Vstsee-Uebereinkommen nur kestsetzt, daß andere Fragen al5 Die- jentqen, welche die territoriale Integrität betreffen, von der Uebereinknnft nicht berührt werden. Das Blatt hebt schließlich noch hervor, daß keine Verhandlungen beniglid) der Aalands- inseln iveDev 511 dem einen, noch zu dem anderen Zwecke geführt würden.
zieischervezirtrtag.
(:) Dillenburg, 24. Mai.
Heute fand Hierselbst in unserer zu Ehren der Gäste mit Fahnen und Tannengrün geschmückten Stadt der Bezirkstag beider Hessen und Hessen-Nassau für das M etzger- g ein erbe statt, der aus allen Teilen des weiten Gebiets trotz der Ungunst des Wetters sehr gut besucht war. Um 2 Uhr nachmittags hatten sich, als unter Vorsitz des Obermeisters Lautz- Darmstadt im Saale des Kurhauses die Beratungen ihren Anfang nahmen, die Vertreter folgender Innungen emgefunden: Allendorf, Alsfeld, Arolsen, Bingen, Kassel, Darmstadt,, Dillenburg, Ehrenbreitenstein, Frankfurt a. 59t., Fulda, Gieren, Haiger, Hanau, Hersdfeld, Höchst, Kreuznach, Lauterbach, Mainz, Marburg, Schlüchtern, Wetzlar, Wildungen, Wiesbaden, Worms und Herborn, sowie über 300 Fleischermeister. Der gedruckt vorliegende Jahresbericht des Bezirksvereins stellte fest, daß das Metzgergewerbe im abgelaufenen Jahre mit Widerwärtigkeiten aller Art, besonders mit dem Niedergang der Konjunktur zu rechnen hatte. Ter Vereinigung gehören an 2224 Jnnungs- und 48 Einzelmeister. Aus dem Bezirksverein und dem Verbände trat aus die Innung Koblenz, wogegen zutraten die Innungen Boppard, Haiger und noch Herborn. t .
Schwarz- Fulda referierte über die Aufhebung, des Oktrois im Jahre 1910. Er wies darauf hin, daß sich eine ganze Reihe von Städten schon jetzt darauf emrichte, den Ausfall an Einnahmen durch Erschließung anderer Emnahrne- qv.ellen auszugleichen. Scharf kritisierte er aber die Stadtverwaltungen, die erklären, sie könnten das Oktroi im Jahre 1910 nicht aufgeben, weil sie einen Ersatz für den Einnahmeausfall nicht zu schaffen vermöchten. Es sei noch nie dagewesen, daß man eine Gesetzesbestimmung ehe sie überhaupt wirksam geworden, durch ein anderes Gesetz wieder aufhebe, was jene Städte anstreben, indem sie dieserhalb beim Reichstag und beim Bundesrat vorstellig werden. Redner stellt den Antrag: „Den Verband zu ersuchen, bei den gesetzgebenden Körperschaften des Reiches zu beantragen, daß die Petition der Städte, welche die Hinausschiebung des Termins der Aufhebung des Oktrois auf Fleisch usw., von diesen zurückzuweisen sei." Der Antrag wurde einstimmig zum Beschluß erhoben.
Die Beratung über Gründung von Vieheinkaufs- bezw. Viehverkaufsgenossenschaften mußte abgesetzt werden, weil der Referent Obermeister S chu e l l - Kassel verhindert war.
lieber das Verhältnis der Meister zu den Gesellen und die A r b e i t e r s ch u tz g e s e tz e sprach Gewerberat Falk- Mainz. Er wies darauf hin, daß auf, sozial-politischem Gebiet die Kollegen nicht rückständig geblieben seien. Verhältnisse, wie sie z. B. die Enquete seiner Zeit im Bäckergewerbe festgestellt habe, beständen im Fleischergewerbe nicht, wie dies die amtlich angestellten Ermittelungen ergeben hätten. Trotzdem müsse man zugestehen, daß es noch Verhältnisse gebe, wo der Meister die Arbeitskraft seiner Leute ausnütze, nur um billig seine Ware absetzen zu können. Hier wolle die Gesetzgebung einsetzen und dies müsse man mit Freuden begrüßen. Genau so liege es mit den Bestrebungen nach Ergänzung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe, deren Verbesserung man nicht etwa einheitlich für das Reich vornahm, sondern für die einzelnen Bezirke je nach den Verhältnissen einführe. Auch damit müsse man sich abfinden und werde dies gern tun.
