Ausgabe 
21.12.1908 Zweites Blatt
 
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Bankier galt unb in allen Kreisen

chliefflich cr griff Klaicitaar ju langen

:s größte Vertrauen genoff x unredliche Handlung nicht

Ausführungen das Wort, um seine Unschuld darzutuu. Er be­leuchtete che PerjwÄichLrt Rothschilds, indem ei ausftkkrie, nun

Stadtthcater. Während die morgige Aufführung des liebenswürdigen LustspielsCornelius 23ob* noch im Abonnement stattfindet, fällt die MittwochZ-Abonnements-

seincrseits in Ober-Mockstadt nicht bestand. Wolf hat sich nicht auf Grund unwahrer Angaben illarennarS zur Zustimmung ent­schlossen, da ihm die Ober-A!ockstüdl er, Kasse und Burk solvent genug erschienem Tie Staatsanwaltschaft liest deshalb die ^litflage bezüglich dieses Punktes fallen. Der radiere Fall richtet sich; ebenfalls gegen Mlarennar allein. Ende April ersuchte er das Bankgeschäft S. Zielenziger-Berlin auf seine Rechnung für 500ü iL'cart Htldburghauser Aktien zu taufen unb verhüt ÜUO Mark Deckmrg; sollte der Kurs faKeu, so wollte er weitere 300 Mark WA tM depeschiert mürbe, die Aktien ständen auf u3u,o.

bürgte den Ängekl üorEommcit Eüimti

Gieffeuer Wetterdienst.

Voraussichtliche WUterung für ä)ecu am Dienstag den 22. Dezember: 'JJlet|t trüb, troefen; leichter Frost. Oegllche Winde

Vorstellung diesmal aus. Dafür wird Mittwoch nachmittag a(§ Kinder-Vorstellung bei kleinen PreisenDie Puppen- sec* gegeben, vorauf geht das Singspiel ,DaS Wetter­häuschen". Diese Kinder-Vorstellung bringt wohl die reichste Ausstattung und Abwechselung, die bei einer solchen Auf­führung bisher in Gießen geboten worden ist.

** Im Kolosseum gastspielte am Samstag und Sonntag das Frankfurter (Münchener) intime Theater mit Mary Jrber und Toni Thom's mit sehr großem Er-

<Serid>tsfaaL

München, 20. Dez. Nach mehrwöchiger Dauer 'wurde heute Nacht das. Urteil im Meineidsprozest gegen Professor Büttner getällt. Die Geschworenen verneinten nach einstündiger Beratung die Schuldfragen, worauf der Gerichtshof Prof. Büttner und die Verkäuferin Franziska Schweninnger ireisprachen.

OrigSnaL-DrahtmelSuirgen.

Köln, 21. Dez. Holländische offiziöse Meldungen, die hier eintrafen, besagen, Holland werde Venezuela gegenüber vorläufig keine weiteren Repressiv-Maßregeln ergreifen, sondern aöwarten, wie die revolutionäre Bewegung nach Carracas, die mit holländischer Unterstützung spätestens am Dienstag zum Cntscheidungsschlag ausholen werden.

Paris, 21. Dez. In Regierungskreisen wird erllärt, das Ministerium habe absolut keinen Anlaff dazu, der Frage näher zu treten, wie Frankreich sich verhallen würde, wenn die Abgrenzung A l g e r i e n s u n d M rokkos von zuständiger Seite aufgeworfen luürbe. Bis­her hat Muley Hafid weder direkt noch indirekt ein Inter­esse an dieser Frage erkennen lassen.

Petersburg, 21. Dez. Nach einer an die hiesige Regierung gelangten Meldung aus Dschulfa steht nunmehr fest, daß der Schah ungeachtet aller Vorstellungen des russischen und englischen Gesandten in Teheran fest ciü- jchlossen ift, den Acedschlas. nicht einzuberufeu.

