Die Beerdigung des verstorbenen Kameraden Hsinrish Benner findet Dienstag, den 25. l. Mts., nachmitt. x/24 Uhr, von der flapelle des neuen Friedhofs aus statt.
Zusammenkunft am Friedhofsportale. v«/
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Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Max Jaskowsky
Johann Michel Wiiheim Becker Wilhelm Spengler
Ludwig Müller.
Giessen, Hungen, Klein-Linden, den 24. Februar 1908.
neuen FriedhoFstftt^ Mittwoch den 261 d- M-> nachmittags 4 Uhr auf dem
Margarethe Müller, geb Nödin
Familie " ' ~
. Gestern früh 2 Uhr starb plötzlich in Folge eines Schlaganfalles mein mnigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Grossvater Schwiegervater, Schwager und Onkel, der frühere Oberschmelzmeister auf der Margaretenhütte
Zaudwig* Müller
im 67. Lebensjahre.
Um stille Teilnahme bittet
1214
Der Mord an der Verkäuferin Dora Rose in Hannover, )ey im August v. I. Aussehen erregte, ist jetzt aufgeklärt. Ter Pierde- chlachter Heinrich Schalter, der sich vor der Strafkammer zu Dort' mund wegen schwerer Einbruchsdiebstähle zu verantworten hatte, hat eingestanden die Rose ermordet zu haben.
Ein Rau bans all wurde vor dem Bahnhof in Neusulz- heim (Baden) aus einen 60>ährigen Zlgarrensabrikailtcn verübt, der einen Beutel mit 2000 Mark zur Lohnzahlung bestimmter Gelder bei sich trug. Bei dem Attentat ging der Beutel aus und etwa 600 Mark rollten aus die Straße. Der Täter entfloh mit den übrigen 1400 Mark und verwundete einen jungen Alaun, der ihn bei der Fliicht aushalten wollte, durch einen Dolchstich schwer.
Im Namen der Hinterbliebenen Ehr. Arnold, Tapezierer. Gießen, Bahnhofstraße 31.
Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhöfe statt.
geschritten rouiixj : icn langjährigen t - irdeitlopf, bett»i 1
BersammlMgr-
(ßcric^tsfaale
Berlin, 22. Febr. Das Landgericht! Berlin verurteilte den Redaktelw Otto Weber ivegen Beleidigung des Rechtskandidaten Wilhelm von B ü l o w, des Reffen des Reichskanzlers, ;u zwei Monaten Gefängnis und sprach dem Beleidigten die 'publlkationsbesugnis zu. Der Prozeß ist eine Folge des Prozesses des Reichskanzlers gegen den Schriftsteller Adolf Brand.
Toulon, 22. Febr. Der wegen Spionage angeklagte Schiffsfähnrich Ullmo wurde zu lebenslänglicher Unterbringung an befestigten Orlen sowie zur Degradation verurteilt. Zu dem Urteil wird niitgeteilt, daß die Beschlüsse, die von der Verteidigung eingebracht wurden, einstimmig abgeiviescn wurden. Ullmo wurde nach dein Spionagegesetz vom Jahre 1886 abgeurteilt. Das Kriegsgericht beantwortete' bejahend die Fragen, ab Ullmo Verbindungen mit dem Auslande unterhalten und ob geheime Dokumente, die die Sicherheit des Staates betrafen, re» aroduziert wurden, verneinte aber die Frage, ob den Beziehungen ivelche Ullmo mit dem Auslände hatte, die Auslieferung von' Dokumenten gefolgt sei. Die Verkündigung des Urteils faiid unter Ausschluß der Oeffeiitlichkeit in Gegenwart der Richter und des liegierungskommissars statt. Ullmo hat Revision angemeldet.
Technische Hochschule Darmstadt. Der Bericht des !cheidenden Rektors, Geh. Baurals Prof. Gutermuth über die Studienjahre 1905/06 und 1906/07 und die Rede des neuen Rektors Prof. Walde über: „Baukunst und Hochschulunterricht" sind im Verlage der C. F. Winterschen Buchdriicterei erschienen. Hemer ist erschienen die Rede von Professor Dr. Reinhold Müller «m Geburtstage des Großherzogs über: „Die geometrische Relief- Perspektive in ihrer Anwendung auf die Werke der bildenden Sunil" im Verlag der Herberlschen Hofbuchdruckerei (A. Koch) in Darmstadt.
Origtttal.DrahtrsisldrtngeM.
