an, wahrend die rheinhessischen ihm fremdgeblieben sind, anscheinend auf Wunsch ihrer vorgesetzten Behörde.
Ortenberg, 24. April. In das hiesige Amts- gerichtsgefängnis wurde heute ein Zimmergeselle aus der Nachbarschaft cingeliefert. Auf dem Zimmerplatz im nahen Bergheim wurde der junge Mensch verhaftet; er steht im Verdacht, nut Schulkindern unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Wegen eines ähnlichen Vergehens wurde der Inhaftierte, früher Unteroffizier im Infanterie- Regiment Nr. 115, mit Gefängnis bestraft und aus dem Dienste entfernt.
— Nieder-Saulheim, 23. April. Grosze Aufregung verursachten hier am Karfreitag Plakate on den meisten Häusern mit deui Briefivechsel zivilen einem Niedec- Saulheimer Weinhändler uno einem Darmstädter Weinver- schleißer. Ter Nleder-Saulheiiner, der mit dem Tarmstädtec in Differenzen gerathen ist, hat in den Briefen fast alle Rieder- 2 aulHenn er Wein Produzenten rind- Händler, überhaiipt die Ehre des reichen Weinorts auf das ärgste ein* gegriffen. Die Wemhändler wollen nun gegen ihn gerichtlich vorgehen. (Kl. Pr.).
Zur zrage der salschm GbMaumbehandlung.
In 9ir. 92 des Gießener "Anzeigers wird unter der Ueber- schrift „Falsche Behandlimg der Öbslbäiune" der "IKut eines ungenannten Artikelschreibers der Hungener Landpost hervor- gehoben, der gegen den Obsldaumschnilt zu Felde zieht. . Es sei gleich von vornherein zugegeben, daß im Obilbaum'.chmtl von unberufenen Händen hälifig des Guten zu viel getan wird, namentlich den sogenannten „Pomologen", die im günstigsten Falle irgendwo einem Schnellkursus im Obstbau beigewohnt haben, vom Obstbau aber so viel verstehen, wieder Esel vom Lautenspiel. Es liegt im Interesse dieser Leute. Arbeit zu leisten, die recht in die Augen fällt und da wird denn an den armen Obstbäumen geschnitten, gesägt und gekratzt, wo es eigentlich nichts zu schneiden, zu sägen und zu kratzen gibt. Junge, wüchsige Bäume, die in den ersten 4 bis 5 Jahren nicht gleich zentnerweise Obst tragen, weil sie sich im Holztrieb erst austoben müssen, werden unnützerweise 11111= gepfropft und da der Besitzer nieislens nichts von der Sache versteht, ivcrden ihm seine Bäume verdorben.
Der Kampf gegen dieses System ist nicht neu, er besteht schon so lange, wie es eine falsche O^bstbaumbehandlung gibt und es gehört kein besonderer "J)hit dazu, sich an bieieni Kampfe durch Belehrung zu beteiligen. Wenn dec Einsender jedoch der Meinung ist, die althergebrachten Regeln in der Auf- zücht unserer Obstbäume seien von Grund aus falsch und man solle die Öbstbäume wachsen lassen, wie die Natur sie eben wachsen läßt, so schießt er doch weit über das Ziel hinaus. Unsere Öbstbäume sind nicht die Holzäpfel und Waldbirnen unserer Urväter, sondern Kulturformen, entstanden unter der pflegenden Menschenhand, die schon in der Baumschule mit dem Messer Bekanntschaft machen müssen. Wollte man den jungen Baum nach dem Pflanzen sich selbst überlassen, so würde er sich in den meisten Fällen durch vorzeitige Tragbarkeit erschöpfen, abgesehen davon, daß die Bildung der Krone ganz dem Zufall überlassen bliebe. Es stellt sich also das, was dec über- empsindliche Mensch als eine Art Barbarei anzusehen geneigt ist, als ein wohltätiges Erziehungsmittel dar. Es ist auch kein so schlimmer Eingriff, wenn em Zweig, der durchaus in das Innere der Krone wachsen will oder sonstwie nachteilig für den regelrechten Aufbau der Krone gestellt ist, einfach beseitigt wird, oder wenn der Landmann zu tief stehende, die Bestellung des Ackers hindernde Aeste entfernt und von Zeil zu Zeit dafür sorgt, daß Licht und Luft m das Innere der Baumkronen Zutritt haben, wenn es nur sachgemäß aus- geführt wird. Mehr aber wird ein vernünftiger Obslzüchtec an feinen Bäumen nicht Herumschneiden. Tut er es dennoch, '0 wird er bald merken, wie er sich selbst schadet.
