Regung bei uns findet. Neon r schloß mit der ernsten Mab- itung, daß aller Einfluß babin geltend gemacht werde, daß die Lehrlinge Die LonntagSschule pünktlich besuchen i'togcn diese neuen Räume ein dauernde» Bindeglied jein zwischen den Mitgliebern bes (^ewerdeoerein» unb der Kunst und der Industrie, bamit ber segensreiche Einfluß auf unser Kunst gewerbe unb bir Industrie nicht ausvleibe Wir wollen mit Vertrauen in die Zukunft sehen, unb sagen allen, die uns unterstützt haben, unfern Tank. Insbesondere der Bezirks- fparkasse unb ber i^werbekafse. Redner schloß mit einem Hoch auf den Großherzog, tn bas bie Versammlung begeistert einstimmte.
Hierauf führte Herr Ministerialrat xt Usmger als Vertreter bet Regierung etwa iolgenbes aus: .^reubigen Herzens komme ich zu dem Feste eines Vereins, ber auf eine solche Vergangenheit zuruckblicken kann, wie der Gießener Gewerbeverein. Ich sage dem Vorredner meinen nervlichsten Tank für die freundlichen Worte, bic er der staats- regierung gewidmet hat. Wenden wir Den Blick jurua in den Anfang bei; vierziger Jahre, so sehen wir, wie die damaligen hervorragenden Lehrer oer Gießener UntDcrfitat. ich nenne nur ben flamen Liebig, sich dem Verein zur Derfuaung gestellt haben, unb wie Männer aus dem prak- Irschen Leben unb ber Industrie ber Lchule^aus den crefin Kinberjahren herausg.Holsen hab.n. T.r -tiaisr.'gierung ist es sehr wohi bewußt, wieoi.'l der Lö-erfinn ber Gießener Aurgcr bazu bcigctraflcn hat, ben Gcwerbeevrein hochzu- bringen, so stehen wir heute vor ber Eröffnung bes neuen Hauses unb möge sich an ihm in ibeeller unb materieller Beziehung bas alte Wort bewähren: „Ein eigener Herd ift Goldes wen!' liefe schule bedeutet einen Aufschwung (gegen früher, möge sie dazu beitragen, unfern Gewerbestand für die immer schwieriger werdenden Aufgaben des Ledens immer besser zu rüsten. Tas ist ber Wunsch, ben ich ihr im flamen der Regierung nut auf ben Weg gebe.
Als nächster Redner bankte b.r Lrovinzialdirektor Herr Geheimerat Tr. Breidert dem Vorsitzenden für die freundlichen Begrüßungsworte unb sprach int flamen des Kreises dem Lrtsgewerbeverein seine herzlichsten Glückwünsche aus. Er schloß mu Dem Wunsche, baß aus dieser schule reicher Segen für bas gewerbliche Leben bes Kreises unb Landes entspringen möge. Herr Cbcruurgcrm.utcr Mecum brachte die Glückwünsche ber stabt bar unb führte dann aus: Em besonderer Tank gebühre der Stabt nicht, sie habe eine cm- fache Pflicht erfüllt. Wenn wir fragen, ob diese Schule existenzberechtigt ist, dann brauchen wir nur nach Tarmsladl zu sehen, wo bas oberhessische Hans auf alle den besten Eindruck gemacht hat. Torf hat bie oberhessische Inbustric bewiesen, waS sie leisten kann. Tas aber dankt sie dieser Schule. Redner sprach zum Schluß die Hoffnung aus, daß rcr Schule auch in materieller Hinsicht Die Unterstützung der Stabt nie anebleiben möge.
Im Kamen der hessischen Handwerkskammer oanltc s?crr A'kmcrberat Falk ans Mainz für die Begrüßung, und sprach den Wunsch aus, daß bic Bestrebungen dieser Schule das wärmste Interesse der Gießener Handwerksmeister finden möge. Mehr denn je komme es heute auf persönliche Tüchtigkeit an und darauf, daß wir ganze Männer im Gclvcrbc und Handwerkerstände haben. Redner schloß mit dem Wunsche, daß dieser Gedanke hier stets leben möge.
