blätter eine Notiz, wonach hier ein heißer Sprudel erbohrt worden sei: Diese Nachricht beruht auf Irrtum, und ist wohl auf ein abgefangenes und mißverstandenes Telephongespräch zurückzuführen. Vorerst wird auf Staatskosten hier nixl) ständig nach einem Sprudel gebohrt, es soll wenn nötig bis auf eine Tiefe von 700 Metern gegangen werden. H>ofsentlich wird ein Sprudel erreicht, denn nur ein solcher könnte dem Bade Salzhausen aufhelfen.
△ Aus dem Vogelsberg, 27. Jan. Eine größere Anzahl Gemeinden des Vogelsbergs wird in diesem Jahre Wasserleitung anlag en erhalten, u. a. Altenburg, Atzenhein, Ober-Breitenbach, Rainrod, Schwarz, Helpersheim, Kaulstos und Babenhausen II.
R. B. Darmstadt, 27. Jan. Der greise Maschinenfabrikant Aug. Bu s ch b aum, eine bekannte Persönlichkeit, wurde in der verflossenen Nacht, während er in einem hiesigen Wirtshaus gemütlich beim Glase Bier saß, plötzlich von einem Schlaganfall getroffen und starb alsbald darauf im städtischen Krankenhaus.
h. Mainz, 27. Jan. Der Schlosser Georg Anton Rühl aus Mainz hat sich am 10. Dez. 1907 aus seiner Wohnung gr. Langg. 6 entfernt und ist bis jetzt nicht wieder zurückgekehrt. Es wird vermutet, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. Rühl ist 41 Jahre alt, ca. 1.65 m groß, mittlerer Statur, hat blonde Haare, blonden Schnurrbart, blaue Augen und gesundes Aussehen. Kleidung: dunkler Anzug, schwarzer, weicher Filzhut, rosagestreistes Hemd, graue, lange Strümpfe, neue doppeltgesohlte Stiefel, weißer Umlegkragen und rot- weiße Krawatte. Er trägt 2 Uhren, darunter eine schwarze Stahluhr, bei sich. Der Vemißte ist aus dem rechten Auge blind und sieht mit dem linken nur noch wenig. Alle Behörden, Zeitungen und Personen, die diese Zeilen lesen, werden um weitere Verbreitung und Nachricht gebeten an Herrn P. Ch. Rühl in Mainz, gr. Langgasse Nr. 6.
Frankfurt, 27. Jan. Oberbürgermeister Ad ick es ist zurzeit mit weitreichenden Eingemeindungs- plänen beschäftigt, daher ist ein Fortbestehen seiner Ministerkandidatur nicht wahrscheinlich. — Gestern nachmittag ereignete sich auf der Offenbacher Landstraße ein schwerer Automobilunfall. Der sechsjährige Sohn des Schneiders Engelhardt sprang aus dem Torbogen eines Hauses direkt in eine in voller Fahrt befindliche Automobildroschke hinein. Der Junge kam zu FaU, wurde überfahren und schwer verletzt. Es ist zweifelhaft, ob er mit dem Leben davonkommt.
handel.
— 4V2o/o Pfandbriefe der Berliner H y p 0 t h e k e n b a n f. Die Bank legt, wie aus dem Jnferatenleil crsid)llich, 10 000 000 Mk. 41/„°/0 Pfandbriefe zum Kurse von 101°/o auf. Zahlnngeu nimmt die Darmstadter Bank bis zum 1. Februar entgegen.