Wer jedoch Bäume haben will, an denen er nicht bloß tm Herbst, Winter und Frühjahr schneiden kann, sondern die ihm auch im Sommer reichlich Gelegenheit zu dieser Beschäftigung bieten, sogenannte Zwergbäume, dem gönne man doch dieses unschuldige Vergnügen. Daß die Zwergbäume — ausgenommen Spalier *an Häuserwänden und Mauern — einen lohnenden Ertrag selten abwerfen, ist längst bekannt. Diese Beschäftigung ist eine Liebhaberei wie hundert andere und bei weitem noch nicht die schlechteste. Man kann sogar im Zweifel darüber sein, ob es für manchen Müssig- gängec, der aus Schnelligkeitskoller heute die Landstraße unsicher macht, nicht besser wäre, er treibe Zwergobstban. Ec lernte dabei wenigstens eins, was der heutigen Menschheit vielfach abgeht, nämlich Geduld. "Aber wenn, wie gesagt, der Zwergobstbau auch keine Reichtümer einbringt, so kann man doch durch ihn auf kleinem Raume ganz vorzügliches Obst ziehen und nebenbei gewährt er dem, der ihn pflegt, eine gesunde, anregende und angenehme Beschäftigung. Allerdings ist diese Act des Obstbaues, die ans den Klostergäcten des Mittelalters auf uns gekommen ist, ohne sorgfältigen Schnitt nicht denkbar, deshalb aber von einer Quälerei unserer Lieblinge zu sprechen, ist schon darum verfehlt, weil dann die Rosenziichl, überhaiipt die ganze hoch entwickelte Schnstt- blumenkultur unter den Begriff der Pflanzenquälerei fallen müßte. Und was würden wohl die rheinischen Winzer sagen, wenn man ihnen nahelegen wollte, in ihren Weinbergen mchi mehr zu schneiden, weil das eine Quälerei der Rebstöcke sei!
Rehnelt, Garteninspektor.
Gerichts-saL.
Frankfurt a. 'Ik., 2-1. '21 pul. Am 9. £1 tobet v. I. kam in eine Bilbeler Wirtschaft ein älterer A n st r e i che c geselle und belüft igte Die Gäste. Die Wirtin wies ihn aus dem Zimmer und da er nicht ging, so beförderte ihn em stämmiger Milchhändler an die Lust. Am andern Morgen traf der Geselle einen Gast aus der Wirtschaft aus der Straße und nannte ihn einen „erbärmlichen ÄDitnö". Ter Beleidigte rief den Polizeidicner und ließ, oen Ge,eiieu aips Rathaus führen, um feinen Namen festzustellen. Ter Annreicher nannte fiel) Dort Ian van Sanden aus Benloo Als er dem Amtsgericht vorgeiührt werden wtlte, leistete er Widerstand, wars sich zu Boden und iriilug mit einem Stock auf den Poiizeidienec, so daß dieser von feinem Sabel Gebrauch machen musste. Schließlich wurde llnteviiici;ung wegen Haus,riedensbrnchs, Beleidigung und Widerstands gegen ihn eingeleitet. Tabei 1 teilte «ich heraus, daß der angebliche van Sanden in Wirklichkeit der 44 jährige Louis Müller aus Biedenkopf war. Er hakte Grund, seinen mngren Namen zu Herbergen; denn er hat ein. b- wegte militärische Vergangenheit Im Jahre 1896 bum x