Im flamen der Handelskammer sprach hierauf Herr Kaufmann Röhr feine Glückwünsche aus.
Nachdem Herr Kommerzienrat Heyligenstaedt für bic vielen Glückwünsche gedankt hatte, teilte Herr Stadtrat Petri mit, baß man beschlossen habe, im Borstandsziinmer ein Bild Des Herrn Kommerzienrats >xyligenstaedt aufzuhängen als ein sichtbares Zeichen der Tanlbarkeit gegen den Vorsitzen- den. Herr Stadtrat Petri übergab hierauf Herrn Morn- nierzienrat Heyligenstaedt als dem tatkräftigen Förderer des Lrtsgewerbevereins eine künstlerisch ausgcführlc Gedenktafel. Er schloß mit einem dreimaligen Hoch auf Herrn Kommerzienrat Heyligenstaedt, der alsdann, tiefgerührt, ■feinen Dank aussprach. Mit einem weiteren Gesangsvortrag Der Bürgcrgefellschaft fand die offizielle Feier ihren Abschluß unb es folgte sodann die Besichtigung sämtlicher Staunte des neuen Hauses.
Tas Festessen, das um 2 Uhr nachmittags in Steins Garten stattfand, nahm ebenfalls einen schönen Verlauf. Es waren über 60 Personen anwesend. Herr Dr Kraus müller begrüßte bic Gaste im flamen beb Vorsitzenden. Herr Ministerialrat Tr. Usinger toastete auf Herrn Kommerzienrat Hchligetislaebt und die Stadt Gießen Ter Tirektor der OfciDcrbcbauf, Herr Loos, toastete auf das Gewerbe und auf das Handwerk. Herr Bäckermeister Frey auf die hessische Regierung
Mit einem Gartenkonzert fand die Feier, die — wie Herr Kommerzienrat Heyligenstaedt in seiner Schlußrede au-führtt allen in schönster Erinnerung bleiben wird, ihren endgültigen Abschluß.
(.) Ein flunbgang durch bic Räume ber Gc werbcschulc. Tic Gewerbeschule und die ihr angeglie- derte Handwcrker-Sonntagszeichcnschulc, die bisher in einem ■städtischen Gebäude am Asterweg untergebracht war, hat seit kurzem die vom Ortsgewerbeverein in seinem neuen Gewerbehaufe crinictctcn neuen fdioncn Raume bezogen. Tie fraglichen Räume umfassen 8 Lehrsäle von je . 4 qm Grund fläche, einen Modelliert aal von derselben Große und weitere flau tue für bic mechanischen unb physikalischen Iu- bibliothek. Ttc Beleuchtung der Lehrsäle ift abwcick)end von dem sonst üblichen Modus nach einem Vorschläge des Leiters ber Gctvcrbefchule dergestalt eingerichtet worden, daß bic Fenster — bic Lichtquelle am Tage — bei Tuntel- heil ersetzt werden durch Beleuchtungskörper an ben Pfeilern Livischen ben Fenstern, und wodurch erreicht wird, daß den Schulern an icbcin Platze eine gleichmäßige Beleuchtung, ohne störende Schattencinwirkungen, geboten wird. Es zeigen überhaupt alle fläume eine dem 'Äuge wohltuende gleichmäßige Lichtvcrtcilung, wie auch die ganze Anlage m schulischer Hinsicht eine Nebers.chtlichtcit gewährt, die man nicht besser erwünschen kann. In ben Räumen ber Gewerbeschule im 1. Lbergcschoß smd neue recht praktische Zeichentische m allseitig zugänglicher Weise aufgestellt unb m den Räumen für Konitruktionsmodelle, für mechanische und physikalische Instrumente hat eine reiche Sammlung von Lehrmitteln m recht übersichtlicher Form Aufstellung gefunden Tie Sdnilbibliotbcl ift mit ihrer reichen Sammlung in schöner Crbmmg eiiigerichtet. Tem OrtSgcwcrbc- verein Gießen ist cS zu verdanken, baß ber Schule diese schönen freunbhdicu fläume haben zur Verfügung gestellt merben können. Interessenten ist ein Gang durch die Räume der Gewerbeschule nur zu empfehlen
H- Huöer Regatta auf öcr Cahn.
td Gießen. 27. Juli.