lieber die Einführung des Handels nach Lebendge- kvicht und des Schlußscheinzwangs berichtet Weidmann-Wiesbaden. Er erklärt diese Forderung für unannehmbar, weil damit dem Betrug Tür und Tor geöffnet wird. W a lösch m i d t - Wetzlar ist der Ansicht, daß man sich mit dem vorgeschlagenen Modus absindeß könne. Der Metzger müsse eben wenn er es nich,t verstehe, lernens das lebende Gewicht in Schlachtgewicht abzuschätzen und der reelle Landwirt werde den Metzger auch reell bedienen. F al ck-Mainz tritt dem entschieden entgegen, die Interessen der Landwirte und der Metzger seien verschieden. Man brauche nicht die Landwirte als unreeller hinzustellen, als die Metzger, die die ersteren auch beim Handel Übervorteilen können. Beim jetzigen Modus der Bezahlung nach Schlachtgewicht komme niemand zu kurz. Man solle doch nicht vergessen, wie die Agrarier in der Zeit der hohen Fleischpreise die Metzger in der Öffentlichkeit beschuldigt hätten, sie verursachten die teueren Fleischpreise. Würden die Viehpreise nach Lebendgewicht in den Zeitungen angegeben, so würde ein Vergleich des Publikums dieser Preise mit denen im Laden erst recht Unzufriedenheit Hervorrufen.
Heß- Frankfurt berichtet über die Verweigerung ber gesetzlichen Währschaft auf dem Frankfurter Viehmarkt durch die Händler. Er teilt mit, daß der Mitteldeutsche Viehhändler-Verein seine Mitglieder bei einer Konventionalstrafe von 150 Mk. für jeden Fall verpflichtet habe, nur noch ohne Währschaft Vieh zu verkaufen. Damit ist' die Versicherung der Tiere, die früher der Landwirt trüg, wenn er sich gegen Währschaftsschäden schützen wollte, zu Lasten des Fleischergewerbes übergegangen. Das Referat rief eine sehr lebhafte Debatte hervor, wobei das Verlangen gestellt wurde, der Bezirksverein resp. der Verband solle dagegen einschreiten, daß das Währschaftsgesetz durch die Händler außer Kraft gesetzt werde. Der Vorsitzende erklärte, man solle doch nicht alles von den Führern verlangen. Die Kollegien, die am Frankfurter Markt interessiert sind, sollten sich vereinigen und keine Ware ohne die gesetzliche Währschaft kaufen. Es komme hierbei auf eine Machtprobe an. Heß-Frankfurt a. M. bemerkt, daß wegen dieser Angelegenheit in Frankfurt demnächst von der Innung eine Versammlung einberufen werde. Es wurde beschlossen, daß alles Material in dieser Frage dem Vorstand des Bezirksvereins zugehen soll. R a p p e i - Limburg berichtet, daß der Landrat und K'reistierarzt des Kreises Limburg für die Ortschaften des Kreises eine Viehversicherungs-Kasse gegründet habe. Alles Freibankfleisch komme ans den 51 Orten des Kreises auf der Limburger städtischen Freibank zum Verkauf, wodurch das reelle Geschäft am Platze notleide. Alle Beschwerden der Limburger Innung seien bisher ohne Erfolg geblieben, wenn auch der Uebelstand etwas gemildert worden sei. Es wurde mitgeteilt, daß nach den Bestimmungen in Preußen dagegen nur von der Schlachthofsverwaltung in Limburg in der Weise vorgegangen werden könne, daß, wenn am Platze selbst kein Mangel an Frcibankfleisch vorhanden sei, das vom Lande zurückgewiefen werden könne. Ein Antrag Schwarz- Fulda, daß der Verband erneut beim Bundesrat und Reichstag den Antrag stellt, daß die Kosten der Fleischbeschau von den Bundesstaaten übernommen werden, wird vom Bezirkstag angenommen. lieber die Einführung des kleinen Besahi- oungsnachweises im Handwerk berichtet Weidmann-Wiesbaden. Er spricht fein Bedauern aus, daß nicht auch der Gesellentitel gesetzlich geschützt worden sei. Es folgt dann eine Auseinandersetzung des Obermeisters Waldschmid-Wetzlar mit L. Schuhmann-Herborn wegen einer Konkurrenz, die letzterer seinen Kollegen bei einem Konsumverein gemacht hat. Falk- Mainz spricht sich ganz entschieden dagegen aus, daß man den Konsum-Vereinen überhaupt Rabatt gibt, man schade damit dem freien Handwerk und fülle die Kasse dieser Vereine.