giment als unsicherer Deerespflichtiger etngefielH, wurde er fahnenflüchtig und mußte schließlich in die Arbeiterkompagnie von Ehrenbreitstein versetzt werden. .Hier erhielt er wegen Ungehorsams zwei Monate Gefängnis.' Als diese verbüßt waren, brachte ibn am 15. März L9O2 ein Sergeant von Köln nach Ehren breit st ein zurück. Wahrend der Eisenbahnfahrt bat er, einmal austreten zu dürfen, sprang dann durch das Abortfenster auf den Bahnkörper und entkam. Seil dieser Zeit hat j?r sich unter falschen Namen Herumgetrieben und auch als van Sanden verschiedene Freiheitsstrafen verbüßt. Nachdem sein wahrer Warne festgestellt war, fant er als Fahnenflüchtiger zur Aburteilung vor das Kriegsgericht. Aus seinen Wanderungen hat er im Salyre 1905 auch einmal eine Geige aus einem Schnlhaus gestohlen und für ein Mittagbrot in Zahlung gegeben. Für alle diese Taten verurteilt ihn das Kriegsgericht zu eine m Jahr zehn Monaten Gefängnis, rechnete ihm aber vier Monate aus die Untersuchungshaft an, in der er n. d. Kl. Pr. seit Mitte Oktober sitzt.
— Als neuer A u s l a u s chp r 0 i e > s 0 r trifft m den nächsten Wochen Professor W. Ai. Tavis in Berlin ein; er ist von der preußischen Regierung für Vorlesungen auf dem Gebiete der physi- taiifchen Geographie berufen ivorden.
— Ter Physiker Pro'ehor Paul Lacour von der Hochschule zu Askö, einer Heinen dänischen Insel, ist m "Aslö gestorben. Er war Vorsitzender der Elcttnziialstominijsion des dänischen Staates.
Vermischtes.
* Vom Wetter. Eln sttar^r «srurm richtete vorvergangene Nacht in btr französ. Stadt Cherbourg und in der umgegend großen oujaoen an. Es herrscht dort empfindliche Kälte bei starkem S n e e g e stö 0 e r. — Auch in England und Schottland herrichte vorgestern ein furchtbarer Schnee- sturm mit Frvst. Edinburgh lag nachts unter eimr lechszölligen Schneedecrc, und auch London gew.ihrt heute einen winterlichen Anblick. — Die Nachrichten, die itoer Ueoerschwemmungeil verichiedener russischer triuöte cinmuien, lauten fortgesetzt eriist. In Kaluga ist der Otasluß um 17 Meter gediegen. Tas Mtliturrazarett, die ötathedrene und das Polizeioerwal- kungsgebaude stchen unter Wasser. Tie Ei^enoahnveroindung ist ztoiichen einigen Städten des Gouvernements Kaluga unterbrochen, ver Telegraph ist stellenweise beschädigt und die. Dämme sort- gefpült. ^m Gouvernement C r e i ist die Bahnstrecke zwischen den Städten Bollva und Brause beschädigt und der Verkehr ebenfalls unti r-.ro a^en. In stst 0 skau ist infolge Ueoerschwem- mung des Ma,ch-inenraumes des Elektrizikäis.oerkes die Stadt ohne Beleuchtuüg. Dec ganze Kreml-Quai ift durch den Austritt des Arosllva-Flusses uberichwemmt; die niedrig gelegen nen Stadttene stehen völlig unter Wasser. Der Wassecstand erreicht stellenweiie das zweite Stoawerk der Häuser und ist hokhr ais bei der Ue^etichwemmung von 1856. Einige Dörfer des Gouvirnements Mosiau stehen gieich,alls völlig unter Wasser. In Brjans 1 ist besonders das Arsenal von der Hochsiut bedroht; die Bahnlinie ist unter,pült uni) gegen vOO Hauser stehen unter Master. Auck) in B 1 elh int Gouvernement Smv- leusk sind durch das Steigen des Ovscha-Fiusies viele Häuser übvr,chwemmt. — Bei Wiroelstürmen, die in mehreren Teilen der Bereinigten Staaten Nordai..ecitas wüteten, wurden mindestens zehn Pcrioueu getötet und viele venvundet. — In Rich- lano (Louisiana) altem wurden durch einen Tornado 4 Personen getötet und etwa 100 verletzt. — Einige Ortschaften sind völlig z-er stört.