Nur alle Pvci Iain, haben wir in Gieß.« Gelegenheit, auf unserem für sportliche Kämpfe icunbenwll gelagerten Wasser bai fluberiport in edlem Weitoewerd beteiligt »u sehen. Tie ^ießcnei
Regatta bildet, wenn st- abgebalten wird, nir bie mbroeftbeutKben fl*5^n>eretne oen cniiicllai Schluß der ^wn und
gern ent'en den bin: Vereine ihre Mann'cbanen na® .-re-.ß men Dodj c.jh. baß bv Ruderer in mercr bem ewit bulbigenben Beoolk rung des bmlufmen V-Ikomms .'icher nrw Ader eben so sicher u't. daß nid)t_ nut die Giegener ^errmwelt. fonDcrn auch unsere Temen km Ll»N nicht nur gw^-e ^nttvnu entqejfnbetnflfn, sondern auch Khane Kritik bet dem irorüi®en fcampit gegen die 3:eg:r unb Besiegte üben, xer Vorstand un* )'cr<r Ru?er-GeseUi«ba'i barte auch dieSrnal alles getan und die Korberettungen fo oraktisch rote möglich getwnen. Man hatte den PoorSviay iu einem orcchr.-r-.n. d.r V-.ranNalrung enttprechen- Den Festolatz umgeroonbelL Tie neue Einrichtung, baß b« »um Sunt röhrenden Mannschaften lenfeus des Bootsvtaves von Schürie-Bletche abfuhren, hat sich alS überaus pratti'w bewahrt. Wir) bxb dadurch Der ganje Betrieb, die dordereitungen zum Star: rom Bootsptad auS roahmehmbar den R ga:tadelmdern vor .‘lugen gefübn und wird doch gleich-eing dadurch daS Wewer unmittelbar hmier dem Ziel belebL _ ,,, ,
Tie Lorrennen, welche am ^amStag abend um < uyr begannen und gestern vormittag von 8 bi» 10 Uhr Zeit in ^n- irud, nahmen, waren sehr gut besucht. Bei der Regatta Kirnt, bie gestern nachmittag bei günstigem Vetter pünktlich um d/z Uhr begann, rocr der Boc-tsolay fast zu klein, um die Zuichauer aumel.men zu können. Auch die gegenüberliegende wurze-Bleiche rrar für Zuschauer freigegeben, welche Einrichtung sich des besten Zu'vruüs erfreute. Wahrend der Regatta koRzerlierte bie Kapelle unserer 116 er unter Leitung deS Musikbirekwrs Krauge, welcher mu einem Musik-Programm, das zum grögten -teil aus reck» totten Denen bestand, die Besucher der Snanitaltung^cnraiie.
Im Richter-Ausschuß waren tätig: ?luguit JbilPert-ijrannurt a. M. Vcv'essor Tr Ullncks-Heidelberg ata Schiedsrichter, A. stavvus-Lfienbach a. M., Tr. Beter Frcy-Frankfurt a- M. und Apotheker Sä-.-riedcr-Äieß-n als Zielrichter, Jakob Kraft-Wevlar als '-Bahnruf;er, Joseph Burckhardt-Limburg, Aua. Lßmann- Gießen und Aug. Ätttu1>Gicßert als Starter. Ter Regatta- Ausschuß tvar gebildet durch A. Scheel, Vorsitzender, yr. vem, Schri'l'ichrer und R. Wallenfels. Swatzmeist-r.
Tie Länge der Bahn für alle flennen betrug £900 Metar komabwärta in gestautem Wasser. Start beim Felsen, Ziel
am Booksola?.
