Ausgabe 
27.6.1908 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Samstag Ä 7. Juni 1Ö08

158. Jahrgang

Erstes Blatt

Bezugspreis!

monatlich 7LPs., viertel- 1

diePost ML.2.oiertel- jahrl. cmSkcht. Bestellg. ZeilenpreiS: lokci.15Pf^ auswärts 20 Pfennig.

Verantwortlich für den polttychen Teil: (L. Anderson: f. Feuille­ton und »Vermischtes* P. Wiltko; für »Stadt u. Land" undGerichts-

Nr. 14$>

Der ©teßenex Snzetger erscheini täglich, außer Sonntags. - Beilagen: d ter mal wöchentlich HiehenerZanliltenblätter; »weiinal wöchentl.llreiS' blattfürdenttretsGietzen (Dienstag und Freitag); iroetmai monatl Land» wtrtfchastttche SeNfragen

Sitrung 4>er StaSLvsporSneten.

Gießen, 26. Juni. (Schluß.)

a jährlich Mk. 2.20; durch 10» Abhole- u. Zweigstellen I monatlich 65 Pf.; durch

*

DemVorwärts" zufolge hatte der Abg. Liebknecht ouf die Ablehnung des Oberreichsanwalts, ihn zur Land­tagstagung zu beurlauben, eine telegraphische Be fe Sen Reichskanzler gerichtet. Er erhielt am Don- merstaa nachmittag folgenden telegraphischen Beschew.

Zur Aenderung des vorn Oberreichsanwalt feiltet Bescheides hat der Reichskanzler keinen Anlaß. Enn An- wrud), behufs Teilnahme an den sLandtagsverhandlungen Jn Unterbrechung der Strafhast gewahrterhalten, ist durch gesetzliche Vorschrift nicht zu begründen. Aus Billigkeitsrücksichten wird grundsätzlich Urlaub nwt be- willigt, wenn bei der Fortsetzung der Hast, bem Verurteilen oder seiner Familie erhebliche außerhalb des Strafzweües liegende Nachteile erwachsen würden, ^hrem Wunsche bedauere ich deshalb nicht entsprechen zu tonnen.

(gez.) Der Reichskanzler. I. B.: Nieberding.

°nfC6Sto. Troß bemerkt. Stabte. Dr. Gutfleisch habe ftüh-r schon sehr richtig ausgeführt, daß durch Schalung derartiger Nerkehrseinrichtungen der Verkehr und das Un,chen der ^stadl gehoben werde. Wichtig sei, daß man riästlg und zugleich beid. Linien baue. Die Linie zur ztaferne ivlle man statt rn die Lraier Straße zum Trieb führen, wo in Zukunft ofiers größere Fcst- lichkeiten sein würden. Die Entwickelung der Worin;er ^trasten- bahii zeige, daß man auch hier Mit ihrer Errichtung gut tun werde. Die Bestellung weiterer Sachverständiger halte er für

Rolle, hierfür käme vielmehr der Zug des Verkehr^ in Be­tracht. Deshalb sei er für die gleichzeitige Erbauung bettnr Linien wenn die Sache finanziell durchführbar lei der bit­weisen Beschränkung des Betriebs in den.schwachen Verkehrfftunden stimme er zu. Ins Auge zu fassen sei, die Einrichtung; so »u treffen, daß eine Ueberschreitung der. oberhestgchent Bahn mog i .) sei, eventl. zu Fuß, wie bei der Frantsurt-Offnib^er Bahn.

Beig. Georgi schließt sich den anerlenncnden Worten für Oberbürgermeister Mecums Tätigkeit an. Nach der Durchsicht des gegebenen Zahlenmaterials habe er sich sem Urteil dahin, geülldet, daß man heute schlüssig werden loUc, unter allen Um­ständen zwei Linien zu bauen. Wenn rnan stur eine ^"ne heute beschließe, werde die zweite auf eine lang. Reihe von Zähren hinausgeschoben und damit ein ganzer Stadtteil empfindlich ge­schädigt. Wenn man zwei Linien errichte, werde man für den Anfang bei etwas beschränktem 7»/- Mmutenvertehr mit o0 000 Mt. Zuschuß rechnen müssen, was sich später verringern werch. Auch das sei zu beachten, daß man beim Strom, der mit 12 Psg. angesetzt sei, noch etwas verdienen werbe. Vorausietzung |u; die Zustimmung müsse sein, daß die gegebenen Zahlen ouruj einen uninteressierten Sachverständigen nachgepruft wurden, damit werde in der Sache selbst nichts aufgehalten .