Berlin, 24. Febr. Am Sonntag wiil.de auf die 6c- scholtene Auguste Schirrmeister ein Mordversuch verübt von einem jungen Menschen, der sie begleitet hatte. Dieser brachte ihr mit einem langen Messer oberhalb der rechten Brust einen Slich bei. Als das Mädchen laut um Hilfe rief, verschwand der Täter, Messer, Hut und Ueberzieher zurücklassend.
Essen a. d. Ruhr, 24. Febr. Hier fand der erste fortschrittliche Arbeitertag statt, den der liberal- demokratische Arbeiterausschuß in Düsseldorf einberufen hatte. Es wurde eine Resolution angenommen, in der es' heißt: Der Liberalismus könne nur dann den letzten Rest der Arbeiterschaft in seinen Reihen behalten, wenn er zukünftig kräftiger als bisher für die arbeitende Bevölkerung auf dem Gebiete der Sozialpolitik eintrete.
Jauer, 24. Febr. Der Bierverleger Hein von hier erhielt auf der Fahrt von Liegnitz, als er aus dem Schlafe erwachte, von zwei in demselben Abteile befindlichen Männern einen heftigen Schlag ins Gesicht. Dann überwältigten ihn die Männer und warfen ihn, nachdem sie ihn beraubt hatten, aus dem Zuge. Hein blieb eine Zeitlang bewußtlos liegen, konnte sich dann aber aufraffen und zur Station gehen.
Brüssel, 23. Febr. Der „Etoile Belge", der zum Kongo st aate in engen Beziehungen steht, bestätigt, daß zwischen dem Könige und dem Ministerium bezüglich der Abänderung des Angliederungsvertrags kein Einvernehmen' erzielt worden sei, erklärt aber, von da bis zu dem Ausbruche einer Ministerkrise sei noch ein weiter Weg. Wie verlautet, beansprucht der König, daß der zu begründende Leopoldfonds, für den von parlamentartscher Seite 120 Millionen Francs in Aussicht genommen sind, sich bis auf 2ö0 Millionen belaufen solle, und daß ihm die Verwaltung und die Verwendung desselben für öffentliche Arbeiten überlassen werde.
G testen er Wetter dienst.
Boranssichtliche Witterung für denen am Dienstag den 2o. Februar 1908: Abnehmende Bewölkung. Geringer Schnee. Etwas kälter.
t Stadtvrrvtt. I ?.ag zu einer ni6 t iS wurde mitgtfc j iilteiüim des Zme i 5 Grebe beontc? I (en Unten djlagiiM | lll seien ML4 über Ätrahenbeilch J iticrHegdnlje ü | in Hast getumc K dank Gcebe seit., k | erhebegehilse M ■’ en-Versammlung jefl lassen und Lrhk ■ lersiehen.
rbr. 3nt sestlij $ X buch tagte heult x | reislriegervciW rtteter, vor allen) l Gladenbacher N j hiesige KriegeMnc 'I am Ahmhen ’ bewegte sich ein i-.J Vorsitzende bei & f chs, hieb bie Sßertnz «| . Kaiser aus. 3üi:: besonbers ben W j Uesbaben herzlich
GsngstzasrSe.
In Nr. 44 Ihrer werten Heilung, finde ich einen Artikel von Echzell, welcher den Ankaui ausländischer Zier vögel zu der Verlosung der am 8.-10. Februar in Gießen stattgeyabten Verbands-Ausstellung Oberhessischer Geflügelzucht-Vereine rügt. Ich bin im allgemeinen ganz der Ansicht des Herrn Einsenders und möchte hier nur auf die letzte Anfrage des Herrn antworten. Ter Verband Oberhess. Geflügelzuchtoereine hat in seiner letzten Sitzung vor der obigen Ausstellung beschlossen: In Zukunft Vögel zur Verloiung bei seinen Ausstellungen nicht mehr anzukaufen. In Anbetracht, daß der Verein Gießen seine Vorarbeiten, hier betr. Lose- verkauf, so geregelt halte, daß eine Anzahl dieser Vögel gekauft werden mußte, so ist deni Verein noch einmal bewilligt worden, eine mäßige Anzahl Vögel anzukaufen. Dies nur zur Ailjktärunq betr Stellung des Verbandes zu dieser Sache.
Ph. Södler, Nieder'Gemünden, Vorsitzender.
Ttirchliche NLichtechten.
^vaage»tfche Gemeinde.
Montag den 24. Februar, abends 8 Uhr, im Lukassaale: r) i b e l st u n de. V'arrer B echt o l s h e i m e r.