1 Heber das Schlachten und Auspf ünden durch Private führt die Innung Worms-Land lebhaft Klage. Auch -aus dem Bezirk Schlüchtern wird diese Klage geführt. Die Aussprache darüber führt zu dem Ergebnis, daß nur durch polizeiliche Maßnahmen der örtlichen Behörden etwas dagegen zu machen sein wird.
L a u tz - Darmstadt berichtet über die Tätigkeit der Zeiiungs kommission, der es gelungen ist, für den Verband ein amtliches Organ zu schaffen. Tie Versammlung erklärt nach längerer Debatte einstimmig, daß sie mit dem .Errichteten jtch zufrieden gibt.
Der Jahresbericht des Kassierers und" die Vorstandswahl vollzogen sich glatt. Die ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes wurden wieder gewählt. Für die Entsendung von Delegierten zum Verbandstage nach Essen wurden 400 Mk. bewilligt. Den Ort des nächsten Verbandstages soll der Vorland später bestimmen, da eine Einladung nicht vorlag.
DermSfAtes»
• Zu den Unterschlagungen in Spandau. Der Betriebsschreiber Müller, der in der Spandauer Gewehrfabrik bedeutende Unterschlagungen in Gemeinschaft mit einem zweiten Betriebsschreiber begangen hatte, es handelt sich um Lohnbuchfälschungen in Höhe von etwa 15 000 Mk., hat sich im Stössensee an der sogenannten Sechserbrücke, die Pichels- berge mit Pichelswerda verbindet, ertränkt. Die Leiche wurde Samstag früh um 5% Uhr gefunden und nachmittags nach dem Selbstmörderfriedhofe überführt.
* Eine furchtbare Ballonkatastrophe. Nach einer Meldung aus Oakland (Kalifornien) stürzte das Luftschiff „Groath Morell", das 450 Fuß lang ist und 500 000 Kübiksuß Gas hält, bet einer Probefahrt ans der Höhe von 300 Fuß in die Tiefe. Der Ballon des Luftschiffes barst, wie der „Sun" berichtet, plötzlich und das Fahrzeug, in dem sich 20 Insassen befanden, sank erst langsam bis auf eine Höhe von 75 Fuß: dann fiel es m sich zusammen und begrub die Insassen unter feinen Trümmern. Sieben Personen wurden getütet und die übrigen erlitten schwere Verletzungen. — lieber die Katastrophe wird von aüderer Seite noch folgendes gemeldet: Die Urfachen der Katastrophe, die dem Morellschen Luftschiff in Berkeley zustieß, sind noch nicht genau ermittelt. Man nimmt an, daß das Hinterdeck beim Anlaufen des Prepellers in heftige Schwankungen geriet und daß ein Schraubenflügel während dieser heftigen Pendelbewegung die Ballonhülle auffchlrtzte. Das Luftschiff fiel zunächst 225 Fuß langsam, dann aber, als der Riß sich .erweiterte, stürzte es wie ein Bleiklotz, 75 Fuß herab. Die ursprüngliche Annahme, daß 7 von den 16 Insassen der