Kleine Tageschronit.
Gegen die in Florenz wohnende Marchesa Johanna Maria G r a v i n a wurde Silage wegen Betrugs erhoben. Die Marchesa soll nicht nur Schmuckgegenstände, die einer anderen Dame gehörten, sich angeeignet, sondern auch eine Wechsel- [äl|d)ting zum Schaden eines Grafen P. begangen haben. Die hochadeüge Dame uuterhielk vor einigen Jahres ein Verhältnis mit dem Dickster Gabriele d'Annunzio. Sie wurde von ihrem Gatten in flagranti ertappt und lamt d' Annunzio wegen Ehebruchs verurteilt. Aus dem Verhältnis mit dem Dichter gingen zwei Slinöcr hervor. Die von ihrem Gatten getrennte Iran soll ihre Vergehen in der äußersten 9 tot verübt haben. .
Börsen-Wochenverichr.
— Frankfurt a. M., 24. April.
Bei der hervorragenden Bedeutung, die der Ausfall der Emke für die gesamte Volkswirtschaft hat, wird der Stand der Saaten stets mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Soweit bis jetzt ein Urteil darüoer möglich ist, darf man auf einen befriedigenden Ertrag rechnen; auch für Deutschland lauten die Berichte recht zuversichtlich, aber die offiziellen Ziffern, die über den Saatenstand dieser Tage veröffentlicht wurden, sind vielleicht schon nicht mehr in ihrem vollen Umfange aufrecht zu erhalten, bemt die Witterung ist der Entwickelung der Saaten gegenwärtig wenig günstig und sie ftmn ihnen gerade in den letzten Tagen schon einpfindlichen Schaden zugefügt haben. An der Getreidebörse verfolgten die Preise eine steigende Richtung, was auf solche Besurastungen zurückgeführt ivird. Ein guter Erntcausfall wäre aber dieses Jahr umso wünschcns- iverter, als er bei;, wirtschaftlichen Konjunktur wieder aufhelfen konnte. Augenblicklich ist diefe immer noch im Rückgang begriffen, dies zeigt sich jetzt auch im Verkehrsleben, in den Einnahmen der E i s e n b a h n e n. Lange Zeit, als schon heftige .Silagen über einen schlechteren Gang der Industrie laut wurden, wiesen unsere Bahnen nodji steigende Einnahmen auf, nun macht sich aber auch hier ein Rückgang bemerkbar. Auch der Absatz des K o h l e n s h n d i k a t s ist im März gegen den Vormonat weiter zurückgegangen, ebenso hatte der StahlwcrlSverband geringeren Versand. In den Ausweisen der großen Verbände tritt die Ungunst der Zeit bis jetzt nod) nicht einmal besonders stark in die Erscheinung, man wird aber annehinen dürfen, daß der Absatz demnächst noch weiter zurückgelst. Daß unter diesen Umständen an der Börse wenig Neigung besteht, neue Engagements einzugehen, liegt auf der Hand. Ueberdi.es wprde die Spekulation auch dadurch gewissermaßen enttäuscht, daß jetzt, nackwem die Börsengesetz- iwvelle kaum durchgebracht ist, dte Regierung in die Enquete, die sie wegen der Reichsbankbersassung veranstaltet, auch die Frage einer Regelung des 2 e p 0 f i te n b a n k - wesens eingeschlofsen hat. Bei der großen Ausdehnung, die unsere Banken genommen haben, wird man wohl annehmen dürfen, daß sich viele Stimmen für eine reinliche Scheidung der Kredit- und Emissionsbanken von den Depositenbanken im Jn- Lreife der Sicherheit des Äapitalistenpubiilums geltend machen ivcrden uni) wenn ein derartiges Gesetz zustande tomnien sollte, dann würde dies eine völlige Umwälzung im Bankwesen Hervorrufen. Schon die Ankündigung dieser Enquete führte zu