Tie Resultate der einzelnen flennen waren bic crolgenbcn:
1. Jean Kirch-Ge dächtnis-flennen, Vierer: Ehrenpreis gestiftet vom flegatta-Ausschuß. Bor rennen: 1. Weilburger Rudcr-Verein gegen Gießener Ruber-Gcsellschatt 714' 5 mit 3 Bootslängen überlegen, gewonnen, Weilburg 7254/> — 2. Limburger fludcr-Bercin gegen Wetzlarer Ruder-Klub. Wetzlar sühne beinahe auf der ganzen Streck, Limburg gab fick) große Mühe aufzuholen, fuhr aber bie Bogen deS Wassers aus, o daß es schon hierdurch im flachteil war Wetzlar wurde mit 7,12 Erster, Limburg ging in 7.201/5, 4 Booislängen später durchs Ziel. Hauvtrennen: Gießener Ruder-Gesellschaft gegen Wetzlarer Ruder Mmb. Wetzlar siegte mit 5 Längen Borsprung in 7,9*/s, Gießen 7,26.
2. Lahn - P 0 kal, Einer: Gcstifiet vom Teutschcn Ruber- verband. H a u p t r e n n e n: Ltto V!ütlcr von Frankfurter Ruder- gesellschast Germania Erster in 7,44, gegen Otto Vetter, Ruderverein Hellas, üffenbad) a. M. in 7,49. Offenbach suchte zum Schluß gegen Frankfurt, welches führte, aufzuholen und zwar mit Erfolg der Vorsprung, ben Müller hatte, war aber nicht zu nehmen, so daß dieser Sieger blieb.
3. Wanderpreis, Vierer: Gestiftet von Sr. K'gl. Hoheit Prinz Eitel'Friedrich von Preußen. Hauptrennen: flackHem die Mannschaft ber Gießener Rudci Gesellschaft vom flennen iiirüdgelretcn war, ging bi: Mainzer Ruder-Gesellschaft in 8,17 allein über die Bahn.
4. Lahn-Achter. Offen für bie Lahn-Regatta Vereine. Hauptrennen: Gießener Ruder-Gesellsäiast in 6,34s/a gegen Wetzlarer Ruder-Mud in 6,37. Es war das spannendste unb interessanteste flennen des Tages. Gießen siegte mit 3/* Bootslänge. 300 Meter vom Ziele lagen beide Boote Bord an Bord am gleicher Höl>e und setzten beide Mannschaften ihre ganze Straft ein, um den Gegner zu überholen. Gießen' kam hierbei durch seinen Steuermann ziemlich weit in deii^ letzten Bogen I; in ein und hätte leicht den Gegner dadurch zum Siege verlZoljen, aber ein kräftiger und schöner Endspurt der Mannschaft machte
den 'yeblcr des Steuermanns wieder wett.
Brausender Jubel auf beiden Seiten der Lahn lohnte die Gießener Mannschaft, bic aus Louis Scharmann, Herrn. Leib, Fritz Kock, Karl Henkel, Fritz Schlüter, Konrad Hofseß, Karl Berbert, Äug. Wehn unb Louis Wille am Steuer den schönen Erfolg.
5. Doppel-Zweier ohne Steuermann fiel aus, weil
keine Konkurrenz vorl-andcn.
6. Gast - Bierer. Das Porrennen fiel aus, weil Ruder- gcsellschafi-Heidelbcrg und Würzburger Ruder-Verein, welch' außer den .3 Vereinen, welche dos Hauptrennen machen, ihre Meldungen zuritckgezogen batten. Es starteten Mainzer Rudergesellschatt, flu-, bergejcllidjaft Rdeiania-Koblcnz und Frankfurter flubervercin. SdKirfcs flennen znischen Mainz unb Frankfurt, Rhenania-Kob- lenz bleibt hinten ganz außer Betracht. loO Meter vor dem Ziel setzt Frankufrt mit trätfigem Spurt ein und hört damit nicht eher auf als bis es durchs Ziel mit 3 Längen alS Erster nhrt. Zeit: Frankfurt 7%, Mainz 7,7>5, Koblenz 7,25.