Markte.

ke. Frankfurt a. M., 21. Tez. (Orig.-Telegr. desGieß Auz.") Amtliche^Wtierungen der heutigen pruchimaritpreije. Welzen 'Ulf. 20 OU20.50, Lturhessifcher i'if. 20.2520.50, Ita Ptalü Alt.24.2524.75, Sianfas All. 24.2524.75, Roggen (hiesiger) All. 17.0017.25 Ger sie (Wette rauer» All. 18.5020.50, graicken- wider All. 17.5018.00, Haier 16.0016.50, Amis All. 17.5018.00. Welzenmehi All. 31.5032.00,00, 2. Qualität All. 3Uj)0 bis All. 31.00, 3. Qualität Mr. 29.0030.25, Roggemneyl 0

All. 27.7528.00, l.CuQlität All. 26.7527.00, Welzenkleie All. 10.50 bis All. 10.75, Jloggenileic All. 11.0011.25, Alaisfeuue All. 13.00 bis Alk. 13.25, Franten, Pfälzer, Ried Ait. 60.0000.60. Alles per 100 Kg. ab hier.

tc. Frankfurt a. M., 21. Dez (Letegr. tDrig. - Bericht der Giest. Anz.".) Amtliche 9lotterungen der heutigen Vieh markt» p r e i f e.jum Bertanfe standen: 480 Ochsen, 1Ö7 aus Oesterreich, 46 Bullen, 8 aus Oesterreich, 955 Kühe, Fersen, Stiere und Ainder, 821 Kälber, 469 Schafe und Hammel, 2055 Schweine, 6 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7880 M., 2. QuaUtät 7073 'All., 3. Qualität 6063 All.: Bullen: 1. Qual. 6566, 2. Qual. 5961; Hübe 1. Qualität 6769 M, 2. Qual. 5860 All., 3. Qual. 4648 All., 4. Qual. 0000 'M, 5. Qual. 0000 All. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht» gewicht: Kälber 1. Qualität 90 dis 92 Pfg., Lebendgewicht 53i>4 Pfg., 2. Qualität 7o84 Pfg., Lebendgewicht 47 - 51 Pig-, Schlachtgew. 6065 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 5054 Pfg. Schweine: 1. Qual. 7173 Pf, Lebendgewicht 55,556 Pf., 2. Qual. 70-00 Pf., riebendgennch! 55,000,0 Pfg., 3. Qual. 6365 Pfg., Lebendgewicht 00 - 00 Pfz- Geschäft bet Hornvieh gut, bei Kleinvieh Matti geräumt.

dürfe sich Rothschild nicht vorstellen als halbe Lerche, ttne cr tot benj Schranken das Gerichts erschienen ist. Er hatte.uk Näherer Zeit ein solch einnehmendes Wesen, da-ft auch die Femde ferner Rasso ihr lieb gewinnen mufften: er konnte einem gctade-u faszwnincll. Rieorrmd hätte geglaubt, daff eilt unwahres Wort über ferne Lippen ließen könnte, geschweige denn, daß ihm, eine unredliche Land- lung zugetraut werden könnte und doch sei er von ihrn schmd- lich lj otogen und hin ter gangen worden. Was^ Rothschild war, habe sich ja bei den Lerhandlungen vor der Strafkammer und dem Schwurgericht gezeigt. Die ganzen von Rothschild gemachten Angaben, die chn belasten, feien unwahr, da ihm Rothschild jetzt eirrdlich gesinnt sei. Er ging dann auf die einzelnen Fälle cch und suchte, klar zu legen, daß insbesondere btc Briefe, auf die die Staatsanwaltschaft so viel Gewicht legt,, nicht den Sinn haben, der ihnen beigemessen wird. Zum? Schlüsse bemerkte er, er glaube dem Gericht feine Unschuld genügend nach gewiesen zu haben. Gegen 9 Uhr abenos wurde Beschluß verkündet, daß die Verhandlung! Dienstag den 22. d. M., vormittags Vall Uhr fortgesetzt wer- den soll.

Ifigten dafür, daß ein.

Vermischtes.