einer Abschwächung des B a n ke n m a r k t c s, indessen hielten sich die Kurseinbußen in engem Rahmen, überhaupt sind größere Kursver^ndemngen gegen die Vorwoche nicht oorgeEommeu. Montanpapiere waren im allgemeinen etwas matter, öfter» reichst che Bahnen mäßig bcieftigt. Fonds leicht ab geschwächt. Die neuen vierprozenttgen Anleihen waren unter Emissions- Preis angeboten, die offizielle Notierung erfolgt aber erst nächste Woche. Von Jndustriepapieren waren Elektrizitätswerke mit Rücksicht auf die Chancen, die sich der Elektrizttatsindustrie durch den Bau elektrischer Bahnen eröffnen, gefragt und höher, auch Bielefelder Maschinen stiegen über 20 Prozent. Am Geldmarkt macht fick) immer noch keine weitere Erleichterung bemerkbar. Ultimogeld wurde in Berlin bereits mit 4 5/8—4 3/4 Prozent bezahlt.
Privakd.sionto 4 Vs Prozent.
Handel.
'* Neue R e i ch s d a n k st e 11 e. Am 15. Mai d. IS. wird in G a n d e r s h e l in eine von der ;)ieichsbankstelle in Göttingen abhängige Neichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichkung und be- schränktein Giroverkehr eröffnet werden.
.•■t 1- 'lidhi
Briefkasten Her Redaktion.
(Anonhme riusragen bleiben unberücksichttgl.l
F. W. hier. Tie fragt, üoueric ift bet uns verooien.
Reichsbanl und Diskontsatz. Bei der großen De- beutung, welche eine Erleichterung des Zinsfußes für die gesamte Geschäftswelt hat, erfährt man säst täglich den augenblicklichen Stand der Reichsbank. So wird heute gemeldet, daß in den letzten Tagen der Rückfluß bei der Reichsbank etwas besser mar als in den ersten der Berichtswoche. Aus diesem Grunde wird nun an genommen, daß der nächste Status gegen das Vorjahr wieder eine Besserung bringen wird. Es ist daher zu schließen, daß, wenn die geringere Inanspruchnahme der Reichsbank anhält, doch noch vor Ultimo eine Disko n ter mä ßigung m Vorschlag kommt, und vielleicht auf Dienstag oder Mittwoch der Zentralausschuß zu diesem Zwecke einberufen wird. Allerdings wird wiederum herborgehoben, daß es sich vorerst nur um eine Ermäßigung von 1/2 Proz. handeln wird, da die Bank die weitert Entwicklung abwarten will.
Kleine F im a n z ch r 0 n i f. Am 27. d. Mts. läuft der Termin für die Zuzahlung von 40 Proz. auf die Aktien der Berliner .Botelgesellschast ßlaifcrbof) ab. Es wird den Besitzern der alten Aktien von der Verwaltung empfohlen, diese Zuzahlung zu leisten, da die mit 40 Prvz. zugezahlten Aktien, in Vorzugsaktien, ausgestattet mit einer 6 proz. Vorzugsdividende, umgewandelt werden und die Vorzugsaktien auch bei höherem Erträgnis 6 Proz. mehr Dividende erhalten als die Stammaktien. — Tie Kleiderfirma L. W. Äellwitz Söhne in Köln beruft ihre Gläubiger zusammen; die Verbindlichkeiten betragen 550 000 Mk. — 'ecl Aufsichtsrat der Tillmann»chen Eisenbahn-Akt.-Ges. in Remscheid wird 6 Proz. Dividende wie im Vorjahre Vorschlägen. — Tie Seidenwarensirma Cohn und Wertheim in Berlin liquidiert au; 1. August. Die Auslosung erfolgt im Hinblick auf die ungünstige Lage der Seidenwarenbranche. — Tie altrenommierte Juivelier- firma Georg Aron, deren Inhaber sich vor einigen Tagen erschoß, hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Passiva dürften über 1 Mill. Mk. betragen, denen nur geringfügige Aktiva gegenüberstehen.