Gründliche Fachausbildung f. Praktiker wie Schlosser,Montoure,Mechaniker u. a. m. in Vierteljahreskureen. Beginn 1. Januar, 1. April usw.
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Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß uns am Samstag, den 22. d. Mts., unser innigstgeliebtes unvergeßliches Töchterchen
Augusts
im Alter von nicht ganz l3/4 Jahren durch den Tod plötzlich entrissen wurde.
Das -sargiagcr der feiatiiiiigs-GfflssffiM m freien Giessener Sdireiner-VereiniGiinn
_ besindet sich bei 764
Schremersnsister H. Haas Telephon 692. Bleichstratze 8, Hinterhaus. Telephon 692
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Hande!.
Bcr l i n, 21. Febr. Staci> den Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindusttsielier betrug die Roheisenerzeugung in Deutschland und Luxemburg während des Monats ^auuar 1308 insgesamt 1061 329 Tonnen gegen 1 106 375 Tonnen uru Dezember 1907 und 1062 152 Tonnen im Januar 1907. Xie Erzeugung verteilte sich auf die einzelnen Sorten uue folgt, nwbei m Klammern die Erzeugung für Januar 1907 angegetzsn worden ist. Gießereiroheisen 192 456 (1/7 543) t, Vessemerroh- ei|en 39 303 (40172) t, Thomasroheiseu 682-102 (686 901) t ; Stahl- und Spiegeleisen 89 462 (87 493) t und Puddelroheisen oö /06 (69 j03) t. Seit langer Zxit weist das Siegerland wieder eine kleine Quantität Thonmsroheiieu nach (325 t).
Dom Geld- und Devisenmarkt. Die Nachfrage nach Ultimogeld ist infolge der großen Gcschäflsstille an den deutschen Börsen recht gering gewesen. Der Zinssatz für tägliches Geld hielt sich auf 4%. Bei der Scchandlnng war Geld von Ende d. M. bis 20. März mit 41/, %, in größeren Summen auch billiger, erhältlich. Der PrwardiSkont ging am Samstag neuerdings um 1,8% auf 4%% zurück. Wechsel blieben nach Feststellung der Notiz gesucht. Ans London wurde der Privatdiskont mit 3% % und tägliches Geld mit 3%% gemeldet. ES geht der Gckd- verbilligung jetzt doch mit Nicsenschritten entgegen.
fc a. M., 24. Febr. lTelegr. Orig^-Bericht deS .Gieß/
?«rz. ). Amtl. Notierungen der heutigen Vieh Marktpreise. Zum Verkaufe standen: 394 Ochsen, 00 aus Tesrerreich, 38 Buttes 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 854 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 314 Kälber, 317 Schafe und Hümmel, 60 Schafe aus Cefteireicb, 00 Ziegen, 1714 Schweine. Bezahlt mürbe für 100Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 79—81 Mk.. rn 3- -ual. 62-66Alt.; Bullen l.Qual. 65 bis
67 Mk., 2. Qual.60-62 Mk.; Xühe l.Qual. 70-72 Mk., 2. Qual. ^06 Mk. 3. Qual. 48-50 Alt, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00Nck. Kalber: 1. Qual.92-94 Pfg., Lebendgewicht54-56 PQ 2. Qual. 76—8-1 Pfg., Lebendgewicht 44—49 Pfg., Schlacht- sfewicht 60-65 Pfg. Schafe: 1. Qual. 80—00, 2. Qual. *72—74 Pia. 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 58—59 Pfg., Lebdgew! 46,0—00,0 Pfg., 2. Qll. 57-00,0 Pfg., ^ebendgew. 45,0—00 Pfq_ 3. Qual. 48—51 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh aut, fein Uebersland.
Märkte.
re. Frauksurt a. M., 24. öebe. (Qrig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Llmtliche Slouerungen der heutigen Fruchtmarktpreije. Weizen Alk. 21.00—00.00, Kurhessischer Alk. 21.00—00.00, La Plata Mk. ?3.25 24.00, Kansas Alk. 24.00—24.50, Roggen (hiesiger) Mk. 20.00—00.00 Gerste (Wetterauer) Alk. 20.75—21.75, Franken, selder Dik. 2VL 22.75, Haier 17.50—18.25, Mais Alk. 10.00—00.00 Weizenmehl Alk. 31.75—32.00, 00—00, 2. Qualität Alk. 30.75 bis Alk. 3..00, 3. Qualität Alk. 29.25—29.50, Roggeumehl 0
Mk. 31.50—32.00,1.Qualität Alk. 30.50—31.00, Weizenklele Alk. 11.50 bis Alk. 11.75, Roggenkleie Alk. 13.25—13.50, Alaiskeime Alk. 12.50 bis Alk. 13.00, Franken, Pfälzer, Ried-Alk. 21.75—22.75. 2lÜe§ per 100 Kg. ab hier.