* In einer ganzen Reihe deutscher Städte, wie Berlin, Nürnberg, Dresden, Leipzig, Frankfurt a. M., Darmstadt, Main-, Offenbach, Mannheim und Heidelberg sind am Samstag Tausende von Familien mit seltsamen Briefen über­rascht worden, in denen ihnen in geheimnisvoller Weise das Erscheinen eines Romans angekündigt wurde, der für sie von großer Bedeutung sei. Wie es sich herausstellt, handelt es sich um einen Reklaiueschwindel für einen Schunds-Roman. Ter Ur­heber des Schwindels, der Verleger Peter Ganter in München, der 400000 derartiger auf Helles Leineiipapier geschriebene Briese in Deutschland verbreitet hatte, wurde auf Veranlassung der Staatsanwaltsckfaft verhaftet. Der seltsame Brief, der über* all mit 10 Pfg. sreigemacht war, ist allem Anschein nach nur an einen einzigen hiesigen Eimvohner gerichtet worden unb lautet: Freitag abend. Mein verehrter Herr N.! Habe soeben den TendenzromanDoppelte Moral" gelesen, unglaublich, ein Skandal schlimmster Art. Man sieht wieder, daff der Staatsanwall da, wo crforberlidj, versagt, denn sonst dürfte ein solches Buch nicht bis in die Leffenttichkeit bringen. Unb wer ntag nun hinter bem anonymen Verfasser steckeii? Zedenfalls sind R. und Sb. auf das fürchterlichste mitgenommen unb Zur Klage direkt gezwungen. Werden auch Sie sich dieser Silage anschlieffen? Ich bin leider ebenfalls mit Ijineingcjogcn. Fürchterlich l J'n Eile! Ihr er- gernster (folgt unleserliche Unterschrift)." Das ganz gewöhn» j iiche Buch, das n u r 7,50 Mark tostet, hat natürlich nicht die geringsten Beziehungen zu dem Empfänger.

* Zahtreiche S ch i f f s n n f ä 11 e ereigneten sich in btn letzten Tagen: Der DampferS ch a r n h o r ft" ans Bremen meldete bet seiner Ankunft in Äew - Por 5, daß er am 12. bi. von einem heftigen Sturm betroffen wurde. Ein Reifender namens St azub wurde von einer Welle am Dell gefchleudert unb erlitt einen Schädelbruch, an dein er kurz darauf starb. Das dänifche Segelschiff a l w i n" traf gestern verspätet in F a l m o it t h em. Ein beutfcher Atatrost des Schiffes namens Lallen bürg wurde wahrend eines S ch n e e st u r m e s übet Bord geworfen und ertrank. Das französische Panzerschiff Terrible" wurde bei Conlon l e cf. Trotz sofortiger Tätigkeit lämllicljer Pumpen sank das Schiff in acht Sieter Liefe.

Kleine Tageschronik.

Das T.e st a m c n t desGrafeu oonRhena, deS Sohne« des Prinzen Start vott Baden, hat dre Beamten des Prmzen Karl bis zmn letzten Diener reichlich bedacht. Außer verschiedenen Stifiungen erhielt die Stadt Karlsruhe 1 Million Mark.

Fn G l a tz ist das Stadttheater gestern abend bei voll» besetziein Hause in Brand geraten; alle Besucher konnten sich retten.

In ganz OsttiroI würbe ein heftiges Erdbeben mit donnetähnlichem Gepolter wahrgenominen. Bon der Insel. Korfu wird em vulkanischer AuZbruch gemeldet. Lie Bevölkerung ist ungemein erregt.

Der Aetna ist ui Tätigkeit. Aus dem Hauptkraler steigen Heuerfäuleu und dichter schwarzer Rauch empor. Alan hart em fortwährendes unterirduches Getöse.

veranlaffte er den Ankauf, luobürd? er etwa 2800 Mark schuldig wurde. Da er die Deckung nicht einschickte, drohte ibin btc Firma 1 mit Veräußerung: er stimmte &u, wodurch) ein Verlust ton ettoa 330 Mark entstand, dm er troll mehrfacher Aufforderung mcht bezahlte. Als kurz darauf der Konkurs über das Vermögen Stla- renaars ausbruch, nahm die Staats anwaltfcha ft an, er habe im Bewufftscin seiner Zahlungsunfähiskrit tit hetrugerlfcher Absicht das Geschäft gemacht. Er war aber in bet: Lage, nachzu- weiscm, daß er um die genannte Zeit mehrere Zahlungen geleistet uitb auch in der Sage war, Geld zu bekommen; er hat sogar nach dem Kvukursausbruch noch 400 Mark an einen hiesiMN Kohlen­händler bezahlt. lDas Konkursverfahren war nur über fern Vermögen, nicht über seine Praris als Rechtsanwalt verhängt.) Unter diesen Umständen ließ die Staatsanwaltschaft auch tot Diel em

warn r d e l uuv -^vul x, v v »i - , Punkte die Anklage fallen. Nunmehr erfolgte die Verlesung