I Oberbürgermeister Mecu in ist nut der Bestellung eine» oadj- I verständigen einverstanden, macht aber daraus ausmerham, daß Idie Firmen, die die Offerten einreichten, bereit find, für die Do.i ihnen angegebene Summe den Bau der Bahn auszufuhren.

Stadtv Haubach würde ebenfalls die Linienführung durch die West-Anlage für falsch halten und meint, es käme nur Die Errichtung zweier. Linien in Betracht. Die Gruiidlage für die endgültige Entscheidung müsse allein das finanzielle Ergebnis sein, weshalb er sich dem Antrag des Beig. Georgi, einen Sach­verständigen mit der Prüfung des Materials zu beauftragen.

Gs?ettb<ahn-ZeLtUMg.

DieNordd. Allg. ZtgA schreibt: Im Anschluß an die Verfügung der Eisenbahnverwaltung, betreffend die vor- chr ist s widrige Neber füllung der Wa genabt eile mit Handgepäck wird in einer Korrespondenz die Be- ürchtung ausgesprochen, daß das reisende Publikum in Bezug Qllf die Mitnahme von Handgepäck in Abteile von dem Wohlwollen der Gepäckträger abhängig werde. Diese Be- fürchtuna ist durchaus unbegründet. Die Verfügung richtet sich nur gegen solche Reisende, die ohne jede Rücksichtnahme aus Mitreisende die Abteile vollstopfen. Die große Mehrheit der Reisenden wird von der getroffenen Anordnung, die übriaend lediglich frühere Anweisimgen wiederholt und von neuem einschärft, keineswegs in Mitleidenschaft gezogen, sondern nur vorteilhaft berührt werden.

Die elektrische Straßenbahn.

der D i s k u s s i 0 n bemerkte zunächst Stadtv. Gab r 1 e l, daß 'die Annahme einer Einnahme von 78 000 Mk. uacy seiner Ansicht zu gering gegriffen sei. Man könne aunehmeii, baß das 4 Vs fache des jetzigen Omnibusverkehrs erreicht werde, wa» 9a 400 N^Stadtp"G^r ü^e Wald führt aus, er wisse sich wohl einen Sinnet mit allen Mitgliedern der Ber, amnttung, wenn er dem Vorsitzenden warme Anerkennung und herzlichen Dank aus, proche iür^ seine mühevolle Arbeit bei Vorbereitung der Vorlage. Auf lic finanzielle Seite der Frage wolle er heute mäst emgehen, da man in dieser Beziehung nur auf Mutmaßungen angewiefen ei. Qur Vereinfachung der Beratung solle man aber in Zue Sichtung La Materials selbst eintreten und alles das aus,cheiden, über d ssen Unzweckmäßigkeit und Undurchführbarkeit leine Meinungs­verschiedenheit herrsche. Dazu rechne er in erster Lime den 1^ Minutenverkehr, sowie ferner die Erbauung erner ~mte durch die West-Anlage Damit verlängere man den Säfienenweg und ent­ferne sich n weit vom oberen Zug der Fran surter Straße der siir die Frequenz der Bahn wesentlich m Betracht komme Gegen die Durchführung der einen Lime bis zum Rodtberg habe er <ro ,2 .»: darüber zu reden, ob man nicht zur

tibUung' £ «Stä Tu. fcHg folk Festzuhalten sei, daß von vornherein zwei Linien ins Äug ftaÄ A^ch bieFd,

zügc Heltersweg und Bahnhofftraße spiele für die Frequenz terne

KoliLi?che Cagestzch^rr.

DieGrenzen" der akademischen Lehrfreiheit.

Rack) einer Aeußerung des bayrischen Kultiismimsters v. Wehner im bayrischen Reichsrat hat die akademische Lehrfreiheit ihr- Grenzen! Und der Regensburger Bischof bemerkt dazu er- läuternd, daß die Hochschulen einen mehr padago- gischen Zustand brauchten. In Bayern verlangen also tue maßgebenden Kreise mit anderen Worten btt allmähliche Überführung der freien wissenschaftlichen Arbeit an den Hochschulen in einen schablomsierenden und subalternen Se- ni i not betrieb nach Art der schon heute m Bayern bestehenden Priester-Seminare und -Lyzeen. Von diesem Gesichtspunkt mis betreibt man andrerseits auch die Erhebung der bay­rischen Lyzeen auf die Stufe der Universitateu, soweit d e äußeren Würden und Privilegien in Betracht lommen. Uber Herr v Wehner sagte: die Forschung soll frei ftm - und ihm stimmte der Regensburger Bischof zu: mBuchern