Vermischtes.
* Ein entsetzliches Verbrechen ist in Mühlhausen t. Th. verübt worden. Ter Fabrikarbeiter Albin Heiliger wurde 1 ms offener Straße verhaftet, weil er se i n e i g ene s 2i/2 jähriges «indermordet hat. Die Leiche wurde in der „Thomasquelle" r-ufgefunben und zeigte ami Sintertopf zwei fast unmittelbar neben- nanbw liegende klaffende Wunden. Der Mörder hat angesichts des erdrückenden Belveismaterials ein umfassendes Geständnis abgelegt und unumLvunden eingeräumt, daß er seinen Küaben mit voller Ueberlegung auf die grausamste Weise getötet hat. Er Hobe sich des Kindes entledigen wollen, da es ihm, zur Last ge- füllen sei. Er gab zu, das Kind zuerst auf die Erde geworfen und dann mit einem mehr als faustgroßen Stein mel-rere Schläge an) den Vmterkops versetzt zu haben, bis es tot war. Ter ruch-- Loie Mörder hat vor kurzer Zeit erst sein 26. Lebensjahr vollendet, w gelang der Polizei nur mit großer 9Mhe, den t'Rörder un- orletzt ms Gefängnis zu bringen, do die große Menge, die b am Rathaus angesmnmelt hatte, eine drohende .Haltung e.nnaym.
KLcine Tageschronik.
In Bielefeld sisuerte die Polizei den früheren Diener Hiuz- st'terS, well er verdächtig ist, Briefe des Kaisers an Hinzpeter nh aiigeeignet zu haben. Rach einem eingehenden Verhör wurde o:r Diener indeß wieder sreigelasfen weil er den rechtmäßigen Lrwerb der Briese nachweisen ckonnte.
Zu einer schweren Katastrophe scheint eine Skifahrt geführt : ' Wnen, welche eine Gesellschaft von sechs ^Alünchnern über das ohe Ioch (Tirol) unternahmen. Sämtliche Teilnehmer an _ Tour sind verschwunden und man befürchtet, daß sie von ^uer bawine erfaßt und begraben worden seien.
In Akna Szlatina erfolgte vor dem Kunignndeschachte des u migen Salzbergwerkes ein Erdsturz von je 60 Aleier Länge und --rette und von 62 Aleter Tiefe. Die Straße, die nach Akna führt, ! »rde entzweigeschnilten. Die Bergwerkspumpen stehen unter --aller. Es ist eine Strecke von etwa 800 Meiern so gefährdet, ' "-'3 leden Augenblick ein neuer Einsturz erlolgen kann. Tie Be-
tncif <StT, man gestern morgen die- L. Müller schwer betrunken und in tiefem Schlafe in der Nähe der Bildergalerie vorfand! Die aus der Fulda gelandete Leiche war allgemein als die der Fran Müller erkannt worden. Man wird sie wohl jetzt wieder ansgrcrben müssen, nm chre Identität festzustellen. — In das Landkrankenhans wurde schwer verletzt und am ganzen Körper ht Watte eingewickelt ein Landwirt ans Ludcrba.ch eingcliefert, der beim „Schlaf- wandeln" verunglückt ist. Der Landwirt leidet an dieser Krankheit, seit er die Expedition gegen die chinesischen Boxer mitgemacht hat. In der Nacht auf Freitag rvar er an den Ziehbrunnen in seinem Gehöft geraten und hinein- aestürzt. Zum Glück hatte sich der Eimer oberhalb des ^Wasserspiegels befunden, und der Landmann war mit den Kleidern in dem eisernen Haken der Kette hängen geblieben, bis am Morgen jemand Wasser holen wollte.
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wohner der auf der gefährdeten Strecke stehenden Häuser müssen diese räumen. Eine Bäuerin und zwei Kinder, die auf der Landstraße waren, sanden ihren Tod.
Als eine Kompagnie Alpenjäger von Lasalle nach Eol Serema (Piemont) marschierte, ging eine Lawine nieder. Ein Korporal und ein Soldat wurden getötet, ein Soldat wurde verwundet.