Wunter Mmisch-m Brif-ll W «««Ntz Eige &

von Tom ll-homs rn Musik gesetzte ^leder^dte der Kom- h^rlieffen, daß Rothschild in großer Geldtor legenhett war und ponist selbst begleitete, darnach einen sehr gefälligen M-ei-1 eilte Katastrophe bevorstand. Klarenaar behauptet, er habe allen aesana,Das Kornfeld", von Bela Lasky. Auch die Grund gehabt, amunehmen, daß dies nur eine momentane strtfi§ Llb-L-rträge T°m Ttz-m'S wurden b°«E ta y-Ä L-Ä

stürmischsten aber wurden die drei neckischen Ginatter ^thschilds, die vor dem kommissarischen Richter in.Marienschloff genommen. Das starke Stück mit Ros a Bertinelltl a5gegeben wurden, belasten Klarenaar sehr. Rothschilds wckl durch und ^oi'es Panter in den Hauptrollen wurde recht flott ge-1 Klarenaar veranlasst worben sein, mit Burks Mitteln M stokulieren.

ebenso die Br au tu acht", die eine versteckte Einmal bekam er von beiden Vorwürfe, welker es ablehnte, für fpieli, ebensoo r e ^r a u e n , yLma Lß0 0°° Schifferaktren zu kaufen, bereu Kauf ihm ungünstig er-

Satrre auf die weintollen Brautnachde ist, in der Toni Thoms Klarenaar konnte Geschäfte abschlietzen, die Burk Roty-

atä betrunkener Bräutigam ausgezeichnet war. Den Schlutz | s^ild gegenüber verpflichteten. Bmck habe vermügensrechtltch für des unaemein lebhaft beklatschten Gastspiels bildete Nr. 69 Die in Jeincnt Auftrag von Klarenaar abgeschlosieuen Geschäfte, mit der feurigen M°ry Jrber m der H<mptr»lle. deren

vorherigen Liedervvriroge bedonerllcherwerie unter einer Srilulationen 80000 M-rk schuldig

kleinen Erkältung litten. und habe auf Kompensation der Schuld durch Burk gedrängt.

** Eine Wasserleiche. Am Samstag abend gegen Anck! für Mickel und Harth habe er Spekulationswerte angefcbasst, WO Uhr stunden etwa ein Dntzend Menschen ans der Wieses zn.deren«. Sta^ «= ^n'Ä brücke an der Frankfurter Straße und schauteii htnab in ^stritten, wio auch Klarenaar diese Angaben bestreitet mit der üas dunkle Wasser. Im 9hi waren aus dem Dutzend zwei Behauptung, daff er und Burk jeder ein Konto für sich selbst

Dutzend aeworden und von Sekunde zu Sekunde wurde der litten. Es wurden bann noch eine Reihe von fragen an die

Ä Männlein nnd We^m grober und g-^e-t Mlesftengen

blickte mit einer gewißen Scheu in die ^iese, wo man im I ' Rothschild vielfach geäußert habe, er habe keine Gläubiger

Wasser in der Mitte des Flusses etwas Schwarzes liegen I nie^r> sondern nur noch Schuldner.

fall Endlich löste sich aus der Menge ein Staun in Arbeiter- Staatsanwalt Dr. Brill bedauert in der Anklagebegründung, Neidern, der die steile B°Mng ni-h-- L

stieg, unten eine Stange vom Boden aufhob und banti^ L ' @cric<)t bie Möglichkeit genommen ist, ihm zu der bereits weil sie zu kurz war, vergeblich den Versuch machte, da» I n^itcncit Strafe, die er übrigens nach menschlichem Ermessen unbekannte Etwas im Wasser zu ergründen;Na da lei nicht überlebt, eine weitere Strafe zuzudil'tieren. (Die Auslieferung doch,, meinte

lang und entzog fiel) in der Dunkelheit dadurch den Blicken (n dieser Beziehung ausgeschlossen ist.) Immerhin wäre cs der Menge, die nicht nur die Brüne in ihrer Oange und I .^glich gewesen, eine Reihe von unklaren Punkten zu klären,