Gondel getötet seien, ist unzutreffend, aber alle 16 find schwer verletzt, darunter auch Morell selbst, der bis zur Stunde noch bewußtlos ist. Daher kann man über die inneren Ursachen der Katastrophe noch nichts genaues erfahren. Nach Ansicht der Sachverständigen war das Luftschiff zwar gut ersonnen, aber zu leicht konstruiert und vor allem schlecht ausbalanziert. Dem Lokal-Anzeiger zufolge platzte in einer Höhe von etwa 300 Fuß vom Erdboden ein Gasbehälter und der Morell begann sich zu senken. Bald darauf erfolgte eine zweite Explosion, infolge deren der ganze, mehrere Tonnen schwere Apparat mit Vehemenz herabstürzte. Die Verunglückten erlitten meist Arm- und Bein- joroie Schädelbrüche. Sämtliche Verunglückte wurden ins Ktanken- hau§ geschafft, wo bald darauf 7 von ihnen starben. Bei der Katastrophe waren Tausende von Zuschauern anwesend, deren sich eine furchtbare Aufregung bemächtigte. Viele Frauen fielen in Ohnmacht.
Kleine Tageschronik.
S ch w e r e r S ch i f f s z u s a in m e n st 0 ß. Aus Toulon wird unter dem 23. d. Mts. gemeldet: Der Torpedojäger „Diberfille" stieß infolge schlechten Wetters mit der Yacht „Prinzeß Alice" des Fürsten von Monaco zusammen. Verletzt rourbe Niemand. Die beiden Schiße gingen zur Reparatur ins Dock.
Das Luftschiff Nhitewing wurde nach einer Meldung aus New-York, nachdem es 10 Sekunden in einer Höhe von etwa 20 Fuß gefahren war, vom Winde umgeworfen.
Selb st mord eines Studenten. Der feit Januar vermißte Student B am d e r g e r aus Nürnberg wurde Freitag Abend auf einem Berge bei Schliersee tot aufgefunden. Der Leichnam lag auf dem Rucksack; da ein Revolver in der Hand des Toten aufgesunden wurde, wird Selbstmord angenommen.
D i e Bombe im Beichtstühle. In einem Beichtstuhl der St. Georgskirche zu La Coruna explodierte wahrend der Messe, der die dort garnifonierenben Truppen beiwohnten, eine Bombe; zwei Soldaten wurden verletzt.
A u t 0 m 0 b i t u n g l ü ck. Unweit Vicenza hat sich ein Automobilimglück ereignet. Der russische B 0 t f ch a s t s r at Graf K a p n i st wurde getötet, feine Gemahlin und Tochter sowie eine andere Dame wurden verwundet.
G r u b e n u n g l ü cf bei S 0 su 0 wice. Bei dem dirrch Wassereinbruch verursachten Grubenunglück nn Kohlenschacht Barbara sanden, wie mmmehr feftgeftellt ist, 12 Bergleute den Tod. Die Leichen sind geborgen. Auch die benachbarten Gruben sind durch die Wasserfluteii tu Mitleidenschast gezogen, die Maschinen siiid beschädigt und eine große Zahl von Bergleuten geriet in Lebensgefahr.
Landwirtschaft.