1(1 HCL IVIV CUl ----- , r , /

, Teil des A r b e i t e r st a u d e s drüben mag sich rascher cmporentwickeln als bei uns, der andere scheint ohne Krast und Willen. So reduzierte Gestalten, an Kleidung und geistigem. Aus­druck, ivie aus London des Abends von der Arbeit heunkehren, kennen wir der Regel nach in und um Berlin nicht. ^ie^.runi- s ucht fordert drüben ihre O p f e r ganz anders wie bei uns. Gewissen Notständen gegenüber wundert man sich, daß das tolze tatkräftige und reiche britische Volk nicht ganz anders damit ertig wird. Von der V ers i ch e ru ng s- G c , etz g eb un g, die bei uns unaufhaltsam ihre segensreiche Wirkung litt, hat man drüben noch nicht die grundlegenden Anfänge, (vrivdat man dies und anderes, so wird man nicht hochmütig, ka^wäre dumiii und schlecht zugleich. Mail freut sich der Heimat, der erneuen Nation und ihres Vorsprungs, tvo er vorhanden ist, unö schöpft neuen Mut, von der Zukunft mehr zu erivaiten.

iekener Anzeiger

Fernfprecd - Anfchlüsse r

WW General-Anzeiger für Gberhefsen

Hotafiottsbrul und Verlag »er vrühl'ichen Unl°,vuch. un» St-lndruck-r-l. R. Lange. N-»-kt>»n, drpcöition und Druckerei: Schulstratzi L Anreigenteil: H." Beck.

W vormittags 10 Uhr. _____________

Stadtv. W.i n n schließt sich dem Dank für die ra,che und gründliche Fertigstellung der Vorarbeiten durch den Oberbürger­meister an und bemerkt weiter unter großer Heiterkeit, das inu, e umsomehr hervorgehoben werden, als es nicht 1immer derFall sei Er bat sodann, heute die Angelegenheit defrnitiv ;u ent- feben uxxb auch ben 7i/s Minutenverkehr festzulegen Wenn man dics tue, könnten die welleren Berechnungen °ngestellt werdm Zu empfehlen sei bei der Bahn die Selbstregie. auch

zu beachten, daß in den angenommenen Baucoften auch Betrage für die Straßenpflasterung und Geländeerwerb vorge,ehen Ktcn, um die sich die eigentlichen Baukosten geringer, stellten. .

Stadtv. Wallenfels bemerkt, es herr,che woh Einigkeit darüber, daß der Omnibus nicht länger bestehen bleiben tonne.

eher deshalb die elektrische Bahn tarne, ^esto beper ,ei ts. En sei für den Bau in der Richtung der Ommbuvlinien und meine man brauch ° nicht so ängstlich zu sein. Wenn man Waren wolle, solle man nur am riditigen

fei, ob man die beiden Linien nicht an der Mollkcsttaße bezw. am Wiesecker Weg zu Ende gehen lassen solle.

Stadtv Krum m hält die Stadt geradezu für verpslichtet, beide Linien zu bauen. Die eine Linie könne man aber ganz aut am Wfau" enden lassen. Er fei der Ansicht, oatz die Stadt den Bau selbst leiten, jedenfalls aber die Firma Hecker au^'scheiden lassen solle. Auch et halte es für selbstverständlich, daß man heule nicht endgültig beschließe, sondern noch einmal iineu S-ch°-rstandigen befrage. Wie bei jedem Unten.ehmen müsse man auch bei der Straßenbahn em gewiße-, Ripko ubm- nchmeu Er habe aber die Zuversicht, bau es ebenso wie b im Theaterbau besser gehen werde als man glaube. Man sei durch das Bestehen der Omnibuslinien yewiffermaßeii^erblich! delastet, deshalb müsse mau die zwei Simen bauen. Wenn man zum Ommbus 12 000 Mk. Zuschuß gebe, könne man die elek­trische Bahn ruhig einen größeren Zuschuß geben, »ueiiii e» cl- ürberlidr sei. Er hoffe, daß über die Frage die Einigkeit vor­handen sei, die in der Versammlung stets geherrscht habe, wenn iU Msicht. daß bu Sach- feine

dilatorische Behandlung vertrage. Wenn man aber im K^n Stadium der Angelegenheit nochmals einen Sachverständige zu- ziehe, tue man dies. Deshalb meme er, man solle m dem zu fassenden Beschluß weiter gehen. Es ,fei ^chtig, daß die landespolizeiliche Genehmigung unter Umstanden longi 3j t in Anspruch nehme, aber man habe in letzter Zett in ^aiinuaor offenbar das Bestreben, die Wünsche der Stadt Gietzen raid) Ä Maa fülle beide Linien bef«Men und nnen sachverständigen zur Prüfung der Offerten zuziehen, ^.a^ vor­liegende Material sei derart, daß man vor allen unangenehmen LLchungen geschützt sei. E° sei de- AnsiM. M man hoch- tenS eine angenehme lleberraschuiig erleben werde.