Breite sondern auch einen Teil der Alice straffe besetzt Hilt, wenn die Aussprache Äug' in Äug' Hütte erfolgen können. Es

Anzwisckien batte auch eine Droschke sich eingestellt und un- wird Riothschild so viel mehr in btc Schuhe geschoben werden, als LLn,kv mri» Blik mnr I wenn er anwesend gerne,cn Ware. Er führte lueitcr aus. Die

mittelbar auf dc.r Brücke halt gemacht. ~ie ocr Blitz wur Henossenschriften sind ein Segen für die Landbevölkerung; diese

man sich einig, es handele sich um etne Leiche; ein Be- bekommt billig Kredit und braucht sich nicht mehr den Wucherern trunkener sei, so erzählte man sich, über das Geländer der zu überliefern. Tie Genossenschaften sind aber nur bann ein frtriirfr in die Wieseck aeftürft Man sprach davon, daff Segen, wenn an ihrer Spitze Leute mit strengem ReÄtsgefühl BE tn M firf, ' me ftejeu unb ilyrett Pflichten WHkom.MN, ivoi in vorliegender ead-c

btc Polizei nicht zur Stelle sei, um sich um den armen r-.n^ luar Schon lange vor Begehung von Straftaten

Menschen, dem vielleicht noch zu helfen sei, zu tnmmern. l?agcn Angeklagten Mickel uitb Harth gegen die Bestincriinngen Da flammte plötzlich in der Mitte der Brücke ein bengalisches ihrer Statuten gehandelt, sonst wären sie nicht mit Rothschild in

»Streichholz ans und fiel dann brennend, auszischend in das L-rdindung actaten Als ihre Prfl-aimfltei z>, den Sp-kriat>oncn

rr gu<1t4. hprrrniirtf nnn hnnnpn I niQft mehr reichten, haton sie auf Anstiften Rochschilvs die ilane

Wasser- Alle Welt lachte und zog vergnügt von bannen, ! $erbinÄ)tcitcn mißg^ucht, indem sie Wechsel aus die

denn man hatte bei der bengalischen Beleuchtung wahr-! ^^sse auSstelllen. Als sie mm Rothschild in der 5^and hatte, war es igenommen, daß die angebliche Leiche eine mit altem Papier ihm ein leichtes, Geld und föclbiücrt von ihnen zu bekommen; nmb mit Lumpen gefüllte Kiste war, die vermutlich jemand er wußte daff sie annahmen, falls sie ihm nicht zu gefallen sind, . e. .-pH pr Up tna ffitr rnnfftp er sie entlarven kann unb fie ruiniert sind. #ur 318 000 Mark

^n die Wieseck geworfen hatte, weil er sie Ipy fein Wechsel auf die Kasse befanden sich beim Hereinbrecyen der Kata-

+ Klein-Linden, 20. Dez. Auch hier nehmen die s^^h» im Sauf, die Rothschild teilweise zu Geld gemacht hatte und

Scharlacherkrankungen fortgesetzt zu, fast täglich wovon cr noch für 71000 Mark bei sich trug. Annähernd 700030

werden neue Fälle bet der Bürgermeisterei angemeldet. Mark waren RoMchild sur Verfügung gestellt worden ohne irgenb

zufj 4-^:5. itt <ipf4nhpr ^nrm auf welche Gegenleistung. Die Baroetrage stanoen mit den Verbuch-

Aum Gluck tritt die Krankheit in gelinder Form auf. gleiten deinem Vergleich; für 100 000 Mark Papiere loarcn

Lollar, 18. DeA. Von der Burgernieisterei lucrtlo» und der Hauptakzeptant Burk befatch sich im Konkurs,

tofei) uns geschrieben: Zur gestrigen Notiz in 9er. 298 d. Bl. Tie Angeklagten mufften, daff sie bei Abgaoe ihrer Unterschriften