Berlin, 25. Mai. Saaten stand des Deutschen Reichs um Mitte Mai. Tic eingeklammerten Zahlen sind von Mitte Mai 1907: Winterweizen 2.3 (3,0), Sommerweizen 2,6 (2,5), Winterspelz 2,1 (2,4), Winterroggen 2,6 (2,9), Sommerroggen 2,3 (2,4), Sommergerste 2,9 (2,3), Hafer 2,3 (2,4), Klee 2,3 (3,0), Luzerne 2,2 (2,6-, Bewasserungswiesen 2,0 (2,2-, andere Wiesen 2,4 (2,7). Wegen Auswinterung usw. umgepflügte Fläche in Prozenten der Anbaufläche der betr. Frucht: Winterweizen 2,4 (27,4), Winterspelz 0,7 < 4,1), Winterroggen 2,2 (4,1), Klee L4 (9,3), Luzerne 1,2 (7,9). In den Bemerkungen zn dem Bericht heißt es: Infolge der kalten und nassen Witterung des Vormonats machte das Wachstum der Früchte nur geringe Fortschritte und die Bestellung der Frühjahrssaaten und Hackfrüchte wurde mehr oder weniger verzögert. Die durch Auswinterung usw. nötig gewordenen Umpflügungen nahmen in diesem Jahre im allgemeinen einen geringen Umfang an. Der gegenwärtige Stand der Wintersaaten wird im allgemeinen als befriedigend bezeichnet; das gilt besonders von Winterweizen, Winterspelt, und von den Frühjahrsjaaten des Winterroggens. Tie Bestellung der Sommerhalmfrüchte hatte unter der naßkalten Witterung viel zu leiden. Die rechtzeitig zur Ausiaar gelangten Saaten sind fast überall gut ausgelaufen und haben sich größtenteils gut entwickelt, sind aber verschiedentlich start mit Unt'raut durchwachsen. Tas Legen der Kartoffeln ging infolge der Nässe nur langsam vonstatten. Klee und Luzerne haben sich in letzter Zeit sehr gebessert. Auch die Wiesen finden eine bessere Beurteilung als im Vormonat.
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 19. bis 25 Mai 1908.
Ter amtliche Bericht für Preußen entsprach insofern den allgemeinen Erwartungen, als die megen Auswinterung und sonstiger Schäden ungepflügte Fläche im Gegensatz zum Vorjahr nur von geringer Bedeutung ist. Weniger günstig als erwartet, beurteilt der Bericht dagegen den Stand der Saaten um Mitte Mai, doch wurden diese, namentlich Winlerroggen betreffenden Ausführungen nicht mehr als zuiressend erachtet, weil die seit der amtlicher Erhebung herrschende fruchtbare Witterung die Saaten zlveisetlos ivesentüch befördert und den Rücisliand des Wachstums zum Teil ausgeglichen haben dürste. Mit derartigen Erwägungen hing auch die fchwachere Stimmung zusammen, die den Getreidemarkt noch zu Anfang der Woche veyerrjchte. Jndeß vermochten weder die gebesserten Ernteaussichtcn noch das hohe Aufgeld für alte JSrnte größeres Angebot herauszulocken, ein Umstand, der die Schwerfälligkeit des Warenabsatzes iveniger scharf hervortreten ließ, und die Abgeber auf dem Lieferungsmarkte um so vorsichtiger machte, als auch das Ausland an seinen beträchtlich über hiesiger Parität ausiommenden Forderungen festhält, und von der Donau und aus Sübrußland ernste Klagen über Regenmangel Vorlagen. Der Umfang des durch das Unwetter der letzten Tage verursachten Schadens -läßt sich im Augenblick noch nicht übersehen, doch scheint der Osten iveniger als Mittel- und Westdeutschland in Mitleidenschaft gezogen zu sein. Jedenfalls haben die damit zusammenhängenden Befürchtungeii dem Lieferungsmartt stärkere Kaufaufträge zugeführt, deren Eriedigiing eine mertiiche Besserung der Wetzen- und Roggenpreise Herbeiführte. Das Hafergeschäft bewegte sich wieder in sehr enje.i Grenzen, da die vom Kbnjum
bewilligten Preise gegenüber den Ford.'rüngen der Provin; dem
Handel nur wenig Nutzen lasten.
Gerste, von Rußland
zeitweise
inniger angeboten, hat sich z ste
st wieder
befestigt. Angeboten
von Mais auf
Jlblaoung iourb:
int allgemeinen
nur
geringes
Jntereiie emgegengebrachl.
Es stellten
sich die Preise
üir inländisches
Getreide nm
letzten Markttage
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg
223 (- )
188 (-
1)
156
- 2)
Danzig
226 (+ 1)
194 (4-
2)
162
- 2)
Stettin
219 (4- 2)
191 (-
2)
162 1
=1!