Stadtv. Dr. Biermer legt Wert darauf, in diesem staduim ber Verhandlungen nochmals festzustellen, daß er stets b^ Vrup zwiellen Meinung gewesen sei, daß man bei den m Betracht kommenden J-irrnen hätte anfragen sollen, ob sie den Bau und Betrieb übernehmen wollten. Die Angelegenheit sei sehr gi- förbert worden. Es stehe fest, daß die Bahn gebaut werde und X Qinien, mit beschränktem 7V3 Minutenbetrieb und Tübruna der" einen Linie bis zum Wieseaer Weg. Bei der herr- chenden Stimmung halte er es für nutzlos, das vorhandene TJtaterial nochmals prüfen zu lassen, denn silb>t, wenn die -^vu- su^g ung^M ausfalle. Werde die Mehrheit den alsbaldigen Ban beschtech-n. Firmen bereit

seien Bau und Betrieb zu übernehnren. Er ,-e aber gegen cme Verpachtung aus längere Zeit hinaus, dagegen fei sre sur dir allererste Zett unter Umständen angebracht.

Stadtv Plank würde es für eine Verschleppung halti.it, wenn man jetzt noch einen Sachverständigen mit, der Prüfung der Staue Er wolle als weiteren Grund für die En-bauung zweier Linien noch anführen, daß es bei nur einer ~tme leicht zur Ueberfüllnng der Wagen kommen werde, was namentlich bei dem Verkehr znm Bahnhof mißlich sei. ^ne gegenseitige Konkurrenz sei in den beiden Linien nicht zu erblicken, -ten Omnibus habe man bei^seiner Gründung allgemein als einen lieber gang zum späteren Straßenbahnbetrieb angesehen und gerade mit dem Hinweis darauf die Leute m der -balmhoistratze zum Zeichnen von Aktien veranlaßt. Wenn das auch du ^tadt aly ^lche rechtlich nichts angehe, so verstärke es doch die Grunde, bie für die Linie in der Bahnhofstraße sprechen.

ustung der Rheinschiffahrt sowie des^ süddeutschen Handels und Verkehrs. Der Oeffentlichkeit wurde von diesen Verhandlimgen nur in einer kurzen offiziofen Notiz der Köln. Ztg. Mittettung gemacht. Erireulicherweise geht aus der Notiz hervor, daß die Verhandlungen wiederum er g,eb n is- los waren. Tennvon der Fassung bewnderer Befchlupe wurde zunächst noch abgesehen/' Manvertagte" fie bih, zum Herbste. Die Gegner der (2chiffahrisabgaben können rede derartige Ver­tagung mit Genugtuung, begrüßen. Eine ganze Reihe ergebnis­loser Konferenzen beweist nun schon, luie barmacEig der Widec- iitvtri UHU u.uu uvui , I stand gegen die Abgaben ist, die Preiltzen durch das Gesetz vom

fantu auf seinen Sessel. Die Obstruktion ber \ Aprtt 1905 einführen wollte. Und soweit dieser Widerstand in

Süddeutschland infolge preußischer Verlprecl,ungen zeitweilig er-

Daiz innen zu laujuu/tr Mitarbeit, falls sie dazu die lahmt war, ,iA er erfreulick-erweise neuerdings wieder im Zu- Weisung bckundcn sollten, die Gelegenheit nicht oerjchrmüt nelM-n begriisen. ,

und ihnen ouch die MöglichM einer Jnttmtive mchr Theologi-.Profkffor übet Deutlchland und England,

verschlossen wird, ergab stch gl-rcy!« ls schon ans b efer un ) B £ » ble Fahrt der dentschen Geist-

b Wt nach England schließt Professor D Rade (Marburg)

deine rt und auf ^Haftentlassung des Aog. Lieb- in einer christlichen Zeitschrift mit folgendem bemerkenswerten e ch t als dessen provisorischen Wohnsitz das Aiitglieder-1 ^ergleict): .r,

hM-JrrfmiS die Kommandantur Glatz angibt, hat die frei- ,,©o groß und bewunderungswürdig vieles drüben ist: wn i n i n e V 0 l k s v a r t e i die fehlende Anzahl von Unter- haben keine Ursache, unserer Eigenart und unserer Geichlchte uns von ihm entsandten Abgeordneten geliehen. ~ ~ - firfl rnfrhpv