-teilen wir mit, daff zwar bei der Feldbereinigung in sunt Nachteil der Kasse verfügten. Wenn sich auch Mickel mit o rr q- orfinfiotr hntrhAtt diesen «511 einem Augenlechen und Harth mit längerer Jtranfijeit entschul-

SoHai 80 Reklamationen erhoben wurden. -_on dreien 8 die Vorfälle so zahlreich, daff sie sich nicht heraus-

Reklamationen wurden 43 durch die Kommission erLebigl ve^ert könnten. Infolge der kolossalen Wechsel erkannte man in mtb 42 mußten §um Schiedsgericht verwiesen werden, da der Gesck'ästswelt die unreelle Unterlage tot।eiben uno Rochschild es sich bauptsächlich hier um Abschätzung von Obstbäumen wurde sic nicht los. Auch im F-alle Ka ftmann-Schotten handle es

L V 7.' v» hu*-i-hpn fntind >Utz um eme vorfatzlicye Lenacptelligung der Staue; hier leisteten

Handelt und von der Ldommisswn nicht e^l^igt werden konn- 300000 Mart L-ürgschaft und verzichteten auf jegliche ten. Durch das Schiedsgericht wurden alle Reklamationen ^CgCHicifhing. Die Angaben KlarenaarS, er habe Rothschild kns auf drei zur Zufriedenheit erledigt und wird sich mit jur gut gchatten, schienen tont Staatsanwall nicht stichhaltig, denn diesen drei Reklamanten das Großh. Ministerium nicht andere, die den intimen Verkehr mit Rothschild nicht hacten wie cr, aiht p*ö> hpt ieder ?seldbereini^ I ahMen, die Saa>!e sei faul. Es muff umsomehr angenommen raer^ beschäftigen Reklamationen gibt es bei ieoer b-eiDDereiny Klarcnaar bte Sage RochschWS gekannt hat, als du,er

gung und sollten sich nur alle Reklamationen so glatt er- per Situation in Briefen an ihn geschildert hat. Die

Ledigen wie in Lollar. Wir sind in Lollar mit der Feldbe-1 Zugaben Marenaars, cs baniZc sich um Erpressungsbriefe, die reiniaung sehr zufrieden, und können denjenigen Gemeinden, Rothschild an ihn gerichtet hat, finden ihre ZurüMveisung in fiPTPTMint finh PTtTP ^-prbbereiniauna nur * ^cm Passus eines Briefes itlarcnaar» an Rothfchlld:xZetzt welche noch, nicht bereinigt smd, eine FewbereiNigung nur t nic[,t nuc |ür Burk, sondsru auch für Sw Gcw verschaffen." warm empfehlen, denn Unzufriedene gibt es immer, aucl) yierauä nut^te cr den Schluff ziehen, daff Rothschild keine For- folche, welche überhaupt nicht zufrieden sind. torung mehr an die Kasse hatte. Auch gehe aus Briefen hervor,

= Wetzlar, 19. Dez. Den Bemühungen unseres daß er für Burk alles gemacht hat und diesen über seine Lage^un nrhnpW p?, npfiinarn im Minisw- Unklaren lieft. Tas letzte .Hilfsmittel der Kape, die Urkunden, iLandtagsab geordneten ist es gelungen, tm ck'tinisle- . bec ^cht iwch geholt. Das Ausstellen der verhängnis-

rium der öffentlichen Arbeiten eine günstigere Stimmung ^llen Vollmacht für Mickel, sei auch auf sein Konto zu schreiben, für das feit Jahren ruhende Ulmbachtalbahnpro-Ter Staatsanwalt hielt chn der Beihilfe zur Untreue in znwi -jekt herbeizuführen. Herr vvm Ruth hatte am 12. d. M. I Fällen für schuldig. In bezug auf den Fall Pitzer-Bottenhorn