Posen
221 (- )
182 (-
4)
157
Breslau
218 (— 2)
188 (-
3)
157
- 1)
Berlin
222 (4- 1)
195 (—
1)
178
- )
Magdebiirg
214 (- )
194 (—
1)
164
-1)
Halle
216 (+ 1)
196 (4-
1) *
160
- )
Leipzig
214 (- 1)
196 (—
3)
161
-1)
Rostock
217 (— 3)
191 (4-
)
169
- 1)
Hambiirg
212 (4- 1)
193 (4-
1)
178
- )
Hannover
216 (- )
198 H
2)
162
- 2)
Braunschweig
212 (- 1)
193 (-
3)
161
- 1)
Düsseldori
218 (— 4)
200 (-
3)
170
- 5)
Frankfurt a.M.
219 (—3‘/o)
207 (4-
1)
180
- )
Mannheim
228 (4- 7,)
205 (4-
1)
177
- */,)
Straßburg
230 (- )
202V, (-
)
195
- )
Stuttgart
2321 * * 4 * * * * * * * * * * * * */, (-2V,)
—
185
- )
München
232 (— 2)
198 (-
6)
184
- )
Weltmarktpreise: Weizen: Berliir 9)lai 223.75
4- 3.05).
Budapest Okt. 188.30 (+ 17,30)
Paris Mai 190.80 (4- 3.50)
Liverpool Juli 169,50 (4- 1.30).
Chicago
Mai 156.60
+ 2.80).
Roggen: Berlin
Mai 199,50 (+ 3.50).
Hafer:
Berlin Mai
164.50 (4- 0.50) Mk.
Märkte.
Gießen, 26. Mai. 5DI a r 11 b e 11U) t. Auf heutigem Wacken- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Psg,, Erbsen p. Psd. 18—24 Psg., Linsen p. Psd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 9)1 L, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Psd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsensteisch pr. Psd. 76—84 Psg., Kuh- Mid Rindfleisch pr. Vfnnb 74—76 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Psd. 70—84 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Ziviebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0—00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepset per Ztr. 10-25 Mk., Birnen per Ztr. 10-25 Mk. Nüsse 100 Stück 50-00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzcit von 7—1 Nhr.
fc. Frankfurt a. 2)1., 22. Mai. veu- und Strohmarkt. Angescchren waren heute vormittag 12 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt tvurde für Heu 9)1 f. 3.00—3.60, für Stroh Mk. 2.60-0.00, Maschinenstroh Mk. 1.90-0,00. Alles per 50 kg.
— Kartoffel nr arkt-Be richt vom 25. Mai 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.10—2.30, Magnum bonum 2.60—2.70, weiße runde 2.10—2.30, Gelbfleischige, rote, 2.50 bis 2.80, weiße 2.35—2.50. Frankfurt a. M.: Rote Sorte Mk. 2.00—0.00, Magnum bonum 2.50—0.00, weiße runde 2.00-0.00, Ge l fleischige, rote, 2.50, iveiße 3.50. Wiesbaden: Magnum bon.mi 2.75—0.00, weiße runde 2.60, Gelbfleischige rote 0.00, weiße 3.00. 2)1 a n n (j e t m: Magnum bonum 2)tk. 2.40—2.50, Gelbfleischi e, blaue 3.50 bis 3.60, rote 3,80—4.00. Köln: Rote Daber "jJif. 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.30, Magnum bonum 2.70 bis 2.80, weiße runde 2.26—0.00, Gelbfleischige rote 2.50—0.00, weiße 2 4 5—2.80. Dort m und: Magnum bomtm Mk. 3.10, weiße rllnde 2.70. Gelbfleischige, blaue 0.00, rote 2.95, weiße 3.90—0.00. Münster: Magnum bonum 2,60—2.75, Gelbfleischige rote 2.90 bis 3.10, weiße 3.65—4.00. Hagen: Magnum bonum. 3.10—3.20, weiße runde 2.80—0.00, Gelbfleischige iveiße 3.70. Saarlouis: Rote Sorte 2,50, Magnum bonum Mk. 0.00, iveiße runde Mk. 2.50. Frankenthal: Rote Sorten 2.30, Magnum bonum 2.50, iveiße runde 2.40, Gelbfleischige blaue 3.00, rote 3.00, weiße 3.25. Wi11ich b. Krefeld: Rote Sorte 0.00, Magnum bonum 2.80—3.00, Gelbfleischige, rote 2.80 bis 3.00, weitze 2.70—2.90. K empen: Magnum bonum 2.90-0.00, Gelb- fleischige rote 3.10. Saarlouis: Rote Sorten 2.50, löingnuiiL bonum 0.00, iveiße runde 2.50. Ai ü n ch e n : Magnum bonum: 2.40, Gelbfleischige weiße 2.00. (Alles per 50 Kilogr.).