Eine erschütternde Ehetragödie spielte sich in Sieben bei Prag ab. Der in der Broscheschen Spirttusfabrik an gefiepte Chemiker Dr. Karl Gilbert vergiftete sich mit Cyankali. Seme Gattin, die Anstalten zur Uebersiedlung in die Heimat getroffen hatte, hat sich bald danach ebenfalls mit Cyankali vergiftet. Ter Grund der Verzivcistungstat des jungen Ehepaares ist völlig unbekannt.
Der Ulanenleulnant von B ä r e n f p r u n g, der am 22. d. M. von Berlin in seine Gamison Fürstenwalde fuhr, stürzte zwischen' Hirschgarten und Friedrichshagen aus dem Waggon unter die Rader. Ein Fuß wurde völlig abgetrennt, außerdem wurde er an Kopf und Armen schwer verletzt. Nachdem ihm ein Nowerband angelegt worden war, wurde er in das Köpenicker Krankenhaus übergeführt. Er war allein im Kupee.
Der aus Anlaß der F r i e d b e r g . A s f ä r e verhaftete Kassierer -r.honke in Berlin wurde gegen Stellung einer Kaution von 10,000 Mark aus der Untetsuchungshast entlassen.
In Dortmund gab der Bureaugehülfe Walter Scheiffler auf seine 19jährige Stiefschwester, die er wiederholt durch Liebesanträge belästigt hatte, zwei Revoloerschüsse ab, die das Mädchen nur unerheblich verletzten. Darauf richtete er die Waffe gegen sich selbst und brachte sich drei Schüsse in die Herzgegend beu Sein Zustand ist sehr bedenklich.
In K ö l n versetzte cm über 50 Jahre alter Arbeiter nach der Heimkehr mit seiner Frau von einer Karnevalsfestlichkeit öer Frau in seiner Wohnung zwei Revoloerschüsse in >en Kopf, durch welche sie schwer verletzt wurde, und verwundete ich dann selbst lebonsgesährltch.
Emen verzweifelten Kamps mit Einbrechern hatte der Juwelier Castorin Duisburg in der Nacht zu bestehen. In einem Laden waren zwei Diebe emgedrungen, die derartiges Ge° rausch verursachten, daß der Geschästsinhabec erwachte. ‘ Sofort stürzte sich einer der Einbrecher aus ihn und verletzte ihn durch zahlreiche Messerstiche so schwer, daß er cewußtkos zusammenbrach. Die Diebe raubten die wertvollsten Gold-- und Silberwaren und lohen dann.
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Rückständige Forderungen an bas Korps Lcutouia sind vis sinn 28. Febr. auf dem Korpslwus einzureichen. EPj,.
S. yi.: Nacks». X X /-
In»ruti!l-A!isoell!l!i!f.
Habe einen großen Poften Lknabcn-Anzügc und Lchnbc, welche ich zu bedeutend ermähigtsn Preisen absetze. Ebenso nnden Gie zur Konstrmanon, Anzüge, Hüte Lchubc und Nbrcn zu noch nie dagewesenen Preisen. Verkaufe einen -Herren-Boxcalf-Sttesel zu 8.50 Mk., einen Jüngiings-Stietel zu 7 Mk., welche sonst unt. 10 Mk. nicht verkauft werden. Wer bet unr einen Anzug für 20 ML. kaust, bet. 1 Pserde-Loos gratis. [01214 Joh. »«i-invelr, Löwengaffe 20.
Todes-Anzeige.
I r«5e und Bekannten die schmerz-
B öer strttor utetn guter Atann, unser treusorgen-
j ^^er, Schwiegervater und Großvater
* Hünrich Benner I., Gahnarbeiter,
| langem, schweren, mit großer
H fchlafen £*tlaöenen Reiben im 58. Lebensjahre sanft ent- ; k cn «ic trauernd Hinterbliebenen:
*• Marie Bcuuer LLw. nebst Slinbcm.
Kleyen (Dammstrahe 19), den 23. Februar 1908.
Beerdigung findet Dienstag nachmittag 3'/- Uhr auf
............ oem neuen Friedhof statt. 1218
Danksagung.
Allen denen, welche uns bei dem Hinscheiden unserer lieben Tante 1216
Fräulein Elise Käs in so liebevoller Weise ihre Teilnahme bezeugten, sagen wir hiermit auf diesem Wege aufrichtigen herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
Carl Schädel und Frau, geb. Seeth.
Hanau, Gießen, den 24. Februar 1908.
Kriegerverem Gießen.