Rur eine halbe Stunde erjorberte diese Sitzung. Am

'Samstag wird wohl ein beschl iisifähiges HauS die Konstituierung durch Wahl des Prastdiums ermöglichen. ^Bis dahin leitet mit staunenswerter Frische der b4 fahrige 5)obrecht als Alterspräsident die Geschäfte, da der noch ältere Pole Szuman auä) diesmal einen Demonstrations- 6^8 ^r.Äk°»s°hat es leichter, die FoonlllMlten lzu erledigen. Zu seiner Beschlußsahigkeit bedarf e^> nur der Anwesenheit von 60 Mitgliedern, und so konnte m 10 Minuten das alte Präsidium von neuem beJatigt werden und nach kleiner, W)e eine zrveite Sitzung siuK- finden, in der durck) einmütige Annahme 0 c v k 1 l a) e n- aesetzes auch b.ie sachliche Arbeit dieser 23oi-tagung er­ledigt wurde. Mir wenige Sätze enthält die Allerhöchste Botschaft, die Fürst Bülow an der Spitze des bis auf den Marineminisher v. Tirpitz vollzähligen Staatv- ministeriums ohne Feierlichkeit verlas. Mit einem an- schließenden Hoch aus den König, das der Prafident des Herrenhauses Frhr. v. Manteuffel ausbrachte, war der Land- kag eröffnet, und nun erst betraten die Sozialdemokraten beit Saal, um sich nach ihren Plätzen umzusehen.

heutige Nummer umsatzt <6 -M.N, I «WM j« «» SMfcfti.S? Ä

»as neue preuhiiche Adge-rdmtenh-»-.

lie Hoflogen blieben leer und dem stark besetzten Hause;Lfrcie Wissenschaft' ? Wahrlich, Bayerns Kult - von den 443 Abgeordneten haben 390 ihre Meldung beim Verwaltung könnte einen Wettbewerb der deutschen Kultus- Bnreau abgegeben. Ministerien um den weitesten Rückschritt nut der stolzesten

Die Neugierde auf den roten Einschlag im Dreiklassen- Zuversicht auf sicheren Gewinn ausschreiben.

Parlament wurde rasch beffiedigt und volle Klarheit über 4

die durch den Einzug von sieben Sozialdemokraten ge- Tagungen und Vertagungen.

febanene Lage gegeben. Es wird so sein wie bisher: die Meder einmal haben Verhandlungen über die Einführung Genossen" bleiben vereinsamt und werden nicht tue üon Schisfahrtsabgabe n ftattgefunden. Sie wurden auf genügende Un ter stütz un g zu einer erfolgreichen Obstruk- Beranlassung Preußens in b?^pr^ chcn

Li/potttit Daben,1 benn aud> ihre engftot Frrunb«, Ine S V»

Polen, tun dabei Nicht mit. . , 1 an frffarfem Widerspruch gegen die geplanten

Dies ist das Ergebnis der ersten konstituierenden Sitz-! Sckiffalwlsabcrabeii gefehlt hat, geht schon daraus hervor, daß ung. Die Sozialdemokraten wider letzten fiü) durch chren ^pci diesen Verhandlungen vertreten war. Denn die ba-

Fraklionsführer Bergmann der Absicht aller bürgerlichen Regierung wehrt sich bekanntlich mit anerkennenswerter

Parteien, das Kirchengesetz durch Anwendring der durch Die ^arlnäaigleit gegen die drohende Belast GLfchäftsordnung hierfür gegebenen Möglichkeiten so rasch funh 9W iu erledigen, daß diese Vorsession am zweiten, sp^bstens am dritten Sitzungstage geschlossen werden kann. 15 Mit­glieder sind erforderlich, um die Abweichung von den ftamn Vorschriften der Geschäftsordnung zu verhiudern; unfchluf- sig erhob sich Korsanty, zögernd 'noch zwei oder drei andere Polen, aber ihre Fweunde fühlten die Bedeutung dieses Augenblicks, der sie zur Obstruktionspartei gestempelt hatte: fie blieben sitzen und unter dem Geläcyter des Hauses sank !^ch Kors' -------- «-"* HfiftruFhnn der

Genossen" war gescheitert.

Daß ihnen zu sachlicher