7. Junior-Vierer. Vorrennen: 1. Ruber-Ge- ellschaft Worms, Frankfurter flubcrgcfellidtaft Sachsenbausen unb Limburger flubervercin. Limburg gab 500 Meter vor dem Ziel bas flennen auf. Worms wurde mit großer Ruhe in 7,01*/s Sack i'! .im. 11 hjti? i jen später.
2. Rudcrgesellschuft Heidelberg gegen fluderycsellschast Trier. Trier, dessen Mannschaft »um erstenmal auf eint Regatta kam, gt» wann sauber mit 1 Lange gegen Heidelberg, baS dem Gegner ebenbürtig Ivar. Es war dies Rennen überaus scharf unb recht interessant. Zeit: Trier 7,053/», Heidelberg 7,06J/5.
Es starten im Hauptrennen Rudergesellichajt Worms. Frankfurter flubcrgcfcllfd)rtft Sachsenhausen unb Rudergesellschäft Trier. Sachsenhausen fuhr auf der ganzen Strecke gegen Lüorms mit Ueberlegenljeit, Trier kam nicht in Frage und bummelte hinterher. Zeit: Frankfurt 6,59 (bic kürzeste Zeit, die überhaupt gefahren wurde, Worms 7,63/s, Trier 7,29.
Tie flennen 8. Junior-Einer und 9. Akademischer Vierer fielen aus, iveil zivukurrenz nicht gemeldet hatte.
10. Großer Vierer. Wanderpreis ber \stabt Gießen. Es start eten Dia in ze r Rudergesellsckratt gegen Frankfurter flubar» gesellschaft Sachsenhausen. Letztere blieb mit Ueberlcgenbeit und 3 Langen Vorsprung Sieger. Zeit: Frankfurt 7,2, Main» 7,94/1.
11. Junior-Vierer. Offen für die Vereine des Lahn- flegaltti-VerbanbeS. Ehrenpreis des Herrn Apotheker Sd)rotcbcr. t^orrennen: 1. Wetzlarer flubcr-Mtub gegen Weilburger Ruder-Verein. Wetzlar siegte mit brillanter Technik unb säwnem ruhigen Schlag, leicht über Weilburg. Zett: Wetzlar 7,19, Weilburg 7,43. 2. Gießen gegen Limburg. Limburg stoppte 700 Meter vor dem Ziel ab, nackchem Giegen bereits 5—6 Boots» tangen voran!ubr und nicht mehr Ciuzuholen war. Zett: Gießen 7,21. Hauptrennen: Wetzlarer Ruder-Klub gegen Gießener Ruder Geiellia^st. Wetzlar gewann glänzend unb war noch 250 Meter vorn Ziel schon 3 Längen voraus, so daß Gießen nicht auf» kommen konnte. Zett: Wetzlar 7,16, Gießen 7,30.
12. Junior-Achter fiel wegen Mangel von Konkurrenz auS.
13. Ermunterung6-Sieter. Cffen für Ruderer, welche bisher rwch kein offenes Rennen im Vierer (AuSlegeboot 9ernennen haben. Borrennen: 1. ES starteten: flubergefeH. 'chatt tifibclberg, Rudergesellschaft Worms und Frankfurter Ru- oervcreui. Heidelberg gibt nach halber Strecke auf. Trotz gutem cnbfpurt irat der Frankfurter Mannsck-aft nicht möglich, die überlegenen Borins er zu schlafen, welche mit Ruhe und gleich» ^ui «,0.. Gievener fludergesellschaft sjegen fludergesellschast Arier. Sieben hatte auf der strecke die Führung bis 300Meter norm Ziel, da lx>ltc Trier aus unb bebe Boote lagen butt au gleicher Lühe, ies begann ein Hart s Ringen um bie erste Stelle, ichMi es, ab ab Trier ata Erster durchs Ziel kommen wurde, aber mu tolitigem Endspurt aeroann Gießen mu einer
knappen Dootslänge unter brausendem Beifall der Alschauerauf Herden Ufern ber Lahn. Zett 7.10 5. Trier <
3. Limburger Ruderverein gern W.ilburger Rudwverem Beide Mann'cha'len t-cr;ügen über nut>: genügende ^edjmr, bei_ bnben 6erod>t Urm-lK .m Bo.'!. Simbutä, ro-.rb lirfter in 12< Srn. bürg 7^8. Hauptrennen: RudergeielliLai: Sorms^ Gie- ßener Ruderge-cllicha'': unb Limburger flubenjeretn. ^ormS führt beinah auf der ganzen strecke zwi'chcn Gietzen unb Lim. bürg barten Mampf um ben zweiten Llatz. ^11*: liegen bei 500 Meter vor dem Ziel Bord an Bord am gleicher 5?cbe, dann röhrt Limburr gerade au's Ziel los. badet brillant steuernd, während Gießen wieder ben Fehler macht, den Bogen austzmühr«. so daß er als Dritter durch Ziel fährr. Zett: Worms 7,19, Limburg 7,28, Gießen 7Z0.