fc. Frankfurt a. M., 26. Jan. Zur Gründung eines Verbandes weilten inten beiden letzten Tagen Vertreter von Genofsenschaften und wirtschaftlichen Instituten des Gastwirtsgewerbes hier. Offiziell vertreten waren IG Genossenfchasten und wirtschaftliche Einrichtttngen mit einem Gesamtkapital von rund sieben Millionen, nämlich: Erste Ge- iwfsenschaftsbrauerei der Gaslkvirte von Berlin und Um-gegcnb, Genossenschastsbrauerei Danzig, Spar- und Darlcl-nskasse d-eS Wirtevereins Kassel, Bertiner Gastwirtebranerei „Arbitern", Weißbierbrauerei ber Gastwirte von Weißensee, Wirle-Genossen- schastsbrauerei für Luckenwalbe, Genossenschaftsbrauerei für Nürnberg unb Fürth, Unionbrauerei Saarbrücken, Geiwssenschaftsverein Münchener Wirte, Genossenschaftsbrauerei Barmen, bie Wirte- vereiire von Darmstabt und Hanau, Sterbekasfe bes deutschen Gast- wirteverbanbes, Selters-Sprubelwerk Augusta Victoria, Frauk- urter Genossenschaftsbrauerei ber Bierhändler und ber Bayerische Gasttoirteverbanb. Aus den einleitenden Referaten der Direktoren Str auß- Berlin und R e i me r e r - Darmstadt ging ber* vor, daß vor dem Jnkrasttteten der neuen Brausteuer nur sechs bis lieben Genossenschastsbrauereien existierten, daß aber seit Inkrafttreten der Steuer und einer mit ihr in gar keinem Verhältnis stehenden Erhöhung des Bierpreises durch die Brauereien, also seck etwa Jahresfrist ca. 50 Gasllvirtegelwssenschaftsbrau- ereien teils entstanden, teils in der Entstehung begriffen find. Tie Produktionsziffern der bis dahin nur vegetierenden Ge- rwssenschaftsbrauereien sind bebeutenb in die Höhe gegangen. Auf die Tauer aber werden sich die Genossenschaften kaum gegen die Brauereien halten können, wenn , sie sich nicht ein einheitliches Fundament schaffen, wenn sie nicht das tun, was die Brauer auch getan haben, d. h. sich zu einem1 Ring zusammenschließen, zu einem Gcnossenschaftsverbande. Dieser Verband würde drei Aufgaben haben: 1. Verhinderung der von den Ringbrauereien angedrohten Abschneidung guten Rohmaterials, 2. als Revisionsverband Ausbau und Förderung des Genossenschaftswesens durch Aufklärung und Belehrung der Leiter der Genossenschaften und Sicherung der Einzelgenossenschafter unb ber eingelegten Kapitalien, 3. bie Propaganda durch sachverständiges Eingreifen bei Neugründungen, Beschaffung von Kapitalien dazu ufw. Im Sinne dieser Ausführungen wurden die Statuten festgelegt und der Verband gegründet. Alle anwesenden Delegierten erklärten lich für den Beitritt. Als Vorort wurde Berlin gewählt, als erster Vorsitzender Otto Strauß-Berlin.
den Angen zu lassen und für die Verlvirklichung desselben i gehört Neben die jetzige Haltestelle, wo. sre für jedermann von! zn agitieren. Nutzen sein wird.
Zur Verhcnrdlung kam sodann die Frage der Unterstützungen bei Streiks und Aussperrungen. Es lagen hierzu verschiedene Anträge vor, die sämtlich abgelehnt wurden, dagegen den bisherigen Bedingungen wurde der Zusatz beigefügt: „In der Regel den fünffachm Wock^n-Beitrag als Tagesstreikunterstützung zu zahlen." — Ein Antrag ber Münchener Holzarbeiter, bie fakultative Arbeitslosenunterstützung einzuführen, würbe durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt.
Im Sckstußwvrte gab Schlenker dem Wunsche Ausdruck, daß die Delegierten auf der befchlofsenen Grundlage weiter arbeiten und versuchen möchten, nicht nur in den Vereinen, und unter den Mitgliedern, sondern in der "ganzen deutschen Arbeiterschaft dem reinen Evangelium des. Sozialismus, wie eä nur in der Freien Vereinigung gepredigt werde, zum Siege zu 0 erbet feit. Er sä-lvß mit dem Wunsche, daß trotz der erfolgten Absplitterung die Freie Vereinigung weiter wachsen, blühen und gebeiben möge und schloß dann die Beriammlung um 1/2 6