SRpfnrprhuua mit dem Miiiifter Breitenbacb in der I stände fest, daff mehrfach geoeten wurde, der Erbin ocachrmit enne BesprecyiUlg mu Dem »on dem Eingang des Geldes zu geben,- zugestandenerrnaften hat

ihm zugesichert wurde, daß die Vorarbeiten fiu die Bahn öcr RiigeNagte das Geld in Öeuchelheim persönlich abgehoben, in Ali griff genommen werden solleti, sobald das Früh- trolbem wurde der Frau mitgeteilt, das Geld sei in seiner Ab- iahrswetter dies erlaube. ivesenheit eingeaangen; er wollte das! Geld ans dem Hause haben,

* - weil cs Mthfcyild gebrauchte. Tas beim Landgericht hier depo-

( ßtirfernpr Sfrnh'Aminer nierte Geld deS Spar- unb Vorschuffpereins Wieseck hat er er-

Vteveuer ^rrMLammer. I hoben ugv angelegt, ohne der Kasse Mittellung p machen; als

)( Gieftcn, 19. Dez. , I oon ^en Vorstandsmitgliedern danach gefragt wurde, hat er nichts

Zusammenbruch des Ober-Btockstadter Spar- und KrdttvereiUZ.! x>ovon gesagt, daff das Geld angelegt sei, weshalb er auch (Fortsetzung.) in diesen Fällen schuldig zu fpreeben sei Gegeii Mickel und

Bei dem Betrugsversuch zum vrachteil der Spar- und Darlehns-1 Harth veancragte der Staatsamvall wegen fortgesetzten Vergehens taffe Berstadt richtet sich die Anklage nur gegen Klareiiaar. Er gegen das Geiwssenschaftsgesetz je 2 Jahre und 6 Monate Ge- tzttte bei der Kasse schriftlich um ein Darlehn von 9000 Mark sängnis, indem er ihr Verhalten als geuieingefahrlich bezeichnete, »iachgesucht und ging mit Referendar Burk nach düngen, wohin Er wies auf das große Leid und das unsägliche Elelid der vielen er den Rechner Wolf zu einer Verabredung bestellt hatte. Er gab Genossenschaftsmitglieder hin, das burd) das Verhalten von Mickel dort an, der Ober-Mockstädter Spar- und Vorschuffverein habe ihm unb Lnrth über sie hereingebrvchen ist. Bezüglich Klarenaars gegen Verpfändung einer Urkunde über das Eigentum eines ihm beantragte er wegen der Fälle Kasse Nieder-Mockstadt 10 Äkonate gehörigeii Rheindchnpsers ein Tarlehn in genannter Höhe ge- Gefängnis, wegen des Falles Pltzer-Bvttenhorn 3 und wegen währt; da die Kasse aber das Gold anderweit benötigte, sei ihm I des Dilles Kasse Wieseck 1 Monat Gefängnis.

das Kapital gekündigt worden. Er bat den Rechner, ihm das Ter Verteidiger Ätickels, Rea>saivvatt Leun, verlangte für Geld gegen Bürgschaft des Spar- und Kreditvereins Lber-fNockstadt I feinen in Ehren ergrauten Menten Freisprechung und bebauerte, gu geben und Burk versprach weitere Bürgschaft zu leisten. Die daff der Hauptschuldige sstothschild, nicht unter Anklage gestellt Auszahlung wurde burd) den Zusammenbruch der Ober-Mock- werden konnte. Er hielt Mickel zwar zivilrechtlich, jedoch nicht ftäbter Kasse vereitelt. strafrechtlich für verantwortlich; cr habe schon genug zu büßen,

Ter Zeuge Reckiner Wolf-Berstadt erklärte dazu: weder Ida er dadurch um sein Vermögen gekommen ist. Von einem vor­der Aussichtsrat noch er selbst habe Bedenken dagegen gehabt. I sätzlichen Handeln zum Nachteil der Kasse, könne keine Rede sein. Die Angaben K'larenaarsOvaren insofern unrichtig, als eine Schuld > denn an der Ehrlichkeit des voftats Rothschild, der sogar von ~z c - ' einem Fürsten in Ansehung seiner Verdienste ausgezeichnet rvorden

ist, konnte cr nicht zweifeln.

Rechtsanwalt Dr. Jung als Verteidiger des 5darth plädierte ebenfalls auf Freisprechung, indem cr ausführte, bie Persönlich­keit Rothschilds, der damals als tüchtiger, zuoerlchsigei und reicher