MH
3,'m«*" A Wl zuUl
Märkte.
Gieße»«, 25. April. Di art 1 bericht. Aus heutigem Wochen- mailte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Mk., Hühnereier 1 Ll. 6—7 Psg., Nase pr. Sl. 6—8 Pi., Süiiematie 2 St. 5—6 Pjg., Erbsen p. Pid. 18—24 Psg.. Linsen p. Pfd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80— 1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 'Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Psd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 D.k., Lchsenfleisch pr. Pid. 76—84 Pig., Kutz,
und kknudsteisch pr. Piund 74—76 Pig., Schweinefleisch pr. Piund 60—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 80 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Psg., Hammelsleijch pr. Pid. 70—84 Psg. Kartofseln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00^6,00 Dik., Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 0-00 Pig., per Zentner 'Mk. 0.00—0.00. — Aepiel per Ztr. 10—25 Dik., Birnen per Ztr. 10—25 'Mk. Nüsse 100 Stück 40—00 Psg., per Ztr. 0—00 "Mk. 'Marktzeit von 7—11 Uhr.
IkfmcuieuTpü ii eine eleg d Duner, öaoi
.3»* S
[tiüiieten. De
’ U^Zmüncri I WÖi per 1.
'äiigrenseiiTö: inj aut Ochilseu ' ymimeriuoljnu: | ^Ddjenjinmier, f DieiwPlW unö l ’ Lduii oder irut ? Mereö W . U_____
Lndwigit , ettz.ö-ZunmeuL || Rrioion ob.ipai ■ xiMvvelLüau
«uoAN l Etage, löjone iiit bias uuö eie ) ihiß uni) allet ioiort oder span M__M
i WS2j frjinimcin nitduti. per l.o
Vi
5 Zir
W
D
2? oöi?T 1
S>| 'jniQt&Wr SÄ
kvituetuii idiönc a=öimuiev bab, Laiton un Ktrl.üultju vei i'ianfaroe 3-Ii vi-öu uertiL 12/u Mj Lch. O^im Mhoizu vern Müüegante; i-duli iuuenn. sicheres un tz Ml Schüue isiv öJhaume, t Kartell per Keriuage 2, (ft I BHSju^iin.^iü I stäuueg. j.uetm
Wlttöt Ü-Z ■ W’Mut). Ji
ui.^toa, 5U|. oö. Wwruueteu. t
s Zimier-Lohn Betuueteir ,.Äü5ieiuii ft. -ticin ‘umiiiicr^oo
QUl’Ul ÖUüi UILituyetiuuei
WZ
te«11 tu .äubeij., (yar.
uiiüLwae
Meteorologische Beov ichtungen der Station Gießen.
April
1908
Barometer nui 0u reduziert
Temperatur der l!ust
Älbsosiite Feuchtigkeii
Relative Ieuchtigkeü
Windrichtung
Windstärke
Wetter
24.
2”
734,2
8,8
7,0
83
SSW
6
Regen
24.
9,a
735,9
7,6
6.8
88
WKW
2
Regen
25.
^36
741,4
2,5
4,8
87
N
2
Bew. Himmel
Höchste
Tempei
Titiu a
u 23.
bis
14. Apr
il =
-4 10,7 0 C.
Niedrigste ,
23.