14. Großer Achte r. Großberzog-tweta 2.1c Gicven-r Rudergesellschatt gebt, ba X:\nt Konkurrenz sich gemeldet, in 6^59 allein über d.e Bahn Schluß der flennen.
Ter Vorsitzende des Regatta-Ausschuises banne den Ruderern, die zur Regatta nach Gießen gekommen, um in friedlichen Kamp» ihre Krätte »u erproben »ur ihr Erscheinen, ebenso dankte er den übrigen Erschienenen für ihr Interesse, roelches sie für diese Kümpfe gezeigt, er gedachte der hohen Protektoren bei Ruderports Sr. Majestät des naiserS unb Sr. Kgl. Ho Heu des Groß- Herzogs und brachte auf beide Fürsten «in begeistert aufgaiotn» menes dreimaliges HiPv Hipp Hurra aus. Hierauf trurbrn an die Sieger bie Prene verteilt. Eine gesellige Vereinigung ber itonnlien der Mitglieder bet Gießener flut>ergeielli(baf: mit ihren Frösten im Saale unb Garten des Hotel Grotzherzogs bübde bat Schluß der Regatta.
Aus Stadt un- Land.
Gießen, 27. Juli 1908.
- Dom Grobherzoglichen Hof. Der ',TarmfL Ztg.* znfolge trafen am 25. dS, nachmittags, zum Besuche bei Großherzogpaares ans Jagdschloß WolsSgarten ber Prinz unb bie Prinzessin Reinhard von EolmS-Hohen- solmS-Lich ein.
•• Versetzung. Postinspektor Zimmer wurde nach Butzbach als Direktor des dortigen Postamts versetzt. Ter dortige Postdirektor Flasche,ttrager wurde in gleicher Eigenschaft an das Postamt tn Bad-flauheun versetzt.
"In ben Riihestand versetzt wurden derLLeichen- leller in ber Hcssisch-Preußischcn Eiscnbahngemeinschaft Ioh. Schäfer zu Slackcnhcim mit Wirkung vom 1. August 1908 an unb ber Bahnwärter m der Hessisch-Preußischen Eisenbahn- gemcinschaft Jos. Wicganb zu Bubenheim mit Wirkung vom 1. August 1908 an.
' Im hiesige nBahnhofSgebäubei st oorgestem am Eingang nach bem Bahntelegraphen ein Fernsprech. Automat ausgestellt unb in Betrieb genommen worben.
*• BiSmarck-GebächtniSseler. Die national, liberalen Vereine veranstalten am fonunenben Mittwoch abend in SteinS Garten (kleiner Saal) eine einfache, öffentliche Bisinarckseier anläßlich ber 10jährigen Wieberkehr btS Todestags des Altreichskanzlers unb laben hierzu alle BiSmarck- freunde ein. Die Festrebe hält Herr Oberlehrer Prof. Alten- borf. Die Feier, bei der Jebermann willkommen ist, ift burchauS unpolitisch (f. Annonce).