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
SSerantro. für Feuilleton u. Vermischtes: I. V.: E. Anders 04
Mai
1908
Barometer aut 0° reduziert
1
b
1% t i-, 3 jQ
Absolute Tveucbtiokeit
Relative Feuchtigkeit
Wmdricbtulm
Windstärke
Wetter
25. 2“
747,6
10,3
8,5
92
W
2
Regen
25. 925
747,5
10,8
9.4
98
SSW
2
Regen
26. 7"
750,3
9,6
8,3
94
SW
2
Bed. Himmel
Höchste
Tempe
ratur
m 24
bis
25.
Mc
li —
T 10,9 ° C.
Niedrigste
„ 24
ö
25.
II
-4 7,6" c.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handell und Industrie, Giessen.
Frankfurter ISörae, 26. Mai, 1.15 Uhr.
3^% Beichsanleihe . . 91.801 Elektriz. Lahineyer . .
do. . . 82.60 3^°/0 Konsols . . . . 91.80 "6% do. .... 82.65 3^°/o Hessen.....90.80
3>$0/0 Oberhessen . . . 91.50 4% Vesterr. Goldrente. . 98 95 4X/S % Gesten, Silberrente 99.10 4% Ungar. Goldrente . . 93.65 4% Italien. Rente . . . 104.30 3% Portugiesen Serie I 62.50 3% Portugiesen „ III 63 80 russ.Staatsanl. 1905 95.50 4^v/0 japau. Staatsanleihe 88.65
4 >6 Uonv. Türken von 19U3 96.00
Türkenlose......150.60
Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . 192.0.1 Hamburg-Amerik. PakelL HO«®® Harpener Bergwerk. . - 197-0)0 Laurahütte......212M
Nordd. Lloyd . . . . . 95.0)0 Obeischles. Eisen-Industrie 100.0.- Berliner Handelsges. . - 162.--L Darmstädter Bank . . . 124.1*) Deutsche Bank .... 232.3X) Deutsch-Asiat Bank . . 137-M) Diskonto-Kommaudit . . 17°--~ Dresdner Bank .... 1S9.4W Kreditaktieu.....198.00
120.0»
109.8)0
204.0)0
4% Griech. Monopol-Aul. . 50.20 4-s äussere Argentinier . 86.70 3u/0 Mexikaner . . . 66.50 4>i7o Chinesen .... 96,50
Aktien:
Bochum Guss.....217.50
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. Staatsbahu . . Pnnce-Henri-Eiseubahu
87.8»
' 23 0»
. 148.5»
120.UXJ
Buderus E. W.....110.00
Tendenz: ziemlich fest.
Berliner isörse, 26. Mai. Anlangskurse.
Cauada E. B. . . . . . 155.30
Darmstädter Bank . . . —.—
Deutsche Bank .... —.—
Dortmunder-Union C. . . 61.00
Dresdner Bank . . . —
Tendenz: fest.
Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . • Lombarden E. B. • • Nordd. Lloyd . . • • L'ürkenlose.....
. 197.(0)
. 212.(0)
. 23.20)
’ 149.0
Sanatorium Hofheim im Taunus.
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