24. 0
—
Z- 5.4 u C.
ALrchlichc Nachrichten.
Lvangelische Gemeinde.
3n der Johannerkirche.
Morgen Sonntag, abends 8 Uhr, un Konfirmandensaale: Versammlung und Bibelbejprechimg.
Die nach- Ä „ 4 sind Sonntag; den 26. April nur stehenden Ä v 1 Zi l v von lü liiir mittags bis 12 Lin nachts tür dringende Fälle sicher anzutrellen. lD;S/<
Dr. Ploch, Asterweg 9. — l>r. Scliliepliakc, Goethestr.44.
— F. Warner, West-Anlage 49.
üt napchm. Ä Wrschapotiieke.
Giessen, den 25. April 1908.
Grossh. Polizeiaint. Reinhart. bö/i
Telefonische
des Giessener Anzeigers, mitge und Indusli
Frankfurter Kör»
3>s°/0 Reichsanleihe . . 91.10 0% do. . . 81.55 öy2 °/0 Konsols .... 91.00 ‘6% do. .... 81.55
°/0 Hessen —.— 3°/0 Oberhessen . . . 91.50 4y0 Oesterr. Goldrente. 98 70 4*/a % Oesterr. Silberreuto ' 9.00 4% Ungar. Goldrente . . 92:40 4% Italien. Rente . . . —.— 3% Portugiesen Serie I 3% Portugiesen „ III 61.60 4%°/e inss.Staatsanl. IVOu 94.60 4>5 u/0 Japan. Staatsanleihe 86.30 4^6 Conv. Türken von 1903 S5.50 Türkenlose 149.20 4% Gnech. Ilonopol-Aul. . 49.5o 4 $6 äussere Argentinier . 85.00 o°/0 Mexikaner . . . 66.40 4>ä°/0 Chinesen .... 95.10
Aktien:
Bochum Guss 219 30 Buderus E. W 112.20 lendens: fest.
Berliner Börse, 25
Canada E. B 153.20 Darmstädter Bank . . . 1^5 50 Deutsche Bank .... 233.20 Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank . . . 138.70
Tendenz: fest.
Kursberichte
teilt von der Bank ihr Handel ie, Giessen.
>e, 25. April, 1.15 Uhr.
Elektnz. Lahmeyer . . 125-50
Elektnz. äclmckert . . 110.50
Eschweiler Bergwerk . . 208.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 194.60 Hamburg-Anierik. Paket! 113.6C llarpener Bergwerk. . 198 25
Daurahütte. . . . . 207.50
dordd. Lloyd . ... 98.10
Ubeisehles. Eisen-Industrie 100.00 Berliner llandelsges. . . 162.80 Darmstädter Bank . . . 125 4z Deutsche Bank .... 232 cc Deutsch-Asiat. Bank ■ . 137.00 Diskonto-Kouimandit. . 175.50 Dresdner Bank .... 139-25 Kreditaktieu 198.1 < Baltimore- und Ohio-
Eiseulahn 84.30 GottbardUahn.....
Lomuard. Eisenbahn . . 23 8t Oesterr. ätaauounn . . . 147.80 Prinee-Hcnn-Eiseubabu . 118.50
April. Anlangskurse.
llarpener Bergwerk. . . 198.V i.aurahütte .....
..uinbarden E. B. ... 23.80
Nurdd. Lloyd 07 80 lückenlose 149.1'
Für schwächliche Kinder und Magenleidende ist das al bewährte Nestlesche Kinderurehl eine leicht verdauliche, woyr schmeckende und gern genounnenc 'Nahrung, welche die ttoipertram hebt und Verdauungsstörungen verhütet. Proben iiiid illiistr.Broichurc toslenfrei durch 'Otestle s .Slinöcnncljl Gesellsch., Berlin b. 42. iss
Verleihanstalt
Frankfurt a. M.
Wo:hu 10 P-g.
Telaph. 4017. Telegr^ Adr.: Industrie-