" Im Kolosseum würbe am Sonntag abend zum drittenmal im Juli baS Programm gewechselt. Nach bem Gastspiel berTegernseer treten nunmehr wieder ausschließlich Spezialitäten auf. Einige gute, von früher her bekannte Nummern sind wieder gewonnen worben. So ber Hunbebressurakt Mstr. Tol'S unb bie beiden Handsprmger unb Akrobaten Bruder Edison. Neu dazu gekommen sind SMZp Parker, eine Kostümsoubrette, ber Humorist Karl Stühr, em Heineverehrer mit ausgezeichneten VortragSmitteln unb bie musikalischen ExzentrikS M00 und Ree. Den Glanzpunkt des Programms bildet wohl baß Tamentcqett Philomel. Es ift mit guten Stimmitteln ausgerüstet unb bringt feine Darbietungen mit Anmut zu Gehör. Zu erwähnen ftnb noch bie Leistungen ber KolosseumSkapellc unter Kapellmeister HoppeS ziclbeivußter Leitung. Sem .^ylophonsolist Weinert wurde nut besonderem Beifall ausgezeichnet. Der Saal war dicht besetzt.
" Im Schaufenster der Kun st Handlung Hirtz, SeltcrSwcg, sind für einige Tage bie Altarbekletdungen für bie wieberhergesteUtc Kirche in Groß-Linden ausgestellt, die von dem flegicruugßbaumeiiler Kuhlmann und dem Regierungsbauführer Scherer entworfen sind.
**TcrfalschcLokoinotivführcr Ein Betrüger, der auch hier einige Gastrollen gab, treibt in letzter Zeit fein Unwesen, indem er in der Kleidung eines Eisenbahn- Lokomotivführers sich einmietet und angibt, versetzt worden zu sein. Hierbei nimmt er gleich Darlehen, nm seinen Koffer an der Bahn auslösen zu können und verschwindet dann, nachdem er einige Tage gewohnt hat. Zuletzt hat er in Hanau unter dem flamen Schneider Betrügereien verübt und hier hat er sich Fischer genannt. Vor dem Betrüger wird gewarnt und Geprellte werden gut tun, Anzeige bei der Kriminalpolizei zu erstatten.
•• Ein bequemer Weg zu den Badeanstalten an bet Lahn ist vom Viadukt an ber Gailfuß'schen Villa, von ber West-Anlage auS geschaffen worden. Er ist zwar noch nicht ganz fertig gestellt, aber doch bereits gangbar, worauf rou unsere Leser, die die Lahnbäder benutzen, aufmerksam machen.
Grünberg, 26. Juli. Von der heutigen, dahier im Gasthaus zum Hirsch abgehobenen BcrtrauenSmänner- Bersammlung der deutsch-^oz. Partei wurde Bürgermeister Benner von Treis an der Lumda, der auch Mitglied des Bundes der Landwirte ist, als Landtags kan- didat für ben Bezirk Grünberg proklamiert. Die in ber Versammlung anwesenden, ebenfalls in Frage stehenden Herren Landwirt Lutz von Elpenrod und Kaufmann M 0 l l- Grünberg traten zu Gunsten der Kandidatur Benner zurück.
•• Darmstadt, 24. Juli. LandwirtschaftS- fammer. In ber heutigen 28. VorstandSsitzung standen 37 Punkte auf der Tagesordnung. Eine Reihe von Der« waltungSangelegenheiten der Kammer kam zur Erledigung; desgleichen wurde über die Umlagen entschieden. Verschiedene Preise für landwirtschaftliche Buchführung wurden verteilt. Ter Vorstand beschloß die Einrichtung landwirtschaftlicher Buchführungsstellen unb ordnete bie vorbereitenden Maßnahmen an. Tie zum Erlaß ber Bestimmungen über die Gewährung von Auszeichnungen der landwirtschaftlichen Dienstboten unb Arbeiter erforberlichen statistischen Unterlagen sollen erhoben werden. Die zur Hebung ber Schafzucht durch Anschaffung guter Zuchtböcke erforderlichen Mittel wurden zur Veisügung gettellt. Vitt dem NegicrungSenlwurf zur Regelung des Pflanzenschutzdienstes erhärte sich ber Vorstand im Prinzip einverstanden.
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